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Politische und kulturelle Entwicklung Roms

Die frühe Republik: 1. Abschnitt

(510-493)

 

 

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Geschichte

v.Chr.
 
Kultur
   
 
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Griechische Geschichte

Griechische Geschichte

  • Anfangstext (Eutr.1,9) Vertreibung der etruskischen Könige. Ablösung der Königsherrschaft (regnum) durch eine Republik (res publica). Diesen Wandel in der Staatsform verbindet die Überlieferung mit dem Namen des Lucius Iunius Brutus. Der Sage nach rächte er den Übergriff, dessen sich Sextus Tarquinius Superbus, ein Sohn des Tarquinius Superbus, gegen Lucretia, die Gattin des Lucius Tarquinius Collatinus schuldig gemacht hatte.
    • Zwei Konsuln statt einem König (Kollegialität), die jährlich neu gewählt werden (Annuität). Ursprünglicher Titel war "praetor". Zuständigkeit: Kriegsführung, Gerichtsbarkeit, Finanzwesen. Wahl durch die Comitia centuriata, Amtsantritt anfangs am 1. März.
      Cic.rep.2,56:Textanker Tenuit igitur hoc in statu senatus rem publicam temporibus illis, ut in populo libero pauca per populum, pleraque senatus auctoritate et instituto ac more gererentur, atque uti consules potestatem haberent tempore dumtaxat annuam, genere ipso ac iure regiam. Quodque erat ad obtinendam potentiam nobilium vel maximum, vehementer id retinebatur, populi comitia ne essent rata, nisi ea patrum adprobavisset auctoritas. Atque his ipsis temporibus dictator etiam est institutus decem fere annis post primos consules, T. Larcius, novumque id genus imperii visum est et proximum similitudini regiae. Sed tamen omnia summa cum auctoritate a principibus cedente populo tenebantur, magnaeque res temporibus illis a fortissimis viris summo imperio praeditis, dictatoribus atque consulibus, belli gerebantur. In diesem Zustand hatte also der Senat den Staat zu jenen Zeiten in Händen, so dass bei hergestellter Volksfreiheit dennoch nur weniges durch das Volk vollzogen wurde, das meiste jedoch durch das Ansehen des Senats und dem Herkommen und der Sitte gemäß; und dass die Konsuln der Zeit nach nur eine einjährige Macht besaßen, dem Wesen aber und dem Recht nach eine königliche. Ein Punkt aber, der zur Aufrechterhaltung der Macht der Vornehmen von höchster Wichtigkeit war, wurde mit der größten Strenge behauptet, nämlich dass die Beschlüsse der Volksversammlungen nur dann Gültigkeit hatten, wenn sie durch die Zustimmung der Väter gebilligt waren. In dieselben Zeiten fällt auch die Ernennung des ersten Dictators Titus Larcius, ungefähr zehn Jahre nach Einführung der Konsularregierung; und diese neue Gattung der Obergewalt schien der königlichen am meisten zu gleichen und sich ihr zu nähern. Im ganzen aber war, ohne dass das Volk etwas dagegen hatte, die Leitung des Staates mit überwiegendem Ansehen in den Händen der Vornehmen; und im Laufe jener Zeit wurden von den tapfersten Männer, den mit dem höchsten Oberbefehl bekleideten Dictatoren und Konsuln ausgezeichnete Taten im Krieg (und Frieden) verrichtet. (Üb. nach Moser)
    • Der patrizische Senat (ordo senatorius) bleibt erhalten, wird jetzt aus den Rittern ergänzt (patres et conscripti). In ihm finden die ehemaligen Konsuln (consulares) Aufnahme. Der Senat fasst Kraft seiner auctoritas Beschlüsse (senatus consultum).
      Liv.2,1,7-11:Textanker [7] libertatis autem originem inde magis, quia annuum imperium consulare factum est, quam quod deminutum quicquam sit ex regia potestate, numeres. [8] omnia iura, omnia insignia primi consules tenuere; id modo cautum est, ne, si ambo fasces haberent, duplicatus terror videretur. Brutus prior, concedente collega, fasces habuit; qui non acrior vindex libertatis fuerat quam deinde custos fuit. [9] omnium primum avidum novae libertatis populum, ne postmodum flecti precibus aut donis regiis posset, iure iurando adegit neminem Romae passuros regnare. [10] deinde quo plus virium in senatu frequentia etiam ordinis faceret, caedibus regis deminutum patrum numerum primoribus equestris gradus lectis ad trecentorum summam explevit, [11] traditumque inde fertur, ut in senatum vocarentur, qui patres quique conscripti essent; conscriptos videlicet novum senatum appellabant lectos. id mirum quantum profuit ad concordiam civitatis iungendosque patribus plebis animos. (7) Indessen kann man den Anfang der Freiheit mehr darin erkennen, dass die Konsulargewalt auf nur ein Jahr beschränkt wurde, als dass die Königsmacht in sonst einem Punkt geschmälert worden wäre. (8) Alle ihre Rechte und Abzeichen behielten die ersten Konsuln. Nur die Vorsichtsmaßnahme hatte man getroffen, dass nicht der Schrecken verdoppelt schien, wenn die Liktoren mit den Rutenbündeln  und dem Beil beiden folgten. Brutus hatte zuerst mit Bewilligung seines Amtsgenossen diese Ehre, weil er als Begründer der Freiheit nicht entschlossener gewesen war , als später als ihr Hüter. (9) Zu aller erst nun verpflichtete er das für die neue Freiheit schwärmende Volk durch einen Eid, dass es niemals mehr Königsherrschaft in Rom dulden werde, damit es nachher nicht durch Bitten oder Geschenke des Königs umgestimmt werden könne; und damit dem Senat mehr Kraft aus der vermehrten Zahl erwachse, ergänzte er die durch die Hinrichtung der Könige verminderte Zahl der Väter bis auf dreihundert, indem er die vornehmsten des Ritterstandes zu Senatoren wählte. Und daher soll die Sitte kommen, dass in den Senat die Väter berufen werden und die Hinzugeschriebenen (conscripti). So nannten sie nämlich die in den Senat Gewählten. Dies trug wunderbar viel bei zur Eintracht der Bürgerschaft, und um die Gemüter des Volkes fester mit den Vätern zu verbinden. (Üb. nach Gerlach)
    • Ebenfalls bleiben die Komitien der Curien (comitia curiata) und Centurien (comitia centuriata) (vgl. Cic.rep.2,56).
      Dion.Hal.6,66,3:Textanker ἴστε δήπου νόμον ἡμῖν ὑπάρχοντα, ἐξ οὗ τήνδε οἰκοῦμεν τὴν πόλιν, πάντων εἶναι κυρίαν τὴν βουλήν, πλὴν ἀρχὰς ἀποδεῖξαι καὶ νόμους ψηφίσαι καὶ πόλεμον ἐξενεγκεῖν ἢ τὸν συνεστῶτα καταλύσασθαι· τούτων δὲ τῶν τριῶν τὸν δῆμον ἔχειν τὴν ἐξουσίαν ψῆφον ἐπιφέροντα. ἐν δὲ τῷ παρόντι οὐχ ὑπὲρ ἑτέρου τινὸς ἢ πολέμου καὶ εἰρήνης βουλευόμεθα, ὥστε πολλὴ ἀνάγκη τὸν δῆμον ἐπικυρῶσαι τὰς ἡμετέρας γνώμας ψήφου γενόμενον κύριον. Ihr wisst ja, dass wir ein Gesetz haben, solange wir schon in dieser Stadt leben, dass der Senat in allem Vollmacht besitze, außer der Wahl zu den Staatsämtern, dem Beschluss über Gesetze und der Unternehmung eines Kriegs oder Beendigung eines schon ausgebrochenen; über diese drei Punkte solle das Volk die Entscheidung haben, indem es abstimmte. In dem gegenwärtigen Fall nun beraten wir über nichts anderes als über Krieg und Frieden, und so ist es ganz notwendig, dass das Volk unsere Meinung bestätigt, indem ihm die Abstimmung überlassen wird. (Üb. nach G.J.Schaller
    • Die Symbole (insignia) der Königsmacht bleiben ebenfalls weiter in Gebrauch: fasces, sella curulis, Purpurstreifen der Toga, Triumphzug.
    • Der Titel "rex" beschränkt sich auf das religöse Amt des "rex sacrorum".
    • "LEX VALERIA de provocatione": Der Konsul Publius Valerius Publicola gibt den Plebeiern das Recht der Berufung (provocatio) von der Entscheidung der Magistrate an die Volksversammlung. (Liv.2,8,3; Plut.Publ.12) [300 Erneuerung]
      Cic.rep.2,53:Textanker eademque mente P. Valerius et fasces primus demitti iussit, cum dicere in contione coepisset, et aedis suas detulit sub Veliam, posteaquam, quod in excelsiore loco Veliae coepisset aedificare eo ipso, ubi rex Tullus habitaverat, suspicionem populi sensit moveri; idemque, in quo fuit Publicola maxime, legem ad populum tulit eam, quae centuriatis comitiis prima lata est, ne quis magistratus civem Romanum adversus provocationem necaret neve verberaret.  In gleicher Rücksicht ließ Publius Valerius (Publicola) nicht nur die Rutenbündel senken, wenn er in der Volksversammlung zu reden begann, sondern ließ auch sein Haus in die Niederung des Velischen Hügels versetzen, nachdem er bemerkt hatte, dass beim Volk ein Argwohn gegen ihn aufgekommen war, weil er auf einem höheren Platz des Velischen Hügels zu bauen begonnen hatte, gerade an der Stelle, an der der König Tullus gewohnt hatte. Er war es auch (und darin zeigte er sich besonders als Publicola ("Volksfreund"), der dem Volk das Gesetz vorschlug, das zuerst in der nach Centurien stimmenden Volksversammlung gegeben wurde, dass kein Staatsbeamter einen römischen Bürger entgegen der Berufung an das Volk hinrichten oder auch nur körperlich züchtigen lassen dürfe. (Üb. nach Moser)
  • Die LEX VALERIA bedroht alle, die die Rückkehr der Könige betreiben, mit dem Tod (Liv.2,8,2; Dion.Hal.5,19,4; Plut.Publ.21,1)
  • Der erste Vertrag mit Karthago, der die bedeutende Ausdehnung der römischen Macht bereits zum Ende der Königszeit deutlich macht
    Polyb.3,22,1-10:Textanker (1) Γίνονται τοιγαροῦν συνθῆκαι Ῥωμαίοις καὶ Καρχηδονίοις πρῶται κατὰ Λεύκιον Ἰούνιον Βροῦτον καὶ Μάρκον Ὡράτιον, τοὺς πρώτους κατασταθέντας ὑπάτους μετὰ τὴν τῶν βασιλέων κατάλυσιν, ὑφ' ὧν συνέβη καθιερωθῆναι καὶ τὸ τοῦ Διὸς ἱερὸν τοῦ Καπετωλίου. (2) ταῦτα δ' ἔστι πρότερα τῆς Ξέρξου διαβάσεως εἰς τὴν Ἑλλάδα τριάκοντ' ἔτεσι λείπουσι δυεῖν. (3)  ἃς καθ' ὅσον ἦν δυνατὸν ἀκριβέστατα διερμηνεύσαντες ἡμεῖς ὑπογεγράφαμεν. τηλικαύτη γὰρ ἡ διαφορὰ γέγονε τῆς διαλέκτου καὶ παρὰ Ῥωμαίοις τῆς νῦν πρὸς τὴν ἀρχαίαν, ὥστε τοὺς συνετωτάτους ἔνια μόλις ἐξ ἐπιστάσεως διευκρινεῖν. (4) εἰσὶ δ' αἱ συνθῆκαι τοιαίδε τινές· "ἐπὶ τοῖσδε φιλίαν εἶναι Ῥωμαίοις καὶ τοῖς Ῥωμαίων συμμάχοις καὶ Καρχηδονίοις καὶ τοῖς Καρχηδονίων συμμάχοις· (5) μὴ πλεῖν Ῥωμαίους μηδὲ τοὺς Ῥωμαίων συμμάχους ἐπέκεινα τοῦ Καλοῦ ἀκρωτηρίου, ἐὰν μὴ ὑπὸ χειμῶνος ἢ πολεμίων ἀναγκασθῶσιν· (6) ἐὰν δέ τις βίᾳ κατενεχθῇ, μὴ ἐξέστω αὐτῷ μηδὲν ἀγοράζειν μηδὲ λαμβάνειν πλὴν ὅσα πρὸς πλοίου ἐπισκευὴν ἢ πρὸς ἱερά, ἐν πέντε δ' ἡμέραις ἀποτρεχέτω. (7,8)  τοῖς δὲ κατ' ἐμπορίαν παραγινομένοις μηδὲν ἔστω τέλος πλὴν ἐπὶ κήρυκι ἢ γραμματεῖ. (9,8) ὅσα δ' ἂν τούτων παρόντων πραθῇ, δημοσίᾳ πίστει ὀφειλέσθω τῷ ἀποδομένῳ, ὅσα ἂν ἢ ἐν Λιβύῃ ἢ ἐν Σαρδόνι πραθῇ. (10,8) ἐὰν Ῥωμαίων τις εἰς Σικελίαν παραγίνηται, ἧς Καρχηδόνιοι ἐπάρχουσιν, ἴσα ἔστω τὰ Ῥωμαίων πάντα. (11,8) Καρχηδόνιοι δὲ μὴ ἀδικείτωσαν δῆμον Ἀρδεατῶν, Ἀντιατῶν, Λαρεντίνων, Κιρκαιιτῶν, Ταρρακινιτῶν, μηδ' ἄλλον μηδένα Λατίνων, ὅσοι ἂν ὑπήκοοι· (12,8) ἐὰν δέ τινες μὴ ὦσιν ὑπήκοοι, τῶν πόλεων ἀπεχέσθωσαν· ἂν δὲ λάβωσι, Ῥωμαίοις ἀποδιδότωσαν ἀκέραιον. (13,8) φρούριον μὴ ἐνοικοδομείτωσαν ἐν τῇ Λατίνῃ. ἐὰν ὡς πολέμιοι εἰς τὴν χώραν εἰσέλθωσιν, ἐν τῇ χώρᾳ μὴ ἐννυκτερευέτωσαν."  (1) Der erste Vertrag also zwischen Römern und Karthagern wurde abgeschlossen unter Lucius Iunius Brutus und Marcus Horatius, den ersten Konsuln nach Vertreibung der Könige, von denen auch der Iupitertempel auf dem Kapitol geweiht worden ist, (2) das heißt achtundzwanzig Jahre nach dem Übergang des Xerxes nach Griechenland. (3)  Wir teilen diesen Vertrag in möglichst genauer Übersetzung mit. Denn so groß ist auch bei den Römern der Unterschied ihrer jetzigen Sprache  von der alten, dass auch die Kundigsten manches trotz eingehender Beschäftigung kaum verstehen. (4) Der Vertrag lautete etwa folgendermaßen: Unter folgenden Bedingungen soll Freundschaft bestehen zwischen den Römern und den Bundesgenossen der Römer und den Karthagern und den Bundesgenossen der Karthager. (5) Die Römer und die Bundesgenossen der Römer sollen nicht über das schöne Vorgebirge hinausfahren, es sei denn , dass sie durch Sturm oder Feinde dazu gezwungen werden. (6) Wenn aber einer durch Gewalt verschlagen und zu landen genötigt ist, soll es ihm nicht gestattet sein, etwas zu kaufen oder zu nehmen, außer was zur Ausbesserung des Fahrzeugs oder zu öpfern nötig ist. Innerhalb von fünf Tagen soll er wieder auslaufen. (7,8)  Die aber, die des Handels wegen kommen, sollen kein Geschäft rechtskräftig schließen dürfen, es sei denn im Beisein eines Herolds oder eines Schreibers. (9,8) Was aber in deren Gegenwart verkauft wird, dafür soll die Schuld dem Verkäufer vom Staat verbürgt sein, bei allem, was entweder in Libyen oder auf Sardinien verkauft wird. (10,8) Wenn ein Römer nach Sizilien kommt, soweit es unter der Hoheit der Karthager steht, sollen die Römer in allem Gleichberechtigung genießen. (11,8) Die Karthager aber sollen sich keine Übergriffe zuschulden kommen lassen gegen das Volk der Ardeaten, Antiaten, Laurentiner, Kirkaiiten, Tarakiniten, noch sonst gegen irgendeinen von den Latinern, soweit sie den Römern untertätig sind. (12,8) Wenn aber irgendwelche keine Untertanen sind, sollen sie sich von deren Städten fernhalten. Wenn sie aber eine einnehmen, sollen sie diese den Römern unversehrt übergeben. (13,8) Einen festen Platz sollen sie nicht in Latium bauen. Und wenn sie als Feinde in das Land kommen, sollen sie nicht in dem Land übernachten. (Üb. H.Drexler
  • Der vertriebene König Tarquinius Superbus betreibt seine Rückkehr zunächst, indem er durch eine Gesandtschaft, die die Herausgabe seines beweglichen Vermögens fordern soll, eine Verschwörung anzetteln lässt. Brutus lässt seine beiden Söhne, die an der Gesandtschaft teilnehmen, hinrichten. Die Verschwörung wurde durch den Sklaven Vindicius zur Anzeige gebracht. Zum Dank erhielt er Freiheit und Bürgerrecht (Nach ihm heißt das Verfahren der manumissio "vindicta") (Liv.2,3-5; Dion.Hal.5,3-13; Plut.Publ.3-8).
  • Anschließend gewinnt Tarquinius Superbus die Städte Veii und Tarquinii für seine Zwecke. Doch deren Truppen werden beim Wald Arsia geschlagen (Liv.2,6-7; Dion.Hal.5,14-16; Plut.Publ.9). Noch vor der Schlacht töteten sich Brutus und Tarquinius Aruns gegenseitig im Zweikampf. Brutus wurde durch eine Staatstrauer geehrt. Er war der erste, dem man eine "laudatio funebris" hielt, und zwar hielt sie sein Mitkonsul Publius Valerius (Dion.Hal.5,17; Plut.Publ.9). An seiner Stelle folgen als Konsuln zunächst Spurius Lucretius und nach dessen Tod Marcus Horatius Pulvillus.
    Liv.2,7,1-4:Textanker [1] ita cum pugnatum esset, tantus terror Tarquinium atque Etruscos incessit, ut omissa inrita re nocte ambo exercitus, Veiens Tarquiniensisque, suas quisque abirent domos. [2] adiciunt miracula huic pugnae: silentio proximae noctis ex silva Arsia ingentem editam vocem; Silvani vocem eam creditam; haec dicta: uno plus Tuscorum cecidisse in acie; vincere bello Romanum. [3] ita certe inde abiere, Romani ut victores, Etrusci pro victis; nam postquam inluxit nec quisquam hostium in conspectu erat, P. Valerius consul spolia legit triumphansque inde Romam rediit. [4] collegae funus quanto tum potuit apparatu fecit; sed multo maius morti decus publica fuit maestitia, eo ante omnia insignis, quia matronae annum ut parentem eum luxerunt, quod tam acer ultor violatae pudicitiae fuisset. (1) Nach diesem Ausgang der Schlacht ergriff ein solcher Schrecken den Tarquinius und die Etrusker, dass sie das erfolglose Unternehmen aufgaben und in der Nacht beide Heere, das tarquinische wie das veientische, jedes nach seiner Heimat zog. (2) Ein Wunder soll diesen Kampf begleitet haben. In der Stille der darauf folgenden Nacht soll eine Stimme aus dem Wald Arsia erschollen sein, die man für die Stimme des Silvanus hielt. Der Sinn der Rede war, es sei ein Etrusker mehr in der Schlacht gefallen, der Sieg gehöre den Römern. (3) Wenigstens zogen die Römer als Sieger heim, die Etrusker als Besiegte. Denn da nach Tagesanbruch kein Feind mehr zu sehen war, ließ der Konsul Valerius die Waffen der erschlagenen Feinde sammeln und kehrte triumphierend nach Rom zurück. (4) Die Bestattung seines Amtsgenossen vollzog er mit aller möglichen Pracht. Aber eine weit größere Ehre war für den Toten die allgemeine Trauer, die dadurch besonders ausgezeichnet war, dass um den mutigen Rächer verletzter Frauenehre die Frauen wie um einen Vater ein Jahr lang Trauer anlegten. (Üb. nach Gerlach)
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Griechische Geschichte

 

  • Der Etrusker Porsenna, der König von Clusium, zwingt in der Absicht, Tarquinius in Rom wieder an die Macht zu bringen, die Römer, ihre Stadt zu übergeben, das von Veii eroberte Gebiet wieder abzutreten und Geiseln zu stellen.
 
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Griechische Geschichte

 
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Griechische Geschichte

 
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Griechische Geschichte

 
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Griechische Geschichte

  • Einsetzung der Diktatur (Cic.rep.2,56; Liv.2,18), ein Sonderbeamter (magister populi) zur Bewältigung eines gesetzlich definierten Notstandes. Sein imperium erfasste die Gesamtheit des römischen Volkes, war aber auf eine Dauer von sechs Monaten begrenzt. Ihm zur Seite stand ein magister equitum (Reiteroberst). Die amtierenden Konsul traten ebenfalls in den Dienst des Dictators.

    Liv.2,18,1-8: [1] insequens annus Postumum Cominium et T. Largium consules habuit. [2] eo anno Romae, cum per ludos ab Sabinorum iuventute per lasciviam scorta raperentur, concursu hominum rixa ac prope proelium fuit, parvaque ex re ad rebellionem spectare res videbatur. [3] supra belli Latini metum id quoque accesserat, quod triginta iam coniurasse populos concitante Octavio Mamilio satis constabat. [4] in hac tantarum expectatione rerum sollicita civitate, dictatoris primum creandi mentio orta. sed nec quibus consulibus, quia ex factione Tarquiniana essent ‑ id quoque enim traditur ‑ parum creditum sit, nec quis primum dictator creatus sit, satis constat. [5] apud veterrimos tamen auctores T. Largium dictatorem primum, Sp. Cassium magistrum equitum creatos invenio. consulares legere; ita lex iubebat de dictatore creando lata. [6] eo magis adducor, ut credam Largium, qui consularis erat, potius quam M'. Valerium, Marci filium, Volesi nepotem, qui nondum consul fuerat, moderatorem et magistrum consulibus appositum; [7] quin si maxime ex ea familia legi dictatorem vellent, patrem multo potius M. Valerium spectatae virtutis et consularem virum legissent. [8] creato dictatore primum Romae, postquam praeferri secures viderunt, magnus plebem metus incessit, ut intentiores essent ad dicto parendum; neque enim ut in consulibus, qui pari potestate essent, alterius auxilium neque provocatio erat neque ullum usquam nisi in cura parendi auxilium. 

    (1) Das folgende Jahr hatte zu Konsuln den Postumus Cominius und den Titus Larcius. (1) Da in diesem Jahr zu Rom während der Zeit der Spiele Dirnen von sabinischen Jünglingen aus Mutwillen fortgeschleppt wurden, entstand durch das Zusammenlaufen der Menschen Gezänk und beinahe ein Gefecht  und ein unbedeutender Anfang schien auf eine Empörung hinauslaufen zu wollen. (3) Zu der Furcht vor einem sabinischen Krieg war auch das noch hinzugekommen, dass, wie hinlänglich bekannt war, durch die Aufwieglung des Octavius Mamilius sich schon dreißig Völker verschworen hatten. (4) In der Erwartung so wichtiger Dinge und bei dieser Besorgnis der Bürgerschaft wurde zum ersten Mal ein Dictator gewählt. Aber weder steht hinlänglich fest, in welchem Jahr dies geschehen, noch welchen Konsuln, weil sie von der tarquinischen Partei gewesen wären - denn auch dies wird überliefert - man so wenig Vertrauen bewiesen, noch wer zuerst zum Dictator gewählt worden sei. (5) Doch finde ich bei den ältesten Gewährsmännern, dass zum ersten Dictator Titus Larcius, zum Befehlshaber der Reiterei (magister equitum) Spurius Cassius gewählt worden sei. Man wählte ehemalige Konsuln; so bestimmte es das Gesetz, das über die Wahl der Dictatoren gegeben war. (6) Um so mehr bin ich geneigt zu glauben, dass Larcius, ein ehemaliger Konsul eher als Manius Valerius, des Marcus Sohn und Enkel des Volesus, der noch nicht Konsul gewesen war, den Konsuln an die Seite gesetzt worden sei, um den Oberbefehl und die höchste Leitung zu übernehmen. (7) Denn wenn sie wirklich gerade aus dieser Familie den Dictator gewählt haben wollten, hätten sie viel eher den Marcus Valerius, einen Mann von berühmter Tapferkeit und ehemaligen Konsul gewählt. (8) Nach der Wahl des Dictators, als man ihm die Beile vorantrug, kam zuerst in Rom das Volk große Furcht an, so dass sie etwas bereitwilliger waren, den Befehlen zu gehorchen. Denn weder gab es, wie bei den Konsuln, deren Gewalt gleich war, Hilfe bei dem andern, noch galt das Recht der Anrufung und überhaupt gab es keine Hilfe außer pünktlichem Gehorsam. (Üb. nach Gerlach)

 
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  • Tempel des Saturnus auf dem Forum
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  • Der Krieg gegen die Latiner bricht aus. Auf Seiten der Latiner kämpften 30 populi, deren Namen Dion.Hal.5,61 wiedergibt. Der Dictator Aulus Postumius entscheidet den Krieg in der Schlacht am See Regillus (mit der Hilfe der Dioskuren) für die Römer. Die Schlachtschilderungen bei Liv.2,19f. und Dion.Hal.6,2ff. heben nach epischem Muster im wesentlichen Einzelkämpfe hervor.
  • Servius Sulpicius Camerinus Cornutus erneuert das Bündnis mit den Latinern (Dion.Hal.6,20; Liv.3,7). Nachdem die Latiner nicht mehr als Puffer dienen, beginnen die Auseinandersetzungen der Römer mit den Aurunkern, Volskern und Aequern (Liv.2,33; Dion.Hal.6,91-94).
 
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  • Der Konsul Publius Servilius gewinnt durch eine entgegenkommende Verordnung schuldpflichtige Plebeier für den Kriegsdienst. Doch verfeindet er sich durch seine Vermittlungsversuche zwischen Plebeiern und Patriziern schließlich mit beiden Parteien (Liv.2,21; Liv.2,27; Dion.Hal.6,23).
  • Er erringt so einen Sieg über die Volsker. Er nimmt Suessa Pometia ein (Liv.2,24f.; Dion.Hal.6,23-29).
    Liv.2,24,6-8:Textanker contioni deinde edicto addidit fidem, quo edixit, ne quis civem Romanum vinctum aut clausum teneret, quo minus ei nominis edendi apud consules potestas fieret, neu quis militis, donec in castris esset, bona possideret aut venderet, liberos nepotesve eius moraretur. (7) hoc proposito edicto, et qui aderant nexi profiteri extemplo nomina, et undique ex tota urbe proripientium se ex privato, cum retinendi ius creditori non esset, concursus in forum, ut sacramento dicerent fieri. (8) magna ea manus fuit, neque aliorum magis in Volsco bello virtus atque opera enituit. (6) Darauf gibt er seiner Rede Gewicht durch eine Anordnung, in der er bestimmte, dass niemand einen römischen Bürger gefangen oder eingeschlossen halten solle, damit er nicht verhindert wäre, sich bei den Konsuln zum Wehrdienst zu melden; und dass niemand die Güter eines Soldaten, solange er im Lager wäre, besitzen oder verkaufen oder seine Kinder oder Enkel behelligen solle. (7) Auf diese Anordnung hin meldeten sich die anwesenden Schuldpflichtigen auf der Stelle und aus der ganzen Stadt stürzten sie aus den Wohnungen der Bürger hervor und strömten, da die Gläubiger nicht das Recht hatten, sie zurückzuhalten, auf dem Markt zusammen, um den Fahneneid zu leisten. (8) Dies war eine große Zahl und niemand bewies im Volskischen Krieg mehr Tapferkeit oder leistete bessere Dienste. (Üb. nach Gerlach)
  • Ein Einfall der Sabiner scheitert (Liv.2,26; Dion.Hal.6,31). Die Aurunker werden bei Aricia zurückgeschlagen (Liv.2,26; Dion.Hal.6,32f.).
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Griechische Geschichte

  • Der Dictator und die Konsuln Aulus Verginius und Titus Veturius siegen mehrfach mit ihren zehn Legionen (zu je 4000 Mann) über Volsker, Aequer und Sabiner. (Liv.2,30f.; Dion.Hal.6,34-44). Valerius Maximus feiert einen Triumph de Sabineis et Medullineis.
  • Die Römer nehmen unter Aulus Verginius den Volskern Velitrae ab und legen dort eine römische Colonie an.
    Liv.2,31,1-4:Textanker dum haec in Volscis geruntur, dictator Sabinos, ubi longe plurimum belli fuerat, fundit fugatque exuitque castris. [2] equitatu immisso mediam turbaverat hostium aciem, quam, dum se cornua latius pandunt, parum apte introrsum ordinibus [aciem] firmaverant; turbatos pedes invasit. eodem impetu castra capta debellatumque est. [3] post pugnam ad Regillum lacum non alia illis annis pugna clarior fuit. dictator triumphans urbem invehitur. super solitos honores locus in circo ipsi posterisque ad spectaculum datus; sella in eo loco curulis posita. [4] Volscis devictis Veliternus ager ademptus; Velitras coloni ab urbe missi et colonia deducta. cum Aequis post aliquanto pugnatum est, invito quidem consule, quia loco iniquo subeundum erat ad hostes; Gleichzeitig mit diesen Ereignissen im Volskerland werden die Sabiner, wo der Hauptsitz des Krieges war, von dem Dictator geschlagen und zerstreut und ihr Lager erstürmt. (2) Er hatte durch einen raschen Angriff der Reiterei das feindliche Mitteltreffen in Unordnung gebracht, wo sie bei der weiten Ausdehnung der Flügel die Schlachtordnung nicht durch Verdopplung der Glieder verstärkt hatten. Nachdem sie in Unordnung gekommen waren, griff das Fußvolk an. Durch den selben Angriff wurde das Lager erobert und dem Krieg ein Ende bereitet. (3) Seit der Schlacht am See Regillus war keine in jenen Jahren so berühmt. Der Dictator zieht im Triumph in die Stadt ein. Außer den gewöhnlichen Ehren wurde ihm und seinen Nachkommen ein Platz in der Rennbahn zum Zusehen gegeben und dort der Prachtsessel für ihn aufgestellt. (4) Den besiegten Volskern wurde das Gebiet von Velitrae entrissen. Ansiedler wurden dorthin geschickt und eine Pflanzstadt angelegt. (Üb. nach Gerlach)
 
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Griechische Geschichte

  • Mit den Latinern schließen die Römer ein Bündnis (foedus Cassianum), nachdem sie nach der Schlacht am See Regillus noch ein Friedensangebot der Latiner abgelehnt hatten. 495 machten sich die Latiner allerdings durch ihre Treue verdient, was zu dem Bündnis führte. Rom verleiht den Latinerstädten die Autonomie, dazu das ius commercii und das ius conubii (ius Latii). Diese verpflichten sich Rom gegenüber zu Bündnishilfe.
    Dion.Hal.6,95,1-2:Textanker  Ἐγένοντο δ' ἐν τῷ αὐτῷ χρόνῳ καὶ πρὸς τὰς τῶν Λατίνων πόλεις ἁπάσας συνθῆκαι καιναὶ μεθ' ὅρκων ὑπὲρ εἰρήνης καὶ φιλίας, ἐπειδὴ παρακινῆσαί τ' οὐδὲν ἐπεχείρησαν ἐν τῇ στάσει, καὶ συνηδόμενοι τῇ καθόδῳ τοῦ δήμου φανεροὶ ἦσαν, τοῦ τε πολέμου τοῦ πρὸς τοὺς ἀποστάντας ἑτοίμως ἐδόκουν συνάρασθαι.  (2) ἦν δὲ τὰ γραφέντα ἐν ταῖς συνθήκαις τοιάδε· Ῥωμαίοις καὶ ταῖς Λατίνων πόλεσιν ἁπάσαις εἰρήνη πρὸς ἀλλήλους ἔστω, μέχρις ἂν οὐρανός τε καὶ γῆ τὴν αὐτὴν στάσιν ἔχωσι· καὶ μήτ' αὐτοὶ πολεμείτωσαν πρὸς ἀλλήλους μήτ' ἄλλοθεν πολέμους ἐπαγέτωσαν, μήτε τοῖς ἐπιφέρουσι πόλεμον ὁδοὺς παρεχέτωσαν ἀσφαλεῖς βοηθείτωσάν τε τοῖς πολεμουμένοις ἁπάσῃ δυνάμει, λαφύρων τε καὶ λείας τῆς ἐκ πολέμων κοινῶν τὸ ἴσον λαγχανέτωσαν μέρος ἑκάτεροι· τῶν τ' ἰδιωτικῶν συμβολαίων αἱ κρίσεις ἐν ἡμέραις γιγνέσθωσαν δέκα, παρ' οἷς ἂν γένηται τὸ συμβόλαιον. ταῖς δὲ συνθήκαις ταύταις μηδὲν ἐξέστω προσθεῖναι μηδ' ἀφελεῖν ἀπ' αὐτῶν, ὅ τι ἂν μὴ Ῥωμαίοις τε καὶ Λατίνοις ἅπασι δοκῇ. In dem selben Jahr wurden auch mit sämtlichen latinischen Städten neue Friedens- und Freundschaftsverträge abgeschlossen und beschworen, weil sie während des Aufruhrs <in Rom> keine Bewegung gegen die Römer unternommen, ihre freudige Teilnahme an der Rückkehr des Volkes deutlich geäußert und in dem Krieg gegen die abgefallenen Städte bereitwillig Beistand geleistet hatten. (2) Der Inhalt der Verträge war folgender: Zwischen den Römern und sämtlichen latinischen Städten soll gegenseitiger Friede herrschen, solange Himmel und Erde die selbe Stellung behalten. Weder sie selbst sollen einander bekriegen, noch anderswoher Feinde herführen, noch denen, die sie mit Krieg überziehen, sicheren Durchzug gestatten. Sie sollen denen, die bekriegt werden, mit aller Macht zu Hilfe kommen und beide von der Kriegsbeute und den Gefangenen den gleichen Teil erhalten. Über Privatstreitigkeiten sollen die Entscheidungen innerhalb von zehn Tagen erfolgen, seit die Streitigkeit entstanden ist. Diesen Verträgen soll nichts hinzugesetzt und nichts daraus gestrichen werden, was nicht den Römern und allen Latinern gut dünkt. (Üb. nach Christian
  • Nach der Rückkehr der Plebeier nach Rom werden Volkstribunen und  Aedile eingerichtet. Einer der ersten Volkstribunen war Gaius Sicinius Bellutus, der die secessio angeführt hatte. Die Volkstribunen sollten vor allem das Recht auf Berufung (provocatio) sichern (Allgemeine Erörterung bei Cic.leg.16-25). Die Volkstribunen haben das Recht, außer in Fragen des Krieges gegen Magistratsbeschlüsse ein "Veto" einzulegen (ius intercessionis) und den Plebeiern Hilfe zu leisten (ius auxilii). Sie leiteten die comitia plebis curiata, wo eigene plebiscita gefasst werden konnten. Die Einigung mit den Plebeiern hatten zehn Gesandte, darunter (Manius ?) Marcus Valerius, Agrippa Menenius, Nautius Rutilus Spurius herbeigeführt (Dion.Hal.6,69), nach Liv.2,33 Agrippa Menenius allein, und zwar durch die Fabel vom Magen und den Gliedern (vgl. Cic.Brut.54).
    Liv.2,33,1-3:Textanker agi deinde de concordia coeptum, concessumque in condiciones, ut plebi sui magistratus essent sacrosancti, quibus auxilii latio adversus consules esset, neve cui patrum capere eum magistratum liceret. [2] ita tribuni plebei creati duo, C. Licinius et L. Albinus; ii tres collegas sibi creaverunt. in his Sicinium fuisse, seditionis auctorem: de duobus, qui fuerint, minus convenit. [3] sunt, qui duos tantum in Sacro monte creatos tribunos esse dicant, ibique sacratam legem latam.  (1) Darauf begann man, über eine Aussöhnung zu verhandeln, und man verständigte sich über die Bedingungen, dass die Bürgerschaft ihre gesetzlichen Behörden haben sollen, die das Recht der Hilfeleistung gegen die Konsuln hätten, und dass es keinem Patrizier gestattet sei, dieses Amt zu begleiten. (2) So wurden zwei Volkstribunen gewählt, Gaius Licinius und Lucius Albinus. Diese wählten sich drei Amtsgenossen, unter denen auch Sicinius, der Urheber des Aufstandes gewesen sein soll. Darüber, wer die beiden anderen waren, ist man sich nicht einig. (3) Manche behaupten, es seien auf dem Heiligen Berg  nur zwei Tribunen gewählt und dort das Heilige Gesetz gegeben worden. 
    per secessionem plebis Sp. Cassius et Postumius Cominius consulatum inierunt. [4] iis consulibus cum Latinis populis ictum foedus.  Während der Auswanderung des Volks hatten Spurius Cassius und Postumus Cominius das Konsulat angetreten. Unter diesen Konsuln wurde mit den latinischen Völkern ein Vertrag geschlossen. (Üb. nach Gerlach)
  • Besonders zu den Aedilen:
    Dion.Hal.6,90:Textanker (1) Ἐπειδὴ ταῦτ' ἐψηφίσαντο, βωμὸν κατεσκεύασαν ἐπὶ τῆς ἀκρωρείας, ἐν ᾗ κατεστρατοπέδευσαν, ὃν ἐπὶ τοῦ κατασχόντος αὐτοὺς τότε δείματος ὠνόμασαν, ὡς ἡ πάτριος αὐτῶν σημαίνει γλῶσσα, Διὸς Δειματίου· ᾧ θυσίας ἐπιτελέσαντες καὶ τὸν ὑποδεξάμενον αὐτοὺς τόπον ἱερὸν ἀνέντες, κατῄεσαν εἰς τὴν πόλιν ἅμα τοῖς πρέσβεσιν. (2) ἀποδόντες δὲ καὶ τοῖς ἐν τῇ πόλει θεοῖς χαριστήρια, καὶ τοὺς πατρικίους πείσαντες ἐπικυρῶσαι τὴν ἀρχὴν ψῆφον ἐπενέγκαντας, ἐπειδὴ καὶ τούτου παρ' αὐτῶν ἔτυχον, ἐδεήθησαν ἔτι τῆς βουλῆς ἐπιτρέψαι σφίσιν ἄνδρας ἐκ τῶν δημοτικῶν δύο καθ' ἕκαστον ἐνιαυτὸν ἀποδεικνύναι τοὺς ὑπηρετήσοντας τοῖς δημάρχοις, ὅσων ἂν δέωνται, καὶ δίκας, ἃς ἂν ἐπιτρέψωνται ἐκεῖνοι, κρινοῦντας ἱερῶν τε καὶ δημοσίων τόπων καὶ τῆς κατὰ τὴν ἀγορὰν εὐετηρίας ἐπιμελησομένους. (3) λαβόντες δὲ καὶ τοῦτο τὸ συγχώρημα παρὰ τῆς βουλῆς ἀποδεικνύουσιν ἄνδρας, οὓς ὑπηρέτας τῶν δημάρχων καὶ συνάρχοντας καὶ δικαστὰς ἐκάλουν. νῦν μέντοι κατὰ τὴν ἐπιχώριον γλῶτταν ἀφ' ἑνὸς, ὧν πράττουσιν ἔργων, ἱερῶν τόπων ἐπιμεληταὶ καλοῦνται καὶ τὴν ἐξουσίαν οὐκέθ' ὑπηρετικὴν ἑτέρων ἔχουσιν, ὡς πρότερον, ἐπιτέτραπται δ' αὐτοῖς πολλὰ καὶ μεγάλα, καὶ σχεδὸν ἐοίκασί πως κατὰ τὰ πλεῖστα τοῖς παρ' Ἕλλησιν ἀγορανόμοις. (1) Nachdem sie dies beschlossen hatten, errichteten sie einen Altar auf der Bergspitze, auf der sie ihr Lager hatten, den sie nach der Furcht, die sie damals erfüllte, den des Schrecken erregenden Iupiter benannten, wie ihre Sprache es bezeichnet. Als sie diesem die Opfer dargebracht und den Ort, der sie aufgenommen, geweiht hatten, gingen sie zusammen mit den Gesandten herunter in die Stadt. (2) Auch den Göttern in der Stadt brachten sie Dankopfer und suchten die Patrizier zu bewegen, das Amt zu bestätigen, indem sie darüber abstimmten. Als sie auch dies von ihnen erhalten hatten, baten sie noch weiter den Senat, ihnen zu erlauben, dass sie jedes Jahr zwei Bürger wählen, die in allem, was sie bedürfen, Diener der Volkstribunen sein sollen, die in Streitigkeiten, die ihnen diese übertragen, entscheiden und die Aufsicht über die Tempel, die öffentlichen Plätze und die zum Markt gebrachten Lebensmittel führen sollten. (3) Nachdem sie auch dieses Zugeständnis erhalten hatten, wählten sie Männer, die sie Diener und Amtsgenossen der Volkstribunen nannten. Jetzt aber werden sie in ihrer einheimischen Sprache von einem ihrer Geschäfte, die sie verrichten, Aufseher über die heiligen Orte (aediles) genannt und haben nicht mehr bloß eine untergeordnete Gewalt wie früher, sondern es sind ihnen viele wichtige Geschäfte übertragen. In den meisten Punkten gleichen sie ungefähr den griechischen Agoranomen (Marktaufsehern). (Üb. nach Christian
  • Für das Volk wurde außerdem ein Schuldenerlass durchgeführt (Dion.Hal.6,83; Dion.Hal.7,49)
  • "LEX ICILIA de tribunicia potestate": Pebiscitum des Volkstribunen Spurius Icilius das die ungestörte Tätigkeit der Tribunen garantiert (Dion.Hal.7,17,5; Cic.Sest.37,79)
  • Agrippa Menenius soll 493 in Armut gestorben sein und eine Bestattung auf Staatskosten erhalten haben. (Dion.Hal.6,49-88; Liv.2,16f.; Liv.2,32ff.)
  • Gemeinsamer Tempel für Ceres, Liber, Libera (Demeter, Dionysos, Persephone) am Aventin (Beteiligung der griechischen Maler Damophilos und Gorgasos)
 
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Sekundärliteratur

 

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Die Stadt auf dem Magdalensberg - ein spätkeltisches und frührömisches Zentrum im südlichen Noricum
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Der Forschungsstand zur Kontinuität der bodenständigen Bevölkerung im römischen Dazien (2.-3. Jh.)
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Acca Larentia und die fratres Arvales. Ein Stück römisch-sabinischer Frühgeschichte
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Die syrischen und palmyrenischen Kulte im römischen Dakien
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Kulte und Glauben im römischen Suden der Moldau (Ostrumänien)
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1939  Scardigli, B.
Die gotisch-römischen Beziehungen im 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. Ein Forschungsbericht 1950-1970. I. Das 3. Jahrhundert
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118  Schiller, Hermann
Geschichte der römischen Kaiserzeit, I 1: Von Cäsars Tod bis zur Erhebung Vespasians.
Gotha (Perthes) 1883
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Geschichte der römischen Kaiserzeit, I 2: Von der Regierung Vespasians bis zur Erhebung Diokletians
Gotha (Perthes) 1883
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Geschichte der römischen Kaiserzeit, I 3: Von Diokletian bis zum Tode Theodosius des Grossen
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Keltisch-lateinische Sprachkontakte im römischen Gallien der Kaiserzeit
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Die Sprachverhältnisse in den östlichen Provinzen des Römischen Reiches
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Die orientalischen Religionen im römischen Deutschland. Verbreitung und synkretistische Phänomene
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1966  Solin, H.
Juden und Syrer im westlichen Teil der römischen Welt. Eine ethnisch-demographische Studie mit besonderer Berücksichtigung der sprachlichen Zustände [Indices s. am Schluß dieses Teilbandes]
in: ANRW II.29.2 (1983) 587-789
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4365  Sommer, Michael
Römische Geschichte, Bd. 2: Rom und sein Imperium in der Kaiserzeit (mit 16 Zeittafeln)
Stuttgart (Kröner) 2009
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Augustusfriede und römische Klassik
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1986  Teja, R.
Die römische Provinz Kappadokien in der Prinzipatszeit
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Zur Verwaltungsgeschichte der römischen Provinzen Nordafrikas (Proconsularis, Numidia, Mauretaniae)
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2006  Vittinghoff, F.
Zur römischen Municipalisierung des lateinischen Donau-Balkanraumes. Methodische Bermerkungen
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Einheit und Vorgeschichte der griechisch-römischen Romanliteratur
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Das Problem des Imperialismus und die römische Ostpolitik im zweiten Jahrhundert v. Chr.
in: ANRW I.1 (1972) 501-563
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Rom und die Christen. Zur Auseinandersetzung zwischen Christentum und römischem Staat
Stuttgart 1970
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in: ANRW II.13 (1980) 763-806
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2043  Zapf, Georg Wilhelm
Muthmassungen über den Ursprung und das Alterthum des Heil. Römischen Reichs Stadt Aalen in Schwaben am Kocherfluss, und einem dortig gestandenen Lager der Römer : als einem Beweiss, dass sich die Macht derselben auch in diese Gegend erstreckt ; Mit einer Kupfertafel.
Schwabach, 1773
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