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v.Chr. |
Geschichte |
Kultur |
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- Archon: Lakratides ? (Philoch,frg.83)
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Ionischer
Aufstand:
- Die Ionier überfallen (mit dem Hilfskontingent aus
Athen und
Eretria) Sardeis, erobern es außer der Burg und brennen
es nieder (Herod.5,99-101).
- Auf dem Rückzug vor den heranrückenden Truppen
der Perser
werden sie bei Ephesos
besiegt (Herod.5,102). Obwohl sich die Athener
daraufhin der Einmischung in Kleinasien
strikt enthielten, blieben sie das Hauptziel der Gegenmaßnahmen
des Großkönigs. So wird ihre Beteiligung am Ionischen
Aufstand zu dem eigentlichen Anlass zu den Perserkriegen.
Herod.5,105,1-2:
βασιλέι δὲ Δαρείῳ ὡς ἐξαγγέλθη Σάρδις ἁλούσας ἐμπεπρῆσθαι
ὑπό τε Ἀθηναίων καὶ Ἰώνων, τὸν δὲ ἡγεμόνα γενέσθαι
τῆς συλλογῆς ὥστε ταῦτα συνυφανθῆναι τὸν Μιλήσιον
Ἀρισταγόρην, πρῶτα μὲν λέγεται αὐτόν, ὡς ἐπύθετο ταῦτα,
Ἰώνων οὐδένα λόγον ποιησάμενον, εὖ εἰδότα ὡς οὗτοί
γε οὐ καταπροΐξονται ἀποστάντες, εἰρέσθαι οἵτινες
εἶεν οἱ Ἀθηναῖοι, μετὰ δὲ πυθόμενον αἰτῆσαι τὸ τόξον,
λαβόντα δὲ καὶ ἐπιθέντα δὲ ὀιστὸν ἄνω πρὸς τὸν οὐρανὸν
ἀπεῖναι, καί μιν ἐς τὸν ἠέρα βάλλοντα εἰπεῖν (2) "ὦ
Ζεῦ, ἐκγενέσθαι μοι Ἀθηναίους τίσασθαι", εἴπαντα
δὲ ταῦτα προστάξαι ἑνὶ τῶν θεραπόντων δείπνου προκειμένου
αὐτῷ ἐς τρὶς ἑκάστοτε εἰπεῖν "δέσποτα, μέμνεο
τῶν Ἀθηναίων." |
Als
aber dem König Dareios gemeldet worden war, Sardeis
sei von den Athenern
und Ioniern genommen und in Brand gesteckt worden,
der Führer dieses Bundes aber, der dies alles
angezettelt, sei der Milesier
Aristagoras gewesen, so soll er zuerst, wie er es
hörte, von den Ioniern gar keine Notiz genommen
haben, weil er wohl wusste, dass diesen wenigstens
der Abfall nicht ungestraft hingehen werde, und nur
gefragt haben, wer denn die Athener
wären; hernach aber, als er es erfahren, soll
er seinen Bogen verlangt, dann, als er ihn empfangen,
einen Pfeil darauf gelegt und ihn aufwärts nach
dem Himmel geschossen haben; während er denselben
in die Luft schoss, habe er ausgerufen: (2) "O
Zeus, lass mich Rache nehmen an den Athenern!"
Nach diesem Wort soll er einem seiner Diener aufgetragen
haben, jedesmal wenn er sich zu Tische setze, dreimal
zuzurufen: "O Gebieter, gedenke der Athener!"
(Üb. Bähr) |
- Die Städte am Hellespont und am thrakischen
Bosporos, ebenso ein großer Teil der Städte in
Karien und
auf Kypros schließen sich dem Aufstand an (Herod.5,103f.).
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- Hekataios aus Miletos
warnte an einer Weltkarte vor der Größe des Persischen
Reiches.
- Alkmaion, Schüler des Pythagoras (Philosoph u. Physiologe)
- Herakleitos v. Ephesos
(544-484) Philosoph (Fluss, Feuer, Logos).
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- Archon: Lakratides ? (Philoch,frg.83)
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- Gegen Kypros entsenden die Perser
ein Landheer unter Artybios und die phoinikische Flotte.
Die herbeigerufenen Ionier können die phönizische
Flotte zwar besiegen, aber zu Land werden die Kyprier vernichtend
geschlagen. Die Insel wird nach einem Jahr der Freiheit
wieder von den Persern
unterworfen (Herod.5,108-115). Die Unterwerfung der Städte
auf dem Festland folgt allmählich: Der Perser
Daurises erobert Abydos, Perkote, Lampsakos und Paisos am
Hellespont (Herod.5,117). Dann wendet er sich gegen Karien,
siegt zunächst in zwei Schlachten, wird aber dann überfallen
und geht mit seinem gesamten Heer zugrunde. (Herod.5,117-121).
Zur gleichen Zeit unterwirft Hymeas das an der Propontis
liegende Kios und das ehemalige Gebiet von Troia (Herod.5,122-123).
Aristagoras' kann nicht mehr an einen Erfolg glauben, ergreift
die Flucht nach Myrkinos am Strymon und wird mitsamt Heer
von den Thrakern
erschlagen.(Herod.5,124-126). Histiaios erhält vom
Großkönig den Oberbefehl gegen die aufständischen
Griechen und erscheint in Kleinasien.
In Wirklichkeit beabsichtigt er, das persische
Heer an die Griechen zu verraten. Aber Artaphernes deckt
seinen Plan auf, so dass Histiaios in der Folge als Seeräuber
vor den Küsten Kleinasiens
umherirrt (Herod.6,1-5). Dabei findet er 493 seinen Tod,
als er von den Persern
in der Aiolis gefangen und hingerichtet wird (Herod.6,26-30).
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| 497 |
- Archon: Lakratides ? (Philoch,frg.83)
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| 496 |
- Archon: Hipparchos (Dion.Hal.ant.5,77;
Dion.Hal.ant.6,1)
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| 495 |
- Archon: Philippos (vit.Soph.)
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- Archon: Pythokritos (Marm.Par.47)
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- Niederlage der Ionier bei Lade und Einnahme von Miletos:
Die Perser
vereinigen ihr Landheer und ihre Flotte zu einem Angriff
auf Miletos,
das Zentrum des Aufstandes. Die ionische Flotte sammelte
sich in der Nähe von Miletos
bei der Insel Lade. Die Perser
hatten 600 Schiffe, die Ionier insgesamt 353. Als der Seekampf
begann, ergriffen die Samier die Flucht; sie waren von den
Persern bestochen.
Die Lesbier und andere Ionier folgten, der Rest erlag der
persischen
Übermacht trotz tapferen Widerstandes (Herod.6,14-15).
Die Perser
nehmen Miletos
ein und siedeln seine Einwohner nach Ampe am Tigris
um (Herod.6,19-20): "Μίλητος μὲν νυν Μιλησίων ἠρήμωτο
- In Miletos
gab es nun keine Milesier
mehr" (Herod.5,22). Anschließend unterwarfen
die Perser
auch Karien
(Herod.5,25).
- Als Folge setzt eine ionische Emigration nach dem Westen
ein:
- Miltiades kehrte vom Hellespont nach Athen
zurück;
- Milesier
und die mit dem Verrat von Lade unzufriedene Samier
brachten in Sizilien
Zankle in ihre Gewalt (Herod.5,22-25; Thuk.6,4; Aristot.Pol.5,2,11).
Allerdings verlieren sie es bald wieder an Anaxilaos,
den Tyrannen von Rhegion, der Zankle eine neue Bevölkerung
gab und in Messana umbenannte (Thuk.6,5; Paus.4,23,5).
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| Sparta besiegt unter
Kleomenes I. die Argiver bei Sepeia (Herod.6,76-83; Paus.2,20,7-8;
Plut.virt.mul.245d-f). Als Kleomenes den Hain Argos
anzündete, kamen 6000 Argiver, die in den Hain geflohen
waren, in den Flammen um. Dadurch wurde der Einfluss von Argos
auf Jahre hin stark gemindert. Angeblich übten sogar die
Sklaven oder Metoiken die Macht in Argos
aus (Herod.6,83; Aristot.Pol.5,2,8) |
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- Archon: Themistokles (Dion.Hal.ant.6,34)
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- Die Perser
unterwerfen wieder die Insel des Archipels und die Städte
am Hellespont und an der Propontis. Die Einwohner von Byzantion
und Kalchedon
mussten für eine gewisse Zeit nach Mesambria
flüchteten, einer Kolonie von Megara
(Herod.6,33). Schließlich hatten die Perser
ihre Macht wieder hergestellt. Artaphernes behandelte die
Ionier im Vergleich zu den Drangsalen der Rückeroberung
(Herod.6,31f.) überraschend mild. (Herod.6,31-42).
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- Tragiker Phrynichos führt "Einnahme von Miletos"
auf.
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- Archon: Diognetos (Dion.Hal.ant.6,49)
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- Mardonioszug:
Ziel: Angeblich Bestrafung von Athen
und Eretria. In Wahrheit die Unterwerfung Griechenlands. Die
Flotte scheitert im Sturm am Berg Athos. Die Perser
verlieren 300 Schiffe und 20000 Mann. Das Heer wird von
den Brygern überfallen und zu einem großen Teil
niedergemacht. Mardonios
übt zwar noch Vergeltung an den Brygern, bricht aber
dann seinen Zug ab und kehrt nach Persien
zurück. (Herod.6,43-45).
Herod.6,43,1-44,3:
ἅμα δὲ τῷ ἔαρι, τῶν ἄλλων καταλελυμένων στρατηγῶν
ἐκ βασιλέος, Μαρδόνιος ὁ Γοβρύεω κατέβαινε ἐπὶ θάλασσαν,
στρατὸν πολλὸν μὲν κάρτα πεζὸν ἅμα ἀγόμενος πολλὸν
δὲ ναυτικόν, ἡλικίην τε νέος ἐὼν καὶ νεωστὶ γεγαμηκὼς
βασιλέος Δαρείου θυγατέρα Ἀρτοζώστρην· (2) ἄγων δὲ
τὸν στρατὸν τοῦτον ὁ Μαρδόνιος ἐπείτε ἐγένετο ἐν τῇ
Κιλικίῃ, αὐτὸς μὲν ἐπιβὰς ἐπὶ νεὸς ἐκομίζετο ἅμα τῇσι
ἄλλῃσι νηυσί, στρατιὴν δὲ τὴν πεζὴν ἄλλοι ἡγεμόνες
ἦγον ἐπὶ τὸν Ἑλλήσποντον. (3) ὡς δὲ παραπλέων
τὴν Ἀσίην ἀπίκετο ὁ Μαρδόνιος ἐς τὴν Ἰωνίην, ἐνθαῦτα
μέγιστον θῶμα ἐρέω τοῖσι μὴ ἀποδεκομένοισι Ἑλλήνων
Περσέων τοῖσι ἑπτὰ Ὀτάνεα γνώμην ἀποδέξασθαι, ὡς χρεὸν
εἴη δημοκρατέεσθαι Πέρσας· τοὺς γὰρ τυράννους τῶν
Ἰώνων καταπαύσας πάντας ὁ Μαρδόνιος δημοκρατίας κατίστα
ἐς τὰς πόλιας. (4) ταῦτα δὲ ποιήσας ἠπείγετο ἐς τὸν
Ἑλλήσποντον. ὡς δὲ συνελέχθη μὲν χρῆμα πολλὸν νεῶν
συνελέχθη δὲ καὶ πεζὸς στρατὸς πολλός, διαβάντες τῇσι
νηυσὶ τὸν Ἑλλήσποντον ἐπορεύοντο διὰ τῆς Εὐρώπης,
ἐπορεύοντο δὲ ἐπί τε Ἐρέτριαν καὶ Ἀθήνας. 44,1 αὗται
μὲν ὦν σφι πρόσχημα ἦσαν τοῦ στόλου· ἀτὰρ ἐν νόῳ ἔχοντες
ὅσας ἂν πλείστας δύνωνται καταστρέφεσθαι τῶν Ἑλληνίδων
πολίων, τοῦτο μὲν δὴ τῇσι νηυσὶ Θασίους οὐδὲ χεῖρας
ἀνταειραμένους κατεστρέψαντο, τοῦτο δὲ τῷ πεζῷ Μακεδόνας
πρὸς τοῖσι ὑπάρχουσι δούλους προσεκτήσαντο· τὰ γὰρ
ἐντὸς Μακεδόνων ἔθνεα πάντα σφι ἦν ἤδη ὑποχείρια γεγονότα.
(2) ἐκ μὲν δὴ Θάσου διαβαλόντες πέρην ὑπὸ τὴν ἤπειρον
ἐκομίζοντο μέχρι Ἀκάνθου, ἐκ δὲ Ἀκάνθου ὁρμώμενοι
τὸν Ἄθων περιέβαλλον. ἐπιπεσὼν δέ σφι περιπλέουσι
βορέης ἄνεμος μέγας τε καὶ ἄπορος κάρτα τρηχέως περιέσπε,
πλήθεϊ πολλὰς τῶν νεῶν ἐκβάλλων πρὸς τὸν Ἄθων. (3)
λέγεται γὰρ τριηκοσίας μὲν τῶν νεῶν τὰς διαφθαρείσας
εἶναι, ὑπὲρ δὲ δύο μυριάδας ἀνθρώπων. ὥστε γὰρ θηριωδεστάτης
ἐούσης τῆς θαλάσσης ταύτης τῆς περὶ τὸν Ἄθων, οἳ μὲν
ὑπὸ τῶν θηρίων διεφθείροντο ἁρπαζόμενοι, οἳ δὲ πρὸς
τὰς πέτρας ἀρασσόμενοι· οἳ δὲ αὐτῶν νέειν οὐκ ἐπιστέατο
καὶ κατὰ τοῦτο διεφθείροντο, οἳ δὲ ῥίγεϊ. |
(43) Zugleich
mit dem Frühjahr aber, als die übrigen Feldherrn
vom König entlassen waren, zog Mardonios,
des Gobryas
Sohn, an das Meer mit einem zahlreichen Landheer und
einer zahlreichen Flotte, ein an Jahren noch junger
Mann, der eben erst die Artzostre, die Tochter des
Königs Dareios geheiratet hatte. Als nun Mardonios
mit diesem Heer in Kilikien
angekommen war, stieg er selbst zu Schiff und machte
die Reisezugleich mit den übrigen Schiffen, während
andere Feldherrn das Landheer nach dem Hellespont
führten. Wie nun Mardonios
auf seiner Fahrt längs der Küste von Asien
nach Ionien gekommen war, da geschah etwas, was ich
zur großen Verwunderung auch derjenigen Hellenen
erzählen will, die es nicht glauben wollen, dass
Otanes den sieben Persern
angeraten, sie sollten eine Volksherrschaft in Persien
einführen (3,80).
Mardonios
nämlich setzte die Herrscher der Ionier ab und
führte dagegen in den Städten eine Volksherrschaft
ein; nachdem er dies getan hatte, eilte er nach dem
Hellespont. Als aber eine große Masse von Schiffen
zusammengebracht war und auch ein zahlreiches Landheer
sich versammelt hatte, setzten sie auf ihren Schiffen
über den Hellespont und zogen dann weiter durch
Europa fort. Sie zogen nämlich gegen Eretria
und Athen.
(44) Diese beiden Städte dienten ihnen nämlich
zum Vorwand des Zuges; sie hatten aber im Sinn, so
viele hellenische Städte, als sie nur könnten,
zu unterwerfen; und daher unterwarfen sie zuerst mit
ihrer Flotte die Thasier, welche auch nicht die Hand
gegen sie erhoben; dann machten sie sich mit Hilfe
des Landheers die Makedonen untertan und fügten
sie denen bei, welche bereits unter ihre Herrschaft
gekommen waren; denn die Völker vor den Makedonen
waren ihnen schon alle unterwürfig geworden.
Von Thasos
nun setzten sie herüber und fuhren längs
des festen Landes bis Akanthos, von Akanthos aus schifften
sie dann um den Athos herum. Bei dieser Fahrt um den
Berg überfiel sie ein gewaltiger und unwiderstehlicher
Nordwind, welcher die Mehrzahl der Schiffe arg zurichtete,
indem er sie an den Athos warf. Denn es sollen dreihundert
Schiffe hier zu Grunde gegangen sein und über
zwanzigtausend Menschen. Da nämlich dieses Meer
um den Berg Athos voll von wilden Tieren ist,
so kamen viele um, welche von den wilden Tieren weggeschleppt
wurden. Andere aber wurden an den Felsen zerschmettert,
andere auch, welche nicht schwimmen konnten, gingen
auf diese Weise zugrunde, andere durch Kälte.
(Üb. nach Bähr) |
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- Archon: Hybrilides (Dion.Hal.ant.7,1;
Paus.6,9,5)
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- Neue Rüstungen des Dareios. Ein Großteil
der Griechen folgt seiner Aufforderung, sich zu unterwerfen
(Herod.6,48-49), auch Aigina, was sich zu einem innergriechischen
Konflikt ausweitet (Herod.6,87-93).
Herod.6,48,1-49,2:
μετὰ δὲ τοῦτο ἀπεπειρᾶτο ὁ Δαρεῖος τῶν Ἑλλήνων ὅ τι
ἐν νόῳ ἔχοιεν, κότερα πολεμέειν ἑωυτῷ ἢ παραδιδόναι
σφέας αὐτούς. (2) διέπεμπε ὦν κήρυκας ἄλλους ἄλλῃ
τάξας ἀνὰ τὴν Ἑλλάδα, κελεύων αἰτέειν βασιλέι γῆν
τε καὶ ὕδωρ. τούτους μὲν δὴ ἐς τὴν Ἑλλάδα ἔπεμπε,
ἄλλους δὲ κήρυκας διέπεμπε ἐς τὰς ἑωυτοῦ δασμοφόρους
πόλιας τὰς παραθαλασσίους, κελεύων νέας τε μακρὰς
καὶ ἱππαγωγὰ πλοῖα ποιέεσθαι. (49) οὗτοί τε δὴ παρεσκευάζοντο
ταῦτα, καὶ τοῖσι ἥκουσι ἐς τὴν Ἑλλάδα κήρυξι πολλοὶ
μὲν ἠπειρωτέων ἔδοσαν τὰ προΐσχετο αἰτέων ὁ Πέρσης,
πάντες δὲ νησιῶται ἐς τοὺς ἀπικοίατο αἰτήσοντες. οἵ
τε δὴ ἄλλοι νησιῶται διδοῦσι γῆν τε καὶ ὕδωρ Δαρείῳ
καὶ δὴ καὶ Αἰγινῆται. (2) ποιήσασι δέ σφι ταῦτα ἰθέως
Ἀθηναῖοι ἐπεκέατο, δοκέοντές τε ἐπὶ σφίσι ἐπέχοντας
τοὺς Αἰγινήτας δεδωκέναι ὡς ἅμα τῷ Πέρσῃ ἐπὶ σφέας
στρατεύωνται, καὶ ἄσμενοι προφάσιος ἐπελάβοντο, φοιτέοντές
τε ἐς τὴν Σπάρτην κατηγόρεον τῶν Αἰγινητέων τὰ πεποιήκοιεν
προδόντες τὴν Ἑλλάδα. |
Danach
stellte Dareios die Hellenen auf die Probe, was sie
im Sinn hätten, ob sie gedächten, mit ihm
Krieg zu führen oder sich ihm zu ergeben. Er
schickte nun Herolde durch ganz Hellas mit seinen
Aufträgen, den einen dahin, den anderen dorthin
und ließ durch sie für den König Wasser
und Erde verlangen. Diese schickte er nun nach Hellas
und andere Herolde schickte er ebenso in die ihm zinspflichtigen,
am Meer gelegenen Städte und forderte sie auf,
lange Schiffe und Fahrzeuge für den Transport
der Pferde bauen zu lassen. (49) Diese rüsteten
nun sofort dieselben aus; auch den Herolden welche
nach Hellas gekommen waren, übergaben viele der
Bewohner des festen Landes, was der Perser
verlangte, insbesondere taten dies alle Inselbewohner,
zu welchen sie mit dieser Forderung gekommen waren.
Die übrigen Inselbewohner nun gaben dem Dareios
Erde und Wasser, insbesondere auch die Aigineten.
(2) Kaum aber hatten sie dies getan, so waren sogleich
die Athener
hinter ihnen, welche meinten, die Aigineten hätten
aus Feindschaft gegen sie sich dem Perserübergeben,
um zusammen mit diesem sie zu bekriegen. Sie ergriffen
daher gern den Vorwand und gingen nach Sparta, wo
sie die Aigineten des Verrats verklagten, den sie
an Hellas begangen. (Üb. nach Bähr) |
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- Sparta zwingt die Aigineten auf Grund der Klage Athens,
zehn Geiseln an die Athener
zu übergeben (Herod.6,50; Herod.6,73). Der Krieg zwischen
Athen und
Aigina beginnt von neuem (Herod.6,87-93).
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- Herod.6,133-137 berichtet, wie die persischen
Gesandten in Athen
und in Sparta aufgenommen und behandelt wurden.
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- Demaratos wird auf Betreiben des Kleomenes, mit dem er
durchgängig verfeindet war, durch Bestechung Delphis
in Sparta gestürzt und flieht zum Großkönig
Dareios (Herod.6,50; Herod.6,61-70). Doch auch Kleomenes
muss gehen und stirbt bald danach (Herod.6,74f.). Die neuen
Könige in Sparta: Leotychidas und Leonidas (Herod.6,71;
Herod.7,204f.).
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- Gelon als Nachfolger des Hippokrates Tyrann in Syrakus.
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- Archon: Phainippos (Aristot.Ath.Pol.22,3;
Plut.Arist.5)
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- 1. Perserkrieg
(Herod.6,94-124; Iustin.2,9; Nep.Them.4f.):
Datis und Artaphernes (cf. Herod.6,94) überqueren in
Begleitung des Hippias mit einer Flotte von 600 Trieren
die Ägäis. Bei der Zahl der Fußsoldaten
schwanken die Quellen zwischen 110000 (Nep.Milt.5)
und 600000 (Iustin.2,9). Mit 300000 Mann liegt Paus.4,25,2
etwa in der Mitte. Die Ziele sind die selben wie zuvor:
angeblich Rache an Athen
und Eretria, in Wirklichkeit die Unterwerfung von ganz Griechenland
(Herod.6,94).
- Datis und Artaphernes unterwerfen die Sporaden
und Kykladen:
Naxos wird geplündert und zerstört.
Andere Inseln müssen Truppenkontingente und
Geiseln stellen. Delos bleibt verschont.
- Auf Euboia erobern die Perser
zunächst Karystos. Eretria bekommen sie nach
sechstägiger Belagerung durch Verrat in Ihre
Hand: Als Vergeltung für die Zerstörung
von Sardeis brennen die Perser
die Tempel nieder und deportieren die Bevölkerung
(Herod.6,95-101; Nep.Milt.4;
cf. Plat.Nom.698c; Plat.Menex.240b; Diog.Laert.3,33;
Strab.p.448).
- 12.Sept.490
Schlacht bei Marathon:
Die Perser
landen bei Marathon
an der Ostküste von Attika.
Hippias hatte ihnen die Ebene von Marathon wegen
der Möglichkeit, die Reiterei dort voll zur
Geltung zu bringen, empfohlen. Er selbst erhoffte
sich, wieder als Tyrann in einem von den Persern
eroberten Athen
eingesetzt zu werden. Die Athener
treten ihnen mit 10000 Mann unter der Führung
der 10 Strategen und des Polemarchen Kallimachos
entgegen. Unter den Strategen waren vielleicht
auch Aristeides (Plut.Arist.5) und Themistokles.
Es ist der erste Ernstfall für das neue System
der 10 von Kleisthenes eingerichteten Phylen.
An der Seite der Athener
stehen die Plataier mit 1000 Mann. Die Spartaner
versprechen zwar Hilfe, kommen aber (aus religiösen
Gründen) zu spät zur Schlacht (Herod.6,105f.).
Die Perser
werden unter dem Oberbefehl des Miltiades geschlagen.
Dieser hatte darauf gedrängt, nicht den Angriff
der Perser
abzuwarten, sondern selbst unverzüglich anzugreifen
(Herod.6,105ff.; Nep.Milt.5;
Paus.4,25,2; Paus.10,20,2)
- Auch die Art des Kampfes ist bemerkenswert:
Herod.6,112:
Ὡς δέ σφι διετέτακτο καὶ τὰ σφάγια ἐγίνετο
καλά, ἐνθαῦτα ὡς ἀπείθησαν οἱ Ἀθηναῖοι,
δρόμῳ ἵεντο ἐς τοὺς βαρβάρους· ἦσαν δὲ στάδιοι
οὐκ ἐλάσσονες τὸ μεταίχμιον αὐτῶν ἢ ὀκτώ.
Οἱ δὲ Πέρσαι ὁρῶντες δρόμῳ ἐπιόντας παρεσκευάζοντο
ὡς δεξόμενοι, μανίην τε τοῖσι Ἀθηναίοισι
ἐπέφερον καὶ πάγχυ ὀλεθρίην, ὁρῶντες αὐτοὺς
ἐόντας ὀλίγους, καὶ τούτους δρόμῳ ἐπειγομένους
οὔτε ἵππου ὑπαρχούσης σφι οὔτε τοξευμάτων.
Ταῦτα μέν νυν οἱ βάρβαροι κατείκαζον· Ἀθηναῖοι
δὲ ἐπείτε ἀθρόοι προσέμειξαν τοῖσι βαρβάροισι,
ἐμάχοντο ἀξίως λόγου. Πρῶτοι μὲν γὰρ Ἑλλήνων
πάντων, τῶν ἡμεῖς ἴδμεν, δρόμῳ ἐς πολεμίους
ἐχρήσαντο, πρῶτοι δὲ ἀνέσχοντο ἐσθῆτά τε
Μηδικὴν ὁρῶντες καὶ τοὺς ἄνδρας ταύτην ἐσθημένους·
τέως δὲ ἦν τοῖσι Ἕλλησι καὶ τὸ οὔνομα τὸ
Μήδων φόβος ἀκοῦσαι. |
Sobald
sie aber aufgestellt waren und die Opfer
günstig ausfielen, stürzten die
Athener,
sowie der Befehl an sie ergangen war, im
Lauf gegen die Barbaren. Es betrug aber
der Zwischenraum nicht weniger als acht
Stadien. Sobald aber die Perser
jene im Lauf heranrücken sahen, rüsteten
sie sich, sie zu empfangen und fanden es
von Seiten der Athener
ganz verrückt und zu deren eigenem
Verderben, als die bemerkten, wie gering
jene an Zahl waren, und dazu im Lauf heraneilten,
ohne allen Beistand von Reiterei und von
Bogenschützen. Also dachten die Barbaren.
Als aber die Athener
dicht geschart den Barbaren nahe gekommen
waren, kämpften sie auf preiswürdige
Weise, denn sie waren die ersten unter allen
Hellenen, welche wir kennen, die im Sturmschritt
wieder die Feinde rückten. Sie waren
auch die ersten, welche den Anblick der
medischen
Kleidung und der Männer, die damit
bekleidet waren, aushielten, während
bis dahin schon der Name der Meder
den Hellenen, wenn sie ihn hörten,
Furcht einflößte. (Üb.
nach Bähr) |
- Die Athener
und Plataier schlagen die Perser
in die Flucht. Nach hohen Verlusten retten
sie sich in ihre Schiffe, um Kap Sunion
zu umfahren und Athen
zu bedrohen. Doch die Athener
waren bereits sichtbar zurückgekehrt, so
dass die Perser
kampflos umkehrten.
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- Die Athener
ehren die gefallenen Marathonkämpfer (Μαραθωνομάχοι)
mit einem Grabhügel
(Paus.1,32,4f.). Die gefallenen Plataier erhielten
einen gesonderten Grabhügel.
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- Frühklass. Vasenmalerei: Duris, Berliner Maler, Brygos,
Hieron u.
Makron.
- Aigineten-Giebel am Aphaiatempel (jüngerer Ostgiebel)
- Plastik: Kritios-Knabe; Leonidas aus dem Tempel der Athena
Chalkioikos in Sparta; Kore des Euthydikos (Athen)
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- Archon: Aristeides (Marm.Par.49)
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- Der verunglückte Feldzug des Miltiades gegen
Paros führt zu einer Anklage durch Xanthippos, den
Vater des Perikles.
Miltiades wird zu einer Strafe von 50 Talenten verurteilt.
Er stirbt aber an einer Fußverletzung, die er sich
vor Paros zugezogen hatte, so dass sein Sohn Kimon die Strafe
bezahlt. (Herod.6,132-136; Nep.Milt.7).
Herod.6,132-133:
Μετὰ δὲ τὸ ἐν Μαραθῶνι τρῶμα γενόμενον Μιλτιάδης,
καὶ πρότερον εὐδοκιμέων παρὰ Ἀθηναίοισι, τότε μᾶλλον
αὔξετο. Αἰτήσας δὲ νέας ἑβδομήκοντα καὶ στρατιήν τε
καὶ χρήματα Ἀθηναίους, οὐ φράσας σφι, ἐπ' ἣν ἐπιστρατεύσεται
χώρην, ἀλλὰ φὰς αὐτοὺς καταπλουτιεῖν, ἤν οἱ ἕπωνται·
ἐπὶ γὰρ χώρην τοιαύτην δή τινα ἄξειν, ὅθεν χρυσὸν
εὐπετέως ἄφθονον οἴσονται· λέγων τοιαῦτα αἴτεε τὰς
νέας. Ἀθηναῖοι δὲ τούτοισι ἐπαρθέντες παρέδοσαν. (133)
Παραλαβὼν δὲ ὁ Μιλτιάδης τὴν στρατιὴν ἔπλεε ἐπὶ Πάρον,
πρόφασιν ἔχων ὡς οἱ Πάριοι ὑπῆρξαν πρότεροι στρατευόμενοι
τριήρει ἐς Μαραθῶνα ἅμα τῷ Πέρσῃ. Τοῦτο μὲν δὴ πρόσχημα
λόγου ἦν, ἀτάρ τινα καὶ ἔγκοτον εἶχε τοῖσι Παρίοισι
διὰ Λυσαγόρην τὸν Τεισίεω, ἐόντα γένος Πάριον, διαβαλόντα
μιν πρὸς Ὑδάρνεα τὸν Πέρσην. Ἀπικόμενος δὲ ἐς τὴν
ἔπλεε ὁ Μιλτιάδης τῇ στρατιῇ ἐπολιόρκεε Παρίους κατειλημένους
ἐντὸς τείχεος, καὶ ἐσπέμπων κήρυκα αἴτεε ἑκατὸν τάλαντα
φάς, ἢν μή οἱ δῶσι, οὐκ ἀπαναστήσειν τὴν στρατιὴν,
πρὶν ἢ ἐξέλῃ σφέας. Οἱ δὲ Πάριοι, ὅκως μέν τι δώσουσι
Μιλτιάδῃ ἀργύριον οὐδὲ διενοεῦντο, οἱ δὲ ὅκως διαφυλάξουσι
τὴν πόλιν, τοῦτο ἐμηχανῶντο, ἄλλα τε ἐπιφραζόμενοι
καὶ τῇ μάλιστα ἔσκε ἑκάστοτε ἐπίμαχον τοῦ τείχεος,
τοῦτο ἅμα νυκτὶ ἐξῄρετο διπλήσιον τοῦ ἀρχαίου. |
(132) Nach
dem Schlag, der zu Marathon geschehen war, stieg Miltiades,
der schon vorher bei den Athenern
in Ansehen stand, dann noch weit mehr, und so bat
er die Athener
um siebzig Schiffe, um ein Heer und um Geld, ohne
ihnen anzugeben, gegen welches Land er zu Felde ziehe,
sondern nur erklärend, er werde sie reich machen,
wenn sie ihm folgen würden; denn er werde sie
gegen ein solches Land führen, woher sie mit
Leichtigkeit Gold in Fülle nach Hause bringen
könnten; mit einer solchen Erklärung verlangte
er die Schiffe. Die Athener
ließen sich dadurch verleiten und bewilligten
ihm dasselbe. (133) Miltiades übernahm das Heer
und fuhr damit nach Paros, unter dem Vorwand, dass
die Parier zuerst mit einem Dreiruderer nach Marathon
zusammen mit dem Perser
zu Felde gezogen wären. Es war dies zwar nur
ein Vorwand, den er angab; er hatte vielmehr einen
Groll gegen die Parier wegen Lysagoras, des Teisias
Sohn, welcher seiner Herkunft nach ein Parier war
und ihn bei dem Perser
Hydarnes verleumdet hatte. Nachdem nun Miltiades mit
seinem Heer dahin, wohin er steuerte, gekommen war,
so begann er die Belagerung von Paros, dessen Bewohner
sich innerhalb der Mauern eingeschlossen hatten, und
schickte einen Herold in die Stadt mit der Forderung
von 100 Talenten und der Erklärung, wenn sie
ihm dieselben nicht geben wollten, so werde er sein
Heer nicht eher wegführen, als bis er die Stadt
eingenommen habe. Die Parier aber dachten gar nicht
daran, dem Miltiades auch nur einen Cent Geld zu geben,
sondern sannen vielmehr auf Mittel, die Stadt zu verteidigen,
verfielen auch auf Verschiedenes, insbesondere da,
wo die Mauer am ersten zu ersteigen war, erhob sich
jedes Mal in der Nacht eine noch einmal so hohe Mauer
als die alte. (Üb. nach Bähr) |
- Einführung des Pan-Kultes am Akropolishang in Athen.
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- Archon: Anchises (Dion.Hal.ant.8,1)
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- Theron Tyrann in Akragas: Tempelbau
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- Archon: Telesines (Aristot.Ath.Pol.22,5)
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- Erfolglose Auseinandersetzung Athens
mit Aigina (wegen der Rückgabe der Geiseln).
- 487-483: Ostrakismos zum ersten Mal durchgeführt.
Er traf führende Peisistratiden und Alkmaioniden: 487
Hipparchos, 486 Megakles,
484 Xanthippos Schwager des Megakles),
483 Aristeides (Widerstand gg. Themistokles'
Flottenprogramm)
- Reform der Archontenwahl
lässt die Bedeutung amtloser Demagogen (Rhetoren) und
der Strategen wachsen.
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- Archon: Kebris (Philoch.frg.82)
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- Gelon (Tyrann von Gela)
siegt bei den Pythischen Spielen
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- Komödienchöre (Choregie) werden von Staats wegen
als Leiturgie an vermögende Bürger vergeben.
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- Archon: Philokrates (Marm.Par.50)
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- Tod des Großkönigs Dareios I. Sein Sohn Xerxes
(485-465) folgt ihm nach (Herod.7,1-4; Herod.7,20) und leitet
Vorbereitungen für einen zweiten Feldzug gegen Griechenland
ein:
- Gesandtschaft nach Karthago mit der Aufforderung,
das griechische Sizilien
anzugreifen und so die Westgriechen dort zu binden
(Diod.11,1; Diod.11,20; Herod.7,165);
- Forderung an die Griechen, dem Großkönig
Erde und Wasser zu geben und sich so zu unterwerfen
(dieser Aufforderung folgen: Thessalien, Delphi,
Theben,
Argos).
- Brückenbau über den Hellespont,
- Schiffskanal durch den Athos, Überbrückung
des Strymon (Herod.7,21-24) und allgemeine Rüstung.
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- Archon: Leostratos (Dion.Hal.ant.8,77)
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- Archon: Nikodemos (Dion.Hal.ant.8,83)
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- Aristeides durch Ostrakismos verbannt (Plut.Arist.7;
Nep.Arist.1).
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- Themistokles
erweist sich in der Folge als zentraler Lenker in der athenischen
Politik. Er macht Athen
im Hinblick auf einen zu befürchtenden neuen persischen
Angriff und auf die Auseinandersetzung mit Aigina zur Seemacht:
Die Einkünfte aus den Silbergruben vom Laureion werden
für den Bau von 200 Trieren und den Ausbau des Peiraieus
verwendet (Herod.7,143f.; Plut.Them.4; Paus.1,1,2).
Herod.7,144,1-3:
ἑτέρη τε Θεμιστοκλέι γνώμη ἔμπροσθε ταύτης ἐς καιρὸν
ἠρίστευσε, ὅτε Ἀθηναίοισι γενομένων χρημάτων μεγάλων
ἐν τῷ κοινῷ, τὰ ἐκ τῶν μετάλλων σφι προσῆλθε τῶν ἀπὸ
Λαυρείου, ἔμελλον λάξεσθαι ὀρχηδὸν ἕκαστος δέκα δραχμάς·
τότε Θεμιστοκλέης ἀνέγνωσε Ἀθηναίους τῆς διαιρέσιος
ταύτης παυσαμένους νέας τούτων τῶν χρημάτων ποιήσασθαι
διηκοσίας ἐς τὸν πόλεμον, τὸν πρὸς Αἰγινήτας λέγων.
(2) οὗτος γὰρ ὁ πόλεμος συστὰς ἔσωσε ἐς τὸ τότε τὴν
Ἑλλάδα, ἀναγκάσας θαλασσίους γενέσθαι Ἀθηναίους. αἳ
δὲ ἐς τὸ μὲν ἐποιήθησαν οὐκ ἐχρήσθησαν, ἐς δέον δὲ
οὕτω τῇ Ἑλλάδι ἐγένοντο. αὗταί τε δὴ αἱ νέες τοῖσι
Ἀθηναίοισι προποιηθεῖσαι ὑπῆρχον, ἑτέρας τε ἔδεε προσναυπηγέεσθαι.
(3) ἔδοξέ τέ σφι μετὰ τὸ χρηστήριον βουλευομένοισι
ἐπιόντα ἐπὶ τὴν Ἑλλάδα τὸν βάρβαρον δέκεσθαι τῇσι
νηυσὶ πανδημεί, τῷ θεῷ πειθομένους, ἅμα Ἑλλήνων τοῖσι
βουλομένοισι. |
Es
war aber schon vor diesem eine andere Meinung des
Themistokles
zur rechten Zeit durchgegangen, als in dem Staatsschatz
der Athener
große Summen von dem Ertrag der Laurischen Bergwerke
eingelaufen waren, welche nun verteilt werden sollten,
zehn Drachmen auf jeden Mann: Da riet Themistokles
den Athenern
von dieser Verteilung abzustehen und von diesem Geld
200 Schiffe bauen zu lassen, angeblich zum Krieg gegen
Aigina. Denn dieser Krieg, der sich entsponnen hatte,
rettete damals Hellas, weil er die Athener
zwang, ein Seevolk zu werden. Nun wurden zwar die
Schiffe zu dem Zweck, zu dem sie gebaut waren, nicht
verwendet, aber sie kamen um so mehr Hellas zugute.
Diese Schiffe hatten also die Athener
vorher gebaut und nun sollten sie noch andere dazubauen
lassen. Auch beschlossen sie in einer nach dem Orakelspruch
abgehaltenen Beratung, den Angriff des Barbaren gegen
Hellas mit ihrer ganzen Seemacht aufzunehmen, folgsam
der Weisung des Gottes und zugleich mit den Hellenen,
welche es wollten. (Üb. nach Bähr) |
- Die politische Bedeutung der Theten (Ruderbesatzung der
Schiffe) nimmt zu. Die allgemeine Wirkung auf das öffentliche
Bewusstsein:
Plut.Them.4,3:
ἐκ δὲ τούτου κατὰ μικρὸν ὑπάγων καὶ καταβιβάζων τὴν
πόλιν πρὸς τὴν θάλασσαν, ὡς τὰ πεζὰ μὲν οὐδὲ τοῖς
ὁμόροις ἀξιομάχους ὄντας, τῇ δ' ἀπὸ τῶν νεῶν ἀλκῇ
καὶ τοὺς βαρβάρους ἀμύνασθαι καὶ τῆς Ἑλλάδος ἄρχειν
δυναμένους, ἀντὶ μονίμων ὁπλιτῶν, ὥς φησιν ὁ Πλάτων
(Plat.Nom.706b), ναυβάτας καὶ θαλαττίους ἐποίησε,
καὶ διαβολὴν καθ' αὑτοῦ παρέσχεν, ὡς ἄρα Θεμιστοκλῆς
τὸ δόρυ καὶ τὴν ἀσπίδα τῶν πολιτῶν παρελόμενος εἰς
ὑπηρέσιον καὶ κώπην συνέστειλε τὸν Ἀθηναίων δῆμον.
ἔπραξε δὲ ταῦτα Μιλτιάδου κρατήσας ἀντιλέγοντος, ὡς
ἱστορεῖ Στησίμβροτος. |
Von
nun an suchte er unter der Hand den Staat immer mehr
zum Seewesen zu gewöhnen und hinzuleiten, weil
seines Erachtens die Athener
zu Land nicht einmal ihren Nachbar gewachsen wären,
durch eine Seemacht aber nicht nur den Barbaren widerstehen,
sondern auch die Herrschaft über Griechenland
erhalten könnten; und machte sie so , wie Platon
sagt, aus tapferen Landsoldaten zu Matrosen und Seeleuten,
wodurch er sich den Vorwurf zuzog, er habe seinen
Mitbürgern Schild und Spieß aus den Händen
gewunden und die Athener
an die Ruderbank gefesselt. Bei diesem Vorschlag fand
er an Miltiades einen starken Gegner, setzt ihn aber
des ungeachtet durch, wie Stesimbrotos erzählt.
(Üb. nach Kaltwasser) |
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- Archon: Hypsichides (Aristot.Ath.Pol.22,8)
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- Das persische
Landheer versammelt sich in Kritalla in Kappadokien. Von
dort begibt es sich nach Sardeis. Dort stößt
Xerxes zum
Heer und überwintert mit ihm (Herod.7,26-32). Die Flotte
sammelt sich in Kyme und Phokaia
(Diod.9,2).
|
- Als bekannt wurde, dass Xerxes
in Sardeis eingetroffen war, schließen die kriegsbereiten
Griechenstädte (bes. Sparta, Athen,
Aigina, Chalkis, Eretria) in einer Versammlung auf dem Isthmos
eine Symmachia unter spartanischer Hegemonie. Athen
legt seinen Konflikt mit Aigina bei. Hilfegesuche sollten
an Gelon v. Syrakus,
an Kerkyra, Kreta
und Argos
gehen (Herod.7,145). Bei dieser Versammlung waren die Griechen,
die sich Xerxes
bereits unterworfen hatten, nicht anwesend: die Thessaler,
Doloper, Anianen, Perrhaiber, Lokrer, Magneten, Malier,
die phthiotischen Achaier und die Boioter
außer Thespiai und Plataiai (Herod.7,132).
- Die "Hölzernen Mauern" (Herod.7,140-144)
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- Archon: Kalliades (Diod.Sic.)
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- 2. Perserkrieg:
(Herod.7; 8; 9; Diod.6,1-37) Zug des Xerxes.
Flotte: 1207 Kriegsschiffe; Landheer: 1,7 Mio. Fußsoldaten
u. 80000 Reiter. (wahrscheinlich nur 100.000 Mann,
700 Schiffe).
- Die Zielrichtung ist wie zuvor angeblich Athen,
in Wahrheit die Unterwerfung von ganz Griechenland:
Herod.7,138,1:
Ἡ δὲ στρατηλασίη ἡ βασιλέος οὔνομα μὲν εἶχε,
ὡς ἐπ Ἀθήνας ἐλαύνει, κατίετο δὲ ἐς πᾶσαν
τὴν Ἑλλάδα. |
Der
Feldzug des Königs ging zwar dem Namen
nach gegen Athen,
war aber gegen ganz Griechenland gerichtet.
(Üb. nach Bähr) |
- Bei Frühlingsbeginn marschiert das Heer
nach Abydos.
Überquerung des Hellespont auf zwei Schiffsbrücken,
die sieben Tage und Nächte dauert. (Herod.7,54f.)
- An Griechen begleiteten Xerxes
der verbannte spartanische König Demaratos,
die Aleuaden aus Thessalien und die Peisistratiden
(Herod.7,6).
- Musterung in der Ebene v. Doriskos
(Herod.7,60-80). Dort führte Xerxes
das für das Verständnis des Ost-West-Konflikts
bedeutsame Gespräch mit Demaratos (Herod.7,101-104).
- Das Landheer zieht dreigeteilt nach Therme.
Dort trifft es wieder mit der Flotte zusammen
(Herod.7,108-126). Die Makedonen unter Alexander
I. leisten Heeresfolge.
- Die Griechen geben das Tempe-Tal
freiwillig preis. Die dort zunächst beabsichtigte
Absperrung mit 10000 Mann unter dem Spartaner
Euainetos und unter Themistokles
ließ sich wegen des Risikos umgangen zu
werden nicht durchführen (Herod.7,172f.).
Statt dessen beschließt man den Landweg
bei den
Thermopylen
und den Seeweg bei Kap
Artemision zu sperren (Herod.7,175-177). Die
Thessalier huldigen Xerxes.
- Der Perserzug
geht ungehindert weiter in die Malis.
Dort schlägt Xerxes
bei Trachis sein Lager auf (Herod.7,196-201).
- Die Flotte segelt von Therme
zwischen Kap
Sepias und Kasthanaia
zur Küste von Magnesia.
Hier gehen in einem Sturm 409 Schiffe zu Grunde.
Die restlichen Schiffe fahren nach Aphetai am
pagasaiischen
Meerbusen (Herod.7,179-195).
- Schlacht an
den Thermopylen
(Herod.7,201-238): Der Spartaner Leonidas
versucht mit 300 Spartiaten (500 Tegeaten, 500
Mantineier,
120 Orchomenier (aus Arkadien), 1000 sonstige
Arkader, 400 Korinther, 200 Phliasier, 80 Mykenaier,
700 Thespiern u. 300 Thebanern)
die
Thermopylen
abzusperren. Der Kundschafter, den Xerxes
zunächst schickte, traf die Spartaner bei
gymnastischen Übungen und beim Kämmen.
Nach drei Tagen Wartezeit, die die Verteidiger
zur Flucht verleiten sollten, lässt Xerxes
zunächst die Kissier und Meder
angreifen. Als der Erfolg ausbleibt, greifen die
10000 "Unsterblichen" (cf.Herod.7,83)
an (Herod.7,210-213). Die Perser
können die Stellung durch Verrat des Ephialtes
umgehen (Herod.7,213-218). Leonidas entlässt
daraufhin außer den Thespiern und Thebanern
alle anderen. Im letzten Kampf (Herod.7,219-227)
fallen alle 300 Spartaner. Von den Persern
fielen angeblich 20000 (Herod.8,24).
Herod.7,228,1-4:
θαφθεῖσι δέ σφι αὐτοῦ ταύτῃ, τῇ περ ἔπεσον,
καὶ τοῖσι πρότερον τελευτήσασι ἢ ὑπὸ Λεωνίδεω
ἀποπεμφθέντας οἴχεσθαι, ἐπιγέγραπται γράμματα
λέγοντα τάδε. |
Sie
wurden aber beerdigt an eben der Stelle,
wo sie gefallen waren, so wie auch die früher
umgekommenen, ehe die übrigen von Leonidas
entlassen worden waren. Es findet sich da
folgende Inschrift: |
|
μυριάσιν ποτὲ τῇδε τριηκοσίαις
ἐμάχοντο |
|
ἐκ Πελοποννάσου χιλιάδες
τέτορες. |
|
Hier einst stritten im
Kampfe mit mehr als drei Millionen |
|
Bloß der Tausende
vier, Peloponnesier-Volk.
|
| (2)
ταῦτα μὲν δὴ τοῖσι πᾶσι ἐπιγέγραπται, τοῖσι
δὲ Σπαρτιήτῃσι ἰδίῃ. |
Dies
ist nun die Inschrift für alle; die
Spartaner aber haben folgende besonders: |
|
ὦ ξεῖν', ἀγγέλλειν Λακεδαιμονίοις
ὅτι τῇδε |
|
κείμεθα τοῖς κείνων ῥήμασι
πειθόμενοι. |
|
Wanderer kommst du nach
Sparta, verkündige dorten du habest
|
|
Uns hier liegen gesehn,
wie das Gesetz es befahl. (Üb. nach
Schiller) |
| (3)
Λακεδαιμονίοισι μὲν δὴ τοῦτο, τῷ δὲ μάντι
τόδε. |
Dies
ist nun die Inschrift für die Lakedaimonier;
der Seher aber hat folgende: |
|
μνῆμα τόδε κλεινοῖο Μεγιστία,
ὅν ποτε Μῆδοι |
|
Σπερχειὸν ποταμὸν κτεῖναν
ἀμειψάμενοι, |
|
μάντιος, ὃς τότε κῆρας
ἐπερχομένας σάφα εἰδώς |
|
οὐκ ἔτλη Σπάρτης ἡγεμόνα
προλιπεῖν. |
|
Dies ist das Grab des
gepriesnen Megistias, den einst die Meder |
|
An des Spercheios Strom
töteten, stürmend dahin: |
|
Der als trefflicher Seher
wohl kannte die kommenden Keren |
|
Aber verlassen nicht wollt'
Spartische Führer im Kampf. |
| (4)
ἐπιγράμμασι μέν νυν καὶ στήλῃσι, ἔξω ἢ τὸ
τοῦ μάντιος ἐπίγραμμα, Ἀμφικτύονες εἰσὶ
σφέας οἱ ἐπικοσμήσαντες· τὸ δὲ τοῦ μάντιος
Μεγιστίεω Σιμωνίδης ὁ Λεωπρέπεος ἐστὶ κατὰ
ξεινίην ὁ ἐπιγράψας. |
Mit
Inschriften und Säulen nun, ausgenommen
die Inschrift auf den Seher, haben die Amphiktyonen
sie verherrlicht; die Inschrift auf den
Seher Megistias aber hat aus Freundschaft
Simonides,
des Leoprepes Sohn, gesetzt. (Üb. nach
Bähr) |
|
- Nach Herod.7,206 feierte man gleichzeitig zur
Schlacht an den Thermopylen
in Olympia die Olympischen Spiele.
|
- Seeschlacht am
Kap Artemision (Herod.8,1-22): Die Flotte
(271 Trieren der verbündeten Griechen) kämpft
unter dem Spartaner Eurybiades bei
Kap Artemision in zwei Schlachten ohne klare
Entscheidung. Als die Perser
den Euripos mit 200 Schiffen sperren und den Griechen
die Flucht abschneiden wollten, wagen die Griechen
den ersten Kampf (Herod.8,9-11). Als alle
200 persische
Schiffe im Sturm gescheitert waren und die eigene
Flotte aus Athen
53 Trieren Verstärkung erhalten hatte, gingen
die Griechen die zweite Schlacht ein. Auch die
griechischen Verluste waren erheblich. Als zusätzlich
der Kampf an den Thermopylen
verloren ging, zieht sich die griechische Flotte
nach
Salamis zurück, um eine neue Verteidigungsposition
aufzubauen (Herod.8,40). Die persische
Flotte folgt und geht in Phaleron
vor Anker (Herod.8,66).
|
- Pleistarchos ist Nachfolger des Leonidas als
König v. Sparta. Er steht unter der
Vormundschaft des Kleombrotos, dann des Pausanias
(Herod.9,10).
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- Xerxes
findet bei seinem Marsch nach Mittelgriechenland
kaum Widerstand (nur Phokis, Thespiai, Plataiai
und Athen
unterwerfen sich nicht u. werden verwüstet).
Expedition nach Delphi (Herod.8,35-39). Xerxes
besetzt Athen,
dessen Einwohner Themistokles
rechtzeitig nach Salamis,
Aigina und Troizen
evakuiert hatte. Die Akropolis, die Agora und
Eleusis
werden geplündert (Herod.8,50-55).
|
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- Lyriker Simonides,
Pindaros,
Bakchylides.
- Epiker Panyasis
- Tragiker Choirilos und Aischylos
- Die sizilische Komödie: Epicharmos.
- Grabepigramm des Simonides
auf die 300 gefallenen Spartaner.
|
- Schatzhaus der Sikyonier
in Olympia
- 480-460 Bronzegießer Onatas v. Aigina
- Bildhauer: Kanachos v. Sikyon
und Dionysios
v. Argos
- Zerstörung Athens
(Akropolis, Agora) durch den Persersturm. Der Wiederaufbau
dauert bis zum Ende des 5. Jh.
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- Gelon von Syrakus
siegt bei Himera über die Karthager (unter Hamilkars Führung).
Damit sichert er die Unabhängigkeit der Westgriechen
und schwächt einen Verbündeten des Xerxes.
|
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- Die List des Themistokles
bei der Flottenversammlung schafft vollendete Tatsachen.
Hilfreiches Erscheinen des Aristeides. Seesieg der Griechen
bei Salamis
(20.Sept.480) unter Führung des Eurybiades
(Herod.8,83-95; Aischyl.Pers.353-514).
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- Flucht des Xerxes
(Herod.8,97-107). Mardonios
begleitet ihn bis nach Thessalien, wo er dann mit 300000
ausgewählten Soldaten das Winterlager bezieht. Artabazos
begleitet den Großkönig bis Thrakien.
Dort erobert er Olynthos. Poteidaia aber belagert er ohne
Erfolg. Auch er begibt sich anschließend in das Winterlager
nach Thessalien (Herod.8,126-129).
- Die griechische Flotte verfolgt die persische
auf ihrer Flucht bis Andros. Dort gibt sie die Verfolgung
auf und belagert Andros, allerdings ohne Erfolg (Herod.8,108-112).
- Verhandlungen auf dem Isthmos über die Siegesehrungen
(Herod.8,123-125).
|
- Herodot würdigt die herausragende Leistung der Athener
für die Erhaltung der griechischen Autonomie, wir dürfen
hinzufügen, für die Begründung einer demokratisch
orientierten europäischen Wertewelt, da ohne die Leistung
der Athener
Griechenland zu einer persischen
Satrapie geworden und ein eigenständiges Europa nie
entstanden wäre.
Herod.7,139,1-6:
ἐνθαῦτα ἀναγκαίῃ ἐξέργομαι γνώμην ἀποδέξασθαι
ἐπίφθονον μὲν πρὸς τῶν πλεόνων ἀνθρώπων, ὅμως
δὲ τῇ γέ μοι φαίνεται εἶναι ἀληθὲς οὐκ ἐπισχήσω.
(2) εἰ Ἀθηναῖοι καταρρωδήσαντες τὸν ἐπιόντα κίνδυνον
ἐξέλιπον τὴν σφετέρην, ἢ καὶ μὴ ἐκλιπόντες ἀλλὰ
μείναντες ἔδοσαν σφέας αὐτοὺς Ξέρξῃ, κατὰ τὴν
θάλασσαν οὐδαμοὶ ἂν ἐπειρῶντο ἀντιούμενοι βασιλέι.
εἰ τοίνυν κατὰ τὴν θάλασσαν μηδεὶς ἠντιοῦτο Ξέρξῃ,
κατά γε ἂν τὴν ἤπειρον τοιάδε ἐγίνετο· (3) εἰ
καὶ πολλοὶ τειχέων κιθῶνες ἦσαν ἐληλαμένοι διὰ
τοῦ Ἰσθμοῦ Πελοποννησίοισι, προδοθέντες ἂν Λακεδαιμόνιοι
ὑπὸ τῶν συμμάχων οὐκ ἑκόντων ἀλλ' ὑπ' ἀναγκαίης,
κατὰ πόλις ἁλισκομένων ὑπὸ τοῦ ναυτικοῦ στρατοῦ
τοῦ βαρβάρου, ἐμουνώθησαν, μουνωθέντες δὲ ἂν καὶ
ἀποδεξάμενοι ἔργα μεγάλα ἀπέθανον γενναίως. (4)
ἢ ταῦτα ἂν ἔπαθον, ἢ πρὸ τοῦ ὁρῶντες ἂν καὶ τοὺς
ἄλλους Ἕλληνας μηδίζοντας ὁμολογίῃ ἂν ἐχρήσαντο
πρὸς Ξέρξην. καὶ οὕτω ἂν ἐπ' ἀμφότερα ἡ Ἑλλὰς
ἐγίνετο ὑπὸ Πέρσῃσι. τὴν γὰρ ὠφελίην τὴν τῶν τειχέων
τῶν διὰ τοῦ Ἰσθμοῦ ἐληλαμένων οὐ δύναμαι πυθέσθαι
ἥτις ἂν ἦν, βασιλέος ἐπικρατέοντος τῆς θαλάσσης.
(5) νῦν δὲ Ἀθηναίους ἄν τις λέγων σωτῆρας γενέσθαι
τῆς Ἑλλάδος οὐκ ἂν ἁμαρτάνοι τὸ ἀληθές. οὗτοι
γὰρ ἐπὶ ὁκότερα τῶν πρηγμάτων ἐτράποντο, ταῦτα
ῥέψειν ἔμελλε· ἑλόμενοι δὲ τὴν Ἑλλάδα περιεῖναι
ἐλευθέρην, τοῦτο τὸ Ἑλληνικὸν πᾶν τὸ λοιπόν, ὅσον
μὴ ἐμήδισε, αὐτοὶ οὗτοι ἦσαν οἱ ἐπεγείραντες καὶ
βασιλέα μετά γε θεοὺς ἀνωσάμενοι. (6) οὐδὲ σφέας
χρηστήρια φοβερὰ ἐλθόντα ἐκ Δελφῶν καὶ ἐς δεῖμα
βαλόντα ἔπεισε ἐκλιπεῖν τὴν Ἑλλάδα, ἀλλὰ καταμείναντες
ἀνέσχοντο τὸν ἐπιόντα ἐπὶ τὴν χώρην δέξασθαι. |
Hier
fühle ich mich gedrängt, meine Ansicht
darzulegen, die zwar der Mehrzahl nicht gefallen
wird, die ich aber nicht zurückhalten will,
insoweit es mir wahr zu sein scheint. Wenn die
Athener
aus Furcht vor der herannahenden Gefahr ihr Land
verlassen hätten, oder wenn sie es auch nicht
verlassen hätten, sondern geblieben wären,
und sich selbst dem Xerxes
ergeben hätten, so würde niemand es
versucht haben, zur See dem König entgegen
zu treten. Wenn nun niemand zur See dem Xerxes
entgegengetreten wäre, so wäre es denn
wohl zu Land folgendermaßen gekommen: Wenn
auch die Peloponnesier
noch so viele Mauern hintereinander als Brustwehren
durch den Isthmos gezogen hätten, so würden
die Lakedaimonier,
von ihren Verbündeten verlassen, zwar nicht
freiwillig, sondern gezwungen, indem eine Stadt
nach der anderen von der Seemacht des Königs
erobert worden wäre, vereinzelt geblieben
sein: so vereinzelt würden sie, wenn sie
auch noch so tapfer gekämpft hätten,
doch zuletzt nur einen rühmlichen Tod gefunden
haben. Entweder dies hätten sie erduldet,
oder sie wären in der Voraussicht, dass auch
die übrigen Hellenen medisch
gesinnt wären, mit Xerxes
einen Vergleich eingegangen. In beiden Fällen
wäre auf diese Weise Hellas den Persern
untertan geworden. Denn was für einen Nutzen
die durch den Isthmos gezogenen Mauern gehabt
hätten, da der König Herr der See war,
vermag ich nicht einzusehen. So aber wird man
nicht in der Wahrheit irren, wenn man die Athener
für die Retter von Hellas erklärt. Denn
auf welche Seite sie sich wendeten, mussten sie
den Ausschlag geben. Da sie aber die Erhaltung
der Freiheit von Hellas vorzogen, so waren sie
es eben, welche das ganze übrige Volk der
Hellenen, soweit es nicht medisch
gesinnt war, aufgerichtet und, nach den Göttern
zunächst, den König zurückgeschlagen
haben; ja nicht einmal furchtbare Orakelsprüche,
die von Delphi kamen und sie in Schrecken setzten,
vermochten sie zu bewegen, Hellas zu verlassen,
sondern sie blieben und wagten es, den Angriff
gegen ihr Land aufzunehmen. (Üb. nach Bähr) |
|
- Xerxes
flieht (Herod.8,97-107; Herod.8,113-120), lässt aber
Mardonios
mit seinem Heer in Thessalien überwintern. Die griechische
Flotte verfolgt die persische
bis Andros, das man erfolglos belagert (Herod.8,108-112).
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- Prägung eigener syrakus.
Siegesmünzen (Demareteia); - schwarzfig. Lekythos mit
Siegesgelage
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- Gelon stiftet eine goldene Nike (des Bion v. Miletos)
nach Delphi.
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- Archon: Xanthippos (Diod.Sic.)
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- Mardonios
nimmt Athen
zum zweiten Mal ein und zerstört es vollkommen. Die
Athener lehnen
seine Friedensbedingungen ab. Vor den zögerlich anrückenden
Spartanern (Herod.9,6-9; Plut.Arist.10) zieht er sich nach
Boiotien
zurück und lagert am Asopos entlang von Erythrai über
Hysiai bis nahe bei Plataiai.
Er verfügt über 300000 Mann und 50000 medisch
gesinnte Griechen (Herod.9,32). Das griechische Heer (d.h.
38700 Hopliten, 69500 Leichtbewaffnete und 1800 unbewaffnete
Thesoier, insgesamt 110000 Mann, Herod.9,28-30) lagert gegenüber
am Fuß des Kithairon. Beide Heere lagen 11 Tage einander
gegenüber, dann greift Mardonios
an. Die Athener
kämpfen gegen die medisch
gesinnten Griechen, die Spartaner und Tegeaten gegen die
Perser. Die
anderen Griechen greifen nicht in den Kampf ein. Pausanias
besiegt die Perser
vollständig, Mardonios
fällt. Der Rest von 40000 Mann rettet sich unter Artabazos
nach Norden (Herod.9,1-89).
|
- Pausanias lässt auf einem nach Delphi geweihten Dreifuß,
dessen ehernes Fußgestell drei ineinander verschlungene
Schlangen darstellt ("Schlangensäule")
die Namen aller am Kampf beteiligten Griechen vermerken.
Konstantin d. Gr. ließ dieses Denkmal nach Konstantinopel
bringen. Dort wurde es 1856 wieder ausgegraben, wo es im
antiken Hippodrom jetzt noch steht. Der goldene Kessel,
der von den drei Schlagen getragen wurde, ist verloren,
weitgehend auch die Schlangenköpfe. Die zugehörige
Marmorbasis befindet sich an ihrem ursprünglichen Ort
in Delphi (Herod.9,81;
Thukyd.1,132; Paus.5,23,1; Paus.10,13,9; Pfohl
53).
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Τοίδε τὸν πόλεμον ἐπολέμεον·
Λακεδαιμόνιοι, Ἀθαναῖοι, Κορίνθιοι,
Τεγεᾶται, Σικυώνιοι, Αἰγινᾶται
Μεγαρεῖς, Ἐπιδαύριοι, Ἐρχομένιοι,
Φλειάσιοι, Τροζάνιοι, Ἑρμιονεῖς,
Τιρύνθιοι, Πλαταιεῖς, Θεσπιεῖς,
Μυκανεῖς, Κεῖοι, Μάλιοι, Τήνιοι,
Νάξιοι, Ἐρετριεῖς, Χαλκιδεῖς,
Στυρεῖς, Ϝαλεῖοι, Ποτειδαιᾶται,
Λαυκάδιοι, Ϝανακτοριεῖς, Κύθνιοι, Σίφνιοι,
Ἀμπρακιῶται, Λεπρεᾶται.
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Folgende kämpften im Krieg
mit:
Lakedaimonier,
Athener,
Korinther,
Tegeaten, Sikyonier,
Aigineten,
Megarer, Epidaurier, Orchomenier,
Phliasier, Troizenier,
Hermioner,
Tirynthier, Plataiaier, Thespier,
Mykenaier, Keer, Malier, Tenier,
Naxier, Eretrier, Chalkidier,
Styreer, Eleier, Poteidaiaten,
Leukadier, Anaktorier, Kydnier, Siphnier,
Amprakioten, Lepreaten. |
- In Theben
werden die perserfreundlichen
Aristokraten hingerichtet. Leotychidas unternimmt eine Strafexpedition
gegen Thessalien.
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- Die griechische Flotte segelt
über Aigina und Delos nach Samos
und besiegt die Perser
zu Land beim Vorgebirge Mykale, wo sie
ein Lager errichtet hatten (Herod.9.90-92; 96-98). Diese
Schlacht markiert den Übergang von der defensiven Phaseder
Griechen im Krieg gegen die Perser
zur offensiven offensiven.
Herod.9,106,1-4:
ἐπείτε δὲ κατεργάσαντο οἱ Ἕλληνες τοὺς πολλοὺς
τοὺς μὲν μαχομένους τοὺς δὲ καὶ φεύγοντας τῶν βαρβάρων,
τὰς νέας ἐνέπρησαν καὶ τὸ τεῖχος ἅπαν, τὴν ληίην προεξαγαγόντες
ἐς τὸν αἰγιαλόν, καὶ θησαυρούς τινας χρημάτων εὗρον·
ἐμπρήσαντες δὲ τὸ τεῖχος καὶ τὰς νέας ἀπέπλεον. (2)
ἀπικόμενοι δὲ ἐς Σάμον οἱ Ἕλληνες ἐβουλεύοντο περὶ
ἀναστάσιος τῆς Ἰωνίης, καὶ ὅκῃ χρεὸν εἴη τῆς Ἑλλάδος
κατοικίσαι τῆς αὐτοὶ ἐγκρατέες ἦσαν, τὴν δὲ ᾿Ιωνίην
ἀπεῖναι τοῖσι βαρβάροισι· ἀδύνατον γὰρ ἐφαίνετό σφι
εἶναι ἑωυτούς τε Ἰώνων προκατῆσθαι φρουρέοντας τὸν
πάντα χρόνον, καὶ ἑωυτῶν μὴ προκατημένων Ἴωνας
οὐδεμίαν ἐλπίδα εἶχον χαίροντας πρὸς τῶν Περσέων ἀπαλλάξειν.
(3) πρὸς ταῦτα Πελοποννησίων μὲν τοῖσι ἐν τέλεϊ ἐοῦσι
ἐδόκεε τῶν μηδισάντων ἐθνέων τῶν Ἑλληνικῶν τὰ ἐμπολαῖα
ἐξαναστήσαντας δοῦναι τὴν χώρην Ἴωσι ἐνοικῆσαι, Ἀθηναίοισι
δὲ οὐκ ἐδόκεε ἀρχὴν Ἰωνίην γενέσθαι ἀνάστατον οὐδὲ
Πελοποννησίοισι περὶ τῶν σφετερέων ἀποικιέων βουλεύειν·
ἀντιτεινόντων δὲ τούτων προθύμως, εἶξαν οἱ Πελοποννήσιοι.
(4) καὶ οὕτω δὴ Σαμίους τε καὶ Χίους καὶ Λεσβίους
καὶ τοὺς ἄλλους νησιώτας, οἳ ἔτυχον συστρατευόμενοι
τοῖσι Ἕλλησι, ἐς τὸ συμμαχικὸν ἐποιήσαντο, πίστι τε
καταλαβόντες καὶ ὁρκίοισι ἐμμενέειν τε καὶ μὴ ἀποστήσεσθαι.
τούτους δὲ καταλαβόντες ὁρκίοισι ἔπλεον τὰς γεφύρας
λύσοντες· ἔτι γὰρ ἐδόκεον ἐντεταμένας εὑρήσειν. οὗτοι
μὲν δὴ ἐπ' Ἑλλησπόντου ἔπλεον. |
Nachdem
aber die Hellenen den größten Teil der
Barbaren niedergemacht hatten, die einen in der Schlacht,
die anderen auch auf der Flucht, steckten sie die
Schiffe und die ganze Verschanzung in Brand, nachdem
sie vorher die Beute daraus an das Gestade weggeschafft
hatten; auch hatten sie einige Schätze gefunden.
Nach der Verbrennung der Verschanzung und der Schiffe
fuhren sie aber ab. Als die Hellenen dann nach Samos
gekommen waren, hielten sie Rat miteinander, ob sie
die Ionier aus ihren Wohnsitzen wegbringen, und in
welchem Teil von Hellas, dessen sie Herr wären,
sie dieselben ansiedeln sollten. Ionien aber würde
man dann den Barbaren überlassen; denn es schien
ihnen nicht möglich zu sein, immer vor Ionien
auf Wache zu liegen, während sie doch, wenn sie
nicht davor lägen, keine Hoffnung hatten, dass
die Ionier ungestraft von den Persern
bleiben würden. In Bezug darauf ging die Meinung
der im Amt stehenden Peloponnesier
dahin, man solle diejenigen hellenischen Völker,
welche die Partei der Meder
ergriffen, aus ihren Handelplätzen vertreiben
und ihr Land den Ioniern zur Niederlassung übergeben.
Die Athener
dagegen waren nicht der Meinung, Ionien ganz aufzugeben,
und meinten, es stehe den Peloponnesiern
nicht zu, sich über ihre Kolonien zu beraten.
Als sie sich daher widersetzten, gaben die Peloponnesier
bereitwillig nach. Und so kam es denn, dass, sie die
Samier, Chier, Lesbier und die übrigen Inselbewohner,
welche zugleich mit den Hellenen ins Feld gezogen
waren, in ihre Bundesgenossenschaft aufnahmen. Nachdem
sie dieselben durch Eide verpflichtet hatten, fuhren
sie ab, um die Brücken abzubrechen; denn sie
glaubten dieselben noch stehend zu finden. Diese nun
fuhren ab dem Hellespont zu. (Üb. nach Bähr) |
- Sestos wird von der griech. Flotte unter Xanthippos belagert
und noch im Winter eingenommen (Herod.9,106-121):
- Zunächst fügten sich die Peloponnesier
und schlossen sich dem Zug zum Hellespont an, um dort
die Brücken des Xerxes
abzureißen. Die Brücken gab es aber nicht
mehr, so dass die Athener
mit der Belagerung von Sestos begannen. Die Peloponnesier
kehrten aber unter Leotychidas nach Sparta zurück
(Herod.9,114; Thuk.1,89).
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- Seit ca. 480 v.Chr. Satyrspiel des Pratinas v. Phleius
mit Tanzchor (Hyporchema) in Athen.
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- Noch im Jahr 479 beginnt der Wiederaufbau der zerstörten
Burg und Stadt. Anlage
des Mauerrings durch Themistokles
(am Dipylontor an den kleinen Quadern der untersten Lage
erkennbar).
- Siegesweihung des Pausanias nach Delphi: Dreifuß
auf eherner Schlangensäule (Inschrift aller geg. Persien
alliierten Griechenstädte).
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