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Kinder (pueri, liberi)   google lycos
  • Geburt  
    • expositio - Aussetzung: Neugeborene durften kraft der patria potestas ausgesetzt werden. Für missgeborene Kinder ("monstrosi") sah das Zwölftafelgesetz die Aussetzung vor. Aber auch zweifelhafte Vaterschaft, soziale Not und Geburt an einem Unglückstag galten als hinreichender Grund. Ein üblicher Ort für die Aussetzung war die Milchsäule (columna lactaria) am Gemüsemarkt. Findelkinder (altelli, alumni) verloren, wenn sie frei geboren waren, rechtlich zwar nicht ihren Status, wurden aber vom Nährvater (nutritor) häufig wie Sklaven gehalten.  In christlicher Zeit nahmen Christen ausgesetzte Kinder häufig auf. Ihnen galt die Tötung eines Kindes als paricidium. 
    • sublatio - Anerkennung des Kindes: Die Amme legte das neugeborene Kind vor dem Vater auf den Boden. Hob er es auf (suscipere, tollere) und ließ es mit den Füßen den Boden berühren, war das Kind dadurch legitimiert. 
    • dies lustricus: Bei einem Mädchen war der achte, bei einem Jungen der neunte Tag der "Reinigungstag" (> Nundina). Am Kind wurde ein Reinigungsopfer ("lustratio") vollzogen und es erhielt seinen Namen ("sollemnitas nominum"). Es folgte ein Familienfest, das Kind wurde mit Spielzeug (crepundia, pupae) beschenkt.
    • bulla: Plebeischen Kindern hängte man eine Kapsel aus Leder (bulla scortea), Kindern der Nobilität eine aus Gold (bulla aurea) um den Hals, die vor Verzauberung schützen sollte.
  • Kindesalter
    • infantia: die Zeit, in der das Kind noch nicht sprechen kann 
    • pueritia: dauert bis zum 15. Lebensjahr. Mit der Mannbarkeit (pubertas) beginnt die adulescentia. Das Anlegen der Toga erfolgt beim Fest der Liberalia am 17. März. 
    • adulescentia: Sie dauert bis zum 30. Lebensjahr.
  • Kindererziehung (educatio, disciplina): Die Erziehung war keine staatliche Aufgabe, sondern Familiensache (Tac.dial.28f.). Beider Eltern Aufgabe war die Erziehung zu Anstand und Sittlichkeit (mos maiorum und disciplina vetus: pietas, frugalitas, pudor, modestia, constantia, gravitas, honestas), In praktischer Hinsicht aber gab es eine gewisse Arbeitsteilung: Die Mutter leistet die für die Haushaltsführung spezifische Ausbildung, der Vater wies die Kinder in die praktischen Arbeitsvorgänge und in die politischen Zusammenhänge ein. Er lehrte sie ursprünglich auch Rechnen, Lesen und Schreiben. Das "castigare" hatte den Vorzug vor einer "educatio mollis et blanda". In der ausgehenden Republik wurde die Erziehungsaufgabe zunehmend an (griechische) Sklaven (nutrix und paedagogus) delegiert und an Lehrer, die Privatunterricht anboten (schola).
    • Mädchen blieben in der Regel zu Hause und lernten Tätigkeiten, die mit dem Haushalt zu tun hatten. Allerdings konnten manche Mütter auch literarischen Unterricht erteilen.
    • Jungen (praetextati) wurden besonders auch in Gymnstik ausgebildet: Pfeil, Schleuder, Speerwurf, Schwimmen, Reiten und Fünfkampf (Sprung, Lauf, Ringen, Diskus, Speer). Mit der pueritia, also dem Anlegen der toga virilis endete der Unterricht. Daran schloss sich an:
      • das "tirocinium militare": Vorbereitung auf militärische Funktionen
      • das "tirocinium fori": Vorbereitungen auf rhetorisch-politische und juristische Aufgaben.
  • Kinderspiele (ludus; remissiones lususque puerorum): 
    • Ballspiel google lycos
      • "pilis ludere" entweder mit der ausgestopften "pila" oder mit dem luftgefüllten "follis". Es war auch in den Thermen eine sehr beliebte Entspannung.
    • Spiel mit dem Kreisel (turbo) google lycos
    • Spiel mit dem Reifen (trochus) google lycos
    • Spiel mit Nüssen (nuces) google lycos
    • Brettspiel (tabula) google lycos
    • Troiaspiel google lycos
      • Troiae ludus, Troiae decursio, Troiani circenses, cf. Verg.Aen.5,548ff.) Reiterspiel der Jugend, in dem man seine Geschicklichkeit beweisen konnte. (Suet.Iul.19,2; Suet.Aug.43,2, Suet.Claud.21,3)
  • Kinderfiguren
    • Es gab Figuren für Kinder (als Spielzeug) und Figuren von Kindern. Erst allmählich gelang es, das typisch Kindliche in der Kunst auszudrücken. Im Hellenismus beherrschte man die Darstellung von Kindheit und Alter problemlos. Beispiele:
  • Kinderlieder
    • Als Beispiel kann im Griechischen das rhodische Bettelliedchen von der Schwalbe genannt werden.
  • König google lycos Königszeit google lycos regnum google lycos
    • Bei den indogermanischen Völkern gab es in der Regel eine Dreiteilung in König (später Magistratur), Ratsversammlung (Senat) und Volks- (Heeres-) Versammlung. Dem entsprechen die Elemente der römische Verfassung: König (Heerführer), Senat, Volksversammlung (ursprünglich die Männergemeinschaft gegliedert nach Stämmen), und Heeresversammlung (auf dem Marsfeld). Ursprünglich wurde in Rom der König (als ÔÇ×primus inter pares") gewählt. Erst die aus Etrurien stammenden Tarquinier wollten die Erbmonarchie einrichten. Den König begleiteten, wie später den Konsul 12 Liktoren (Amtsdiener).
    • Die Republik wurde 509 gegründet. Dieses Datum fällt mit der Einweihung des kapitolinischen Jupitertempels und dem Beginn der Konsularlisten zusammen und wird auch durch neuere Ausgrabungen bestätigt (Neuaufbau der ÔÇ×regia" in anderer Form). Die Vertreibung der ertruskischen Dynastie (Tarquinier) bedeutete für die Stadtentwicklung keinen gewaltsamen Umbruch. So dauerte die zuvor betriebene Bautätigkeit fort, z.B. Saturn- und Dioskurentempel auf dem Forum (in den ersten Jahrzehnten des 5. Jh.).
    • Königszeit google
  • Kriegsschiffe google lycos
Kult (Kulthandlung, Religion)   google lycos
  • Kusel
    • An der Gemarkungsgrenze von Jettenbach und Eßweiler hat das Landesamt für Denkmalpflege in Speyer einen römischen Gutshof freigelegt. Die Mauern wurden mit einem Vlies geschützt und die Ausgrabungen insgesamt wider mit Erdreich verfüllt.
Sententiae excerptae:
Literatur:

10 Funde
1072  Ahrens, E.
Latein als zweite Fremdsprache an Oberschulen
in: AU II 3,43ff
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996  Astemer, J.
Lateinlernen in der F├Ârderstufe: Neue Schwerpunkte
in: AU XXX 4/1987,16
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997  Astemer, J. / Kuger, H.
Lateinunterricht an der Gesamtschule
in: Gymn 92/1985
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4135  J├Ąger, G. u.a.
Rede und Rhetorik im Lateinunterricht : zur Lekt├╝re von Ciceros Reden / Gerhard J├Ąger u.a.
Bamberg : Buchner, 1992
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4139  J├Ąkel, Werner
J├Ąkel, Werner: Ciceros Pompeiana im Aufbau der lateinischen Schullekt├╝re
in: Gymn. 71, 1964, 329-348
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1048  Meusel, H.
Wortschatzarbeit bei der Ovidlekt├╝re
in: R├Âmisch: Met.Ovids im Unt., Hbg.1976
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1049  Meusel, H.
Zur Arbeit am lateinischen Wortschatz
in: AU XXII 2/1979,19
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1050  Meusel, H.
Zur gegenw├Ąrtigen Situation des Fachlehrers.. Fachdidaktik
in: AU XXII 2/1979,75
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2589  Nepos, Cornelius / Belde, Dieter
Das Leben des Themistokles von Cornelius Nepos in kolometrischer Gliederung : Handreichung f├╝r den Lateinunterricht
Hamburg, 1998
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635  Schulze, W.
Ciceros Archiasrede im Lateinunterricht
in: AU XXIX 2/1986,40
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