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v.Chr. |
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Kultur |
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- Konsulat des
- Servius Cornelius Lentulus
- Lucius Genucius Aventinensis
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- In einem Vertrag mit Tarent wird das lakinische Vorgebirge
(bei Kroton) als südliche Grenze für römische
Schiffe vereinbart, so dass der Golf von Tarent für
römische Schiffe gesperrt ist.
- Die Römer legen im Gebiet der Aequer
die Colonie Alba
Fucens an [
304].
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- Konsulat des
- dictator:
- Gaius Iuius Bubulcus Brutus und: Marcus
Valerius Maximus Corvus
- magister equitum:
- Marcus Titinius und: Quintus Fabius Maximus
Rullianus
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- Die Aequer versuchen
noch zwei Mal mit Waffengewalt die Entwicklung rückgängig
zu machen, bleiben aber erfolglos (Liv.10,1) [
304].
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- dictator:
- magister equitum:
- Quintus Fabius Maximus Rullianus und: Marcus
Aemilius Paullus
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- Letzter Verteidigungsversuch der Aequer
(Liv.10,9) [
304].
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- LEX OGULNIA DE AUGURIBUS ET PONTIFICIBUS: Ein Plebiszit
des Volkstribunen
Quintus Ogulnius Gallus verschafft den Plebeiern
mit zusätzlichen 5 Stellen im Augurenkollegium
und 4 Stellen im Kollegium der Pontifices
die Mehrheit in diesen Gremien (Liv.10,6-9).
Liv.10,6:
[1] M. Valerio et Q. Apuleio consulibus satis pacatae
foris res fuere: [2] Etruscum adversae belli res et
indutiae quietum tenebant; Samnitem multorum annorum
cladibus domitum hauddum foederis novi paenitebat;
Romae quoque plebem quietam exonerata in colonias
multitudo praestabat. [3] tamen, ne undique tranquillae
res essent, certamen iniectum inter primores civitatis,
patricios plebeiosque, ab tribunis plebis Q. et Cn.
Ogulniis, [4] qui undique criminandorum patrum apud
plebem occasionibus quaesitis, postquam alia frustra
temptata erant, eam actionem susceperunt, qua non
infimam plebem accenderent sed ipsa capita plebis,
consulares triumphalesque plebeios, [5] quorum honoribus
nihil praeter sacerdotia, quae nondum promiscua erant,
deesset. [6] rogationem ergo promulgarunt ut, cum
quattuor augures, quattuor pontifices ea tempestate
essent placeretque augeri sacerdotum numerum, quattuor
pontifices, quinque augures, [7] de plebe omnes, adlegerentur.
- quemadmodum ad quattuor augurum numerum nisi morte
duorum id redigi collegium potuerit, non invenio,
cum inter augures constet imparem numerum debere esse,
ut tres antiquae tribus, Ramnes, Titienses, Luceres,
suum quaeque augurem habeant aut, [8] si pluribus
sit opus, pari inter se numero sacerdotes multiplicent;
sicut multiplicati sunt cum ad quattuor quinque adiecti
novem numerum, ut terni in singulas essent, expleverunt.
- ceterum, quia de plebe adlegebantur, [9] iuxta eam
rem aegre passi patres, quam cum consulatum volgari
viderent. [10] simulabant ad deos id magis quam ad
se pertinere: ipsos visuros, ne sacra sua polluantur;
id se optare tantum, ne qua in rem publicam clades
veniat. [11] minus autem tetendere, adsueti iam in
tali genere certaminum vinci; et cernebant adversarios
non id, quod olim vix speraverint, adfectantes, magnos
honores, sed omnia iam, in quorum spem dubiam erat
certatum, adeptos, multiplices consulatus censurasque
et triumphos. |
(1)
Unter den Konsuln Marcus
Valerius und Quintus Apuleius war es nach außen
ziemlich ruhig; (2) die Etrusker
hielt das Unglück im Krieg und der Waffenstillstand
in Ruhe. Die Samniten
waren, durch die Niederlage vieler Jahre gedemütigt,
noch immer mit dem neuen Bündnis zufrieden. Auch
in Rom hatte es die Bürgerschaft erleichtert
und beruhigt, dass man die Überbevölkerung
in Pflanzstädte abgeführt hatte. (3) Damit
indessen nicht allseitig ruhe wäre, entfachten
die Volkstribunen
Quintus und Gnaeus Ogulnius Streit unter den Häuptern
der Bürgerschaft, den Patriziern
und Plebeiern.
(4) Diese hatten jede mögliche Gelegenheit gesucht,
die Väter beim Volk zu beschuldigen. Nach anderen
vergeblichen Versuchen brachten sie jetzt einen Gegenstand
zur Verhandlung, durch den sie nicht die unterste
Schicht der Bürgerschaft, sondern ihre Häupter
selbst in Aufregung brachten, die Plebeier,
die Konsuln gewesen waren und Triumphe
gefeiert hatten, (5) denen keine Ehre mangelte außer
den Priesterwürden, die noch nicht jedermann
zugänglich waren. (6) Sie kündigten also
den Gesetzesvorschlag an, man solle zu den vier Auguren
und den vier Pontifices,
die es damals gab, weil man die Zahl der Priester
erhöhen wollte, vier Auguren
und fünf Pontifices
hinzuwählen, (7) alle aus der Bürgerschaft. -
Ich finde nicht, wie Diese Genossenschaft anders als
durch den Tod von zweien auf diese Zahl herunterkommen
konnte, da es bei den Auguren
eine bekannte Sache ist, dass die Zahl ungleich sein
müsse, so dass die drei alten Stämme, die
Ramnes, Titienses,
Luceres,
jeder seinen Augur
hat oder, wenn mehrere nötig sind, die Priester
auf gleiche Art vermehrt werden, wie sie auch vervielfältigt
worden sind, da die fünfe zu den vieren hinzugefügt
wurden und die Zahl neun voll machten, so dass für
jeden Stamm drei waren. Weil sie aus der Bürgerschaft
hinzugewählt werden sollten, (9) nahmen dies
übrigens die Väter ebenso schwer, wie damals,
als sie sahen, dass das Konsulat allen zugänglich
gemacht wurde. (10) Sie gaben vor, dies berühre
mehr die Götter als sie selbst; sie würden
selbst darauf sehen, dass ihr Gottesdienst nicht befleckt
werde; sie wünschten nur, dass daraus kein Unfall
für das Gemeinwesen entstehe. (11) Sie strengten
sich weniger an, weil sie schon gewohnt waren, in
Streitigkeiten dieser Art zu unterliegen, und sie
sahen, dass ihre Gegner nicht das erstrebten, was
sie ehemals kaum zu hoffen gewagt hatten, große
Ehrenstellen, sondern schon alles erreicht hatten,
wofür sie bei ungewissem Erfolg gekämpft
hatten: vielfache Konsulate, Zensorenämter und
Triumphe.
(Üb. nach Gerlach) |
- Bestätigung der Gesetzgebung durch die LEX VALERIA
DE PROVOCATIONE (
509)
des Konsuls Marcus
Valerius, die verbietet, dass ein römischer Bürger
ohne die Möglichkeit der Berufung (provocatio)
gezüchtigt oder getötet wird (Liv.10,9).
Liv.10,9,3-5:
[3] eodem anno M. Valerius consul de provocatione
legem tulit diligentius sanctam. tertio ea tum post
reges exactos lata est, semper a familia eadem. [4]
causam renovandae saepius haud aliam fuisse reor,
quam quod plus paucorum opes quam libertas plebis
poterant. Porcia tamen lex sola pro tergo civium lata
videtur, quod gravi poena, si quis verberasset necassetve
civem Romanum, sanxit; [5] Valeria lex, cum eum, qui
provocasset, virgis caedi securique necari vetuisset,
si quis adversus ea fecisset, nihil ultra quam "improbe
factum" adiecit. |
(3)
In dem selben Jahr soll der Konsul Marcus
Valerius das Gesetz über die Berufung durch
genauere Bestimmungen verschärft haben. Damals
wurde es nach der Vertreibung der Könige zum
dritten Mal, immer von der selben Familie beantragt.
(4) Die Ursache dafür, dass es öfter erneuert
wurde, war, wie ich glaube, nur, dass der Einfluss
weniger stärker war als die Freiheit der Bürger.
Das porkische Gesetz scheint allerdings allein gegen
die körperliche Züchtigung der Bürger
gerichtet zu sein, weil es den mit schwerer Strafe
bedrohte, der einen römischen Bürger geschlagen
oder getötet hätte. (5) Das Valerische Gesetz
verbot nun , dass der, der Berufung eingelegt hätte,
mit Ruten geschlagen oder mit dem Beil hingerichtet
werden dürfe, und fügte nichts weiter hinzu,
als dass es eine ruchlose Handlung sei, wenn einer
dagegen verstoßen hätte. (Üb. nach
Gerlach) |
- Einführung des 'aes grave', gegossenem Kupfergeld,
mit dem Ianuskopf und einem Schiffsbug als Münzbild.
[Erstes Silbergeld um
269]
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- Appius Claudius Verfasser einer Spruchsammlung
- Rechtschreibereform
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- Krieg zwischen Rom und Etrurien. Nach
Polybios ziehen die Gallier
mit den Etruskern
gegen Rom:
Polyb.2,19,1f:
... αὖθις γενομένου κινήματος ἐκ τῶν Τρανσαλπίνων,
δείσαντες μὴ πόλεμος αὐτοῖς ἐγερθῇ βαρύς, ἀπὸ μὲν
αὑτῶν ἔτρεψαν τὰς ὁρμὰς τῶν ἐξανισταμένων, δωροφοροῦντες
καὶ προτιθέμενοι τὴν συγγένειαν, ἐπὶ δὲ Ῥωμαίους παρώξυναν
καὶ μετέσχον αὐτοῖς τῆς στρατείας. (2) ἐν ᾗ τὴν ἔφοδον
ποιησάμενοι διὰ Τυρρηνίας, ὁμοῦ συστρατευσαμένων σφίσι
Τυρρηνῶν, καὶ περιβαλόμενοι λείας πλῆθος ἐκ μὲν τῆς
Ῥωμαίων ἐπαρχίας ἀσφαλῶς ἐπανῆλθον. |
(19,1)
... Als aber dann die Transalpiner von
neuem in Bewegung gerieten, fürchteten sie (die
Gallier),
in einen schweren Krieg verwickelt zu werden, wandten
daher den Angriff der wandernden Scharen durch Geschenke
und durch den Hinweis auf ihre Stammesverwandtschaft
von sich ab, verlockten sie zu einem Zug gegen die
Römer und nahmen selbst daran teil. (2) Auf dem
Weg durch Etrurien
schlossen sich ihnen die Etrusker
an. Sie machten große Beute und kehrten dann
unbehelligt aus dem römischen Gebiet zurück.
(Üb. H.Drexler) |
- Anders bei Liv.10,10 und Liv.10,12, nach dem die Etrusker
die Gallier durch
Zahlung von Gold zur Rückkehr in ihre Heimat bewegen.
Anschließend fallen die Römer in Etrurien
ein und erringen einen Sieg.
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- Nach der Einrichtung zweier neuer Tribus,
der Aniensis und Terentina, beträgt ihre Gesamtzahl
jetzt 33 (Liv.10,9; Cic.Planc.38f.).
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- Die Römer schicken unter dem Namen Narnia eine Colonie
nach Nequinum in Umbrien. Doch mussten sie zuerst den hartnäckigen
Widerstand von Nequinum brechen, das insgeheim von den Samniten
unterstützt wurde. [308
]
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- Konsulat des
- Lucius Cornelius Scipio Barbatus
- Gnaeus Fulvius Maximus Centumalus
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- Der Konsul Lucius Cornelius Scipio Barbatus [1]
kann die Etrusker
in einer verlustreichen Schlacht bei Volaterrae besiegen.
Die Etrusker ließen
ihr Lager kampflos in die Hände der Römer fallen.
- Dritter Samnitischer Krieg
(298-290): [1. Samnitenkrieg:
343-341; 2. Samnitenkrieg:
326-304;
3. Samnitenkrieg:
298-290]
Anlass war ein Krieg der Samniten
gegen die Lukaner, die Rom um ein Bündnis gegen die
Samniten baten
und erhielten. Der Forderung der Römer, von den Lukanern
abzulassen, antworteten die Samniten
mit abweisendem Trotz. Dies führte zum Krieg (Liv.10,11f.;
Dion.Hal.17,1-3). Aus den Quellen über die ersten Kriegsjahre
lässt sich kein klares Bild gewinnen (Liv.10,11-17).
- Auch die Grabinschrift des Konsuls Lucius Cornelius
Scipio Barbatus [1],
die sich auf diese Ereignisse bezieht (Sieg gegen die
Lukaner), lässt sich nicht klar den sonst überlieferten
Ereignissen zuordnen.
- Die Römer nehmen Bovianum ein
- Gnaeus Fulvius Maximus Centumalus führt den Kampf
mit den Sabinern
und Faliskern.
- Anlage der Colonie
Carsioli im Gebiet der Aequer.
295:
Römischer Sieg bei Sentinum
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- Sarkophag des Lucius Cornelius Scipio Barbatus (Vatikan.
Museen) (t.p.q.).
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- Einnahme von Cimetra im Gebiet der Samniten.
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- Die Samniten
ziehen unter Gellius Egnatius nach Etrurien,
werden aber zusammen mit den Etruskern
von den Römern geschlagen. Daraufhin verbünden
sie sich mit den Galliern
und Umbrern (Liv.10,16-21; Polyb.2,19).
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- Aufstellung der die Stadtgründer Romulus
und Remus säugenden ("kapitolinischen")
Wölfin an der Ficus Ruminalis (Liv.10,23)
- Appius Claudius gelobt einen Bellona-Tempel
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- Samniten
und Gallier siegen
zunächst bei Camerinum über die Römer.
- Anschließend erringen die beiden Konsuln mit ihren
beiden Legionen bei Sentinum einen bedeutenden Sieg
über Gallier
und Samniten.
Den beiden Konsuln kam sehr zustatten, dass die Etrusker
und Umbrer abgezogen waren, um ihre Heimat vor den Plünderungen
einer dritten römischen Legion zu schützen (Liv.10,24-29;
Polyb.2,19). Nach der Sage hat erst der Opfertod des Decius
Mus die Schlacht entschieden (Vgl.
340
und 279).
Der samnitische Führer Gellius Egnatius überlebt
die Schlacht nicht.
- Die Etrusker
werden in diesem Jahr noch zwei Mal geschlagen (Liv.10,30f.)
und kapitulieren im folgenden Jahr (Liv.10,37).
- Die Samniten
sammeln sich wieder, um den Krieg fortzusetzen
Liv.10,31,10-14:
[10] supersunt etiam nunc Samnitium bella, quae continua
per quartum iam volumen annumque sextum et quadragesimum
a M. Valerio A. Cornelio consulibus, qui primi Samnio
arma intulerunt, agimus; [11] et ne tot annorum clades
utriusque gentis laboresque actos nunc referam, quibus
nequiverint tamen dura illa pectora vinci, [12] proximo
anno Samnites in Sentinati agro, in Paelignis, ad
Tifernum, Stellatibus campis, suis ipsi legionibus,
mixti alienis, ab quattuor exercitibus, quattuor ducibus
Romanis caesi fuerant; imperatorem clarissimum gentis
suae amiserant; [13] socios belli, Etruscos, Umbros,
Gallos, in eadem fortuna videbant, qua ipsi erant;
nec suis nec externis viribus iam stare poterant,
tamen bello non abstinebant. [14] adeo ne infeliciter
quidem defensae libertatis taedebat et vinci quam
non temptare victoriam malebant. [15] quinam sit ille
quem pigeat longinquitatis bellorum scribendo legendoque
quae gerentes non fatigaverunt? |
(10)
Es blieben auch jetzt noch Kriege gegen die Samniten
übrig, die wir ununterbrochen schon durch das
vierte Buch und in das sechsundvierzigste Jahr behandeln,
von den Konsuln Marcus Valerius und Aulus Cornelius
an, die zuerst Samnium
bekriegten. (11) Um nicht die Niederlagen beider Völker
während so vieler Jahre und die bestandenen Anstrengungen
zu wiederholen, durch die jene harten Gemüter
dennoch nicht gebrochen werden konnten, (12) so waren
im letzten Jahr die Samniten
in dem Gebiet von Sentinum, im Land der Peligner,
bei Tifernum, in der Stellatischen Ebene mit ihren
eigenen Legionen und mit anderen gemischt von vier
römischen Heeren und vier Feldherrn geschlagen
worden und hatten den berühmtesten Feldherrn
ihres Volkes verloren (13) und sahen ihre Waffengenossen,
Etrusker,
Umbrer, Gallier
in der gleichen Lage, in der sie selbst waren. Sie
konnten sich weder durch eigene noch durch fremde
Streitkräfte behaupten und ließen dennoch
vom Krieg nicht ab. (14) So wenig waren sie es überdrüssig,
selbst unglückliche Versuche für die Freiheit
zu machen, und sie wollten sich lieber besiegen lassen,
als keinen Versuch für den Sieg zu wagen. (15)
Wer möchte also wohl überdrüssig werden
von der Langwierigkeit der Kriege zu lesen und zu
schreiben, die jene nicht müde wurden zu führen?
(Üb. nach Gerlach) |
- Die weiteren Ereignisse bis zum Friedensschluss mit den
Samniten [
290],
allerdings nicht klar rekonstruierbar, bei Liv.10,36-46.
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- Tempel des Iupiter
Victor und der Venus
- Zum ersten Mal werden in Rom Straßen gepflastert
und Gehsteige angelegt.
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- Konsulat des
- Kapitulation der Etrusker
und Friedensschluss
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- Neubau des Tempels des Iupiter
Stator (Palatin) und der Victoria (auf dem Palatin)
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- Schwere Niederlage der Samniten
bei Aquilonia durch den Konsul Lucius Papirius Cursor und
seinen Legaten Spurius
Nautius (Liv.10,38-42; Zonar.8,1; )
- Die Samniten
bleiben unabhängig. Die "civitas sine suffragio"
erhalten die Sabiner,
Praetuttier und Aequiculer.
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- Lucius Papirius Cursor weiht am Tempel des Quirinus
eine Sonnenuhr mit Stundenanzeige (Plin.nat.7,60,213)
- Kolossalstatue des Iupiter
auf dem Kapitol
(aus eingeschmolzenen samnitischen Spolien)
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- Mit diesem Jahr bricht der erste erhaltene Teil des Geschichtswerkes
des Titus
Livius ab.
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- Quintus Fabius Gurges wird von den Samniten
zunächst besiegt, kann aber anschließend mit
Hilfe seines Vaters einen bedeutenden Sieg erringen (Liv.Epit.11;
Plut.Fab.Max.24; Val.Max.5,7,1; Oros.3,22).
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- Übernahme des Aesculapkultes (Asklepios) aus
Epidauros. Heiligtum auf der Tiberinsel (t.p.q.).
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- Konsulat des
- Lucius Postumius Megellus (III)
- Gaius Iunius Bubulcus Brutus
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- Anlage der Colonie
Venusia in Apulien, mit 20000 Teilnehmern stärkste
römische Colonie.
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- Friedensschluss mit den Samniten
(Liv.Epit.11; Eutrop.2,9):
Sie behalten ihren Besitz, werden aber zur Heeresfolge verpflichtet.
- Manius
Curius Dentatus kann die Sabiner,
die zum ersten Mal seit 449
wieder Krieg mit den Römern anfangen, besiegen und
unterwerfen.
Frontin.Strat.1,8,4:
Manius Curius adversus Sabinos, qui ingenti exercitu
conscripto relictis finibus suis nostros occupaverant,
occultis itineribus manum misit, quae desolatos agros
eorum vicosque per diversa incenderunt: Sabini ad
arcendam domesticam vastitatem recesserunt; Curio
contigit et vacuos infestare hostium fines et exercitum
sine proelio avertere sparsumque caedere. |
Manius
Curius schickte gegen die Sabiner,
die ein riesiges Heer ausgehoben, ihr Gebiet verlassen
und unsere Leute angegriffen hatten, auf Schleichwegen
eine Abteilung, die an ganz verschiedenen Stellen
ihr verlassenes Land und ihre Dörfer anzündeten.
Um die Verwüstung zu Hause abzuwehren, kehrten
die Sabiner
zurück. Curius
gelang es, sowohl das leere Feindesland zu beunruhigen,
als auch das Heer ohne Kampf abzulenken, es
zu zerstreuen und niederzumachen. (Üb. E.Gottwein) |
- Anlage der Colonie
Hadria in Picenum.
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- Einsetzung der triumviri (tresviri) capitales, die die
Funktionen der quaestores parricidii übernahmen und
für die Durchführung von Hinrichtungen zuständig
sind (Liv.Epit.11).
- Tod des Agathokles von Syrakus
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- Konsulat des
- Quintus Marcius Tremulus (II)
- Publius Cornelius Arvina (II)
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- Konsulat des
- Marcus Claudius Marcellus
- Gaius Nautius Rutilus
- dictator:
- magister equitum:
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- Dritte und letzte Auswanderung der Plebs
(Vgl. die secessio
plebis
494
und 449.)
Liv.Epit.11:
Plebs propter aes alienum post graves et longas seditiones
ad ultimum secessit in Ianiculum, unde a Quinto Hortensio
dictatore deducta est. |
Die
Plebs zog
wegen ihrer Schulden nach den schweren und langanhaltenden
Unruhen zum letzten Mal auf das Ianiculum
aus. Von dort führte sie der Dictator
Quintus
Hortensius zurück. (Üb. E.Gottwein) |
- Die Gegenleistung für die Rückkehr der Bürgerschaft
war eine Schuldenminderung und zwei für die Plebs
günstige Gesetze, die die leges Publiliae (
339)
wieder aufgreifen:
- LEX MAENIA, ein Gesetz auf Antrag des Tribunen Manius
Curius Dentatus, das bestimmt, dass die Beschlüsse
der Curiatskomitien
der Zustimmung durch die Centuriatskomitien
nicht mehr bedarf (Cic.Brut.55; vgl. Liv.1,17).
- LEX HORTENSIA DE PLEBISCITIS, ein Gesetz auf Antrag
des Dictators
Quintus
Hortensius, das bestimmt, dass die Beschlüsse
der Curiatskomitien
der Zustimmung durch die Tributkomitien
nicht mehr bedürfen (Liv.Epit.11; Gell.15,27,4);
Plin.nat.16,37:
Quintus Hortensius dictator, cum plebs secessisset
in Ianiculum, legem in aesculeto tulit, ut, quod
ea iussisset, omnis Quirites teneret. |
Der
Dictator
Quintus
Hortensius beantragte, als die Plebs
auf das Ianiculum
ausgezogen war, im Eichenwald das Gesetz, dass
die Beschlüsse der Plebs
alle Bürger binden sollen. (Üb.
E.Gottwein |
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- Konsulat des
- dictator:
- Marcus Aemilius Barbula (?) und: Appius
Claudius Caecus (?) und: Publius Cornelius
Rufinus (?)
- magister equitum:
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- Konsulat des
- Gaius Servilius Tucca
- Lucius Caecilius Metellus Denter
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- Keltenkrieg 284-282: Die Römer führen
Krieg gegen Etrusker
und Gallier.
- 284: Die Senonen
greifen das etruskische
Arretium (Arrezo) an. Die Römer kommen zu
Hilfe, erleiden aber eine Niederlage. Der Konsul
Lucius Caecilius Metellus Denter kommt ums Leben.
283:
Die Römer unterwerfen die Senonen,
besetzen ihr Gebiet (ager Gallicus) und gründen
unter Manius Curius Dentatus die Colonie
Sena Gallica
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- Römischer Sieg über die Etrusker
und Senonen (Polyb.2,19,7-20,3;
Dion.Hal.19,13; Oros.3,22; Liv.Epit.11).
Polyb.2,19,7-20,3:
[19,7] διαγενομένων δὲ πάλιν ἐτῶν δέκα παρεγένοντο
Γαλάται μετὰ μεγάλης στρατιᾶς, πολιορκήσοντες τὴν
Ἀρρητίνων πόλιν. [19,8] Ῥωμαῖοι δὲ παραβοηθήσαντες
καὶ συμβαλόντες πρὸ τῆς πόλεως ἡττήθησαν. ἐν δὲ τῇ
μάχῃ ταύτῃ Λευκίου τοῦ στρατηγοῦ τελευτήσαν τος Μάνιον
ἐπικατέστησαν τὸν Κόριον. [19,9] οὗ πρεσβευτὰς
ἐκπέμψαντος εἰς Γαλατίαν ὑπὲρ τῶν αἰχμαλώτων, παρασπονδήσαντες
ἐπανείλοντο τοὺς πρέσβεις. [19,10] τῶν δὲ Ῥωμαίων
ὑπὸ τὸν θυμὸν ἐκ χειρὸς ἐπιστρατευσαμένων, ἀπαντήσαντες
συνέβαλλον οἱ Σήνωνες καλούμενοι Γαλάται. [19,11]
Ῥωμαῖοι δ' ἐκ παρατάξεως κρατήσαντες αὐτῶν τοὺς μὲν
πλείστους ἀπέκτειναν, τοὺς δὲ λοιποὺς ἐξέβαλον, τῆς
δὲ χώρας ἐγένοντο πάσης ἐγκρατεῖς [19,12] . εἰς ἣν
καὶ πρώτην τῆς Γαλατίας ἀποικίαν ἔστειλαν τὴν Σήνην
προσαγορευομένην πόλιν, ὁμώνυμον οὖσαν τοῖς πρότερον
[19,13] αὐτὴν κατοικοῦσι Γαλάταις, ὑπὲρ ἧς ἀρτίως
διεσαφήσαμεν, φάσκοντες αὐτὴν παρὰ τὸν Ἀδρίαν ἐπὶ
τῷ πέρατι κεῖσθαι τῶν περὶ τὸν Πάδον πεδίων. [20,1]
οἱ δὲ Βοῖοι θεωροῦντες ἐκπεπτωκότας τοὺς Σήνωνας,
καὶ δείσαντες περὶ σφῶν καὶ τῆς χώρας μὴ πάθωσι τὸ
παραπλήσιον ἐξεστράτευσαν πανδημεὶ παρακαλέσαντες
Τυρρηνούς. [20,2] ἁθροισθέντες δὲ περὶ τὴν Ὀάδμονα
προσαγορευομένην λίμνην παρετάξαντο Ῥωμαίοις. [20,3]
ἐν δὲ τῇ μάχῃ ταύτῃ Τυρρηνῶν μὲν οἱ πλεῖστοι κατεκόπησαν,
τῶν δὲ Βοίων τελέως ὀλίγοι διέφυγον. |
(19,7)
Als wieder zehn Jahre vergangen waren, erschienen
die Gallier
mit einem großen Heer, um Arretium zu belagern.
Die Römer leisteten Hilfe, erlitten aber vor
der Stadt eine Niederlage. Da der Feldherr Lucius
in dieser Schlacht gefallen war, ernannten sie Manius
Curius zu seinem Nachfolger. Als dieser wegen der
Auslösung der Kriegsgefangenen Gesandte nach
Gallien schickte,
wurden diese von den Galliern
wider das Völkerrecht getötet. Im frischen
Zorn zogen die Römer auf der Stelle ins Feld.
Die Senonen
rückten ihnen entgegen und stellten sich zur
Schlacht, in der die Römer den Sieg davontrugen,
die meisten töteten und die übrigen vertrieben.
Sie bemächtigten sich des ganzen Landes und führten
eine Colonie,
die erste in Gallien,
in die Stadt Sena, wie sie nach den früher dort
ansässigen Galliern
heißt: von ihr haben wir soeben gesprochen,
indem wir sagten, sie liege an der Adria, am Ende
der Ebene um den Po. (20,1) Als die Boier sahen, dass
die Senonen
aus ihren Wohnsitzen vertrieben worden waren, fürchteten
sie das gleiche für sich und ihr Land und zogen
mit ihrem ganzen Heerbann ins Feld, nachdem sie die
Etrusker
zum Beistand aufgefordert hatten. Sie vereinigten
sich mit diesen am sogenannten Vadimnischen See und
lieferten den Römern eine Schlacht. In dieser
wurde der größte Teil der Etrusker
niedergehauen, von den Boiern entkamen nur ganz wenige.
(Üb. H.Drexler) |
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- Die Römer schlagen die Etrusker
und die neu einfallenden Boier noch einmal unter dem Konsul
Quintus Aemilius Papus am Vadimonischen See. Danach schließen
sie mit den Boiern Frieden. Es setzt eine Abwanderungsbewegung
der Gallier in
das Donaugebiet und nach Griechenland
ein.
Polyb.2,20,4-21,1:
[20,4] οὐ μὴν ἀλλὰ τῷ κατὰ πόδας ἐνιαυτῷ συμφρονήσαντες
αὖθις οἱ προειρημένοι καὶ τοὺς ἄρτι τῶν νέων ἡβῶντας
καθοπλίσαντες παρετάξαντο πρὸς Ῥωμαίους. [20,5] ἡττηθέντες
δ' ὁλοσχερῶς τῇ μάχῃ μόλις εἶξαν ταῖς ψυχαῖς καὶ διαπρεσβευσάμενοι
περὶ σπονδῶν καὶ διαλύσεων συνθήκας ἔθεντο πρὸς Ῥωμαίους.
[20,6] ταῦτα δὲ συνέβαινεν γίνεσθαι τῷ τρίτῳ πρότερον
ἔτει τῆς Πύρρου διαβάσεως εἰς τὴν Ἰταλίαν, πέμπτῳ
δὲ τῆς Γαλατῶν περὶ Δελφοὺς διαφθορᾶς. [20,7] ἐν γὰρ
τούτοις ἡ τύχη τοῖς καιροῖς ὡσανεὶ λοιμικήν τινα πολέμου
διάθεσιν ἐπέστησε πᾶσι Γαλάταις. [20,8] ἐκ δὲ τῶν
προειρημένων ἀγώνων δύο τὰ κάλλιστα συνεκύρησε Ῥωμαίοις·
τοῦ γὰρ κατακόπτεσθαι συνήθειαν ἐσχηκότες ὑπὸ Γαλατῶν
οὐδὲν ἠδύναντο δεινότερον ἰδεῖν οὐδὲ προσδοκῆσαι τῶν
αὐτοῖς ἤδη πεπραγμένων· [20,9] ἐξ ὧν πρός τε Πύρρον
ἀθληταὶ τέλειοι γεγονότες τῶν κατὰ πόλεμον ἔργων συγκατέστησαν,
[20,10] τήν τε Γαλατῶν τόλμαν ἐν καιρῷ καταπληξάμενοι
λοιπὸν ἀπερισπάστως τὸ μὲν πρῶτον πρὸς Πύρρον περὶ
τῆς Ἰταλίας ἐπολέμουν, μετὰ δὲ ταῦτα πρὸς Καρχηδονίους
ὑπὲρ τῆς Σικελιωτῶν ἀρχῆς διηγωνίζοντο. [21,1] Γαλάται
δ' ἐκ τῶν προειρημένων ἐλαττωμάτων ἔτη μὲν πέντε καὶ
τετταράκοντα τὴν ἡσυχίαν ἔσχον, εἰρήνην ἄγοντες πρὸς
Ῥωμαίους. |
Dessen
ungeachtet verbandet sich beide Völker im darauffolgenden
Jahr von neuem, bewaffneten ihre kaum erwachsene Jugend
und stellten sich den Römern zur Schlacht, in
der sie eine vollständige Niederlage erlitten.
Jetzt endlich war ihr Mut gebrochen; sie schickten
Gesandte, um über den Frieden zu verhandeln,
und schlossen mit den Römern einen Vertrag. Dies
geschah im dritten Jahr vor dem Übergang des
Pyrrhus
nach Italien,
im fünften vor der Vernichtung der Gallier
bei Delphi.
Denn zu dieser Zeit hatte die Tyche eine gleichsam
pestartig ansteckende Kriegswut über alle Gallier
kommen lassen. Aus diesen Kämpfen erwuchsen für
die Römer zwei bedeutende Vorteile. Nachdem sie
daran gewöhnt worden waren, von den Galliern
zu Boden geschlagen zu werden, konnte ihnen nichts
Schlimmeres mehr begegnen oder bevorstehen, als was
ihnen bereits widerfahren war; sie traten daher als
vollständig ausgebildete Ringkämpfer dem
Pyrrhus
auf der Kampfbahn des Krieges entgegen. Und nachdem
sie die Offensivkraft der Gallier
zur rechten Zeit gebrochen hatten, hatten sie den
Rücken frei, um zuerst mit Pyrrhus
um Italien
Krieg zu führen, dann den Kampf gegen die Karthager
um die Herrschaft über Sizilien
durchzufechten. Infolge jener Niederlage hielten die
Gallier fünfundvierzig
Jahre lang Ruhe und lebten mit den Römern in
Frieden. (Üb. H.Drexler) |
- 4. Samnitenkrieg: 282-272:
Er beginnt damit, dass die Lukaner Thurii belagern, das
von Rom in Schutz genommen wird. Gaius
Fabricius Luscinus setzt der Belagerung ein Ende (Dion.Hal.19,13;
Val.Max.1,8,6). Rom muss aber auch gegen die Samniten
und Bruttier vorgehen, die die römische Auseinandersetzung
mit den Etruskern
und den Galliern
als günstige Gelegenheit sehen, einen Waffengang mit
den Römern zu wagen.
- 282: Die Römer schlagen die Lukaner unter
dem Konsul Gaius
Fabricius und legen eine römische Besatzung
in die Städte Thurii, Locri und Rhegium.
281:
Tarent fühlt sich bedroht und greift in den
Krieg ein
280:
Tarent ruft Pyrrhus
I. aus Epirus, den König der Molosser
(319-272), zu Hilfe.
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- Konsulat des
- Lucius Aemilius Barbula
- Quintus Marcius Philippus
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- Krieg mit Tarent: Auch Tarent greift in den Samnitenkrieg
ein, obwohl es vertraglich mit Rom gebunden war [
303].
Allerdings machte sich auch Rom eines Vertragsbruchs schuldig,
indem sich der Duumvir Lucius Valerius mit zehn Schiffen
dem Hafen von Tarent nähert und so die Tarentiner zu
feindseligen Reaktionen herausfordert. Rom forderte durch
eine Gesandtschaft unter Lucius Postumius Genugtuung, die
Tarent in beleidigender Weise verweigert (Dion.Hal.19,5;
App.Samn.7).
- Bündnis Roms mit verschiedenen etruskischen
Städten: Volci, Volsinii, Rusellae, Vetulonia, Populonia,
Volaterrae. Tarquinii
wird unterworfen.
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- Konsulat des
- dictator:
- Gnaeus Domitius Calvinus Maximus
- magister equitum:
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- Pyrrhus
folgt mit 20000 Fußsoldaten, 3000 Reitern, 2000 Bogenschützen,
500 Schleuderern und 20 Elefanten dem Hilferuf Tarents (Plut.Pyrrh.15).
Er erleidet bei der Überfahrt Schiffbruch, kann aber
den größten Teil seines Heeres retten (Plut.Pyrrh.16;
Zonar.8,2). Er schlägt die Römer unter ihrem Konsul
Publius Valerius Laevinus bei Heraclea. Sein Sieg
beruhte besonders auf der Überlegenheit seiner Reiterei
und seinen Elefanten (Plut.Pyrrh.16f.; Zonar.8,3; Oros.4,1).
- Nach seinem Sieg bei Heraclea schickt Pyrrhus
den Redner Cineas nach Rom und bietet den Römern Frieden
an. Seine Bedingungen: Unabhängigkeit für alle
griechischen Städte in Süditalien und Rückgabe
der eroberten Gebiete an die Lukaner, Samniten,
Apulier und Bruttier. Der bereits erblindete Appius Claudius
Caecus hielt im Senat eine eindrucksvolle Rede gegen einen
Friedensschluss, die erste Rede, die aufgezeichnet wurde
und noch Cicero im Wortlaut bekannt war (Cic.Brut.61). Die
Römer lehnen Pyrrhus'
Friedensangebot ab (App.Samn.10; Plut.Pyrrh.18f.; Liv.Epit.13;
Zonar.8,4; Eutrop.2,12).
- Pyrrhus zieht
jetzt bis nach Präneste. Unterwegs schließen
sich ihm die Bruttier, Lukaner, Apulier und Samniten
an (Plut.Pyrrh.16f.; Zonar.8,3; Oros.4,1). Locri übergibt
die römische Besatzung an Pyrrhus.
Doch kann Pyrrhus
seinen Vorstoß nicht weiter fortsetzen, weil sich
das Heer, das bisher gegen Etrurien
abgestellt war, gegen ihn wendet und auch Publius Valerius
Laevinus in Campanien wieder ein neues Heer aufgestellt
hatte. Bei Anagnia in Latium
macht er kehrt.
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- Rom schließt mit den Etruskern
einen für diese günstigen Frieden, der auf 200
Jahre den Etruskern
ein relatives wirtschaftliches und kulturelles Aufblühen
ermöglicht (Zonar.8,4).
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- Im folgenden Winter findet erfolgt die bekannte Gesandtschaft
des Gaius
Fabricius Luscinus, des Konsuls von 282, nach Tarent.
Er soll wegen des Austauschs der Gefangenen verhandeln.
Er lässt sich weder durch Geschenke bestechen, noch
durch einen mächtigen Elefanten einschüchtern
und kehrt ohne Erfolg nach Rom zurück. (Dion.Hal.19,13-18;
App.Samn.10; Plut.Pyrrh.20; Zonar.,4; Cic.Brut.55; Val.Max.4,3,6;
Eutr.2,12,3).
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- Aufruhr der campanischen Legion in Rhegium. Sie reißt
die Macht an sich, um einem Schicksal wie der Besatzung
von Locri zu entgehen (Dion.Hal.20,4f.; App.Samn.9) [Vgl.
271]
Liv.Epit.12
(finis):
Cum in praesidium Rheginorum legio Campana cum praefecto
Decio Vibellio missa esset, occisis Rheginis Rhegium
occupavit. |
Die
Campanische Legion brachte, als sie unter der Führung
von Decius Vibellius zum Schutz von Rhegium abgeordnet
wurde, die Einwohner um und besetzte die Stadt. (Üb.
E.Gottwein) |
- Rom schließt mit Karthago
einen gegen Pyrrhus
gerichteten Bündnisvertrag.
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- Pyrrhus siegt
bei Ausculum ("Pyrrhussieg", "dubio
eventu", Liv.Epit.13) (Dion.Hal.20,1-3; Plut.Pyrrh.21;
Zonar.8,5; Oros.4,1; Frontin.Strat.2,3,21)
Plut.Pyrrh.21,14:
καὶ λέγεται τὸν Πύρρον εἰπεῖν πρός τινα τῶν συνηδομένων
αὐτῷ· "ἂν ἔτι μίαν μάχην Ῥωμαίους νικήσωμεν,
ἀπολούμεθα παντελῶς." |
Pyrrhus
soll zu einem, der sich mit ihm freute, gesagt haben:
"Wenn wir noch eine Schlacht gegen die Römer
gewinnen, werden wir vollständig erledigt sein.
(Üb. E.Gottwein) |
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- Angeblich hat sich auch hier ein dritter Decius Mus dem
Tod geweiht, der Enkel des Decius der sein Leben am Vesuv
(
340),
und der Sohn des Decius, der sein Leben bei Sentinum ( 295)
dem Tod geweiht hatte (Cic.fin.2,61; Cic.Tusc.1,89; Zonar.8,5).
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- Der Konsul Gaius
Fabricius Luscinus leitet den Krieg gegen Pyrrhus.
Nikias, der Leibarzt des Pyrrhus
bietet ihm heimlich an, Pyrrhus
gegen entsprechende Belohnung zu beseitigen. Die Auslieferung
des untreuen Arztes an Pyrrhus
(Plut.Pyrrh.21, Eutr.2,14)
führt zur Freilassung der römischen Gefangenen
(Cic.off.1,38-40). Die Römer wollen sich nichts schenken
lassen und lassen die gleiche Zahl samnitischer und tarentinischer
Gefangener frei.
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- Pyrrhus setzt
nach Sizilien
über. Er erhebt Anspruch auf die Insel, weil er mit
Lanassa, der Tochter des
289
verstorbenen Agathokles, verheiratet war (Plut.Pyrrh.9;
App.Samn.11). Über das weitere sizilische Unternehmen:
Plut.Pyrrh.22-24; Diod.22,8-10; Dion.Hal.20,f.; App.Samn.11;
Zonar.8,5.
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- Rom erneuert seinen Vertrag mit Karthago
und ergänzt ihn um ein Verteidigungsbündnis gegen
Pyrrhus (Liv.Epit.13;
Polyb.3,25). Karthagische Schiffe transportieren römische
Truppen nach Süditalien. Ein gemeinsames Unternehmen
gegen Rhegium bleibt erfolglos.
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- Der Blitzgott Summanus erhält in Rom einen Tempel
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- Pyrrhus kehrt
trotz militärischer Verluste gegen die Karthager
und Mamertiner (Plut.Pyrrh.24; App.Samn.11) und trotz weiterer
Verluste durch einen Seesturm bei der Überfahrt (Dion.Hal.20,9)
mit 20000 Mann und 3000 Reitern aus Sizilien
nach Tarent zurück (Plut.Pyrrh.24; Liv.Epit.14; Oros.4,2).
- Bai Maleventum, das seit dem Beneventum hieß, siegte
der Konsul Manius Curius Dentatus gegen Pyrrhus
auf dem Arusinischen Feld. Daraufhin gibt Pyrrhus
den Krieg gegen Rom auf, lässt eine Besatzung unter
dem Kommando seines Hauptmanns Milon in Tarent zurück
und kehrt nach Epirus zurück. Manius Curius Dentatus
feiert einen Triumph.
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- Publius Cornelius Rufinus, der
290
und 277
Konsul war, wird, weil er Sibergeschirr benutzte, wegen
privaten Luxus vom Zensor Gaius Fabricius aus dem Senat
ausgeschlossen.
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- Konsulat des
- Manius Curius Dentatus (III)
- Servius Cornelius Merenda
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- Die Römer unterwerfen erneut die Samniten,
Lukaner und Bruttier.
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- Anlage der Colonie
Paestum (Poseidonia).
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- Vertrag zwischen Rom und Ptolemaios
II. Philadelphos, mit dem die römisch-ägyptischen
Beziehungen beginnen. Er war ein allgemeiner Freundschaftsvertrag
und regelte Handelsfragen zwischen beiden Ländern (Eutr.2,15).
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- Milon verliert Tarent und übergibt es an die Römer
(Zonar,6,6; Liv.Epit.15; Oros.4,3; Frontin.Strateg.3,3,1).
Tarent muss zur Errichtung von Colonien
Gebiet an Rom abtreten. Durch den Gewinn von Tarent wird
das Verhältnis zwischen Rom und Karthago
gespannt.
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- Der Erntegott Consus
erhält einen Tempel auf dem Aventin
- Livius Andronicus gelangt als Gefangener aus Tarent in
das Haus von Livius Salinator nach Rom. Er wird als Freigelassner
mit der Übersetzung der Odyssee und seinen Bühnenstücken
der Wegbereiter der römischen Literatur.
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- Konsulat des
- Kaeso Quinctius Claudus
- Lucius Genucius Clepsina
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- Die restlichen 300 Aufrührer von Rhegium werden unterworfen
und in Rom hingerichtet (Dion.Hal.20,5,16; Zonar.8,6; App.Samn.9;
Val.Max.2,7,15; Oros.4,3). Bündnis mit Rhegium.
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- Konsulat des
- Gaius Genucius Clepsina (II)
- Gnaeus Cornelius Blasio
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- Erstes Silbergeld in Rom nach dem Vorbild griechischer
Prägungen in Süditalien geprägt. Auch das
Kupfergeld [
300]
bleibt im Verkehr.
Plin.nat.33,13,44:
Argentum signatum est anno urbis CCCCLXXXV Quinto
Ogulnio Gaio Fabio consulibus quinque annis ante primum
bellum Punicum |
Silber
wurde im Jahr 485 unter dem Konsulat des Quintus Ogulnius
und Gaius Fabius fünf Jahre vor dem Punischen
Krieg geprägt. (Üb. E.Gottwein) |
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- Ein letzter Versuch der Samniten,
sich aus der römischen Vorherrschaft zu befreien, wird
rasch niedergeschlagen (Zonar.8,7).
- Den Sabinern
wird das volle Bürgerrecht
gegeben. Ariminium und Beneventum werden zu römischen
Colonien.
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- Infolge der Gebietserweiterung wurde die Zahl der Quästoren
auf 8 erhöht.
- Ausbau der Via Appia bis Brundisium.
- Reorganisation des Flottenwesens. Die Zuständigkeit
liegt bei vier quaestores classici.
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- Tempel der Pales
mit dem Fest der Palilien am 21.April.
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- Triumphus de Sallentineis
Messapieisque.
Mit der Unterwerfung der Sallentiner und der sarsinatischen
Umbrer ist die Unterwerfung von Mittel- und Unteritalien
abgeschlossen (Zonar.8,7; Eutr.2,17).
Die unterworfenen Gebiete wurden in der Regel durch die
Anlage von Colonien
gesichert. Die Bewohner dieser Gebiete galten als Bundesgenossen,
konnten aber vielfach das Bürgerrecht
erwerben.
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- Volsinii (Bolsena) wird unterworfen, die Einwohner werden
umgesiedelt. Der Consul Quintus
Fabius Maximus Gurges stirbt infolge einer Verwundung
vor Volsinii.
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- Konsulat des
- Appius Claudius Caudex
- Marcus Fulvius Flaccus
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