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v.Chr. |
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Kultur |
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- 1. Triumvirat (Τρικάρανον)
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Gnaeus
Pompeius Magnus, Gaius Iulius Caesar
und Marcus
Licinius Crassus Dives bilden eine gegen die Optimaten
gerichtete Interessengemeinschaft. Die Quellen sind
darin uneins, ob die Vereinbarung vor oder nach Caesars
Wahl zum Konsul
des Jahres 59 getroffen wurde. Jedenfalls blieb sie
zunächst geheim:
- Pompeius
geht es um die Anerkennung seiner Neuordnung
in Asien und um ein Ackergesetz zugunsten
seiner Veteranen. Seine politischen Gegner
waren Marcus
Crassus, Lucius
Lucullus und Quintus Metellus Creticus.
Der Konsul Quintus
Cecilius Metellus Celer und Marcus Cato
waren außerdem persönlich mit
ihm verfeindet. (Cass.Dio 37, 49f.; App.civ.2,8;
Plut.Luc.82; Plut.Pomp.46; Plut.Cat.31;
Vell.2,40; Flor.4,2,9; Suet.Caes.19; Cic.Att.
passim)
- Caesar
geht es um das Konsulat im nächsten
Jahr. Um sich dafür bewerben zu können,
verzichtet er sogar auf einen Triumph
nach seiner Rückkehr aus der Provinz
Spanien.
(Cass.Dio 37, 54; App.civ.2,8; Plut.Caes.13f.;
Plut.Cat.31; Plut.Pomp.47; Plut.Crass.14;
Suet.Caes.18; Cic.Att.2,1,9)
- Ebenso wie Crassus'
Reichtum beiden nützt, kann Crassus
von beider Einfluss profitieren.
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- Zw. 60-50: Casa reppublicana (Palatin)
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- Lyrik Catulls (ca. 87-54) (Neoteriker: Valerius
Cato, Gaius. Licinius Macer Calvus, Marcus Furius
Bibaculus, Quintus Cornificius)
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- Als Konsul
bringt Caesar
im Interesse des Pompeius
und seiner Veteranen gegen den Senat
und seinen Mitkonsul Bibulus ein Ackergesetz (LEX
IULIA AGRARIA) durch und lässt die Neuordnung,
die Pompeius
im Osten vorgenommen hatte, ratifizieren. Zur Ackerverteilung
wird ein Gremium von 20 Männern im Rang von Praetoren
eingesetzt (Cass.Dio 38,1-7; App.civ.2,10; Plut.Cat.31-33;
Vell.2,44; Suet.Caes.20; Cic.Att.2,16,1; Cic.Att.2,18,2).
- Sich selbst sichert Caesar
für drei Jahre das cisalpinische Gallien
(nach Cato "die Akropolis Italiens",
Plut.Crass.14; Plut.Cat.33) und Illyrien
als Provinz (Cass.Dio 38,8; App.civ.2,13; Vell.2,44;
Cic.Vatin.35). Der Senat
erweitert seine Zuständigkeit auf das transalpinische
Gallien (Suet.Caes.22).
- Pompeius
heiratet Caesars
Tochter Iulia (Plut.Pomp.47f.; Cass.Dio 38,9; Cic.Att.2,17,1
u.a.)
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- 58-52: Gallischer Krieg
(Caes.Gall.1,1-30):
- Die Helvetier wollen nach dreijährigen
Vorbereitungen mit 368 Tausend Mann auswandern.
Den bei Genf geplanten Übergang über
den Rhodanus (Rhône) verhindert Caesar
durch Abwehrmaßnahmen. Er folgt ihnen aber
auch auf dem Weg, den sie jetzt an dem Arar (Saône)
entlang durch das Gebiet der Sequaner nehmen.
Den Gau der Tuguriner schlägt er noch diesseits
des Flusses, folgt dem Rest über dem Fluss
und schlägt ihn bei Bibracte.
- Es folgt der Krieg gegen Ariovistus,
den Heerkönig der Sueben, (Caes.Gall.1,31-54):
Ariovist war von den Sequanern und Arvernern,
die mit den Häduern um die Vormacht in Gallien
kämpften, zu Hilfe gerufen worden. Die Häduer
wurden besiegt, doch hielt Ariovistus einen Teil
des Sequanerlandes besetzt, wohin zahlreiche Germanen
einwanderten. Caesar
besetzte Vesontio (Besancon), traf Im Elsass in
der Nähe des Rheins auf die Sueben und schlug
sie vernichtend.
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- Gesetze des Publius Clodius Pulcher, mit denen er
die Nobilität schwächen wollte und die Verbannung
Ciceros vorbereitete:
- LEX CLODIA FRUMENTARIA, die den Kreis derer,
die nach der Lex Sempronia frumentaria von
123
zum Bezug verbilligten Getreides berechtigt waren,
auf die plebs
urbana einschränkte, aber das Getreide kostenlos
abgab.
- Daneben:
- Ein Gesetz, das die Lex Fufia et Aelia von
156
aufhob, so dass die Auspizien ihre Bedeutung
für die Volksversammlung verloren.
- Ein Gesetz, das die Bedeutung der Zensoren
stark beeinträchtigte, da sie Strafen
nur noch nach vorheriger gerichtlicher Verurteilung
verhängen durften.
- Ciceros Verbannung:
- Die Gründe des Zerwürfnisses mit Clodius:
Cic.Att.1,13,3; Cic.Att.1,14,5; Cic.Att.1,16,1-10;
Cass.Dio 37,46.
- Um Volkstribun
werden zu können, musste Clodius durch Adoption
Plebeier
werden. Im Jahr 60 setzte sich der Tribun Gaius
Herennius erfolglos für seine Adoption ein
(Cic.Att.1,18,4), 59 hatte Clodius sein Ziel endlich
erreicht (Cic.dom.41)
Cic.dom.41:
Si et sacrorum iure pontifices et auspiciorum
religione augures totum evertunt tribunatum
tuum, quid quaeris amplius? an etiam apertius
aliquod ius populi atque legum? Hora fortasse
sexta diei questus sum in iudicio, cum C.
Antonium, conlegam meum, defenderem, quaedam
de re publica, quae mihi visa sunt ad illius
miseri causam pertinere. Haec homines improbi
ad quosdam viros fortis longe aliter atque
a me dicta erant detulerunt. Hora nona illo
ipso die tu es adoptatus. |
Wenn
sowohl die Oberpriester durch das gottesdienstliche
Recht als auch die Auguren
durch die Heiligkeit der Auspizien dein
ganzes Tribunat für nichtig erklären,
was willst du weiter? Verlangst du ein noch
entschiedeneres Recht des Volks und der
Gesetze? Etwa um die sechste Stunde des
Tages hatte ich mich vor Gericht bei der
Verteidigung meines Amtsgenossen Gaius Antonius
über einige Verhältnisse der Republik,
die mit mit der Sache jenes Unglücklichen
in Verbindung zu stehen schienen, erklärt.
Diese Äußerungen hinterbrachten
bösartige Leute gewissen tapferen Männern
ganz anders, als ich sie ausgesprochen hatte:
Um neun Uhr an demselben Tag wurdest du
an Kindesstatt angenommen. (Üb. nach
Osiander) |
- Als Tribun führte Clodius das Plebiszit
herbei, das Ciceros Verbannung bezweckte:
Vell.2,45,1-2:
[1] Per idem tempus, P. Clodius, homo nobilis,
disertus, audax, quique dicendi neque faciendi
ullum nisi quem vellet nosset modum, malorum
propositorum executor acerrimus, infamis
etiam sororis stupro et actus incesti reus
ob initum inter religiosissima populi Romani
sacra adulterium, cum graves inimicitias
cum M. Cicerone exerceret ‑ quid enim
inter tam dissimiles amicum esse poterat? ‑
et a patribus ad plebem transisset, legem
in tribunatu tulit, qui civem Romanum indemnatum
interemisset, ei aqua et igni interdiceretur:
cuius verbis etsi non nominabatur Cicero,
tamen solus petebatur. [2] Ita vir optime
meritus de re publica conservatae patriae
pretium calamitatem exilii tulit. Non caruerunt
suspicione oppressi Ciceronis Caesar et
Pompeius. Hoc sibi contraxisse videbatur
Cicero, quod inter XX viros dividendo agro
Campano esse noluisset. |
Um
diese Zeit trat Publius Clodius auf. Er
stammte aus adliger Familie, war redegewandt,
rücksichtslos und kannte für alles,
was er sagte und Tat, keine Grenzen als
die eigene Willkür. Für seine
finsteren Pläne setzte er sich mit
äußerster Energie ein. Er stand
dazu noch in üblem Ruf wegen Verführung
der eigenen Schwester und war wegen Religionsfrevels
angeklagt gewesen, weil er bei einem der
heiligen römischen Feste Ehebruch begangen
hatte. Dazu war er noch mit M. Cicero schwer
verfeindet. (Wie hätten zwei so verschiedene
Männer auch Freunde sein können?)
Nachdem er vom Patrizier-
zum Plebeierstand
übergegangen war, brachte er als Volkstribun
ein Gesetz ein, nach dem jeder geächtet
sein sollte, der einen römischen Bürger
ohne Gerichtsurteil habe töten lassen.
Cicero war zwar nicht ausdrücklich
genannt, dennoch war das Gesetz einzig auf
ihn gemünzt. (2) So wurde dem Mann,
der sich die höchsten Verdienste um
den Staat erworben hatte, als Lohn für
seine Rettung des Vaterlandes das bittere
Los des Exils zuteil. Caesar
und Pompeius
blieben nicht frei von dem Verdacht, an
Ciceros Sturz beteiligt gewesen zu sein.
Anscheinend hatte sich Cicero ihre Feindschaft
zugezogen, weil er einen Sitz im Zwanzigmännerkollegium
abgelehnt hatte, das mit der Verteilung
der kampanischen Ländereien beauftragt
war. (Üb. M.Giebel) |
- Cicero wird muss mindestens 400 Meilen von Rom
entfernt in die Verbannung. Seine Häuser
wurden zerstört (Cic.dom.43-64; Cic.Planc.86-90;
Cic.Planc.95-103). Die Beteiligung der Triumvirn
an seiner Verbannung bezeugt Cicero mehrfach (Cic.Pis.79;
Cic.Att.4,1,1; Cic.Att.4,2,5; Cass.Dio 38,11;
Cass.Dio 39,11). Möglichkeiten, die im Caesar
zu seiner Rettung aufzeigte (Mitgliedschaft im
20-Männer-Gremium zur Ackerverteilung; Legatenstelle
in seinem Heer in Gallien),
lehnt er als unwürdig ab (Cic.Att.2,5,1;
Cic.Att.2,18,3; Cic.Att.2,19,5; Plut.Cic.30). Die
Verbannung erfolge Ende März. Bis Dezember
hielt sich Cicero in Thessalonike auf. Dann begab
er sich in Erwartung seiner Rückkehr nach
Dyrrhachium. Versuche, ihn noch im Jahre 58 zurückzurufen,
scheitern (Cic.dom.70f.; Cic.p.red.in sen. 4;
Cic.Pis.29; Cic.Sest.69f.; Plut.Cic.33).
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- Caesar
unterwirft die Belger (Caes.Gall.2).
- Dass sich die Belger zur Verteidigung
ihrer Freiheit zusammenschließen,
gilt Caesar
bereits als Empörung und als hinreichender
Grund, sie anzugreifen (Caes.Gall.2,1).
- Caesar
hebt eine neue Legion aus, marschiert in
römerfreundliches Gebiet ein und befestigt
eine Brücke über die Axona (Aisne).
Über dem Fluss bezieht er ein Lager.
Die Belger greifen mit 300 Tausend Mann
die Brückenbesatzung an, erleiden aber
große Verluste und lösen sich
wieder in Einzelverbände auf.
- Caesar
unterwirft sie jetzt reihum: Bellovacer,
Ambianer, Nervier und Aduatucer.
- Im folgenden Winter greifen die Belger
die Winterlager des Legaten Servius Galba
im Gebiet der Nautuaten, Veragrer und Seduner
an, werden aber auch hier abgewehrt.
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- Cicero wird aus der Verbannung zurückberufen. Er
profitierte davon, dass sich Clodius und Pompeius
entfremdet hatten (Cass.Dio 38,30; Plut.Pomp.49; Cic.Mil.37;
Cic.dom.66; Cic.Sest.69; Cic.Pis.29). Auch glaubte
die Nobilität, in ihm einen guten Interessenvertreter
zu finden. Bereits am 1. Jan. 57 bewirkt der neue
Konsul
Lentulus einen Senatsbeschluss
im Senat.
Clodius kann die Bestätigung durch das Volk bis
zum 4. August verzögern (Cass.Dio.39,7-11; Plut.Cic.33;
App.civ.2,16; Cic.Att.4,1).
- Nach seiner Rückkehr setzte sich Cicero dafür
ein, dass Pompeius
im Rang eines Prokonsuls auf fünf Jahre die Organisation
der Getreidezufuhr übertragen wurde (Cic.Att.4,1,6f.;
Cic.dom.6-31; Cass.Dio 39,9; App.civ.2,18; Plut.Pomp.49).
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- Konsulat des
- Gnaeus Cornelius Lentulus Marcellinus
- Lucius Marcius Philippus
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- Caesar
unterwirft die Veneter und die Uneller und
andere gallische Küstenstämme (Caes.Gall.3,7-19).
Die Veneter bildeten in der Bretagne das Zentrum der
Unruhen. Sie werden besonders in einem Seegefecht
durch Decimus Brutus besiegt. Außerdem unterwirft
Caesars
Legat Publius
Licinius Crassus die Aquitanier (Caes.Gall.3,20-27).
- Caesar
unternimmt schließlich noch einen weniger erfolgreichen
Feldzug gegen die belgischen Stämme der Moriner
und Menapier (Caes.Gall.3,27f.).
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- Erneuerung des Triumvirats in Lucca (Plut.Caes.21;
Plut.Pomp.51; App.civ.2,17; Suet.Caes.24). Sie wurde
erforderlich, weil in der Senatspartei Widerstände
gegen Caesar
aufkamen:
- Das Iulische Ackergesetz aus dem Jahr
59
war gefährdet:
- Schon im Dez. 57 hatte der Tribun
Publius Rutilius Rullus im Senat
den Antrag auf Aufhebung gestellt (Cic.ad
Q.fr.2,1,1).
- Cicero trug sich im April 56 mit dem
Gedanken, ebenfalls Antrag auf Aufhebung
zu stellen (Cic.fam.1,9,8; Cic.ad Q.fr.2,5).
- Lucius
Domitius Ahenobarbus kündigte bei
seiner Bewerbung um das Konsulat für
55 an, er beabsichtige, Caesar
mit den Provinzen auch das Heer wegzunehmen
(Suet.Caes.24).
- Auch Pompeius'
Stellung war gefährdet, weil er mit
Clodius verfeindet und mit dem Senat
nicht befreundet war.
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- Die Vereinbarungen von Lucca werden umgesetzt.
- Pompeius
und Crassus
werden Konsuln. Die Wahlen werden, weil die Konsuln
des Vorjahres Schwierigkeiten gemacht hatten,
erst im Konsulatsjahr selbst durchgeführt.
Mitbewerber treten freiwillig zurück, Lucius
Domitius Ahenobarbus wird bei der Wahl gewaltsam
vom Marsfeld
verjagt. Auch die Bewerbung Catos um die Praetur
wird gewaltsam verhindert. Für ihn wird Publius
Vatinius gewählt (Plut.Cat.41f.; Plut.Pomp.52;
Cass.Dio 39,32; Liv.105; Vell.2,46; Cic.fam.1,9,19;
Val.Max.7,5,6).
- Als Provinzen werden Pompeius
Spanien
und Crassus
Syrien
auf fünf Jahre zugeteilt. Caesar
behält seine Provinzen auf weitere fünf
Jahre. Die entsprechenden Plebiszite gehen auf
den Antrag des Tribunen Gaius Trebonius zurück
(Lut.Cat.43; Plut.Pom.42; Plut.Caes.28; Plut.Caes.36;
Plut.Crass.15; Cass.Dio 39,33-36; App.civ.2,18;
Liv.105).
- Pompeius
ging nicht persönlich nach Spanien,
sondern übertrug die Verwaltung einem Legaten
(Cass.Dio 39,39; Caes.civ.6,1; Caes.civ.1,85;
Plut.Pomp.52f.).
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- Caesar
schlägt die germanischen Usipeten und
Tencterer, die, von den Sueben gedrängt,
in Gallien
einfallen (Caes.Gall.4,1-15).
Weil Caesar
ihre Gesandten hatte verhaften lassen, bevor er sie
dann überraschend angriff und besiegte, stellte
Cato im Senat
den Antrag, Caesar
wegen arglistiger Täuschung den Germanen auszuliefern
(Plut.Caes.22; Plut.Cat.51; App.Celt.18; Suet.Caes.24).
- 1. Rheinüberquerung Caesars
auf einer Brücke, mit deren Bau er den Germanen
imponieren wollte. Nach achtzehntägigen Streifzügen
kehrte er mit dem Versprechen, Geiseln zu erhalten,
zurück (Caes.Gall.4,16f.).
- Caesar
setzt nach Britannien
über. Unterwegs hatte er mit Sturm zu kämpfen
und musste sich die Landung mit Waffengewalt erzwingen
(Caes.Gall.4,18-36).
Auch dieses Unternehmen diente mehr dazu, die Britannier
zu beeindrucken und seinem Ruhm in der Heimat zu mehren
als politisch-militärischen Zwecken (Vell.2,46;
Flor.3,10,16).
- Der Rückkehr folgt die Unterwerfung der Moriner
und die Verwüstung Menapiens (Caes.Gall.4,37f.).
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- Fertigstellung des Pompeiustheaters (Marsfeld)
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- 2. Britannienfeldzug Caesars
mit 600 Lastkähnen und 28 Kriegsschiffen von
Portus Iccius aus, unweit von der ersten Ablegestelle;
die Mannschaft umfasste fünf Legionen und 2000
Reiter. (Caes.Gall.5,1-23;
Liv.epit.105; Plut.Caes.23,4; Flor.1,45,18f.; Cass.Dio
40,1,2-4,1; Oros.6,9,4-9). Caesar
verfolgt den britannischen Führer Cassivellaunus
so lange, bis er zur Unterwerfung und zur Stellung
von Geiseln bereit ist (Cic.Att.4,17,3).
- Angriff der Gallier
auf Caesars
Winterlager (Caes.Gall.5,24-28).
- Die Treverer beginnen mit dem Aufstand,
die sich schon im Frühjahr erhoben
hatten (Caes.Gall.5,2-4).
- Ambiorix, der König der Eburonen
eröffnet das Kampfgeschehen: Die Legaten
Quintus Titurius Sabinus und Lucius Aurunculeius
werden mit ihren Truppen aus ihrem Winterlager
gelockt und niedergemacht (Caes.Gall.5,27-37).
- Der nächste Angriff gilt dem Legat
Quintus Tullius Cicero, den Caesar
allerdings vor Schaden bewahren kann (Caes.Gall.5,37-52;
Cass.Dio 40,5; Cass.Dio 40,9, Plut.Caes.24).
- Labienus
wird im Gebiet der Treverer angegriffen.
Er kann aber den Indutiomarus, den Anführer
der Treverer, bei einem Ausfall töten.
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- Der Prokonsul Marcus
Licinius Crassus Dives fällt mit 7 Legionen
in Mesopotamien
ein und eröffnet so den Partherfeldzug. Er
folgt nicht dem Rat seines Quaestors Gaius Cassius,
den Euphrat hinabzuziehen und Seleucia zu nehmen (Flor.3,11,6),
sondern zieht unter der Führung des Arabers Ariamnes
durch die Wüste an den Fluss Bilecha (Plut.Crass.23).
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- Konsulat des
- Gnaeus Domitius Calvinus
- Marcus Valerius Messalla Rufus
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- Caesar
unterwirft erneut die Nervier, Senonen,
Carnuten und Menapier; Labienus
die Treverer (Caes.6,1-8).
- Den Senonen
Acco
,
der den Aufstand zwar angezettelt hatte,
aber durch Caesars
schnelles Eingreifen überrascht worden
war, ließ Caesar
"auf altrömische Weise" hinrichten
(Caes.Gall.6,44):
Der Verurteilte wurde mit dem Kopf nach
unten an einen Pfahl gebunden, zu Tode gepeitscht
und dann enthauptet.
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- 2. Rheinüberquerung Caesars
auf einer Brücke unweit der ersten Brücke
aus dem Jahr
55.
Das Unternehmen richtete sich gegen die Sueben, die
die Treverer unterstützt hatten. Da sich die
Sueben in das Landesinnere zurückzogen, kehrte
Caesar
unverrichteter Dinge über den Rhein zurück,
ohne allerdings die Brücke vollständig abzureißen.
Vielmehr ließ er für sie eine Besatzung
zurück (Caes.Gall.6,9f.;
Caes.Gall.6,29).
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- Bei
Carrhae
erleidet Crassus
eine schwere Niederlage (Plut.Crass.18-27; Cass.Dio
40,16-24). Surenas,
der Feldherr des Partherkönigs
Orodes
I. (57-37) lädt Crassus
am 9. Juni (Ov.fast.6,465) zum Gespräch ein und
lässt ihn töten (Plut.Crass.28-33; Cass.Dio
40,25-27; Ov.fast.6,465). Cassius
bewährt sich bei der Rettung der Überlebenden,
übernimmt die Führung des Heeres und schützt
bis zum Jahr 51 Syrien
vor Parthereinfällen
(Cass.Dio 40,28-30; Vell.2,46; Eutr.6,18).
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- Publius Clodius
wird von Titus Annius Milo am 20. Januar im Zusammenhang
mit den Wirren um die laufenden Konsulatswahlen (Cic.Mil.;
Cass.Dio 40,48f.) erschlagen (Plut.Caes.28; App.civ.2,19;
Cass.Dio 40,45; Cic.fam.7,11; Cic.Att.4,15-18; CaesGall.7,1).
Sein Leichnam wird vom Volk in der Curia Hostilia
aufgebahrt und verbrannt. Dabei brannte die Kurie
selbst mit ab.
- Pompeius
soll die Ordnung wieder herstellen. Er wird zum "consul
sine collega" ernannt und nähert sich dadurch
wieder dem Senat.
Vell.2,47,3-5:
[3] Tum in gladios caedesque civium furente
ambitu cuius neque finis reperiebatur nec modus,
tertius consulatus soli Cn. Pompeio etiam adversantium
antea dignitati eius iudicio delatus est, cuius
ille honoris gloria veluti reconciliatis sibi
optimatibus maxime a C. Caesare alienatus est;
sed eius consulatus omnem vim in coercitionem
ambitus exercuit. [4] Quo tempore, P. Clodius
a Milone, candidato consulatus, exemplo inutiliter
facto, salutari rei publicae, circa Bovillas
contracta ex occursu rixa, iugulatus est. Milonem
reum non magis invidia facti quam Pompei damnavit
voluntas. [5] Quem quidem M. Cato palam lata
absolvit sententia: qui, si maturius tulisset,
non defuissent qui sequerentur exemplum probarentque
eum civem occisum quo nemo perniciosior rei
publicae neque bonis inimicior vixerat. |
(3)
Es kam damals bei der Bewerbung um die Ämter
unter den Bürgern zu schweren bewaffneten
Ausschreitungen mit Blutvergießen, ohne
dass es gelang, diese einzudämmen. So übertrug
man dem Cn.
Pompeius zum dritten Mal das Amt eines Konsuls,
diesmal ohne Kollegen, wobei auch die früheren
Gegner seines Aufstiegs zustimmten. Gerade diese
Ehrenstellung , die seine Aussöhnung mit
den Optimaten anzuzeigen schien, entfremdete
ihn Caesar
endgültig. Pompeius
aber setzte als Konsul
seine ganze Amtsgewalt dafür ein, die Ausschreitungen
bei den Wahlen zu unterbinden. (4) Damals wurde
auch Publius Clodius von Milo, einem Bewerber
um das Konsulat, erschlagen. Es geschah bei
einem Streit der beiden, die in der Nähe
von Bovillae zufällig aufeinander stießen.
Die Tat bot ein böses Beispiel, wenn sie
auch für den Staat augenblicklich eine
Erlösung war. Milo kam vor Gericht und
wurde verurteilt - nicht, weil man seine Tat
so sehr missbilligte, sondern eher, weil Pompeius
es so wollte. (5) Cato gab öffentlich bekannt,
dass er für einen Freispruch stimmte. Hätte
er das eher getan, dann wären sicher manche
seinem Beispiel gefolgt und hätten die
Tötung eines Bürgers gebilligt, der
das größte Unheil für den Staat
und der Erzfeind aller Gutgesinnten gewesen
war. (Üb. M.Giebel) |
- Pompeius
verschärfte die Gesetze gegen Gewalt (LEX POMPEIA
DE VI) und Amtserschleichung (LEX POMPEIA DE AMBITU),
indem die Gerichtsverfahren verkürzt wurden.
Dem Ankläger wurden nur noch zwei Stunden, dem
Verteidiger drei Stunden eingeräumt (Cic.Brut.324;
Tac.dial.38). Mit der LEX POMPEIA DE VI wollte Pompeius
besonders Milo treffen, dem selbst Cicero als Verteidiger
nicht helfen konnte (Cic.Mil.15; Cic.Phil.2,22; Plut.Cic.35;
Cass.Dio 40,53f.)
- Mit der LEX POMPEIA DE MAGISTRATIBUS wurde die Bestimmung
erneuert, dass sich niemand in Abwesenheit von Rom
um das Konsulat bewerben dürfe, wobei Caesar
ausdrücklich ausgenommen wurde (Cass.Dio 40,56;
Suet.Caes.28; Caes.civ.1,32; Caes.civ.3,82; Cic.Phil.2,24).
- Die LEX POMPEIA DE PROVINCIIS verfügte eine
Spanne von fünf Jahren zwischen einem Amt in
Rom und der entsprechenden Verwaltung einer Provinz
(Cass.Dio 40,56; Suet.Caes.28; Caes.civ.1,32; Caes.civ.3,82;
Cic.Att.8,3,3).
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- Allgemeiner Aufstand Galliens
unter der Führung des Arverners Vercingetorix.
Die Carnuten schlagen als erste los und töten
die Römer in Genabum (Orleans oder Gien) (Caes.Gall.7,1-3).
Noch vor Caesars
Ankunft kann Vercingetorix andere Stämme zum
Abfall bringen und sogar die römische Provinz
bedrohen (Caes.Gall.7,4-7).
- Caesar
sorgt zunächst für die Sicherheit der Provinz,
unternimmt dann zur Entlastung einen Einfall in das
Gebiet der Arverner und gelangt durch das Gebiet der
noch friedlichen Häduer zu den beiden bei den
Lingonen stationierten Legionen. Dorthin lässt
er auch die anderen Legionen kommen (Caes.Gall.7,7-10).
- Caesar
belagert und erobert Avaricum (Caes.Gall.7,10-31),
dann richtet er seinen Angriff gegen Gergovia,
den Hauptort der Arverner (Caes.Gall.7,32-36).
Aber mit seinem Angriff hat Caesar
keinen Erfolg, er muss sich zurückziehen (Caes.Gall.7,37-53).
Zusätzlich fallen die Häduer ab (Caes.Gall.7,37-40;
Caes.Gall.7,42f.).
- Caesar
schlägt die Feinde zwei Tagesmärsche von
Alesia entfernt im Gebiet der Lingonen, als Vercingetorix
Caesar,
um ihn nicht in die Provinz entkommen zu lassen, angriff
(Caes.Gall.7,57-64).
- Schließlich schließt Caesar
Vercingetorix mit seinen 80 Tausend Mann in Alesia
ein. Weil die 240 Tausend Gallier
zu Fuß und die 8000 gallischen Reiter, die von
außen Caesars
Verschanzungen angreifen, keinen Erfolg haben und
geschlagen werden, muss Alesia kapitulieren. Vercingetorix
liefert sich, um das Leben seiner Leute zu retten,
persönlich Caesar
aus (Caes.Gall.7,68-90;
vgl. Flor.3,10,26; Cass.Dio 40,41).
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- Einzelne gallische Stämme (Biturigen, Carnuten,
Bellovacer u.a.) lassen den Aufstand wieder aufflammen,
werden aber von Caesar
unterworfen (Caes.Gall.8,1-48).
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- Baubeginn des Caesar-Forums
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- Caesars
Gegner wollten unter verschiedenen gegen ihn gerichteten
Anträgen im Senat
durchsetzen, dass ein Nachfolger für seine Statthalterschaft
bestimmt würde. nach einem Beschluss vom 30.
Sept. 51 sollte darüber am 1. März 50 entschieden
werden (Cic.fam.8,8; App.civ.2,26; Cass.Dio 40,59).
Dies verhinderten der Konsul Lucius Aemilius Lepidus
Paullus und der Volkstribun
Gaius Scribonius Curio, die angeblich beide
von Caesar
bestochen waren (Vell.2,48; Suet.Caes.29; Cass.Dio
40,60; Cass.Dio 40,63; App.civ.2,27; Plut.Caes.29;
Plut.Pomp.58; Cic.Att.6,3,4).
- Es wird lediglich ein Beschluss herbeigeführt,
Caesar
zwei Legionen zu entziehen.
- Der Konsul Marcellus überreicht am Jahresende
Pompeius
das Schwert zur Verteidigung Roms gegen Caesar
(App.civ.2,31; Cass.Dio 40,64-66; Plut.Pomp.58f.).
Der Volkstribun
Gaius Scribonius Curio, den Caesar
für sich einnehmen konnte (ingenti mercede, Suet.Caes.29)
reiste daraufhin nach Oberitalien zu Caesar
(Caes.Gall.8,50).
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 Bürgerkrieg
zwischen Pompeius
und Caesar
(Caes.civ.; Cass.Dio 41-42,5; Eutr.6,19;
App.civ.2,32-85; Plut.Caes.30-48; Plut.Pomp.59-80;
Oros.6,15; Suet.Caes.31-35; Luc.Phars.; Cic.epist.passim):
- Gaius Scribonius Curio übergab am 1.
Jan. im Senat
einen Brief Caesars,
in dem er sich bereit erklärte, sich bis zu seiner
Ernennung zum Konsul
mit zwei Legionen und Oberitalien und Illyrien
als Provinz zu bescheiden (App.civ.2,37; Plut.Caes.31;
Plut.Pomp.59). Über dieses Angebot wurde nicht
sofort beraten.
- Die Antwort an Caesar
ist ein Ultimatum. Die Volkstribunen
Marcus
Antonius und Quintus Cassius Longinus können
es nicht verhindern:
Caes.civ.1,2,6-8:
[6] sic vocibus consulis, terrore praesentis
exercitus, minis amicorum Pompei plerique compulsi
inviti et coacti Scipionis sententiam sequuntur:
uti ante certam diem Caesar exercitum dimittat;
si non faciat, eum adversus rem publicam facturum
videri. [7] intercedit M. Antonius Q. Cassius
tribuni plebis. refertur confestim de intercessione
tribunorum. [8] dicuntur sententiae graves;
ut quisque acerbissime crudelissimeque dixit,
ita quam maxime ab inimicis Caesaris conlaudatur.
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(6)
So traten die meisten, eingeschüchtert
durch die heftigen Worte des Konsuls, durch
die Furcht vor dem Heer in der Nähe Roms
und durch die Drohungen der Anhänger des
Pompeius,
gegen ihre Überzeugung und gezwungen
Scipios Vorschlag bei: Caesar
solle bis zu einer bestimmten Frist sein Heer
abtreten; gehorche er nicht, so gelte dies als
eine Feindseligkeit gegen das Vaterland. (7)
Die Volkstribunen
Marcus
Antonius und Quintus Cassius widersetzten
sich, und bei der alsbald eröffneten Verhandlung
über diesen Einspruch fallen harte Äußerungen:
je bitterer und unbarmherziger man sich aussprach,
desto mehr Lob erntete man bei Caesars
Feinden. (Üb. nach Baumstark) |
- Am 6. Jan. beschließt der Senat
das "Senatus consultum ultimum" (SCU). Pompeius
wird die Aufgabe der Vaterlandsverteidigung übertragen.
Die beiden Tribune Marcus
Antonius und Quintus Cassius begeben sich zu Caesar.
Caes.civ.1,5,1-5:
[1] His de causis aguntur omnia raptim atque
turbate. nec docendi Caesaris propinquis eius
spatium datur, nec tribunis plebis sui periculi
deprecandi neque etiam extremi iuris intercessione
retinendi, quod L. Sulla reliquerat, facultas
tribuitur, [2] sed de sua salute septimo die
cogitare coguntur, quod illi turbulentissimi
superioribus temporibus tribuni plebis post
octo denique menses variarum actionum
respicere ac timere consuerant. [3] decurritur
ad illud extremum atque ultimum senatus consultum,
quo nisi paene in ipso urbis incendio atque
in desperatione omnium salutis latorum audacia
numquam ante descensum est: dent operam consules,
praetores, tribuni plebis, quique pro consulibus
sunt ad urbem, nequid res publica detrimenti
capiat. [4] haec senatus consulto perscribuntur
a. d. vii id. Ian. itaque v primis diebus, quibus
haberi senatus potuit, qua ex die consulatum
iniit Lentulus, biduo excepto comitiali et de
imperio Caesaris et de amplissimis viris, tribunis
plebis, gravissime acerbissimeque decernitur.
[5] profugiunt statim ex urbe tribuni plebis
seseque ad Caesarem conferunt. is eo tempore
erat Ravennae exspectabatque suis lenissimis
postulatis responsa, siqua hominum aequitate
res ad otium deduci posset. |
(1)
Aus diesen Gründen herrschte in allem Eile
und Verwirrung. So ließ man Caesars
Verwandten nicht die Zeit, ihn zu unterrichten
und den Volkstribunen
wurde es nicht einmal möglich, die ihrer
eigenen Person drohende Gefahr abzuwenden oder
durch einen Einspruch ihr letztes Recht zu wahren,
was selbst Sulla belassen hatte. (2) Sie sahen
sich genötigt, schon nach sechs Tagen,
auf ihre Sicherheit bedacht zu sein, während
jene stürmischen Volkstribunen
früherer Zeiten erst im achten Monat, wenn
sie an ihre Rechenschaft denken mussten, Besorgnisse
zu hegen pflegten. (3) Was bisher selbst durch
die kühnsten Antragssteller nur dann veranlasst
wurde, wenn gewissermaßen Rom selbst in
Flammen stand und man den allgemeinen Untergang
befürchtete, das geschah nun: Man schritt
zum äußersten und letzten Beschluss,
den der Senat
fassen konnte: die Konsuln, Praetoren, Volkstribunen
und Konsularen in der Nähe der Stadt mögen
zusehen, dass das Vaterland keinen Schaden nehme.
(4) Die förmliche Abfassung dieses Beschlusses
geschah am 6. Januar. Also wurden innerhalb
der fünf ersten Tage, an denen seit dem
Amtsantritt des Konsuls Lentulus
Senatssitzungen gehalten werden konnten, (zwei
tage fallen für die Volksversammlung weg),
die schwersten und härtesten Beschlüsse
über Caesars
Hoheitsstellung und über so höchst
achtungswerte Männer wie die Volkstribunen
gefasst. (5) Letztere flohen alsbald aus Rom
zu Caesar,
der damals in Ravenna stand und auf seine höchst
maßvollen Forderungen eine Erklärung
abwartete, in der Hoffnung, es könne vielleicht
die Sache bei billiger Gesinnung der Leute immer
noch friedlich abgetan werden. (Üb. nach
Baumstark) |
- Caesar
ließ die Friedensverhandlungen nicht abreißen,
auch wenn dies nur der Imagepflege gedient haben mag,
hatte aber nie Erfolg damit..
- kurz nach der Überquerung des Rubicon durch
Lucius Caesar
(Caes.civ.1,7-11);
- vor Brundisium
durch Gnaeus Magius (Caes.civ.1,24; Caes.civ.1,26);
- von Rom aus (Caes.civ.1,3);
- in Illyrien
durch Lucius Vibullius Rufus (Caes.civ.3,10);
- durch Publius Vatinius (Caes.civ.3.19);
- durch Quintus
Metellus Scipio, den Schwiegervater des Pompeius und
Konsul von 52 (Caes.civ.3,57f.)
- Caesar
überschreitet am 10. Jan. mit der 13. Legion
den Rubicon ("iacta alea est", Suet.Caes.33,1)
(App.civ.2,35; Plut.Caes.32 (ἀνερρίφθω κύβος ); Plut.Pomp.50;
u.a.). Er benötigt 60 Tage, um Italien
in seine Hand zu bekommen (Plut.Caes.35; Plut.Pomp.63).
- Er nimmt zunächst Ariminum
ein; dann reihum Arretium, Pisaurum, Fanum, Ancona,
Iguvium, Auximum, Asculum Sulmo.
- Am 14. Febr. gelangt er nach Corfinium,
das von Lucius
Domitius Ahenobarbus gehalten wird. Dieser gibt,
als er erfährt, dass Pompeius
nach Griechenland
ausweichen will, Heer und Stadt auf. Er wird von Caesar
sehr glimpflich behandelt ("clementia Caesaris").
- Caesar
marschiert an Rom vorbei (Cass.Dio 41,10) und belagert
Brundisium.
Inzwischen sind zwei weitere Legionen und viele Überläufer
zu ihm gestoßen. Pompeius
hat bereits die Hälfte seiner insgesamt zwei
Legionen übergesetzt und wartet auf die Rückkehr
der Flotte, etwa 600 Schiffe, die unter dem Kommando
des Marcus Calpurnius Bibulus standen. Pompeius'
"Flucht" fand bereits in der Antike keine
einhellige Zustimmung (Plut.Pomp.63; Cic.Att.9,7).
Die zweite Überfahrt gelingt ihm trotz der Belagerung.
Ein großer Gewinn für Pompeius
war, dass Titus
Labienus von Caesar
zu ihm überging. (Caes.Gall.8,52;
Cass.Dio 41,4; Plut.Caes.34; Plut.Pomp.64; Cic.Att.7,11-13;
u.a.).
- Caesar
gibt Anordnung, ihm in Brundisium
eine Flotte bereitzustellen. Inzwischen beordert er
Valerius gegen die Pompeianer nach Sardinien
und Gaius Scribonius Curio nach Sizilien
(Caes.civ.1,29-31).
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- Caesar
selbst wendet sich nach kurzem Aufenthalt in Rom (Caes.civ.1,32f.),
den er dazu nutzte, sich die Staatskasse anzueignen,
gegen das Heer des Pompeius
in Spanien.
| Suet.Caes.34,1-2:
[1] Ordo et summa rerum, quas deinceps gessit,
sic se habent. Picenum Umbriam Etruriam occupavit
et Lucio Domitio, qui per tumultum successor
ei nominatus Corfinium praesidio tenebat, in
dicionem redacto atque dimisso secundum Superum
mare Brundisium tetendit, quo consules Pompeiusque
confugerant quam primum transfretaturi. [2]
hos frustra per omnis moras exitu prohibere
conatus Romam iter convertit appellatisque de
re publica patribus validissimas Pompei copias,
quae sub tribus legatis M. Petreio et L. Afranio
et M. Varrone in Hispania erant, invasit, professus
ante inter suos, ire se ad exercitum sine duce
et inde reversurum ad ducem sine exercitu. |
(1)
Die Reihenfolge der hauptsächlichen Ereignisse,
an denen Caesar
maßgebend beteiligt war, ist folgende:
als erstes besetzte er Picenum, Umbrien
und Etrurien,
zwang Lucius Domitius, der in der allgemeinen
Aufregung zu seinem Nachfolger ernannt worden
war und Corfinium besetzt hielt, zur Übergabe
und schickte ihn wieder heim. Dann zog er längs
des Adriatischen Meeres nach Brundisium,
wohin sich die Konsuln mit Pompeius
geflüchtet hatten, um so rasch wie möglich
nach Griechenland
überzusetzen. (2) Nach dem vergeblichen
Versuch, seine Gegner mit allen Mitteln an der
Überfahrt zu hindern, wandte er sich nach
Rom, setzte dem Senat
seine Ansicht über die politischen Verhältnisse
auseinander und marschierte dann gegen die außerordentlich
starken Truppen des Pompeius,
die unter dem Kommando von Marcus
Petreius, Lucius
Afranius und Marcus
Varro in Spanien
stationiert waren, wobei er vorher zu seiner
Umgebung sagte, er ziehe gegen ein Heer ohne
Führer und werde von dort zu einem Führer
ohne Heer zurückkehren. (Üb. A.Lambert) |
- Als ihm Massilia
den Weg verlegt, lässt er es von der See her
durch Decimus Brutus und vom Land durch Gaius Trebonius
angreifen (Caes.civ.1,34-36). In Spanien
schlägt er nach einigen gefahrvollen Situationen
(Caes.civ.1,36-53; Cass.Dio 41,22; Cic.Att.10,8-18)
die beiden Legaten Afranius
und Petreius
mit ihren fünf Legionen bei Ilerda (Caes.civ.1,37-55;
Caes.civ.1,59-87; Caes.civ.2,17-21). Bald danach ergibt
sich auch Marcus
Varro zusammen mit dem übrigen Spanien
(Caes.civ.2,17-21). Auch das inzwischen mehrfach geschlagene
Massilia
ergibt sich, als Caesar
auf dem Rückweg vorbeikommt (Caes.civ.1,56-58;
Caes.civ.2,1-6; ; Caes.civ.2,22).
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- Bereits in Massilia
erfährt Caesar,
dass er in Rom vom Praetor Marcus Lepidus zum Dictator
und zum Konsul
für das nächste Jahr ernannt worden war
(Caes.civ.2,21; Cass.Dio 41,26; App.civ.2,48).
- Caesar
begleitet die Diktatur
in Rom nur 11 Tage; dann legt er sie wieder nieder
(Caes.civ.3,2; App.civ.2,48; Plut.Pomp.65; Cass.Dio
41,39). Als Dictator
trifft er folgende Regelungen:
- Durchführung der Konsulatskomitien
durch (Caes.civ.3,1),
- Regelungen zum Schuldenwesen (Caes.civ.3,1;
Cass.Dio.41,37-38)
- Rückrufung der meisten Verbannten
- Verleihung des Bürgerrechts
an die Gallia transpadana durch die LEX ROSCIA
(Cass.Dio.41,36)
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- Gaius Scribonius Curio war mit nur zwei von
vier Legionen von Sizilien
nach Afrika
übergesetzt, kann den Pompeianer Attius Varus
vor Utica schlagen, erleidet aber gegen den numidischen
König Iuba
I. eine Niederlage (Caes.civ.2,23-44).
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- Konsulat des
- dictator:
- magister equitum:
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- Caesar
segelt am 4. Jan. mit 5 Legionen und 500 Reitern zum
Machtkampf mit Pompeius
von Brundisium
ab und landet an dem akrokeraunischen
Vorgebirge (Caes.civ.3,2). Dabei hatte er das
Glück, Marcus
Calpurnius Bibulus zu entgehen, der das Meer bewachte.
- Pompeius
war mit 9 Legionen und 7000 Reitern zahlenmäßig
überlegen. Zusätzlich hatte sich Quintus
Metellus Scipio mit 2 Legionen aus Syrien
auf den Weg gemacht (Caes.civ.3,4f.).
- Nachdem Caesar
Oricum und Apollonia eingenommen hat, ergibt sich
ganz Epirus (Caes.civ.3,11f; Caes.civ.3,16)
- Pompeius
rückt von seinem Standort Candavia aus heran
und lagert sich Caesar
gegenüber am Apsus (Caes.civ.3,11,19).
- Da Marcus
Calpurnius Bibulus inzwischen gestorben (Caes.civ.3,11,18)
und die Flotte ohne Kommandant ist, kann Marcus
Antonius zwei neue Legionen Caesar
zuführen (Caes.civ.3,25-29; Cass.Dio 41,48; App.civ.2,57;
Plut.Caes.39).
- Pompeius
tritt den Rückzug an und lagert sich bei Dyrrhachium
(Caes.civ.3,30). Als Caesar
ihn dort einschießen will, erleidet er einen
herben Verlust und zieht sich nach Thessalien zurück
(Caes.civ.3,41-72; App.civ.2,63)
- Am 12. Mai Schlacht bei Pharsalos
(Caes.civ.3,73-99): Pompeius
war Caesar
nach Thessalien gefolgt. Seine eigene Strategie war
es, eine Schlacht zu vermeiden und Caesar
in Versorgungsnöte zu bringen. Doch die Senatspartei
in Rom drängte ihn zur Schlacht (Caes.civ.3,82;
Caes.civ.3,86; App.civ.2,67; Plut.Pomp.67). Caesar
siegte, weil es ihm gelang, den Plan des Pompeius,
ihn mit seinen Reitern im Rücken anzugreifen,
ins Gegenteil zu verkehren (Caes.civ.3,90-99). Ungefähr
6000 Leute des Pompeius
sollen gefallen sein, nur wenigen soll die Flucht
geglückt sein.
- Pompeius
flieht über Larissa, Amphipolis und Mytilene,
wo er seine Frau Cornelia aufnimmt, weil er In Zypern
und Syrien
nicht willkommen ist, nach Ägypten. Doch konkurrieren
Ptolemaeus und Kleopatra, die Kinder des Ptolemaeus
Auletes, um den Thron. Pompeius
wollte Ptolemaeus aufsuchen, der mit seinem Heer bei
Pelusium lag und dort den Zugang nach Ägypten
überwachte. Unterwegs zu ihm wird Pompeius
am 28. (29.) Sept. im Kahn von Septimius ermordet
(Caes.civ.3,96; Caes.civ.3,101-104; App.civ.2,81;
App.civ.2,83-86; Plut.Pomp.82-90; Cass.Dio 42,1-5).
- Caesar
wurde zum Dictator
ernannt und für 5 Jahre zum Konsul
gewählt. Ihm übertrug man die Entscheidung
über Krieg und Frieden und die Ernennung der
Statthalter. Auch ehrte man ihn mit Statuen.
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- wahrscheinliches Geburtsjahr des Elegikers Sextus
Propertius in Umbrien (Prop.1,22,9; Prop.4,1,121),
vielleicht in Asisium.
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- Konsulat des
- Quintus Fufius Calenus (für das
letzte Viertel des Jahres)
- Publius Vatinus (für das letzte
Viertel des Jahres)
- dictator:
- magister equitum:
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- Der Alexandrinische Krieg
(Caes.civ.3,106-112; Bell.Alex.; Cass.Dio 42,7-8;
Cass.Dio 42,34-44; Plut.Caes.49f.; App.civ.2,88-90;
Flor.4,2,54-60; Liv.112; Oros.6,15f.; Suet.Caes.35):
- Caesar
war Pompeius
nach Ägypten gefolgt und hatte sich zugunsten
der Cleopatra in ihren Erb- und Thronstreit mit ihrem
Bruder Ptolemaeus eingemischt. Achillas, der Feldherr
des Ptolemaeus zieht mit seinem überlegenen Heer
von Pelusium nach Alexandria und schließt Caesar
in einem kleinen Stadtteil ein. Entlastung kam erst
durch den Pergamenier
Mithridates, der mit Truppen aus Syrien
und Kilikien
anrückte, so dass Achillas ihm entgegenziehen
musste. Caesar
tut sich mit Mithridates zusammen und beendet den
Krieg durch eine Schlacht am Nil,
in der Ptolemaeus umkommt. Alexandria ergibt sich
am 27. März.
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- Bei Zela
besiegt Caesar
Pharnaces, den König von Bosporus
(Bell.Alex.34-41; Bell.Alex.65-78; Cass.Dio 42,45-48;
Plut.Caes.50; App.civ.2,91; App.Mithr.120; Flor.4,2,61-63;
Oros.6,16; Suet.Caes.35)
- Pharnaces hatte die Ablenkung der Römer
durch den Bürgerkrieg dazu genutzt,
Kleinarmenien
und zunächst Teile von Kappadokien
und Pontos
zu erobern. Diese fielen schließlich
ganz in seine Hand, als er Domitius, den
Statthalter der Provinz Asia, bei Nikopolis
geschlagen hatte (Cass.Dio 42,46).
- Caesar
setzt dem Krieg mit seinem Sieg bei Zela
am. 2. August ein Ende ("veni, vidi,
vici")
- Assandros nutzt die Abwesenheit
des Pharnaces, um Kolchis zu erobern. Dann
tötet er ihn.
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- In Rom entstehen Unruhen.
- Der Praetor Marcus Caelius Rufus hatte
bereits im Vorjahr Caesars
Gesetz zum
Schuldenwesen
aufgehoben. Aus Massilia
holt er sich Milo als Bundesgenossen, doch
werden beide aus der Stadt ausgewiesen und
finden in Unteritalien ihren Tod (Caes.civ.3,20-22;
Cass.Dio 42,22-25; Vell.2,68; Liv.111).
- Dolabella versucht, das Schuldengesetz
des Caelius wieder in Kraft zu setzen. Doch
bereiten dem Marcus
Antonius und die Rückkehr Caesars
ein Ende (Cass.Dio 42,29-33; Plut.Ant.9;
App.civ.2,91; Liv.113).
- Die 10. und 12. Legion in Campanien meutern
seit August. Weder Marcus
Antonius noch Caesars
Gesandte (Marcus Gallius und Gaius Sallustius
Crispus) konnten die Soldaten beruhigen.
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- Im Sept. kehrt Caesar
für kurze Zeit nach Italien
zurück (Cic.fam.14,20; Cic.fam.14,22).
- Er bringt die meuternde Truppen zur Ruhe
und nimmt sie anschließend mit nach
Afrika
(Cass.Dio 42,30; Cass.Dio 42,52-55; App.civ.2,92-94;
Plut.Caes.51; Suet.Caes.70; Cic.Att.9,21,2;
Liv.113; Bell.Alex.65; Polyain.Strat.8,23,15;
Frontin.Strat.1,9,4).
- Zuvor lässt er sich für das
folgende Jahr zum Konsul wählen (Plut.Caes.51;Cass.Dio
43,1).
- Er bestimmt für den Rest des Jahres
die beiden Konsuln Quintus Fufius Calenus
und Publius Vatinus.
- Für das folgende Jahr macht er Gaius
Crispus Sallustius zum Praetor und erhöht
die Anzahl der Stellen: 10 Praetoren und
je 16 Pontifices,
Augures,
Aufseher über die Sibyllinischen
Bücher. Den Senat
läßt er mit seinen Leuten ergänzen
(Dio 42,51-55; Suet.Caes.41; Macr.Sat.2,3).
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- Im Dez. fährt Caesar
nach Afrika
ab, wo die Pompeianer unter der Führung des Quintus
Metellus Scipio, dem Schwiegervater des Pompeius,
ein neues Heer aufgestellt haben
- Afrikanischer Krieg (47-46)
(Bell.Afr.; Cass.Dio 43,1-13; App.civ.2,95-100:
Plut.Cat.58-73; Plut.Caes.52-54)
- Nach der Niederlage von Pharsalos hatten
sich die Pompeianer in Dyrrhachium gesammelt:
Cato war von vornherein dort geblieben.
Dazu kamen u.a. Titus
Labienus, Quintus
Metellus Scipio, Lucius
Afranius, Decimus Laelius, Gaius Cassius,
Gnaeus
Pompeius Magnus (der älteste Sohn
des Pompeius),
Marcus Octavius.
- In einer Konferenz auf Corcyra beschloss
man, nach Afrika
überzusetzen. Dort sammelte sich ein
Heer von 10 Legionen unter der Führung
des Quintus
Metellus Scipio. Der numidische König
Iuba
steuerte als Bündnispartner vier weitere
Legionen, Reiter und Kriegselefanten bei.
- Cato war für die Verteidigung von
Utica zuatändig.
- Caesar
hielt sich 8 Tage in Lilybaeum auf, und
segelte am 27. Dez. mit 6 Legionen und 2000
Reitern nach Afrika.
Die Flotte wird vom Sturm getrennt. Caesar
landet in Adrumetum. Sein Lager bezieht
er am 1. Jan. 46 in Ruspina. Schließlich
verfügt er dort über 12 Legionen.
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- Konsulat des
- dictator:
- magister equitum:
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- Caesar
siegt bei Thapsos und
beendet so den Afrikanischen Krieg.
- Eine vorangehende Auseinandersetzung mit
Titus
Labienus (in Vertretung des Quintus
Metellus Scipio) brachte keine Entscheidung
(Bell.Afr.12-18; Cass.Dio 43,2; App.civ.2,95;
Plut.Caes.52). In dieser Schlacht soll Caesar
einem fliehenden Zeichenträger mit
den Worten ἐνθαῦτά εἰσιν οἱ πολέμιοι gezeigt
haben, wo der Feind steht (Plut.Caes.52)
- Nach der Eroberung einiger Küstenstädte
bezieht Caesar
zunächst gegenüber Quintus
Metellus Scipio Stellung, entfernt sich
aber, als sich Iuba
einfand, ohne Schlacht in Richtung Thapsos.
- Bei Thapsos erringt Caesar
am 6. April den entscheidenden Sieg. Quintus
Metellus Scipio tötet sich selbst
(Bell.Afr.96), ebenso Cato in Utica (Plut.Cat.59-70;
Cass.Dio 43,10-13; App.civ.2,97-100; Bell.Afr.89;
Hor.carm.2,1,23).
- Auch Afranius
und Iuba
werden getötet (Bell.Afr.94). Numidien
wird zur römischen Provoninz. Gaius
Crispus Sallustius übernimmt sie als
Prokonsul (Bell.Afr.97; Cass.Dio 43,14).
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- Caesar
wird in Rom zum Dictator
auf 10 Jahre ernannt und erfährt vielfältige
andere Ehrungen (Cass.Dio 43,14; Suet.Caes.76; Cic.fam.9,15,5).
- Dankfest
von 40 Tagen
- Beim Triumphzug
wurde seine reiche Beute gezeigt. Es begleiteten
ihn 72 Liktoren (App.civ.2,102; Vell.2,56).
Scherze seiner Soldaten (Cass.Dio.43,20;
Suet.Caes.49).
- Im Senat
sollte Caesar
auf einer sella
curulis neben den Konsuln sitzen und
seine Stimme als erster abgeben.
- Eine Statue soll ihn auf der Erdkugel
stehend mit der Inschrift 'Halbgott' zeigen.
- Caesar
bewirtete das Volk mit einem öffentlichen
Mahl an 22 Tausend Triklinen (Cass.Dio 43,21f.;
Plut.Caes.56; Liv.115; Suet.Caes.38 .
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- Caesars
Geschenke an das Volk:
- Er baut ein neues Forum; auf ihm einen
Tempel der Venus, den er vor der Schlacht
von Pharsalos gelobt hatte (Cass.Dio 43,22;
App.civ.2,102; Plin.nat.35,45,156)
- Seiner Tochter zu Ehren veranstaltet er
Spiele (Cass.Dio 43,22; App.civ.2,102; Bell.Hisp.1)
- Er schenkt jedem Bürger 100 Denare,
Getreide und Öl.
- Jeder Soldat erhält 5 Tausend Denare,
jeder Reiter 10 Tausend, jeder Militärtribun
und Reiteroberst 20 Tausend Denare. (Cass.Dio
43,21; App.civ.2,102; Suet.Caes.38).
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- Caesars
Gesetzgebung:
- Die Statthalterschaft einer prätorischen
Provinz wird auf ein Jahr, die einer konsularischen
Provinz auf zwei Jahre beschränkt (Cic.Phil.1,19;
Cic.Phil.5,7; Cic.Phil.8,28; Cass.Dio 43,25).
- Die Gerichte werden ausschließlich
den Senatoren und Rittern
zugewiesen (Cic.Phil.1,19; Cic.Phil.1,20;
Suet.Caes.41; Cass.Dio 43,25)
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- Caesars
Kalenderreform, die durch die oft willkürliche
Handhabung der Schaltmonate durch die Pontifices
notwendig geworden war:
- Das laufende Jahr wurde zusätzlich
zu dem normalen Schaltmonat von 23 Tagen
durch de Einschub von 67 weiteren Tagen
zwischen November und Dezember angeglichen.
Alle zukünftigen Jahre werden auf 365
Tage und 6 Stunden festgelegt, was den Einschub
eines Schalttages alle 4 Jahre bedeutete.
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- Spanischer Krieg (46-45):
(Bell.Hisp.; Cass.Dio 43,28-42; App.civ.2,103-106;
Plut.Caes.56; Vell.2,55).
- Quintus Cassius Longinus war als
Statthalter in Spanien
geblieben, als Caesar
49
nach seinem Krieg gegen Afranius
und Petreius
das Land verließ (Caes.civ.2,21).
Doch machte er sich durch Eigennutz und
Härte so unbeliebt, dass sogar die
Hälfte seiner fünf Legionen von
ihm abfiel (Bell.Alex.48-64; Cass.Dio 42,15f.).
- Auch sein Nachfolger Gaius Trebonius,
Konsul
des nächsten Jahres und 44 Mitverschwörer
gegen Caesar,
bekam die Situation nicht in den Griff.
- Gnaeus
Pompeius wird zum Oberbefehlshaber der
Truppen in Spanien
gewählt. Die Pompeianer, die sich in
Afrika
nach Thapsos hatten retten können,
kommen mit ihren Soldaten nach Spanien:
Sextus
Pompeius, Attius Varus, Titus
Labienus (Bell.Afr.22; Cass.Dio 17,56;
43,29; Plut.Cat.59). Schließlich standen
13 Legionen zur Verfügung (Cic.fam.6,18;
Bell.Hisp.7; Bell.Hisp.30).
- Quintus Pedius und Quintus Fabius Maximus,
die beiden Legate Caesars
waren der Übermacht nicht gewachsen.
Caesar
begab sich deswegen nach Spanien
und übernahm die Führung des Kampfes.
Besonders umstritten waren die Städte
Ulia, Corduba und Ategua in der Baetica
(Bell.Hisp.3-27)
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- Hinrichtung des Vercingetorix, nachdem man ihn im
Triumphzug
durch die Stadt geführt hatte.
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- Baubeginn am Tempel der Venus Genetrix (Caesar-Forum)
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- Konsulat des
- cos. suff.
- dictator:
- magister equitum:
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- Mit Caesars
Sieg über die Truppen des Gnaeus
Pompeius am 17. März (Liberalien) bei Munda
endet der Spanische Krieg und der Bürgerkrieg
insgesamt. Unter den Toten waren auch Titus
Labienus und Attius Varus (Bell.Hisp.28-31; Cass.Dio
43,36-38).
- Gnaeus
Pompeius wurde auf der Flucht getötet
- Sextus
Pompeius kann zu den Caietanern
fliehen (Bell.Hisp.32; Bell.Hisp.36-40;
Cass.Dio 43,40; Cass.Dio 45,10; App.civ.2,105)
- Caesar
und seine Legate Quintus Pedius und Fabius
Maximus feiern einen Triumph
(Cass.Dio 43,42; App.civ.2,106; Liv.116).
- Der Senat
beschließt ein Dankfest
von 50 Tagen (Cass.Dio 43,42).
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- Caesars
neue Machtstellung: Auf Lebenszeit: Dictator,
Imperator und Praefectus morum. Auf zehn Jahre Konsul.
Das Recht alle Beamten, die bisher vom Volk gewählt
wurden, selbst zu ernennen.
- Dictator
perpetuus (Cass.Dio 44,8; Cass.Dio 46,17;
App.civ.2,106; Plut.Caes.57)
- Der vererbliche Titel Imperator stand
an erster Stelle des Namens (Cass.Dio 43,44;
Suet.Caes.76)
- Als Praefectus morum (Cass.Dio 44,5;
Suet.76) erweiterte Caesar
den Senat
auf 900 Mitglieder und erhöhte nach
der Lex Cassia allgemein die Zahl der Patrizier
(Tac.ann.11,25; Cass.Dio 43,47; Suet.Caes.41).
Er hob 10 Prätorier in den Rang von
Konsularen; ernannte für das laufende
Jahr 14 Praetoren und 40 Quaestoren und
für das folgende Jahr 16 Praetoren
und ebenfalls 40 Quaestoren (Cass.Dio 43,47;
Cass.Dio 43,49; Cass.Dio 43,51; Suet.Caes.41;
Suet.Caes.76) Die Zahl der Aedile
erhöht er um zwei auf sechs (Cass.Dio
43,51).
- Konsul
auf zehn Jahre, eine Machtbefugnis, die
Caesar
nicht durchgängig gebrauchte: noch
in 45 ließ er Konsuln nachwählen
(Cass.Dio 43,45f.; App.civ.2,107; Suet.Caes.76f.;
Suet.Caes.80; Plut.Caes.58; Cic.fam.7,30,1).
- Das Recht, Magistrate zu ernennen, gebrauchte
Caesar
ebenfalls nur zurückhaltend (Cass.Dio
43,45; Cass.Dio 43,51; Cic.Phil.2,80-84)
- Persönliche Ehrungen:
- Bei allen offiziellen Angelegenheiten
durfte Caesar
das Gewand des Triumphators
tragen;
- Den Lorbeerkranz durfte er immer tragen.
- Mit seinem Bild durften Münzen
geprägt werden.
- Errichtung von Bildsäulen mit
kultischer Verehrung
- Die Umbenennung des bisherigen Monats
Quintilis in Iulius. Auch eine Tribus
wurde nach ihm Tribus Iulia genannt.
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- Caesar
verfolgte den Plan, Karthago
und Korinth
wiederaufzubauen, eine Aufgabe, die erst Augustus
später erfüllen konnte (Cass.Dio 43,50;
App.Pun.136; Plut.Caes.57; Suet.Caes.42).
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- Konsulat des
- cos. suff.
- Publius Cornelius Dolabella (für
Caesar)
- dictator:
- magister equitum:
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- Caesar
plant einen Feldzug gegen die Parther
(Cass.Dio 43,51; Cass.Dio 51,22; App.civ.2,110; Plut.Caes.58).
- Der Aufbruch ist auf den 18.März
festgesetzt (App.civ.2,111).
- Um sich den Rücken frei zu halten,
ernennt Caesar
im voraus die Konsuln für die nächsten
beiden Jahre: für 43: Gaius
Vibius Pansa und Aulus
Hirtius, für 42: Decimus Brutus
und Lucius Munatius Plancus (Cass.Dio 53,51;
App.civ.2,128; Suet.Caes.76; Cic.Att.14,6;
Cic.Att.15,6). Als Statthalter bestimmte
er
- Gaius
Asinius Pollio für das jenseitige
Spanien
(App.civ.4,84; Cic.fam.10,31),
- Marcus Lepidus für das diesseitige
Spanien
und die Gallia Narbonensis (Cass.Dio
43,51; Cass.Dio 45,10; App.civ.2,107;
Vell.2,63
- Lucius Munatius Plancus für die
Gallia ulterior (ohne Belgien) (App.civ.2,111).
(Cic.fam.10,1-20; Cic.Phil.3,38)
- Marcus Brutus für Makedonien
(App.civ.3,2; App.civ.4,57; Cic.Phil.2,97;
Flor.4,7,4)
- Gaius Cassius für Syrien
(App.civ.3,2; App.civ.4,57; Cic.Phil.11,30;
Flor.4,7,4)
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- Die
Ermordung Caesars
am 15. März vereitelt seinen Partherfeldzug
(Cass.Dio. 44,9-11; App.civ.2,108f.; Suet.Caes.79;
Plut.Caes.60f.; Plut.Ant.11; Cic.Phil.13,31; Vell.2,68;
Val.Max.5,7,2).
- Caesar
hatte Anlass zu der Vermutung gegeben, er
wolle den Titel "rex" annehmen:
- Er bestrafte zwei Volkstribunen,
die ein Diadem, das man seiner Statue
auf der Rostra
aufgesetzt hatte, entfernten.
- Er lehnte das von Marcus
Antonius an den Lupercalien angebotene
Diadem (zu) demonstrativ ab.
- Man vermutete ihn als Drahtzieher
dafür dass die Sibyllinischen
Bücher angeblich weissagten, nur
ein König könne den Partherkrieg
gewinnen
- Insgesamt waren es über 60 Verschwörer
(Suet.Caes.80; App.civ.2,113; Cic.Phil.2,26f.;
Cic.Phil.2,30; Eutr.6,25),
die wichtigsten: Marcus
Iunius Brutus, Gaius
Cassius Longinus, Publius
Servilius Casca.
- Zu Caesars
Tod: Cass.Dio 44,12-20; App.civ.2,111-123;
Plut.Caes.60-69; Plut.Brut.14-17; Suet.Caes.80-82;
Vell.2,56
- Eine Münze
zeigt den pilleus
nach der Ermordung Caesars
als Symbol der Freiheit zwischen zwei Schwertern
(dem des Brutus und des Cassius). Cicero
urteilt kritischer über Caesars
Ermordung:
Cic.Att.14,21:
Mihi autem non est dubium, quin res
spectet ad castra. acta enim illa
res est animo virili, consilio puerili.
quis enim hoc non vidit, regni heredem
relictum? |
Mir
ist es aber nicht zweifelhaft, dass
die Sache nach Krieg aussieht. Denn
jene Tat geschah zwar mit männlichem
Mut aber kindlichem Verstand. Denn
wer hätte nicht gesehen, dass
ein Erbe für das Königtum
hinterblieben ist? (Üb.: E.G.) |
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