v.Chr. |
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Kultur |
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- Der Volkstribun
Tiberius
Sempronius Gracchus erneuert mit der LEX SEMPRONIA
AGRARIA die LEGES LICINIAE von
376
(App.civ.1,9f.; Plut.Ti.Gracch.8-13; Cic.leg.agr.2,5,10).
Als sein Mittribun Gaius Octavius Einspruch erhebt,
lässt ihn Gracchus kurzerhand durch das
Volk absetzen (Plut.Ti.Gracch.10-12; App.civ.12),
nach Plut.Ti.Gracch.11 ein "widerrechtliches
und unziemliches Vorgehen" (ἔργον
οὐ νόμιμον
οὐδὲ ἐπιεικές).
Das Gesetz kann jetzt in Kraft treten. Es beschränkt
den Besitz an Gemeindeland auf 500 Morgen. Zu seiner
Durchführung wird ein Dreimännergremium
gebildet (tresviri agris dandis assignandis): Tiberius
Sempronius Gracchus, sein Bruder Gaius Sempronius
Gracchus und sein Schwiegervater Appius Claudius (App.civ.13.
Plut.Ti.Gracch.12). Als gegen Jahresende die Wiederwahl
des Tiberius Sempronius Gracchus ansteht, wird er
von den Optimaten, an deren Spitze sich Publius Scipio
Nasica Serapio [16]
stellte, auf offener Straße erschlagen (App.civ.14-16;
Plut.Ti.Gracch.16-19).
App.civ.1,9:
Ταῦτα δὲ
εἰπὼν ἀνεκαίνιζε
<Τιβέριος
Σεμπρώνιος
Γράκχος>
τὸν νόμον
μηδένα τῶν
πεντακοσίων
πλέθρων
πλέον ἔχειν.
παισὶ δ αὐτῶν
ὑπὲρ τὸν
παλαιὸν
νόμον προσετίθει
τὰ ἡμίσεα
τούτων·
καὶ τὴν λοιπὴν
τρεῖς αἱρετοὺς
ἄνδρας, ἐναλλασσομένους
κατ ἔτος,
διανέμειν
τοῖς πένησι.
Τοῦτο δ ἦν,
ὃ μάλιστα
ἠνώχλει
τοὺς πλουσίους,
οὐ δυναμένους
ἔτι ὡς πρότερον
τοῦ νόμου
καταφρονεῖν
διὰ τοὺς
διαιροῦντας
οὐδὲ ὠνεῖσθαι
παρὰ τῶν
κληρουμένων.
Ὁ γάρ τοι
Γράκχος
καὶ τόδε
προειδόμενος
ἀπηγόρευε
μὴ πωλεῖν. |
Nach
diesen Worten erneuerte er <Tiberius Sempronius
Gracchus> das Gesetz, keiner solle mehr als
500 seine Morgen haben. Für ihre
Kindern aber gab er über das alte Gesetz
hinaus noch einmal die Hälfte davon dazu.
Den Rest sollten drei gewählte Männer,
die von Jahr zu Jahr wechselten, den Armen verteilen.
Das war es, was die Reichen am meisten verärgerte,
dass sie sich wegen der drei Verteiler nicht
mehr wie früher über das Gesetz hinwegsetzen
und auch keine fremden Anteile mehr aufkaufen
konnten. Denn Gracchus hatte dem mit dem Verbot,
seinen Anteil zu verkaufen, vorgebeugt. (Üb.
E.Gottwein) |
Liv.58:
Tib. Sempronius Gracchus trib. pleb. cum legem
agrariam ferret adversus voluntatem senatus
et equestris ordinis, nequis ex publico agro
plus quam 150 iugera possideret, in eum furorem
exarsit, ut M. Octavio collegae causam
diversae partis defendenti potestatem lege lata
abrogaret, seque et <C.> Gracchum fratrem
et Appium Claudium socerum triumviros ad dividendum
agrum crearet. promulgavit et aliam legem agrariam,
qua sibi latius agrum patefaceret, ut idem triumviri
iudicarent, qua publicus ager, qua privatus
esset. deinde cum minus agri esset, quam quod
dividi posset, sine offensa etiam plebis, qu<oni>am
eos ad cupiditatem amplum modum sperandi incitaverat,
legem se promulgaturum ostendit, ut his, qui
Sempronia lege agrum accipere deberent, pecunia,
quae regis Attali fuisset, divideretur. heredem
autem populum Romanum reliquerat Attalus, rex
Pergami, Eumenis filius. tot indignitatibus
commotus graviter senatus, ante omnis T. Annius
consul<aris>. qui <cum> in senatu in Gracchum
perorasset, raptus ab eo ad populum delatusque
plebi, rursus in eum pro rostris contionatus
est. cum iterum trib. pleb. creari vellet Gracchus,
auctore P. Cornelio Nasica in Capitolio ab optimatibus
occisus est, ictus primum fragmentis subselli,
et inter alios, qui in eadem seditione occisi
erant, insepultus in flumen proiectus. res praeterea
in Sicilia vario eventu adversus fugitivos gestas
continet. |
Als
der Volkstribun
Tiberius Sempronius Gracchus gegen den Willen
des Senats
und des Ritterstandes
sein Ackergesetz beantragte, keiner solle mehr
als 150 Morgen Staatsland besitzen, entbrannte
er zu solcher Wut, dass er seinem Mittribunen,
der die Interessen der Gegenpartei verteidigte,
durch einen Gesetzesantrag die Amtsgewalt aberkannte
und sich, seinen Bruder Gaius Gracchus und seinen
Schwiegervater Appius Claudius als Dreimännergremium
zur Aufteilung des Ackerlandes einsetzte. Er
veröffentlichte, um sich mehr Land verfügbar
zu machen, noch ein weiteres Ackergesetz, dass
nämlich die selben drei Männer darüber
entscheiden sollten, was Staatsland, was Privatland
sei. Als es dann (immer noch) weniger Land gab
als man hätte verteilen können, erklärte
er, ohne Anstoß auch bei dem Pöbel
(plebs)
zu erregen, weil er bei ihnen ja die begehrliche
Hoffnung auf ein erkleckliches Maß geweckt
hatte, er wolle ein Gesetz veröffentlichen,
denen, die nach dem Sempronischen Gesetz Land
bekommen müssten, das Geld, das König
Attalos gehört hatte, zu verteilen. Als
Erben aber hatte Attalos, der König von
Pergamon,
der Sohn des Eumenes, das römische
Volk (populus)
eingesetzt. Über so viel Missachtung war
der Senat
schwer aufgebracht, vor allem der Konsular Titus
Annius. Als dieser im Senat
gegen Gracchus eine Rede gehalten hatte, zerrte
er ihn vor das Volk und stellte ihn vor den
Pöbel; doch auch vor der Rednertribüne
sprach er gegen ihn. Als er sich zum zweiten
Mal zum Volkstribunen
wollte wählen lassen, wurde er auf auf
Betreiben des Publius Cornelius Nasica auf dem
Kapitol
zuerst von den Brocken einer Bank getroffen,
dann von den Optimaten erschlagen und unter
anderen, die dem selben Aufruhr zum Opfer gefallen
waren, unbestattet in den Fluss geworfen.
Das Buch beinhaltet außerdem die Maßnahmen,
die man in Sizilien
mit wechselndem Erfolg gegen die entlaufenen
Sklaven durchführte. (Üb. E.Gottwein) |
- Durch Gracchus gab es im Volk eine zunehmende Polarisierung.
Cic.rep.1,31:
LAELIUS: Nam, ut videtis, mors Tiberii Gracchi
et iam ante tota illius ratio tribunatus divisit
populum unum in duas partis... |
LAELIUS:
Denn wie ihr seht, hat der Tod des Tiberius
Gracchus und zuvor schon seine ganze Amtsführung
im Tribunats das eine Volk in zwei Parteien
gespalten. (Üb.: E.G.) |
- Die Nobilität übte taktische Zurückhaltung:
- Erstens musste Publius Scipio Nasica für
die Ermordung des Gracchus in die Verbannung,
- zweitens hielt man an dem Trumvirat zur Landverteilung
fest: an Stelle des Tiberius
Gracchus und des bald verstorbenen Appius
Claudius traten Gaius Papirius Carbo und Marcus
Fulvius Flaccus (App.civ.18). Praktische Fortschritte
allerdings machte die Landverteilung kaum (App.civ.17-21).
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- Attalos III. von Pergamon
vererbt sein Reich durch Testament den Römern
(Strab.13,4,2; Plut.Ti.Gracch.14; Liv.58; Oros.5,8;
Plin.nat.33,11,148; Val.Max.5,2,3).
- 133-129 Erhebung des Aristonikos in Pergamon:
Als unehelicher Sohn des Eumenes II. beansprucht Aristonikos
nach dem Tod Attalos' III. das den Römern vererbte
pergamenische
Reich für sich. Nur Phokaia kooperiert mit ihm,
sonst schart er thrakische Söldner, Sklaven und
den sonstigen Bodensatz der Gesellschaft um sich.
Die Ephesier schlagen ihn bei Kyme, doch kann er sich
in Mysien behaupten.
- 131 Sieg des Aristonikos über Publius
Licinius Crassus Dives bei Leukai.
- Der Aufstand des Aristonikos wird von
den Konsuln der Jahre 131-129 (Publius Crassus,
Marcus
Perperna, Manius Aquillius) niedergeschlagen
(Strab.14,1,38; Liv.59; Flor.2,20; Val.Max.3,2,12;
Iustin.36,4; Vell.2,4; App.Mithr.62; Eutr.4,20)
- 130 Niederlage des Aristonikos gegen Perperna.
Er wird zunächst in Stratonikeia gefangen
gesetzt,
- 129 wird in Rom im Gefängnis erdrosselt.
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- Aufstand auf dem Sklavenmarkt von Delos
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- Tiberius
Gracchus (Rede, Cic.Brut.103f.;)
- Gaius Sempronius Gracchus (Rede, Cic.Brut.125f.)
- Gaius Papirius Carbo (Rede, Cic.Brut.103-106; Cic.Brut.333.)
- Gaius Lucilius (180-103, Satire)
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- Konsulat des
- Publius Popillius Laenas
- Publius Rutilius
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- Publius Scipio Aemilianus verfolgt die Anhänger
des Tiberius Sempronius Gracchus.
- Zum ersten Mal entstammen zwei Censoren der Plebs.
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Liv.59:
Q. Pompeius Q. Metellus, tunc primum uterque
ex plebe facti censores, lustrum condiderunt.
censa sunt civium capita CCCXVIII DCCCXXIII
praeter <pupillos> pupillas et viduas.
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Quintus
Pompeius und Quintus Metellus, die damals zum
ersten Mal beide aus der Plebs
Censoren geworden waren, führten ein Reinigungsfest
durch. Die Zensur
ergab außer den Kindern beiderlei Geschlechts
und außer den Witwen 318823. (Üb.:
E.G.) |
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- Der Prokonsul Publius Rupilius setzt in Sizilien
eine Gerichtsordnung in Kraft.
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- Sieg des Aristonikos über Publius Licinius
Crassus Dives bei Leukai. Crassus fällt und wird
in Smyrna beigesetzt. (Eutr.4,20).
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- Konsulat des
- Lucius Cornelius Lentulus
- Marcus
Perperna
- cos.suff. für Lentulus: Appius Claudius
Pulcher
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- Niederlage des Aristonikos gegen Perperna.
Er wird zunächst in Stratonikeia gefangen gesetzt
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- Gaius Sempronius Tuditanus unternimmt einen Feldzug
gegen Istrer und Iapuder.
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- Tod des Publius Cornelius Aemilianus Scipio Africanus
minor Numantinus. Er hatte sich am Ende dadurch, wie
er die Ermordung des Tiberius Sempronius bewertete,
die Sympathien der Bevölkerung verscherzt (Val.Max.6,2,3;
Liv.59; Cic.rep.1,41).
Vell.2,4,3-7:
[3] Nec quisquam ullius gentis hominum ante
eum clariore urbium excidio nomen suum perpetuae
commendavit memoriae: quippe, excisa Carthagine
ac Numantia, ab alterius nos metu, alterius
vindicavit contumeliis. [4] Hic eum interrogante
tribuno Carbone, quid de Ti. Gracchi caede sentiret,
respondit, si is occupandae rei publicae animum
habuisset, iure caesum. Et, cum omnis contio
acclamasset: 'Hostium', inquit, 'armatorum totiens
clamore non territus, qui possum vestro moveri,
quorum noverca est Italia?' [5] Reversus in
Urbem intra breve tempus, M'. Aquilio C. Sempronio
consulibus abhinc annos CLX, post duos consulatus
duosque triumphos et bis excisos terrores rei
publicae, mane in lectulo repertus est mortuus,
ita ut quaedam elisarum faucium in cervice reperirentur
notae. [6] De tanti viri morte nulla habita
est quaestio eiusque corpus velato capite elatum
est, cuius opera super totum terrarum orbem
Roma extulerat caput. Seu fatalem, ut plures,
seu conflatam insidiis, ut aliqui prodidere
memoriae, mortem obiit, vitam certe dignissimam
egit, quae nullius ad id temporis praeterquam
avito fulgore vinceretur. [7] Decessit anno
ferme LVI: de quo si quis ambiget, recurrat
ad priorem consulatum eius, in quem creatus
est anno XXXVI: ita dubitare desinet. |
(3)
In keinem Volk hat je einer vor ihm durch die
ruhmreichere Vernichtung von Städten
seinem Namen ein ewiges Gedächtnis gewonnen:
Zu Recht, denn durch die Zerstörung von
Karthago
und Numantia hat er uns von der Furcht vor der
einen und von der Schmach durch die andere befreit.
(4) Dieser Mann antwortete, als ihn de Tribun
Carbo nach seiner Meinung über die Ermordung
des Tiberius
Gracchus fragte, er sei, wenn er die Absicht
gehabt habe, die Macht in Rom zu übernehmen,
zu Recht getötet worden. Als die gesamte
Volksversammlung darüber ein lautes Geschrei
erhob, sagte er: 'Wie sollte mich, den das Geschrei
bewaffneter Feinde so oft nicht schreckte, euer
Geschrei, deren Stiefmutter Italien
ist, beeindrucken können?'
(5) Binnen kurzer Zeit kehrte er nach Rom zurück.
Unter dem Konsulat des Manius Aquilius und Gaius
Sempronius vor jetzt 160 Jahren fand man ihn
nach zwei Konsulaten, zwei Triumphen
und nachdem er den Staat von zwei Schrecken
befreit hatte, früh morgens tot im
Bett, doch so, dass man einige Würgemale
an seinem Hals fand. (6) Der Tod des Mannes
wurde trotz seines hohen Ranges nicht untersucht;
den Leichnam des Mannes, durch dessen Einsatz
Rom sein Haupt über den ganzen Erdkreis
erhoben hatte, trug man mit verhülltem
Haupt hinaus. Mag er, wie die Mehrzahl meint,
eines natürlichen Todes gestorben sein,
mag er, wie einige überliefern, einem Anschlag
zum Opfer gefallen sein, sein Leben führte
er jedenfalls in höchster Würde, so
dass es von keinem bis dahin, außer von
dem Glanz seines Großvaters überstrahlt
wurde. (7) Er starb im Alter von fast 56 Jahren.
Wer Zweifel daran hegt, soll an sein erstes
Konsulat denken, in das er mit 36 Jahren gewählt
wurde. So dürfte er seine Zweifel verlieren.
(Üb.: E.G.) |
App.civ.1,20:
Ὧν ὁ δῆμος
ἀκροώμενος
ἐδεδίει,
μέχρις ὁ
Σκιπίων,
ἑσπέρας
παραθέμενος
ἑαυτῷ δέλτον,
εἰς ἣν νυκτὸς
ἔμελλε γράψειν
τὰ λεχθησόμενα
ἐν τῷ δήμῳ,
νεκρὸς ἄνευ
τραύματος
εὑρέθη, εἴτε
Κορνηλίας
αὐτῷ, τῆς
Γράκχου
μητρός, ἐπιθεμένης,
ἵνα μὴ ὁ νόμος
ὁ Γράκχου
λυθείη, καὶ
συλλαβούσης
ἐς τοῦτο
Σεμπρωνίας
τῆς θυγατρός,
ἣ τῷ Σκιπίωνι
γαμουμένη
διὰ δυσμορφίαν
καὶ ἀπαιδίαν
οὔτ' ἐστέργετο
οὔτ' ἔστεργεν,
εἴθ', ὡς ἔνιοι
δοκοῦσιν,
ἑκὼν ἀπέθανε
συνιδών,
ὅτι οὐκ ἔσοιτο
δυνατὸς
κατασχεῖν,
ὧν ὑπόσχοιτο.
εἰσὶ δ' οἳ
βασανιζομένους
φασὶ θεράποντας
εἰπεῖν, ὅτι
αὐτὸν ξένοι
δι' ὀπισθοδόμου
νυκτὸς ἐπεισαχθέντες
ἀποπνίξαιεν
καὶ οἱ πυθόμενοι
ὀκνήσαιεν
ἐξενεγκεῖν
διὰ τὸν δῆμον
ὀργιζόμενον
ἔτι καὶ τῷ
θανάτῳ συνηδόμενον.
Σκιπίων
μὲν δὴ τεθνήκει
καὶ οὐδὲ
δημοσίας
ταφῆς ἠξιοῦτο,
μέγιστα
δὴ τὴν ἡγεμονίαν
ὠφελήσας·
οὕτως ἡ παραυτίκα
ὀργὴ τῆς
ποτὲ χάριτος
ἐπικρατεῖ.
καὶ τόδε
ὂν τηλικοῦτον
οἷα πάρεργον
ἐπὶ τῇ Γράκχου
στάσει συνέπεσε. |
Über
diese Worte war das Volk in Furcht, bis Scipio,
nachdem er sich abends noch Schreibzeug ans
Bett gelegt hatte, um nachts aufzuschreiben,
was er in der Volksversammlung sagen wollte,
tot, aber ohne Wunde, gefunden wurde. Vielleicht
hatte Cornelia, die Mutter des Gracchus,
Hand an ihn gelegt, damit nicht das Gesetz des
Gracchus annulliert würde, und ihre Sempronia
Sempronia ihr dabei geholfen, die mit Scipio
zwar verheiratet war, aber wegen ihrer Hässlichkeit
und Kinderlosigkeit weder von ihm geliebt wurde,
noch ihn liebte; vielleicht schied er auch,
wie einige meinen, freiwillig aus dem Leben,
weil er sich bewusst war, dass er seine Versprechungen
nicht würde einlösen können.
Einige behaupten, Diener hätten unter der
Folter gestanden, Fremde, die man nachts durch
das Hinterhaus hereingelassen habe, hätten
ihn erwürgt. Die es erfahren hatten, hätten
gezögert, es offen zu sagen, weil sich
das Volk in seinem Zorn auf ihn auch noch über
seinen Tod freue. Scipio war also tot, wurde
aber, obwohl er die Vormacht Roms in höchstem
Maße gefördert hatte, keines
Staatsbegräbnisses gewürdigt. So viel
stärker war der gegenwärtige Zorn
als die einstige Sympathie. Und dieses so bedeutende
Ereignis wirkte gleichsam als Steigerung der
gracchischen Unruhe. (Üb. E.Gottwein) |
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- Konsulat des
- Gnaeus Octavius
- Titus Annius Rufus
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- Konsulat des
- Marcus Aemilius Lepidus
- Lucius Aurelius Orestes
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- Gaius Sempronius Gracchus geht als Quaestor nach
Sardinien
(Plut.C.Gracch.1-2; Cic.Brut.100)
- LEX IULIA DE PEREGRINIS. Aus Rom und Bürgerkolonien
lässt der römische Senat
per Beschluss Einwohner ohne nachweisbares Bürgerrecht
ausweisen (Cic.off.3,47; Cic.Brut.108).
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- Konsulat des
- Marcus Plautius Hypsaeus
- Marcus Fulvius Flaccus
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- Massilia erbittet Roms Hilfe gegen die Salluvier.
Damit greift Rom zum ersten Mal militärisch im
jenseitigen Gallien
ein.
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Liv.60:
M. Fulvius Flaccus primus transalpinos Liguras
domuit bello, missus in auxilium Massiliensium
adversus Salluvios Gallos, qui fines Massiliensium
populabantur. |
Marcus Fulvius Flaccus bezwang als erster
im Krieg die Ligurer über den Alpen:
man hatte ihn den Massiliensern gegen die
gallischen Salluvier, die ihr Gebiet verwüsteten,
zu Hilfe geschickt. (Üb.: E.G.) |
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- Gesetzesantrag des Konsuls Marcus Fulvius Flaccus,
den italischen Bundesgenossen das Bürgerrecht
zu verleihen. Das Gesetz wird vereitelt und der Antragsteller,
um ihn aus dem Verkehr zu ziehen, gegen die Salluvier
geschickt (App.civ.1,21; App.civ.1,34). 122 wurde
er als Volkstribun
zusammen mit Gaius Sempronius Gracchus erschlagen.
App.civ.1,34:
οὕτω δ' ἔχουσιν
αὐτοῖς ὁ
συμμαχικὸς
καλούμενος
πόλεμος
ἐπιγίγνεται
ἐθνῶν ἀνὰ
τὴν Ἰταλίαν
πολλῶν, ἀρξάμενός
τε παραδόξως,
καὶ ἀθρόως
ἐπὶ μέγα
προελθών,
καὶ τὰς στάσεις
ἐν Ῥώμῃ σβέσας
ὑπὸ δέους
ἐπὶ πολύ.
λήγων δὲ
καὶ ὅδε στάσεις
τε ἄλλας
καὶ στασιάρχους
δυνατωτέρους
ἀνέθρεψεν
οὐ νόμων
εἰσηγήσεσιν
ἔτι οὐδὲ
δημοκοπίαις,
ἀλλὰ ἀθρόοις
στρατεύμασι
κατ' ἀλλήλων
χρωμένους.
καὶ αὐτὸν
διὰ τάδε
συνήγαγον
ἐς τήνδε
τὴν συγγραφήν,
ἔκ τε τῆς
ἐν Ῥώμῃ στάσεως
ἀρξάμενον
καὶ ἐς πολὺ
χείρονα
στάσιν ἑτέραν
ἐκπεσόντα.
ἤρξατο δὲ
ὧδε. Φούλβιος
Φλάκκος
ὑπατεύων
μάλιστα
δὴ πρῶτος
ὅδε ἐς τὸ
φανερώτατον
ἠρέθιζε
τοὺς Ἰταλιώτας
ἐπιθυμεῖν
τῆς Ῥωμαίων
πολιτείας
ὡς κοινωνοὺς
τῆς ἡγεμονίας
ἀντὶ ὑπηκόων
ἐσομένους.
εἰσηγούμενος
δὲ τὴν γνώμην
καὶ ἐπιμένων
αὐτῇ καρτερῶς,
ὑπὸ τῆς βουλῆς
ἐπί τινα
στρατείαν
ἐξεπέμφθη
διὰ τόδε.
ἐν ᾗ τῆς ὑπατείας
αὐτῷ δεδαπανημένης,
ὁ δὲ καὶ δημαρχεῖν
εἵλετο μετ'
αὐτὴν καὶ
ἔπραξε γενέσθαι
σὺν Γράκχῳ
τῷ νεωτέρῳ,
τοιάδε ἄλλα
ὑπὲρ τῆς
Ἰταλίας
ἐσφέροντι
κἀκείνῳ.
ἀναιρεθέντοιν
δὲ ἀμφοῖν,
ὥς μοι προείρηται,
πολὺ μᾶλλον
ἠρέθιστο
ἡ Ἰταλία·
οὔτε γὰρ
ἠξίουν ἐν
ὑπηκόων
ἀντὶ κοινωνῶν
εἶναι μέρει
οὔτε Φλάκκον
καὶ Γράκχον
ὑπὲρ αὐτῶν
πολιτεύοντας
τοιάδε παθεῖν. |
In
dieser Lage bricht über sie der sogenannte
Bundesgenossenkrieg mit vielen Völkern
in ganz Italien
herein. Er begann unvermerkt, entwickelte sich
schlagartig zu gewaltiger Größe und
und erstickte aus Furcht weitgehend die Unruhen
in Rom. Doch mit seinem Ende ließ auch
er andere Aufstände und mächtigere
Revolutionsführer emporwachsen, die nicht
mehr dadurch, dass die Gesetze einbrachten und
das Volk aufwiegelten, sondern mit geballten
Heeren gegeneinander vorgingen. Deswegen habe
ich ihn in dieses Geschichtswerk aufgenommen,
weil er aus dem Aufstand in Rom erwuchs und
sich zu einem anderen, viel schlimmeren Aufstand
entwickelte. Er begann aber so: Fulvius Flaccus
reizte während seines Konsulats an aller
erster Stelle ganz offen die Bewohner Italiens
dazu auf, nach dem römischen Bürgerrecht
zu verlangen, damit sie statt Untertanen Teilhaber
der Macht seien. Als er den Antrag einbrachte
und hartnäckig dabei blieb, schickte ihn
der Senat
deswegen auf einen Feldzug. Auf diesen verwendete
er sein gesamtes Konsulat. So entschied
er sich, anschließend Volkstribun
zu werden, und erreichte, dass er es zusammen
mit dem jüngeren Gracchus wurde, der andere
Anträge von der Art wie er für Italien
einbrachte. Als beide, wie gesagt, gewählt
waren, wurde Italien
noch viel mehr aufgereizt. Denn weder hielten
sie es für angebracht, dass sie Untertanen
statt Partner waren, noch dass Flaccus und Gracchus,
die ihre Interessen öffentlich vertraten,
solch ein leidvolles Ende fanden. (Üb.:
E.G.) |
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- Lucius Opimius unterdrückt eine Erhebung von
Fregellae.
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- Um Gaius Gracchus aus Rom fernzuhalten, verlängerte
der Senat
seine Tätigkeit in Sardinien
um ein drittes Jahr. Doch kehrt er eigenmächtig
nach Rom zurück und wird Volkstribun
(Plut.C.Gracch.2; Gell.15,12).
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- Der Prokonsul Gaius Sextius siegt über die
Salluvier und gründet Aquae Sextiae (Polyb.33,4,7f.;
Flor.3,2;Strab.4,1,11; Vell.2,10: App.Celt.12; Val.Max.9,6,3;
Oros.5,13,14).
Vell.2,39,1:
Gallias primum Domitio Fabioque, nepote Pauli,
qui Allobrogicus vocatus est, intratas cum exercitu,
magna mox clade nostra, saepe et adfectavimus
et amisimus. Sed fulgentissimum C. Caesaris
opus in his conspicitur; quippe eius ductu auspiciisque
infractae paene idem, quod totus terrarum orbis,
in aerarium conferunt stipendium. |
Gallien,
das zuerst Domitius und Fabius, der Enkel des
Paulus, der den Beinamen Allobrogicus erhielt,
mit einem Heer betreten hatten, haben wir anschließend
mit großem Verlust oft begehrt und oft
verloren. Aber am glänzendsten ist dabei
die Leistung des Gaius Caesar zu sehen; denn
unter seiner Führung und Planung
brach der Widerstand Galliens
zusammen, und es leistet <jetzt>
fast die selbe Abgabe in die Staatskasse, wie
der gesamte Erdkreis |
Liv.61:
C. Sextius pro cosul victa Salluviorum gente
coloniam Aquas Sextias condidit, ob aquarum
copiam e caldis frigidisque fontibus atque a
nomine suo ita appellatas. Cn. Domitius procos.
adversus Allobrogas ad oppidum Vindalium feliciter
pugnavit. quibus bellum inferendi causa fuit,
quod Toutomotulum, Salluviorum regem, fugientem
recepissent et omni ope iuvissent, quodque Aeduorum
agros, <sociorum> populi R., vastassent.
C. Gracchus seditioso tribunatu acto cum Aventinum
quoque armata multitudine occupasset, a L. Opimio
cosnsule ex S. C. vocato ad arma populo pulsus
et occisus est, et cum eo Fulvius Flaccus consul<aris>,
socius eiusdem furoris. Q. Fabius Maximus consul,
Pauli nepos, adversus Allobrogas et Bituitum,
Arvernorum regem, feliciter pugnavit. ex Bituiti
exercitu occisa milia cxx; ipse cum ad satisfaciendum
senatui Romam profectus esset, Albam custodiendus
datus est, quia contra pacem videbatur, ut in
Galliam remitteretur. decretum quoque est, ut
Congonnetiacus, filius eius, conprehensus Romam
mitteretur. Allobroges in deditionem recepti.
L. Opimius accusatus apud populum a. Q. Decio
tribuno plebis, quod indemnatos cives in carcerem
coniecisset, absolutus est. |
De
Prokonsul Gaius Sextius gründete nach seinem
Sieg über das Volk der Salluvier die Colonie
Aquae Sextiae, die er wegen des Wasserreichtums
aus warmen und kalten Quellen und nach seinem
Namen so benannte. Der Prokonsul Gnaeus Domitius
kämpfte bei der Stadt Vindalium erfolgreich
gegen die Allobroger. Der Grund für diesen
Krieg war, dass sie den Salluvierkönig
Toutomotulus auf seiner Flucht aufgenommen und
ihm jegliche Unterstützung gewährt
und die Felder der Haeduer, der Bundesgenossen
des römischen Volkes verwüstet hatten.
Als Gaius Gracchus nach seinem aufrührerischen
Tribunat mit seiner bewaffneten Schar auch den
Aventin
besetzt hatte, wurde er vom Konsul
Lucius Opimius, der das Volk auf Senatsbeschluss
zu den Waffen gerufen hatte, geschlagen und
getötet; mit ihm der ehemalige Konsul Fulvius
Flaccus, sein Helfershelfer beim selben Aufruhr.
Der Konsul Quintus Fabius Maximus, ein Enkel
des Paulus kämpfte mit Erfolg gegen die
Allobroger und den Arvenerkönig Bituitus.
Aus Bituitus' Heer fielen 120 Tausend. Als er
selbst, um dem Senat
Rechenschaft zu geben, nach Rom gereist war,
stellte man ihn in Alba unter Bewachung, weil
es dem Frieden abträglich erschien, ihn
wieder nach Gallien
zurückzuschicken. Man beschloss auch, seinen
Sohn Congonnetiacus festzunehmen und nach Rom
zu schicken. Die Kapitulation der Allobroger
wurde angenommen. Lucius Opimius wurde vom Volkstribunen
Quintus Decius vor dem Volk angeklagt, dass
er Bürger ohne Verurteilung ins Gefängnis
habe werfen lassen. Er wurde freigesprochen.
(Üb.: E.G.) |
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- Die wichtigsten
Gesetze des Gaius
Gracchus (App.civ.1,21-23; Plut.G.Gracch.4-5;
Liv.60; Vell.2,6), die außer der "lex de
civitate sociis danda" alle angenommen wurden.
- LEX
SEMPRONIA AGRARIA: Zur besseren Umsetzung dieses
Gesetzes sorgte Gaius Gracchus für die notwendige
Infrastruktur durch die Gründung von Colonien
(auch außerhalb Italiens)
und für den Bau von Straßen; Plut.G.Gracch.8-10.
- LEX
SEMPRONIA FRUMENTARIA, nach jeder Römer monatlich
fünf Scheffel Getreide verbilligt erhalten
sollte (Cic.Sest.103; Cic.Font.39; Plut.C.Gracch.5)
- LEX
SEMPRONIA IUDICIARIA, durch die die Repetundengerichte
vom Senat
auf den Ritterstand
übertragen wurden. Die Absicht war, einen
Keil zwischen Ritter
und Senat
zu treiben (Liv.60; Plut.C.Gracch.5).
- LEX
SEMPRONIA DE CIVITATE SOCIIS DANDA: Die Absicht
war, mit den socii dem Senat
neben den Rittern
seiner zweiten Stütze zu entfremden (Sall.Iug.42,1).
- Weitere Gesetze:
- LEX
SEMPRONIA DE PROVOCATIONE (DE CAPITE CIVIUM ROMANORUM),
durch die die Anwendung provocatio
ad populum verpflichtend und ihre Übertretung
sanktioniert wurde (Cic.Rab.12: "Gaius
Gracchus legem tulit, ne de capite civium Romanorum
iniussu vestro iudicaretur. - Gaius Gracchus brachte
ein Gesetz ein, dass über das Leben eines
römischen Bürgers nur auf euer (des
Volkes) Geheiß hin entschieden werde.";
Cic.Catil.1,28;
Cic.Catil.4,10;
Plut.C.Gracch.4). Zusätzlich wurde durch
eine LEX MILITARIS das militärische Strafrecht
beschnitten.
- LEX
DE PROVINCIIS CONSULARIBUS, nach der der Senat
die Provinzen vor der Wahl der Konsuln bestimmen
sollte (Cic.dom.24; Sall.Iug.27,3)
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- Der Konsul Quintus
Caecilius Metellus gewinnt durch die Eroberung
der Balearen den ehrenden Beinamen Balearicus. Sie
werden von Hispania
citerior aus mitverwaltet. Als Colonien
werden auf Mallorca Palma und Pollentia eingerichtet.
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- LEX ACILIA REPETUNDARUM, die die Repetundenprozesse,
in denen die Regressansprüche ausgebeuteter Provinzen
verhandelt wurden, aufwertete.
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- "Annales maximi", die vom Pontifex
Publius Mucius Scaevola veröffentlichte Priesterchronik
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- Der Krieg gegen Arverner und Allobroger geht weiter
und dauert bis zum Jahr 121.
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- Der Volkstribun
Marcus Livius Drusus kann mit Unterstützung des
Senats seinen
Mittribunen Gaius Sempronius Gracchus, der in diesem
Jahr zum zweiten Mal Tribun ist, aus der Gunst des
Volkes verdrängen. Auch seine längere Abwesenheit,
um in Africa die Colonie
Iunonia einzurichten, hatte ihm in dieser Hinsicht
geschadet. Eine dritte Wahl zum Volkstribunen
war fraglich.
Plut.C.Gracch.9:
Ἐπιδοὺς
οὖν ὁ Λίβιος
εἰς ταῦτα
τῇ βουλῇ
τὴν ἑαυτοῦ
δημαρχίαν,
νόμους ἔγραψεν,
οὔτε τῶν
καλῶν τινος
οὔτε τῶν
λυσιτελῶν
ἐχόμενος,
ἀλλ ἓν μόνον,
ὑπερβαλέσθαι
τὸν Γάιον
ἡδονῇ καὶ
χάριτι τῶν
πολλῶν, ὥσπερ
ἐν κωμῳδίᾳ
σπεύδων
καὶ διαμιλλώμενος.
ᾧ καὶ καταφανεστάτην
ἐποίησεν
ἑαυτὴν ἡ
σύγκλητος
οὐ δυσχεραίνουσα
τοῖς τοῦ
Γαίου πολιτεύμασιν,
ἀλλ αὐτὸν
ἐκεῖνον
ἀνελεῖν
ἢ ταπεινῶσαι
παντάπασι
βουλομένη.
τὸν μὲν γὰρ
ἀποικίας
δύο γράψαντα
καὶ τοὺς
χαριεστάτους
τῶν πολιτῶν
εἰσάγοντα
δημοκοπεῖν
ᾐτιῶντο,
Λιβίῳ δὲ
δώδεκα κατοικίζοντι
καὶ τρισχιλίους
εἰς ἑκάστην
ἀποστέλλοντι
τῶν ἀπόρων
συνελαμβάνοντο.
κἀκείνῳ
μὲν ὅτι χώραν
διένειμε
τοῖς πένησι,
προστάξας
ἑκάστῳ τελεῖν
ἀποφορὰν
εἰς τὸ δημόσιον,
ὡς κολακεύοντι
τοὺς πολλοὺς
ἀπηχθάνοντο,
Λίβιος δὲ
καὶ τὴν ἀποφορὰν
ταύτην τῶν
νειμαμένων
ἀφαιρῶν
ἤρεσκεν
αὐτοῖς. ἔτι
δ ὁ μὲν τοῖς
Λατίνοις
ἰσοψηφίαν
διδοὺς ἐλύπει,
τοῦ δ ὅπως
μηδ ἐπὶ στρατιᾶς
ἐξῇ τινα
Λατίνων
ῥάβδοις
αἰκίσασθαι
γράψαντος,
ἐβοήθουν
τῷ νόμῳ. |
So
lieh nun Livius dem Senat
sein Tribunat zu diesem Zweck und schlug allerhand
Gesetze vor, wobei er weder auf die Ehre noch
auf den Vorteil des Staates Rücksicht nahm,
sondern einzig und allein wie in einer Komödie
den Gaius an Gefälligkeit und Schmeicheleien
gegen das Volk zu übertreffen suchte. Dadurch
legte dann der Senat
seine Absicht deutlich genug an den Tag, dass
er nicht nur mit den Anordnungen des Gaius unzufrieden
war, sondern vielmehr ihn selbst aus dem Wege
räumen und gänzlich unterdrücken
wollte. Wenn Gaius zwei Colonien
beantragte und dazu die rechtlichsten Bürger
bestimmte, beschuldigte man ihn, nach
der Volksgunst zu streben; Livius hingegen,
der zwölf Colonien
vorschlug und in jede dreitausend dürftige
Bürger schickte, fand alle mögliche
Unterstützung. Jener wurde, weil er die
Ländereien unter die Armen verteilte und
jedem eine gewisse Abgabe in die Staatskasse
auferlegte, als ein Schmeichler des Pöbels
angefeindet. Livius erließ den Besitzern
auch diese Abgabe und wurde deswegen gelobt
und gepriesen. Überdies nahm man es dem
Gaius sehr übel, dass er den Latinern
gleiches Stimmrecht erteilte; dagegen wurde
des Livius Verordnung, dass kein Latiner,
nicht einmal im Krieg, mit dem Stock gezüchtigt
werden solle, ohne Umstände genehmigt. (Üb.
nach Kaltwasser) |
- Der Konsul Gaius Fannius lässt Nichtbürger
(Bundesgenossen, Latiner,
Fremde) aus Rom ausweisen.
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- Der Konsul Gaius Fannius betätigt sich auch
als Annalist
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- Gaius Sempronius Gracchus besetzt den Aventin.
Er wird von den Optimaten unter Führung des Konsuls
Lucius Opimius erschlagen (Plut.G.Gracch.13-17; App.civ.1,25f.;
Vell.2,6; Val.Max.4,7,2; Aur.Vict..65; Flor.3,15).
Zu dem Aufruhr war es gekommen, als der Tribun Minucius
den Antrag stellte, einige Gesetze des Gaius Gracchus
aufzuheben. Der Senat
erteilte zum ersten Mal in der römischen Geschichte
mit Lucius Opimius einem Konsul
durch das SCU Dictatorische
Gewalt (Plut.G.Gracch.18). Daraufhin wurden Gaius
Gracchus, Marcus Fulvius Flaccus und 3000 Anhänger
niedergemacht. Es folgten weitere Maßnahmen
zur Unterdrückung des Volkes.
Sall.Iug.16,2:
quoius legationis princeps fuit L. Opimius,
homo clarus et tum in senatu potens, quia consul
C. Graccho et M. Fulvio Flacco interfectis acerrume
victoriam nobilitatis in plebem exercuerat.
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Führer
dieser Gesandtschaft war Lucius Opimius, ein
angesehener und damals im Senat
mächtiger Mann, weil er Konsul nach der
Ermordung des Gaius Gracchus und Fulvius Flaccus
äußerst rücksichtslos den Sieg
der Nobilität gegen das Volk ausgeübt
hatte. (Üb.: E.G.) |
- Lucius Opimius weihte zur Erinnerung an seinen
"Sieg" sogar einen Tempel der Concordia
(Plut.G.Gracch.17).
- Ein berühmter Weinjahrgang (Petron.34,6)
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