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v.Chr. |
Geschichte |
Kultur |
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- Archon: Kephisodoros (Diod.Sic.)
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- Alexanders Feldherrn teilen sich das Reich unter dem Scheinkönigtum
des Philippos
Arrhidaios und des Alexandros, des Sohnes der Roxane,
und unter der Oberleitung des Perdikkas
(Curt.10,6-10; Arr.Alex.1-7; Diod.18,1-4; Iust.13,1-4).
- Meleagros gerierte sich als Führer des
Fußvolkes. Zwischen ihm und den Führern
der Reiterei kam es zum Streit um die Nachfolge
Alexanders.
| Arr.Alex.2:
διεφέρετο δὲ ἐς ἀλλήλους τὸ πεζὸν καὶ τὸ
ἱππικόν, ὧν οἱ μέγιστοι τῶν ἱππέων καὶ τῶν
ἡγεμόνων Περδίκκας ὁ Ὀρόντου καὶ Λεόννατος
ὁ † Ἄνθους καὶ Πτολεμαῖος ὁ Λάγου, τῶν δὲ
μετ' ἐκείνους Λυσίμαχός τε ὁ Ἀγαθοκλέους
καὶ Ἀριστόνους ὁ Πεισαίου καὶ Πείθων ὁ Κρατεύα
καὶ Σέλευκος ὁ Ἀντιόχου καὶ Εὐμένης ὁ Καρδιανός.
οὗτοι μὲν ἡγεμόνες τῶν ἱππέων, Μελέαγρος
δὲ τῶν πεζῶν. (3) εἶτα διαπρεσβεύονται
πρὸς ἀλλήλους πολλάκις καὶ τέλος συμβαίνουσιν
οἵ τε τὸν βασιλέα ἀνειπόντες πεζοὶ καὶ οἱ
τῶν ἱππέων ἡγεμόνες, ἐφ' ᾧ Ἀντίπατρον μὲν
στρατηγὸν εἶναι τῶν κατὰ τὴν Εὐρώπην, Κρατερὸν
δὲ προστάτην τῆς Ἀρριδαίου βασιλείας, Περδίκκαν
δὲ χιλιαρχεῖν χιλιαρχίας, ἧς ἦρχεν Ἡφαιστίων
(τὸ δὲ ἦν ἐπιτροπὴ τῆς ξυμπάσης βασιλείας),
Μελέαγρον δὲ ὕπαρχον Περδίκκου. |
Heer
und Reiterei zerstritten sich. Die höchsten
Ränge der Reiterei begleiteten Perdikkas,
der Sohn des Orontas, Leonnatos,
der des Anthes, und Ptolemaios
Lagou. Nach ihnen kamen Lysimachos,
der Sohn des Agathokles, Aristonous, der
Sohn des Peisaios, Peithon,
der des Krateuas, Seleukos,
der des Antiochos,
und Eumenes
Kardianos. Diese waren Führer der Reiterei,
Meleagros aber der des Heeres. (3) Nun schicken
sie oft Gesandte hin und her und schließlich
einigen sich das Heer, das den König
bereits ernannt hatte, und die Führer
der Reiterei, dass Antipatros
Feldherr der Truppen in Europa sei, Krateros
der Verwalter der Königsherrschaft
des Arrhidaios,
Perdikkas
die Truppen führe, die Hephaistion
geführt hatte, (d.h. die Gesamtaufsicht
über das Königreich) und Meleagros
Perdikkas
unmittelbar unterstellt sei. (Üb. E.G.) |
Man einigte sich so (Reichsordnung der Heeresversammlung
von Babylon):
- Thronerben sein sollten:
- Philippos
Arrhidaios, der Halbbruder Alexanders,
nämlich der Sohn Philipps von Philinna
und
- der noch ungeborene Sohn Alexanders
von Roxane.
- Die Funktionen der Feldherrn:
- Antipatros
sollte Oberfeldherr in Europa sein,
- Krateros
sollte als προστάτης τῆς βασιλείας Vormund
des Philippos
Arrhidaios sein. Da er mit dem Veteranenheer
nach Makedonien unterwegs war, lag seine
Vertretung bei Perdikkas.
- Perdikkas
sollte als Chiliarch (Nachfolger des Hephaistion)
die Oberleitung über alles haben. Durch
die Vertretung des Krateros
war Perdikkas
faktisch der mächtigste Mann.
- Meleagros wurde Perdikkas
an die Seite gestellt, aber bald danach zusammen
mit anderen ermordet (Curt.10,9
- Die Neuverteilung der Provinzen (Satrapien)
an die Feldherrn wurde unter der Leitung des Perdikkas
folgendermaßen geregelt:
| Curt.10,10,1-4:
Perdicca perducto in urbem exercitu consilium
principum virorum habuit, in quo imperium
ita dividi placuit, ut rex quidem summam
eius obtineret, satrapes Ptolomaeus Aegypti
et Africae gentium, quae in dicione erant.
(2) Laomedonti Syria cum Phoenice data est,
Philotae Cilicia destinata, Lyciam cum Pamphylia
et maiore Phrygia obtinere iussus Antigonus,
in Cariam Cassander, Menander in Lydiam
missi. Phrygiam minorem Hellesponto adiunctam
Leonnati provinciam esse iusserunt. (3)
Cappadocia Eumeni cum Paphlagonia cessit;
praeceptum est, ut regionem eam usque ad
Trapezunta defenderet, bellum cum Ariarathe
gereret: solus hic detrectabat imperium.
(4) Pithon Mediam, Lysimachus Thraciam adpositasque
Thraciae Ponticas gentes obtinere iussi.
Qui Indiae quique Bactris et Sogdianis ceterisque
aut Oceani aut Rubri maris accolis praeerant,
quibus quisque finibus habuisset imperium,
obtinerent decretum est; Perdicca ut cum
rege esset copiisque praeesset, quae regem
sequebantur. |
Nachdem
das Heer in die Stadt geführt war,
hielt Perdikkas
eine Versammlung der führenden Männer
ab. Man beschloss, die Macht so aufzuteilen,
dass der König die oberste Macht behielt.
Ptolemaios
solle Satrap von Ägypten
und der unterworfenen Völker Libyens
sein. (2) Laomedon
wurde Syrien
mit Phoenikien
gegeben, Philotas
Kilikien
zugewiesen; Antigonos
erhielt den Auftrag, Lykien
mit Pamphylien
und Großphrygien
zu behaupten; Kassandros
und Menandros
wurden nach Lydien
geschickt. Das an den Hellespont angrenzende
Kleinphrygien sollte nach ihrem Beschluss
Strapie des Leonatos sein. (3) Kappadokien
ging mit Paphlagonien an Eumenes.
Er wurde beauftragt, dieses Gebiet bis nach
Trapezus zu verteidigen und den Krieg gegen
Ariarathes zu führen, der noch als
einziger rebellierte. (4) Peithon
sollte nach ihrem Beschluss Medien,
Lysimachos
Thrakien
und die an Thrakien
angrenzenden pontischen Völker behaupten.
Wer über Indien, wer über die
Baktrier, Sogdianen und übrigen Anwohner
des Ozeans oder des Roten Meeres herrschte,
sollte dem Beschluss nach die Macht über
jeweils sein Gebiet behalten. Perdikkas
sollte den König begleiten und die
Truppen anführen, die dem König
folgten. (Üb. E.G.) |
- Von den Angehörigen Alexanders, die Einflussnahme
erwarten ließen und während der Kämpfe
alle beseitigt wurden, gehörten:
- Olympias, Alexanders Mutter, die sich in
Epeiros aufhielt (Iust.6);
- Herakles, Alexanders Sohn von Bardine (Plut.Alex.21;
Curt.10,6);
- Kleopatra, Alexanders Schwester;
- Thessalonike (Gattin des Kassandros)
und Kynane, Halbschwestern von Alexander
- Adea, bzw. Eurydike, die Tochter von Alexanders
Halbschwester Kyane und Gattin des Philippos
Arrhidaios (Diod.18,23; Dio.19,35; Diod.19,52;
Iust.14,5; ).
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- 323-322 Lamischer Krieg
(Diod.18,8-18; Hypereid.Epitaph.; Plut.Phok.22-28; Plut.Dem.27-30;
Iust.8,5): Fast ganz Griechenland erhebt sich gegen die
makedonische
Herrschaft. Anlass war der Befehl Alexanders an die griechischen
Städte, ihre Verbannten zurückzuholen (aus dem
Jahr
323).
Durch diese Anordnung fühlten sich besonders die Aitoler
und Athen
bedrängt. Athen
ergriff die Initiative: Es nahm sofort mit der Nachricht
von Alexanders Tod den Söldnerführer Leosthenes,
der mit seinen Leuten auf Alexanders Befehl von den Satrapen
entlassen worden war und jetzt seine Truppen beim Kap Tainaron
wieder sammelte, in Dienst. Zu seinen eigenen 8000 Mann
gewann Leosthenes
noch 7000 Aitoler,
Lokrer, Phoker und andere (Diod.17,106; Diod.17,111; Diod.18,9-18;
Paus.1,25,4; Paus.5,52,2). Die Athener
riefen auch durch Gesandtschaften zum Bündnis auf.
Ihrem Ruf folgten von der Peloponnes
Argos, Epidauros,
Sikyon, Troizen,
Elis, Phleius,
Messene.
Sonst noch die Akarnanen Karystos auf Euboia und das gesamte
Thessalien. Die Athener
selbst bieten 5000 Hopliten, 500 Reiter und weitere 2000
Söldner auf. Die vereinigten Griechen besiegen unter
Leosthenes
zunächst die Boioter
bei Plataiai. Dann zieht das gesamte Heer gegen Antipatros
zu den Thermopylen.
Sie besiegen ihn und schließen ihn in Lamia
ein (Diod.18,12-13; Paus.1,1,3).
Antipatros
ist zwar zum Frieden bereit, aber seine Gegner verlangen
bedingungslose Kapitulation (Diod.18,18; Plut.Phok.26).
- Leosthenes
fällt. Als Heerführer der Griechen folgt ihm Antiphilos.
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- Archon: Philokles (Diod.Sic.)
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- Leonnatos
kommt aus dem hellespontischen Phrygien Antipatros
mit 20000 Fußsoldaten und 2500 Reitern zu Hilfe. Da
Antiphilos, nachdem inzwischen viele Bundesgenossen nach
Hause zurückgekehrt waren, ungefähr gleich stark
war (22000 Fußsoldaten, 3500 Mann Reiterei), gab er
die Belagerung von Lamia
auf und zog Leonnatos
entgegen. Leonnatos
fällt zwar in einem Reiterkampf gegen die Griechen
(Diod.18,14f), aber Antipatros
gelingt es, sich aus Lamia
zu befreien und sich mit dem Restheer des Leonnatos
zu vereinigen. Zusammen mit Krateros,
der ihm ebenfalls zu Hilfe kommt, schlägt er die Griechen
bei Krannon (Diod.18,16f.).
- Antipatros
und Krateros
lehnen einen Antrag auf gemeinsame Friedensverhandlungen
ab und zwingen die griechischen Staaten in getrennten Verträgen
mit maßvollen Bedingungen Frieden zu schließen.
Der hellenische Bund wird somit zerschlagen (Diod.18,17):
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- Die Athener
und die Aitoler bleiben schließlich übrig. Für
Athen verhandlen
Phokion und Demades
den Frieden. Es muss seine Verfassung ändern und
eine makedonische
Besatzung in Munychia aufnehmen (Diod.18,18; Plut.Phok.26;
Plut.Dem.27): Die Athener
müssen im einzelnen:
- die Kriegskosten erstatten,
- die makedonenfeindlichen Redner, besonders Demosthenes
und Hypereides ausliefern: die Redner fliehen zwar,
Hypereides wird aber in Aigina aufgegriffen, vor Antipatros
gebracht und hingerichtet; Demosthens begeht, als er
gefasst wird, auf der Insel Kalaureia
Selbstmord (Plut.Dem.28-30; Arr.Alex.13).
- das Bürgerrecht derjenigen beschränken,
deren Vermögen unter 2000 Drachmen blieb: daraufhin
werden etwa 12000 Bürger (bes. nach Thrakien)
ausgewiesen, während nur 9000 zurückbleiben.
- das Gemeinwesen nach den Gestzen Solons verwalten,
- aus Samos
die athenischen
Kleruchen abziehen,
- eine makedonische
Besatzung in Munychia und auf der Burg des Peiraieus
aufnehmen.
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- Antipatros
zieht jetzt gegen die Aitoler. Diese verteidigen sich hartnäckig:
Antipatros
wird infolge des Krieges in Asien
abberufen, bevor er sie niederwerfen kann.
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- Archon: Archippos (Dion.Hal.Din.9)
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1. Diadochenkrieg
(321-320) (Diod.18,23; Diod.18,25; Diod.18,29; Diod.18,33-36;
Iust.12,6-8): Krieg der Statthalter Antigonos,
Antipatros,
Krateros und
Ptolemaios
gegen Perdikkas
und Eumenes.
- Eumenes,
der Verbündete des Perdikkas,
errang in Kappadokien
einen Sieg über Krateros
und Neoptolemos, die beide fielen (Diod.18,30-32;
Plut.Eum.5-7; Nep.Eum.3-4).
- Perdikkas
wird nach zwei Niederlagen im Nildetavon seinen Truppen
im Stich gelassen und umgebracht.
- Gegen Eumenes
wird der Krieg fortgeführt. Er wird verraten,
besiegt und in Nora in Kappadokien
eingeschlossen. Nachdem er wieder freigekommen war,
wurde er von Olympias und Polyperchon
zum königlichen Oberfeldherrn erhoben und führte
in der Folge in Kilikien,
Phoinikien, Susiana, Persis, Medien
und Peraitakene wechselvolle Kriege. Ende 316 wird
er von seinen eigenen Truppen verraten, Antigonos
ausgeliefert und hingerichtet (Diod.18,40-42; Diod.18,40-42;
Diod.18,50; Diod.18,53; Diod.18,57-63; Diod.18,73;
Nep.Eum.5ff.;
Iust.14,1-4).
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| 320 |
- Archon: Neaichmos (Dion.Hal.Din.9)
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- Nach dem Ende des Perdikkas
wird Antipatros
zum ἐπιμελητὴς αὐτοκράτωρ erhoben. In Triparadeisos in Syrien
werden im Herbst 320 die Länder neu aufgeteilt (Seleukos
erhält Babylonien
dazu, Diog.18,39; Arr.Alex.30-38; Ptolemaios
wird als Satrap von Ägypten bestätigt), Antipatros
wird gleichzeitig Reichsverweser und Antigonos
wird zum königlichen Oberfeldherrn ernannt. Er wird
zunehmend unabhängiger und seine Macht wächst
stetig.
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| 319 |
- Archon: Apollodoros (Diod.Sic.)
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- Archon: Archippos (Diod.Sic.)
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- 2. Diadochenkrieg
(318-315): Antipatros
stirbt bereits 319. Damit ist die Einigung und Reichsaufteilung
von Triparadeisos obsolet. Um die Nachfolge des Antipatros
und den Besitz Makedoniens
führen Polyperchon
und Kassandros,
der Sohn des Antipatros,
einen Krieg (Diod.18,47-49):
- Antipatros
hatte Polyperchon
zu seinem Nachfolger bestimmt
| Diod.18,48,4:
ὁ δ' Ἀντίπατρος ἐσχάτως ἤδη διακείμενος
ἀπέδειξεν ἐπιμελητὴν τῶν βασιλέων Πολυπέρχοντα
καὶ στρατηγὸν αὐτοκράτορα, πρεσβύτατον σχεδὸν
ὄντα τῶν Ἀλεξάνδρῳ συνεστρατευμένων καὶ
τιμώμενον ὑπὸ τῶν κατὰ τὴν Μακεδονίαν, τὸν
δ' υἱὸν Κάσανδρον χιλίαρχον καὶ δευτερεύοντα
κατὰ τὴν ἐξουσίαν. |
Kurz
vor seinem Tod ernannte Antipatros
Polyperchon
zum königlichen Sachwalter und zum
unumschränkten Feldherrn. Denn von
den Feldherrn, die mit Alexander zusammen
gezogen waren, war er nahezu der älteste
und von den Makedonen
geachtet. Seinem Sohn Kassandros
gab er den zweithöchsten Rang und machte
ihn zum Chiliarchen. (Üb. E.G.)
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- Kassandros
gab sich damit nicht zufrieden, sondern vergewisserte
sich der Hilfe des Antigonos
gegen Polyperchon
und eroberte in den Jahren 316-315 von Griechenland
aus Makedonien
(Diod.19,35f.; Diod.19,49-51). Polyperchon
konnte sich noch einige Jahre in Griechenland
behaupten und musste sich erst 309 ergeben. Kassandros
ernannte ihn zum Strategen in der Peloponnes
(Diod.20,28).
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- Kassandros
hatte sofort, als sein Vater tot war, Menyllos, der das
Kommando über die makedonische
Besatzung in Munychia führte, durch den ihm ergebenen
Nikanor abgelöst. Da dieser auch den Peiraieus
in seine Hand brachte, war Kassandros
praktisch Herr über Athen.
An dieser Entwicklung war Phokion nicht schuldlos (Plut.Pok.31f.;
Diod.18,64).
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- Archon: Demogenes (Diod.Sic.)
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- Die Athener
finden sich nicht mit der Situation ab, sondern schließen
sich Polyperchon
an und versuchen so, ihre Freiheit zurückzugewinnen.
- Polyperchon
versuchte, die Griechenstädte durch ein im
Namen der Könige erlassenes Edikt auf seine
Seite zu ziehen, indem er ihnen völlige Autonomie
zusicherte und die Möglichkeit, zu der früheren
Verfassung zurückzukehren, das so genannte
"Freiheitsdiagramma des Polysperchos"
(Diod.18,55-57).
- Polyperchon
schickte seinen Sohn Alexandros mit einem Heer
vor Athen.
Er selbst folgte ebenfalls mit einem Heer.
- Unter dem Eindruck ihrer militärischen
Präsenz kehrten viele Verbannte zurück.
Es kam zu einer Vertreibung und Hinrichtung der
Anhänger des Kassandros.
Einige, die in das Lager des Polyperchon
flohen, wurden von ihm den Athenern
ausgeliefert und hingerichtet; darunter auch Phokion
(Plut.Phok.33ff.; Diod.18,65-57).
- Kassandros
erscheint aber mit 35 Schiffen und 4000 Mann im
Peiraieus.
Polyperchon
kann gegen ihn nichts ausrichten, so dass sich
die Athener
erneut unterwerfen müssen. Kassandros
löst Polyperchons
als Reichsverweser ab:
- Die Athener
müssen wieder das Bürgerrecht
nach einem Zensus beschränken,
dieses Mal auf den Besitz von 1000 Drachmen.
- Die Kassandros
ergebene Besatzung kehrt wieder nach
Munychia zurück.
- Kassandros
setzt Demetrios
v. Phaleron als προστάτης
von Athen
ein (Diod.18,68-74) und überträgt
ihm so die Regierung über Athen.
Dieses Amt nahm Demetrios
v. Phaleron bis 307 wahr. Er ließ
in Athen
eine erste Volkszählung durchführen,
die 21000 Bürger, 10000 Metoiken
und 400000 Sklaven ergab.
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- Gesetz gegen den Gräberluxus in Athen
(Coc.leg.2,69)
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| 316 |
- Archon: Demokleides (Diod.Sic.)
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- Archon: Praxibulos (Diod.Sic.)
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- Niederlage und Tod des Eumenes
(Diod.19,40-44; Plut.Eum.17-19).
- Kassandros
lässt das von Alexander zerstörte Theben
wieder aufbauen (Diod.19,53f.; Paus.9,7), außerdem
gründet er Thessalonike und Kassandreia.
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- Archon: Nikodoros (Diod.Sic.)
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- 3. Diadochenkrieg
(314-311) (Diod.19,57-64; Diod.19,66-69; Diod.19,73-75;
Diod.19,77-100): Krieg der Statthalter Seleukos,
Ptolemaios,
Kassandros
und Lysimachos
gegen Antigonos.
Grund war, dass die wachsende Macht des Antigonos
zunehmend die Missgunst der anderen Statthalter erregte.
Seleukos
verlässt aus Angst vor einem Anschlag des Antigonos
seine Statthalterschaft Babylonien.
Unter den vielen wechselvollen Schlachten ist die Schlacht
bei Gaza (312) bemerkenswert, in der Ptolemaios
und Seleukos
einen Sieg über Demetrios
Poliorketes, den Sohn des Antigonos,
erringen (Diod.19,80-84; Plut.Demetr.5). Seleukos
kehrt wieder nach Babylonien
zurück.
- Der Krieg zwischen Antigonos
und Kassandros
konzentriert sich in Griechenland:
- Antigonos versucht
die Griechen für sich zu gewinnen, indem
er ihnen Freiheit und Autonomie verkündet
(Diod.19,61).
- Um Kassandros
aus Griechenland zu vertreiben, schickt Antigonos
314-312 wiederholt Truppen unter den Feldherrn
Aristodemos, Dioskorides, Telesphoros und seinem
Neffen Ptolemaios.
Ihre Aufgabe war es, die makedonischen
Besatzungen aus den Städten zu verjagen und
so ihre Autonomie durchzusetzen. Dies gelang überall
außer in Sikyon,
in Korinth
und Athen
(Diod.19,57-87 passim).
- Ptolemaios
folgte 314 dem Beispiel des Antigonos,
verkündete die Freiheit Griechenlands und
schickte eine Flotte von 50 Schiffen. Ihr blieb
aber ein greifbarer Erfolg versagt (Diod.19,62-64
passim).
- Polysperchos und sein Sohn Alexandros standen
ebenfalls noch mit ihren Truppen in Griechenland
auf. Sie griffen manchmal für Kassandros,
manchmal für Antigonos
Partei, manchmal handelten sie aus eigenem Interesse.
Alexandros starb in dieser Zeit (Diod.19,57-67
passim).
- Athen
behielt seine makedonische
Besatzung. Als die Truppen des Antigonos
in Attika
erschienen, schloss Demetrios
v. Phaleron mit ihnen einen Vertrag, dessen
Vereinbarungen nicht überliefert sind (Diod.19,78).
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| 313 |
- Archon: Theophrastos (Diod.Sic.)
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| 312 |
- Archon: Polemon (Diod.Sic.)
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- Archon: Simonides (Diod.Sic.)
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- Friede zwischen den Statthaltern auf der Basis des Status
quo (Diod.19,105):
- Vereinbarung: Alle Feldherrn sollen ihre Statthalterschaften
behalten, Kassandros
nur so lange, bis Alexander, der Sohn der Roxane mündig
ist. Dies führte dazu, dass Kassandros
beide, Mutter und Sohn, beseitigen ließ.
- Griechenland wird in dem Frieden der Statthalter
für frei erklärt (Diod.19,105).
Diese Bestimmung führte dazu, dass man
in der Folge einige ehrgeizige Kriege gegen
konkurrierende Statthalter als Befreiungskriege
deklarierte. Z.B.:
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| 310 |
- Archon: Hieromnemon (Diod.Sic.)
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| 309 |
- Archon: Demetrios (Diod.Sic.)
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| 308 |
- Archon: Charinos (Diod.Sic.)
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- Archon: Anaxikrates (Diod.Sic.)
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- Demetrios
Poliorketes nimmt mit einer starken Flotte den Peiraieus
erobert und zerstört Munychia befreit Athen
und richtet wieder die Demokratie ein (Diod.20,45f.; Plut.Demetr.8-14).
Demetrios
von Phaleron erhält freies Geleit und begibt sich
über Theben
nach Ägypten.
- Demetrios
Poliorketes begünstigte Athen
noch außerdem durch Getreide, Schiffsbauholz
und die Rückgabe von Imbros.
- Athen
überhäufte dafür Antigonos
und Demetrios
mit fast göttlichen Ehrungen (Plut.Demetr.10-13;
Diod.20,46; Ath.6,253f.; Philoch.fr.144): Sie
- errichteten ihnen Statuen,
- bezeichneten sie als θεοὶ σωτῆρες ("rettende
Götter"),
- erbauten ihnen Altäre,
- webten ihre Namen neben den des Zeus
und der Athena in den Peplos der Athena
- benannten zusätzlich zu den bisherigen
10 Phylen
zwei neue Phylen
nach ihnen Antigonis und Demetrias
- Demetrios
Poliorketes befreit auch Megara
- Dann wird er von seinem Vater Antigonos
abberufen, um auf Zypern den Krieg gegen Ptolemaios
zu führen (Diod.20,47f.): Bei Salamis
erringt er einen glänzenden Seesieg über
Ptolemaios
(Diod.20,49-52; Plut.Demetr.15f.).
- Ein gemeinsames Flottenunternehmen mit seinem
Vater gegen Ägypten
bleibt ohne Erfolg (Diod.20,73-76)
- 304-303 belagert Demetrios
Poliorketes ein Jahr lang Rhodos.
Dabei erwirbt er sich durch seine wirkungsvollen
Belagerungsmaßnahmen den Beinamen Πολιορκητής
("Städtebelagerer") (Diod.20,92;
Plut.Demetr.21). Schließlich geht er mit
den Rhodiern
einen Vergleich ein und wendet sich (303) wieder
nach Griechenland.
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- Archon: Koroibos (Diod.Sic.)
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- Antigonos
nimmt unter dem Eindruck des Seesieges seines Sohnes Demetrios
bei Salamis
den Königstitel an und verleiht ihn auch Demetrios.
Die anderen Statthalter müssen sich anschließen,
allein schon um ihren Anspruch deutlich zu machen: Seleukos,
Ptolemaios,
Kassandros
und Lysimachos
folgen. Dadurch kommt zum Ausdruck, dass die Reichsidee
gegenüber den partikularen Lösungen jetzt schon
weitgehend chancenlos ist (endgültig 301) (Diod.20,53;
Plut.Demetr.17-18).
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| 305 |
- Archon: Euxenippos (Diod.Sic.)
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| 304 |
- Archon: Pherekles (Diod.Sic.)
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- Archon: Leostratos (Diod.Sic.)
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- Demetrios
Poliorketes kehrt nach Griechenland zurück und vollendet
gegen Kassandros
und Polyperchon
die Befreiung der griechischen Städte:
- Er wehrt den Angriff des Kassandros
auf Athen
ab (Plut.Demetr.23),
- nimmt den Ptolemaiern
Sikyon
ab,
- erobert Korinth,
Bura, Skyros in Achaia
und Orchomenos in Arkadien (Diod.20,100; Diod.20,102f;
Diod.20,110; Plut.Demetr.23-27).
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- 301 will sich Demetrios
Poliorketes von Athen
aus durch Thessalien gegen Kassandros
marschieren, wird aber von seinem Vater abberufen, weil
der 4. Diadochenkrieg
bereits begonnen hatte.
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- Archon:Nikokles (Diod.Sic.)
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- Archon: Hegemachos (Dion.Hal.Din.9)
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- Da Demetrios
Poliorketes noch eine große Flotte besaß und
einige Städte in seiner Gewalt waren, konnte das relative
Gleichgewicht, das durch Ipsos unter den Diadochen
hergestellt war, keinen dauerhaften Bestand haben (Plut.Demetr.31f.).
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| 299 |
- Archon:Euktemon (Dion.Hal.Din.9)
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- Archon: Mnesidemos (Dion.Hal.Din.9)
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- Kassandros
hatte die Gelegenheit der Niederlage der Antigoniden genutzt
und versucht, die griechischen Staaten wieder unter sich
zu bringen. In Athen
setzt er den ihm ergebenen Lachares als Tyrann ein (Plut.Demetr.31).
- Demetrios
wird zunächst der Zutritt nach Athen
verweigert. Doch Demetrios
verstärkt seine Truppen, erobert Athen
legt zur Sicherung eine Besatzung in den Peiraieus,
nach Munychia und in das Museion (Plut.Demetr.33; Paus.1,25,5).
- Demetrios
konnte offenbar den größten Teil der Peloponnes
und Mittelgriechenlands (mit Megara)
unterwerfen und so seine Herrschaft im übrigen Griechenland
ausweiten (Plut.Demetr.35; Plut.Demetr.39).
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| 297 |
- Archon: Antiphates (Dion.Hal.Din.9)
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- Archon: Nikias (Dion.Hal.Din.9)
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- Kassandros
stirbt. Dies führt zu Thronstreitigkeiten in Makedonien
zwischen seinen drei Söhnen Philippos, Antipatros
und Alexandros. Philippos starb bald. Von den beiden übrigen
Streithähnen rief Alexandros den Pyrrhos von Epeiros
und den Demetrios
Poliorketes zu Hilfe.
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| 295 |
- Archon: Nikostratos (Dion.Hal.Din.9)
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- Archon: Olympiodoros (Dion.Hal.Din.9)
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- Demetrios
bringt Makedonien
in seine Abhängigkeit, indem er Alexandros tötet
und sich selbst zum König bestimmt (294-288).
- Antipatros
hatte sich zu Lysimachos
geflüchtet, fiel aber dort einem Anschlag zum Opfer
(Plut.Demetr.36f.; Plut.Pyrrh.7; Iust.16,1).
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| 293 |
- Archon: Philippos (Dion.Hal.Din.9)
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| 292 |
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| 290 |
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| 289 |
- Archon: Aristonymos od.
Telokles
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| 288 |
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- Die Athener
verjagen unter Olympiodoros die Besatzungen des Demetrios
und gewinnen ihre Freiheit zurück (Paus.1,26,1-3; Plut.Demetr.46;
Plut.Pyrrh.12).
- Staatsverwaltung des Demochares, eines Neffen des Demosthenes
zu aller Zufriedenheit.
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- Pyrrhos übertrug Antigonos
Gonatas, dem Sohn des Demetrios,
die Behauptung der griechischen Städte (Plut.Demetr.44;
Plut.Demetr.51), doch verliert Antigonos
Gonatas einige Städte an Ptolemaios
(Plut.Demetr.46; Plut.Pyrrh.11). In einem Teil Griechenlands
kann er sich behaupten.
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| 285 |
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| 284 |
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- Seleukos
lässt sich von Flüchtlingen zum Krieg gegen Lysimachos
bestimmen. Er schlägt ihn bei Kurupedion im hellespontischen
Phrygien
und tötet ihn in der Schlacht. (Paus.1,10,3-5; Iust.17,1-2).
- Seleukos
will Makedonien
an sich bringen, wird aber von Ptolemaios
Keraunos bei Lysimacheia
ermordet (Iust.17,2). Damit ist der letzte Diadoche tot.
(Die Könige der nächsten Generation nennt man
"Epigonen".)
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