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Politische und kulturelle Entwicklung Roms

Die entwickelte Republik: 1. Abschnitt

Der 1. Punische Krieg (264-241)

 

 

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Geschichte

v.Chr.
 
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Rom: Vorschau Stadtplan (1)
Italienkarte
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Sizilien Numidien
Stadtplan (Republik)  Italien Sizilien Numidien
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Griechische Geschichte

  • 1. Punischer Krieg 264-241 (Polyb.1,8-64; Diod.22,14-24; Zonar.8,8-17.Oros.4,7-11). Die Mamertiner, die "Söhne des Mars", wie sie sich selbst nannten, waren die campanischen Söldnertruppen des Agathokles von Syrakus. Nach dessen Tod [Rückverweis289] machten sie sich selbständig, zogen nach Norden und brachten Messana in ihre Hand. Von dort aus machten sie die Insel unsicher. Als Hieron II. von Syrakus gegen sie vorging, riefen sie sowohl die Karthager als auch die Römer zu Hilfe. Während der Senat sich nicht entscheiden konnte, nahmen die Karthager sofort Messana in Besitz. Als das Volk in Rom eine Entscheidung zugunsten des Hilfegesuchs durchgesetzt hatte, schlugen die Römer sowohl die Karthager als auch die Syrakusaner und besetzten  Messana.
    Polyb.1,11,3-5:Textanker [ 3] κυρωθέντος δὲ τοῦ δόγματος ὑπὸ τοῦ δήμου, προχειρισάμενοι τὸν ἕτερον τῶν ὑπάτων στρατηγὸν Ἄππιον Κλαύδιον ἐξαπέστειλαν, κελεύσαντες βοηθεῖν καὶ διαβαίνειν εἰς Μεσσήνην. [4] οἱ δὲ Μαμερτῖνοι τὸν μὲν τῶν Καρχηδονίων στρατηγὸν ἤδη κατέχοντα τὴν ἄκραν ἐξέβαλον, τὰ μὲν καταπληξάμενοι, τὰ δὲ παραλογισάμενοι· τὸν δ' Ἄππιον ἐπεσπῶντο καὶ τούτῳ τὴν πόλιν ἐνεχείριζον. [5] Καρχηδόνιοι δὲ τὸν μὲν στρατηγὸν αὐτῶν ἀνεσταύρωσαν, νομίσαντες αὐτὸν ἀβούλως, ἅμα δ' ἀνάνδρως προέσθαι τὴν ἀκρόπολιν·  (3) Nachdem dieser Beschluss vom Volk gefasst war, ernannten sie den einen der Konsuln, Appius Claudius, zum Oberbefehlshaber und sandten ihn mit dem Auftrag ab, nach Messene hinüberzugehen und den Mamertinern Hilfe zu leisten. (4) Diese vertrieben den karthagischen Befehlshaber, der schon die Burg innehatte, teils durch Drohungen teils durch eine List, riefen Appius herbei und übergaben ihm die Stadt. (5) Die Karthager schlugen hierauf ihren Feldherrn ans Kreuz, dem sie vorwarfen, die Burg ebenso unbedacht wie feige preisgegeben zu haben. (Üb. H.Drexler
  • In Rom werden zum ersten Mal nach etruskischem Muster öffentlich Gladiatorenspiele abgehalten. Anlass war das Begräbnis des Decimus Iunius Brutus Pera. 
 
263

Griechische Geschichte

  • Die Römer sind weiterhin in Sizilien erfolgreich: 67 Städte sollen sie gewonnen haben (Polyb.1,16; Diod.23,5). Der Konsul Manius Valerius Maximus erringt bei Messana einen Sieg über die Karthager und über die Syrakusaner unter Hieron (Plin.nat.35,7,22). Er kann aber Hieron von Syrakus für ein Bündnis mit Rom gewinnen, dem der König bis zu seinem Tod im Jahre 215 treu blieb.  (Polyb.1,16,6ff.; Diod.23,5). Im Unterschied zu den römischen "socii" in Italien und der späteren "Provinz" Sicilia kann man Syrakus als ersten Vasallenstaat Roms bezeichnen. 
    Polyb.1,16,6-10:Textanker  [16,6] οἱ δὲ Ῥωμαῖοι προσεδέξαντο, καὶ μάλιστα διὰ τὰς χορηγίας· [16,7] θαλαττοκρατούντων γὰρ τῶν Καρχηδονίων εὐλαβοῦντο μὴ πανταχόθεν ἀποκλεισθῶσι τῶν ἀναγκαίων διὰ τὸ καὶ περὶ τὰ πρὸ τοῦ διαβάντα στρατόπεδα πολλὴν ἔνδειαν γεγονέναι τῶν ἐπιτηδείων. [16,8] διόπερ ὑπολαβόντες τὸν Ἱέρωνα μεγάλην εἰς τοῦτο τὸ μέρος αὑτοῖς παρέξεσθαι χρείαν ἀσμένως προσεδέξαντο τὴν φιλίαν. [16,9] ποιησάμενοι δὲ συνθήκας ἐφ' ᾧ τὰ μὲν αἰχμάλωτα χωρὶς λύτρων ἀποδοῦναι τὸν βασιλέα Ῥωμαίοις, ἀργυρίου δὲ προσθεῖναι τάλαντα τούτοις ἑκατόν, λοιπὸν ἤδη Ῥωμαῖοι μὲν ὡς φίλοις καὶ συμμάχοις ἐχρῶντο τοῖς Συρακοσίοις. [16,10]  ὁ δὲ βασιλεὺς Ἱέρων ὑποστείλας ἑαυτὸν ὑπὸ τὴν Ῥωμαίων σκέπην καὶ χορηγῶν ἀεὶ τούτοις εἰς τὰ κατεπείγοντα τῶν πραγμάτων ἀδεῶς ἐβασίλευε τῶν Συρακοσίων τὸν μετὰ ταῦτα χρόνον, φιλοστεφανῶν καὶ φιλοδοξῶν εἰς τοὺς Ἕλληνας.  (6) Die Römer gingen darauf ein, und zwar vor allem der Zufuhr wegen. (7) Da nämlich die Karthager das Meer beherrschten, fürchteten sie, dass ihnen von allen Seiten her der Nachschub abgeschnitten würde, da auch die früher hinüber gegangenen Legionen großen Mangel an Lebensmittel gehabt hatten. Sie nahmen daher in der Erwartung, Hieron werde ihnen in dieser Beziehung von großem Nutzen sein, gern seine Freundschaft an. (9) Der Friede wurde unter folgenden Bedingungen geschlossen: der König solle den Römern alle Kriegsgefangenen ohne Lösegeld zurückgeben und außerdem noch hundert Talente Silber zahlen; und fortan hatten die Römer an den Syrakusanern Freunde und Bundesgenossen. (10) Hieron aber regierte, nachdem er sich unter den Schutz der Römer begeben hatte, die er zu jeder Zeit nach den Erfordernissen ihrer Lage unterstützte, während der folgenden Zeit unangefochten über die Syrakusaner, bemüht, Kränze und andere Ehrungen von den Griechen einzuheimsen. (Üb. H.Drexler
  • Einrichtung der Colonia Aesernia im Gebiet der Samniten.
  • Eine Siegesszene als Wandgemälde in der Curia 
  • Messala bringt aus Sizilien eine Sonnenuhr mit nach Rom.
262

Griechische Geschichte

  • Konsulat des
    • Lucius Postumius Megellus
    • Quintus Mamilius Vitulus
  • Die Römer belagern Agrigent (Akragas), das den Karthagern als Stützpunkt und Waffenlager dient. 
    Polyb.1,17,3-5:Textanker [3] οἱ δὲ Καρχηδόνιοι θεωροῦντες τὸν μὲν Ἱέρωνα πολέμιον αὑτοῖς γεγονότα, τοὺς δὲ Ῥωμαίους ὁλοσχερέστερον ἐμπλεκομένους εἰς τὰ κατὰ τὴν Σικελίαν ὑπέλαβον βαρυτέρας προσδεῖσθαι παρασκευῆς, δι' ἧς ἀντοφθαλμεῖν δυνήσονται τοῖς πολεμίοις καὶ συνέχειν τὰ κατὰ τὴν Σικελίαν. [4] διὸ καὶ ξενολογήσαντες ἐκ τῆς ἀντιπέρας χώρας πολλοὺς μὲν Λιγυστίνους καὶ Κελτούς, ἔτι δὲ πλείους τούτων Ἴβηρας, ἅπαντας εἰς τὴν Σικελίαν ἀπέστειλαν. [5] ὁρῶντες δὲ τὴν τῶν Ἀκραγαντίνων πόλιν εὐφυεστάτην οὖσαν πρὸς τὰς παρασκευὰς καὶ βαρυτάτην ἅμα τῆς αὑτῶν ἐπαρχίας εἰς ταύτην συνήθροισαν τά τε χορήγια καὶ τὰς δυνάμεις, ὁρμητηρίῳ κρίνοντες χρῆσθαι ταύτῃ τῇ πόλει πρὸς τὸν πόλεμον. (1) Die Karthager hingegen, die erleben mussten, dass Hieron ihr Fein geworden war und dass die Römer in umfassenderen Maße in die sizilischen Verhältnisse eingriffen, hielten eine stärkere Rüstung für nötig, mit deren Hilfe sie dem Feind die Stirn bieten und ihre Herrschaft auf Sizilien behaupten könnten. (4) Sie warben daher auf dem gegenüberliegenden Festland viele Ligurer und Kelten und noch mehr Iberer an, und schickten sie alle nach Sizilien. (5) Und da sie sahen, dass die Stadt der Agrigentiner für ihre Rüstungen am besten gelegen und zugleich der bedeutendste Ort ihres eigenen Gebietes sei, wählten sie diese als Nachschubzentrum und Sammelplstz für ihre Truppen und entschlossen sich, sie zum Ausgangspunkt ihrer Operationen zu machen. (Üb. H.Drexler
  • Hanno will die Belagerung von Agrigent durchbrechen, nachdem er aber von den Römern geschlagen ist, fällt die Stadt (Polyb.1,17-19; Diod.23,7-9; Zonar.8,10; Oros.4,7). Der Erfolg lässt die Römer ihre Ziele höher stecken.
    Polyb.1,20,1f.:Textanker [1] Τῆς δ' ἀγγελίας ἀφικομένης εἰς τὴν σύγκλητον τῶν    Ῥωμαίων ὑπὲρ τῶν κατὰ τὸν Ἀκράγαντα, περιχαρεῖς γενόμενοι καὶ ταῖς διανοίαις ἐπαρθέντες οὐκ ἔμενον ἐπὶ τῶν ἐξ ἀρχῆς λογισμῶν οὐδ' ἠρκοῦντο σεσωκέναι τοὺς Μαμερτίνους οὐδὲ ταῖς ἐξ αὐτοῦ τοῦ πολέμου γενομέναις ὠφελείαις, [2] ἐλπίσαντες δὲ καθόλου δυνατὸν εἶναι τοὺς Καρχηδονίους ἐκβαλεῖν ἐκ τῆς νήσου, τούτου δὲ γενομένου μεγάλην ἐπίδοσιν αὑτῶν λήψεσθαι τὰ πράγματα, πρὸς τούτοις ἦσαν τοῖς λογισμοῖς καὶ ταῖς περὶ τοῦτο τὸ μέρος ἐπινοίαις. (1) Als die Nachricht von den Ereignissen um Agrigent beim römischen Senat eintraf, blieben sie, hocherfreut und in ihren Plänen kühner geworden, nicht bei den ursprünglichen Absichten stehen und begnügten sich nicht mehr damit, die Mamertiner gerettet zu haben, noch mit der Beute, die ihnen der Krieg gebracht hatte, sondern hofften, die Karthager ganz und gar von der Insel vertreiben zu können und dadurch einen großen Machzuwachs zu gewinnen. So waren sie denn ganz mit diesem Gedanken und den Plänen zu seiner Verwirklichung beschäftigt. (Üb. H.Drexler
 
261

Griechische Geschichte

  • Einnahme von Agrigent.
 
260

Griechische Geschichte

  • Die Römer bauen in 60 Tagen nach dem Vorbild einer Pentere (Fünfrudrer), die sie von den Karthagern erbeutet hatten, eine Flotte von 100 biw 120 Kriegsschiffen.
  • Gaius Duilius erringt bei Mylae über die Karthager den ersten römischen Seesieg. Als sehr nützlich erwies sich die von Duilius eingeführte Enterbrücke mit Widerhaken (corvus), die die Art des Landkampfes auf die See übertrug (Polyb.1,20-24; Zonar.8,10f.; Oros.4,7). Ein vorausgehendes Flottenunternehmen unter dem Konsul Gnaeus Cornelius Scipio Asina war gescheitert: Er war mit 17 Schiffen nach Lipara gelockt und überfallen worden. Gaius Duilius wurde über den Triumph hinaus sein Leben lang geehrt, unter anderem durch die "columna rostrata", eine Marmorsäule mit dem Schmuck der erbeuteten Schiffsschnäbel und einer ehrenden Inschrift über den Triumph und die Beute. 
    Polyb.1,20,5-7:Textanker [5] τῆς δὲ θαλάττης ἀκονιτὶ τῶν Καρχηδονίων ἐπικρατούντων ἐζυγοστατεῖτ' αὐτοῖς ὁ πόλεμος· [6] ἐν γὰρ τοῖς ἑξῆς χρόνοις, κατεχόντων αὐτῶν ἤδη τὸν Ἀκράγαντα, πολλαὶ μὲν πόλεις προσετίθεντο τῶν μεσογαίων τοῖς Ῥωμαίοις, ἀγωνιῶσαι τὰς πεζικὰς δυνάμεις, ἔτι δὲ πλείους ἀφίσταντο τῶν παραθαλαττίων, καταπεπληγμέναι τὸν τῶν Καρχηδονίων στόλον. [7] ὅθεν ὁρῶντες αἰεὶ καὶ μᾶλλον εἰς ἑκάτερα τὰ μέρη ῥοπὰς λαμβάνοντα τὸν πόλεμον διὰ τὰς προειρημένας αἰτίας, ἔτι δὲ τὴν μὲν Ἰταλίαν πορθουμένην πολλάκις ὑπὸ τῆς ναυτικῆς δυνάμεως, τὴν δὲ Λιβύην εἰς τέλος ἀβλαβῆ διαμένουσαν, ὥρμησαν ἐπὶ τὸ συνεμβαίνειν τοῖς Καρχηδονίοις εἰς τὴν θάλατταν. (5) Da aber die Karthager unbestritten das Meer beherrschten, standen die Waagschalen des Krieges im Gleichgewicht. (6) Denn in der Folgezeit, als die Römer Agrigent schon innehatten, schlossen sich ihnen zwar viele Städte des Binnenlandes an, aus Furcht vor ihrer Landmacht, dagegen fiel eine noch größere Zahl von Küstenstädten aus Angst vor der karthagischen Flotte von ihnen ab. (7) Da sie also sahen, dass die Lage des Krieges sich aus den angegebenen Gründen immer mehr hier nach dieser, dort nach jener Seite neigte, dass ferner Italien oft von den feindlichen Seestreitkräften verwüstet wurde, während Libyen vom Krieg völlig unberührt blieb, entschlossen sie sich, gleich den Karthagern sich aufs Meer zu wagen. (Üb. H.Drexler
259

Griechische Geschichte

  • Das Jahr verläuft eher ruhig. Lucius Cornelius Scipio gewinnt Aleria auf Corsica. Auch Sardinien wird von den Römern gewonnen (Polyb.1,24; Zonar.8,11), während die Karthager auf Sizilien mehrere Städte gewonnen zu haben scheinen (Polyb.1,24; Diod.23,9; Zonar.8,11).  
  • Tempel der Tempestates (Stürme)
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Griechische Geschichte

  • Konsulat des
    • Aulus Atilius Caiatinus
    • Gaius Sulpicius Paterculus
  • Die Bundesgnossen und Sklaven wehren sich gegen die Heranziehung zum Flottendienst. 
  • Die Karthager verlieren auf Sizilien wieder mehrere Städte an die Römer, die Belagerungsmaschinen aus Syrakus verwenden: Hippana, Myttistratum, Camarina und Enna (Polyb.1,24; Zonar.8,12). Besonders hervorgehoben wird der Heldenmut des Tribunen Marcus Calpurnius Flamma und mit dem des Publius Decius aus dem Samnitenkrieg [Rückverweis343] verglichen (Zonar.8,12; Flor.2,2,13; Liv.Epit.17; Front.Strat.4,5; Oros.4,8; Cato bei Gell.3,7, der den Tribunen Quintus Caecidius nennt.)
  • Tempel der Spes (Hoffnung) am Forum Holitorium

 

257

Griechische Geschichte

  • Konsulat des
  • dictator:
    • Quintus Ogulnius Gallus
  • magister equitum:
    • Marcus Laetorius Plancianus
  • Römischer Seesieg über die Karthager bei Tyndaris (Polyb.1,25; Zonar.8,12; Oros.4,8)
 
256

Griechische Geschichte

  • Den Konsuln Lucius Manlius Vulso Longus und Marcus Atilius Regulus gelingt es, am Vorgebirge Ecnomus mit 330 römischen Schiffen die karthagische Flotte, die 350 Schiffe stark waren, zu besiegen. Sie versenkten 30 und kaperten 64 karthagische Schiffe und kehren nach Messana zurück (Polyb.1,26-28; Zonar.8,12; Oros.4,8).
  • Anschließend setzten beide Konsuln nach Afrika über. Sie landeten am Vorgebirge des Mercurius und eroberten die Stadt Clupes. Von dort aus unternahmen sie Plünderungen (Polyb.1,29). Ihre Absicht, die Numider durch diesen Feldzug von den Karthagern auf ihre Seite zu ziehen, erfüllte sich (Polyb.1,26,2; Polyb.1,31,2; Oros.4,9).  Der Konsul Lucius Manlius Vulso Longus kehrte bald mit einem Teil des Heeres nach Rom zurück. Marcus Atilius Regulus besiegt die Karthager bei Adis, erobert Tunes und überwintert dort.
  • Die Friedensverhandlungen scheitern an den harten Bedingungen, die Marcus Atilius Regulus stellt (Cass.Dio fr.43,22).
    Polyb.1,31,4-8:Textanker [4] ὁ δὲ Μάρκος ὁρῶν τοὺς Καρχηδονίους καὶ κατὰ γῆν καὶ κατὰ θάλατταν ἐσφαλμένους καὶ νομίζων ὅσον οὔπω κρατήσειν τῆς πόλεως, ἀγωνιῶν δέ, μὴ συμβῇ τὸν ἐπιπαραγινόμενον στρατηγὸν ἐκ τῆς Ῥώμης φθάσαντα τὴν ἐπιγραφὴν τῶν πραγμάτων λαβεῖν, προυκαλεῖτο τοὺς Καρχηδονίους εἰς διαλύσεις. [5] οἱ δ' ἀσμένως ἀκούσαντες ἐξέπεμψαν αὑτῶν τοὺς πρώτους ἄνδρας· οἳ καὶ συμμίξαντες αὐτῷ τοσοῦτον ἀπέσχον τοῦ ῥέπειν ταῖς γνώμαις ἐπὶ τὸ ποιεῖν τι τῶν λεγομένων, ὥστ' οὐδ' ἀκούοντες ὑπομένειν ἐδύναντο τὸ βάρος τῶν ἐπιταγμάτων. [6] ὁ μὲν γὰρ Μάρκος ὡς ἤδη κεκρατηκὼς τῶν ὅλων, ὅ,τι ποτὲ συνεχώρει, πᾶν ᾤετο δεῖν αὐτοὺς ἐν χάριτι καὶ δωρεᾷ λαμβάνειν· [7] οἱ δὲ Καρχηδόνιοι θεωροῦντες, ὅτι καὶ γενομένοις αὐτοῖς ὑποχειρίοις οὐδὲν ἂν συνεξακολουθήσαι βαρύτερον τῶν τότε προσταγμάτων, οὐ μόνον δυσαρεστήσαντες τοῖς προτεινομένοις ἐπανῆλθον, ἀλλὰ καὶ προσκόψαντες τῇ βαρύτητι τοῦ Μάρκου. [8] τὸ δὲ συνέδριον τῶν Καρχηδονίων διακοῦσαν τὰ προτεινόμενα παρὰ τοῦ στρατηγοῦ τῶν Ῥωμαίων, καίπερ σχεδὸν ἀπεγνωκὸς τὰς τῆς σωτηρίας ἐλπίδας, ὅμως οὕτως ἀνδρωδῶς ἔστη καὶ γενναίως, ὥστε πᾶν ὑπομένειν εἵλετο καὶ παντὸς ἔργου καὶ καιροῦ πεῖραν λαμβάνειν, ἐφ' ᾧ μηδὲν ἀγεννὲς μηδ' ἀνάξιον τῶν πρὸ τοῦ πράξεων ὑπομεῖναι. (4) Marcus, der die Karthager zu Wasser und zu Land geschlagen sah, die Einnahme der Stadt in greifbarer Nähe zu haben glaubte, jedoch in Sorge war, sein Nachfolger könne vorher aus Rom eintreffen und die Ehre des Sieges ernten, lud die Karthager zu Friedenverhandlungen ein. (5) Diese vernahmen das mit Freuden und schickten ihre ersten Männer hinaus. Gleich zu Begnn der Verhandlungen jedoch verging ihnen jede Neigung, auf seine Vorschläge einzugehen, ja sie vermochten die Härte seiner Bedingungen nicht einmal ruhig anzuhören. (6) Marcus nämlich glaubte, er habe den Sieg schon fest in Händen und die Karthager müssten daher alle Zugeständnisse, die er ihnen etwa machte, als eine Gnade und ein Geschenk betrachten. (7) Da die Karthager aber sahen, dass auch die völlige Unterwerfung nichts Härteres nach sich ziehen könne, als was ihnen jetzt auferlegt werden sollte, lehnten sie nicht nur die Vorschläge ab, sondern waren erbittert über die Härte und Schroffheit des Marcus und kehrten heim. (8) Als der karthagische Rat die Bedingungen des römischen Feldherrn hörte, zeigte er, obwohl schon fast an jeder Hoffnung auf Rettung verzweifelnd, eine so mannhafte und tapfere Haltung, dass er lieber alles auf sich nehmen und jedes Mittel und jede Gelegenheit versuchen wollte, um nur nichts Unehrenhaftes und der früheren Taten Unwürdiges zu erdulden. (Üb. H.Drexler
 
255

Griechische Geschichte

  • Das Blatt wendet sich, als der Spartaner Xanthippos die Führung des karthagischen Heeres übernimmt. Dadurch, dass er ebenem Gelände den Vorzug für den Kampf gibt, können sich Reiterei und Elefanten der Karthager besser entfalten. Die Römer erleiden eine Niederlage bei Tunes, Marcus Atilius Regulus gerät in Gefangenschaft (Polyb.1,32-34; Zonar.8,13; Oros.4,9).
  • Eine neue römische Flotte kreuzt an der Küste von Numidien auf und gewinnt eine bedeutende Seeschlacht, in der man 114 karthagische Schiffe gewinnt. Nach Oros.4,9 siegten die Römer bei Clupea auch noch zu Land über die Karthager. Anschließend nimmt die Flotte, was vom Heer des Regulus übrig war, an Bord. Auf der Rückfahrt erleidet sie aber bei Camarina fast vollständig Schiffbruch (Polyb.1,36f.; Zonar.8,14; Oros.4,9).
 
254

Griechische Geschichte

  • Mit einer neuen Flotte erobern beschränken sich die Römer zunächst auf Sizilien und erobern Panormus im Nordwesten von Sizilien (Polyb.1,38; Diod.23,14; Zonar.8,14). 
  • Tempel der Fides, Iuturna, Nymphen
253

Griechische Geschichte

  • Die Römer setzen erneut nach Afrika über. Doch setzen sie dort ihre Schiffe auf der Kleinen Syrte auf. Aus religiösen Gründen kehren sie um,  erleiden aber auf der Rückfahrt bei Palinurum wieder Schiffbruch. Dadurch entsteht eine ziemlich depressive Stimmung: Man verzichtet zunächst auf den Neubau einer Flotte und traut sich auch in Sizilien aus Angst vor den Elefanten, nicht mehr in der Ebene zu kämpfen (Polyb.1,39; Zonar.8,14; Oros.4,9; Eutr.2,24).
 
252

Griechische Geschichte

  • Konsulat des
    • Gaius Aurelius Cotta
    • Publius Servilius Geminus
  • Der erste plebeische Pontifex heißt Tiberius Coruncanius (Liv.Epit.18). Er  erteilt Rechtsgutachten. Beginn des Rechtsunterrichts in Rom.
  • Eroberung von Thermai auf Sizilien und Besetzung der Liparischen Inseln
 
251

Griechische Geschichte

 
250

Griechische Geschichte

  • Hasdrubal, der sich in das Gebirge von Panormus locken lässt, erleidet dort durch den Proconsul  Lucius Caecilius Metellus eine vollständige Niederlage. Hundert Kriegselefanten werden erbeutet, in Rom vorgeführt und anschließend getötet (Polyb.1,40; Zonar.8,14). Der Sieg der Römer hat mehrere Folgen:
    • Rom gewinnt durch ihn die Verfügung über ganz Sizilien, außer Lilybaeum und Drepanum. Lilybaeum belagern die Römer ohne Erfolg; es scheitert an der Umsicht des Stadtkommandanten Himilco. Bei einem Ausfall kann Hannibal Nachschub besorgen und alle römischen Verschanzungen niederbrennen (Polyb.1,41-48; Zonar.8,15; Oros.4,10).  
    • Rom rafft sich auf, wieder eine Flotte zu bauen.
    • Die Karthager schicken Regulus (gegen sein Versprechen, wieder in die Gefangenschaft zurückzukehren) nach Rom, um Friedensverhandlungen einzuleiten. 
 
249

Griechische Geschichte

  • Die Römer setzen die Belagerung von Lilybaeum fort. 
  • Der Konsul Publius Claudius Pulcher greift, statt sich auf die Belagerung von Lilybaeum zu konzentrieren, Drepanum an, bezieht aber durch Adherbal eine schwere Niederlage (Polyb.1,49-51). Dass man ihm die Schuld persönlich zurechnete, zeigt sich an der Erklärung, er habe gegen die Auspizien gehandelt  hätte.
    Liv.Epit.19:Textanker Claudius Pulcher consul contra auspicia profectus - iussit mergi pullos, qui cibari nolebant - infeliciter adversus Carthaginienses classe pugnavit et revocatus a senatu iussusque dictatorem dicere Gaium Gliciam dixit, sortis ultimae hominem, qui coactus abdicare se magistratu postea ludos praetextatus spectavit. Der Konsul Claudius Pulcher brach trotz widriger Auspizien auf - er hatte die Hühner die nicht fressen wollten, ertränken lassen - und kämpfte mit seiner Flotte unglücklich gegen die Karthager. Er wurde vom Senat zurückbeordert und aufgefordert, einen Dictator zu ernennen. Er ernannte Gaius Glicia, einen Mann aus der untersten Schicht, der sich später, als man ihn gezwungen hatte, sein Amt niederzulegen, die Spiele in der Purpurtoga ansah (Üb. E.Gottwein).
  • Auch der Konsul Iunius Pullus hat bei dem Versuch, eine neue Flotte nach Lilybaeum zu bringen, keinen durchschlagenden Erfolg: Er verliert sie sowohl im Kampf als auch im Sturm bei Phintias im Süden Siziliens, kann aber immerhin noch Eryx einnehmen (Polyb.1,52-55; Diod.24,1).
    Polyb.1,55,1f.:Textanker [1] Τούτου δὲ συμβάντος τὰ μὲν τῶν Καρχηδονίων αὖθις ἀνέκυψε καὶ πάλιν ἐπιρρεπεστέρας εἶχε τὰς ἐλπίδας, [2] οἱ δὲ Ῥωμαῖοι πρότερον μὲν ἐπὶ ποσὸν ἠτυχηκότες τότε δ' ὁλοσχερῶς ἐκ μὲν τῆς θαλάττης ἐξέβησαν, τῶν δ' ὑπαίθρων ἐπεκράτουν· Καρχηδόνιοι δὲ τῆς μὲν θαλάττης ἐκυρίευον, τῆς δὲ οὐχ ὅλως ἀπήλπιζον. (1) Durch diese Katastrophe hatte sich die Lage der Karthager von neuem gebessert und war aussichtsreicher als die der Gegner geworden. (2) Die Römer aber, die schon vorher ein nicht unbedeutendes, jetzt aber ein vollständiges Missgeschick erlitten hatte, zogen sich ganz vom Meer zurück und suchten nur das offene Land zu behaupten, während die Karthager das Meer beherrschten, aber auch zu Land keineswegs die Hoffnung aufgaben. (Üb. H.Drexler
  • Säkularfeier in Rom zu Ehren der Unterweltsgötter Dis pater und Proserpina. Das carmen saeculare dürfte Livius Andronicus gedichtet haben.
 
248

Griechische Geschichte

  • Konsulat des
    • Gaius Aurelius Cotta (II)
    • Publius Servilius Geminus (II)
  • Rom bekräftigt sein Bündnis mit Hieron II. von Syrakus.
 
247

Griechische Geschichte

  • Konsulat des
    • Lucius Caecilius Metellus (II)
    • Numerius Fabius Buteo
  • Hamilkar Barkas wird neuer Oberbefehlshaber der karthagischen Flotte. Er verlegt sich auf Plünderungen an den Küsten von Lukanien und Bruttium. Von Heirkte aus, einer Bergfestung zwischen Eryx und Panormos, versucht er drei Jahre lang mit wechselndem Erfolg gegen die Römer vorzugehen (Polyb.1,56f.; Zonar,8,16; Diod.24,2).
    Polyb.1,56,10-11Textanker: [10] πρῶτον μὲν γὰρ ἐντεῦθεν ὁρμώμενος κατὰ θάλατταν τὴν παραλίαν τῆς Ἰταλίας ἐπόρθει μέχρι τῆς Κυμαίων χώρας, [11] δεύτερον δὲ κατὰ γῆν παραστρατοπεδευσάντων αὐτῷ Ῥωμαίων πρὸ τῆς Πανορμιτῶν πόλεως ἐν ἴσως πέντε σταδίοις πολλοὺς καὶ ποικίλους ἀγῶνας συνεστήσατο κατὰ γῆν σχεδὸν ἐπὶ τρεῖς ἐνιαυτούς. περὶ ὧν οὐχ οἷόν τε διὰ τῆς γραφῆς τὸν κατὰ μέρος ἀποδοῦναι λόγον· (10) Erstens verheerte er von dieser Bais aus zur See die Küsten Italiens bis Kyme, (11) zweitens lieferte er zu Land den Römern, die ihm gegenüber vor Panormos in einer Entfernung von vielleicht fünf Stadien eine Stellung bezogen hatten, viele wechselvolle Kämpfe, fast drei Jahre lang, über die es unmöglich ist, in meiner Erzählung einen ins einzelne gehenden Bericht zu geben. (Üb. H.Drexler)  
 
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Griechische Geschichte

 
245

Griechische Geschichte

 
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Griechische Geschichte

  • Hamlkar nimmt die Stadt Eryx ein und nutzt sie als Stützpunkt für seine Unternehmungen gegen die Römer.
    Polyb.1,58,2f.:Textanker [2] ὁ γὰρ Ἀμίλκας, τῶν Ῥωμαίων τὸν Ἔρυκα τηρούντων ἐπί τε τῆς κορυφῆς καὶ παρὰ τὴν ῥίζαν, καθάπερ εἴπομεν, κατελάβετο τὴν πόλιν τῶν Ἐρυκίνων, ἥτις ἦν μεταξὺ τῆς τε κορυφῆς καὶ τῶν πρὸς τῇ ῥίζῃ στρατοπεδευσάντων. [3] ἐξ οὗ συνέβαινε παραβόλως μὲν ὑπομένειν καὶ διακινδυνεύειν πολιορκουμένους τοὺς τὴν κορυφὴν κατέχοντας τῶν Ῥωμαίων, ἀπίστως δὲ τοὺς Καρχηδονίους ἀντέχειν, τῶν τε πολεμίων πανταχόθεν προσκειμένων καὶ τῶν χορηγιῶν οὐ ῥᾳδίως αὐτοῖς παρακομιζομένων, ὡς ἂν τῆς θαλάττης καθ' ἕνα τόπον καὶ μίαν πρόσοδον ἀντεχομένοις. (2) Die Römer hatte, wie berihtet, eine Besatzung sowohl auf der Spitze wie am Fuß des Eryx. Hamilkar gelang es nun, sich der Stadt, die zwischen dem Gipfel und dem Lager am Fuß lag, zu bemächtigen. (3) Die Folge hiervon war, dass sowohl die römische Besatzung auf dem Gipfel wie die Karthager in der Stadt belagert waren. Beide hielten mit unerhörter Tapferkeit stand, die Karthager trotz ihrer fast aussichtslosen Lage, denn der Feind drängte von allen Seiten gegen sie an, und der Nachschub konnte nur mit großen Schwierigkeiten herangeführt werden, da sie nur an einer Stelle und auf einer Straße mit dem Meer in Verbindung standen. (Üb. H.Drexler)  
 
243

Griechische Geschichte

  • Konsulat des
    • Gaius Fundanius Fundulus
    • Gaius Sulpicius Galus
 
242

Griechische Geschichte

 
241

Griechische Geschichte

  • 10. März 241: Der Sieg des Gaius Lutatius Catulus bei den Ägatischen Inseln beendet den 1. Punischen Krieg. (Polyb.1,59-61; Diod.24,3; Zonar.8,17; Oros.4,10; Eutrop.2,27): Obwohl die Kräfte beider Seiten ziemlich erschöpft waren (Polyb.1,58,9), schafften es die Römer, durch private Mittel eine neue Flotte aufzustellen (Polyb.1,59,7), entweder 200 (Polyb.) oder 300 Schiffe (Eutrop. und Oros.). Lutatius operierte zunächst in der Gegend von Lilybaeum und Drepanum. Als die Karthager unter Hanno eine Flotte schickten, um Hamilkar Nachschub zu liefern und mit seinen Soldaten gegen die Römer vorzugehen, fing Lutatius diese Flotte ab und besiegte sie. 
  • Friedensschluss zwischen den Römern und Karthagern. Hamilkar Barkas stimmt allen Bedingungen, die Catulus erhob bis auf eine zu. Er weigerte sich nämlich seine Truppen durch das Joch ziehen zu lassen. In Rom selbst wurden noch Nachbesserungen an dem Vertrag gefordert. 
    Polyb.1,62,7-63,4:Textanker [62,7] συνέβη τέλος ἐπιθεῖναι τῇ διαφορᾷ τοιούτων τινῶν συνθηκῶν διαγραφεισῶν· [8] "ἐπὶ τοῖσδε φιλίαν εἶναι Καρχηδονίοις καὶ Ῥωμαίοις, ἐὰν καὶ τῷ δήμῳ τῶν Ῥωμαίων συνδοκῇ. ἐκχωρεῖν Σικελίας ἁπάσης Καρχηδονίους καὶ μὴ πολεμεῖν Ἱέρωνι μηδ' ἐπιφέρειν ὅπλα Συρακοσίοις μηδὲ τῶν Συρακοσίων συμμάχοις. [9] ἀποδοῦναι Καρχηδονίους Ῥωμαίοις χωρὶς λύτρων ἅπαντας τοὺς αἰχμαλώτους. ἀργυρίου κατενεγκεῖν Καρχηδονίους Ῥωμαίοις ἐν ἔτεσιν εἴκοσι δισχίλια καὶ διακόσια τάλαντα Εὐβοικά." 
    [63,1] τούτων δ' ἐπανενεχθέντων εἰς τὴν Ῥώμην, οὐ προσεδέξατο τὰς συνθήκας ὁ δῆμος. ἀλλ' ἐξαπέστειλεν ἄνδρας δέκα τοὺς ἐπισκεψομένους ὑπὲρ τῶν πραγμάτων. [2] οἳ καὶ παραγενόμενοι τῶν μὲν ὅλων οὐδὲν ἔτι μετέθηκαν, βραχέα δὲ προσεπέτειναν τοὺς Καρχηδονίους. [3] τόν τε γὰρ χρόνον τῶν φόρων ἐποίησαν ἥμισυν, χίλια τάλαντα προσθέντες, τῶν τε νήσων ἐκχωρεῖν Καρχηδονίους προσεπέταξαν, ὅσαι μεταξὺ τῆς ᾿Ιταλίας κεῖνται καὶ τῆς Σικελίας. 
    [4] Ὁ μὲν οὖν Ῥωμαίοις καὶ Καρχηδονίοις συστὰς περὶ Σικελίας πόλεμος ἐπὶ τοιούτοις καὶ τοιοῦτον ἔσχε τὸ τέλος, ἔτη πολεμηθεὶς εἴκοσι καὶ τέτταρα συνεχῶς, πόλεμος, ὧν ἡμεῖς ἴσμεν ἀκοῇ μαθόντες, πολυχρονιώτατος καὶ συνεχέστατος καὶ μέγιστος,....
    (7) So wurde denn den Feindseligkeiten durch einen Vertrag etwa folgenden Wortlauts ein Ende gemacht: (8) Unter diesen Bedingungen soll Freundschaft sein zwischen Karthago und Rom, vorausgesetzt, dass auch das römische Volk es gut heißt. Die Karthager sollen ganz Sizilien räumen und keinen Krieg gegen Hieron führen, noch gegen die Syrakusaner oder die Bundesgenossen der Syrakusaner die Waffen ergreifen. (9) Die Karthager sollen den Römern sämtliche Kriegsgefangenen ohne Lösegeld zurückgeben. An Geld sollen die Karthager den Römern in zwanzig Jahren 2200 euböische Talente zahlen.
    (63,1) Als dieser Vertrag nach Rom gebracht wurde, nahm das Volk ihn nicht an, sondern entsandte zehn Männer, die sich an Ort und Stelle über die Sachlage unterrichten sollten. (2) Diese änderten an den Hauptpunkten nichts mehr und verschärften nur in einigen untergeordneten Dingen die den Karthagern auferlegten Bedingungen. (3) Sie setzten die Frist für die Zahlungen auf die Hälfte herab, fügten noch tausend Talente hinzu und ordneten die Räumung aller Inseln an, die zwischen Italien und Sizilien liegen. 
    (4) Der Krieg also, der um Sizilien zwischen Rom und Karthago ausgebrochen war, fand ein solches Ende und unter solche Bedingungen. nachdem er vierundzwanzig Jahre lang ohne Unterbrechung gedauert hatte, unter allen Kriegen, von denen wir durch die Geschichte wissen, der langwierigste, ununterbrochenste und schwerste,... (Üb. H.Drexler)  
  • Durch die Einrichtung der beiden Tribus Quirina und Velina, wird die Gesamtzahl 35 erreicht, die auch später nciht mehr überschritten wurde (Liv.Epit.19). 
  • Errichtung der römischen Colonie Spoletium.
  • Die Falisker in Falerii erheben sich, werden aber wieder niedergeworfen.
 
 
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4365  Sommer, Michael
Römische Geschichte, Bd. 2: Rom und sein Imperium in der Kaiserzeit (mit 16 Zeittafeln)
Stuttgart (Kröner) 2009
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1972  Stier, H.E.
Augustusfriede und römische Klassik
in: ANRW II.2 (1975) 3-54
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1986  Teja, R.
Die römische Provinz Kappadokien in der Prinzipatszeit
in: ANRW II.7.2 (1980) 1083-1124
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2740  Temporini, Hildegard (Hg.)
Aufstieg und Niedergang der römischen Welt
Berlin [u.a.], 1972ff.
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1990  Thomasson, B.E.
Zur Verwaltungsgeschichte der römischen Provinzen Nordafrikas (Proconsularis, Numidia, Mauretaniae)
in: ANRW II.10.2 (1982) 3-61
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1994  Tovar, A. / Blázquez-Martinez, J.M.
Forschungsberich zur Geschichte des römischen Hispanien
in: ANRW II.3 (1975) 428-451
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4366  Veser, Benjamin
Die römische Wirtschaft in der Provinz Germanien zur Kaiserzeit
(Grin Verlag) 2008
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2006  Vittinghoff, F.
Zur römischen Municipalisierung des lateinischen Donau-Balkanraumes. Methodische Bermerkungen
in: ANRW II.6 (1977) 3-51
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2417  Wehrli, F.
Einheit und Vorgeschichte der griechisch-römischen Romanliteratur
in: MH 22, 1965, 133-154
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2022  Werner, R.
Das Problem des Imperialismus und die römische Ostpolitik im zweiten Jahrhundert v. Chr.
in: ANRW I.1 (1972) 501-563
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2832  Wlosok, A.
Rom und die Christen. Zur Auseinandersetzung zwischen Christentum und römischem Staat
Stuttgart 1970
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2029  Wolff, H.J.
Römisches Provinzialrecht in der Provinz Arabia (Rechtspolitik als Instrument der Beherrschung
in: ANRW II.13 (1980) 763-806
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2043  Zapf, Georg Wilhelm
Muthmassungen über den Ursprung und das Alterthum des Heil. Römischen Reichs Stadt Aalen in Schwaben am Kocherfluss, und einem dortig gestandenen Lager der Römer : als einem Beweiss, dass sich die Macht derselben auch in diese Gegend erstreckt ; Mit einer Kupfertafel.
Schwabach, 1773
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