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v.Chr. |
Geschichte |
Kultur |
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- 478-431Pentekontaetie
(ἡ πεντηκονταετία) ist die übliche Bezeichnung
für die rund 50 Jahre zwischen dem Ende der Perserkriege
und dem Ausbruch des Peloponnesischen
Krieges. Diese Bezeichnung ist in Thuk.1,89-118 begründet
und wurde zuerst vom Scholiasten verwendet (zu Thuk.1,18;
u.ö.). Obwohl es sich um die Blütezeit der griechischen
Geschichte handelt, gibt es überraschend wenig Quellen,
so dass manche Ereignisse nicht oder nur unsicher datierbar
sind. Thukydides gibt in 1,18 unter dem ihm wichtigen Aspekt
der Machtentfaltung einen gedrängten Überblick
über die geschichtliche Entwicklung Athens
und Spartas:
| Thuk.1,18,1-3:
ἐπειδὴ δὲ οἵ τε Ἀθηναίων τύραννοι καὶ οἱ ἐκ τῆς ἄλλης
Ἑλλάδος ἐπὶ πολὺ καὶ πρὶν τυραννευθείσης οἱ πλεῖστοι
καὶ τελευταῖοι πλὴν τῶν ἐν Σικελίᾳ ὑπὸ Λακεδαιμονίων
κατελύθησαν (ἡ γὰρ Λακεδαίμων μετὰ τὴν κτίσιν τῶν
νῦν ἐνοικούντων αὐτὴν Δωριῶν ἐπὶ πλεῖστον, ὧν ἴσμεν,
χρόνον στασιάσασα ὅμως ἐκ παλαιτάτου καὶ ηὐνομήθη
καὶ αἰεὶ ἀτυράννευτος ἦν· ἔτη γάρ ἐστι μάλιστα τετρακόσια
καὶ ὀλίγῳ πλείω ἐς τὴν τελευτὴν τοῦδε τοῦ πολέμου
ἀφ' οὗ Λακεδαιμόνιοι τῇ αὐτῇ πολιτείᾳ χρῶνται, καὶ
δι' αὐτὸ δυνάμενοι καὶ τὰ ἐν ταῖς ἄλλαις πόλεσι καθίστασαν
), μετὰ δὲ τὴν τῶν τυράννων κατάλυσιν ἐκ τῆς Ἑλλάδος
οὐ πολλοῖς ἔτεσιν ὕστερον καὶ ἡ ἐν Μαραθῶνι μάχη Μήδων
πρὸς Ἀθηναίους ἐγένετο. (2) δεκάτῳ δὲ ἔτει μετ' αὐτὴν
αὖθις ὁ βάρβαρος τῷ μεγάλῳ στόλῳ ἐπὶ τὴν Ἑλλάδα δουλωσόμενος
ἦλθεν. καὶ μεγάλου κινδύνου ἐπικρεμασθέντος οἵ τε
Λακεδαιμόνιοι τῶν ξυμπολεμησάντων Ἑλλήνων ἡγήσαντο
δυνάμει προύχοντες, καὶ οἱ Ἀθηναῖοι ἐπιόντων τῶν Μήδων
διανοηθέντες ἐκλιπεῖν τὴν πόλιν καὶ ἀνασκευασάμενοι
ἐς τὰς ναῦς ἐσβάντες ναυτικοὶ ἐγένοντο. κοινῇ τε ἀπωσάμενοι
τὸν βάρβαρον, ὕστερον οὐ πολλῷ διεκρίθησαν πρός τε
Ἀθηναίους καὶ Λακεδαιμονίους οἵ τε ἀποστάντες βασιλέως
Ἕλληνες καὶ οἱ ξυμπολεμήσαντες. δυνάμει γὰρ ταῦτα
μέγιστα διεφάνη· ἴσχυον γὰρ οἱ μὲν κατὰ γῆν, οἱ δὲ
ναυσίν. (3) καὶ ὀλίγον μὲν χρόνον ξυνέμεινεν ἡ ὁμαιχμία,
ἔπειτα διενεχθέντες οἱ Λακεδαιμόνιοι καὶ Ἀθηναῖοι
ἐπολέμησαν μετὰ τῶν ξυμμάχων πρὸς ἀλλήλους· καὶ τῶν
ἄλλων Ἑλλήνων εἴ τινές που διασταῖεν, πρὸς τούτους
ἤδη ἐχώρουν. ὥστε ἀπὸ τῶν Μηδικῶν ἐς τόνδε αἰεὶ τὸν
πόλεμον τὰ μὲν σπενδόμενοι, τὰ δὲ πολεμοῦντες ἢ ἀλλήλοις
ἢ τοῖς ἑαυτῶν ξυμμάχοις ἀφισταμένοις εὖ παρεσκευάσαντο
τὰ πολέμια καὶ ἐμπειρότεροι ἐγένοντο μετὰ κινδύνων
τὰς μελέτας ποιούμενοι. |
Die
Tyrannen nun wurden, sowohl die zu Athen
als auch die im übrigen Griechenland, welches
weithin schon früher unter Tyrannen gestanden
hatte, größtenteils und zuletzt von den
Lakedaimoniern
gestürzt, die in Sizilien
ausgenommen. Lakedaimon
nämlich hatte zwar nach seiner Besetzung durch
die jetzt darin ansässigen Dorer am längsten
unter den Staaten, von denen wir wissen, in innerer
Parteiung gestanden, aber dennoch schon in sehr früher
Zeit gesetzliche Ordnung erhalten und war stets von
Tyrannen frei geblieben. Denn es sind etwa 400 Jahre
und etwas darüber bis zum Ende dieses Krieges,
dass die Lakedaimonier
dieselbe Verfassung haben. Hierdurch erhielten sie
dann auch die Kraft, die Verhältnisse in den
übrigen Staaten zu ordnen. Nach dieser Vertreibung
der Tyrannen aus Griechenland erfolgte also nur wenige
Jahre später die Schlacht bei Marathon zwischen
den Medern
und den Athenern.
Im zehnten Jahr nachher kam dann der Barbar zum zweiten
Mal mit der großen Kriegsmacht gegen Griechenland,
um dasselbe zu unterjochen. Angesichts nun der großen
über Griechenland schwebenden Gefahr erhielten
hier die Lakedaimonier
infolge ihrer hervorragenden Macht die Hegemonie über
die zum Krieg verbundenen Griechen, während dort
die Athener
sich beim Nahen der Meder
entschlossen, ihre Stadt zu verlassen und mit Hab
und Gut die Schiffe zu besteigen, und hierdurch zu
einer Seemacht wurden. Sie warfen zunächst gemeinschaftlich
den Barbaren zurück, dann aber schied sich Griechenland
in zwei große Hälften, indem sowohl die
vom König abgefallenen Griechen als auch diejenigen,
welche an dem gemeinsamen Kampf teilgenommen hatten,
sich entweder an Athen
oder an Lakedaimon
anschlossen. Denn diese Mächte ragten als die
ersten vor allen hervor: denn die einen waren zu Lande,
die anderen zur See gewaltig. Eine kurze Zeit noch
dauerte die Waffengemeinschaft; dann aber kam es zum
Bruch zwischen Lakedaimoniern
und Athenern,
in welchem sie mit ihren beiderseitigen Bundesgenossen
gegeneinander Krieg führten. Auch im übrigen
Griechenland gingen, wenn sich wo zwei Staaten entzweiten,
diese von jetzt ab zu jenen beiden Städten. So
waren sie denn von dem Mederkrieg
bis zu dem gegenwärtigen fortdauernd entweder
gegeneinander oder mit ihren abtrünnigen Bundesgenossen
im Krieg begriffen. Sie erhielten dadurch Anlass,
ihre Zurüstungen zum Krieg in guten Stand zu
bringen und an Erfahrung reicher zu werden, da sie
unter steten Gefahren ihre Übungen machten.
(Üb. nach Campe) |
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1.
Teil: Bis zum Bruch mit Sparta 461 |
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- Archon: Timosthenes (Diod.Sic.)
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- Wiederaufbau Athens.
Gegen den erklärten Willen Spartas Bau der Mauer (Thuk.1,89-93;
Plut.Them.19; Nep.Them.6-7).
Themistokles
spielt dabei auf Zeit und stellt Sparta vor vollendete Tatsachen.
Die Begründung, die er in Sparta vorträgt, ist
interessant:
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Thuk.1,91,4-92,1:
καὶ ὁ Θεμιστοκλῆς ἐπελθὼν τοῖς Λακεδαιμονίοις ἐνταῦθα
δὴ φανερῶς εἶπεν, ὅτι ἡ μὲν πόλις σφῶν τετείχισται
ἤδη, ὥστε ἱκανὴ εἶναι σῴζειν τοὺς ἐνοικοῦντας, εἰ
δέ τι βούλονται Λακεδαιμόνιοι ἢ οἱ ξύμμαχοι πρεσβεύεσθαι
παρὰ σφᾶς, ὡς πρὸς διαγιγνώσκοντας τὸ λοιπὸν ἰέναι
τά τε σφίσιν αὐτοῖς ξύμφορα καὶ τὰ κοινά. (5) τήν
τε γὰρ πόλιν ὅτε ἐδόκει ἐκλιπεῖν ἄμεινον εἶναι καὶ
ἐς τὰς ναῦς ἐσβῆναι, ἄνευ ἐκείνων ἔφασαν γνόντες
τολμῆσαι, καὶ ὅσα αὖ μετ' ἐκείνων βουλεύεσθαι, οὐδενὸς
ὕστεροι γνώμῃ φανῆναι. (6) δοκεῖν οὖν σφίσι καὶ
νῦν ἄμεινον εἶναι τὴν ἑαυτῶν πόλιν τεῖχος ἔχειν,
καὶ ἰδίᾳ τοῖς πολίταις καὶ ἐς τοὺς πάντας ξυμμάχους
ὠφελιμώτερον ἔσεσθαι· (7) οὐ γὰρ οἷόν τ' εἶναι μὴ
ἀπὸ ἀντιπάλου παρασκευῆς ὁμοῖόν τι ἢ ἴσον ἐς τὸ
κοινὸν βουλεύεσθαι. ἢ πάντας οὖν ἀτειχίστους ἔφη
χρῆναι ξυμμαχεῖν ἢ καὶ τάδε νομίζειν ὀρθῶς ἔχειν.
(92,1) οἱ δὲ Λακεδαιμόνιοι ἀκούσαντες ὀργὴν μὲν
φανερὰν οὐκ ἐποιοῦντο τοῖς Ἀθηναίοις (οὐδὲ γὰρ ἐπὶ
κωλύμῃ, ἀλλὰ γνώμης παραινέσει δῆθεν τῷ κοινῷ ἐπρεσβεύσαντο,
ἅμα δὲ καὶ προσφιλεῖς ὄντες ἐν τῷ τότε διὰ τὴν ἐς
τὸν Μῆδον προθυμίαν τὰ μάλιστ' αὐτοῖς ἐτύγχανον),
τῆς μέντοι βουλήσεως ἁμαρτάνοντες ἀδήλως ἤχθοντο.
οἵ τε πρέσβεις ἑκατέρων ἀπῆλθον ἐπ' οἴκου ἀνεπικλήτως. |
Themistokles
trat nunmehr vor den Lakedaimoniern
auf und erklärte hier frei und offen, ihre Stadt
besitze bereits Mauern, so dass sie imstande sei,
ihre Bewohner zu schützen; wenn aber die Lakedaimonier
oder deren Bundesgenossen etwas wünschten, so
möchten sie fortan mit der Überzeugung zu
ihnen kommen, dass sie sowohl ihren eigenen Vorteil
als das Beste aller Griechen wohl zu beurteilen wüssten.
Denn als es ihnen besser geschienen habe, ihre Stadt
zu verlassen und die Schiffe zu besteigen, hätten
sie das beschlossen, ohne ihren Rat einzuholen, und
wo sie später gemeinschaftlich mit jenen Rat
gepflogen, hätten sie offenbar keinem an Einsicht
nachgestanden. Es scheine ihnen also auch jetzt besser
zu sein, dass ihre Stadt Mauern besitze und es werde
das nicht bloß insbesondere für die Bürger
sondern auch für die gesamten Bundesgenossen
nützlicher sein; denn es sei nicht möglich
bei einer Beratung, über die gemeinsamen Interessen
mit Freiheit und Selbständigkeit aufzutreten,
wenn man nicht über gleiche Mittel zu gebieten
habe. Es dürfe daher entweder kein Bundesgenosse
eine befestigte Stadt besitzen oder man müsse
auch dies für recht und billig erkennen. Die
Lakedaimonier
ließen zwar, als sie dies hörten, ihre
Erbitterung gegen die Athener
nicht sichtbar hervortreten; denn sie hatten ja, wie
sie sagten, die Gesandten nicht geschickt, um den
Bau zu verhindern, sondern nur um in der Volksversammlung
Vorstellungen machen zu lassen; zugleich aber waren
sie ihnen damals noch wegen der gegen die Meder
bewiesenen Kampfbereitschaft im höchsten Maße
zugetan; im Stillen jedoch wurmte es sie, dass sie
ihre Absicht verfehlt hatten. So kehrten denn die
beiderseitigen Gesandten unangefochten nach Hause
zurück. (478 v.Chr.) (Üb. nach Campe) |
- Der Hafen Peiraieus
wird fertiggestellt und mit einer Mauer umgeben (Thuk.1,92;
Plut.Them.19)
- Auf Antrag des Aristeides werden die Bürger der 4.
Klasse zu politischen Ämtern zugelassen (Plut.Arist.22;
Aristot.Pol.5,3,5).
| Plut.Arist.22,1:
Ἐπεὶ δ' ἀναχωρήσαντας εἰς τὸ ἄστυ τοὺς Ἀθηναίους ὁ
Ἀριστείδης ἑώρα ζητοῦντας τὴν δημοκρατίαν ἀπολαβεῖν,
ἅμα μὲν ἄξιον ἡγούμενος διὰ τὴν ἀνδραγαθίαν ἐπιμελείας
τὸν δῆμον, ἅμα δ' οὐκέτι ῥᾴδιον ἰσχύοντα τοῖς ὅπλοις
καὶ μέγα φρονοῦντα ταῖς νίκαις ἐκβιασθῆναι, γράφει
ψήφισμα κοινὴν εἶναι τὴν πολιτείαν καὶ τοὺς ἄρχοντας
ἐξ Ἀθηναίων πάντων αἱρεῖσθαι. |
Nach
der Rückkehr der Athener
in die Stadt bemerkte Aristeides bald, das sie die
demokratische Verfassung wieder herstellen wollten.
Da er nun bedachte, dass auf der einen Seite das Volk
wegen des bewiesenen Heldenmuts immer einige Achtung
verdiente, und dass es auf der anderen Seite sehr
schwer halten würde, dieses durch die Waffen
mächtig gewordene und auf seine Siege stolze
Volk mit Gewalt einzuschränken, so ließ
er eine Verordnung machen, dass von nun an alle Bürger
ohne Einschränkung an der Staatsverwaltung teilhaben
und keiner derselben von der Würde der Archonten
ausgeschlossen sein sollte. (Üb. nach Kaltwasser) |
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- Die griechische Flotte befreit unter Pausanias die meisten
Städte auf Zypern und erobert Byzantion
(Thuk.1,94; Diod.11,44).
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- Wagensieg des Polyzalos v. Gela
(Bruder des Hieron
v. Syrakus)
in Delphi.
- Tod des Gelon v. Syrakus.
Sein Bruder Hieron
verschärft die Tyrannis und gründet das "Reich
v. Syrakus"
mit Einfluss auch in Unteritalien.
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- Stützmauer der Akropolis mit "Perserschutt"
(arch. Kunst).
- Wagenlenker, Weihung des Polyzalos.
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- Archon: Adeimantos (Diod.Sic.)
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- Pausanias wird von den Ephoren in Sparta wegen seines
tyrannischen Auftretens abberufen und wegen Konspiration
mit den Persern abgesetzt. Doch man kann ihm nichts nachweisen.
Er geht ohne Amt als Privatmann wieder zum Hellespont. Später
(471/470) wird er wegen des gleichen Vorwurfs endgültig
zurückberufen, zum Tode verurteilt und 469 hingerichtet
(Thuk.1,95; Thuk.1,128-134). Dorkis, der neue spartanische
Kommandant wird von den Bündnispartnern, die sich Athen
zuwenden, abgelehnt.
| Thuk.1,95:
ἤδη δὲ βιαίου ὄντος αὐτοῦ οἵ τε ἄλλοι Ἕλληνες ἤχθοντο
καὶ οὐχ ἥκιστα οἱ Ἴωνες καὶ ὅσοι ἀπὸ βασιλέως νεωστὶ
ἠλευθέρωντο· φοιτῶντές τε πρὸς τοὺς Ἀθηναίους ἠξίουν
αὐτοὺς ἡγεμόνας σφῶν γίγνεσθαι κατὰ τὸ ξυγγενὲς καὶ
Παυσανίᾳ μὴ ἐπιτρέπειν, ἤν που βιάζηται. (2) οἱ δὲ
Ἀθηναῖοι ἐδέξαντό τε τοὺς λόγους καὶ προσεῖχον τὴν
γνώμην ὡς οὐ περιοψόμενοι τἆλλά τε καταστησόμενοι,
ᾗ φαίνοιτο ἄριστα αὐτοῖς. (3) ἐν τούτῳ δὲ οἱ Λακεδαιμόνιοι
μετεπέμποντο Παυσανίαν ἀνακρινοῦντες, ὧν πέρι ἐπυνθάνοντο·
καὶ γὰρ ἀδικία πολλὴ κατηγορεῖτο αὐτοῦ ὑπὸ τῶν Ἑλλήνων
τῶν ἀφικνουμένων, καὶ τυραννίδος μᾶλλον ἐφαίνετο μίμησις
ἢ στρατηγία. (4) ξυνέβη τε αὐτῷ καλεῖσθαί τε ἅμα καὶ
τοὺς ξυμμάχους τῷ ἐκείνου ἔχθει παρ' Ἀθηναίους μετατάξασθαι
πλὴν τῶν ἀπὸ Πελοποννήσου στρατιωτῶν. (5) ἐλθὼν δὲ
ἐς Λακεδαίμονα τῶν μὲν ἰδίᾳ πρός τινα ἀδικημάτων ηὐθύνθη,
τὰ δὲ μέγιστα ἀπολύεται μὴ ἀδικεῖν· κατηγορεῖτο δὲ
αὐτοῦ οὐχ ἥκιστα μηδισμὸς καὶ ἐδόκει σαφέστατον εἶναι.
(6) καὶ ἐκεῖνον μὲν οὐκέτι ἐκπέμπουσιν ἄρχοντα, Δόρκιν
δὲ καὶ ἄλλους τινὰς μετ' αὐτοῦ στρατιὰν ἔχοντας οὐ
πολλήν· οἷς οὐκέτι ἐφίεσαν οἱ ξύμμαχοι τὴν ἡγεμονίαν.
(7) οἱ δὲ αἰσθόμενοι ἀπῆλθον, καὶ ἄλλους οὐκέτι ὕστερον
ἐξέπεμψαν οἱ Λακεδαιμόνιοι, φοβούμενοι μὴ σφίσιν οἱ
ἐξιόντες χείρους γίγνωνται, ὅπερ καὶ ἐν τῷ Παυσανίᾳ
ἐνεῖδον, ἀπαλλαξείοντες δὲ καὶ τοῦ Μηδικοῦ πολέμου
καὶ τοὺς Ἀθηναίους νομίζοντες ἱκανοὺς ἐξηγεῖσθαι καὶ
σφίσιν ἐν τῷ τότε παρόντι ἐπιτηδείους. |
(1) Da sich
Pausanias während dieses Oberbefehls bereits
gewalttätig benahm, wurden darüber sowohl
die übrigen Griechen unzufrieden als auch ganz
besonders die Ionier und alle, die in neuester Zeit
von dem König abgefallen und frei geworden waren.
Sie wandten sich daher an die Athener
und baten, sie möchten gemäß der Blutsverwandtschaft
die Hegemonie über sie übernehmen und dem
Pausanias bei etwaigen neuen Gewalttätigkeiten
entgegentreten. (2) Die Athener
gingen hierauf ein und entschlossen sich, hierbei
nicht gleichgültig zu bleiben und im übrigen
die Verhältnisse so zu ordnen, wie es ihnen am
besten schiene. Indes ließen die Lakedaimonier
den Pausanias kommen, um ihn wegen der Dinge, die
ihnen zu Ohren k zu vernehmen; denn er wurde von den
Griechen, welche dorthin kamen, vielfacher Ungerechtigkeiten
angeklagt und sein ganzes Verhalten sah mehr dem eines
Tyrannen als dem eines Feldherrn ähnlich. (4)
Und so traf es sich denn, dass er um dieselbe Zeit
abberufen wurde, als die Bundesgenossen, die Mannschaften
aus der Peloponnes
ausgenommen, aus Hass gegen ihn zu den Athenern
übertraten. (5) Als er aber nach Lakedaimon
kam, wurde er allerdings für schuldig befunden,
persönlich dem einen oder andern Unrecht getan
zu haben, in der Hauptsache jedoch wurde er für
schuldlos erklärt. Es war aber besonders die
Hinneigung zu den Medern,
deren er angeklagt wurde, und die Sache schien völlig
sicher zu sein. (6) Ihn nun sandten sie nicht wieder
als Feldherrn aus, sondern den Dorkis samt einigen
andern Personen, die ihm zur Seite stehen sollten,
an der Spitze einer nicht bedeutenden Macht; diesen
aber überließen die Bundesgenossen nicht
wieder die Hegemonie. (7) Als sie das sahen, kehrten
sie heim, und die Lakedaimonier
schickten seitdem niemand mehr ab, in der Besorgnis,
diejenigen, welche hinauskämen, möchten
ihnen verdorben werden, wie sie es auch am Pausanias
erlebt hatten. Zugleich aber sehnten sie sich von
dem medischen
Krieg loszukommen, und glaubten von den Athenern,
dass sie ausreichend wären, ihn bis ans Ende
zu führen, und dass sie ihnen damals befreundet
seien. (Üb. nach Campe) |
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- Die Hegemonie zur See geht an Athen
(Thuk.1,95-97; Plut.Arist.22-24).
- Gründung des Delisch-Attischen Seebundes
- Staatenbund mit über 200 gleichberechtigten Mitgliedern
zum Schutz der neu gewonnenen Autonomie der ostgriechischen
Städte in Kleinasien.
Beiträge der Mitglieder: Geld oder Stellung von
Schiffen (Beitragsfestsetzung durch
Aristeides). Athen
hat die militärische und politische Führung.
Tagungen des Rates (Synhedrion) mit gleichem Stimmrecht
und die Verwaltung der Bundeskasse durch zehn Bundesschatzmeister
(Hellanotamiai) auf
Delos (Ionisches Apollonheiligtum).
Die Dauer der athenischen
Hegemonie wird mit rund 70 Jahren angegeben.
- Zur Organisation: Thuk.1,96f.; Plut.Arist.24
| Thuk.1,96:
Παραλαβόντες δὲ οἱ Ἀθηναῖοι τὴν ἡγεμονίαν τούτῳ
τῷ τρόπῳ ἑκόντων τῶν ξυμμάχων διὰ τὸ Παυσανίου
μῖσος, ἔταξαν, ἅς τε ἔδει παρέχειν τῶν πόλεων
χρήματα πρὸς τὸν βάρβαρον καὶ ἃς ναῦς· πρόσχημα
γὰρ ἦν ἀμύνεσθαι, ὧν ἔπαθον, δῃοῦντας τὴν βασιλέως
χώραν. (2) καὶ Ἑλληνοταμίαι τότε πρῶτον Ἀθηναίοις
κατέστη ἀρχή, οἳ ἐδέχοντο τὸν φόρον· οὕτω γὰρ
ὠνομάσθη τῶν χρημάτων ἡ φορά. ἦν δ' ὁ πρῶτος φόρος
ταχθεὶς τετρακόσια τάλαντα καὶ ἑξήκοντα. ταμιεῖόν
τε Δῆλος ἦν αὐτοῖς, καὶ αἱ ξύνοδοι ἐς τὸ ἱερὸν
ἐγίγνοντο. ἡγούμενοι δὲ αὐτονόμων τὸ πρῶτον τῶν
ξυμμάχων καὶ ἀπὸ κοινῶν ξυνόδων βουλευόντων [...] |
Als
die Athener
auf diese Weise aus freiem Entschluss der Bundesgenossen
wegen des Hasses auf Pausanias die Hegemonie erhalten
hatten, setzten sie fest, welche Städte Geld
zum Krieg gegen die Barbaren geben solle und welche
Schiffe. Denn als Vorwand diente, dass man sich
für das Erlittene durch Verwüstung der
königlichen Länder rächen wolle.
Es wurde damals zuerst in Athen
die Behörde der Hellenotamien eingesetzt,
welche den Phoros in Empfang nahmen; denn so wurden
die einlaufenden Geldbeiträge genannt. Es
belief sich aber der zuerst festgesetzte Phoros
auf eine Höhe von 460 Talenten. Als Schatzkammer
aber diente ihnen Delos, wo auch die Bundestage
in dem Heiligtum abgehalten wurden. So waren die
Bundesgenossen nun anfangs frei und selbständig,
und die Beratungen geschahen auf gemeinschaftlichen
Bundestagen. [...] (Üb. nach Campe) |
- Der Phoros wurde stetig erhöht, so dass er zu
Beginn des Peloponnesischen
Krieges 600 Talente betrug.
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- Archon: Phaidon (Diod.Sic.)
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- Kimon übernimmt das Kommando
der Seebundsflotte. Die Rückeroberungen unter Kimon
werden ziehen sich über mehrere Jahre hin, werden
aber in den Quellen nur lückenhaft berichtet und sind
nicht sicher datierbar. Kimon vertreibt die Perser aus Eion,
ihrem letzten Stützpunkt an der makedonischen Küste
(Thuk.1,98,1; Herod.7,107).
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- Aufführung der Phoinissai des Phrynichos (Euripides
als Chorege)
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- Hermenhalle am Nordende der Agora
nach der Einnahme von Eion
476
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- Archon: Dromokleides (Diod.Sic.)
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- Kimon führt attische Kleruchen nach Skyros
und bringt die Gebeine des Theseus
von dort mit in die Heimat zurück (Thuk.1,98,1;Plut.Thes.36).
Als Ruhestätte für Theseus
Gebeine wird das "Theseion" erbaut (Lage unbekannt).
Dort zeigten Tafelbilder des Mikon
die Abenteuer des Theseus
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- Archon: Akestorides (Diod.Sic.)
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- Bei Cumae besiegt Hieron
v. Syrakus
die Etrusker zur See. Dadurch geht ihre Macht stark zurück,
was den Aufstieg Roms begünstigt. Einzelne Beutestücke
weihte er nach Olympia.
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- Archon: Menon (Diod.Sic.)
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- Archon: Chares (Diod.Sic.)
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- Hieron
beerbt Theron v. Akragas.
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- Archon: Praxiergos (Diod.Sic.)
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- Die Athener
erobern Karystos auf Euboia. Es tritt zwangsweise
dem Attischen Seebund bei. (Thuk.1,95; Diod.11,60)
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- Synoikismos der elischen
Gemeinden zur neuen Stadt Elis.
Sturz der Aristokratie. Eroberung Triphyliens.
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- Niedergang der Vasenmalerei infolge eines Preissturzes.
- Zeustempel in Olympia aus Beutegeldern (Architekt: Libon
aus Elis)
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- Archon: Demotion (Diod.Sic.)
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- Themistokles
wird ostrakiert und geht zunächst nach Argos.
Dort kann er wegen der spartanischen Beschuldigung, er sei
am Verrat des Pausanias beteiligt gewesen, nicht bleiben.
Nach einer weiteren Zwischenstation in Kerkyra bei dem Molosserkönig
Admetos weicht er vor dem athenischen
Druck (466) nach Ephesos
aus und nimmt schließlich seine Zuflucht beim persischen
Großkönig in Susa (464). Von ihm wird er mit
den Städten Magnesia,
Lampsakos
und Myus (nördl.
v. Miletos)
ausgestattet. In Magnesia
stirbt er (459) eines natürlichen Todes (Thuk.1,135-138;
Plut.Them.22-31; Diod.11,55-59).
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- Zeustempel in Akragas. - Ludovisischer Thron
- 470-460 (Zeit Kimons):
- Stoa Poikile
- Tholos der Agora (Lokal der Prytanen)
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- Archon: Apsephion (Diod.Sic.)
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- Hinrichtung des Pausanias
- (478?) Leotychidas wird, weil er sich von den Thessaliern
hatte bestechen lassen, verbannt. Archidamos König
von Sparta (Herod.6,72; Paus.3,7,8; Diod.11,48).
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- Die Athener
unterwerfen Naxos, das als erstes Mitglied den Attischen
Seebund verlassen will (Thuk.1,98). Andere folgten, so dass
die σύμμαχοι allmählich zu ὑποτελεῖς oder ὑπήκοοι wurden.
| Thuk.1,98,1:
Πρῶτον μὲν Ἠιόνα τὴν ἐπὶ Στρυμόνι Μήδων ἐχόντων
πολιορκίᾳ εἷλον καὶ ἠνδραπόδισαν, Κίμωνος τοῦ Μιλτιάδου
στρατηγοῦντος. (2) ἔπειτα Σκῦρον τὴν ἐν τῷ Αἰγαίῳ
νῆσον, ἣν ᾤκουν Δόλοπες, ἠνδραπόδισαν καὶ ᾤκισαν
αὐτοί. (3) πρὸς δὲ Καρυστίους αὐτοῖς ἄνευ τῶν ἄλλων
Εὐβοέων πόλεμος ἐγένετο, καὶ χρόνῳ ξυνέβησαν καθ'
ὁμολογίαν. (4) Ναξίοις δὲ ἀποστᾶσι μετὰ ταῦτα ἐπολέμησαν
καὶ πολιορκίᾳ παρεστήσαντο, πρώτη τε αὕτη πόλις
ξυμμαχὶς παρὰ τὸ καθεστηκὸς ἐδουλώθη, ἔπειτα δὲ
καὶ τῶν ἄλλων ὡς ἑκάστῃ ξυνέβη. |
(1)
Zuerst nahmen sie Eion am Strymon, welches von Medern
besetzt war, unter der Führung des Kimon, des
Sohnes des Miltiades, durch Belagerung ein und verkauften
die Einwohner in die Sklaverei (476 v.Chr.). (2)
Dann versklavten sie Skyros, die Insel des Aigaiischen
Meeres, die bis dahin von Dolopern bewohnt wurde
und besiedelten es selbst. (3) Ferner gerieten sie
in Krieg mit den Karystiern ohne die Teilnahme der
übrigen Euboier, und nach einiger Zeit unterwarfen
sich die Karystier auf dem Weg gütlichen Vertrags.
(4) Sodann führten sie mit den abgefallenen
Naxiern Krieg und brachten sie durch Belagerung
zur Unterwerfung, und dies war die erste Bundesgenossenstadt,
die gegen den Bundesvertrag ihrer Freiheit beraubt
wurde; später traf dies Schicksal gelegentlich
auch von den übrigen eine nach der andern. |
| (1,99,1)
αἰτίαι δὲ ἄλλαι τε ἦσαν τῶν ἀποστάσεων καὶ μέγισται
αἱ τῶν φόρων καὶ νεῶν ἔκδειαι καὶ λιποστράτιον εἴ
τῳ ἐγένετο· οἱ γὰρ Ἀθηναῖοι ἀκριβῶς ἔπρασσον καὶ
λυπηροὶ ἦσαν οὐκ εἰωθόσιν οὐδὲ βουλομένοις ταλαιπωρεῖν
προσάγοντες τὰς ἀνάγκας. (2) ἦσαν δέ πως καὶ ἄλλως
οἱ Ἀθηναῖοι οὐκέτι ὁμοίως ἐν ἡδονῇ ἄρχοντες, καὶ
οὔτε ξυνεστράτευον ἀπὸ τοῦ ἴσου ῥᾴδιόν τε προσάγεσθαι
ἦν αὐτοῖς τοὺς ἀφισταμένους. (3) ὧν αὐτοὶ αἴτιοι
ἐγένοντο οἱ ξύμμαχοι· διὰ γὰρ τὴν ἀπόκνησιν ταύτην
τῶν στρατειῶν οἱ πλείους αὐτῶν, ἵνα μὴ ἀπ' οἴκου
ὦσι, χρήματα ἐτάξαντο ἀντὶ τῶν νεῶν τὸ ἱκνούμενον
ἀνάλωμα φέρειν, καὶ τοῖς μὲν Ἀθηναίοις ηὔξετο τὸ
ναυτικὸν ἀπὸ τῆς δαπάνης, ἣν ἐκεῖνοι ξυμφέροιεν,
αὐτοὶ δέ, ὁπότε ἀποσταῖεν, ἀπαράσκευοι καὶ ἄπειροι
ἐς τὸν πόλεμον καθίσταντο. |
(1)
Unter den Ursachen zum Abfall aber stand oben an,
dass die Bundesgenossen hier und da mit den Tributen
in Rückstand blieben oder die Schiffe oder
die Truppenkontingente zu stellen unterließen.
Denn die Athener
kannten beim Eintreiben keine Nachsicht und fielen
den Bundesgenossen sehr lästig, indem sie gegen
Leute Zwangsmittel anwendeten, die an die Strapazen
des Krieges nicht gewöhnt noch dazu geneigt
waren. (2) Es herrschten die Athener
aber wohl auch sonst nicht mehr zur Zufriedenheit
ihrer Bundesgenossen. Bei den gemeinschaftlichen
Unternehmungen sahen sie sich nicht als freie und
gleichstehende Verbündete behandelt, und versuchten
sie abzufallen, so wurden sie ohne Mühe zum
Gehorsam zurückgebracht. (3) Hieran aber trugen
die Bundesgenossen selbst die Schuld. Denn wegen
dieser Abneigung gegen den Dienst i im Kriege hatte
dei Mehrzahl von ihnen, um nicht von Hause entfernt
zu sein, sich mit den Athenern
in Geld geeinigt, so dass sie statt der Schiffe
die auf sie fallende Geldsumme entrichteten. Und
den Athenern
wuchs auf diese Weise von den Geldsummen, welche
jene zusammenbrachten, ihre Seemacht; sie selbst
aber mussten, sooft sie abfielen, ohne Rüstung
und ohne Erfahrung in den Krieg treten. (Üb.
nach Campe) |
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- Argos erobert
Mykene und Tiryns zurück, die sich 494 abgetrennt hatten.
Dies führt zum Konflikt mit Sparta (was Leotychidas
und Perikles
vielleicht begünstigt hatten).
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- Terrakottagruppe in Olympia: Zeus mit Ganymed
- "Sinnende Athena" (Athen)
- Tafelbilder in der Stoa Poikile:
- Iliupersis (Polygnotos)
- Amazonenschlacht
(Mikon)
- Schlacht von Marathon (Panainos)
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- Archon: Theagenides (Diod.Sic.)
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- Rüstungen der Perser ließen
eine neue Offensive befürchten. Kimon erringt am Eurymedon
einen Doppelsieg über die Perser: zunächst zur
See, indem er der phoinikischen Flotte einen Verlust von
200 Schiffen zufügt, dann schlägt er das persische
Heer an Land (Thuk.1,100; Diod.11,60).
| Thuk.1,100,1:
ἐγένετο δὲ μετὰ ταῦτα καὶ ἡ ἐπ' Εὐρυμέδοντι ποταμῷ
ἐν Παμφυλίᾳ πεζομαχία καὶ ναυμαχία Ἀθηναίων καὶ τῶν
ξυμμάχων πρὸς Μήδους, καὶ ἐνίκων τῇ αὐτῇ ἡμέρᾳ ἀμφότερα
Ἀθηναῖοι Κίμωνος τοῦ Μιλτιάδου στρατηγοῦντος, καὶ
εἷλον τριήρεις Φοινίκων καὶ διέφθειραν τὰς πάσας ἐς
διακοσίας. |
Hierauf
erfolgte auch am Fluss Eurymedon in Pamphylien
die Land- und Seeschlacht der Athener
und ihrer Bundesgenossen, und es siegten an dem einen
und demselben Tag die Athener
unter Kimon, dem Sohn des Miltiades, beides zu Wasser
und zu Land. Die Gesamtzahl der phoinikischen Trieren,
die sie erbeuteten oder zum ferneren Dienst unbrauchbar
machten, betrug gegen zweihundert. (Üb.
nach Campe) |
- Dem Seebund treten neue Mitglieder bei.
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- "Kimonische Südmauer" der Akropolis aus
der Eurymedonbeute
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- Archon: Lysistratos (Diod.Sic.)
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- Aristeides stirbt "vier Jahre nach dem Ostrakismos
des Themistokles"
(Nep.Arist.3;
Plut.Arist.26)
- Nach dem Tod des Aristeides beginnt der politische Einfluss
des Perikles
(Plut.Per.7), der bis zu seinem Tod 429 rund 40 Jahre lang
den athenischen
Staat leiten wird.
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- Archon: Lysanias (Diod.Sic.)
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- Hierons
Tod. Sein Bruder Thrasybulos folgt ihm nach, wird aber gestürzt.
Eine Verfassungsänderung nach dem Muster Athens
setzt dem "Reich v. Syrakus"
ein Ende.
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- Sieg Spartas über Argos
und anschließend über Tegea bei Dipaia in Arkadien
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- Archon: Lysitheos (Diod.Sic.)
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- Xerxes
stirbt. Artaxerxes I. (Longimanus) (465-424) wird Großkönig
(Diod.11,69).
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- Auch Thasos
will aus dem Seebund austreten. Zunächst erfolgloser
Krieg der Athener
gegen Thasos
(denen es um die Bergwerke an der gegenüberliegenden
Küste geht; vgl. Herod.6,46f.). Der Versuch der Athener,
bei Enneahodoi in Thrakien
eine Kolonie zu gründen (dort, wo sie 437 Amphipolis
gründen; Thuk.4,102), wird von den Edonen verhindert.
(Thuk.1,100).
| Thuk.1,100,2-3:
χρόνῳ δὲ ὕστερον ξυνέβη Θασίους αὐτῶν ἀποστῆναι, διενεχθέντας
περὶ τῶν ἐν τῇ ἀντιπέρας Θρᾴκῃ ἐμπορίων καὶ τοῦ μετάλλου,
ἃ ἐνέμοντο. καὶ ναυσὶ μὲν ἐπὶ Θάσον πλεύσαντες οἱ
Ἀθηναῖοι ναυμαχίᾳ ἐκράτησαν καὶ ἐς τὴν γῆν ἀπέβησαν,
(3) ἐπὶ δὲ Στρυμόνα πέμψαντες μυρίους οἰκήτορας αὑτῶν
καὶ τῶν ξυμμάχων ὑπὸ τοὺς αὐτοὺς χρόνους ὡς οἰκιοῦντες
τὰς τότε καλουμένας Ἐννέα ὁδούς, νῦν δὲ Ἀμφίπολιν,
τῶν μὲν Ἐννέα ὁδῶν αὐτοὶ ἐκράτησαν, ἃς εἶχον Ἠδωνοί,
προελθόντες δὲ τῆς Θρᾴκης ἐς μεσόγειαν διεφθάρησαν
ἐν Δραβησκῷ τῇ Ἠδωνικῇ ὑπὸ τῶν Θρᾳκῶν ξυμπάντων, οἷς
πολέμιον ἦν τὸ χωρίον [αἱ ᾿Εννέα ὁδοὶ] κτιζόμενον.
|
(2)
Geraume Zeit später geschah es dann, dass die
Thasier von ihnen abfielen. Die Ursache hierzu war
ein Streit um die Handelsplätze an der gegenüberliegenden
thrakischen
Küste und um das Bergwerk, welches sie in Besitz
hatten. Die Athener
kamen nun mit einer Flotte gegen Thasos,
siegten in einer Seeschlacht und landeten auf der
Insel; (3) an den Strymon schickten sie aber etwa
um die selbe Zeit aus ihrer eigenen Bürgerschaft
und von den Bundesgenossen 10000 Ansiedler, welche
sich in dem damals so genannten "Neun Straßen",
dem jetzigen Amphipolis, niederlassen sollten. Wirklich
setzten sie sich selbst in den Besitz von Neunstraßen,
welches bis dahin Edonen innehatten. Dann aber wurden
sie, da sie in das Innere von Thrakien
vordrangen, bei Drabeskos im Edonenland von den Thrakern
vernichtet, die sich verbunden hatten, da ihnen die
Gründung einer Stadt in Neunstraßen verhasst
war. (Üb. nach Campe) |
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- 470-460 (Kimonische Zeit):
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- Archon: Archedemides (Diod.Sic.)
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- Verheerendes Erdbeben in Sparta. Gelegenheit für
die messenischen
Heloten zum Aufstand. Beides hinderte Sparta an einem Einfall
in Attika,
den es Thasos
zu dessen Entlastung zugesagt hatte (Thuk.1,101; Plut.Kim.19;
Diod.11,63f.; Diod.15,66,4).
- 3. Messenischer Krieg (464-455).
Die Messenier
(und mit ihnen Perioiken aus Thuria
und Aithaia) wagen einen Überraschungsangriff auf die
Spartaner. Doch gelingt es König Archidamos, die überlebenden
Spartaner rasch neu zu organisieren, so dass sich die Messenier
auf den
Ithome zurückziehen und von Pausanias belagert
werden.
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- Archon: Tlepolemos (Diod.Sic.)
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- Die Athener
unterwerfen Thasos:
Auslieferung der Flotte, Schleifung der Mauern und Erstattung
der Kriegskosten (Thuk.1,101).
| Thuk.1,101:
(1) Θάσιοι δὲ νικηθέντες μάχῃ καὶ πολιορκούμενοι Λακεδαιμονίους
ἐπεκαλοῦντο καὶ ἐπαμύνειν ἐκέλευον ἐσβαλόντας ἐς τὴν
Ἀττικήν. (2) οἱ δὲ ὑπέσχοντο μὲν κρύφα τῶν Ἀθηναίων
καὶ ἔμελλον, διεκωλύθησαν δὲ ὑπὸ τοῦ γενομένου σεισμοῦ,
ἐν ᾧ καὶ οἱ Εἵλωτες αὐτοῖς καὶ τῶν περιοίκων Θουριᾶταί
τε καὶ Αἰθαιῆς ἐς Ἰθώμην ἀπέστησαν. πλεῖστοι δὲ τῶν
Εἱλώτων ἐγένοντο οἱ τῶν παλαιῶν Μεσσηνίων τότε δουλωθέντων
ἀπόγονοι· ᾗ καὶ Μεσσήνιοι ἐκλήθησαν οἱ πάντες. (3)
πρὸς μὲν οὖν τοὺς ἐν Ἰθώμῃ πόλεμος καθειστήκει Λακεδαιμονίοις,
Θάσιοι δὲ τρίτῳ ἔτει πολιορκούμενοι ὡμολόγησαν Ἀθηναίοις
τεῖχός τε καθελόντες καὶ ναῦς παραδόντες, χρήματά
τε ὅσα ἔδει ἀποδοῦναι αὐτίκα ταξάμενοι καὶ τὸ λοιπὸν
φέρειν, τήν τε ἤπειρον καὶ τὸ μέταλλον ἀφέντες. |
(1)
Die Thasier aber riefen, da sie in einer Schlacht
besiegt waren und belagert gehalten wurden, den Beistand
der Lakedaimonier
an und baten sie, ihnen durch einen Einfall in Attika
Beistand zu leisten. (2) Diese versprachen es
zwar, ohne dass die Athener
es ahnten, und hatten auch wirklich die Absicht, wurden
aber durch das eintretende Erdbeben daran gehindert,
bei welchem die Heiloten und von den Perioiken die
Thuriaten und Aithaier von ihnen abfielen und sich
nach Ithome warfen (464). Sehr
viele von den Heiloten waren die Nachkommen der alten
Messenier,
welche damals geknechtet wurden; daher auch die Abgefallenen
überhaupt Messenier
genannt wurden. Gegen die in Ithome nun erhob sich
den Lakedaimoniern
ein Krieg, Die Thasier aber sahen sich im dritten
Jahr der Belagerung genötigt, sich den Athenern
auf folgende Bedingungen zu ergeben: sie sollten ihre
Mauer niederreißen und ihre Schiffe ausliefern,
sie sollten sich zu Geldzahlungen verstehen, welche
sie teils sofort entrichten, teils für die Zukunft
leisten wollten, und endlich auf die gegenüberliegende
Küste und das Bergwerk Verzicht leisten. (Üb.
nach Campe) |
- Perikles
klagt erfolglos gegen Kimons Rechenschaftsbericht über
Thasos.
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- Archon: Konon (Diod.Sic.)
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- Archon: Euthippos (Diod.Sic.)
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- Die Spartaner baten, als sie am Ithome nicht vorankamen,
verschiedene Bundesgenossen um Hilfe: so die Aigineten,
Plataier und Mantineier
und auch die Athener.
Als aber das Hilfskontingent der Athener
unter Kimon eintraf, schickten die Spartaner sie als einzige
Bundesgenossen aus Angst vor demokratischen Umtrieben oder
als Reaktion auf die Bestrebungen des Perikles
und Ephialtes wieder weg. Dies wurde in Athen
als Demütigung empfunden wurde. Thuk.1,102 sieht darin
das ersten offenkundige Zerwürfnis (διαφορὰ... φανερά)
zw. Athen
und Sparta.
| Thuk.1,102:
(1) Λακεδαιμόνιοι δέ, ὡς αὐτοῖς πρὸς τοὺς ἐν Ἰθώμῃ
ἐμηκύνετο ὁ πόλεμος, ἄλλους τε ἐπεκαλέσαντο ξυμμάχους
καὶ Ἀθηναίους· οἱ δ' ἦλθον Κίμωνος στρατηγοῦντος πλήθει
οὐκ ὀλίγῳ. (2) μάλιστα δ' αὐτοὺς ἐπεκαλέσαντο, ὅτι
τειχομαχεῖν ἐδόκουν δυνατοὶ εἶναι, τοῖς δὲ πολιορκίας
μακρᾶς καθεστηκυίας τούτου ἐνδεᾶ ἐφαίνετο· βίᾳ γὰρ
ἂν εἷλον τὸ χωρίον. (3) καὶ διαφορὰ ἐκ ταύτης τῆς
στρατείας πρῶτον Λακεδαιμονίοις καὶ Ἀθηναίοις φανερὰ
ἐγένετο. οἱ γὰρ Λακεδαιμόνιοι, ἐπειδὴ τὸ χωρίον βίᾳ
οὐχ ἡλίσκετο, δείσαντες τῶν Ἀθηναίων τὸ τολμηρὸν καὶ
τὴν νεωτεροποιίαν, καὶ ἀλλοφύλους ἅμα ἡγησάμενοι,
μή τι, ἢν παραμείνωσιν, ὑπὸ τῶν ἐν Ἰθώμῃ πεισθέντες
νεωτερίσωσι, μόνους τῶν ξυμμάχων ἀπέπεμψαν, τὴν μὲν
ὑποψίαν οὐ δηλοῦντες, εἰπόντες δὲ ὅτι οὐδὲν προσδέονται
αὐτῶν ἔτι. (4) οἱ δ' Ἀθηναῖοι ἔγνωσαν οὐκ ἐπὶ τῷ βελτίονι
λόγῳ ἀποπεμπόμενοι, ἀλλά τινος ὑπόπτου γενομένου,
καὶ δεινὸν ποιησάμενοι καὶ οὐκ ἀξιώσαντες ὑπὸ Λακεδαιμονίων
τοῦτο παθεῖν, εὐθὺς ἐπειδὴ ἀνεχώρησαν, ἀφέντες τὴν
γενομένην ἐπὶ τῷ Μήδῳ ξυμμαχίαν πρὸς αὐτοὺς Ἀργείοις,
τοῖς ἐκείνων πολεμίοις, ξύμμαχοι ἐγένοντο, καὶ πρὸς
Θεσσαλοὺς ἅμα ἀμφοτέροις οἱ αὐτοὶ ὅρκοι καὶ ξυμμαχία
κατέστη. |
(1) Die Lakedaimonier
aber riefen, da sich ihnen der Krieg gegen die in
Ithome in die Länge zog, unter anderen Bundesgenossen
auch die Athener
zu Hilfe; diese aber kamen unter der Führung
des Kimon mit einem nicht geringen Heer. (2) Der Hauptgrund
aber, weswegen sie sich an die Athener
wandten, war, dass sie in der Kunst der Belagerung
für erfahren galten; da aber die Belagerung sich
ausdehnte, so schien es damit nicht so besonders bestellt
zu sein; denn sie würden sonst die Stadt wohl
mit Gewalt eingenommen haben. (3) In Folge dieses
Feldzugs nun kam es zuerst zwischen den Lakedaimoniern
und Athenern
zu einem offenen Bruch. Die Lakedaimonier
nämlich gerieten, da der Platz nicht durch Gewalt
eingenommen werden konnte, in Besorgnis vor dem Unternehmungsgeist
der Athener
und ihrem Gelüsten nach neuen Plänen - sie
sahen in ihnen zugleich auch Leute eines anderen Stammes
- sie möchten sich, falls sie dablieben,
durch die Ithome sich bestimmen lassen, sich auf deren
Seite zu schlagen. So entließen sie dieselben
allein unter den Bundesgenossen. Zwar äußerten
sie ihren Argwohn nicht offen, sondern erklärten
nur, sie bedürften ihrer Unterstützung nicht
weiter; (4) die Athener
aber erkannten sehr wohl, dass sie nicht in guter
Wohlmeinung, sondern in Folge eines entstandenen Verdachtes
entlassen würden. Da sie dies nun für empörend
hielten und diese Behandlung von den Lakedaimoniern
nicht verdient zu haben glaubten, lösten sie
sogleich nach ihrer Rückkehr das mit ihnen
gegen die Meder
geschlossene Bündnis auf und traten mit den Argeier,
den Feinden jener, in Bundesgenossenschaft, worauf
sie dann beide zugleich mit den Thessalern die selben
Verträge und das gleiche Waffenbündnis aufrichteten.
(Üb. nach Campe) |
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- Dem Bündnis zwischen Athen
und Thessalien tritt bald auch noch Megara
bei (Thuk.1,103)
- Die Athener
verbannten daraufhin den spartanerfreundlichen Kimon auf
10 Jahre (Plut.Kim.17). Durchsetzung der demokratischen
Datei. Beginn der politischen Laufbahn des Perikles.
- Außenpolitische Konsequenzen: Die Athener
kündigen das Bündnis mit Sparta und schließen
ein Gegenbündnis mit Argos,
dem bald auch Thessalien und Megara
beitreten (Thuk.1,102f.). Argos
hatte sich von seinen schweren Verlusten gegen Sparta (494)
allmählich erholt und Orneai,
Mideia
und Tiryns
unterworfen und Mykenai
zerstört (Strab.p.342; Paus.4,17,4; Paus.4,25,5-7;
Diod.11,65)
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- 461-457 Bau der Langen Mauern, 456
fertiggestellt (444 verstärkt,
404 geschleift,
393 erneuert)
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2.
Teil: Bis zum dreißigjährigen Bündnis 445 |
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- Archon: Phrasikleides (Diod.Sic.)
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- Perikles
und Ephialtes gehen einen wesentlichen Schritt in der Demokratisierung
Athens weiter:
- Sie schwächen den Areopag (der nur die
Blutgerichtsbarkeit behält) und
- stärken die Volksgerichte (Aristot.Pol.2,9,3;
Plut.Kim.15).
| Plut.Kim.15,1-3:
(1) Ἐκείνην μὲν οὖν ἀπέφυγε τὴν δίκην· ἐν
δὲ τῇ λοιπῇ πολιτείᾳ παρὼν μὲν ἐκράτει καὶ
συνέστελλε τὸν δῆμον, ἐπιβαίνοντα τοῖς ἀρίστοις
καὶ περισπῶντα τὴν πᾶσαν εἰς ἑαυτὸν ἀρχὴν
καὶ δύναμιν· (2) ὡς δὲ πάλιν ἐπὶ στρατείαν
ἐξέπλευσε, τελέως ἀνεθέντες οἱ πολλοὶ καὶ
συγχέαντες τὸν καθεστῶτα τῆς πολιτείας κόσμον
τά τε πάτρια νόμιμα, οἷς ἐχρῶντο πρότερον,
Ἐφιάλτου προεστῶτος ἀφείλοντο τῆς ἐξ Ἀρείου
πάγου βουλῆς τὰς κρίσεις πλὴν ὀλίγων ἁπάσας,
καὶ τῶν δικαστηρίων κυρίους ἑαυτοὺς ποιήσαντες,
εἰς ἄκρατον δημοκρατίαν ἐνέβαλον τὴν πόλιν,
ἤδη καὶ Περικλέους δυναμένου καὶ τὰ τῶν
πολλῶν φρονοῦντος. (3) διὸ καὶ τοῦ Κίμωνος
ὡς ἐπανῆλθεν ἀγανακτοῦντος ἐπὶ τῷ προπηλακίζεσθαι
τὸ ἀξίωμα τοῦ συνεδρίου, καὶ πειρωμένου
πάλιν ἄνω τὰς δίκας ἀνακαλεῖσθαι καὶ τὴν
ἐπὶ Κλεισθένους ἐγείρειν ἀριστοκρατίαν,
κατεβόων συνιστάμενοι καὶ τὸν δῆμον ἐξηρέθιζον,
ἐκεῖνά τε τὰ πρὸς τὴν ἀδελφὴν ἀνανεούμενοι
καὶ Λακωνισμὸν ἐπικαλοῦντες. |
In
diesem Prozess wurde Kimon denn auch freigesprochen.
Bei seiner übrigen Verwaltung der Geschäfte
wusste er das Volk, solange er in Athen
zugegen war, zu zügeln und in Schranken
zu halten, wenn es sich gegen den Adel auflehnte
und alle Macht und Gewalt an sich zu reißen
suchte. Als er aber zu einer neuen Unternehmung
in See gegangen war, stieß der Pöbel,
der dadurch völlig freie Hände
bekam, die eingeführte Verfassung und
die bisher gebräuchlichen Einrichtungen
um und entriss unter Anführung des
Ephialtes dem Senat des Areopag seine ganze
Gerichtsbarkeit bis auf einige wenige Fälle.
Auf diese Weise bemächtigte er sich
aller Gerichtshöfe und stürzte
den Staat in eine unbeschränkte Demokratie,
wobei auch Perikles,
der jetzt schon sehr mächtig war, ganz
die Partei des Volkes nahm. Kimon gab freilich,
als er zurückkam, seinen Unwillen über
die Herabsetzung dieses ehrwürdigen
Gerichtshofes deutlich zu erkennen, und
unternahm alles, die Rechtshändel wieder
dahin zu ziehen, und die Aristokratie, wie
sie von Kleisthenes eingeführt worden,
herzustellen. Aber seine Gegner erhoben
vereinigt ein großes Geschrei darüber
und reizten das Volk gegen ihn auf, wobei
sie nicht nur die alten Beschuldigungen
wegen seiner Schwester erneuerten, sondern
ihm auch seinen Hang zu den Lakedaimoniern
zum Vorwurf machten. (Üb. nach Kaltwasser). |
- Finanzielle Entlastung der in der Demokratie
engagierten Bürger (Ausgleich für Arbeitsausfall)
- Einführung des Richtersoldes (μισθὸς
δικαστικός od. ἡλιαστικός) durch Perikles
1 Obolos (Aristot.Pol.Ath.2,9,3; Plut.Per.9). Unter
Kleon später auf drei Obolen erhöht.
- Dazu kamen später das Theatergeld
(θεωρικόν), ebenfalls von Perikles
eingeführt und zunächst als Ersatz
für das Eintrittsgeld gedacht,
- und noch später, vielleicht aber noch
unter Perikles,
andere Vergütungen wie das ἐκκλησιαστικόν
(Volksversammlung)
- und der μισθὸς βουλευτικός (συνηγορικός)
(Ratsversammlung).
- Diese Zuwendungen hat später das "allgemeine
Urteil" meistens als Schritt in die Entartung
der Demokratie kritisiert (Aristot.Ath.Pol.2,4,11;
Plut.Per.9).
| Plat.Gorg.515e:
Sokrates
zu Kallikles: ἀλλὰ τόδε μοι εἰπὲ ἐπὶ τούτῳ,
εἰ λέγονται Ἀθηναῖοι διὰ Περικλέα βελτίους
γεγονέναι, ἢ πᾶν τοὐναντίον διαφθαρῆναι
ὑπ' ἐκείνου. ταυτὶ γὰρ ἔγωγε ἀκούω, Περικλέα
πεποιηκέναι Ἀθηναίους ἀργοὺς καὶ δειλοὺς
καὶ λάλους καὶ φιλαργύρους, εἰς μισθοφορίαν
πρῶτον καταστήσαντα. |
Aber
dies sage mir nun noch, ob nach dem allgemeinen
Urteil die Athener
durch Perikles
besser geworden sind oder ob sie ganz im
Gegenteil von ihm zugrunde gerichtet worden
sind. Denn ich wenigstens höre, Perikles
habe die Athener
träge und feig und geschwätzig
und geldsüchtig gemacht, indem er zuerst
das Besoldungswesen einführte. (Üb.
Apelt) |
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- Ephialtes wird von seinen Gegnern aus Hass ermordet (Plut.Per.10;
Diod.11,77).
- Zug der Athener
nach Ägypten,
um den Satrapen Inaros in seinem Aufstand gegen den Großkönig
zu unterstützen. Das Unternehmen endet 454 katastrophal
(Thuk.1,104; Diod.11,77).
- Megara
tritt dem Bund mit Athen
bei, vielleicht der Auslöser für die folgenden
Auseinandersetzungen.
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- Ca. 460 Anlage des Friedhofs an der Nordwestecke der Mauer.
Er wird vom Eridanos
umflossen. Zunächst wird er zur Beerdigung der in Athen
verstorbenen Bündner genutzt, dann bis 375
ungenutzt.
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- Archon: Philokles (Diod.Sic.)
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- 458-445: Der sog. "1. Peloponnesische
Krieg"
- Athen führt
Krieg gegen Korinth,
Epidauros und Aigina. Niederlage zu Land bei Halieis,
aber Seesieg zunächst bei Kekryphaleia,
dann entscheidend bei Aigina. Aigina kapituliert nach dreijähriger
Belagerung, verliert 70 Schiffe und hat damit als Seemacht
ausgespielt (Thuk.1,105)
- Korinth
will Aigina mit einem Angriff auf die Megaris entlasten,
wird aber von dem Athener
Myronides in zwei Schlachten geschlagen (Thuk.1,105f.; Diod.11,79).
Eine Tafel mit den in diesem Jahr gefallenen Athenern
war im Kerameikos
aufgestellt und hat sich erhalten.
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- Archon: Mnesitheides (Diod.Sic.)
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- Die Spartaner kommen mit peloponnesischem
Heer den Bewohnern von Doris gegen die Phoker zu Hilfe,
geraten dabei mit den Athenern
aneinander und besiegen sie bei Tanagra (Thuk.1,107f.).
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- Die Athener
berufen Kimon aus der Verbannung zurück (Plut.Kim.17;
Plut.Per.10).
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- Archon: Kallias (Diod.Sic.)
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- Die Athener
siegen unter Myronides bei
Oinophyta gg. die Boioter.
Daraufhin treten Boiotien,
Phokis und die opuntische Lokris dem Attischen Seebund bei
(Thuk.1,108). In Theben
war als Folge der Niederlage die aristokratische Regierung
gegen eine demokratische ausgetauscht worden, die den Anschluss
an Athen durchsetzte.
- Die Langen Mauern, die den
Peiraieus
und Phaleron
mit Athen
verbinden, werden fertiggestellt (Thuk.1,108).
- Aigina wird zur Unterwerfung gezwungen (Thuk.1,108).
- Der Athener
Tolmides umsegelt die Peloponnes:
Er brennt Gythion nieder, nimmt Methone, Chalkis und Naupaktos
und gewinnt Zakynthos und Kephaleneia als Mitglieder des
Attischen Seebundes (Thuk.1,108; Diod.11,84).
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- 456 Fertigstellung der Langen
Mauern (444 verstärkt,
404 geschleift,
393 erneuert)
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- Archon: Sosistratos (Diod.Sic.)
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- Die Einnahme des Ithome beendet den 3. Messenischen Krieg.
Die Messenier
siedeln nach Naupaktos um (Thuk.1,103).
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- Heer und Flotte der Athener
werden in Ägypten
vernichtet (Thuk.109-110).
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- Archon: Ariston (Diod.Sic.)
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- Operation des Perikles
im Meerbusen von Krissa. Achaia
wird dem Attischen Seebund angegliedert (Thuk.1,111; Diod.11,85).
Athen hatte
damit sein Macht erheblich gefestigt:
| Diod.11,85:
(1) Ἐπ' ἄρχοντος δ' Αθήνησι Σωσιστράτου [...] Τολμίδης
μὲν περὶ τὴν Βοιωτίαν διέτριβεν, Ἀθηναῖοι δὲ Περικλέα
τὸν Ξανθίππου, τῶν ἀγαθῶν ἀνδρῶν, στρατηγὸν κατέστησαν,
καὶ δόντες αὐτῷ τριήρεις πεντήκοντα καὶ χιλίους ὁπλίτας
ἐξέπεμψαν ἐπὶ τὴν Πελοπόννησον. (2) οὗτος δὲ τῆς Πελοποννήσου
πολλὴν ἐπόρθησεν, εἰς δὲ τὴν Ἀκαρνανίαν διαβὰς πλὴν
Οἰνιαδῶν ἁπάσας τὰς πόλεις προσηγάγετο. οἱ μὲν οὖν
Ἀθηναῖοι κατὰ τοῦτον τὸν ἐνιαυτὸν πλείστων πόλεων
ἦρξαν, ἐπ' ἀνδρείᾳ δὲ καὶ στρατηγίᾳ μεγάλην δόξαν
κατεκτήσαντο. |
(1)
Als Sosistratos in Athen
Archon
war, hielt sich Tolmides in der Gegend von Boiotien
auf. Die Athener
aber wählten Perikles,
den Sohn des Xanthippos, aus adligem Haus, zum Strategen.
Sie gaben ihm 50 Trieren mit 1000 Hopliten und schickten
ihn gegen die Peloponnes.
(2) Er verwüstete einen Großteil der Peloponnes,
setzte nach Akarnanien über und bracht dort außer
Oiniadai
alle Städte zum Anschluss. Die Athener
errangen so in diesem Jahr die Hoheit über die
meisten Städte und erwarben hinsichtlich ihrer
Tapferkeit und Feldherrnkunst großen Ruhm. (Üb.
E.G.) |
- Auf Perikles'
Veranlassung wurden attische Kleruchen in die thrakische
Chersones,
nach Naxos, Andros und an die thrakische
Küste entsandt (448?).
- Verlegung der Bundeskasse von Delos nach Athen
(angeblich wegen eines drohenden persischen Angriffs).
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- Archon: Lysikrates (Diod.Sic.)
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- Archon: Chairephanes (Diod.Sic.)
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- Archon: Antidotos (Diod.Sic.)
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- Archon: Euthydemos (Diod.Sic.)
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- Fünfjähriger Waffenstillstand zw. Athen
und Sparta (Thuk.1,112; Diod.11,86; Plut.Kim.18).
| Thuk.1,112:
(1) ὕστερον δὲ διαλιπόντων ἐτῶν τριῶν σπονδαὶ γίγνονται
Πελοποννησίοις καὶ Ἀθηναίοις πεντέτεις. (2) καὶ Ἑλληνικοῦ
μὲν πολέμου ἔσχον οἱ Ἀθηναῖοι, ἐς δὲ Κύπρον ἐστρατεύοντο
ναυσὶ διακοσίαις αὑτῶν τε καὶ τῶν ξυμμάχων Κίμωνος
στρατηγοῦντος. (3) καὶ ἑξήκοντα μὲν νῆες ἐς Αἴγυπτον
ἀπ' αὐτῶν ἔπλευσαν, Ἀμυρταίου μεταπέμποντος τοῦ ἐν
τοῖς ἕλεσι βασιλέως, αἱ δὲ ἄλλαι Κίτιον ἐπολιόρκουν.
(4) Κίμωνος δὲ ἀποθανόντος καὶ λιμοῦ γενομένου ἀπεχώρησαν
ἀπὸ Κιτίου, καὶ πλεύσαντες ὑπὲρ Σαλαμῖνος τῆς ἐν Κύπρῳ
Φοίνιξι καὶ Κυπρίοις καὶ Κίλιξιν ἐναυμάχησαν καὶ ἐπεζομάχησαν
ἅμα, καὶ νικήσαντες ἀμφότερα ἀπεχώρησαν ἐπ' οἴκου
καὶ αἱ ἐξ Αἰγύπτου νῆες πάλιν αἱ ἐλθοῦσαι μετ' αὐτῶν.
(5) Λακεδαιμόνιοι δὲ μετὰ ταῦτα τὸν ἱερὸν καλούμενον
πόλεμον ἐστράτευσαν, καὶ κρατήσαντες τοῦ ἐν Δελφοῖς
ἱεροῦ παρέδοσαν Δελφοῖς· καὶ αὖθις ὕστερον Ἀθηναῖοι
ἀποχωρησάντων αὐτῶν στρατεύσαντες καὶ κρατήσαντες
παρέδοσαν Φωκεῦσιν. |
(1)
Später wurde nach Verlauf von drei Jahren zwischen
den Peloponnesiern
und Athenern
ein Waffenstillstand auf fünf Jahre abgeschlossen.
(2) Die Athener
ließen nun von dem griechischen Krieg ab, dagegen
unternahmen sie unter Kimons Führung mit 200
eigenen und Schiffen der Bundesgenossen einen Zug
nach Kypros. (3) Davon segelten 60 Schiffe nach Ägypten
auf Anforderung des Ayrtaios, des Königs in den
Marschen; die übrigen aber machten sich an die
Belagerung von Kition. (4) Als aber Kimon starb und
ein Mangel an Lebensmittel entstand, mussten sie von
Kition wieder abziehen. Auf der Höhe von Salamis
auf Kypros lieferten sie dann den Phoinikiern und
Kilikiern
eine Seeschlacht, aus der schließlich zugleich
eine Landschlacht entstand. Sie siegten zu Wasser
und zu Land und kehrten hierauf nach Hause zurück;
ebenso die Schiffe aus Ägypten,
welche mit ihnen gekommen waren. (5) Die Lakedaimonier
aber unternahmen hierauf den sogenannten Heiligen
Krieg, bemächtigten sich des Heiligtums in Delphi
und übergaben es den Delphern. Später wieder
kamen nach ihrem Abzug die Athener,
bemächtigten sich des Heiligtums und übergaben
es den Phokern. (Üb. nach Campe) |
- Dreißigjähriger Friede zw. Sparta und Argos
(Thuk.5,14).
- Perikles'
Bürgerrechtsgesetz
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- Ca 450 Bau einer ersten Tholos auf der Agora von Athen
an der Stelle eines solonischen
oder peisistratischen Vorgängerbaus.
- Bald nach 450 Bau des trapezförmigen Strategeions
auf der Agora von Athen.
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- Archon: Pedieus (Diod.Sic.)
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- Der Frieden in Griechenland gestattet Athen,
den Krieg gg. die Perser unter Kimons Führung fortzusetzen:
Doppelsieg bei Salamis.
Kimon stirbt (auf Zypern) (Thuk.1,112;
Diod.13,3).
- "Kallias-Frieden": Kallias handelt in
Susa einen nach ihm benannten Frieden aus.
- Plut.Kim.13 lässt den Frieden unmittelbar
im Anschluss an den Sieg am Eurymedon (468)
geschlossen sein, Thukydides erwähnt ihn
überhaupt nicht; bei den Redner wird er erst
mit der Zeit bestimmter erwähnt und schließlich
zu einem festen Topos in den Lobreden auf Athen.
Deswegen wurde seine Geschichtlichkeit verschiedentlich
angezweifelt. Dem scheint allerdings zu widersprechen,
dass der Perserkrieg seit dem wirklich für
längere Zeit ruhte (Vgl. Plut.Kim.19).
- Die Friedensbedingungen werden sehr unterschiedlich
überliefert. Am weitestgehenden:
- Der Großkönig garantiert die
Unabhängigkeit der kleinasiatischen Griechenstädte
- Er lässt sich auf ein eingeschränktes
Operationsgebiet seiner Streitkräfte
ein:
- die persische Flotte befährt sowohl
von Süden als auch von Norden her
nicht mehr das Aigaiische Meer
- das persische Heer hält sich mindestens
drei Tagesmärsche von der kleinasiatischen
Küste entfernt.
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- Die Beitragszahlungen der Mitglieder im Seebund werden
zu einem großen Teil nicht mehr geleistet.
- Athen will
in einem Panhellenischen Kongress dem Seebund (der sich
durch den Kallias-Frieden überholt hatte) neue Ziele
geben. Dies hintertreibt Sparta durch den "Heiligen
Krieg".
- Athen reagiert
mit einer schrittweisen Umwandlung des Attischen Seebundes
zu einem "Attischen Reich" (ἀρχή).
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- Archon: Philiskos (Diod.Sic.)
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- Zweiter Heiliger Krieg (Vgl.
595
u. 355):
Die Spartaner gewinnen in einem Feldzug gg. die Phoker für
Delphi die Oberhoheit über das Orakel zurück.
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- Perikles
macht dies in einem Feldzug wieder rückgängig,
so dass die Phoker wieder die Aufsicht über Delphi
erhalten (Thuk.1,112; Plut.Per.21).
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- Die Komiker Krates und Kratinos.
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- Archon: Timarchides (Diod.Sic.)
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- Die Boioter
erringen bei Koroneia einen Sieg über den Athener
Tolmides und treten aus dem Attischen Seebund aus (Thuk.1,113;
Diod.12,6).
- Aristokraten aus Chaironeia
und Orchomenos,
die sich seit der Niederlage bei Oinophyta
(456) auf der Flucht befanden,
hatten sich wieder ihrer Städte bemächtigt.
- Zunächst kann Tolmides Chaironeia
zurückerobern, wird aber auf dem Rückzug
von anderen Flüchtlingen aus Orchomenos,
Euboia und Lokris überfallen und geschlagen.
- Um die Gefangenen zurückzuerhalten, muss
er den Flüchtlingen alle Städte (außer
Plataiai) überlassen.
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- Archon: Kallimachos (Diod.Sic.)
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- Archon: Lysimachides (Diod.Sic.)
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- Errichtung einer attischen Kleruchie am Strymon
- Euboia und Megara
fallen vom Bündnis mit Athen
ab (Thuk.2,113f.; Thuk.2,21)
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- Der spartanische König Pleistoanax fällt in
Attika ein,
zieht aber kampflos wieder ab. Deshalb gerät er in
den Verdacht, von Perikles
bestochen zu sein (Thuk.1,144; Thuk.2,21; Thuk.5,16; Plut.Per.22f.;
Diod.12,6).
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- Euboia v. Perikles
wieder unterworfen. Vertreibung einheimischer Aristokraten
(ἱπποβάται) und Ansiedlung athenischer
Kleruchen (Thuk.1,114; Diod.12,7,22; Plut.Per.23).
- Dreißigjähriger Frieden (αἱ τριακοντούτεις
σπονδαί) zwischen Athen
und Sparta: Sparta wird die Hegemonie zu Land zugestanden,
Athen die
zur See (Thuk.1,115; Thuk.1,87, Thuk.2,2; Aischin.2,174).
| Thuk.1,115,1:
<οἱ Ἀθηναῖοι> ἀναχωρήσαντες δὲ ἀπ' Εὐβοίας οὐ
πολλῷ ὕστερον σπονδὰς ἐποιήσαντο πρὸς Λακεδαιμονίους
καὶ τοὺς ξυμμάχους τριακοντούτεις, ἀποδόντες Νίσαιαν
καὶ Πηγὰς καὶ Τροιζῆνα καὶ Ἀχαΐαν· ταῦτα γὰρ εἶχον
Ἀθηναῖοι Πελοποννησίων. |
(1)
Nach der Rückkehr aus Euboia schlossen sie (die
Athener)
dann bald mit den Lakedaimoniern
und deren Bundesgenossen einen Waffenstillstand auf
30 Jahre, unter der Bedingung, dass sie Nisaia, Pegai,
Troizen und
Achaia
zurückgaben. Denn diese Gebiete der Peloponnes
waren in den Händen der Athener.
(Üb. nach Campe) |
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- Die Philosophen Zenon, Empedokles, Anaxagoras.
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- Herodot, der "pater historiae"
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- Bildhauerei: Myron, Pheidias, Polykleitos - Malerei: Polygnotos
- Vor 445 Stiftung des Odeions
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3.
Teil: Bis zum Ausbruch des Peloponnesischen Krieges |
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- Archon: Praxiteles (Diod.Sic.)
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- Kimons Nachfolgers an der Spitze der Aristokraten war
Thukydides, der Sohn des Melesias. Nach Kimons Ostrakierung,
lag die Macht konkurrenzlos bei Perikles
(Plut.Per.11-15).
- Die Langen Mauern von Athen
nach dem Peiraieus
werden durch eine parallele Mauer im Süden verstärkt
(Plut.Per.13; Plat.Gorg.456a; Thuk.2,13; u.a.), die
Aischin.2,172 mit τὸ μακρὸν τεῖχος τὸ νότιον anspricht. Der
Ausbau des Peiraieus
erfolgt nach dem Plan des Hippodamos v. Miletos.
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- Thurioi von Athen
an der Stelle des von Kroton
zerstörten Sybaris gegründet (Diod.12,9-11)
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- 444 Verstärkung der Langen Mauern
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- Archon: Lysanias (Diod.Sic.)
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- Archon: Diphilos (Diod.Sic.)
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- Archon: Timokles (Diod.Sic.)
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- Archon: Morychides (Diod.Sic.)
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- Der Samische Krieg (Aufstand):
Samos und
Miletos
lagen im Streit um den Besitz von Priene. Als Samos
der Forderung Athens,
seine Ansprüche aufzugeben, nicht nachkam, ersetzte
Athen in Samos
die Aristokratie durch eine Demokratie. Als die Aristokraten
mit Gewalt zurückkamen, eroberte Perikles
Samos nach
neunmonatiger Belagerung (Thuk.1,115-117; Plut.Per.24-28;
Diod.12,27f.). Auch Byzantion,
das für Samos
Partei ergriffen hatte, wird unterworfen.
- Als freie Bundesgenossen Athens
blieben jetzt allein noch Chios und Lesbos. Dem entspricht
die (bereits 454 erfolgte) Verlegung der Bundeskasse von
Delos nach Athen.
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| 439 |
- Archon: Glaukinos (Diod.Sic.)
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- Archon: Theodoros (Diod.Sic.)
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- Perikles
sichert durch ein Flottenunternehmen die Getreidezufuhr
aus dem Schwarzen Meer.
- Der Versuch, Prozesse gegen Pheidias, Anaxagoras und Aspasia
zu führen, richtet sich gegen Perikles.
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- Archon: Euthymenes (Diod.Sic.)
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- Athen
gründet Amphipolis (Diod.12,32; Thuk.4,102)
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- 437-4433 Propyläen der Akropolis
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- Archon: Lysimachos (Diod.Sic.)
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- Archon: Antiochides (Diod.Sic.)
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- Archon: Krates (Diod.Sic.)
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- Erster Anlass zum Peloponnesischen
Krieg: Krieg zw. Korinth
und Kerkyra wegen Epidamnos (Thuk.1,24-28). Seesieg der
Kerkyraier bei Aktion (Thuk.1,29-30). Epidamnos zur Übergabe
gezwungen (Thuk.1,29).
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- Archon: Apseudes (Diod.Sic.)
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- Beide Parteien versuchen durch Gesandte, Athen
zu gewinnen (Ihre Reden: Thuk.1,32-43).
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- Athen schließt
das Bündnis mit Kerkyra wegen seiner Bedeutung
für den Seeweg nach Italien (eine ἐπιμαχία, keine συμμαχία,
also eine Verpflichtung zur Verteidigung, nicht zur Teilnahme
an einem Angriff) (Thuk.1,44; Diod.12,54).
| Thuk.1,44:
(1) Ἀθηναῖοι δὲ ἀκούσαντες ἀμφοτέρων, γενομένης καὶ
δὶς ἐκκλησίας, τῇ μὲν προτέρᾳ οὐχ ἧσσον τῶν Κορινθίων
ἀπεδέξαντο τοὺς λόγους, ἐν δὲ τῇ ὑστεραίᾳ μετέγνωσαν
Κερκυραίοις ξυμμαχίαν μὲν μὴ ποιήσασθαι, ὥστε τοὺς
αὐτοὺς ἐχθροὺς καὶ φίλους νομίζειν (εἰ γὰρ ἐπὶ Κόρινθον
ἐκέλευον σφίσιν οἱ Κερκυραῖοι ξυμπλεῖν, ἐλύοντ' ἂν
αὐτοῖς αἱ πρὸς Πελοποννησίους σπονδαί ), ἐπιμαχίαν
δ' ἐποιήσαντο τῇ ἀλλήλων βοηθεῖν, ἐάν τις ἐπὶ Κέρκυραν
ἴῃ ἢ Ἀθήνας ἢ τοὺς τούτων ξυμμάχους. (2) ἐδόκει γὰρ
ὁ πρὸς Πελοποννησίους πόλεμος καὶ ὣς ἔσεσθαι αὐτοῖς,
καὶ τὴν Κέρκυραν ἐβούλοντο μὴ προέσθαι τοῖς Κορινθίοις
ναυτικὸν ἔχουσαν τοσοῦτον, ξυγκρούειν δὲ ὅτι μάλιστα
αὐτοὺς ἀλλήλοις, ἵνα ἀσθενεστέροις οὖσιν, ἤν τι δέῃ,
Κορινθίοις τε καὶ τοῖς ἄλλοις ναυτικὸν ἔχουσιν ἐς
πόλεμον καθιστῶνται. (3) ἅμα δὲ τῆς τε Ἰταλίας καὶ
Σικελίας καλῶς ἐφαίνετο αὐτοῖς ἡ νῆσος ἐν παράπλῳ
κεῖσθαι. |
(1)
Die Athener
hörten beide und waren - es wurde nämlich
zweimal deswegen eine Volksversammlung veranstaltet -
in der ersten nicht weniger für die Vorstellungen
der Korinther
empfänglich; in der des folgenden Tages aber
änderten sie ihre Meinung dahin, zwar nicht ein
vollständiges Waffenbündnis mit den Kerkyraiern
einzugehen, so dass gleiche Freunde und Feinde gehabt
hätten - denn hätten die Kerkyraier
sie aufgefordert, mit ihnen gemeinschaftlich zum Angriff
gegen Korinth
zu segeln, so würden ihnen dadurch die Verträge
mit den Peloponnesiern
gebrochen sein -; doch schlossen sie ein Schutzbündnis
zur gegenseitigen Verteidigung ihrer Besitzungen,
falls jemand Kerkyra oder Athen
oder deren Bundesgenossen angreifen sollte. (2) Denn
der Krieg mit den Peloponnesiern,
glaubten sie, werde auch so erfolgen, und Kerkyra
mit einer so bedeutenden Seemacht wünschten sie
nicht den Korinthern
in die Hände fallen zu lassen, sondern sie vielmehr
so stark als möglich gegeneinander aufzubringen,
damit Korinth
und die übrigen Seestaaten schon etwas geschwächt
wären, wenn sie nötigenfalls mit ihnen in
Krieg geraten sollten. (3) Zugleich aber schien ihnen
die Insel auch wohlgelegen für die Verbindung
mit Italien und Sizilien.
(Üb. nach Campe) |
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- Unentschiedene Seeschlacht zw. Kerkyra und Korinth
bei den Sybota-Inseln. Auch die Athener
nehmen teil.
- Auf der Seite der Korinther
standen die Eleier, Megarer, Leukadier, Ambrakioten
und Anaktorier (Thuk.1,45-55)
- Der Kampf ging zwar unentschieden aus, mit leichten
Vorteilen für die Korinther,
aber die Korinther
zogen sich zurück, als 20 weitere Schiffe
der Athener
aufkreuzten.
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- Archon: Pythodoros (Diod.Sic.)
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- Zweiter Anlass zum Peloponnesischen
Krieg: Poteidaia fällt (wegen politischer Forderungen
Athens) vom
Attischen Seebund ab. Athen
verhängt eine Blockade gegen Poteidaia (Thuk.1,56-65).
- Die Auseinandersetzung entzündete sich
an Athens
Forderung an Potidaia,
- das korinthische
Verwaltungspersonal auszuweisen und
- eine zum Schutz der Halbinsel Pallene erbaute
Mauer zu schleifen.
- Darauf erklärt Potidaia seinen Austritt
aus dem Attischen Seebund. Dabei kann es auf die
Hilfszusagen der Chalkidier, Bottiaier und Korinther
vertrauen.
- Das athenische
Heer konnte die Potidaier in einer Schlacht schlagen
und zu Wasser und zu Land einschließen (Thuk.1,56-65).
Mehrere Grabinschriften auf bei Potidaia gefallene
Athener
haben sich erhalten.
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- Dritter Anlass: Das "Megarisches Psephisma":
Das gesamte von der attischen ἀρχή kontrollierte Seegebiet
wird für Megara
gesperrt (Thuk.1,42; Thuk.1,67; Thuk.1,139; Plut.Per.29f.).
- Der Krieg wird auf einer Versammlung des Peloponnesischen
Bundes sowohl in Sparta beschlossen (Thuk.1,67-87; Thuk.119-125)
als auch auf Anraten des Perikles
in Athen beschlossen
(Thuk.1,140-146).
- Die Korinther
veranlassen die Einberufung einer Bundesversammlung
nach Sparta mit dem Ziel, Athen
den Krieg erklären zu lassen.
- Beschlussfassung in Sparta:
- Der spartanische Versammlungsleiter Sthenelaïdes
ist für den Krieg, König Archidamos
dagegen.
- Reden der Korinther:
Thuk.1,68-71; Thuk.1,120-124;
- Rede des Archidamos: Thuk.1,80-85
- Beschlussfassung in Athen
(Thuk.1,140-146)
- Bis kriegerische Aktionen durchgeführt
wurden, dauerte noch über ein Jahr. Die Spartaner
schickten in dieser Zeit noch drei Gesandtschaften
mit sich steigernden Forderungen nach Athen:
- 1. Gesandschaft: Vertreibung der Alkmaioniden,
- 2. Gesandtschaft: Aufhebung des Megarischen
Psephisma und der Belagerung von Potidaia,
- 3. Gesandtschaft: Autonomie-Forderung
für alle griechischen Städte unter
Athens
Herrschaft.
- Aus der Beschlussfassung Spartas ergibt sich
der tiefere Grund für den Ausbruch des Krieges:
Spartas Furcht vor der zunehmenden Macht Athens
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| Thuk.1,88: ἐψηφίσαντο
δὲ οἱ Λακεδαιμόνιοι τὰς σπονδὰς λελύσθαι καὶ πολεμητέα
εἶναι οὐ τοσοῦτον τῶν ξυμμάχων πεισθέντες τοῖς λόγοις, ὅσον
φοβούμενοι τοὺς Ἀθηναίους, μὴ ἐπὶ μεῖζον δυνηθῶσιν, ὁρῶντες
αὐτοῖς τὰ πολλὰ τῆς Ἑλλάδος ὑποχείρια ἤδη ὄντα. |
Thuk.1,145: ὁ μὲν Περικλῆς
τοιαῦτα εἶπεν, οἱ δὲ Ἀθηναῖοι νομίσαντες ἄριστα σφίσι
παραινεῖν αὐτὸν ἐψηφίσαντο, ἃ ἐκέλευε, καὶ τοῖς Λακεδαιμονίοις
ἀπεκρίναντο τῇ ἐκείνου γνώμῃ, καθ' ἕκαστά τε ὡς ἔφρασε καὶ τὸ
ξύμπαν, οὐδὲν κελευόμενοι ποιήσειν, δίκῃ δὲ κατὰ τὰς ξυνθήκας
ἑτοῖμοι εἶναι διαλύεσθαι περὶ τῶν ἐγκλημάτων ἐπὶ ἴσῃ καὶ ὁμοίᾳ
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