Nostri consocii (Google, Affilinet) crustulis memorialibus utuntur. Concedis, si legere pergis.
 
 
 
top
vorherige Seite folgende Seite
  • Tainaron (ὁ Ταίναρος, τὸ Ταίναρον, τὸ Ταινάριον) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus ../mapLandkarte
    • Name der Halbinsel, die im Kap Matapan endet (mittlere Südspitze der Peloponnes), und der Stadt und des Hafens an ihrer Osküste. Als eponymer Gründer gilt der Zeussohn Tainaros. Bekannt durch den Tempel des Poseidon, der Asylrecht gewährte. Das dem Poseidon gefeierte Fest waren τὰ Ταινάρια.
    • In der Nähe war eine Höhle, durch die ein Weg in die Unterwelt führte. Hier holte Herakles den Kerberos ans Tageslicht.
  • Tarent (Tarentum, Τάρας) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus ../mapLandkarte
    • Stadt in Calabrien
    • 708 v.Chr. durch die Parthenier (Sparta) gegründet, häufige Kämpfe mit den Japygiern.
    • 473/2 Tarent erleidet eine schwere Niederlage durch die Japygier, kann sie aber einige Jahre danach seinerseits entscheidend schlagen.
    • Es folgt eine große Blüte, da man sich in der Konkurrenz mit Thurioi mehr als zu behaupten versteht. Die Verfassung war scheinbar demokratisch. Vertriebene Pythagoreer finden in tarent aufnahme. Im Peloponnesischen Krieg ist man auf Spartas Seite.
    • 4.Jh. Nach dem Fall von Kroton Vormachtstellung im italiotischen Bund. Enormer Aufschwung unter Archytas. Die wirtschaftliche Basis waren die günstige Handelslage, Purpurfärberei, Weberei und Thunfischfang.
    • Seit 282 durch den tarentinisch-pyrrhischen Krieg Ende des Aufschwungs.
    • 272 Die Burg wird von epirotischen Söldnern an Rom ausgeliefert.
    • 212-209 ist die Stadt in den Händen Hannibals, während die Akropolis von der römischen Besatzung gehalten wird.
    • Anschließend ein ständiger Verfall, trotz der Gegenmaßnahmen der Römer:
      • 123 Colonia Neptunia
      • Seit dem Bundesgenossenkrieg römisches Municipium (lex municipii Tarentini)
      • Pompeius siedelt Piraten an.
      • 60 n.Chr. Nero siedelt Veteranen an (Tac.ann.14,27)
      • 546 als Hauptort von Kalabrien neu befestigt
    • 549 Eroberung durch Totila
  • Tauros (Ταῦρος) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus ../mapLandkarte
    • In allgemeinem Verständnis die Hauptmasse des gesamten Gebirgssytems in Kleinasien. Er beginnt in Karien und Lykien, spaltet sich in Kilikien in den Amanus (bis zum Euphrat) und den westlichen Anti-Tauros (Kappadokien). Im engeren Sinne ist der Tauros das Grenzgebirge zwischen Armenien und Mesopotamien, wobei er auch hier einen Anti-Tauros entsendet, der am Euphratdurchbruch bei Izoli abzweigt und Armenien zuerst im Westen, dann im Norden begrenzt.
    • Mehrfach auch Name mythologischer und historischer Persönlichkeiten, eines Hundes und eines Sternbildes.
  • Tegea (Τεγέα) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus ../mapLandkarte
    • Alte Hauptstadt in Arkadien, im Quellgebiet des Alpheios. Nach ihr heißt das umliegende Gebiet Τεγεᾶτις. Sie ist durch den Synoikismos von neun Dörfern entstanden. Es führte wiederholt Krieg gegen Sparta. Tempel der Athena Alea, der nach 365 neu erbaut wurde; Burgtempel der Athena Poliatis; Agora, Theater, arkadisches Bundesheiligtum, Zeus Klarios
    • 550 von Sparta vertraglich unterworfen.
    • Vor 464 Schlacht bei Tegea und Niederlage gegen Sparta.
    • 423 Krieg mit Mantineia
    • 370 Parteienkämpfe und Vertreibung der Oligarchen.
    • Philipp vergrößert das Gebiet von Tegea durch die Skiritis
    • 317 Belagerung durch Kassandros
    • 266/265 mit Sparta verbündet.
    • Vor 248 unter Aristodemos von Megalopolis
    • 235 achaiisch. Es tritt zu Kleomenes über, wird von Antigonos erobert und ist 222 wieder achaiisch.
  • Thasos (Θάσος) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus ../mapLandkarte
    • Insel nahe bei der thrakischen Küste. 708 v.Chr. zur Zeit des Archilochos durch die Parier kolonisiert. Die Hauptstadt Limenas liegt an der Nordspitze und hat einen künstlichen Hafen. Die Insel ist für ihren Metallreichtum und ihr Fichtenholz bekannt. Heiligtum der Artemis und Nemesis.
    • 494/3 durch Histiaios belagert; 479-466 wiederhergestellt; 412 neu erbaut
    • 492-479 persisch
    • 479-466; attisch; 466-464 abgefallen; 464-412 wieder attisch
    • 412 Oligarchie
    • 408/7 durch Thrasybulos erobert.
    • 389/8 durch Thrasybulos für Athen zurückgewonnen
    • 375 im 2. Attischen Seebund
    • 340/39 von Philipp unterworfen
    • Seit 196 frei [nach Lübker]
  • Theben (Θῆβαι) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus
    • (3) Theben in Boiotien Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus ../mapLandkarte ../mapLandkarte
      • Nach der Sage wurde Theben von Kadmos gegründet und ist Zentrum des thebanischen Sagenkreises (Geburtsstadt des Herakles, Niobe, Oidipus, Sieben gegen Theben, Antigone).
      • Schon in mykenischer Zeit ist Theben die Hauptstadt Boiotiens. Seine Burg ist die Kadmeia. Heiligtum des ismenischen Apollon. Nur wenige archäologische Überreste.
      • 728 Gesetzgebung des Philolaos aus Korinth (Aristot.pol.1274a).
      • Nach den Perserkriegen wird Theben demokratischen regiert.
      • 457 - 447 Regierung durch den von Athen gestürzten Adel.
      • 447 - 387 Geltung der von Theopompos geschilderten Bundesverfassung. Durch die attische Beute im Dekeleischen Krieg wird Theben sehr wohlhabend.
      • 382 wird die Kadmeia durch Phoibidas mit Hilfe des Leontiadas besetzt (Nep.Pel.1).
      • 379 - 378 Rückkehr der Verbannten und Befreiung Thebens (Melon, Pelopidas) (Nep.Pel.2). Kleombrotos zieht vor Theben
      • 378 Bündnis mit Athen. Chabrias entgegen Agesilaos vor Theben.
      • 377 Agesilaos erneut vor Theben.
      • 371 Epameinondas siegt bei Leuktra. Theben vereinigt unter seiner Herrschaft ganz Mittelgriechenland außer Attika und dem Westen.
      • 334 Zerstörung durch Alexander.
      • 313 Befreiung durch die Truppen des Kassandros.
      • 315 Kassandros veranlasst den Neuaufbau, zu dem ganz Griechenland beihilft. Neue Blütezeit
      • Theben erhebt sich gegen Demetrios und wird 293/92 und 290 zweimal belagert.
      • 171-168 Theben im dritten makedonischen Krieg.
      • 146 Metellus nimmt Theben ein.
      • Theben fällt von Mithridates ab, schließt sich aber Sulla an.
    • (2) Theben in der Phthiotis Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus ../mapLandkarte ../mapLandkarte
      • Stadt der phthiotischen Achaier, die erst nach den Perserkriegen Bedeutung gewinnt. Strittig ist die Identität mit Phylake.
      • 217 wird Theben von Philipp erobert und heißt zeitweilig Philippopolis.
    • (3) Theben an der Mykale Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus ../mapLandkarte
      • 404/03 wird es von Milet an Samos abgetreten.
    • [nach Lübker]
     
  • Thera (Θήρα, Θήρη, Θῆραι) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus ../mapLandkarte ../mapLandkarte
    • Südlichste Kykladeninsel, heute Santorin. Rein vulkanischen Ursprungs. Ihre Ringform ist deutlich als Kraterrand erkennbar. Durch die steil abfallenden Kraterwände im Innern keine natürliche Schiffsanlegestelle und sehr schwieriger Aufstieg zu den oben liegenden Siedlungen. Im Kraterinnern die beiden Inselchen Therasa und Aspronisi. Ausgrabung bedeutender Besiedlungsreste aus mykenischer Zeit.
    • Von Thera aus erfolgte 639 v.Chr. nach einer langwierigen Trockenheit unter dem Oikisten Battos die Besiedlung der libyschen Insel Platea und 631 von Kyrene.
    • Ursprünglich Könige, abgelöst durch Damiorgen, später Ephoren, nach einer Oligarchie später Demokratie.
    • 428-426 Eintritt in den Attischen Seebund
    • Inptolemaischer Zeit Sitz eines ägyptischen Nauarchen mit Garnison.
    • 197/196 Vulkantätigkeit. Entstehung der Insel Hiera.
    • Um 145 Ende der Ptolemaierherrschaft. Von den Römern der Provinz Asia zugeschlagen.
    • [nach Lübker]
     
  • Thessalien (Θεσσαλία, Θετταλία) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus ../mapLandkarte ../mapLandkarte
    • nordöstliche Landschaft des griechischen Mutterlandes von den Höhen des Olymps bis zum Oita und den Thermopylen; vom Pindos bis zum Ägaischen Meer. Um das Kerngebiet des eigentlichen Thessalien liegt das Perioikengebiet der Perrhaiber, Magneten, die phthiotischen Achaier und die Völker der Spercheiosebene (Ainianen, Oitaier, Malier). Zu militärischen Zwecken ist Thessalien seit Aleuas in 4 Teilgebiete aufgegliedert: Thessaliotis (Mitte), Hestiaiotis (W), Pelasgiotis (NO) und Phthiotis (SO).
    • 1124 erfolgte nach dem Mythos der Einfall der Thessaler in das nach ihnen benannte Thessalien. Dabei vertrieben sie die Boioter aus Arne in Thessalien in das Spercheiostal (Diod.4,67; Paus.10,8,3; Strab.p.401)
      Thuk.1,12,1-3 (1) καὶ μετὰ τὰ Τρωικὰ ἡ Ἑλλὰς ἔτι μετανίστατό τε καὶ κατῳκίζετο, ὥστε μὴ ἡσυχάσασαν αὐξηθῆναι. (2) ἥ τε γὰρ ἀναχώρησις τῶν Ἑλλήνων ἐξ Ἰλίου χρονία γενομένη πολλὰ ἐνεόχμωσε, καὶ στάσεις ἐν ταῖς πόλεσιν ὡς ἐπὶ πολὺ ἐγίγνοντο, ἀφ' ὧν ἐκπίπτοντες τὰς πόλεις ἔκτιζον (3) Βοιωτοί τε γὰρ οἱ νῦν ἑξηκοστῷ ἔτει μετὰ ᾿Ιλίου ἅλωσιν ἐξ Ἄρνης ἀναστάντες ὑπὸ Θεσσαλῶν τὴν νῦν μὲν Βοιωτίαν, πρότερον δὲ Καδμηίδα γῆν καλουμένην ᾤκισαν [ἦν δὲ αὐτῶν καὶ ἀποδασμὸς πρότερον ἐν τῇ γῇ ταύτῃ, ἀφ' ὧν καὶ ἐς Ἴλιον ἐστράτευσαν]...
      Ja auch noch nach dem Troianischen Krieg dauerten in Griechenland jene Veränderungen der Bevölkerung und jene neuen Ansiedlungen fort, so dass es nicht zu einem ruhigen Gedeihen kommen konnte.Denn einerseits rief der Umstand, dass die Rückkehr der Griechen von Ilion erst nach langer Zeit erfolgte, viele gewaltsame Veränderungen hervor, anderseits brachen fast überall in den Städten Parteiungen aus, in deren Folge Bürger aus jenen Städten vertrieben wurden, die nunmehr neue Städte gründeten. So wurden die jetzigen Boioter im 60. Jahr nach der Eroberung von Ilion durch die Thessaler aus Arne vertrieben und ließen sich in dem jetzigen Boiotien, dem ehemaligen kadmeischen Land nieder. [Es befand sich aber schon früher ein Teil von ihnen in diesem Land, zu dem diejenigen gehörten, die an dem Zug nach Ilion Teil nahmen.]
      (Herod.7,176) Ἔδειμαν δὲ Φωκέες τὸ τεῖχος δείσαντες, ἐπεὶ Θεσσαλοὶ ἦλθον ἐκ Θεσπρωτῶν οἰκήσοντες γῆν τὴν Αἰολίδα, τήν περ νῦν ἐκτέαται. Ἅτε δὴ πειρωμένων τῶν Θεσσαλῶν καταστρέφεσθαί σφεας, τοῦτο προεφυλάξαντο οἱ Φωκέες καὶ τὸ ὕδωρ τὸ θερμὸν τότε ἐπῆκαν ἐπὶ τὴν ἔσοδον, ὡς ἂν χαραδρωθείη ὁ χῶρος, πᾶν μηχανώμενοι ὅκως μή σφι ἐσβάλοιεν οἱ Θεσσαλοὶ ἐς τὴν χώρην. Die Phoker hatten diese Mauer (sc. an den Thermopylen) aus Furcht gebaut, nachdem die Thessaler aus dem Land der Thesproter gekommen waren, um sich in dem aiolischen Land niederzulassen, das sie jetzt besitzen. Da nämlich die Thessaler sie zu unterwerfen versuchten, hatten die Phoker diese Mauer zu ihrem Schutz errichtet; auch ließen sie das warme Wasser damals nach dem Eingang laufen, damit der Boden zerrissen und unwegsam würde, weil sie auf jedes Mittel sannen, dass die Thessaler nicht in ihr Land einfallen könnten. (nach J.Chr.F.Bähr)
      Der älteste Name Thessaliens war Aiolis, nach Aiolos, dem Enkel des Deukalion , der sich hier angeblich zuerst niedergelassen hatte. Ein weiterer alter Name noch vor der Einwanderung der Thessaler war Haimonien, der sich von Haimon, dem Sohn oder Vater des Pelasgos ableitete Strab.p.443; Dion.Hal.1,17 u.a.). Thessalien gilt durchweg als Hauptsitz der Pelasger; Hauptindiz ist der Landschaftsname Pelasgiotis und der bei Pelasgern häufige Städtename Larissa. An pelasgischen Teilstämmen werden genannt: Lapithen, Perrhaiber, Phlegyer, Magneten, Phthier, Achaier, Doloper, Ainianen und am pagasaiischen Meerbusen in Iolkos und Halos hatten die Minyer ihre Wohnsitze.
    • Die politische Einheit Thessaliens
      • manifestiert sich in ihrem Landtag, der als dauerhaftes Organ seiner Einheit einen Tagos (τάγος, βασιλεύς, ἄρχων) bestellt, der das Gesamtaufgebot der einzelnen Städte und die Abgaben der Perioiken organisiert. Als das Tagosamt zerfällt, übernehmen die Adelsgeschlechter der einzelnen Städte seine Funktionen. Eine Liste der Tagoi existiert von 586-415.
      • Seit 404 Bürgerkriege und Kämpfe zwischen den einzelnen Stadtstaaten bis zur Restauration des Thessalischen Bundes (κοινὸν τῶν Θετταλῶν) im Jahr 364.
      • Hauptort ist Larisa mit dem συνέδριον der Vertreter der einzelnen Bundesstädte. Der Stratege (στρατηγός) war der erste Bundesbeamte. Er hieß jetzt ἄρχων, nicht mehr τάγος. Unter ihm standen 4 Tetrarchen (die Beamten der vier Tetrarchien), 4 Polemarchen, 16 Pezarchen und Hipparchen.
    • 361/360 Vertrag mit Athen.
    • 344 Philipp wird von den Aleuaden gerufen und wird ἄρχων von Thessalien.
    • Städte:
      • Pelasgiotis: larissa, Amphanai, Pagasai, Skotussa, Pherai, Krannon, Atrax, Gonnos
      • Hestiaiotis: Metropolis, Gomphoi, Pelinnaion, Trikka, Aiginion, Mylai, Kyretiae.
      • Thessaliotis: Pharsalos, Thetonion, Kierion
      • Phthiotis: Larisa, Kremaste, Pteleon, Halos, Pyrasos, Thebai Phthiotides, Eretria, Meliteia.
    • [nach Lübker]
     
  • Thermopylen (Θερμόπυλαι) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus ../mapLandkarte
    • Engpasszwischen dem Abhang des Oitagebirges (Kallidromos) und dem Malischen Meerbusen. Er wird im Osten und Westen durch je ein Tor abgeschlossen. Den ersten Bestandteil seines Namens (θερμός - warm) verdankt er zwei heißen Quellen. Heute ist der Engpass durch Anschwemmungen nicht mehr erkennbar. Seine historische Bedeutung ist durch folgende Ereignisse begründet:
      • Aug.480: Widerstand und Untergang der 300 Spartaner unter Leonidas gegen den Perserkönig Xerxes;
      • 279 Kallipos kämpft mit 24000 Mann gegen die Galater;
      • 191 Antiochos kämpft gegen Glabrio und Marcus Porcius Cato.
    • (vgl. Herod.7,129; Herod.7,176; Herod.7,198-201)
  • Thrakien (Θρᾴκη) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus ../mapLandkarte ../mapLandkarte
    •  Ursprünglich meint Thrakien das ganze Europa nördlich von Griechenland bis zu den Skythen. Später wird die Bezeichnung eingeengt auf den Landstreifen zwischen Makedonien, Donau und Kleinasien.
    • 512 v.Chr. wird Thrakien zuerst von Dareios unterworfen.
    • 492 zieht Mardonios durch Thrakien.
    • 480 zieht Xerxes durch Thrakien.
    • Thrakische Küstenstädte treten dem Attischen Seebund bei oder sind athenisches Kleruchenland (Amphipolis, Brea)
    • 428 Versuch, ein thrakisches Reich zu gründen, dessen Zentrum im Gebiet der Odrysen lag.
    • 352 wird das westliche Teilfürstentum von Thrakien durch Philipp von Makedonien aufgehoben, das östliche 341 genommen.
    • Unter Philipp und Alexander steht Thrakien als makedonische Provinz unter der Verwaltung von Strategen und als Satrapie unter Lysimachos.
    • Um 281 Thrakerreich.
    • 281 Einfall der Kelten auf ihrem Rückzug aus Delphi. Gründung des Keltenreiches am Tylis (278-212).
    • Nach 197 muss Philipp V. die thrakischen Eroberungen herausgeben.
    • 196 versucht Antiochos III. die thrakische Küste zu besetzen.
    • 189 will sich Eumenes II. in der Chersones (Lysimacheia, Bisanthe) festsetzen, nach 185-184 auch Ainos, Maroneia
    • 170 Belagerung von Abdera.
    • Von 146 bis auf Augustus fehlt es an differenzierten Nachrichten. Thrakien gerät unter römische Oberhoheit, kann aber sein Fürstentum beibehalten:
      • Reskuporis I., Sohn des Kotys, unterstützt Pompeius gegen Caesar, söhnt sich aber mit Caesar aus.
      • Kotys Sohn des Reskuporis I. regiert z.Zt. der Schlacht bei Actium (31 v.Chr.). Er unterstützt Antonius.
      • Rhoemetalkes I., der Sohn des Kotys, kämpft bei Actium mit.
      • Reskuporis II. und sein Bruder, Söhne des Sadalas, unterstützen 6 n.Chr. die Römer im Pannonischen Aufstand.
      • Rhoemetalkes II. unterstützt 26 n.Chr. die Römer.
      • Rhoemetalkes III. wird mit seinen Brüdern Kotys und Polemo zusammen mit Caligula in Italien erzogen. Dieser gibt ihnen 37/8 das Reich.
    • Städte:
      • Südliche Küstenstädte: Ainos, Mesembria, Maroneia, Dikaia, Abdera, Kypsela.
      • Europäische Propontisküste: Bisante, Byzantion, Perinthos, Selymbria
      • Küste des Pontos: Kallatis, Istros, Apollonia Pontica
      • Binnenland: Bizya, Hadrianopolis, Nicopolis (am Nestos),Philippopolis
      • sonst: Kalopothakes
    • Literatur:

      13 Funde
      2752  Archibald, Zofia A.
      Thracians and Scythians
      in: The Cambridge ancient history, Bd.6, 1994, S.444-475
      abe  |  zvab  |  look
      2753  Bülow, Gerda von
      Schätze aus Thrakien. Aufnahmen von Wolfgang G.Schröter
      Leipzig 1985
      abe  |  zvab  |  look
      1708  Danov, Chr. M.
      Die Thraker auf dem Ostbalkan von der hellenistischen Zeit bis zur Gründung Konstantinopels
      in: ANRW II.7.1 (1979) 21-185
      abe  |  zvab  |  look
      1709  Danov, Chr. M.
      Philippopolis, Serdica,Odessos. Zur Geschichte und Kultur der bedeutendsten Städte Thrakiens von Alexander d. Gr. bis Justinian
      in: ANRW II.7.1 (1979) 241-300
      abe  |  zvab  |  look
      2755  Danov, Christo M.
      Altthrakien (aus dem Bulgarischen übersetzt)
      Berlin [u.a.] 1976
      abe  |  zvab  |  look
      1746  Georgiev, V.I.,
      Thrakisch und Dakisch
      in: ANRW II.29.2 (1983) 1148-1194
      abe  |  zvab  |  look
      1747  Georgiev, V.I.,
      Thrakische und dakische Namenkunde
      in: ANRW II.29.2 (1983) 1195-1213
      abe  |  zvab  |  look
      1749  Gerov, B.
      Die Grenzen der römischen Provinz Thracia bis zur Gründung des Aurelianischen Dakien
      in: ANRW II.7.1 (1979) 212-240
      abe  |  zvab  |  look
      4352  Kahrstedt, Ulrich
      Beiträge zur Geschichte der thrakischen Chersones
      Baden-Baden (Grimm) 1954
      abe  |  zvab  |  look
      2754  Munteanu-Barbulescu, Maria
      Die Daker. Archäologie in Rumänien. Ausstellungskatalog Römisch-Germanisches Mueseum Köln.
      Köln, Mainz 1980
      abe  |  zvab  |  look
      2756  Oppermann, Manfred
      Thraker zwischen Karpatenbogen und Ägäis
      Leipzig [u.a.] 1948
      abe  |  zvab  |  look
      2003  Velkov, V. / Gerassimova-Tomova, V.
      Kulte und Religionen in Thrakien und Untermösien
      in: ANRW II.18.2 (1989) 1317-1361
      abe  |  zvab  |  look
      2757  Venedikov, Ivan / Gerassimov, Todor
      Thrakische Kunst (aus dem Bulgarischen übersetzt)
      Leipzig [u.a.] 1976
      abe  |  zvab  |  look
  • Thurioi Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus ../mapLandkarte
    • Θούριοι (Θούριον, Θούρια). Gründung 444/443 v.Chr. an Stelle des alten Sybaris im Golf von Tarent. Seinen Namen hat es von der Quelle Θουρία. Die Intitiative zur Gründung lag bei Perikles. Beteiligt waren Hippodamos von Milet als Stadtplaner,  Protagoras von Abdera als Gesetzgeber; als namhafte Siedler Herodot von Halikarnass und Empedokles von Agrigent. Thurioi hatte Kämpfe gegen seine Nachbarn (Lucaner, Bruttier, Dionys von Syrakus) zu bestehen. Seit 282 v.Chr. römisch, seit 193 v.Chr. die römische Kolonie Copia. 
  • Tigranokerta (τὰ Τιγρανόκερτα) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Tigranocerta Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus ../mapLandkarte
    • armenisch für Τιγρανόπολις: "Stadt des Tigranes, von Tigranes gegründete Stadt"
    • Vor 77 von Tigranes am Südrand von Armenien gegründet, um einen schnelleren Zugang zu den frisch hinzugewonnen Gebieten zu haben. Mit Bewohnern der umliegenden Städte und auch Griechen zwangsweise besiedelt.
    • 69 von Lucullus belagert und zerstört, weil Tigranes die Auslieferung des Mithridates vrweigerte (Eutr.6,9).
    • 59 n.Chr. erobert Gnaeus Domitius Corbulo Tigranokerta.
  • Tomoi (Τόμοι, Τόμις) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus ../mapLandkarte
    • Schwarzmeerstadt in Mösien, südlich der Donaumündung. 633 v.Chr. von Milet aus gegründet
      Skymn.765f.: Τόμοι δ ἄποικοι γενόμενοι Μιλησίων, ὑπὸ Σκυθῶν κύκλῳ δὲ περιοικούμενοι. Tomoi ist eine Gründung von Milet. Es wird ringsum von Skythen bewohnt. (Übersetzung: E.G.)
      • Umstritten zwischen Kallatis und Byzantion
      • erst seit ca. 255 autonom
      • Römisch seit dem Zug des Lucullus 72 v.Chr.
      • Zwischen 60 und 48 unter der Herrschaft des Dakerkönigs Byrebistas
      • Seit 29 (Feldzüge des M.Licinius Crassus) wieder römischer Vorort des Κοινὸν τῶν Ἑλλήνων (Pentapolis, später Hexapolis)
      • Seit 8 n.Chr. bekannt durch die Relegation des Dichters P.Ovidius Naso.
  • Triballer (οἱ Τριβαλλοί, Triballi, orum, m) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Landkarte
    • Thrakischer Volksstamm
      • 375 Die Triballer greifen die thrakische Küste bis Abdera an und richten Verwüstungen an.
      • 339 überschreitet Philipp II. den Haimos und gelangt bis zur Donau. Er siegt über die Skythen und auf dem Rückmarsch über die Triballer.
      • 335 führt Alexander d.Gr. Kämpfe gegen die Illyrer und Triballer und überschreitet die Donau gegen die Geten (Arr.Anab.1,7,1-1,1,6).
      • 332 werden die Triballer von Chabrias zurückgeschlagen (Diod.15,36)
      • 279 werden die Triballer von den Galatern geschlagen und verdrängt. Sie fliehen über die Donau zu den Geten.
  • Tyras Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus ../mapLandkarte
    • Dnjestr, großer skythischer Fluss, Grenzfluss zwischen Dakien und Sarmatien. Er mündet bei der gleichnamigen Stadt ins Schwarze Meer.
  • Tyros Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Landkarte
    • ἡ Τύρος: Wichtigste Stadt in Phönizien und Zentrum der Purpurproduktion. Sie liegt auf der gleichnamigen der syrischen Küste vorgelagerten felsigen Halbinsel und ist deswegen nur schwer einnehmbar (Anschauliche Beschreibung bei Charit.Kall.7,2,8). Die Gründung reicht bis in die Mitte des 2. Jahrtausend v. Chr. zurück. Von Tyros gingen wieder viele Pflanzstädte aus, z.B. Karthago, Leptis, Gadir. Eroberungen durch Nebukadnezar 573 v.Chr. und durch Alexander d.Gr. 332 v.Chr. Seit 64 v.Chr. römisch, seit 638 n.Chr. arabisch.
Sententiae excerptae:
Literatur:

0 Funde

© 2000 - 2017 - /graeca/lex/t_geo01.php - Letzte Aktualisierung: 16.03.2016 - 16:32