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  • Magnesia (Μαγνησία) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus
    • (1) Magnesia am Maiandros Landkarte
      • in Kleinasien. Eine Kolonie von Bewohnern der thessalischen Halbinsel Magnesia. Die Stadt wurde nacheinander von dem Lyderkönig Gyges (716-678) (Plin.nat.35,8), von den Kimmeriern (um 657) und von Ephesos erobert. Persisch ist Magnesia seit Kyros, es war kein Mitglied im Attischen Seebund. Themistokles bezog dort seine Residenz. Es wird 400/399 durch Thibron wieder aufgebaut. Anschließend wird es 335 makedonisch, dann seleukidisch. 221 Epiphanie der Artemis Leukophryene. Krieg mit Milet, 196 Friedensschluss. Nach 190 durch die Römer frei.
    • (2) Magnesia am Sipylos Landkarte
      • am Hermos, Kolonie der Magneten; seleukidische Militärkolonie.
      • Bündnis mit Smyrna
      • 190 Schlacht bei Magnesia
      • 88-86 Magnesia verteidigt sich mit Erfolg gegen Archelaos. Durch die Römer frei
    • [nach Lübker]
  • Maiandros (Μαίανδρος) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Mäander Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Landkarte Landkarte
    • Fluss in Kleinasien (Phrygien, Karien). Er entspringt oberhalb von Kelainai in einem See, nimmt bei Kelainai den Orgas von Süden auf, fließt in schlangenartigen Windungen, auf die im Altertum oft hingewiesen wird (z.B. Ov.met.8,162ff.), durch die oberste Talebene, das peltenische Feld, tritt nach der Einmündung des Lykos in Karien ein und mündet nördlich von Milet in den latmischen Golf, den er allmählich ausgefüllt hat. Sein sprichwörtlicher Reichtum an Windungen hat dem Mäander-Ornament den Namen gegeben.
  • Meder (οἱ Μῆδοι) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Medien (ἡ Μηδία) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Landkarte
    • Medien ist eine stark gegliederte Landschaft zwischen dem Kaspischen Meer und Mesopotamien. In der Hauptsache: Media Atropatene und Groß-Medien mit der Hauptstadt Ekbatana.
      • Die medische Geschichte beginnt 711 mit der Einigung und Befreiung der Meder von den Assyrern unter Deiokes II.., der anschließend mit schlauer List ihr erster König wird (700-647) [früherer Ansatz: 709-657] und sich Ekbatana als seine Burg erbauen lässt
      • Es folgt Phraortes (647-625) [früherer Ansatz: 656-634], der die restlichen Assyrer aus Medien vertreibt und den Perserkönig Achaimenes zur Anerkennung seiner Oberhoheit zwingt. Bei dem Versuch, Assyrien zu unterwerfen verliert er sein Heer und sein Leben
      • Sein Sohn und Nachfolger ist Kyaxares (625-585) [früherer Ansatz: 634-595], unter dem das medische Reich seinen Höhepunkt erreicht. (Herod.1,103) Er organisiert das medische Heer nach Waffengattungen neu, zwingt die aufständischen Parther zur Botmäßigkeit und schließt mit dem Babylonier Nabopolassar ein Bündnis zur Unterwerfung Assyriens. Ein Skytheneinfall unter König Madyas lässt ihn allerdings kurz vor der Einnahme von Ninive scheitern. Nach einer Niederlage (628) gegen die Skythen muss sich Kyaxares ihnen unterwerfen. Erst nach 18 Jahren gelingt die Vertreibung der Skythen. Erst jetzt gelingt die Eroberung von Ninive im erneuerten Bund mit Nabopolassar. Beide teilen sich das eroberte Assyrien auf, Susiana fällt 606 an Medien.
        602 kommt es zum Krieg gegen den Lyder Alyattes, der seine Herrschaft in kurzer Zeit über Phrygien und Kappadokien ausgedehnt hatte, und sich weigerte eine Zahl von Skythen auszuliefern, die sich nach Lydien geflüchtet hatten. Nachdem man fünf Jahre mit wechselndem Erfolg gekämpft hatte, ereignete sich 597 während einer Schlacht eine Sonnenfinsternis, die beide Seiten zu einem Friedensschluss veranlasste. Der Halys wurde als Grenzfluss festgelegt; der medische Thronerbe Astyages heiratete die lydische Prinzessin Aryene.
      • Unter seinem unkriegerischen, misstrauischen und treulosen Nachfolger Astyages (585-550) [früherer Ansatz: 595-560] wird Medien eine Beute des Perserkönigs Kyros. Nach Herodot war Kyros sein Enkel, der Sohn seiner Tochter Mandane, die er wegen eines bedrohlichen Orakels nicht einem Meder, sondern dem Perser Kambyses zur Frau gegeben hatte.
  • Messene (Μεσσήνη) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Landkarte Landkarte
    • Messene, Hauptstadt der Landschaft Messenien, die Epameinondas nach der Befreiung Messeniens von den Spartanern als Akropolis am Ithome-Berg gründen ließ. Die Ruinen befinden sich bei Mavromati. Stadtmauern mit dem arkadischen Tore, Theater, Agora, Stadion, Gymnasion, Nekropolis. Paus.4,31,4. [nach Lübker]
  • Messenien (Μεσσηνία) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Landkarte
    • Messenien. Landschaft im Süd-Westen der Peloponnes, grenzt im Osten an Lakonien (Hauptkamm des Taygetos, Verlauf der Grenze durch ὅροι gesichert (Kolbe, Die Grenzen Messeniens, AthMitt. 29,1904,364 ff.). Im Norden grenzt Messenien an Arkadien und Triphylien (Ausläufer des Lykaion, Neda), im Süden und Westen an das Meer (messen. Meerbusen). Der Hauptfluss ist der Pamisos, der aus den Bächen der oberen messenischen Ebene (rings von Gebirgen umgeben, im Süden Ithome (Vurkano), Euan (H. Basilios) entsteht, die untere Ebene (Makaria) durchfließt und westlich von Kalamata, zwei Stunden von der Mündung des Nedon entfernt, mündet. Westlich vom messenischen Busen liegt die Rhion-Halbinsel mit mehreren selbständigen Gebirgen. An der Ostküste liegen: Korone (h. Petalidion), Kolonides mit Tempel des Apollon Korynthos; Asine, an der Westküste Pylos, Insel Prote, Methone, Kyparissia. In der oberen Ebene oder im Gebirge liegen: Eira, Andania, Ampheia, Grenzfestung gegen Lakonien (Lage bei Kokla); Stenyklaros, alte Königsstadt, Lage unbekannt. In der unteren Ebene Thuria, Pharai, Kalamai (bei Janitsa), Abia.
    • Die ältesten Bewohner von Messenien warenneben Kaukonen besonders aus Lakonien eingewanderte Leleger (Paus.3,1; Paus.4,1; Apollod.3,10,3ff.). Nach Apollodor war Lelex der Herrscher von Lakonien. Während sein ältester Sohn Myles ihm in Lakonien als Herrscher nachfolgte, wanderte Polykaon, ein anderer Sohn des Lelex, nach Messenien aus und begründet dort seine Herrschaft. Die Beteiligung der Kaukonen drückt der Mythos so aus, dass ein Kaukon zur Messene, der Gattin des Polykaon, gekommen sein soll.
    • Geschichte:
      • Nach Unterwerfung des Eurotastals Eindringen der Spartaner in die messenische Ebene. Langer erbitterter Kampf gegen Ende des 8. Jahrh. (1. Messenischer Krieg, 743-723). Unter dem König Theopompos wird die Bergfeste Ithome genommen. Historische Kunde einzig die Angaben des Tyrtaios. Nationale Legende der Messenier von Ephoros, Myron von Priene, Rhianos benutzt.
        Paus.4,5,10: ταύτην Λακεδαιμόνιοι πρώτην ἐπὶ Μεσσηνίους ἔξοδον ἐποιήσαντο ἔτει δευτέρῳ τῆς ἐνάτης ὀλυμπιάδος, ἣν Ξενοδόκος Μεσσήνιος ἐνίκα στάδιον· Ἀθήνῃσι δὲ οὐκ ἦσάν πω τότε οἱ τῷ κλήρῳ κατ' ἐνιαυτὸν ἄρχοντες· τοὺς γὰρ ἀπὸ Μελάνθου, καλουμένους δὲ Μεδοντίδας, κατ' ἀρχὰς μὲν ἀφείλοντο ὁ δῆμος τῆς ἐξουσίας τὸ πολὺ καὶ ἀντὶ βασιλείας μετέστησαν ἐς ἀρχὴν ὑπεύθυνον, ὕστερον δὲ καὶ προθεσμίαν ἐτῶν δέκα ἐποίησαν αὐτοῖς τῆς ἀρχῆς. τότε δὲ ὑπὸ τὴν κατάληψιν τῆς Ἀμφείας Αἰσιμίδης Ἀθηναίοις ἦρχεν ὁ Αἰσχύλου πέμπτον ἔτος. Diesen Zug unternahmen die Lakedaimonier als ersten gegen die Messenier, und zwar im zweiten Jahr der 9. Olympiade (743 v.Chr.), bei der der Messenier Xenodokos im Stadionlauf siegte. In Athen gab es damals noch keine jährlich ausgelosten Archonten; denn den Nachkommen des Melanthos, den so genannten Medontiden, nahm das Volk gleich zu Anfang einen Großteil ihrer Macht und setzte sie statt der Monarchie in ein verantwortliches Amt ein und beschränkten später ihre Macht auf zehn Jahre. Damals aber, zur Zeit der Einnahme von Ampheia, begleitete der Athener Aisimides, der Sohn des Aischylos, das Amt im fünften Jahr. (Übersetzung: E.Gottwein)
      • (685-668: 2. Messenischer Krieg): Erster Versuch der Messenier, das spartanische Joch abzuschütteln. Seine Datierung is sehr umstritten. Wir folgen Pausanias: Beginn 685 nach der Angabe (Paus.4,15,1), dass er im 39.Jahr nach dem Ende des 1. Mess.Krieges (743-724) begonnen habe, und eine Generation zwischen beiden Kriegen liege. Seine Dauer gibt Paus.4,23,4 mit 17 Jahren an.
        Paus.4,15,1: ὡς δὲ τά τε ἄλλα ἐς τὸν πόλεμον ἕτοιμα ἦν αὐτοῖς καὶ τὰ ἀπὸ τῶν συμμάχων προθυμότερα ἢ προσεδόκων - καὶ γὰρ Ἀργείοις ἤδη καὶ Ἀρκάσι λαμπρῶς τὸ ἐς τοὺς Λακεδαιμονίους ἔχθος ἐξῆπτο - οὕτως ἀπέστησαν ἔτει τριακοστῷ μὲν καὶ ἐνάτῳ μετὰ Ἰθώμης ἅλωσιν, τετάρτῳ δὲ τῆς τρίτης ὀλυμπιάδος καὶ εἰκοστῆς, ἣν Ἴκαρος Ὑπερησιεὺς ἐνίκα στάδιον· Ἀθήνῃσι δὲ οἱ κατ' ἐνιαυτὸν ἦσαν ἤδη τότε ἄρχοντες, καὶ Ἀθηναίοις Τλησίας ἦρχεν. (2) ἐν δὲ Λακεδαίμονι, οἵ τινες τηνικαῦτα ἔτυχον βασιλεύοντες, Τυρταῖος μὲν τὰ ὀνόματα οὐκ ἔγραψε, Ῥιανὸς δ' ἐποίησεν ἐν τοῖς ἔπεσι Λεωτυχίδην βασιλέα ἐπὶ τοῦδε εἶναι τοῦ πολέμου. (1) Als alles übrige zum Krieg bereit war und ihre Verbündeten mehr Bereitschaft zeigten, als erwartet, - denn auch der Hass der Argiver und Arkader auf die Lakedaimonier brannte lichterloh, - so fielen sie denn im 39. Jahr nach der Einnahme des Ithome ab, im 4. Jahr der 23. Olympiade, bei der Ikaros aus Hyperesia im Stadionlauf siegte. In Athen gab es damals schon die jährlichen Archonten, und der Athener Tlesias war Archont. (2) Die Könige, die damals in Sparta herrschten, nennt Tyrtaios nicht namentlich, aber der Dichter Rhianos machte in seinen Epen, Leotychides zum König in diesem Krieg. (Übersetzung: E.Gottwein)
        Iust.3,5,2 gibt als Zwischenzeit 80 Jahre an, der Beginn wäre dann 644, 634 (nach Eusebius), 620; (Suidas setzt Tyrtaios später um 640 an.)
        Iust.3,5,2f: (2) Dein cum ( Messenii) per annos octoginta gravia servitutis verbera, plerumque et vincula ceteraque captivitatis mala perpessi essent, post longam poenarum patientiam bellum restaurant. (3) Lacedaemonii quoque eo conspiratius ad arma concurrunt, quod adversus servos dimicaturi videbantur. (2) Als die Messenier dann 80 Jahre die schweren Schläge der Knechtschaft, sehr oft Gefängnis und die übrigen Leiden der Gefangenschaft, erduldet hatten, erneuern sie einer langen geduldigen Hinnahme der Strafen den Krieg. (3) Auch die Lakedaimonier eilten um so begeisterter zu den Waffen, weil sie gegen Feinde zu kämpfen schienen. (Übersetzung: E.Gottwein)
        Bundesgenossen der Messenier sind die Pisaten unter Pantaleon (Strab.8,4,10), die Arkader unter Aristokrates von Orchomenos und die Argiver. Auf Seiten Spartas stehen die Korinthier, Eleier und Lepreaten.
        Strab.8,4,10: Πλεονάκις δ’ ἐπολέμησαν διὰ τὰς ἀποστάσεις τῶν Μεσσηνίων. τὴν μὲν οὖν πρώτην κατάκτησιν αὐτῶν φησι Τυρταῖος ἐν τοῖς ποιήμασι κατὰ τοὺς τῶν πατέρων πατέρας γενέσθαι· τὴν δὲ δευτέραν, καθ’ ἣν ἑλόμενοι συμμάχους Ἀργείους τε καὶ Ἀρκάδας καὶ Πισάτας ἀπέστησαν, Ἀρκάδων μὲν Ἀριστοκράτην τὸν Ὀρχομενοῦ βασιλέα παρεχομένων στρατηγόν, Πισατῶν δὲ Πανταλέοντα τὸν Ὀμφαλίωνος, ἡνίκα φησὶν αὐτὸς στρατηγῆσαι τὸν πόλεμον τοῖς Λακεδαιμονίοις. Mehrfach begannen sie wegen der Abfälle der Messenier Krieg gegen sie. Ihre erste Vereinnahmung, sagt Tyrtaios in seinen Gedichten, sei zur Zeit der Großvatergeneration erfolgt; die zweite aber, als sie im Bund mit den Argivern, Arkadern und Pisaten abfielen, wobei die Arkader Aristokrates, den König von Orchomenos, als Feldherrn aufboten, die Pisaten aber Pantaleon, den Sohn des Omphalion, als er, wie er selbst sagt, für die Lakedaimonier den Krieg anführte. (Übersetzung: E.Gottwein)
        Innere Wirren in Sparta, Verlangen nach Landaufteilung wegen des Verlustes der messenischen κλῆροι. Schwere Niederlagen. Wiederherstellung der Disziplin durch Tyrtaios (Flötenmusik, Marschlieder: ἐμβατήρια).
        • Einzelereignisse (nach Pausanias) [vgl.Iust.3,5; Oros.1,21]:
          1. Unentschiedene Schlacht bei Derai (Paus.4,15,2)
          2. Sieg des Aristomenes am "Ebergrab" ἐν Στενυκλήρῳ (Polyb.4,33): ἐπὶ τῷ κάπρου σήματι (Paus.4,15,4).
          3. 679: Sieg der Spartaner ἐπὶ ἐπὶ τῇ μεγάλῃ τάφρῳ ("am Großen Graben") (Paus.4,17,2). Fortsetzung des Krieges nur im Norden.
          4. Elfjährige Belagerung von Eira (Paus.4,17,6)
        Die Messenier flüchten nach Arkadien, Rhodos (Diagoriden), Italien. Der Hauptteil des Landes wurde unter die Spartiaten verteilt, an der Südküste Perioikenstädte eingerichtet.
        Paus.4,23,4-6: (4) ἑάλω δὲ ἡ Εἶρα καὶ ὁ πόλεμος ὁ δεύτερος Λακεδαιμονίων καὶ Μεσσηνίων τέλος ἔσχεν Ἀθηναίοις ἄρχοντος Αὐτοσθένους, ἔτει πρώτῳ τῆς ὀγδόης τε καὶ εἰκοστῆς ὀλυμπιάδος, ἣν ἐνίκα Χίονις Λάκων. (5) ὡς δὲ ἐς τὴν Κυλλήνην οἱ Μεσσήνιοι συνελέχθησαν, τὸν μὲν παρόντα χειμῶνα ἔδοξεν αὐτοῦ χειμάζειν, καὶ τὴν ἀγοράν σφισι καὶ χρήματα οἱ Ἠλεῖοι παρεῖχον· ἅμα δὲ τῷ ἦρι ἐβουλεύοντο ποῖ χρὴ σταλῆναι. γνῶμαι δὲ ἦσαν Γόργου μὲν Ζάκυνθον τὴν ὑπὲρ Κεφαλληνίας καταλαβόντας καὶ νησιώτας ἀντὶ ἠπειρωτῶν γενομένους ναυσὶν ἐς τὰ παραθαλάσσια τῆς Λακωνικῆς ἐπιπλέοντας κακοῦν τὴν γῆν· Μάντικλος δὲ ἐκέλευε Μεσσήνης μὲν καὶ τοῦ Λακεδαιμονίων ἔχθους λαβεῖν λήθην, πλεύσαντας δὲ ἐς Σαρδὼ κτήσασθαι μεγίστην τε νῆσον καὶ εὐδαιμονίᾳ πρώτην. (6) ἐν τοσούτῳ δὲ Ἀναξίλας παρὰ τοὺς Μεσσηνίους ἀπέστελλεν ἐς Ἰταλίαν καλῶν. ὁ δὲ Ἀναξίλας ἐτυράννει μὲν Ῥηγίου, τέταρτος δὲ ἀπόγονος ἦν Ἀλκιδαμίδου· μετῴκησε δὲ Ἀλκιδαμίδας ἐκ Μεσσήνης ἐς Ῥήγιον μετὰ τὴν Ἀριστοδήμου τοῦ βασιλέως τελευτὴν καὶ Ἰθώμης τὴν ἅλωσιν. οὗτος οὖν ὁ Ἀναξίλας τοὺς Μεσσηνίους μετεπέμπετο· ἐλθοῦσί τε ἔλεγεν, ὡς Ζαγκλαῖοι διάφοροι μέν εἰσιν αὐτῷ, χώραν δὲ εὐδαίμονα καὶ πόλιν ἐν καλῷ τῆς Σικελίας ἔχουσιν, ἃ δὴ σφίσιν ἐθέλειν ἔφη συγκατεργασάμενος δοῦναι. προσεμένων δὲ τὸν λόγον, οὕτως Ἀναξίλας διεβίβασεν ἐς Σικελίαν αὐτούς. (4) Eira wurde eingenommen und der zweite Krieg der Spartaner und Messenier war damit zu Ende, als bei den Athenern Autosthenes Archon war, im ersten Jahr der 28. Olympiade, bei der der Spartaner Chionis siegte. (5) Als sich die Messenier in Kyllene gesammelt hatten, beschloss man, den gegenwärtigen Winter dort zu bleiben; die Eleier stellten ihnen ihren Markt und Mittel zur Verfügung. Mit Beginn des Frühjahrs berieten sie, wohin sie fahren sollten: Gorgos setzte sich dafür ein, Zakynthos einzunehmen, das über Kephallenia liegt, Insel- statt Festlandbewohner zu werden und auf Schiffen vor der lakonischen Küste aufzukreuzen und dem Land zuzusetzen. Mantiklos aber forderte dazu auf, Messene und die Feindschaft mit den Lakedaimoniern zu vergessen, nach Sardinien zu segeln und die sehr große und an Reichtum erstrangige Insel zu gewinnen. (6) Währenddessen schickte Anaxilas Leute zu den Messeniern, um sie nach Italien zu rufen. Anaxilas aber herrschte über Rhegion und stammte in der vierten Generation von Alkidamidas ab. Alkidamidas aber war nach dem Tod des Königs Aristodemps und der Einnahme des Ithome von Messene nach Rhegion umgesiedelt. Dieser Anaxilas also holte die Messenier zu sich. Als sie gekommen waren, sagte er ihnen, die Zanklaier seien mit ihm verfeindet; ihr Land und ihre Stadt seien wohlhabend; er wolle sich mit ihnen zusammen darum bemühen und es ihnen überlassen. Weil sie sich seinen Plan zu eigen machten, brachte sie Anaxilas hinüber nach Sizilien. (Übersetzung: E.Gottwein)
      • Neue Erhebung unter Aristomenes, langwierige Kämpfe um Hira (3. Messenischer Krieg), von Leotychidas zur Zeit der Marathonschlacht oder später beendet. Stammbaum der Familie des Aristomenes und Belege s. Hiller v. Gärtringen-Lattermann, Hira und Andania 1911, 10—12. Messenien unter spartanischer Herrschaft. Perioikenstädte: Thuria am Ostrand der Pamisosebene, Methone, Asine, Aulon.
      • Großer Aufstand, 3. (4.) Messenischer Krieg 464. Erfolg der Aufständischen bei Stenyklaros, Niederlage am „Isthmos". Rückzug auf Ithome. Belagerung. Hilfesendung der Athener unter Kimon 462. Kapitulation von Ithome gegen freien Abzug 455.
      • Tolmides führt die Flüchtlinge nach Naupaktos. Die Messenier in Naupaktos veranlassen 426 den Zug des Demosthenes gegen Aitolien, werden 424 in dem eroberten Pylos angesiedelt, aber 421 fortgeführt nach Kranion auf Kephallenia, kehren 419/18 zurück, wieder verjagt 410. 399 Vertreibung der Messenier aus Naupaktos und Kephallenia, sie finden zum Teil Aufnahme bei Dionysios I., der sie in Tyndaris ansiedelt. Ein Teil floh nach Kyrene.
      • Wiederherstellung der Selbständigkeit durch Epameinondas, Gründung von Messene; Messenier kämpfen mit bei Mantineia. Bündnis mit Philipp, mit Athen 342. Der ager Dentheliates (Artemis Limnatis) an Messenien zurück 338, aber unter Antigonos Gonatas von Sparta zurückerobert, unter Mummius den Messeniern, unter Caesar den Spartanern zugesprochen, später wieder den Messeniern.
      • Messenien nimmt Teil am Lamischen Krieg, wird 316 von Kassandros erobert bis auf Messene, von Polyperchon gegen Demetrios behauptet 303, Messene von Demetrios belagert 295. Spartaner gegen Messenien 279. Anschluss an Aitolien, Dekret von Messene, Dittenb. Syll.2/234 (241—221 vChr.). Im Kleomenischen Krieg neutral 225, nimmt die flüchtigen Megalopoliten auf, wird von den Aitolern angegriffen 220, tritt mit den Achaiern in Bündnis. Eintritt in den achaiischen Bund 191 abgelehnt, aber durch Titus vermittelt. Abfall von Rom verursacht 183. Letzter Feldzug des Philopoimen gegen Deinokrates. Philopoimen gefangen und getötet, aber Messenien 182 unterworfen. Messenien römisch 146, die kleineren Städte, die im achaiischen Bunde selbständig waren, wahrscheinlich wieder mit der Hauptstadt vereinigt. [nach Lübker]
  •  Miletos (Μίλητος) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Landkarte
    • Miletos, alte ionische Stadt an der Mündung des Maiander, dicht an der Küste vielleicht von Kretern in mykenischer Zeit gegründet. Nach der Sage war der eponyme Gründer Miletos, ein Sohn Apollons. Wie die Vasenfunde beweisen, bedeutende Handelsstadt im 8. bis 6. Jahrh. Zahlreiche Kolonien (besonders um das Schwarze Meer) sind Gründungen Milets. Als Heimat der Ionischen Naturphilosophen (Thales, Anaximander, Anaximenes) Pflanzstadt der abendländischen Philosophie. Heimat des Hekataios.
      • Höhepunkt durch Gründung von Naukratis um 630 zum Export seiner Industrie (Vasen, Textilwaren, Möbel). Umladehafen für Produkte aus Kleinasien.
      • 623 Beginn des des 11jährigen Krieges der Lyder gegen Milet, sechs Jahre vor dem Tod des Sadyattes (629-618).
        Herod.1,17: Ἄλλα δὲ ἔργα ἀπεδέξατο ἐὼν ἐν τῇ ἀρχῇ ἀξιαπηγητότατα τάδε· ἐπολέμησε Μιλησίοισι, παραδεξάμενος τὸν πόλεμον παρὰ τοῦ πατρός. Ἐπελαύνων γὰρ ἐπολιόρκεε τὴν Μίλητον τρόπῳ τοιῷδε. Ὅκως μὲν εἴη ἐν τῇ γῇ καρπὸς ἁδρός, τηνικαῦτα ἐσέβαλλε τὴν στρατιήν· ἐστρατεύετο δὲ ὑπὸ συρίγγων τε καὶ πηκτίδων καὶ αὐλοῦ γυναικηίου τε καὶ ἀνδρηίου. Ὡς δὲ ἐς τὴν Μιλησίην ἀπίκοιτο, οἰκήματα μὲν τὰ ἐπὶ τῶν ἀγρῶν οὔτε κατέβαλλε οὔτε ἐνεπίμπρη οὔτε θύρας ἀπέσπα, ἔα δὲ κατὰ χώρην ἑστάναι· ὁ δὲ τά τε δένδρεα καὶ τὸν καρπὸν τὸν ἐν τῇ γῇ ὅκως διαφθείρειε, ἀπαλλάσσετο ὀπίσω. Τῆς γὰρ θαλάσσης οἱ Μιλήσιοι ἐπεκράτεον, ὥστε ἐπέδρης μὴ εἶναι ἔργον τῇ στρατιῇ. Τὰς δὲ οἰκίας οὐ κατέβαλλε ὁ Λυδὸς τῶνδε εἵνεκα, ὅκως ἔχοιεν ἐνθεῦτεν ὁρμώμενοι τὴν γῆν σπείρειν τε καὶ ἐργάζεσθαι οἱ Μιλήσιοι, αὐτὸς δὲ ἐκείνων ἐργαζομένων ἔχοι τι καὶ σίνεσθαι ἐσβάλλων. (18) Ταῦτα ποιέων ἐπολέμεε ἔτεα ἕνδεκα, ἐν τοῖσι τρώματα μεγάλα διφάσια Μιλησίων ἐγένετο ἔν τε Λιμενηίῳ χώρης τῆς σφετέρης μαχεσαμένων καὶ ἐν Μαιάνδρου πεδίῳ. Τὰ μέν νυν ἓξ ἔτεα τῶν ἕνδεκα Σαδυάττης ὁ Ἄρδυος ἔτι Λυδῶν ἦρχε ὁ καὶ ἐσβάλλων τηνικαῦτα ἐς τὴν Μιλησίην τὴν στρατιήν· οὗτος γὰρ καὶ ὁ τὸν πόλεμον ἦν συνάψας· τὰ δὲ πέντε τῶν ἐτέων τὰ ἑπόμενα τοῖσι ἓξ Ἀλυάττης ὁ Σαδυάττεω ἐπολέμεε, ὃς παραδεξάμενος, ὡς καὶ πρότερόν μοι δεδήλωται, παρὰ τοῦ πατρὸς τὸν πόλεμον προσεῖχε ἐντεταμένως. Τοῖσι δὲ Μιλησίοισι οὐδαμοὶ Ἰώνων τὸν πόλεμον τοῦτον συνεπελάφρυνον ὅτι μὴ Χῖοι μοῦνοι· οὗτοι δὲ τὸ ὅμοιον ἀνταποδιδόντες ἐτιμώρεον· καὶ γὰρ δὴ πρότερον οἱ Μιλήσιοι τοῖσι Χίοισι τὸν πρὸς Ἐρυθραίους πόλεμον συνδιήνεικαν. Folgende andere äußerst denkwürdige Taten vollbrachte Sadyattes während seiner Herrschaft: Er führte den Krieg gegen Milet weiter, den er von seinem Vater übernommen hatte; denn er zog gegen Milet und belagerte es folgendermaßen: Immer wenn auf dem Feld die Ernte reif war, ließ er sein Heer einfallen. Er zog aber unter dem Klang der Syrinx, Pektis und der weiblichen und männlichen Flöte zu Felde. Sobald er aber ins Milesische kam, riss er weder noch brannte er die Häuser nieder, brach auch nicht die Türen auf, sondern ließ sie auf dem Land stehen. Sobald er aber die Bäume und die Ernte auf dem Feld vernichtet hatte, zog er sich wieder zurück. Denn die Milesier beherrschten das Meer, so dass eine Belagerung für das Heer nicht in Frage kam. Die Häuser aber riss der Lyder in der Absicht nicht nieder, dass die Milesier einen Ort hätten, von dem aus sie das Feld besäen und bearbeiten könnten, er selbst aber aufgrund ihrer Arbeit bei seinem Einfall etwas zu plündern habe. (18) Auf diese Art führte er elf Jahre Krieg, in denen die Milesier zwei schwere Niederlagen erlitten, sowohl im Kampf bei Limeneion in ihrem eigenen Land, als auch in der Ebene des Maiandros. Sechs von den elf Jahren herrschte noch Sadyattes, der Sohn des Ardys, über die Lyder, der auch damals das Heer in das Milesische einfallen ließ; denn dieser hatte auch den Krieg begonnen; die fünf den sechs folgenden Jahre führte Alyattes, der Sohn des Sadyattes den Krieg, der, wie bereits gezeigt, den Krieg von seinem Vater übernahm und mit aller Kraft führte. Die Milesier unterstützten in diesem Krieg außer allein den Chiern sonst keine Ionier. Diese halfen ihnen, indem sie ihnen in gleicher Weise Dank abstatteten, denn die Milesier hatten schon zuvor den Chiern im Krieg gegen Erythrai Hilfe geleistet. (Übersetzung: E.Gottwein)
      • Um 600 Blüte unter dem Tyrannen Thrasybulos, Zeitgenossen des Periander, Gründung der meisten pontischen Kolonien;
      • Bürger- und Parteikämpfe von 549-540,
      • 499-494 entscheidende Rolle im ionischen Aufstand (durch Histiaios und Aristagoras),
      • deshalb 494 von den Persern zerstört (Μιλήτου ἅλωσις),
      • Seit 479 (nach Mykale) neu gegründet und verlegt in die östlich von der alten Akropolis auf dem Kalabaktepe gelegene Niederung. Restauration des Apollonkults.
      • Mitglied im 1. Att. Seebund (Tribut 5 Tal.),
      • 450/49 Wiederherstellung der Demokratie, Sturz der Oligarchen, Neugliederung der Bürgerschaft in attische Phylen. Abfall von Athen nach 445.
      • 440 Streit mit Samos wegen der Anaia,
      • Im Peloponnesichen Krieg steht Milet zu Athen
      • 412 Abfall von Athen (Alkibiades).
      • 405 Oligarchie durch Lysander eingerichtet,
      • 402 von den Demokraten mit Hilfe des Tissaphernes wieder genommen; die Oligarchen suchen Hilfe bei Kyros, der die Stadt für sie belagert (Xen.an.1,1,6f.),
      • Nach 387 (Königsfrieden) Oberhoheit der Perser, bzw. des Maussolos,
      • 334 von Alexander erobert,
      • 313 von Antigonos genommen,
      • 295/4 von Demetrios Stephanephor behauptet,
      • zuerst nach 294, dann wieder nach 287 von Lysimachos erworben,
      • 280/79 seleukidisch (Antiochos I Stephanephor), ptolemaeisch (Ptol. II. schenkt Milet 279/80 das Gebiet von Myus
      • um 255 befreit durch Antiochos II.
      • um 201 wieder ptolemaeisch;
      • Krieg mit Magnesia, Friedensschluß 196;
      • 165/66 Galater-Trophäen am Buleuterion aus dem Kriege gegen Solovettios;
      • Beziehungen zu Rom seit 170;
      • 86/85 Mithradates Stephanephor;
      • frei, doch mit Unterbrechungen, nach 78 wegen des Anschlusses an Mithradates von den Römern der vollen Autonomie beraubt, die πεντήκοντα ἄρχοντες neben oder über Rat und Volk,
      • 39 frei durch Antonius
      • Erweiτerung der Asyliegrenze des Didymaion durch Caesar 44. [nach Lübker].
  • Mylai (Μύλαι) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Landkarte Mylae Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Landkarte
    • 716 von Zankle (Messana) aus in der Nähe als Kastell angelegt, in römischer Zeit ager publicus.
    • 316 von Agathokles erobert
    • 260 Römischer Seesieg bei Mylae
    • 36 Seesieg des Agrippa über Sextus Pompeius
    • Thuk.3,90; Scymn.387; Strab.; Plin.nat.3,90. [nach Lübker]
     
Sententiae excerptae:
Literatur:

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