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  • Paphlagonien  google Lycos Paphlagonien
    • Landschaft im nördlichen Kleinasien ungefähr zwischen den Flüssen Sangarios (im W) und Halys (im O). Südliches Grenzland ist Galatien, im N das Schwarze Meer mit Küstenstädten wie Sinope und Amastris. Den Lydern folgten 546 v.Chr. die Perser. Nach Alex.d.Gr. herrschte Eumenes Später war Paphlagonien durch die Neuordnung des Ostens durch Pompeius und die Reform Diokletians betroffen. 
  • Parion (Πάριον) google Lycos Landkarte
    708 v.Chr. als ionische Kolonie (mit einem aiolischen Anteil) von Paros und Milet zwischen Lampsakos und Priapos an der Propontis gegründet. 302 Anschluss an Lysimachos. Kult des Apollon Aktaios und des Eros (Paus.9,27,1). Als römische Kolonie Iulia Pariana, bzw. später Iulia Hadriana.
  • Perinthos (Πέρινθος) google Lycos Landkarte
    • Stadt an der Propontis, 654 oder 599 von Samos aus kolonisiert, später in Herakleia umbenannt. (Diod.16,76)
      • Bald nach der Gründung Zug der Paionen gegen Perinthos (Herod.5,1)
      • Nach erheblichen Verlusten in den Perserkriegen Mitglied des Attischen Seebundes.
      • 411 Abfall von Athen
      • 410 Alkibiades gewinnt Perinthos zurück. Ausbruch einer von Hippokr.epid.2,3 beschriebenen Epidemie.
      • 377 Mitglied im 2. Attischen Seebund (zum Schutz gegen den Thraker Kotys)
      • 341 Erfolgreiche Verteidigung gegen Philipp v. Makedonien (mit Hilfe von Athen und Byzantion)
  • Persien, Perser (ἡ Περσίς, οἱ Πέρσαι) google Lycos Persien
    • Kriegerisches indogermanisches Volk östlich des Tigris im iranischen Bergland mit einem starken Expansionsdrang (Xerxes im Kronrat, der über seinen Zug gegen Griechenland berät: οὐδαμά κω ἠτρεμίσαμεν ἐπείτε παρελάβομεν τὴν ἡγεμονίην τήνδε παρὰ Μήδων, Κύρου κατελόντος ᾿Αστυάγεα, Herod.7,8). Unter den Achaimeniden werden sie zum Weltreich. Kyros II. unterwirft die Meder und dehnt sein Reich über Babylonien bis nach Kleinasien aus. Kambyses erobert Ägypten. Die Größe des Reiches erforderte eine entwickelte Organisation (Dareios I., 521-485): Verwaltung (20 Satrapien), Straßen, Postwesen, Währung (Dareikos).
    • Die Perserkriege gegen Griechenland
    • Alexander d.Gr. eroberte das Perserreich [Ihm folgten die Seleukiden (Diadochen), Parther und Sassaniden.]
      • 334 (Mai) Granikos
      • 333 Lösung des Gordischen Knotens
      • 333 Sieg bei Issos über Dareios III.
      • 332 fällt Tyros nach längerer Belagerung.
      • 331 Ägypten: Gründung Alexandreias, Oase Schiwah.
      • 331 Schlacht bei Gaugamela, Besetzung von Babylon, Susa. In Persepolis zerstört Alexander die Königsburg.
      • 330 - 328 Baktrien.
      • 327 (Sommer) Feldzug nach Indien.
      • 325 In Susa Hochzeit mit Barsine, der Tochter des Dareios. Fünftägige Massenhochzeit zwischen Persern und Makedonen. Aufnahme von Persern in das Heer.
      • (Am 13. Juni) 323 Alexander stirbt an Fieber..
    • Die Auseinandersetzung der Römer mit dem sassanidischen Perserreich, dem Nachfolgereich der Parther.
      • Der Partherkönig Artabanos V. fällt am 18. April 224 bei Hormizdaghan im Kampf gegen die Perser
      • Die Perser erobern 228 Medien und Parthien
      • Die Perser belagern 230 Nisibis und dringen bis nach Kappadokien vor. Alexander Severus trifft Maßnahmen zur Grenzsicherung: Er lässt die Lagerdörfer (canabae) ausbauen und gibt den Grenzsoldaten Grundbesitz, der auf die Söhne vererbt wird, wenn sich auch diese zum Militärdienst verpflichten.
      • 231-232 unternimmt Alexander Severus mit Mamaea einen Feldzug gegen die Perser. Verhandlungen mit Ardaschir führen zu keinem Erfolg. Über den Verlauf des Feldzuges ist wenig bekannt.
      • Der Kaiser feierte am 25. Sep. 233 , obwohl der Feldzug gegen die Perser gescheitert und kein Frieden geschlossen war, einen Triumph und legte sich den Siegernamen "Parthicus Maximus" zu.
      • Frühjahr 242 zieht Gordianus III. gegen die Perser, die unter Schapur I. (271-272) [lat. "Sapor"] Mesopotamien besetzt hatten und in Syrien Antiocheia bedrohten. Unterwegs schlägt er die Goten, die Olbia, Tyra und Istrus erobert hatten.
      • Gordianus III. und Timesitheus siegen bei Resaina über Schapur I.
      • Philippus Arabs schließt gegen Zahlung von 500 Tausend Denaren mit den Persern Frieden. Gebietsabtretungen wurden aber nicht vorgenommen. Der Frieden hielt bis 253.
      • Die Perser vertreiben Tiridates aus Armenien und setzen für ihn einen persischen Vasallenfürsten ein
      • 253: Nach der "Sapor-Inschrift" (auf dem Siegesrelief von Naksch-i-Rustan bei Persepolis) erringen die Perser bei Barbalissos einen großen Sieg über die Römer (fehlt in westlichen Quellen), dem sich Verwüstungen in Syrien und Kappadokien anschließen. 37 Städte will Schapur erobert haben, darunter Dura-Europos am Euphrat und Antiocheia, die Hauptstadt von Syrien.
      • Valerianus selbst zieht 254 in den Osten gegen die Perser. Er kann Antiocheia zurückerobern (wo er sich nachweislich am 12. Jan. 255 und im Mai 258 aufhält).
      • 256: Schapur kann seine Siegesserie von 253 wiederholen: Er erobert Antiocheia zurück und setzt seinerseits einen römischen Gegenkaiser namens Kyriades ein. Die Perser zerstören Dura-Europos am Euphrat. Valerianus zieht nach Kappadokien
      • 257: Valerianus gewinnt zwar Antiocheia zurück. Doch als zusätzlich die Pest und eine Meuterei dem Kaiser zusetzen, tritt er mit den Persern in Verhandlungen ein.
      • 260: Valerianus verhandelt nach einer Niederlage 260 bei Edessa mit Schapur, wird aber bei dem Treffen von den Persern gefangen genommen und stirbt in der Gefangenschaft
      • Die Gardepräfekten Marcus Fulvius Macrianus und Ballista (Ballista siegte bei Pompeiopolis) wehren 261 den Perser Schapur ab, der bis Tarsos in Kilikien vorgestoßen war. Septimius Odaenathus, ein römischer Klientelfürst in Palmyra, besiegt unter Beteiligung der römischen Truppen die von Schapur angeführten Perser am Euphrat und erobert Mesopotamien. Deswegen ernannte ihn Gallienus 262 zum "dux orientis" (στρατηγὸς τῆς ἑῴας) und übertrug ihm 264 auch die asiatischen Provinzen und Ägypten.
      • 265 Feldzug des Aurelianus gegen die Perser an, auf dem Aurelianus im Herbst 275 bei Caenophrurium (zwischen Byzanz und Herakleia) einer Verschwörung zum Opfer fiel. Die Soldaten ehrten ihn mit einem Grabmal an der Stelle seines Todes
      • 276: Bahram II. (Vararhan II.) wird neuer Perserkönig.
      • Okt. 282 wird Probus auf einem Perserfeldzug von seinen Soldaten in Sirmium erschlagen.
      • 283: Carus unternimmt 283 mit seinemm jüngeren Sohn Numerianus einen Feldzug gegen den Perserkönig Bahram II., während Carinus zum Schutz des Westens zurückbleibt. Er erobert Seleukeia und Ktesiphon und nimmt den Ehrennamen "Parthicus" an.
      • 283: Die Römer schließen mit den Persern Frieden.
      • 287: Am Euphrat drängt Diocletianus die Perser zurück, schließt Frieden mit ihnen und setzt 287 in Armenien Tiridates (287-324) ein.
      • 293: Narses wird Perserkönig
      • 297: Perserkrieg (Aur.Vict.Caes.39,33-36; Eutr.9,24f.):
        • Weil der Perserkönig Bahram II. (Vararhan II.) Streit mit seinem Bruder Hormizda hat, sucht er mit Diocletianus eine Verhandlungslösung. Dieser lehnt ab und sichert die Euphrat-Grenze.
        • Als Diocletianus durch seine Kämpfe in Ägypten gebunden war, vertrieb Narses, der Nachfolger von Bahram II., 296 den Assarakiden Tiridates, der mit Roms Hilfe seit 287 in Armenien herrschte.
          • Narses überquerte den Tigris und konnte 297 Galerius bei Nikephorion bezwingen.
          • 298 verliert Narses. Friedensschluss
      • 302: Hormizda II. wird Perserkönig
      • Der Perserkönig Schapur II. fällt 335 in Armenien und Mesopotamien ein, um die unter Diocletianus verlorenen Gebiete zurückzugewinnen. Constantinus rüstet zum Krieg. Constantius II. wird er gegen die Perser vorausgeschickt.
      • Ostern 337: Mitten in den Vorbereitungen zum Perserkrieg erkrankt Constantinus. Er stirbt am 22. Mai 337 auf seinem Perserfeldzug in Ankyrona bei Nikomedeia. Constantius II. kehrt wegen des Todes seines Vaters vom Perserfeldzug um und geleitet seinen Leichnam nach Constantinopel.
      • 338: Weil Schapur II. in Mesopatamien eingefallen war, und in Armenien eine perserfreundliche Partei den König Chosroes (Arsakes) vertrieben hatte, beginnt Constantius II. in der zweiten Jahreshälfte 338 seinen Krieg gegen die Perser, der sich fast ohne Unterbrechung meist mit Misserfolgen bis 363 hinzieht.
      • zunächst erfolglos. 339 Stiftung der ludi Persici. 343 und 348 Schlachten bei Singara. 348 Beginn größerer Kämpfe. Nach der Ermordung seines Bruders Constans durch Magnentius (350) sichert Constantius den Osten und wendet sich gegen den Usurpator.
      • Am 23. Febr. 358 hält sich eine persische Gesandtschaft in Constantinopel auf.
      • Am 24. Aug. 358 fallen Nikomedeia und andere Städte einem Erdbeben zum Opfer
      • 359 greift Schapur erneut an.
      • Iulianus bricht am 5. März 363 von Antiocheia aus zu seinem Perserfeldzug auf. Er schickte Procopius über Armenien nach Assyrien ab. Er selbst folgt dem Euphrat, auf dem seine Flotte fuhr. Auf einem Kanal, den früher Traianus und Severus angelegt hatten, bringt er seine Flotte auf den Tigris. Er greift Ktesiphon an, gewinnt zwar eine Schlacht, kann die Stadt aber nicht nehmen. Er verbrennt seine Flotte, um dem Feind ins Landesinnere zu verfolgen. Versorgungsprobleme zwingen ihm zum Rückzug. Er will tigrisaufwärts nach Corduena entkommen. Er stirbt in der Nachz vom 26. auf den 27. Juni 363 bei Maranga am Tigris an den Verwundungen, die er auf diesem Rückzug erleidet (Amm.Marc.23,2-25,5). Die Legende erzählt, ein christlicher Suoldat habe ihn getötet.
      • Von Iulianus' Truppen wird Flavius Iovianus bei Maranga am Tigris als Nachfolger ernannt (Amm.Marc.25,5-10; Eutr.10,17f.; Aur.Vict.Epit.44). Dieser geht mit Schapur einen schimpflichen Frieden ein. Er verliert dadurch die Gebiete, die Diocletianus gewonnen hatte. Außerdem die Städte Nisibis, Singara und die Festung Castra Maurorum.
      • 373 Perserkrieg: Valens greift auch in Armenien ein. Der Perserkönig Schapur hatte den armenischen König Arsakes töten lassen. Dessen Sohn Para (Warasdat) suchte bei Valens Hilfe und wurde von ihm wieder als König eingesetzt.
  • Phaselis (Φάσηλις) phaselis+lykien phaselis+lykien Landkarte
    • Dorische Stadt auf einer Landspitze in Lykien, an der Grenze nach Pamphylien. Früher hieß sie Pityusa, später Pharsalos.
    • 690 von dem Oikisten Lakios (einem Bruder des Antiphemos, des Gründers von Gela) von Lindos aus gegründet. Es gehörte nicht zum Lykischen Bund (Strab.14,667). Durch Kimon eingenommen (Plut.Kim.12). Mit 6 Talenten Tribut im 1. Attischen Seebund. 338 Handelsvertrag mit Athen. 290 Vertrag mit Maussollos. 250 ptolemaiisch.
      Ath.7,51: Ἡρόπυθος γοῦν ἐν Ὥροις Κολοφωνίων [FGH IV 428] περὶ τῆς κτίσεως ἱστορῶν τῆς Φασήλιδός φησιν, ὅτι Λάκιος ὁ τὴν ἀποικίαν στείλας μισθὸν ἔδωκε τοῦ τόπου Κυλάβρᾳ ποιμένι νέμοντι πρόβατα ταρίχους, ἐκείνου τοῦτο αἰτήσαντος. προθέντος γὰρ αὐτῷ τοῦ Λακίου λαβεῖν τοῦ χωρίου ἢ ἄλφιτα ἢ ταρίχους εἵλετο ὁ Κυλάβρας τοὺς ταρίχους· καὶ διὰ τοῦτο οἱ Φασηλῖται ἀνὰ πᾶν ἔτος τῷ Κυλάβρᾳ ἔτι καὶ νῦν τάριχον θύουσι.
      Φιλοστέφανος δ' ἐν τῷ πρώτῳ περὶ τῶν ἐν τῇ Ἀσίᾳ πόλεων οὕτως γράφει [FGH ΙΙΙ 28]· Λάκιον τὸν Ἀργεῖον τῶν σὺν Μόψῳ ἀφικομένων, ὅν τινες μὲν Λίνδιον εἶναι λέγουσιν, ἀδελφὸν δὲ Ἀντιφήμου τοῦ Γέλαν οἰκίσαντος, εἰς τὴν Φασήλιδα ὑπὸ Μόψου μετ' ἀνδρῶν πεμφθέντα κατά τινα λόγον Μαντοῦς τῆς Μόψου μητρός, ὅτε αἱ πρύμναι τῶν ἰδίων νηῶν συνέβαλον καὶ συνεθραύσθησαν κατὰ Χελιδονίας τῶν μετὰ τοῦ Λακίου διὰ τὸ ὑστερεῖν αὐτῶν νυκτὸς προσβαλόντων· ἀγοράσαι δ' αὐτὸν τὴν γῆν λέγεται, οὗ ἡ πόλις νῦν ἐστι, καθὰ ἡ Μαντὼ προεῖπε, παρὰ Κυλάβρα τινὸς δόντα τάριχον· τοῦτον γὰρ ἑλέσθαι λαβεῖν αὐτὸν, ἀφ' ὧν ἦγον. ὅθεν κατ' ἐνιαυτὸν τοὺς Φασηλίτας τῷ Κυλάβρᾳ θύειν τάριχον τιμῶντας ὡς ἥρωα.
      Heropythos beschreibt in seiner "Chronik von Kolophon" die Gründung von Phaselis so: Lakios, der Gründer der Kolonie, gab dem Hirten Kylabras, der dort seine Schafe weidete, als Preis für das Gelände, auf seine Bitte Räucherfisch. Denn als Lakios ihm als Preis für den Platz zur Auswahl Gerstenmehl oder Räucherfisch anbot, wählte Kylabras den Räucherfisch. Deswegen opfern die Phaseliten bis zum heutigen Tage jedes Jahr dem Kylabras Räucherfisch.
      Philostephanos schreibt im 1. Buch seines Werkes "Über die Städte in Asien": Lakios von Argos war einer der Männer, die mit Mopsos kamen. Einige sagen, er sei aus Lindos gewesen und Brudes des Antiphemos, der Gela gründete. Er wurde von Mopsos mit einer Mannschaft nach Phaselis geschickt, gemäß einer Prophezeiung der Manto, Mopsos' Mutter. Das Schiff des Lakios verspätete sich und stieß auf der Nachtfahrt in Höhe von Kap Chelidonia mit dem Heck des anderen Fahrzeuges zusammen, so dass beide zertrümmert wurden. Er soll den Landstrich gekauft haben, wo jetzt die Stadt liegt, nach der Voraussage der Manto, von einem gewissen Kylabras gegen Räucherfisch. Deisen nämlich habe jener aus den mitgebrachten Dingen sich ausgesucht. Daher opferten die Phaseliten jährlich dem Kylabras Räucherfisch und verehrten ihn als Heros. (Übersetzung: U.u.K.Treu)
  • Phasis (ὁ Φάσις, ιδος) google Lycos Kolchis
    • Fluss im Kolcherland, der südlich vom Kaukasus bei der gleichnamigen Stadt, einer Kolonie Milets, in das Schwarze Meer mündet. Hier endete der Handelsverkehr mit Indien.
  • Phigaleia (Φιγάλεια, Φιγαλία) phigaleia+peloponnes phigaleia+peloponnes Landkarte
    • Hoch gelegene arkadische Stadt im Südwesten des Landes, geographisch eher zu Messenien gehörg; auch nicht sehr weit von Elis und Olympia entfernt.
    • 659 von Lakedaimon erobert, die Bevölkerung wurde vertrieben (Paus.8,39,3)
      Paus.8,39,3: Λακεδαιμόνιοι δὲ ἡνίκα Ἀρκάσιν ἐπεχείρησαν καὶ ἐσέβαλον ἐς τὴν Φιγαλίαν στρατιᾷ, μάχῃ τε νικῶσι τοὺς ἐπιχωρίους καὶ ἐπολιόρκουν προσκαθεζόμενοι· κινδυνεύοντος δὲ ἁλῶναι τοῦ τείχους ἐκδιδράσκουσιν οἱ Φιγαλεῖς, ἢ καὶ οἱ Λακεδαιμόνιοι σφᾶς ἀφιᾶσιν ἐξελθεῖν ὑποσπόνδους. ἐγένετο δὲ ἡ τῆς Φιγαλίας ἅλωσις καὶ Φιγαλέων ἡ ἐξ αὐτῆς φυγὴ Μιλτιάδου μὲν Ἀθήνῃσιν ἄρχοντος, δευτέρῳ δὲ ἔτει τῆς τριακοστῆς ὀλυμπιάδος, ἣν Χίονις Λάκων ἐνίκα τὸ τρίτον. Als die Lakedaimonier die Arkader angriffen und mit einem Heer in das Gebiet von Phigaleia einfielen, besiegten sie die Einheimischen sowohl auf dem Feld als auch führten sie eine regelrechte Belagerung durch. Als die Mauer gestürmt zu werden schien, entkamen die Phigaleier; vielleicht ließen sie auch die Lakedaimonier vertraglich abziehen. Die Einnahme von Phigaleia und die Vertreibung der Phigaleier erfolgte, als Miltiades in Athen Archon war, im zweiten Jahr der 30. Olympiade, bei der Spartaner Chionis zum dritten Mal siegte. (Übersetzung: E.Gottwein)
    • Es folgten noch weitere Auseinandersetzungen mit Sparta; so war Phigaleia Zentrum von antispartanischen Unruhen nach der Schlacht bei Leuktra (Diod.15,40,2)
    • Um 240 Bündnis mit Messenien.
    • Bekannt durch den Tempel des Apollon Epikureios in Bassai und den zugehörigen Fries im Britischen Museum.
  • Phönizien, Phönizier (ἡ Φοινίκη, οἱ Φοίνικες) google Lycos Landkarte
    Semitisches Handelsvolk in dem fruchtbaren Küstenstreifen im heutigen Libanon, Israel und Palästina. Herod.1,1 lässt sie nach persichen Quellen vom Persischen Golf her eingewandert sein:  τούτους (τοὺς Φοίνικας) ἀπὸ τῆς Ἐρυθρῆς καλεομένης θαλάσσης ἀπικομένους ἐπὶ τήνδε τὴν θάλασσαν καὶ οἰκήσαντας τοῦτον, τὸν χῶρον τὸν καὶ νῦν οἰκέουσι, αὐτίκα ναυτιλίῃσι μακρῇσι ἐπιθέσθαι. Ihren Namen hatten sie von der Herstellung und vom Handel mit Purpur (ὁ φοίνιξ). Sie beherrschten den gesamten Mittelmeerhandel. Ihre namhaften Heimatstädte  waren Sidon, Byblos und Tyros. Karthago war eine phönizische Pflanzstadt (Didosage). Die Phönizier spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Buchstabenschrift. Tyros wurde 332 von Alexander d.Gr. erobert (Hellenisierung der Phönizier).
  • Phokaia (ἡ Φώκαια) google Lycos Phokaia
    Die nördlichste ionische Stadt an der kleinasiatischen Küste. Im 8.Jh. gegründet. Die vorgelagerte robbenförmige Insel (ἡ φώκη - Robbe, Seehund) dürfte für den Namen verantwortlich sein. Mit natürlichem Hafen ausgestattet. Mutterstadt von Lampsakos. 534 v.Chr. wanderten die Phokaier, um nicht unter die Macht der Perser zu geraten, aus ihrer Heimat nach Korsika aus. Als sie die Schiffe bestiegen, sollen sie einen Metallklumpen ins Meer versenkt und geschworen haben, erst wieder zurückzukehren, wenn dieser wieder auftauche (vgl. Herod.1,165,2-3 und  Hor.epod.16,17). Später gründeten sie Massilia.
  • Pisa (ἡ Πίσα) pisa+pelloponnes pisa+pelloponnes Phokaia
    Stadt in Elis, unweit Olympia, auf der Peloponnes. Die ganze Landschaft heißt nach ihr Pisatis. Die Geschichte und das Schicksal von Pisa beruht auf seiner wechselhafter Konkurrenz mit Olympia in der Ausführung (Agonothesie) der Olympischen Spiele.
    Paus.6,22,1-5: τείχους δὲ ἢ ἄλλου κατασκευάσματος ἐλείπετο οὐδὲν ἔτι, ἄμπελοι δὲ ἦσαν διὰ τοῦ χωρίου πεφυτευμέναι παντός, ἔνθα ἡ Πίσα ᾠκεῖτο. (2) οἰκιστὴν μὲν δὴ γενέσθαι τῇ πόλει Πίσον τὸν Περιήρους φασὶ τοῦ Αἰόλου· Πισαῖοι δὲ ἐφειλκύσαντο αὐθαίρετον συμφορὰν ἀπεχθανόμενοί τε Ἠλείοις καὶ σπουδὴν ποιούμενοι τιθέναι τὸν Ὀλυμπικὸν ἀγῶνα ἀντὶ Ἠλείων, οἵγε ὀλυμπιάδι μὲν τῇ ὀγδόῃ τὸν Ἀργεῖον ἐπηγάγοντο Φείδωνα τυράννων τῶν ἐν Ἕλλησι μάλιστα ὑβρίσαντα καὶ τὸν ἀγῶνα ἔθεσαν ὁμοῦ τῷ Φείδωνι, τετάρτῃ δὲ ὀλυμπιάδι καὶ τριακοστῇ στρατὸν οἱ Πισαῖοι καὶ βασιλεὺς αὐτῶν Πανταλέων ὁ Ὀμφαλίωνος παρὰ τῶν προσχώρων ἀθροίσαντες ἐποίησαν ἀντὶ Ἠλείων τὰ Ὀλύμπια. (3) ταύτας τὰς ὀλυμπιάδας καὶ ἐπ' αὐταῖς τὴν τετάρτην τε καὶ ἑκατοστήν, τεθεῖσαν δὲ ὑπὸ Ἀρκάδων, ἀνολυμπιάδας οἱ Ἠλεῖοι καλοῦντες οὐ σφᾶς ἐν καταλόγῳ τῶν ὀλυμπιάδων γράφουσιν. ὀγδόῃ δὲ ἐπὶ ταῖς τεσσαράκοντα ὀλυμπιάδι Δαμοφῶν ὁ Πανταλέοντος ὑπόνοιαν μέν τινα παρέσχεν Ἠλείοις νεώτερα ἐς αὐτοὺς βουλεύειν, ἐσβαλόντας δὲ ἐς τὴν Πισαίαν σὺν ὅπλοις ἀπελθεῖν οἴκαδε ἀπράκτους ἔπεισε δεήσεσί τε καὶ ὅρκοις. (4) Πύρρου δὲ τοῦ Πανταλέοντος μετὰ Δαμοφῶντα τὸν ἀδελφὸν βασιλεύσαντος Πισαῖοι πόλεμον ἑκούσιον ἐπανείλοντο Ἠλείοις, συναπέστησαν δέ σφισιν ἀπὸ Ἠλείων Μακίστιοι καὶ Σκιλλούντιοι, οὗτοι μὲν ἐκ τῆς Τριφυλίας, τῶν δὲ ἄλλων περιοίκων Δυσπόντιοι· τούτοις καὶ μάλιστα ἐς τοὺς Πισαίους οἰκεῖα ἦν, καὶ οἰκιστὴν Δυσποντέα γενέσθαι σφίσιν Οἰνομάου παῖδα ἐμνημόνευον. Πισαίους μὲν δὴ καὶ ὅσοι τοῦ πολέμου Πισαίοις μετέσχον, ἐπέλαβεν ἀναστάτους ὑπὸ Ἠλείων γενέσθαι· (5) Πύλου δὲ τῆς ἐν τῇ Ἠλείᾳ δῆλα τὰ ἐρείπια κατὰ τὴν ἐξ Ὀλυμπίας ἐστὶν ἐς Ἦλιν ὀρεινὴν ὁδόν, ὀγδοήκοντα δὲ στάδια ἐς Ἦλιν ἀπὸ τῆς Πύλου. (1) Von einer Mauer oder sonst einer Einrichtung war nichts mehr geblieben, sondern über den ganzen Ort hin, wo Pisa gestanden hatte, war Wein angepflanzt. (2) Angeblich war Pisos, der Sohn des Perieres, des Sohnes des Aiolos der Gründer der Stadt. Die Pisaier zogen durch ihre Feindschaft mit den Eleiern und durch ihr Bemühen, statt der Eleier den Olympischen Wettkampf auszurichten, selbstgewähltes Unglück auf sich herab. Jedenfalls zogen sie in der 8. Olympiade den Argeier Pheidon hinzu, der sich von allen griechischen Tyrannen die schlimmsten Übergriffe erlaubt hat, und richteten zusammen mit Pheidon den Wettkampf aus. In der 34. Olympiade sammelten die Pisaier unter ihrem König Pantaleon, dem Sohn des Omphalion, aus ihren Nachbarn ein Heer und richteteten statt der Eleier die Olympien aus. (3) Diese Olympiaden und dazu die 104., die von den Arkadern ausgerichtet worden war, nennen die Eleier Unolympiaden und verzeichnen sie nicht in der Olympiadenliste. In der 48. Olympiade erregte Damophon, der Sohn des Pantoleon, bei den Eleiern den Verdacht, einen Anschlag gegen sie zu planen. Als sie aber bewaffnet in das Gebiet von Pisa einfielen, brachte er sie durch Bitten und Eide dazu, unverrrichteter Dinge nach Hause zurückzukehren. (4) Als aber Pyrrhos, der Sohn des Pantaleon, zusammen mit seinem Bruder Damophon König war, unternahmen die Pisaier von sich aus einen Krieg gegen die Eleier; zusammen mit ihnen fielen von den Eleiern die Makistier und Skilluntier ab, die aus Triphylien stammten; von den anderen Umwohnern aber die Dyspontier. Diese hatten zu den Pisaiern ein beonders enge Beziehung, und sie geben als ihren Gründer Dysponteus an, den Sohn des Oinomaos. Die Pisaier und diejenigen, die sich mit den Pisaiern am Krieg beteiligten, traf es, dass ihre Städte von den Eleiern verwüstet wurden. (5) Von Pylos in Elis kann man die Überreste am Gebirgsweg von Olympia nach Elis sehen; von Pylos aus sind es aber noch 80 Stadien nach Elis. (Übersetzung: E.Gottwein)
  • Platea (Πλατέα) platea+libyen platea+libyen Phokaia
    • Insel vor der Küste Libyens. 639 (im neunten Jahr vor Kyrene) unter dem Oikisten Battos von Theraiern besiedelt. (Herod.4,156)
Sententiae excerptae:
Literatur:

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