v.Chr. |
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Kultur |
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- Micipsa adoptiert Iugurtha, den Sohn seines Bruders
Mastanabal.
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- Tabula Bantina (Inschriftentafel mit den Stadtrechten
von Bantia in oskischer Sprache)
- Lucius Coelius Antipater (erste historische
Monographie: 2. Pun. Krieg)
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- Konsulat des
- Lucius Caecilius Metellus Dalmaticus
- Lucius Aurelius Cotta
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- LEX MARIA DE SUFFRAGIIS FERENDIS auf Antrag des
Volkstribunen
Gaius
Marius: Das Gesetz legte den Modus der (geheimen)
Abstimmung für die Volksversammlung fest.
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- 119-117: Lucius Caecilius Metellus unternimmt Feldzüge
gegen die Dalmater und Iapuder.
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- Micipsa, der nach dem Tod seines Vaters Masinissa
[
148]
auf dem numidischen Thron gefolgt war, hinterlässt
das Königreich seinen zwei leiblichen Söhnen
Adherbal und Hiempsal und seinem Adoptivsohn Iugurtha
(Sall.Iug.5-11). [Stammbaum]
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- Der gallische Ort Narbo wird römische Colonie.
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- Die
122
eingerichtete Colonie
Iunonia wird wieder aufgegelöst.
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- Iugurtha begnügt sich nicht damit, die Macht
mit den Söhnen des Micipsa zu teilen. Hiempsal
lässt er kurzerhand beseitigen. Als er dann gegen
Adherbal Krieg beginnt und einen Sieg erringt, wendet
dieser sich wegen Hilfe an Rom. [Stammbaum]
- Iugurtha setzt das Mittel der Bestechung ein und
erreicht, dass eine römische Gesandtschaft unter
Lucius Opimius lediglich die Teilung des Reiches
unter den beiden Brüdern fordert, die dann auch
zu seinen Gunsten vollzogen wird (Sall.Iug.12-16).
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- Konsulat des
- Gaius Licinius Geta
- Quintus Fabius Maximus Eburnus
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- LEX AEMILIA zur Regelung des Stimmrechts von Freigelassenen
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- Ausländische Musikinstrumente werden verboten
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- 113-101: Kimbern
und Teutonen:
Die Kimbern
und Teutonen gelangen auf ihrer Wanderung von Norden
(Dänemark) her entlang der Oder in den Ostalpen
an die Grenzen Italiens.
Im Hercynischen Wald waren sie zuvor auf den Widerstand
der Boier gestoßen und hatten ihnen weichen
müssen. Sie ziehen dann die Donau entlang, um
nach Illyrien
zu gelangen. Unterwegs schließen sich ihnen
die Tulinger, Ambronen und Teutonen an.
| Plut.Mar.11,2-5:
[2] ἄρτι γὰρ ἀπηγγελμένης αὐτοῖς τῆς Ἰουγούρθα
συλλήψεως, αἱ περὶ Τευτόνων καὶ Κίμβρων φῆμαι
προσέπιπτον, ἀπιστίαν μὲν ἐν ἀρχῇ παρασχοῦσαι
πλήθους τε καὶ ῥώμης τῶν ἐπερχομένων στρατῶν,
ὕστερον δὲ τῆς ἀληθείας ὑποδεέστεραι φανεῖσαι.
[3] μυριάδες μὲν γὰρ αἱ μάχιμοι τριάκοντα σὺν
ὅπλοις ἐχώρουν, ὄχλοι δὲ παίδων καὶ γυναικῶν
ἐλέγοντο πολλῷ πλείους συμπεριάγεσθαι, γῆς χρῄζοντες
ἣ θρέψει τοσοῦτον πλῆθος, καὶ πόλεων ἐν αἷς
ἱδρυθέντες βιώσονται, καθάπερ πρὸ αὐτῶν ἐπυνθάνοντο
Κελτοὺς τῆς Ἰταλίας τὴν ἀρίστην κατασχεῖν, Τυρρηνῶν
ἀφελομένους. [4] αὐτοὶ μὲν γὰρ ἀμειξίᾳ τῇ πρὸς
ἑτέρους μήκει τε χώρας, ἣν ἐπῆλθον, ἠγνοοῦντο,
τίνες ὄντες ἀνθρώπων ἢ πόθεν ὁρμηθέντες ὥσπερ
νέφος ἐμπέσοιεν Γαλατίᾳ καὶ Ἰταλίᾳ. [5] καὶ
μάλιστα μὲν εἰκάζοντο Γερμανικὰ γένη τῶν καθηκόντων
ἐπὶ τὸν βόρειον ὠκεανὸν εἶναι τοῖς μεγέθεσι
τῶν σωμάτων καὶ τῇ χαροπότητι τῶν ὀμμάτων, καὶ
ὅτι Κίμβρους ἐπονομάζουσι Γερμανοὶ τοὺς λῃστάς. |
(2)
Kaum war nämlich die Nachricht von der
Gefangenschaft des Iugurtha in Rom eingelaufen,
als sich auch das Gerücht von den Teutonen
und Kimbern
verbreitete, das anfangs in Hinsicht auf Größe
und Stärke der anrückenden Heere wenig
Glauben fand, nachher aber weit unter der Wahrheit
befunden wurde. (3) Denn der Zug bestand aus
dreihunderttausend streitbaren Männern
in Waffen, und diese sollten einen noch weit
größeren Haufen von Weibern und Kindern
mit sich führen, um ein Land zu suchen,
das diese große Menge ernähren könnte,
und Städte, worin sie sich niederlassen
wollten, so wie sie hörten, dass vor ihnen
die Kelten den besten Teil Italiens
den Etruskern
abgenommen hätten. (4) Weil diese Völker
mit anderen in gar keinem Verkehr standen, und
so weite Länder durchzogen hatten,
wusste man nicht, wer sie eigentlich waren oder
aus welchen Gegenden sie wie eine Wolke über
Gallien
und Italien
hereinbrachen. Am meisten vermutete man aus
ihrer besonderen Körpergröße,
aus ihren blauen Augen und dem Namen "Kimbern",
den die Germanen den Räubern beilegen,
dass sie zu den germanischen Völkerschaften
gehören, die am Nordmeer wohnen. |
- Dem Konsul Gnaeus
Papirius Carbo bringen die Kimbern
bei Noreia
(Neumarkt in Steiermark) eine Niederlage bei (App.Celt.13;
Liv.63; Tac.Germ.7; Vell.2,8; Flor.3,3; Oros.5,15).
- Weitere Niederlagen, alle im jenseitigen
Gallien,
schließen sich an (Liv.65; Liv.67;
Tac.Germ.37; Vell.2,12; Flor.3,3; Caes.Gall.1,7):
109:
Der Konsul Marcus Iunius Silanus erleidet
an der Nordgrenze der provincia Gallia
Narbonensis gegen die Kimbern
eine Niederlage
108:
Der Konsul Marcus Aurelius Scaurus erleidet
gegen die Kimbern
eine Niederlage
107:
Der Konsul
Lucius Cassius Longinus wird von
den Tigurinern an der Garonne geschlagen.
Da Tac.Germ.37,5
auf die Schlacht anspielt, dürften
auch Germanen beteiligt gewesen sein.
105
(6. Okt.): Der Prokonsul Quintus
Servilius Caepio und der Konsul
Gnaeus Mallius Maximus erleiden von
den Kimbern
und Teutonen bei Arausio eine vernichtende
Niederlage.
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- Iugurthinischer
Krieg (112-106): (Sall.Iug.; Plut.Mar.; Plut.Sulla).
- Iugurtha hält sich nicht an die Abmachungen
und schließt Adherbal in Cirta ein.
Er missachtet zwei römische Gesandtschaft und
nimmt Cirta ein. Als er sich auch über die neuen,
bei der Einnahme von Cirta geshlossenen Verträge
hinwegsetzt, erklären die Römer den Krieg.
Sall.Iug.27,1f.:
[1] Quod postquam Romae cognitum est et
res in senatu agitari coepta, idem illi ministri
regis interpellando ac saepe gratia, interdum
iurgiis trahundo tempus atrocitatem facti leniebant.
[2] ac ni C. Memmius tribunus plebis designatus,
vir acer et infestus potentiae nobilitatis,
populum Romanum edocuisset id agi, ut per paucos
factiosos Iugurthae scelus condonaretur, profecto
omnis invidia prolatandis consultationibus dilapsa
foret: tanta vis gratiae atque pecuniae regis
erat. |
Nachdem
man in Rom davon Kunde erhalten hatte und das
Ereignis im Senat
zur Debatte gekommen war, suchten die schon
früher bezeichneten Schleppträger
des Königs durch fremdartige Zwischenanträge
und öfter durch freundliche, zuweilen auch
durch gehässige Wortwechsel die Entscheidung
zu vertagen und dadurch den grässlichen
Eindruck des Geschehenen zu verwischen. (2)
Und hätte nicht
Gaius Memmius, für das folgende Jahr
zum Volkstribun
erwählt, ein energischer Mann und bitterer
Feind der Adelsoligarchie, das römische
Volk darüber aufgeklärt, es sei im
Begriff, um einiger Parteileute willen dem Iugurtha
seinen Frevel ungestraft hingehen zu lassen,
so hätte sich in der Tat durch die steten
Vertagungen der Beratung die ganze Erbitterung
gegen ihn in nichts aufgelöst. So mächtige
Zugkraft hatte die Gnade und das Geld des Königs.
(Üb. nach R.Dietsch) |
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- Beginn des Krieges unter der Führung des Konsuls
Lucius Calpurnius Bestia. Dieser lässt sich aber
von Iugurtha ebenso bestechen wie sein Legat, der
Konsular Marcus Aemilius Scaurus. Aufgrund der Bestechung
schließen sie Frieden mit Iugurtha. (Sall.Iug.28-30).
- Der Volkstribun
Gaius
Memmius beschuldigte öffentlich Bestia und
Scaurus, die den Frieden geschlossen hatten, der Bestechung
und erreichte den Beschluss, Iugurtha persönlich
nach Rom zu laden, um durch dessen Aussage vor der
Volksversammlung seinen Vorwurf zu erhärten.
Iugurta erscheint, kann sich aber vor der Notwendigkeit,
vor dem Volk zur Sache auszusagen, dieses Mal durch
Bestechung des Volkstribunen
Gaius Baebius bewahren, der kurzerhand seine Befragung
durch Memmius
verbietet.
- Nachdem Iugurtha noch in Rom durch seinen Vertrauten
Bomilkar seinen möglichen Konkurrenten und Vetter
Massiva hatte umbringen lassen, kehrt er nach Afrika
zurück (Sall.Iug.30-35). Sein negatives Urteil
über Rom soll er bei seiner Abreise ausgesprochen
haben:
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Sall.Iug.35,10:
sed postquam Roma egressus est, fertur saepe
eo tacitus respiciens postremo dixisse:
'urbem venalem et mature perituram, si emptorem
invenerit.' |
Dabei
soll er, nachdem er vor die Stadt gekommen war,
öfter stillschweigend auf sie zurückgeblickt
haben, endlich aber in die Worte ausgebrochen
sein: "Welch käufliche Stadt! Wie
bald wird es mit ihr aus sein, wenn sich zu
ihr ein Käufer findet!" (Üb.
nach R.Dietsch) |
- Der Frieden war in Rom nicht bestätigt worden,
so dass der Krieg weiterging.
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- LEX AGRARIA (THORIA) auf Antrag des Volkstribunen
Spurius Thorius oder Gaius Baebius. Verteiltes Staatsgebiet
wurde den Inhabern als Privateigentum überlassen.
Weitere Verteilungen wurden durch Zuweisung an Konsuln,
Prätoren und Zensoren praktisch weitgehend aufgehoben
(Cic.Brut.136; App.civ.1,27).
- Durch die LEX SERVILIA DE PECUNIIS REPETUNDIS. Plesbiszit
des Tribunen Gaius
Servilius Glaucia, das denjenigen, die in einem
Reptundenprozess verurteilt wurden, das Recht, ein
Amt zu bekleiden, (ius honorarium) entzog (Cic.Balb.54).
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- Der Legat Aulus Postumius bedroht gleich im Januar
des Jahres die Stadt Suthul, wird aber von Iugurtha
dort eingeschlossen. Er ist genötigt, einen schimpflichen
Frieden zu schließen (Sall.Iug.37).
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- Aufgrund eines Gesetzes des Volkstribunen
Gaius Mamilius Limetanus werden mehrere Optimaten
wegen ihrer Bestechung durch Iugurtha angeklagt und
zum Teil verurteilt. Der Konflikt zwischen Optimaten
und Popularen, der in den gescheiterten Reformen der
Gracchen zum ersten Mal zum Ausbruch kam, wird in
der Folgezeit zum beherrschenden Ingredienz aller
römischer Politik (z.B.
Bundesgenossenkrieg
91-88; 1.
Mithridatischer Krieg (88-84)
Sall.Iug.40,1-5:
[1] Interim Romae C. Mamilius Limetanus tribunus
plebis rogationem ad populum promulgat, uti
quaereretur in eos, quorum consilio Iugurtha
senati decreta neglegisset, quique ab eo in
legationibus aut imperiis pecunias accepissent,
qui elephantos quique perfugas tradidissent,
item qui de pace aut bello cum hostibus pactiones
fecissent. [2] huic rogationi partim conscii
sibi, alii ex partium invidia pericula metuentes,
quoniam aperte resistere non poterant, quin
illa et alia talia placere sibi faterentur,
occulte per amicos ac maxume per homines nominis
Latini et socios Italicos inpedimenta parabant.
[3] sed plebes incredibile memoratu est, quam
intenta fuerit quantaque vi rogationem iusserit,
magis odio nobilitatis, quoi mala illa parabantur,
quam cura rei publicae: [4] tanta lubido in
partibus erat. igitur ceteris metu perculsis
M. Scaurus, quem legatum Bestiae fuisse supra
docuimus, inter laetitiam plebis et suorum fugam,
trepida etiam tum civitate, quom ex Mamilia
rogatione tres quaesitores rogarentur, effecerat,
uti ipse in eo numero crearetur. [5] sed quaestio
exercita aspere violenterque ex rumore et lubidine
plebis: uti saepe nobilitatem, sic ea tempestate
plebem ex secundis rebus insolentia ceperat. |
(1)
Unterdes kündigt in Rom der Volkstribun
Gaius Manilius Limetanus einen vor das Volk
zu bringenden Antrag an, es solle ein außerordentliches
Gerichtsverfahren gegen die eingeleitet werden,
auf deren Rat Iugurtha die Befehle des Senats
missachtet habe, ferner gegen die, die von ihm
als Gesandte oder Befehlshaber Geld angenommen,
die ihm die Elefanten und die ihm die Überläufer
ausgeliefert, endlich gegen alle, die
mit den Feinden in Sachen Krieg oder Frieden
Übereinkünfte geschlossen hätten.
(2) Der Annahme dieses Antrages setzte die Nobilität,
- teils im Bewusstsein der Schuld, teils in
Besorgnis vor Gefahren, die der Parteienhass
erzeugen könnte, - Hindernisse entgegen;
weil sie, ohne einzugestehen, dass sie an jenen
und anderen derartigen Vorgängen Gefallen
finden, nicht offen entgegentreten konnten,
bedienten sie sich insgeheim ihrer Freunde,
und zwar hauptsächlich der Latiner
und der Bundesgenossen. (3) Aber es klingt kaum
glaubhaft, wie energisch fest das Volk sich
bewies und mit welchem Nachdruck es den Antrag
zum Beschluss erhob, mehr aus Hass gegen die
Nobilität, die die beantragten Nachteile
treffen sollten, als aus Rücksicht auf
das Gemeinwesen. (4) Solche Leidenschaftlichkeit
herrschte in den Parteien. Während nun
alle anderen vor Sorge gelähmt waren, hatte
Marcus Scaurus, der, wie vorher berichtet, im
Stab des Bestia gewesen war, mitten im Jubel
des Volks und der Bestürzung der Seinen,
während der Staat noch in Aufregung war,
als nach dem Antrag des Mamilius drei Untersuchungsrichter
gewählt wurden, es dahin gebracht, dass
er selbst in ihre Zahl kam. (5) Übrigens
wurde die Untersuchung hart und gewaltsam geführt,
dem Gerede und den Gelüsten des Volkes
gemäß: Wie öfter die Nobilität,
so hatte in jenem Moment aufgrund der glücklichen
Umstände das Volk der Übermut ergriffen.
(Üb. nach R.Dietsch) |
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- Der Konsul
Quintus Caecilius Metellus wird mit der Kriegsführung
betraut. Als Legat ist Marius
in seinem Heer. Metellus stellt die Disziplin und
Kampfkraft des Heeres wieder her, besetzt die Stadt
Varga und schlägt Iugurtha am Fluss Muthul (Rubricatus),
nachdem er anfangs selbst in große Bedrängnis
geraten war. Metellus plündert und verwüstet
dann das fruchtbare Gebiet der Emporien, um Iugurtha
zur Unterwerfung zu bewegen. Sein Angriff auf Zama
bleibt zwar ohne Erfolg, trotzdem ist Iugurtha zu
einem Friedenschluss bereit. Er ist mit allen Bedingungen
einverstanden (Herausgabe der Elefanten, eines Teiles
der Pferde und Waffen, der Überläufer, Zahlung
von 200 Tausend Pfund Silber); doch an der letzten
Bedingung, selbst in die Gefangenschaft zu gehen,
scheitern letztlich die Verhandlungen (Sall.Iug.43-62).
- Eine von seinem Vertrauten Bomilkar angezettelte
Verschwörung konnte Iugurtha zwar nicht beseitigen,
doch schwächte sie ihn (Sall.Iug.70).
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- Bau der Via Aemilia Scauri entlang der noritalischen
Westküste von Pisae über Genua nach Vada
Sabatia durch den Censor Marcus Aemilius Scaurus.
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- Metellus zieht nach Süden und besiegt Iugurtha
ein weiteres Mal. Dieser zieht sich in die Wüstenstadt
Thala zurück. Metellus erobert Thala nach vierzigtägiger
Belagerung (Sall.Iug.75). Iugurtha entkommt zu den
Gätulern und kann dort ein neues Heer rekrutieren.
(Sall.Iug.56). Er geht mit Bocchus, dem König
von Mauretanien, ein Bündnis ein (Sall.Iug.80).
Mit ihren vereinigten Heeren ziehen sie gegen Cirta,
das von den Römern gehalten wird (Sall.Iug.81,2).
Noch vor der Schlacht erfährt Metellus, dass
ihm durch ein Volksbeschluss in Rom der Oberbefehl
entzogen und auf Marius,
den Konsul von 107, übertragen worden war. Metellus
stellt die Kampfhandlungen ein.
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- Der Konsul Marcus Aurelius Scaurus erleidet gegen
die Kimbern
eine Niederlage
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- Marius
hatte sich im Jahr zuvor von Metellus unter einigem
Spott beurlauben lassen, um sich in Rom um das Konsulat
zu bewerben. Jetzt war er nicht nur Konsul, sondern
löste Metellus auch im militärischen Kommando
ab.
Sall.Iug.63,1-7:
[1] Per idem tempus Uticae forte C. Mario
per hostias dis supplicanti magna atque mirabilia
portendi haruspex dixerat: proinde quae animo
agitabat, fretus dis ageret, fortunam quam saepissume
experiretur; cuncta prospere eventura. [2] at
illum iam antea consulatus ingens cupido exagitabat,
ad quem capiundum praeter vetustatem familiae
alia omnia abunde erant: industria, probitas,
militiae magna scientia, animus belli ingens
domi modicus, lubidinis et divitiarum victor,
tantummodo gloriae avidus. [3] Sed is natus
et omnem pueritiam Arpini altus, ubi primum
aetas militiae patiens fuit, stipendiis faciundis,
non Graeca facundia neque urbanis munditiis
sese exercuit: ita inter artis bonas integrum
ingenium brevi adolevit. [4] ergo, ubi primum
tribunatum militarem a populo petit, plerisque
faciem eius ignorantibus facile <factis>
notus per omnis tribus declaratur. [5] deinde
ab eo magistratu alium, post alium sibi peperit,
semperque in potestatibus eo modo agitabat,
ut ampliore quam gerebat dignus haberetur. [6]
tamen is ad id locorum talis vir - nam
postea ambitione praeceps datus est - consulatum
adpetere non audebat. etiam tum alios magistratus
plebs consulatum nobilitas inter se per manus
tradebat. [7] novos nemo tam clarus neque tam
egregiis factis erat, quin indignus illo honore
et <is> quasi pollutus haberetur. |
(1)
Während derselben Zeit hatte dem Gaius
Marius,
als er zu Utica gerade den Göttern Bittopfer
darbrachte, der Opferschauer erklärt, bedeutende
und wunderbare Dinge seien ihnen verheißen;
wohlan, was er im Sinne habe, möge er mit
vollstem Vertrauen auf die Götter tun;
alles werde zum Glück ausschlagen. (2)
Jenen aber nagte schon seit längerer Zeit
der lebhafteste Wunsch nach dem Konsulat, zu
dessen Erlangung er mit Ausnahme einer langen
Ahnenreihe, alle anderen Erfordernisse in vollstem
Maß besaß: Tätigkeit, Anstelligkeit,
große Kriegskenntnis, einen im Krieg nach
dem Höchsten strebenden, im Frieden sich
leicht bescheidenden, alle Verlockungen der
Lust und des Reichtums überwindenden, nur
nach Ruhm sehr begehrenden Sinn. (3) Um von
seinem Leben etwas zu sagen: Er war in Arpinum
geboren und hatte dort sein ganzes Knabenalter
verlebt. Sobald er im kriegstüchtigen Alter
stand, gab er sich mit Leistung von Kriegsdiensten
nicht mit griechischen Konversationsstücken
und städtischem Dandytum ab. So wurde denn
in lauter ehrenwerten Studien sein Geist bald
ungeschwächt mannhaft. Sobald er sich daher
beim Volk um das Amt eines Militärtribunen
bewarb, wurde er, obgleich die meisten sein
Gesicht nie gesehen hatten, doch ohne weiteres
von allen Tribus
gewählt, weil er durch seine Taten bekannt
war. (5) Von diesem Amt erwarb er sich denn
eins nach dem anderen und benahm sich in seinem
Wirkungskreis immer so, dass er für einen
höheren Posten als den, den er bekleidete,
würdig galt. (6) So weit ein so trefflicher
Mann - später allerdings wurde er durch
seinen Ehrgeiz unaufhaltsam ins Verderben gestürzt
- wagte er es doch nicht, sich um das Konsulat
zu bewerben. Noch immer gab die übrigen
Magistrate das Volk, das Konsulat aber die Nobilität
unter sich von Hand zu Hand. Kein Ahnenloser
war so herrlich, durch Taten so ausgezeichnet,
dass er nicht für unwürdig zu jener
Ehrenstelle und gleichsam unrein gegolten hätte.
(Üb. nach R.Dietsch) |
- Marius
erscheint in Afrika
und bringt Iugurtha bei jeder Gelegenheit große
Verluste bei. Er siegt zwei Mal bei Cirta (Sall.Iug.86-101;
Plut.Mar.9f.; Plut.Sull.3). Er entscheidet den Kampf
um Kapsa für sich (Sall.Iug.89,4), dann erobert
er im Westen eine Felsenfestung am Mulucha, die man
bisher für uneinnehmbar gehalten hatte (Sall.Iug.92,5).
Noch zwei weitere Siege konnte Marius
in diesem Jahr über beide Könige erringen.
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- 107-106:
Marianische Heeresreform:
- Taktische Einteilung der Legion (6000 Mann)
in zehn Kohorten zu je drei Manipeln (oder sechs
Zenturien). Jede Kohorte ist eine selbständig
operierende Einheit;
- Gleichartige Bewaffnung. Ausbildung nach dem
Muster der Gladiatoren;
- Ergänzung des Bürgerheeres durch ein
Berufsheer von Freiwilligen mit 16 Jahren Dienstzeit;
- Marius
nimmt auch die "capite censi" in die
Legionen auf (Sall.Iug.86,2; Plut.Mar.9; Gell.16,10,14).
Sall.Iug.86,2f.:
legatum proficisci iubet. ipse interea milites
scribere, non more maiorum neque ex classibus,
sed uti lubido [3] quoiusque erat, capite censos
plerosque. id factum alii inopia bonorum, alii
per ambitionem consulis memorabant, quod ab
eo genere celebratus auctusque erat et homini
potentiam quaerenti egentissumus quisque opportunissumus,
quoi neque sua cara, quippe quae nulla sunt,
et omnia cum pretio honesta videntur. |
(2)
Seinen Stabsoffizier ließ er absegeln.
Er selbst hob unterdessen Soldaten aus, nicht
auf althergebrachte Weise und nicht aus den
Vermögenden allein, sondern jeden, der
Lust hatte, meist anerkannt ganz besitzlose
Leute. Manche äußerten, es sei dies
aus Mangel an Begüterten geschehen, andere
aus selbstsüchtigen Absichten des Konsuls,
weil er nämlich von dieser Klasse gefeiert
und emporgehoben war und weil für einen,
der nach Einfluss trachtet, gerade die Ärmsten
die geeignetsten sind. Denn ihnen macht kein
Eigentum Sorge - sie haben ja keines - aber
erscheint alles, was Geld bringt recht. (Üb.
nach R.Dietsch) |
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- Durch die LEX SERVILIA des Konsuls Quintus
Servilius Caepio erhält der Senat
die Gerichtsbarkeit zurück (Tac.ann.12,60; Plut.Mar.9;
Gell.16,10,14)
|
- Den diplomatischen Part mit Bocchus übernahm
Lucius Cornelius Sulla, der als Quaestor im Heer des
Marius
diente (Sall.Iug.102-114).
Sall.Iug.95,1-96,4:
[1] Ceterum, dum ea res geritur, L. Sulla quaestor
cum magno equitatu in castra venit, quos uti
ex Latio et a sociis cogeret, Romae relictus
erat. [2] Sed quoniam nos tanti viri res admonuit,
idoneum visum est de natura cultuque eius paucis
dicere. neque enim alio loco de Sullae rebus
dicturi sumus et L. Sisenna, optume et diligentissume
omnium, qui eas res dixere, persecutus, parum
mihi libero ore locutus videtur. [3] igitur
Sulla gentis patriciae nobilis fuit, familia
prope iam extincta maiorum ignavia, litteris
Graecis atque Latinis iuxta atque doctissume
eruditus, animo ingenti, cupidus voluptatum,
sed gloriae cupidior; otio luxurioso esse, tamen
ab negotiis numquam voluptas remorata, nisi
quod de uxore potuit honestius consuli; facundus,
callidus et amicitia facilis, ad simulanda negotia
altitudo ingeni incredibilis, multarum rerum
ac maxume pecuniae largitor. [4] atque illi
felicissumo omnium ante civilem victoriam numquam
super industriam fortuna fuit, multique dubitavere,
fortior an felicior esset. nam, postea quae
fecerit, incertum habeo pudeat an pigeat magis
disserere. [96,1] Igitur Sulla, uti supra dictum
est, postquam in Africam atque in castra Mari
cum equitatu venit, rudis antea et ignarus belli,
sollertissumus omnium in paucis tempestatibus
factus est. [2] ad hoc milites benigne appellare,
multis rogantibus, aliis per se ipse dare beneficia,
invitus accipere, sed ea properantius quam aes
mutuom reddere, ipse ab nullo repetere, magis
id laborare, ut illi quam plurumi deberent,
ioca atque seria cum humillumis agere, [3] in
operibus, in agmine atque ad vigilias multus
adesse, neque interim, quod prava ambitio solet,
consulis aut quoiusquam boni famam laedere,
tantummodo neque consilio neque manu priorem
alium pati, plerosque antevenire. [4] quibus
rebus et artibus brevi Mario militibusque carissumus
factus. |
(95,1)
Während dieses Unternehmen ausgeführt
wurde, kam der Quaestor Lucius Sulla mit zahlreicher
Reiterei ins Lager. Um sie aus den Latinern
und Bundesgenossen zusammenzubringen, war er
in Rom zurückgelassen worden. (2) Weil
uns nun der Zusammenhang dazu geführt hat,
einen so bedeutenden Mann zu erwähnen,
scheint es mir zweckmäßig, kurz über
seinen Charakter und seine Lebensgrundsätze
zu berichten. Denn an einer anderen Stelle werde
ich nicht wieder über Sulla reden, und
Lucius Sisenna, der diese Periode unter allen
Geschichtsschreibern am besten und genauesten
geschildert hat, scheint mir mit zu wenig Freimut
darüber gesprochen zu haben. (3) Sulla
also stammte aus einem patrizischen,
zur Nobilität gehörigen Geschlecht,
aber aus einem Zweig, der durch die Nichtsnutzigkeit
seiner Vorfahren fast allen Glanz verloren hatte.
Er hatte seinen Geist ebenso durch die griechische
wie die lateinische Literatur und zwar sehr
gründlich gebildet. Sein Sinn stand auf
Hohes; er trachtete nach Vergnügen, aber
noch mehr nach Ruhm. Seine Musezeit war der
Üppigkeit gewidmet, aber nie hielt ihn
das Vergnügen vom Ernst der Geschäfte
zurück. Nur was seine Gattin angeht, hätte
er ein ehrenwerteres Verhalten einschlagen können.
Er war beredt, gewandt und daher ein angenehmer
Freund. Zum Erheucheln und Verstecken seiner
wahren Interessen besaß er eine unglaubliche
Verschlossenheit. Viele Dinge, und am meisten
Geld, spendete er mit freigiebiger Hand. (4)
Vor dem Sieg im Bürgerkrieg war er der
größte Liebling des Glücks,
aber doch immer entsprach seine Tätigkeit
der Gunst des Schicksals vollkommen, weshalb
viele im ungewissen waren, ob er mehr für
einen Helden oder einen Günstling des Glücks
gelten müsse. Denn ob Scham oder
Ekel mehr von einer Besprechung seiner späteren
Taten abhält, kann ich nicht entscheiden.
(96,1) Nachdem nun Sulla, wie vorher berichtet,
in Afrika
und dann in dem Lager des Marius
angekommen war, übertraf er, vorher ohne
Übung und Kenntnis im Krieg, nach einigen
Gelegenheiten alle an Geschicklichkeit. (2)
Ferner kam er den Soldaten leutselig entgegen;
viele leistet er auf ihre Bitten hin Dienste,
manchen unaufgefordert; ungern nahm er solche
an, bezahlte sie aber dann mit mehr Eile als
Geldschulden, selbst jedoch forderte er von
niemandem Erstattung, arbeitete vielmehr daraufhin,
so viele Schuldner wie möglich zu haben.
Mit den Geringsten gab er sich in Scherz und
Ernst ab; (3) bei Arbeiten, auf dem Marsch,
auch auf den Nachtposten war er häufig
unter den Leuten, und dabei setzte er nicht,
wie der verwerflicher Ehrgeiz pflegt, die Ehre
des Konsuls oder irgend eines wackeren Mannes
herab. Nur in Rat und Tat ließ er es sich
von keinem zuvortun, sondern gewann den meisten
den Rang ab. (4) Durch solch Handeln und Benehmen
macht er sich in kurzem dem Marius
und den Soldaten ganz lieb und wert. (Üb.
nach R.Dietsch) |
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- Marcus Tullius Cicero (3. Jan.) und Gnaeus Pompeius
Magnus (29. Sept.) geboren.
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- M. Tullius Cicero in Arpinum geboren (3. Jan.)
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- Konsulat des
- Publius Rutilius Rufus
- Gnaeus Mallius Maximus
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- Bocchus begeht Verrat, übergibt Jugurtha an
Sulla und beendet somit den Iugurtinischen Krieg (Sall.Iug.113,7)
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- Der Prokonsul Quintus
Servilius Caepio und der Konsul Gnaeus Mallius
Maximus erleiden von den Kimbern
und Teutonen am 6. Okt. bei Arausio eine vernichtende
Niederlage (Liv.67; Sall.Iug.114; Vell.2,12; Plut.Mar.19);
Marcus Aurelius Scaurus verliert bei Vienna.
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- (1.Jan.) Triumph
des Marius
(Sall.Iug.89,4) und zugleich Antritt des zweiten Konsulats.
Hinrichtung Iugurthas.
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- Marius
erhält das Kommando gegen die Kimbern
und Teutonen (Sall.Iug.114) und bezieht an der Rhône
Warteposition.
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- Durch die LEX SERVILIA des Tribunen Gaius Servilius
Glaucia geht die Gerichtsbarkeit wieder zurück
an den Ritterstand
(Cic.Brut.224)
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- 104-101: 2. Sklavenkrieg auf Sizilien unter
der Führung des Antenion und Tryphon (Flor.3,19;
Liv.69; Diod.36), die in Sizilien
eine Art hellenistisches Königsreich errichten
wollen. Die Aufstände greifen auf Unteritalien
und Attika über.
- 103: Sieg der Sklaven über den Praetor
Gaius Servilius Casca
- 102: Sieg der Sklaven über den Praetor
Lucius Lucullus
- 101: Niederlage der Sklaven gegen den
Konsul Manius Aquilius, der den Sklavenführer
Anthenion im Zweikampf tötet.
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- Sieg des Marius
bei Aquae Sextiae über die Ambronen und
Teutonen. Teutobod, der Anführer der Teutonen
wird gefangen genommen (Plut.Mar.14-22)
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- (30.Juli) Sieg des Marius
und des Quintus
Lutatius Catulus bei dem westlich von Mailand
gelegnen Vercellae (nach Vell.2,12 auf den
Raudischen Feldern) über die Kimbern
(Plut.Mar.23-27; Plut.Sull.4; Liv.68)
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- Titus Didius unternimmt einen Feldzug in Thrakien.
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- Tempel der Fortuna
auf dem Marsfeld
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- Durch den Tribunen Lucius
Appuleius Saturninus und den Praetor Gaius
Servilius Glaucia bricht in Rom ein Aufstand aus.
Die Irritationen beruhten auf:
- Saturninus
hatte, um das Tribunat zu erhalten, seinen Konkurrenten
Aulus Nunnius ermorden lassen.
- Eine neue LEX AGRARIA, die Ackerverteilungen
in Norditalien vornehmen sollte, wurde im Senat
unter Vorbehalt gebilligt. Nur Metellus Numidicus
sprach sich dagegen aus. Deswegen wurde er verbannt,
was auch in der Absicht des Marius
lag.
- Eine neue LEX FRUMENTARIA erneuert die entsprechende
LEX SEMPRONIA AGRARIA von
123.
- Glaucia
wollte Konsul
werden; auch sein Mitbewerber Gaius
Memmius wurde ermordet, nämlich auf dem
Marsfeld
erschlagen.
- Saturninus,
Glaucia
und der Quaestor Gaius
Saufeius besetzen das Kapitol.
Jetzt kann ihn Marius
nicht mehr schützen. Die Verschwörer
werden belagert und erschlagen. (App.civ.1,32f.;
Plut.Mar.30; Cic.Rab.perd.20-24 u.ö.)
- Die Optimaten gewinnen wieder etwas an verlorenem
Terrain zurück: Metellus Numidicus kann aus
der Verbannung zurückkehren (App.civ.1,33;
Plut.Mar.30)
- Marius
geht nach Asien (Plut.Mar.31).
- 13. Juli 100 Gaius
Iulius Caesar geboren.
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- Zw. 100-90: Sog. Vesta-Tempel (Rundtempel) auf dem
Forum Boarium
- Zw. 100-50:
- Bronzestatue des Hercules Victor (aus seinem
Tempel am Forum Boarium).
- Sog. Tempel der Fortuna Virilis am Forum Boarium.
- Grabmal des Gaius Poplicius Bibulus (nördl.
vom Capitol)
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