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Über diese (nach Norden) hinaus
wohnen die Chatten. Ihre Wohnsitze
beginnen mit dem herkynischen Wald
und liegen nicht in so weit gedehnten Sumpfgebieten wie die (der) anderen
Stämme, in die sich Germanien
weithin ausdehnt, insofern ja Hügel da sind, allmählich seltener
werden und der herkynische Wald
seine Chatten begleitet und
zugleich (in die Ebene) absetzt. Das Volk ist von härterem Körperschlag,
hat stramme Glieder, strammen Blick und größere Lebhaftigkeit.
Für Germanen haben sie
viel berechnenden Verstand und Geschicklichkeit. Ihre Befehlshaber wählen
sie aus, hören auf ihre Befehlshaber, kennen ihre Reihen, verstehen
sich auf die günstige Gelegenheiten, wissen Angriffe zu verschieben,
den Tag einzuteilen, für die Nacht sich zu verschanzen, zählen
das Glück unter das Zweifelhafte, die Tapferkeit unter das Sichere
und - was eine ganz besondere Seltenheit und ein ausschließlicher
Vorzug der römischen Kriegszucht ist - sie legen höheres
Gewicht auf die Anführer als auf das Heer.Ihre ganze Stärke besteht
im Fußvolk, das sie außer der Rüstung noch mit eisernem
Gerät und Mundvorrat belasten. Andere machen den Eindruck, als zögen
sie zu einer Schlacht aus, die Chatten
aber zu einem Krieg. Selten sind Streifzüge und zufällige Scharmützel.
Den berittenen Streitkräften ist es allerdings eigen, rasch den Sieg
zu erringen, rasch sich zurückzuziehen. Schnelligkeit ist Nachbarin
der Furcht, Zaudern ist näher der Standfestigkeit. |
(30,1) Ultra hos
Chatti initium sedis ab Hercynio saltu incohant, non ita effusis ac palustribus
locis ut ceterae civitates, in quas Germania patescit, durant siquidem colles,
paulatim rarescunt, et Chattos suos saltus Hercynius prosequitur simul atque
deponit. (30,2) duriora genti corpora, stricti
artus, minax vultus et maior animi vigor. multum, ut inter Germanos, rationis
ac sollertiae: praeponere electos, audire praepositos, nosse ordines, intellegere
occasiones, differre impetus, disponere diem, vallare noctem, fortunam inter
dubia, virtutem inter certa numerare, quodque rarissimum nec nisi Romanae
disciplinae concessum, plus reponere in duce quam in exercitu. (30,3)
omne robur in pedite, quem super arma ferramentis quoque et copiis onerant:
alios ad proelium ire videas, Chattos ad bellum. rari excursus et fortuita
pugna. equestrium sane virium id proprium, cito parare victoriam, cito cedere:
velocitas iuxta formidinem, cunctatio propior constantiae est. |
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| 31.
Die Sitten der Chatten |
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Eine Sitte, die auch bei anderen
Völkerschaften Germaniens,
doch nur selten und infolge des persönlichen Wagemuts einzelner vorkommt,
ist bei den Chatten allgemein
geworden, dass sie, sobald sie zum Mann herangereift sind, Haupthaar und
Bart wachsen lassen und erst, sobald sie einen Feind erlegt haben, die
gelobte und der Tapferkeit verpfändete Ausstattung ihres Gesichtes
ablegen. Über Feindesblut und Waffenbeute enthüllen sie die
Stirn und rühmen sich dann erst, das Geschenk der Geburt verdient
zu haben und ihres Vaterlandes und ihrer Eltern würdig zu sein; den
Feigen und Unkriegerischen bleibt der Haarwust. Die Tapfersten tragen
überdies einen eisernen Armring - dies ist in den Augen dieses
Volkes ein Schimpf - gleichsam als Fessel, bis sie sich durch die
Erlegung eines Feindes losmachen. Sehr vielen Chatten
gefällt diese Aufmachung: sie ergrauen sogar in diesem Schmuck, ein
Gegenstand der Aufmerksamkeit für die Feinde zugleich wie die Ihrigen.
Sie sind es, die jeden Kampf eröffnen, sie bilden immer das Vordertreffen,
ein überraschender Anblick. Denn auch im Frieden mildert sich ihr
Blick nicht zu freundlicherem Aussehen. Keiner hat Haus oder Acker noch
sonst ein Geschäft; wo sie hinkommen, werden sie verköstigt,
verschwenderisch mit fremdem Gut, Verächter eigenen Besitzes; bis
endlich das marklose Alter sie so rauer Tapferkeit unfähig macht.
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(31,1) Et aliis Germanorum
populis usurpatum raro et privata cuiusque audentia apud Chattos in consensum
vertit, ut primum adoleverint, crinem barbamque submittere, nec nisi hoste
caeso exuere votivum obligatumque virtuti oris habitum. (31,2)
super sanguinem et spolia revelant frontem, seque tum demum pretia nascendi
rettulisse dignosque patria ac parentibus ferunt; ignavis et imbellibus
manet squalor. (31,3) fortissimus quisque ferreum
insuper anulum (ignominiosum id genti) velut vinculum gestat, donec se caede
hostis absolvat. (31,4) plurimis Chattorum hic
placet habitus, iamque canent insignes et hostibus simul suisque monstrati.
omnium penes hos initia pugnarum; haec prima semper acies, visu nova: nam
ne in pace quidem vultu mitiore mansuescunt. (31,5)
nulli domus aut ager aut aliqua cura: prout ad quemque venere, aluntur,
prodigi alieni, contemptores sui, donec exsanguis senectus tam durae virtuti
impares faciat. |
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| 32.
Usipeten und Tenkterer;
die vorzügliche Reiterei der Tenkterer |
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Den Chatten
zunächst wohnen, wo der Rhein
nunmehr in festem Bett fließt und zur Grenzscheide breit genug ist,
die Usiper und Tenkterer.
Die Tenkterer zeichnen sich
außer dem gewöhnlichen Kriegsruhm auch durch eine trefflich geschulte
Reiterei aus, und das chattische Fußvolk ist nicht berühmter
die Reiterei der Tenkterer.
So haben es die Vorfahren eingeführt, die Nachkommen machen es nach.
Dies sind die Spiele der Kindheit, dies der Wettkampf der jungen Männer;
noch die Greise bleiben dabei. Mit dem Gesinde, den Hausgöttern und
den Erbansprüchen werden auch die Pferde weitergegeben; es bekommt
sie nicht, wie das übrige, der älteste Sohn, sondern der kriegsmutigste
und tapferste. |
(32,1) Proximi Chattis certum
iam alveo
Rhenum quique terminus esse sufficiat Usipi ac Tencteri colunt. (32,2)
Tencteri super solitum bellorum decus equestris disciplinae arte praecellunt;
nec maior apud Chattos peditum laus quam Tencteris equitum. (32,3)
sic instituere maiores, posteri imitantur. hi lusus infantium, haec iuvenum
aemulatio: perseverant senes. (32,4) inter familiam
et penates et iura successionum equi traduntur: excipit filius, non ut cetera,
maximus natu, sed prout ferox bello et melior. |
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| 33.
Die von den Chamavern und Angrivariern
vertriebenen Brukterer |
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Nächst den Tenkterern
traf man ehemals die Brukterer.
Jetzt sollen die Chamaver und
Angrivarier eingewandert
sein und die Brukterer vertrieben
und gänzlich ausgerottet haben. Die Nachbarstämme hatten sich
damit einverstanden gezeigt, sei es aus Erbitterung über den Übermut
oder gelockt durch die Beute oder infolge einer gewissen Gunst der Götter
gegen uns; denn selbst den Anblick ihres Kampfes haben sie uns nicht missgönnt:
mehr als sechzig Tausend fielen, nicht durch römische Wehr und Waffen,
sondern, was weit herrlicher ist, uns zur Augenweide. O möge doch - ist
mein inniger Wunsch - ewig bei diesen Völkern fortdauern - wo
nicht Liebe zu uns, so doch wenigstens ihr Hass unter sich selbst, weil
ja doch jetzt, wo das Reich seinem Verhängnis entgegeneilt, das Schicksal
nichts Höheres mehr gewähren kann als der Feinde Zwietracht. |
(33,1) Iuxta Tencteros Bructeri
olim occurrebant: nunc Chamavos et Angrivarios immigrasse narratur, pulsis
Bructeris ac penitus excisis vicinarum consensu nationum, seu superbiae
odio seu praedae dulcedine seu favore quodam erga nos deorum; nam ne spectaculo
quidem proelii invidere. (33,2) super sexaginta
milia non armis telisque Romanis, sed, quod magnificentius est, oblectationi
oculisque ceciderunt. maneat, quaeso, duretque gentibus, si non amor nostri,
at certe odium sui, quando urgentibus imperii fatis nihil iam praestare
fortuna maius potest quam hostium discordiam. |
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| 34.
Dulgubnier, Chasuarier,
Friesen; Säulen des Herakles |
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An die Angrivarier
und Chamaver schließen
sich im Rücken die Dulgubnier
und Chasuarier und andere
nicht so oft genannte Stämme an; vorn stoßen sie an die Friesen.
Man spricht nach dem Maß ihrer Streitkräfte von größeren
und kleineren Friesen. Beide
Völkerschaften werden bis an den Ozean vom Rhein
umgürtet und wohnen noch überdies um Seen von großer Ausdehnung,
die auch von römischen Flotten befahren worden sind. Ja selbst in den
Ozean haben wir uns dort gewagt; dass Säulen des Herkules
noch vorhanden sind, hat die Sage verbreitet, sei es nun, dass Herkules
wirklich dorthin gekommen ist, oder dass wir in einer Art Übereinkunft
alles, was irgendwo sich Großartiges findet, mit seinem berühmten
Namen in Zusammenhang bringen. Auch fehlte es Drusus
Germanicus nicht an Wagemut; aber das Weltmeer
widersetzte sich, dass man es gleichzeitig mit Herkules
zum Gegenstand einer Untersuchung mache. Später machte niemand einen
Versuch und man fand es frömmer und ehrfurchtsvoller, an die Taten
der Götter zu glauben als Gewissheit zu suchen. |
(34,1) Angrivarios et Chamavos
a tergo Dulgubnii et Chasuarii claudunt aliaeque gentes haud perinde memoratae,
a fronte Frisii excipiunt. maioribus minoribusque Frisiis vocabulum est
ex modo virium. utraeque nationes usque ad Oceanum Rheno praetexuntur ambiuntque
immensos insuper lacus et Romanis classibus navigatos. (34,2)
ipsum quin etiam Oceanum illa temptavimus; et superesse adhuc Herculis columnas
fama vulgavit, sive adiit Hercules, seu quicquid ubique magnificum est,
in claritatem eius referre consensimus. (34,3)
nec defuit audentia Druso Germanico, sed obstitit Oceanus in se simul atque
in Herculem inquiri. mox nemo temptavit, sanctiusque ac reverentius visum
de actis deorum credere quam scire. |
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| 35.
Die Chauken |
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So weit kennen wir nun Germanien
gegen Westen hin. Gegen Norden tritt es in einer starken Ausbuchtung zurück.
Gleich zuerst kommt das Volk der Chauken,
das zwar bei den Friesen beginnt
und einen Teil der Küste einnimmt, sich dann aber allen vorher erwähnten
Stämmen zur Seite hinzieht und endlich bis ins Chattenland
hinein einen Winkel bildet. Diese riesige Landfläche besitzen die Chauken
nicht bloß, sondern füllen sie auch aus: das vornehmste Volk
unter den Germanen, das seine
Größe lieber durch Gerechtigkeit erhalten will. Ohne Habgier,
ohne Herrschsucht, ruhig und abgeschieden fordern sie nicht zum Krieg heraus,
schaden nicht durch Raub- und Plünderungszüge. Der beste Beweis
ihrer Tapferkeit und Stärke ist, dass sie ihre überlegene Stellung
nicht der Beeinträchtigung anderer verdanken. Trotzdem haben alle ihre
Waffen bereit und, wenn es die Lage erfordert, ein Heer; Männer und
Pferde im Überfluss. Auch wenn sie sich nicht rühren, bleibt ihr
Ruf der selbe. |
(35,1) Hactenus in occidentem
Germaniam novimus; in septentrionem ingenti flexu recedit. ac primo statim
Chaucorum gens, quamquam incipiat a Frisiis ac partem litoris occupet, omnium
quas exposui gentium lateribus obtenditur, donec in Chattos usque sinuetur.
(35,2) tam immensum terrarum spatium non tenent
tantum Chauci sed et implent, populus inter Germanos nobilissimus quique
magnitudinem suam malit iustitia tueri. (35,3)
sine cupiditate, sine impotentia, quieti secretique nulla provocant bella,
nullis raptibus aut latrociniis populantur. (35,4)
id praecipuum virtutis ac virium argumentum est, quod, ut superiores agant,
non per iniurias adsequuntur; prompta
tamen omnibus arma ac, si res poscat, exercitus, plurimum virorum equorumque;
et quiescentibus eadem fama. |
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| 36.
Die Cherusker und die Fosen,
von den Chatten besiegt |
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An der Seite der Chauken
und Chatten haben die Cherusker
lange unangefochten einen allzu tiefen und in Schlaffheit übergehenden
Frieden genährt. Dies gewährte mehr Behaglichkeit als Sicherheit;
denn umgeben von gewalttätigen und mächtigen Nachbarn ist es verkehrt,
ruhig zu bleiben: wo die Faust gilt, sind Mäßigung und Ehrlichkeit
Bezeichnungen für den Stärkeren. So heißen die Cherusker,
einst gut und redlich, jetzt nichtsnutzig und töricht. Den siegreichen
Chatten rechnet man ihr Flück
als Weisheit an. In den Sturz der Cherusker
hineingezogen wurde auch ihr Nachbarvolk, die Fosen;
im Missgeschick sind sie jetzt gleichgestellte Bundesgenossen, während
sie ihnen im Glück untergeordnet gewesen waren. . |
(36,1) In latere Chaucorum Chattorumque
Cherusci nimiam ac marcentem
diu pacem inlacessiti nutrierunt; idque iucundius quam tutius fuit, quia
inter impotentes et validos falso quiescas: ubi manu agitur, modestia ac
probitas nomina superioris sunt. (36,2) ita
qui olim boni aequique Cherusci, nunc inertes ac stulti vocantur; Chattis
victoribus fortuna in sapientiam cessit. (36,3)
tracti ruina Cheruscorum et Fosi, contermina gens, adversarum rerum ex aequo
socii sunt, cum in secundis minores fuissent. |
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| 37.
Die Kimbern. Ihre Gefährlichkeit
in den letzten Jahrhunderten |
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Dieselbe Ausbuchtung Germaniens
haben am nächsten zum Weltmeer
die Kimbern inne, nun ein
kleines Volk, aber an Ruhm groß. Von ihrer alten Größe
bestehen noch ausgedehnte Spuren, an beiden Rheinufern
gewaltige Lagerplätze, an deren Umfang sich noch jetzt die gewaltige
Menschenmasse und Tatkraft dieses Volkes ermessen und jener große
Auszug glaubwürdig bestätigen lässt. In ihrem 640.
Jahr stand unsere Stadt, als man zum ersten Mal von den Waffen der
Kimbern hörte, unter
dem Konsulat des Caecilius
Metellus und Papirius
Carbo. Zählt man von da bis auf das zweite
Konsulat des Kaisers Traian,
so ergeben sich ungefähr zweihundert und zehn Jahre; so lange wird
Germanien siegreich bekämpft.
Im Laufe dieses langen Zeitraums gab es auf beiden Seiten große
Verluste. Nicht die Samniten,
nicht die Punier, nicht die
Spanien oder Gallien, selbst
nicht die Parther haben uns
so häufig beschäftigt: denn gefährlicher als des Arsaces
Despotismus ist der Germanen
Freiheitsdrang. Denn was hätte uns das Morgenland,
das sich unter einen Ventidius
beugen musste, anderes vorzuwerfen als die Niederlage
des Crassus,
erkauft sogar mit dem Tod des Pacorus?
Dagegen haben die Germanen
den Carbo
und Cassius
und Scaurus
Aurelius und Servilius
Caepio auch den Mallius
Maximus geschlagen oder gefangen genommen, haben damit zugleich dem
römischen Volk fünf konsularische Heere, dann den Varus
und mit ihm drei Legionen auch noch dem Caesar
Augustus abgenommen. Und nicht ungestraft haben Gaius
Marius in Italien, der
verewigte Iulius
Caesar in Gallien, Drusus
und (Tiberius) Nero
und Germanicus
sie auf ihrem eigenen Boden geschlagen. Dann kamen die großartigen
Drohanstalten des Gaius
Caesar (Caligula), die zum Gespött wurden. Anschließend
war Ruhe, bis sie bei Gelegenheit unserer Zwietracht und Bürgerkriege
die Winterlager der Legionen erstürmten und ihre Hände auch
nach Gallien ausstreckten; dann drängte man sie wiederum von da zurück
und feierte in den letzte Zeit mehr Triumphe über sie als sie besiegt
wurden. |
(37,1) Eundem Germaniae sinum
proximi Oceano Cimbri tenent, parva nunc civitas, sed gloria ingens. veterisque
famae lata vestigia manent, utraque ripa castra ac spatia, quorum ambitu
nunc quoque metiaris molem manusque gentis et tam magni exitus fidem. (37,2)
sescentesimum et quadragesimum annum urbs nostra agebat, cum primum Cimbrorum
audita sunt arma Caecilio Metello ac Papirio Carbone consulibus. ex quo
si ad alterum imperatoris Traiani consulatum computemus, ducenti ferme et
decem anni colliguntur: tam diu Germania vincitur. (37,3)
medio tam longi aevi spatio multa in vicem damna. non Samnis, non Poeni,
non Hispaniae Galliaeve, ne Parthi quidem saepius admonuere: quippe regno
Arsacis acrior est Germanorum libertas. (37,4)
quid enim aliud nobis quam caedem Crassi, amisso et ipse Pacoro, infra Ventidium
deiectus Oriens obiecerit? (37,5) at Germani
Carbone et Cassio et Scauro Aurelio et Servilio Caepione Maximoque Mallio
fusis vel captis quinque simul consulares exercitus populo Romano, Varum
tresque cum eo legiones etiam Caesari abstulerunt; nec impune C. Marius
in Italia, divus Iulius in Gallia, Drusus ac Nero et Germanicus in suis
eos sedibus perculerunt: mox ingentes C. Caesaris minae in ludibrium versae.
(37,6) inde otium, donec occasione discordiae
nostrae et civilium armorum expugnatis legionum hibernis etiam Gallias adfectavere,
ac rursus pulsi; nam proximis temporibus triumphati magis quam victi sunt. |
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Deutsche Übersetzung nach:
Teuffel, W.S. bearbeitet
von E.GottweinE.Gottwein |
Empfohlene Kommentare: Fehrle/Hünnerkopf
und R.Much. |
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