v.Chr. |
|
Kultur |
|
|
|
|
|
|
|
| |
- Der
2. Makedonische Krieg 200-197:
|
- Die Rhodier und Pergamenier
(Attalos I.), fühlen sich durch Philipp
V. von Makedonien und Antiochos
III., die sich das geschwächte Ptolemaierreich
aufteilen wollten, bedroht. Sie gehen ein Bündnis
ein und wenden sich zusätzlich mit der
Bitte um Hilfe an Rom. Rom zeigt sich nach Abschluss
des 2. Punischen Krieges interessiert.
|
- Neuausrichtung der römischen Politik
nach dem Sieg über Karthago.
Veranlassung für die Römer, gegen
Philipp
V. von Makedonien vorzugehen, waren:
- die besorgniserregenden Rüstungen
Philipps
(Liv.31,3)
- seine erfolgreiche Machtpolitik in Asien:
- ein Bündnis, das Philipp
203,
nach dem Tod des Ptolemaios IV Philopator
mit Antiochos
dem Großen in der Absicht
eingegangen war, Ägypten in seine
Hand zu bekommen (Liv.31,14; Polyb.15,20,1).
- die Eroberung mehrer Städte um
202
in Kleinasien (Polyb.15,2-24; Polyb.16,1-12;
Polyb.16,24; Polyb.31,14), zuletzt von
Abydos (Polyb.16,29-34; Liv.31,17f.).
- die vertragswidrige Hilfeleistung an die
Karthager
gegen Ende des 2. Punischen Krieges (Liv.31,1;
cf. Liv.29,4; Liv.30,42)
- die feindselige Haltung Philipps
gegenüber Athen.
Liv.31,1,6-2,4:
[1,6] pacem Punicam bellum Macedonicum
excepit, periculo haudquaquam comparandum
aut virtute ducis aut militum robore,
[1,7] claritate regum antiquorum vetustaque
fama gentis et magnitudine imperii, quo
multa quondam Europae, maiorem partem
Asiae obtinuerant armis, prope nobilius.
[1,8] ceterum coeptum bellum adversus
Philippum decem ferme ante annis triennio
prius depositum erat, cum Aetoli et belli
et pacis fuissent causa. [1,9] vacuos
deinde pace Punica iam Romanos et infensos
Philippo cum ob infidam adversus Aetolos
aliosque regionis eiusdem socios pacem,
[1,10] tum ob auxilia cum pecunia nuper
in Africam missa Hannibali Poenisque preces
Atheniensium, quos agro pervastato in
urbem compulerat, excitaverunt ad renovandum
bellum. [2,1] sub idem fere tempus et
ab Attalo rege et Rhodiis legati venerunt
nuntiantes Asiae quoque civitates sollicitari.
[2,2] his legationibus responsum est curae
eam rem senatui fore; consultatio de Macedonico
bello integra ad consules, qui tunc in
provinciis erant, reiecta est. [2,3] interim
ad Ptolomaeum Aegypti regem legati tres
missi, C. Claudius Nero M. Aemilius Lepidus
P. Sempronius Tuditanus, ut nuntiarent
victum Hannibalem Poenosque et gratias
agerent regi, quod in rebus dubiis, cum
finitimi etiam socii Romanos desererent,
in fide mansisset, [2,4] et peterent,
ut, si coacti iniuriis bellum adversus
Philippum suscepissent, pristinum animum
erga populum Romanum conservaret. |
(1,6)
Auf den Frieden mit den Puniern folgte
der Makedonische Krieg, hinsichtlich der
Gefahr keineswegs zu vergleichen, weder
nach der Tapferkeit des Anführers
noch nach der Kernhaftigkeit des Kriegsvolkes,
(7) aber durch den Glanz der früheren
Könige, den alten Ruhm des Volkes
und die Größe des Reiches,
das einst einen großen Teil Europas
und einen noch größeren Teil
Asiens durch Waffengewalt umfasst hatte,
beinahe noch gefeierter. (8) Übrigens
war der ungefähr vor zehn Jahren
gegen Philipp
angefangene Krieg vor drei Jahren aufgegeben
worden, und die Aetoler waren ebenso die
Urheber des Kriegs wie des Friedens gewesen.
(9) Hernach, da die Römer durch den
Frieden mit den Puniern frei und gegen
Philipp
erbittert waren, sowohl wegen des treulosen
Friedens gegen die Aetoler und andere
Bundesgenossen in der dortigen Gegend,
(10) als auch wegen der neuerlichen Sendung
von Hilfsvölkern und Geld an Hannibal
und die Karthager
nach Afrika,
werden sie durch die Bitten der Athener,
deren Gebiet er verheert und die er selber
in die Stadt getrieben hatte, zur Erneuerung
des Kriegs aufgefordert. (2,1) Fast zur
selben Zeit kamen auch Gesandte von König
Attalus und Rhodiern und meldeten, auch
die Staaten Asiens würfen aufgewiegelt.
(2) Diesen Gesandten wurde geantwortet,
der Senat
werde dafür Sorge tragen. Die Beratung
über den Makedonischen Krieg wurde
ganz unberührt an die Konsuln überwiesen,
die damals in ihren Amtskreisen waren.
(3) Indessen wurde drei Gesandte an den
König Ptolemaeus geschickt, Gaius
Claudius Nero, Marcus Aemilius Lepidus
und Publius Sempronius Tuditanus, damit
sie ihm sowohl die Besiegung Hannibals
und der Punier meldeten, als auch ihm
dankten, weil er in der Bedrängnis
der Römer, wo sie auch benachbarte
Bundesgenossen im Stich ließen,
treu geblieben wäre, (4) und ihn
zu bitten, wenn sie durch Unbilden genötigt
Krieg gegen Philipp
unternähmen, seine frühere Gesinnung
dem römischen Volk zu erhalten. (Üb.
nach Gerlach) |
- Eine römischen Gesandtschaft unter Gaius
Claudius Nero, Publius Sempronius Tuditanus
und Marcus Aemilius Lepidus geht zu Philipp
V. Die Römer fordern:
- Einstellung des Krieges gegen Athen
- Rückgabe der Eroberungen in Kleinasien
- Einsetzung eines Schiedsgerichts zur Konfliktlösung
in den Beziehungen zu Rhodos und Pergamon.
- Als Philipp,
wie erwartet, die römischen Forderungen
ablehnt, erklärt man ihm den Krieg.
- Auf der römischen Seite standen die Pergamenier
unter Attalos, die Rhodier und die Athener.
Dazu kamen kleinere Bundesgenossen aus der makedonischen
Nachbarschaft: Pleuratus, der Sohn des Scerdilaedus,
die Athamaner unter ihrem König Amynander,
und die Dardaner unter ihrem König Bato
(Liv.31,28). 204 (oder später) schlossen
sich auch die Ätoler unter Rückgriff
auf den Vertrag von
211
wieder den Römern an (Liv.31,29-32; Liv.31,40-42).
- Der Konsul Publius Sulpicius Galba landet
(im September) in Apollonia in Illyrien
und operiert dort zwei Jahre, wenn man von der
Eroberung der makedonischen Stadt Antipatreia
absieht, ohne größeren Erfolg (Liv.31,27;
Liv.31,33-38), während die Flotten der
Römer, des Attalos von Pergamon
und der Rhodier gegen Städte vorgehen,
die unter Philipps
Oberhoheit stehen (Liv.31,22-26; Liv.31,44-46).
|
- Keltenkrieg in Oberitalien 200-190:
Die Gallier
Oberitaliens waren im 2. Punischen Krieg mit
Hannibal
Bündnisse eingegangen. Sie galt es jetzt
wieder zu unterwerfen. Die Boier und Insubrer
in Oberitalien erheben sich im Bund mit Karthagern
- 198: Kelten und Karthager
nehmen Placentia ein.
- 196: Die Insubrer werden unterworfen.
Friedensschluss.
- 193: Niederlage der Boier bei Mutina.
- 191: Die Boier werden unterworfen.
- 190: Erneuerung der Colonien
Placentia und Cremona.
|
|
|
|
- Ennius (239-169) aus Rudiae: Komödie,
Tragödien, Satiren, 18 Bücher Annales.
(Hexameter)
- Marcus Porcius Cato (234-149; Konsul 195;
Censor 184): Reden (z.Zt. Ciceros 50 Reden verfügbar);
Geschichtswerk 'Origines'; erhalten: De re rustica
- Titus Maccius Plautus (aus Sarsina in Umbrien;
206 (?) - 184). Von den 130 ihm zugeschriebenen
Komödien gelten nach Varro 21 als echt,
davon 20 erhalten
|
- Um 200: Porticus Deorum Consentium am Rand
des Forums unterhalb des Capitols.
|
|
|
|
- Konsulat des
- Lucius Cornelius Lentulus
- Publius Villius Tappulus
|
| |
- Ihren Vorstoß durch das Genusustal in
die Lynkestis mussten die Römer abbrechen,
weil Philipp,
ohne sich zum Kampf zu stellen, auswich.
- Philipp
besiegt die Ätoler bei Pharkadon.
- Römische Soldaten meutern in Apollonia,
aber Publius Villius Tappulus, der Publius Sulpicius
Galba nachgefolgt war, konnte die Ordnung wieder
herstellen.
|
|
|
|
|
| |
- Der Konsul Titus
Quinctius Flamininus übernimmt von
Villius die Führung des Makedonischen Krieges.
Er setzt nach Thessalien über, kann Philipp
aus seiner Festung am Aous-Fluss vertreiben
(Liv.32,11f.) und folgt ihm nach Thessalien.
Auch die Ätoler und Athamaner fallen dort
ein (Liv.32,13-15). Am Atrax muss Flamininus
allerdings weichen. In Antikyra
geht er ins Winterlager (Liv.32,17f.)
- Lucius
Quinctius Flamininus, der Bruder des Konsuls,
nimmt Eretria auf Euboia ein.
- Wie bereits die Scipionen [4
u. 5] in Spanien
gibt sich auch hier Flamininus als Befreier
der einheimischen Städte, was ihm gegenüber
Philipp
einen unschätzbaren ideologischen Vorteil
bietet: Spanien
wurde
206
römische Provinz, Makedonien und dem übrige
Griechenland
wird es ebenso ergehen.
- Der Flotte war es inzwischen gelungen, Eretria
und Karystos
zu erobern.
- Flamininus gewinnt den Achaiischen Bund für
ein Bündnis mit Rom (Liv.32,23,1). Allerdings
blieben die ersten gemeinsamen Unternehmungen
gegen Korinth
und Argos ohne Erfolg. (Liv.32,29-32).
|
- Marcus Porcius Cato ist Praetor in Sardinien.
|
|
|
|
|
| |
- Friedensverhandlungen, die mit Philipp
V. seit 198 (Konferenz von Nikaia in Phokis)
geführt werden, bleiben erfolglos. Zuletzt
waren sie an der Forderung Roms gescheitert,
Demetrias,
Chalkis
und Korinthos,
die drei "Fesseln Griechenlands",
sollten frei werden. Daraufhin verstärkte
Rom seine militärische Präsenz in
Griechenland.
Flamininus gewinnt zusätzlich Nabis
von Sparta und den Böotischen Bund als
Bündnispartner (Liv.32,10; Liv.32,32-37;
Polyb.17,1-12.)
- Anfang
Juni Niederlage Philipps
V. gegen die Römer bei Kynoskephalai
("Hundsköpfe"), einer Bergkette
in Thessalien. Philipps
Verluste: 8000 Gefallene und 5000 Gefangene.
Der Rest entflieht. Die Ätoler plündern
Philipps
Lager (Liv.33,7-10; Polyb.18,2-10; Liv.33,4,1-33,4,6).
Die Verhandlungen der Römer mit Philipp
führen zu Unstimmigkeiten zwischen ihnen
und den Ätolern: Flamininus
sieht den Vertrag mit den Ätolern von
202
durch den Sondernfrieden der Ätoler mit
Philipp
aus dem Jahr 207
außer Kraft gesetzt.
|
- Einteilung Spaniens
in die beiden Provinzen Hispania citerior (Nordspanien)
und Hispania ulterior (Südspanien) mit
dem Saltus Castulonensis als Grenze
- Römische Colonie
Italica
(am Unterlauf des Baetis) als Zentrum der Baetica
eingerichtet.
- Ein Aufstand in Turdetanien erfasst auch
die Hispania citerior.
|
- Die Zahl der Prätoren wird auf sechs
erhöht.
|
|
|
|
|
| |
| |
- Friedensschluss mit Philipp
V. Die Bedingungen bei Liv.33,30,
Eutr.4,2.
Cf. Polyb.18,19-22; Polyb.18,25; Polyb.18,27
- Verzicht Makedoniens auf die griechischen
Städte in Kleinasien und im Mutterland
- Herausgabe der Kriegsgefangenen und Überläufer
an die Römer.
- Zahlung von 1000 Talenten Entschädigung
- Auslieferung der Kriegsflotte (außer
sechs Schiffen).
- Titus
Quinctius Flamininus verkündet bei
den Isthmischen Spielen in Korinth
unter allgemeinem Jubel die Freiheit der griechischen
Städte (Liv.33,31-33; Plut.Flam.10f.;
Plut.Pelop.15). Dieser diplomatische Schachzug
lässt den Römern eine Woge der Sympathie
entgegenströmen. Dem "Retter"
(σωτήÏ) Titus
Quinctius Flamininus wurden sogar göttliche
Ehren zu Teil. Man prägte Münzen mit
seinem Bild.
- Unter eigener Verfügung behielten die
Römer bis
194 Akrokorinth, Chalkis und Demetrias (Liv.34,49-51;
Polyb.18,28-31).
|
| |
- Karthago
wählt Hannibal
in das höchste Amt (Sufet) und gestaltet
seine Verfassung demokratischer, indem es die
Ratsmitglieder vom Volk wählen lässt. Durch
gezielte Reformen kann die Finanzkrise behoben
werden (Liv.33,46f.)
|
|
|
|
|
| |
- Titus Quinctius Flamininus kämpft mit
den Achaiern weiterhin gegen Nabis,
den Tyrannen von Sparta, der die Herausgabe
von Argos verweigert. Nabis
muss schließlich auf die Küstenstädte
verzichten und sich mit der Stadt Sparta bescheiden
(Liv.34,22-41; Plut.Philop.13). Die Achaier
hatten vergeblich erwartet, dass Nabis
ganz entmachtet und Sparta dem Achaiischen Bund
unterstellt werde. Nicht einmal die Verbannten
und Agesipolis, den legitimen König von
Sparta, ließ Flamininus zurückrufen.
(Liv.34,41).
|
- Abschaffung der LEX OPPIA aus dem Jahr
215,
obwohl der Konsul Marcus Porcius Cato entschieden
dafür eintrat, das Gesetz beizubehalten
(Liv.34,1-8; Val.Max.9,1,3; Oros.4,20).
|
- Die Römer wenden sich mit einer Gesandtschaft
unter Lucius Cornelius Scipio [10]
an Antiochos
III., dessen erfolgreiche Expansionspolitik
(seit
212)
ihr Misstrauen hervorrief, erzielen aber keine
Wirkung (Polyb.18,50).
- Hannibal
findet Aufnahme bei Antiochos
III. und versucht, ihn zum Krieg gegen Rom
zu bestimmen.
|
- In Spanien
waren die Kriegshandlungen nach dem 2. Punischen
Krieg nicht zum Stillstand gekommen. Marcus
Porcius Cato geht gegen die aufständischen
Keltiberer vor und unterwirft 195 das diesseitige
Spanien
vollständig. Die Silberminen werden verstaatlicht
(Liv.34,8-21; App.Hisp.40f.). Doch hält
die Ruhe nicht lange. [
188]
|
|
- In Smyrna erster römischer Tempel in
Kleinasien
|
|
|
|
| |
- Titus Quinctius Flamininus verabschiedet sich
in Korinth
aus Griechenland.
Die Römer räumen jetzt auch Akrokorinth,
Chalkis und Demetrias
- Glanzvoller Triumphzug
in Rom mit griechischen Statuen als Beutestücken.
|
- Römische Colonien:
Puteoli, Salernum, Volturnum, Thurii (Copia),
Kroton.
- Ausbau von Puteoli als Haupthafen für
den überseeischen Passagierverkehr.
- Die Ludi Megalenses werden mit dramatischen
Bühnenstücken bereichert.
|
|
- Tempel für
- Veiovis (Capitol)
- Iuno Sospita (Forum Holitorium)
- Faunus
- Fortuna
|
|
|
|
| |
| |
- Masinissa fällt in karthagisches Gebiet
ein.[
161
| 149].
|
|
- Tempel für Victoria Virgo
- Emporium am Tiber
- Porticus Aemilia am Tiber
|
|
|
|
| |
Syrischer Krieg (bellum Antiochicum)
oder Aitolisch-römischer Krieg (192-189)
zwischen Rom und den Aitolern
im Bund mit König Antiochos
III. von Syrien.
- Die Aitoler
schließen ein Bündnis mit
Antiochos
III., der in der Pose des Befreiers
in Thessalien landet, aber außer
den Aitolern,
Boiotern, Eleiern und Euboiern keine
Bundesgenossen findet.
- Die Römer konnten Philipp
V. von einem Bündnis mit
Antiochos
abhalten, indem sie ihm seine restliche
Kriegsschuld erließen und neben
anderen Versprechungen die Geiseln
zurückgaben, darunter seinen
Sohn Demetrius (Liv.36,35). Dies,
obgleich Philipp
die Gelegenheit für eigene Eroberungen
nutzte.
|
- Die Römer hatten Antiochos,
solange sie mit Philipp
V. noch keinen Frieden hatten
(196), durch Gesandtschaften beruhigt
und hingehalten (Liv.32,7; Liv.33,20).
- Nach dem Friedensschluss der Römer
mit Philipp
V. kommen Gesandte des Antiochos
zu Flamininus. Die Römer sprechen
jetzt Klartext (Liv.33,34)
- Der Praetor Marcus Baebius trifft
mit einer kleinen Truppe in Apollonia
ein, um die Entwicklung zu beobachten.
- Antiochos
III. heiratet in Chalkis auf Euboia
die Tochter eines einheimischen
Bürgers, obwohl seine Frau Laodike
noch am Leben ist.
|
|
| |
|
|
|
|
| |
- Wenig erfolgreicher Feldzug des Antiochos
III. nach Akarnanien.
- Der Konsul Manius
Acilius Glabrio landet bei Apollonia und
schlägt König Antiochos
III. und die Aitoler
in den Thermopylen entscheidend. Marcus
Porcius Cato war es als Militärtribun gelungen,
die Aitoler
zu umgehen und in die Flucht zu schlagen. König
Antiochos
III. begibt sich eilig über Chalkis
und Ephesos zurück nach Asien (Liv.36,14-21). Mit
den Aitolern
vermittelt Flamininus einen Frieden, nachdem
Glabrio bereits mit der Belagerung von Naupaktos
begonnen hatte.
|
- Das Angebot Karthagos,
die noch ausstehenden Raten der Kriegsschulden
von insgesamt 8000 Talenten im voraus abzutragen,
lehnt Rom ab.
|
- 191-189: Lucius Aemilius Paullus schlägt
einen Aufstand im Süden Spaniens
nieder.
|
- Weitere Siege, die die Römer in diesem
Jahr zur See errangen, stellt Liv.37,8-32 dar.
- Zusammen mit dem Pergamenier
Eumenides II. (197-159) besiegen die
Römer bei Korykos (Hafen und
Vorgebirge von Teos) den syrischen
Admiral Polyxenidas und erringen einen
ersten Seesieg (Liv.36,41-45).
|
- Der Konsul Publius Cornelius Scipio
Nasica [8]
führt das Landheer von Apollonia
zum Hellespont. In seiner Begleitung
Publius Cornelius Scipio Africanus
[9],
der heimliche Heerführer.
- Eine von Hannibal
geführte syrische Flotte
wird bei Side geschlagen;
|
- 190: Bei Myonnesos erringen
die Römer einen weiteren
Sieg, bei dem sich besonders
Eudamidas, der Führer
der verbündeten Rhodier
auszeichnet (Liv.37,30;
Liv.37,33; Liv.37,47). Diese
Niederlage verleitete den
König zu dem Fehler,
die Besatzung aus Lysimacheia
abzuziehen, worauf sich
dieses ohne Gegenwehr ergibt
und den Übergang nach
Kleinasien freigibt (Liv.37,31).
|
|
|
|
- Tempel der Magna Mater auf dem Palatin
eingeweiht
- Tempel der Iuventus
|
|
|
|
| |
- Der Konsul L.Cornelius
Scipio [10]
und sein Bruder P.Cornelius
Scipio [9],
der als Legat im Heer dabei war, überquerten
als erste Römer mit einem römisches
Heer den Hellespont nach Asien (Liv.37,33).
Antiochos
bot einen weitgehenden Frieden an. Doch lehnt
er die Forderung des Konsuls Lucius
Cornelius Scipio [10],
ganz Kleinasien bis zum Taurusgebirge zu räumen,
ab. (Liv.37,34-36).
|
|
- In Spanien
führt Lucius Aemilius Paullus das Kommando.
|
|
- Tempel des Herakles und der Musen (auf dem
Marsfeld)
|
|
|
|
| |
- Ende des Syrischen Krieges:
- Die Römer erringen bei
Magnesia (ad Sipylum) den endgültigen
Sieg über Antiochos
III. Entscheidend war ein Reiterangriff,
den der Pergamenier
Attalos II. führte. (Liv.37,38ff.;
App.Syr.31ff.). Die Verluste gibt Liv.37,44
an. Der Konsul Lucius Cornelius Scipio [10]
führte seitdem den Beinamen Asiaticus.
Antiochus flieht über Sardes nach Phrygien
(Apameia). Die Römer gaben, um einer
Ausweitung des Krieges nach Osten vorzubeugen,
gern seiner Bitte um Frieden statt.
|
- Erstes Vordringen der Römer nach Inneranatolien.
Sie unterwerfen unter dem Konsul Gnaeus
Manlius Vulso die Galater
(Kelten), die östlich vom Pergamenischen
Reich ansässig sind. Der Grund ist deren
Gefährlichkeit für die Griechenstädte
und besonders für Pergamon.
(Liv.38,12-27; Polyb.21,33-40; Polyb.22,16-22;
App.Syr.42). Die Römer mussten zwei Bergfestungen
erstürmen: die der Tolistoboii auf dem
Olympos (Ala Dagh) und die der Tektosager und
Tokmer auf dem Berg Magaba (Karg Dagh). Nach
ihrer Erstürmung litt der Gehorsam der
römischen Soldaten unter ihrer Gier nach
der riesigen Beute (Liv.38,27; Liv.39,1,3-5).
|
- Die Aitoler
sind sowohl mit dem Frieden, den die Römer
mit Philipp
geschlossen hatten, als besonders mit der Regelung
um Nabis
und Sparta unzufrieden (Liv.33,11-13; 34,22f.,
u.ö.) und riskieren einen Krieg mit den
Römern (Liv.34,43). Sie schickten Gesandtschaften
an Philipp,
Antiochos
und Nabis
(Liv.35,12), bleiben aber allein. Friedensverhandlungen
mit den Römern scheitern mehrfach an der
Unnachgiebigkeit beider Seiten (Liv.36,22,27-29;
Liv.36,34f.; Liv.37,1; Liv.37,49; Polyb.2,7-9;
Polyb.21,1-3; Polyb.22,8).
|
- Sie müssen schließlich, als der
Konsul Marcus Fulvius Nobilior Ambrakia eingenommen
hatte, den ihnen von den Römern diktierten
Frieden annehmen (Liv.38,11; Polyb.22,15). Dies
bedeutete den Verlust ausgedehnter Ländereien
und die Verpflichtung zur Waffenhilfe
-
188: Marcus Fulvius Nobilior
beendet den Syrischen Krieg mit
einem Flottenunternehmung gegen
Kephallenia
und der Einnahme der Stadt Same
auf Kephallenia..
|
|
|
- Ennius (239-169) im Gefolge des Marcus Fulvius
Nobilior, dem er in der fabula praetexta "Ambracia"
ein Denkmal setzte.
|
|
|
|
- Frieden mit Antiochos
III. (Frieden von Apameia in Syrien)
(Liv.37,45-55; Liv.38,38f.; Polyb.21,13-14;
Polyb.21,46; Polyb.22,1-7; App.Syr.44; App.Mithr.62).
Die wichtigsten von einer Zehnmännerkommission
unter Leitung des Vulso formulierten Friedensbedingungen:
- Antiochos
muss Europa und Asien westlich vom Taurusgebirge
räumen.
- Zahlung einer Kriegsentschädigung
von 15000 Euböischer Talente in zwölf
Jahresraten..
- Stellung von Geiseln und Auslieferung
Hannibals
(der aber zu König nach Bithynien
entkommt).
|
- Das neu gewonnene Gebiet teilen die Römer
unter den Rhodiern (Lykien und Karien) und Eumenes
II. (den Rest mit der Thrakischen Chersones
und der lykischen Hafenstadt Telmessos) auf.
Die griechischen Städte erhalten entsprechend
ihrem bisherigen Status teils volle Autonomie
(civitates liberae et immunes), teils werden
sie Eumenes II. zugeschlagen oder erhalten wie
Ilium, Smyrna und Milet einen Sonderstatus.
|
- Cato baut eine Opposition gegen die Scipionen
auf. Africanus wird des Hochverrats beschuldigt,
sein Bruder Asiaticus wird wegen Unterschlagung
verurteilt (Polyb.23,14; Liv.38,50,4f.).
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|