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v.Chr. |
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Kultur |
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- Der
2. Makedonische Krieg 200-197:
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- Die Rhodier und Pergamenier
(Attalos I.), fühlen sich durch Philipp
V. von Makedonien und Antiochos
III., die sich das geschwächte Ptolemaierreich
aufteilen wollten, bedroht. Sie gehen ein Bündnis ein
und wenden sich zusätzlich mit der Bitte um Hilfe an
Rom. Rom zeigt sich nach Abschluss des 2. Punischen Krieges
interessiert.
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- Neuausrichtung der römischen Politik nach dem Sieg
über Karthago.
Veranlassung für die Römer, gegen Philipp
V. von Makedonien vorzugehen, waren:
- die besorgniserregenden Rüstungen Philipps
(Liv.31,3)
- seine erfolgreiche Machtpolitik in Asien:
- ein Bündnis, das Philipp
203,
nach dem Tod des Ptolemaios IV Philopator mit Antiochos
dem Großen in der Absicht eingegangen
war, Ägypten in seine Hand zu bekommen (Liv.31,14;
Polyb.15,20,1).
- die Eroberung mehrer Städte um
202
in Kleinasien (Polyb.15,2-24; Polyb.16,1-12; Polyb.16,24;
Polyb.31,14), zuletzt von Abydos (Polyb.16,29-34;
Liv.31,17f.).
- die vertragswidrige Hilfeleistung an die Karthager
gegen Ende des 2. Punischen Krieges (Liv.31,1; cf. Liv.29,4;
Liv.30,42)
- die feindselige Haltung Philipps
gegenüber Athen.
Liv.31,1,6-2,4:
[1,6] pacem Punicam bellum Macedonicum excepit, periculo
haudquaquam comparandum aut virtute ducis aut militum
robore, [1,7] claritate regum antiquorum vetustaque
fama gentis et magnitudine imperii, quo multa quondam
Europae, maiorem partem Asiae obtinuerant armis, prope
nobilius. [1,8] ceterum coeptum bellum adversus Philippum
decem ferme ante annis triennio prius depositum erat,
cum Aetoli et belli et pacis fuissent causa. [1,9]
vacuos deinde pace Punica iam Romanos et infensos
Philippo cum ob infidam adversus Aetolos aliosque
regionis eiusdem socios pacem, [1,10] tum ob auxilia
cum pecunia nuper in Africam missa Hannibali Poenisque
preces Atheniensium, quos agro pervastato in urbem
compulerat, excitaverunt ad renovandum bellum. [2,1]
sub idem fere tempus et ab Attalo rege et Rhodiis
legati venerunt nuntiantes Asiae quoque civitates
sollicitari. [2,2] his legationibus responsum est
curae eam rem senatui fore; consultatio de Macedonico
bello integra ad consules, qui tunc in provinciis
erant, reiecta est. [2,3] interim ad Ptolomaeum Aegypti
regem legati tres missi, C. Claudius Nero M. Aemilius
Lepidus P. Sempronius Tuditanus, ut nuntiarent victum
Hannibalem Poenosque et gratias agerent regi, quod
in rebus dubiis, cum finitimi etiam socii Romanos
desererent, in fide mansisset, [2,4] et peterent,
ut, si coacti iniuriis bellum adversus Philippum suscepissent,
pristinum animum erga populum Romanum conservaret.
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(1,6)
Auf den Frieden mit den Puniern folgte der Makedonische
Krieg, hinsichtlich der Gefahr keineswegs zu vergleichen,
weder nach der Tapferkeit des Anführers noch
nach der Kernhaftigkeit des Kriegsvolkes, (7) aber
durch den Glanz der früheren Könige, den
alten Ruhm des Volkes und die Größe des
Reiches, das einst einen großen Teil Europas
und einen noch größeren Teil Asiens durch
Waffengewalt umfasst hatte, beinahe noch gefeierter.
(8) Übrigens war der ungefähr vor zehn Jahren
gegen Philipp
angefangene Krieg vor drei Jahren aufgegeben worden,
und die Aetoler waren ebenso die Urheber des Kriegs
wie des Friedens gewesen. (9) Hernach, da die Römer
durch den Frieden mit den Puniern frei und gegen Philipp
erbittert waren, sowohl wegen des treulosen Friedens
gegen die Aetoler und andere Bundesgenossen in der
dortigen Gegend, (10) als auch wegen der neuerlichen
Sendung von Hilfsvölkern und Geld an Hannibal
und die Karthager
nach Afrika,
werden sie durch die Bitten der Athener, deren Gebiet
er verheert und die er selber in die Stadt getrieben
hatte, zur Erneuerung des Kriegs aufgefordert. (2,1)
Fast zur selben Zeit kamen auch Gesandte von König
Attalus und Rhodiern und meldeten, auch die Staaten
Asiens würfen aufgewiegelt. (2) Diesen Gesandten
wurde geantwortet, der Senat
werde dafür Sorge tragen. Die Beratung über
den Makedonischen Krieg wurde ganz unberührt
an die Konsuln überwiesen, die damals in
ihren Amtskreisen waren. (3) Indessen wurde drei Gesandte
an den König Ptolemaeus geschickt, Gaius Claudius
Nero, Marcus Aemilius Lepidus und Publius Sempronius
Tuditanus, damit sie ihm sowohl die Besiegung Hannibals
und der Punier meldeten, als auch ihm dankten, weil
er in der Bedrängnis der Römer, wo sie auch
benachbarte Bundesgenossen im Stich ließen,
treu geblieben wäre, (4) und ihn zu bitten, wenn
sie durch Unbilden genötigt Krieg gegen Philipp
unternähmen, seine frühere Gesinnung dem
römischen Volk zu erhalten. (Üb. nach Gerlach) |
- Eine römischen Gesandtschaft unter Gaius Claudius
Nero, Publius Sempronius Tuditanus und Marcus Aemilius Lepidus
geht zu Philipp
V. Die Römer fordern:
- Einstellung des Krieges gegen Athen
- Rückgabe der Eroberungen in Kleinasien
- Einsetzung eines Schiedsgerichts zur Konfliktlösung
in den Beziehungen zu Rhodos und Pergamon.
- Als Philipp,
wie erwartet, die römischen Forderungen ablehnt, erklärt
man ihm den Krieg.
- Auf der römischen Seite standen die Pergamenier
unter Attalos, die Rhodier und die Athener. Dazu kamen kleinere
Bundesgenossen aus der makedonischen Nachbarschaft: Pleuratus,
der Sohn des Scerdilaedus, die Athamaner unter ihrem König
Amynander, und die Dardaner unter ihrem König Bato
(Liv.31,28). 204 (oder später) schlossen sich auch
die Ätoler unter Rückgriff auf den Vertrag von
211
wieder den Römern an (Liv.31,29-32; Liv.31,40-42).
- Der Konsul Publius Sulpicius Galba landet (im September)
in Apollonia in Illyrien
und operiert dort zwei Jahre, wenn man von der Eroberung
der makedonischen Stadt Antipatreia absieht, ohne größeren
Erfolg (Liv.31,27; Liv.31,33-38), während die Flotten
der Römer, des Attalos von Pergamon
und der Rhodier gegen Städte vorgehen, die unter Philipps
Oberhoheit stehen (Liv.31,22-26; Liv.31,44-46).
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- Keltenkrieg in Oberitalien 200-190: Die Gallier
Oberitaliens waren im 2. Punischen Krieg mit Hannibal
Bündnisse eingegangen. Sie galt es jetzt wieder zu
unterwerfen. Die Boier und Insubrer in Oberitalien erheben
sich im Bund mit Karthagern
- 198: Kelten und Karthager
nehmen Placentia ein.
- 196: Die Insubrer werden unterworfen. Friedensschluss.
- 193: Niederlage der Boier bei Mutina.
- 191: Die Boier werden unterworfen.
- 190: Erneuerung der Colonien
Placentia und Cremona.
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- Ennius (239-169) aus Rudiae: Komödie, Tragödien,
Satiren, 18 Bücher Annales. (Hexameter)
- Marcus Porcius Cato (234-149; Konsul 195; Censor 184):
Reden (z.Zt. Ciceros 50 Reden verfügbar); Geschichtswerk
'Origines'; erhalten: De re rustica
- Titus Maccius Plautus (aus Sarsina in Umbrien; 206 (?)
- 184). Von den 130 ihm zugeschriebenen Komödien gelten
nach Varro 21 als echt, davon 20 erhalten
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- Um 200: Porticus Deorum Consentium am Rand des Forums
unterhalb des Capitols.
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- Konsulat des
- Lucius Cornelius Lentulus
- Publius Villius Tappulus
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- Ihren Vorstoß durch das Genusustal in die Lynkestis
mussten die Römer abbrechen, weil Philipp,
ohne sich zum Kampf zu stellen, auswich.
- Philipp
besiegt die Ätoler bei Pharkadon.
- Römische Soldaten meutern in Apollonia, aber Publius
Villius Tappulus, der Publius Sulpicius Galba nachgefolgt
war, konnte die Ordnung wieder herstellen.
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- Der Konsul Titus
Quinctius Flamininus übernimmt von Villius die
Führung des Makedonischen Krieges. Er setzt nach Thessalien
über, kann Philipp
aus seiner Festung am Aous-Fluss vertreiben (Liv.32,11f.)
und folgt ihm nach Thessalien. Auch die Ätoler und
Athamaner fallen dort ein (Liv.32,13-15). Am Atrax muss
Flamininus allerdings weichen. In Antikyra
geht er ins Winterlager (Liv.32,17f.)
- Lucius
Quinctius Flamininus, der Bruder des Konsuls, nimmt
Eretria auf Euboia ein.
- Wie bereits die Scipionen [4
u. 5] in Spanien
gibt sich auch hier Flamininus als Befreier der einheimischen
Städte, was ihm gegenüber Philipp
einen unschätzbaren ideologischen Vorteil bietet: Spanien
wurde
206
römische Provinz, Makedonien und dem übrige Griechenland
wird es ebenso ergehen.
- Der Flotte war es inzwischen gelungen, Eretria
und Karystos
zu erobern.
- Flamininus gewinnt den Achaiischen Bund für ein
Bündnis mit Rom (Liv.32,23,1). Allerdings blieben die
ersten gemeinsamen Unternehmungen gegen Korinth
und Argos ohne Erfolg. (Liv.32,29-32).
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- Marcus Porcius Cato ist Praetor in Sardinien.
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- Friedensverhandlungen, die mit Philipp
V. seit 198 (Konferenz von Nikaia in Phokis) geführt
werden, bleiben erfolglos. Zuletzt waren sie an der Forderung
Roms gescheitert, Demetrias,
Chalkis
und Korinthos,
die drei "Fesseln Griechenlands",
sollten frei werden. Daraufhin verstärkte Rom seine
militärische Präsenz in Griechenland.
Flamininus gewinnt zusätzlich Nabis
von Sparta und den Böotischen Bund als Bündnispartner
(Liv.32,10; Liv.32,32-37; Polyb.17,1-12.)
- Anfang Juni Niederlage
Philipps V.
gegen die Römer bei Kynoskephalai ("Hundsköpfe"),
einer Bergkette in Thessalien. Philipps
Verluste: 8000 Gefallene und 5000 Gefangene. Der Rest entflieht.
Die Ätoler plündern Philipps
Lager (Liv.33,7-10; Polyb.18,2-10; Liv.33,4,1-33,4,6).
Die Verhandlungen der Römer mit Philipp
führen zu Unstimmigkeiten zwischen ihnen und den Ätolern:
Flamininus
sieht den Vertrag mit den Ätolern von
202
durch den Sondernfrieden der Ätoler mit Philipp
aus dem Jahr 207
außer Kraft gesetzt.
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- Einteilung Spaniens
in die beiden Provinzen Hispania citerior (Nordspanien)
und Hispania ulterior (Südspanien) mit dem Saltus Castulonensis
als Grenze
- Römische Colonie
Italica (am Unterlauf
des Baetis) als Zentrum der Baetica eingerichtet.
- Ein Aufstand in Turdetanien erfasst auch die Hispania
citerior.
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- Die Zahl der Prätoren wird auf sechs erhöht.
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- Friedensschluss mit Philipp
V. Die Bedingungen bei Liv.33,30,
Eutr.4,2.
Cf. Polyb.18,19-22; Polyb.18,25; Polyb.18,27
- Verzicht Makedoniens auf die griechischen Städte
in Kleinasien und im Mutterland
- Herausgabe der Kriegsgefangenen und Überläufer
an die Römer.
- Zahlung von 1000 Talenten Entschädigung
- Auslieferung der Kriegsflotte (außer sechs Schiffen).
- Titus
Quinctius Flamininus verkündet bei den Isthmischen
Spielen in Korinth
unter allgemeinem Jubel die Freiheit der griechischen Städte
(Liv.33,31-33; Plut.Flam.10f.; Plut.Pelop.15). Dieser diplomatische
Schachzug lässt den Römern eine Woge der Sympathie
entgegenströmen. Dem "Retter" (σωτήρ) Titus
Quinctius Flamininus wurden sogar göttliche Ehren
zu Teil. Man prägte Münzen mit seinem Bild.
- Unter eigener Verfügung behielten die Römer
bis
194 Akrokorinth, Chalkis und Demetrias (Liv.34,49-51; Polyb.18,28-31).
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- Karthago wählt
Hannibal in das
höchste Amt (Sufet) und gestaltet seine Verfassung
demokratischer, indem es die Ratsmitglieder vom Volk wählen
lässt. Durch gezielte Reformen kann die Finanzkrise
behoben werden (Liv.33,46f.)
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- Titus Quinctius Flamininus kämpft mit den Achaiern
weiterhin gegen Nabis,
den Tyrannen von Sparta, der die Herausgabe von Argos verweigert.
Nabis muss
schließlich auf die Küstenstädte verzichten
und sich mit der Stadt Sparta bescheiden (Liv.34,22-41;
Plut.Philop.13). Die Achaier hatten vergeblich erwartet,
dass Nabis
ganz entmachtet und Sparta dem Achaiischen Bund unterstellt
werde. Nicht einmal die Verbannten und Agesipolis, den legitimen
König von Sparta, ließ Flamininus zurückrufen.
(Liv.34,41).
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- Abschaffung der LEX OPPIA aus dem Jahr
215,
obwohl der Konsul Marcus Porcius Cato entschieden dafür
eintrat, das Gesetz beizubehalten (Liv.34,1-8; Val.Max.9,1,3;
Oros.4,20).
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- Die Römer wenden sich mit einer Gesandtschaft unter
Lucius Cornelius Scipio [10]
an Antiochos
III., dessen erfolgreiche Expansionspolitik (seit
212)
ihr Misstrauen hervorrief, erzielen aber keine Wirkung
(Polyb.18,50).
- Hannibal findet
Aufnahme bei Antiochos
III. und versucht, ihn zum Krieg gegen Rom zu bestimmen.
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- In Spanien waren
die Kriegshandlungen nach dem 2. Punischen Krieg nicht zum
Stillstand gekommen. Marcus Porcius Cato geht gegen die
aufständischen Keltiberer vor und unterwirft 195 das
diesseitige Spanien
vollständig. Die Silberminen werden verstaatlicht (Liv.34,8-21;
App.Hisp.40f.). Doch hält die Ruhe nicht lange. [
188]
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- In Smyrna erster römischer Tempel in Kleinasien
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- Titus Quinctius Flamininus verabschiedet sich in Korinth
aus Griechenland.
Die Römer räumen jetzt auch Akrokorinth, Chalkis
und Demetrias
- Glanzvoller Triumphzug
in Rom mit griechischen Statuen als Beutestücken.
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- Römische Colonien:
Puteoli, Salernum, Volturnum, Thurii (Copia), Kroton.
- Ausbau von Puteoli als Haupthafen für den überseeischen
Passagierverkehr.
- Die Ludi Megalenses werden mit dramatischen Bühnenstücken
bereichert.
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- Tempel für
- Veiovis (Capitol)
- Iuno Sospita (Forum Holitorium)
- Faunus
- Fortuna
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- Masinissa fällt in karthagisches Gebiet ein.[
161
| 149].
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- Tempel für Victoria Virgo
- Emporium am Tiber
- Porticus Aemilia am Tiber
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Syrischer Krieg (bellum Antiochicum) oder
Aitolisch-römischer Krieg (192-189) zwischen
Rom und den Aitolern
im Bund mit König Antiochos
III. von Syrien.
- Die Aitoler
schließen ein Bündnis mit Antiochos
III., der in der Pose des Befreiers in Thessalien
landet, aber außer den Aitolern,
Boiotern, Eleiern und Euboiern keine Bundesgenossen
findet.
- Die Römer konnten Philipp
V. von einem Bündnis mit Antiochos
abhalten, indem sie ihm seine restliche Kriegsschuld
erließen und neben anderen Versprechungen
die Geiseln zurückgaben, darunter seinen
Sohn Demetrius (Liv.36,35). Dies, obgleich
Philipp
die Gelegenheit für eigene Eroberungen nutzte.
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- Die Römer hatten Antiochos,
solange sie mit Philipp
V. noch keinen Frieden hatten (196), durch
Gesandtschaften beruhigt und hingehalten (Liv.32,7;
Liv.33,20).
- Nach dem Friedensschluss der Römer mit
Philipp
V. kommen Gesandte des Antiochos
zu Flamininus. Die Römer sprechen jetzt Klartext
(Liv.33,34)
- Der Praetor Marcus Baebius trifft mit einer
kleinen Truppe in Apollonia ein, um die Entwicklung
zu beobachten.
- Antiochos
III. heiratet in Chalkis auf Euboia die Tochter
eines einheimischen Bürgers, obwohl
seine Frau Laodike noch am Leben ist.
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- Wenig erfolgreicher Feldzug des Antiochos
III. nach Akarnanien.
- Der Konsul Manius
Acilius Glabrio landet bei Apollonia und schlägt
König Antiochos
III. und die Aitoler
in den Thermopylen entscheidend. Marcus Porcius
Cato war es als Militärtribun gelungen, die Aitoler
zu umgehen und in die Flucht zu schlagen. König Antiochos
III. begibt sich eilig über Chalkis und Ephesos
zurück nach Asien (Liv.36,14-21). Mit den Aitolern
vermittelt Flamininus einen Frieden, nachdem Glabrio bereits
mit der Belagerung von Naupaktos begonnen hatte.
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- Das Angebot Karthagos,
die noch ausstehenden Raten der Kriegsschulden von insgesamt
8000 Talenten im voraus abzutragen, lehnt Rom ab.
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- 191-189: Lucius Aemilius Paullus schlägt einen Aufstand
im Süden Spaniens
nieder.
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- Weitere Siege, die die Römer in diesem Jahr zur See
errangen, stellt Liv.37,8-32 dar.
- Zusammen mit dem Pergamenier
Eumenides II. (197-159) besiegen die Römer
bei Korykos (Hafen und Vorgebirge von Teos) den
syrischen Admiral Polyxenidas und erringen einen
ersten Seesieg (Liv.36,41-45).
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- Der Konsul Publius Cornelius Scipio Nasica
[8] führt
das Landheer von Apollonia zum Hellespont. In
seiner Begleitung Publius Cornelius Scipio Africanus
[9], der heimliche
Heerführer.
- Eine von Hannibal
geführte syrische Flotte wird bei
Side geschlagen;
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- 190: Bei Myonnesos erringen die Römer
einen weiteren Sieg, bei dem sich besonders
Eudamidas, der Führer der verbündeten
Rhodier auszeichnet (Liv.37,30; Liv.37,33;
Liv.37,47). Diese Niederlage verleitete
den König zu dem Fehler, die Besatzung
aus Lysimacheia abzuziehen, worauf sich
dieses ohne Gegenwehr ergibt und den
Übergang nach Kleinasien freigibt
(Liv.37,31).
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- Tempel der Magna Mater auf dem Palatin
eingeweiht
- Tempel der Iuventus
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- Der Konsul L.Cornelius
Scipio [10] und sein
Bruder P.Cornelius
Scipio [9], der als
Legat im Heer dabei war, überquerten als erste Römer
mit einem römisches Heer den Hellespont nach Asien
(Liv.37,33). Antiochos
bot einen weitgehenden Frieden an. Doch lehnt er die Forderung
des Konsuls Lucius
Cornelius Scipio [10],
ganz Kleinasien bis zum Taurusgebirge zu räumen, ab.
(Liv.37,34-36).
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- In Spanien führt
Lucius Aemilius Paullus das Kommando.
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- Tempel des Herakles und der Musen (auf dem Marsfeld)
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- Ende des Syrischen Krieges:
- Die Römer erringen bei Magnesia (ad
Sipylum) den endgültigen Sieg über Antiochos
III. Entscheidend war ein Reiterangriff, den der
Pergamenier
Attalos II. führte. (Liv.37,38ff.; App.Syr.31ff.).
Die Verluste gibt Liv.37,44 an. Der Konsul Lucius Cornelius
Scipio [10] führte
seitdem den Beinamen Asiaticus. Antiochus flieht über
Sardes nach Phrygien (Apameia). Die Römer gaben,
um einer Ausweitung des Krieges nach Osten vorzubeugen,
gern seiner Bitte um Frieden statt.
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- Erstes Vordringen der Römer nach Inneranatolien.
Sie unterwerfen unter dem Konsul Gnaeus
Manlius Vulso die Galater
(Kelten), die östlich vom Pergamenischen
Reich ansässig sind. Der Grund ist deren Gefährlichkeit
für die Griechenstädte und besonders für
Pergamon.
(Liv.38,12-27; Polyb.21,33-40; Polyb.22,16-22; App.Syr.42).
Die Römer mussten zwei Bergfestungen erstürmen:
die der Tolistoboii auf dem Olympos (Ala Dagh) und die der
Tektosager und Tokmer auf dem Berg Magaba (Karg Dagh). Nach
ihrer Erstürmung litt der Gehorsam der römischen
Soldaten unter ihrer Gier nach der riesigen Beute (Liv.38,27;
Liv.39,1,3-5).
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- Die Aitoler
sind sowohl mit dem Frieden, den die Römer mit Philipp
geschlossen hatten, als besonders mit der Regelung um Nabis
und Sparta unzufrieden (Liv.33,11-13; 34,22f., u.ö.)
und riskieren einen Krieg mit den Römern (Liv.34,43).
Sie schickten Gesandtschaften an Philipp,
Antiochos
und Nabis
(Liv.35,12), bleiben aber allein. Friedensverhandlungen
mit den Römern scheitern mehrfach an der Unnachgiebigkeit
beider Seiten (Liv.36,22,27-29; Liv.36,34f.; Liv.37,1; Liv.37,49;
Polyb.2,7-9; Polyb.21,1-3; Polyb.22,8).
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- Sie müssen schließlich, als der Konsul Marcus
Fulvius Nobilior Ambrakia eingenommen hatte, den ihnen von
den Römern diktierten Frieden annehmen (Liv.38,11;
Polyb.22,15). Dies bedeutete den Verlust ausgedehnter
Ländereien und die Verpflichtung zur Waffenhilfe
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- Ennius (239-169) im Gefolge des Marcus Fulvius Nobilior,
dem er in der fabula praetexta "Ambracia" ein
Denkmal setzte.
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- Frieden mit Antiochos
III. (Frieden von Apameia in Syrien)
(Liv.37,45-55; Liv.38,38f.; Polyb.21,13-14; Polyb.21,46;
Polyb.22,1-7; App.Syr.44; App.Mithr.62). Die wichtigsten
von einer Zehnmännerkommission unter Leitung des Vulso
formulierten Friedensbedingungen:
- Antiochos
muss Europa und Asien westlich vom Taurusgebirge räumen.
- Zahlung einer Kriegsentschädigung von 15000 Euböischer
Talente in zwölf Jahresraten..
- Stellung von Geiseln und Auslieferung Hannibals
(der aber zu König nach Bithynien
entkommt).
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- Das neu gewonnene Gebiet teilen die Römer unter den
Rhodiern (Lykien und Karien) und Eumenes II. (den Rest mit
der Thrakischen Chersones und der lykischen Hafenstadt Telmessos)
auf. Die griechischen Städte erhalten entsprechend
ihrem bisherigen Status teils volle Autonomie (civitates
liberae et immunes), teils werden sie Eumenes II. zugeschlagen
oder erhalten wie Ilium, Smyrna und Milet einen Sonderstatus.
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- Cato baut eine Opposition gegen die Scipionen auf. Africanus
wird des Hochverrats beschuldigt, sein Bruder Asiaticus
wird wegen Unterschlagung verurteilt (Polyb.23,14; Liv.38,50,4f.).
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