v.Chr. |
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Kultur |
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- Aufstand der karthagischen Söldner, die in
der Hauptsache aus Spanien,
Gallien,
Ligurien, den Balearen und aus Griechenland
kamen. Der Aufstand weitete sich auf ganz Libyen aus,
so dass das Heer der Aufständischen auf 70000
Mann anwuchs und, nachdem auch Hippo und Utica zu
ihnen übergelaufen waren, Karthago
zeitweise vollständig vom Hinterland abgeschlossen
war. Hamilcar konnte den Krieg erst nach drei Jahren
und vier Monaten beenden. (Polyb.1,65-68: ὁ πρὸς τοὺς
ξένους καὶ Λιβυκὸς ἐπικληθεὶς πόλεμος; Liv.21,2;
Diod.25,1).
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- Durch eine Reform der comitia
centuriata verliert die 1. Klasse ihren Vorrang:
Um bei der Abstimmung eine Mehrheit zu erzielen, müssen
die ersten drei Klassen zustimmen.
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240 
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- Auch in Sardinien
empören sich die Söldner gegen die Karthager
und bitten die Römer um Hilfe. Während die
Römer die Karthager
im Libyschen Aufstand noch unterstützt hatten
(Polyb.1,83; Zonar.8,18; Nep.Ham.2),
erklärten sie ihnen jetzt ohne hinreichenden
Grund den Krieg. Karthago
kaufte sich durch die Zahlung weiterer 1200 Talente
und durch die Abtretung Sardiniens
frei (Polyb.1,82; Polyb.1,88; App.Pun.5; Zonar.8,18).
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- Beginn der römischen Literatur durch die Adaption
griechischer Bühnenstücke und die Übersetzung
der Odyssee durch Livius Andronicus (Varro bei Gell.noct.17,21,42;
Cic.Brut.72f.; Cic.Tusc.1,1,3; Liv.,2).
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239 
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- Konsulat des
- Gaius Mamilius Turrinus
- Quintus Valerius Falto
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238 
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- Hamilkar kann die karthagische Führungsrolle
in Afrika
zurückgewinnen. Allerdings gewinnen die Römer
Sardinien
und Corsica als Provinz. Das Tyrrhenische Meer bezeichnen
die Römer jetzt als ihr Meer: Mare nostrum
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- Vorstöße der Gallier
aus Norditalien bis Ariminum.
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237 |
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- Karthago
verlagert sein Operationsgebiet, um den Verlust von
Sizilien
und Sardinien
und Corsica wett zu machen, nach dem Westen: Hamilkar
fängt damit an, Spanien
zu unterwerfen, das wegen seiner Erzvorkommen attraktiv
ist (Polyb.2,1; Polyb.3,10,3; Liv.21,2;
App.Pun.6).
Polyb.3,10,5-6:
[5] Ἀμίλκας γὰρ προσλαβὼν τοῖς ἰδίοις θυμοῖς
τὴν ἐπὶ τούτοις ὀργὴν τῶν πολιτῶν, ὡς θᾶττον
τοὺς ἀποστάντας τῶν μισθοφόρων καταπολεμήσας
ἐβεβαίωσε τῇ πατρίδι τὴν ἀσφάλειαν, εὐθέως ἐποιεῖτο
τὴν ὁρμὴν ἐπὶ τὰ κατὰ τὴν Ἰβηρίαν πράγματα,
σπουδάζων ταύτῃ χρήσασθαι παρασκευῇ πρὸς τὸν
κατὰ Ῥωμαίων πόλεμον. [6] ἣν δὴ καὶ τρίτην
αἰτίαν νομιστέον, λέγω δὲ τὴν εὔροιαν τῶν κατ'
Ἰβηρίαν πραγμάτων Καρχηδονίοις. ταύταις γὰρ
ταῖς χερσὶ πιστεύσαντες εὐθαρσῶς ἐνέβησαν εἰς
τὸν προειρημένον πόλεμον. |
(5)
Sobald nämlich Hamilkar, mit dessem persönlichen
Groll seine und aller Karthager
Empörung über diese Vergewaltigung
vereinigte, die aufständischen Söldner
niedergekämpft und seiner Vaterstand Ruhe
und Frieden gesichert hatte, richtete sich seine
Initiative sogleich auf Iberien, um dort die
Hilfsmittel für den Krieg gegen die Römer
zu gewinnen. (6) Und dies nun ist als dritte
Ursache <für den späteren Krieg>
anzusehen, ich meine die Erfolge der karthagischen
Politik in Iberien. Denn im Vertrauen auf die
dort errungene Macht gingen sie zuversichtlich
dem Krieg entgegen. (Üb. H.Drexler) |
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236 
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- Konsulat des
- Publius Cornelius Lentulus Caudinus
- Gaius Licinius Varus
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- Einigung mit den untereinander zerstrittenen Kelten
bei Ariminum
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- Militärische Auseinandersetzungen mit den Ligurern.
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235 
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- Gnaeus Naevius als Dichter der fabula praetextata
und eines Epos über den 1. Punischen Krieg (im
saturnischen Versmaß)
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234 
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- Tempel der Virtus und Tempel des Honos
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233 
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232 |
- Konsulat des
- Marcus Aemilius Lepidus
- Marcus Publicius Malleolus
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- Durch das Ackergesetz des Tribunen Gaius
Flaminius wird ein Teil des ager Gallicus zwischen
Sena Gallica und Ariminum an die Plebeier
verteilt, nach Cicero (Cic.inv.2,17; Cic.sen.11) gegen
den Willen aller Optimaten (Polyb.2,21,7). Dies führt
zu neuen Keltenaufständen in Norditalien.
Polyb.2,21,7-9:
[7] μετὰ δὲ τοῦτον τὸν φόβον ἔτει πέμπτῳ, Μάρκου
Λεπέδου στρατηγοῦντος, κατεκληρούχησαν ἐν Γαλατίᾳ
Ῥωμαῖοι τὴν Πικεντίνην προσαγορευομένην χώραν,
ἐξ ἧς νικήσαντες ἐξέβαλον τοὺς Σήνωνας προσαγορευομένους
Γαλάτας, [8] Γαίου Φλαμινίου ταύτην τὴν δημαγωγίαν
εἰσηγησαμένου καὶ πολιτείαν, ἣν δὴ καὶ Ῥωμαίοις
ὡς ἔπος εἰπεῖν φατέον ἀρχηγὸν μὲν γενέσθαι τῆς
ἐπὶ τὸ χεῖρον τοῦ δήμου διαστροφῆς, αἰτίαν δὲ
καὶ τοῦ μετὰ ταῦτα πολέμου συστάντος αὐτοῖς
πρὸς τοὺς προειρημένους. [9] πολλοὶ μὲν γὰρ
τῶν Γαλατῶν ὑπεδύοντο τὴν πρᾶξιν, μάλιστα δ'
οἱ Βοῖοι διὰ τὸ συντερμονεῖν τῇ τῶν Ῥωμαίων
χώρᾳ, νομίσαντες οὐχ ὑπὲρ ἡγεμονίας ἔτι καὶ
δυναστείας Ῥωμαίους τὸν πρὸς αὐτοὺς ποιήσασθαι
πόλεμον, ἀλλ' ὑπὲρ ὁλοσχεροῦς ἐξαναστάσεως καὶ
καταφθορᾶς. |
(7)
Im fünften Jahr nach diesem Schrecken,
unter dem Konsulat des Marcus Lepidus, verteilten
die Römer in Gallien
das sogenannte Picentische Gebiet an Kolonisten,
aus dem sie den gallischen Stamm der Senonen
nach ihrem Sieg vertrieben hatten; (8) und zwar
auf Antrag des Gaius
Flaminius, der damit eine demagogische Politik
einleitete, die, wie man wohl sagen muss, für
die Römer Ursache und Anfang zu einem Wandel
zum Schlechteren im Volk gewesen ist, der Grund
aber auch für den folgenden Krieg gegen
die Gallier.
(9) Denn viele von diesen waren jetzt bereit,
den Krieg auf sich zu nehmen, vor allem die
Boier, die an das römische Gebiert grenzten,
da sie glaubten, dass die Römer mit ihnen
nicht mehr um Vormachtstellung und Herrschaft
kämpften, sondern mit dem Ziel ihrer vollständigen
Unterwerfung und Vernichtung. (Üb. H.Drexler) |
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231 |
- Konsulat des
- Marcus Pomponius Matho
- Gaius Papirius Maso
- dictator:
- magister equitum:
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- Die Karthager
haben in diesem Jahr die ihnen im Friedensvertrag
von
241
auferlegten Reparationskosten vollständig abgetragen.
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230 
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- Konsulat des
- Marcus Aemilius Barbula
- Marcus Iunius Pera
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- Eine karthagische Gesandtschaft hält sich bei
den Ligurern auf.
- Hamilkar gründet in Spanien
Akraleuke (Alicante).
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229 
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- 1.
Illyrischer Krieg 229-228: Die Illyrer
unternahmen mit ihren Kähnen Plünderungsfahrten.
Besonders betroffen war die griechische Küste:
Epirus und Akarnanien schlossen sich notgedrungen
an die Illyrer
an. In Kerkyra, das sie eroberten, setzten sie Demetrius
von Pharos als Statthalter ein (Polyb.2,2-10; App.Ill.7).
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- Da auch die Römer betroffen sind,
schicken sie eine Gesandtschaft an die Königin
Teuta. Diese lehnte die Klage der Gesandten nicht
nur ab, sondern ließ einen von ihnen wegen seiner
freimütigen Äußerungen sogar verfolgen
und töten.
Polyb.2,8:
[8,1] οἱ δ' Ἰλλυριοὶ καὶ κατὰ τοὺς ἀνωτέρω μὲν
χρόνους συνεχῶς ἠδίκουν τοὺς πλοιζομένους ἀπ'
Ἰταλίας· [2] καθ' οὓς δὲ καιροὺς περὶ τὴν Φοινίκην
διέτριβον, καὶ πλείους ἀπὸ τοῦ στόλου χωριζόμενοι
πολλοὺς τῶν Ἰταλικῶν ἐμπόρων ἔσθ' οὓς μὲν ἐσύλησαν,
οὓς δ' ἀπέσφαξαν, οὐκ ὀλίγους δὲ καὶ ζωγρίᾳ
τῶν ἁλισκομένων ἀνῆγον. [3] οἱ δὲ Ῥωμαῖοι παρακούοντες
τὸν πρὸ τοῦ χρόνον τῶν ἐγκαλούντων τοῖς Ἰλλυριοῖς,
τότε καὶ πλειόνων ἐπελθόντων ἐπὶ τὴν σύγκλητον,
κατέστησαν πρεσβευτὰς εἰς τὴν Ἰλλυρίδα τοὺς
ἐπίσκεψιν ποιησομένους περὶ τῶν προειρημένων
Γάιον καὶ Λεύκιον Κορογκανίους. [4] ἡ δὲ Τεύτα,
καταπλευσάντων πρὸς αὐτὴν τῶν ἐκ τῆς Ἠπείρου
λέμβων, καταπλαγεῖσα τὸ πλῆθος καὶ τὸ κάλλος
τῆς ἀγομένης κατασκευῆς - πολὺ γὰρ ἡ Φοινίκη
διέφερε τότε τῶν κατὰ τὴν Ἤπειρον πόλεων εὐδαιμονίᾳ
- διπλασίως ἐπερρώσθη πρὸς τὴν κατὰ τῶν Ἑλλήνων
ἀδικίαν. [5] οὐ μὴν ἀλλὰ τότε μὲν ἐπέσχεν διὰ
τὰς ἐγχωρίους ταραχάς, καταστησαμένη δὲ ταχέως
τὰ κατὰ τοὺς ἀποστάντας Ἰλλυριοὺς ἐπολιόρκει
τὴν Ἴσσαν διὰ τὸ ταύτην ἔτι μόνην ἀπειθεῖν αὐτῇ.
[6] κατὰ δὲ τὸν καιρὸν τοῦτον κατέπλευσαν οἱ
τῶν ῾Ρωμαίων πρέσβεις· καὶ δοθέντος αὐτοῖς καιροῦ
πρὸς ἔντευξιν διελέγοντο περὶ τῶν εἰς αὐτοὺς
γεγονότων ἀδικημάτων. [7] ἡ δὲ Τεύτα καθόλου
μὲν παρ' ὅλην τὴν κοινολογίαν ἀγερώχως καὶ λίαν
ὑπερηφάνως αὐτῶν διήκουεν. [8] καταπαυσάντων
δὲ τὸν λόγον, κοινῇ μὲν ἔφη πειρᾶσθαι φροντίζειν
ἵνα μηδὲν ἀδίκημα γίνηται Ῥωμαίοις ἐξ Ἰλλυριῶν·
ἰδίᾳ γε μὴν οὐ νόμιμον εἶναι τοῖς βασιλεῦσι
κωλύειν Ἰλλυριοῖς τὰς κατὰ θάλατταν ὠφελείας.
[9] ὁ δὲ νεώτερος τῶν πρεσβευτῶν δυσχεράνας
ἐπὶ τοῖς εἰρημένοις ἐχρήσατο παρρησίᾳ καθηκούσῃ
μέν, οὐδαμῶς δὲ πρὸς καιρόν. [10] εἶπεν γὰρ
ὅτι Ῥωμαίοις μέν, ὦ Τεύτα, κάλλιστον ἔθος ἐστὶ
τὰ κατ' ἰδίαν ἀδικήματα κοινῇ μεταπορεύεσθαι
καὶ βοηθεῖν τοῖς ἀδικουμένοις· [11] πειρασόμεθα
δὴ θεοῦ βουλομένου σφόδρα καὶ ταχέως ἀναγκάσαι
σε τὰ βασιλικὰ νόμιμα διορθώσασθαι πρὸς Ἰλλυριούς.
[12] ἡ δὲ γυναικοθύμως καὶ ἀλογίστως δεξαμένη
τὴν παρρησίαν ἐπὶ τοσοῦτον ἐξωργίσθη πρὸς τὸ
ῥηθὲν ὡς ὀλιγωρήσασα τῶν παρ' ἀνθρώποις ὡρισμένων
δικαίων ἀποπλέουσιν αὐτοῖς ἐπαποστεῖλαί τινας
τὸν παρρησιασάμενον τῶν πρέσβεων ἀποκτεῖναι.
[13] προσπεσόντος δὲ τοῦ γεγονότος εἰς τὴν Ῥώμην,
διοργισθέντες ἐπὶ τῇ παρανομίᾳ τῆς γυναικὸς
εὐθέως περὶ παρασκευὴν ἐγίνοντο καὶ στρατόπεδα
κατέγραφον καὶ στόλον συνήθροιζον. |
(8,1)
Die Illyrer
aber, die auch schon in früheren Zeiten
unausgesetzt Gewalttaten gegen die italische
Schifffahrt verübt hatten, (2) hatten zu
der Zeit, als sie vor Phoinike standen, - und
zwar handelte es sich um eine größere
Abteilung, die sich von der Flotte getrennt
hatte -, viele italische Kaufleute teils ausgeplündert,
teils ermordet, nicht wenige aber auch lebendig
in Gefangenschaft fortgeführt. (3) Während
die Römer früher den über die
Illyrer
geführten Klagen wenig gehör geschenkt
hatten, ernannten sie nun (300), da sich die
Beschwerden an den Senat
häuften, Gaius und Lucius Coruncanius zu
Gesandten nach Illyrien,
mit dem Auftrag, die Sache zu untersuchen. (4)
Teutra aber, außer sich vor Staunen und
Freude über die Menge und Schönheit
der Beute, die die aus Epirus zurückgekehrten
Boote ihr mitgebracht hatten - denn Phoinike
war damals die bei weitem reichste Stadt in
Epirus -, war doppelt bestärkt in ihrer
Neigung, die Plünderungszüge gegen
die Griechen fortzusetzen. (5) Fürs erste
allerdings hatte sie dem wegen der Wirren im
Inneren Einhalt tun müssen; jedoch war
es ihr schnell gelungen, die abgefallenen Illyrer
zu unterwerfen, und sie belagerte jetzt nur
noch Issa, das ihr allein weiter trotzte. Um
diese Zeit trafen die Gesandten der Römer
ein, erzielten eine Audienz und brachten die
gegen sie begangenen Gewalttaten zur Sprache.
(7) Teuta hatte sie überhaupt während
der ganzen Verhandlung mit offener Geringschätzung
und äußerster Überheblichkeit
angehört; (8) als sie aber ihren Vortrag
beendet hatten, erklärte sie, von Staats
wegen wolle sie versuchen, dafür zu sorgen,
dass den Römern durch die Illyrer
kein Unrecht geschehe, was jedoch die Privatpersonen
betreffe, so hätten die Könige keine
gesetzliche Handhabe, die Illyrer
an der Freibeuterei zur See zu hindern. (9)
Der Jüngere von den Gesandten war über
diese Worte so empört, dass er mit einem
Freimut antwortete, der zwar wohl berechtigt,
aber keineswegs an der Zeit war. "Bei den
Römern, o Teutra," sagte er, "ist
es löbliche Sitte, das den einzelnen zugefügte
Unrecht von Staats wegen zu verfolgen und den
Verletzten beizustehen. Wir werden daher,"
fuhr er fort, "so Gott will, dich rasch
und nachdrücklich zwingen, die Gesetze
zu verbessern, die für die Könige
gegenüber den Illyrern
gelten." Auf diesen Freimut reagierte sie
auf Weiberart mit einer Leidenschaftlichkeit,
die ihr jede Überlegung raubte, und sie
geriet in solchen Zorn, dass sie, des Völkerrechts
nicht achtend, den zurückfahrenden Gesandten
Leute nachschickte, um den freimütigen
Sprecher zu töten. (13) Als die Kunde hiervon
nach Rom kam, war die Empörung über
den Frevel des Weibes do groß, dass man
sogleich zum Krieg rüstete, Legionen aushob
und eine Flotte zusammenbrachte. (Üb. H.Drexler)
|
- Den Krieg mit den Illyrern
führen die Konsuln Gnaeus Fulvius und Aulus Postumius.
Dadurch dass Demetrius von Pharos zu den Römern
überlief, ging der Krieg schnell zu Ende.
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- Hamilkar fällt zehn Jahre vor Beginn des 2.
Punischen Krieges, sein Schwiegersohn Hasdrubal wird
in Spanien
sein Nachfolger (Polyb.2,1; App.Hisp.5; Zonar.8,19;
Diod.25,2f.; Liv.20,2).
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228 
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- In einem Frieden mit den Römern tritt Teutra
einen großen Teil von Illyrien
ab, den die Römer Demetrius von Pharos unterstellen.
Die griechischen Städte Epidamnus, Kerkyra und
Apollonia stellen sich unter den Schutz der Römer.
Die Athener danken den Römern die Befreiung von
den Illyrern
mit der Verleihung des Bürgerrechts,
die Korinther
mit der Erlaubnis, an den Isthmischen
Spielen teilzunehmen. Damit hat Rom die Hoheit
über die Adria und bedeutenden Einfluss in Griechenland
gewonnen. (Polyb.2,12,3; Zonar.8,19).
Polyb.2,12,3:
ὑπὸ δὲ τὴν ἐαρινὴν ὥραν ἡ Τεύτα διαπρεσβευσαμένη
πρὸς τοὺς Ῥωμαίους ποιεῖται συνθήκας, ἐν αἷς
εὐδόκησε φόρους τε τοὺς διαταχθέντας οἴσειν
πάσης τ' ἀναχωρήσειν τῆς Ἰλλυρίδος πλὴν ὀλίγων
τόπων, καὶ τὸ συνέχον, ὃ μάλιστα πρὸς τοὺς Ἕλληνας
διέτεινε, μὴ πλεύσειν πλέον ἢ δυσὶ λέμβοις ἔξω
τοῦ Λίσσου, καὶ τούτοις ἀνόπλοις. |
Gegen
das Frühjahr hin schickte Teuta Gesandte
zu den Römern und schloss mit ihnen einen
Friedensvertrag, in dem sie darein willigte,
die ihr auferlegten Tribute zu zahlen, ganz
Illyrien
mit Ausnahme weniger Plätze zu räumen
und, was die Hauptsache war - dies bezog sich
vor allem auf die Griechen - nicht mit mehr
als zwei Booten, und zwar unbewaffneten, über
Lissos hinauszufahren. (Üb. H.Drexler) |
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- Hasdrubal gründet Carthago nova.
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227 
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- Die Römer erhöhen wegen der neuen Provinzen
Sizilien
und Sardinien
mit Corsica die Zahl der Quaestoren auf vier (Liv.Epit.20).
Die Verwaltung der Provinzen untersteht Praetoren.
Die Provinzen zahlen den Zehnten des Ernteertrages
und 5 Prozent vom Umsatz in den Häfen.
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226 
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- Konsulat des
- Marcus Valerius Messalla
- Lucius Apustius Fullo
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- Ebrovertrag:
Rom sucht wegen der Bedrohung durch die Gallier
ein Arrangement mit Karthago.
In einem Vertrag mit Hasdrubaleinigt man sich, den
Ebro als Grenze des jeweiligen Einflussgebietes zu
respektieren. (Polyb.4,13; Polyb.3,27,9; App.Hisp.7;
Liv.21,2).
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225 |
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- Keltenkrieg 225- 222: Die Boier, Insubrer,
Taurisker und Gaesaten fallen, nachdem die Unruhen
bereits seit 236 begonnen und sich wegen der Verteilung
des ager Gallicus
232
verstärkt hatten, in Etrurien
ein. Von den Völkern Norditaliens stehen die
Veneter und Cenomanen zu den Römern. Zunächst
wird ein römischer Praetor bei Clusium
besiegt. Dann rücken beide römische Konsuln
gegen die Gallier
vor, Lucius Aemilius Papus von Ariminum aus und Gaius
Atilius Regulus landet von Sardinien
aus in Pisa. In der Schlacht bei Telamon fallen
40000 Galier, 10000 werden gefangen genommen. Der
Konsul Gaius
Atilius Regulus fällt. (Polyb.2,21-31; Zonar.8,18-20;
Oros.4,12f.; Diod.25,3; Eutr.3,5).
Polyb.2,31,7f.:
[7] Ἡ μὲν οὖν βαρυτάτη τῶν Κελτῶν ἔφοδος οὕτω
καὶ τούτῳ τῷ τρόπῳ διεφθάρη, πᾶσι μὲν Ἰταλιώταις,
μάλιστα δὲ Ῥωμαίοις μέγαν καὶ φοβερὸν ἐπικρεμάσασα
κίνδυνον. [8] ἀπὸ δὲ τοῦ κατορθώματος τούτου
κατελπίσαντες Ῥωμαῖοι δυνήσεσθαι τοὺς Κελτοὺς
ἐκ τῶν τόπων τῶν περὶ τὸν Πάδον ὁλοσχερῶς ἐκβαλεῖν,
τούς τε μετὰ ταῦτα κατασταθέντας ὑπάτους Κόιντον
Φόλουιον καὶ Τίτον Μάλιον ἀμφοτέρους καὶ τὰς
δυνάμεις μετὰ παρασκευῆς με γάλης ἐξαπέστειλαν
ἐπὶ τοὺς Κελτούς. |
(7)
So wurde der schwerste Einfall der Kelten zum
Scheitern gebracht, nachdem er über allen
Italikern, vor allem aber über den Römern
als eine große und furchtbare Gefahr geschwebt
hatte. (8) Dieser Sieg ermutigte nun aber die
Römer zu der Hoffnung, die Kelten aus dem
Land um den Po völlig vertreiben zu könen.
Sie schickten infolgedessen beide Konsuln des
nächsten Jahres, Quintus Fulvius und Titus
Manlius, mit ihren Heeren auf das beste ausgerüstet
gegen die Kelten. (Üb. H.Drexler) |
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224 |
- Konsulat des
- dictator:
- Lucius Caecilius Metellus
- magister equitum:
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- Unterwerfung der Boier (Polyb.2,31,8).
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223 
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- Niederlage der Insubrer durch den Konsul Gaius
Flaminius (Polyb.2,32f.).
Polyb.2,34,15-2,35,2:
οἱ δὲ Κελτοὶ διὰ τὸ παρὸν εὐτύχημα μείναντες
ἐπὶ ποσὸν εὐθαρσῶς, μετ' οὐ πολὺ τραπέντες ἔφευγον
εἰς τὰς παρωρείας. ὁ δὲ Γνάιος ἐπακολουθήσας
τήν τε χώραν ἐπόρθει καὶ τὸ Μεδιόλανον εἷλε
κατὰ κράτος. [35,1] οὗ συμβαίνοντος οἱ προεστῶτες
τῶν Ἰνσόμβρων ἀπογνόντες τὰς τῆς σωτηρίας ἐλπίδας
πάντα τὰ καθ' αὑτοὺς ἐπέτρεψαν τοῖς Ῥωμαίοις.
[2] Ὁ μὲν οὖν πρὸς τοὺς Κελτοὺς πόλεμος τοιοῦτον
ἔσχε τὸ τέλος. |
(34,15)
Ermutigt durch ihren Erfolg hielten die Kelten
eine Zeitlang tapfer stand, bald aber wandten
sie sich zur Flucht in die nahe gelegenen Berge.
Gnaeus folgte ihnen, verheerte das Land und
nahm Mediolanum im Sturm. (35,1) Hierauf gaben
die Führer der Insubrer alle Hofnung auf
Rettung auf und ergaben sich auf Gnade und Ungnade
den Römern. (2) So fand der Krieg gegen
die Kelten sein Ende. (Üb. H.Drexler) |
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222 
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- Vollständige Unterwerfung der Insubrer. Spolia
opima des Marcus
Marcellus (Polyb.2,34f.; Plut.Marc.7; Liv.Epit.20).
- Entscheidende Niederlage der Insubrer bei Clastidium
(in Norditalien) durch den Konsul Marcus
Claudius Marcellus, der den Keltenführer
Viridomarus im Zweikampf besiegt. Der Konsul Gnaeus
Cornelius erobert Medilolanum, die Hauptstadt
der Insubrer.
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221 

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- Konsulat des
- dictator:
- Quintus Fabius Maximus Verrucosus (
I
217)
- magister equitum:
|
- Hasdrubals Ermordung, Hannibal
wird mit 26 Jahren sein Nachfolger (Polyb.2,36; Liv.21f.;
App.Hisp.8f.; Nep.Hann.2).
Hannibal
war als neunjähriger Junge seinem Vater nach
Spanien
gefolgt (der ihn den Römern angeblich ewige Feindschaft
hatte schwören lassen).
- Hannibals
Charakteristik: Liv.21,4;
Polyb.9,23)
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220 
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- Mit seinen ersten Feldzügen in den Jahren 221
und 220 unterwirft Hannibal
die noch unabhängigen Völker südlich
vom Ebro: Olcaden, Vaccaeer und Carpetaner (Liv.21,5).
|
- Bau der Via
Flaminina von Rom über Spoletum (Umbrien)
nach Ariminum.
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219 |
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- 2.
Illyrischer Krieg 219: Die Römer verjagen
Demetirus von Pharos, der den Krieg durch Seeräubereien
angezettelt hatte (Polyb.3,16; Polyb.3,18f.; App.Illyr.8;
Zonar.8,20).
|
- Hannibal
erobert gegen den Ebrovertrag mit Hasdrubal [
226]
nach achtmonatiger Belagerung die Stadt Sagunt,
obwohl sie mit Rom verbündet war (Liv.21,6-9;
Liv.21,11-15).
Der Anlass für Hannibals
Eingreifen waren entweder innerstädtische Parteienstreitigkeiten
(Polybios) oder Auseinandersetzungen Sagunts
mit den Turdetanern (Liv. u. App.).
|
- Die Römer schickten vor ihrem militärischen
Eingreifen zuerst eine Gesandtschaft zu Hannibal
nach Sagunt
und, nachdem er sie nicht empfängt, weiter in
den Senat
nach Karthago.
Nachdem Hannibal
Sagunt
genommen hatte fragten die Gesandten in Karthago
an, ob Hannibal
Sagunt
eigenmächtig oder mit Willen des Senats
belagert und genommen habe. Im ersten Fall hätte
man die Auslieferung Hannibals
gefordert, der zweite Fall bedeutete Krieg. Der zweite
Fall trat ein, eine zweite Gesandtschaft erklärte
Karthago
den Krieg. (Liv.21,9,3-11,2).
| Liv.21,18,13:
tum Romanus sinu ex toga facto, hic inquit,
vobis bellum et pacem portamus; utrum placet,
sumite. sub hanc vocem haud minus ferociter,
daret, utrum vellet, succlamatum est; et cum
is iterum sinu effuso bellum dare dixisset,
accipere se omnes responderunt et, quibus acciperent
animis, iisdem se gesturos. |
Da
sprach der Römer, indem er seine Toga in
eine Vertiefung zusammenfasste: "Hier bringen
wir euch Krieg und Frieden; nehmt, was ihr wollt!"
Auf diese Worte erwiderten sie nicht weniger
trotzig mit Geschrei, er möge ihnen geben,
was er wolle. Und als er dagegen, indem er die
Vertiefung ausschüttete, erklärte,
er gebe ihnen den Krieg, da antworteten alle,
sie nähmen ihn an und würden ihn mit
eben dem Mut, mit dem sie ihn annähmen,
auch führen. (im
Zusammenhang) |
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218 |
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- Einrichtung der Colonien
Cremona und Placentia (Polyb.3,40; Liv.Epit.20; Liv.21.25;
Vell.Pat.1,14)
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