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Aristoteles, Poetik
(Kap. 16 - 1454b19 - 1455a21)

Dichtung als Mimesis

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ΑΡΙΣΤΟΤΕΛΟΥΣ
ΠΕΡΙ ΠΟΙΗΤΙΚΗΣ
16

Die Arten der Wiedererkennung

 Textvorlagen: lateinisch: Didot - griechisch: Kassel - deutsch: C.Walz

   
zu cap.1 [cap.16]  
(1) Ἀναγνώρισις δὲ τί μέν ἐστιν, εἴρηται πρότερον· εἴδη δὲ ἀναγνωρίσεως, πρώτη μὲν ἡ ἀτεχνοτάτη καὶ ᾗ πλείστῃ χρῶνται δι' ἀπορίαν, ἡ διὰ τῶν σημείων.  (1) Was Erkennung ist, wurde schon früher gesagt. Arten der Erkennung sind zunächst die unkünstlerischste, welche die meisten aus Mangel an Gewandtheit anwenden, die durch Zeichen. 
(2) τούτων δὲ τὰ μὲν σύμφυτα, οἷον "λόγχην, ἣν φοροῦσι Γηγενεῖς" ἢ ἀστέρας οἵους ἐν τῷ Θυέστῃ Καρκίνος,  (2) Darunter sind einige angeboren, wie die Lanze, welche die Erdgeborenen 1 ) tragen, oder die Sterne, wie sie im Thyestes des Karkinos vorkommen. 
(3) τὰ δὲ ἐπίκτητα, καὶ τούτων τὰ μὲν ἐν τῷ σώματι, οἷον οὐλαί, τὰ δὲ ἐκτός, οἷον τὰ περιδέραια καὶ οἷον ἐν τῇ Τυροῖ διὰ τῆς σκάφης.  (3) andere erworben, und zwar teils an dem Körper, wie Narben, teils außerhalb, Halsbänder, und wie in der Tyro durch den Kahn. 
(4) ἔστιν δὲ καὶ τούτοις χρῆσθαι ἢ βέλτιον ἢ χεῖρον, οἷον ᾿Οδυσσεὺς διὰ τῆς οὐλῆς ἄλλως ἀνεγνωρίσθη ὑπὸ τῆς τροφοῦ καὶ ἄλλως ὑπὸ τῶν συβοτῶν·  (4) Auch diese lassen sich mehr oder minder gut anwenden. Z.B. Odysseus wurde an der Narbe auf eine andere Art von der Amme, auf eine andere von den Schweinehirten erkannt. 
(5) εἰσὶ γὰρ αἱ μὲν πίστεως ἕνεκα ἀτεχνότεραι, καὶ αἱ τοιαῦται πᾶσαι, αἱ δὲ ἐκ περιπετείας, ὥσπερ ἡ ἐν τοῖς Νίπτροις, βελτίους.  (5) Denn diejenigen, welche zur Beglaubigung dienen, und alle dieser Art, sind weniger künstlerisch; die aber, welche mit einer Peripetie verbunden sind, wie in den Niptren2 ), sind besser. 
(6) δεύτεραι δὲ αἱ πεποιημέναι ὑπὸ τοῦ ποιητοῦ, διὸ ἄτεχνοι. οἷον Ὀρέστης ἐν τῇ Ἰφιγενείᾳ ἀνεγνώρισεν, ὅτι Ὀρέστης· ἐκείνη μὲν γὰρ διὰ τῆς ἐπιστολῆς, ἐκεῖνος δὲ αὐτὸς λέγει, ἃ βούλεται ὁ ποιητὴς ἀλλ' οὐχ ὁ μῦθος·  (6) Von der zweiten Art sind die, welche vom Dichter gedichtet sind; weswegen sie unkünstlerisch sind, wie Orestes in der Iphigeneia als Orestes erkannt wird. Sie wurde durch den Brief erkannt; er selbst aber spricht, was der Dichter, nicht was der Mythos will; 
(7) διὸ ἐγγύς τι τῆς εἰρημένης ἁμαρτίας ἐστίν, ἐξῆν γὰρ ἂν ἔνια καὶ ἐνεγκεῖν. καὶ ἐν τῷ Σοφοκλέους Τηρεῖ ἡ τῆς κερκίδος φωνή.  (7) deswegen ist er nahe an dem erwähnten Fehler; denn er hätte einiges auch mitbringen können, und in dem Tereus des Sophokles die Schiffe des Weberschiffes.3 )
(8) ἡ τρίτη διὰ μνήμης, τῷ αἰσθέσθαι τι ἰδόντα, ὥσπερ ἡ ἐν Κυπρίοις τοῖς Δικαιογένους, ἰδὼν γὰρ τὴν γραφὴν ἔκλαυσεν, καὶ ἡ ἐν Ἀλκίνου ἀπολόγῳ, ἀκούων γὰρ τοῦ κιθαριστοῦ καὶ μνησθεὶς ἐδάκρυσεν, ὅθεν ἀνεγνωρίσθησαν.  (8) Die dritte Art ist durch die Erinnerung, wenn sich bei einem Anblick eine Empfindung regt, wie in den Kyprien des Dikaiogenes 4 ): denn als er das Bild sah, weinte er. Und in dem Apolog des Alkinoos 5 ); denn als er den Zitherspieler hörte und sich erinnerte, so weinte er; und so wurden beide6 ) erkannt. 
(9) τετάρτη δὲ ἡ ἐκ συλλογισμοῦ, οἷον ἐν Xοηφόροις, ὅτι ὅμοιός τις ἐλήλυθεν, ὅμοιος δὲ οὐθεὶς ἀλλ' ἢ  Ὀρέστης, οὗτος ἄρα ἐλήλυθεν. καὶ ἡ Πολυίδου τοῦ σοφιστοῦ περὶ τῆς Ἰφιγενείας· εἰκὸς γὰρ ἔφη τὸν Ὀρέστην συλλογίσασθαι ὅτι ἥ τ' ἀδελφὴ ἐτύθη καὶ αὐτῷ συμβαίνει θύεσθαι. καὶ ἐν τῷ Θεοδέκτου Τυδεῖ, ὅτι ἐλθὼν ὡς εὑρήσων τὸν υἱὸν αὐτὸς ἀπόλλυται. καὶ ἡ ἐν τοῖς Φινείδαις· ἰδοῦσαι γὰρ τὸν τόπον συνελογίσαντο τὴν εἱμαρμένην, ὅτι ἐν τούτῳ εἵμαρτο ἀποθανεῖν αὐταῖς, καὶ γὰρ ἐξετέθησαν ἐνταῦθα.  (9) Die vierte Art ist durch den Schluss, wie in den Choephoren,7 ) dass ein ähnlicher gekommen; ähnlich ist aber niemand als Orestes; dieser also ist gekommen. So ist die des Sophisten Polyidos8 ) mit der Iphigeneia. Denn natürlich musste Orestes schließen, dass seine Schwester geopfert worden sei und folglich auch er geopfert werden müsse. Ferner die in dem Tydeus des Theodektes 9 ), dass er, nachdem er gekommen, um seinen Sohn zu finden, selbst umkommt. Und in den Phineiden10 ). Denn als sie den Ort erblickten, schlossen sie auf das Schicksal, dass es über sie verhängt sei, hier zu sterben; denn sie waren dort ausgesetzt worden. 
(10) ἔστιν δέ τις καὶ συνθετὴ ἐκ παραλογισμοῦ τοῦ θεάτρου, οἷον ἐν τῷ Ὀδυσσεῖ τῷ ψευδαγγέλῳ· τὸ μὲν γὰρ τόξον ἔφη γνώσεσθαι, ὃ οὐχ ἑωράκει· τὸ δὲ ὡς δι' ἐκείνου ἀναγνωριοῦντος διὰ τούτου ποιῆσαι παραλογισμός. (10) Es gibt aber auch eine zusammengesetzt Erkennung durch einen Trugschluss der Zuschauer, wie bei Odysseus als falschem Boten. Denn er sagte, er werde den Bogen erkennen, den er nicht gesehen hatte. Der andere aber machte in der Meinung, Odysseus werde ihn daran erkennen, einen Fehlschluss. 
(11) πασῶν δὲ βελτίστη ἀναγνώρισις ἡ ἐξ αὐτῶν τῶν πραγμάτων, τῆς ἐκπλήξεως γιγνομένης δι' εἰκότων, οἷον ἐν τῷ Σοφοκλέους Οἰδίποδι καὶ τῇ Ἰφιγενείᾳ· εἰκὸς γὰρ βούλεσθαι ἐπιθεῖναι γράμματα. αἱ γὰρ τοιαῦται μόναι ἄνευ τῶν πεποιημένων σημείων καὶ περιδεραίων.  (11) Die allerbeste Wiedererkennung ist die durch die Begebenheit selbst, wenn die Überraschung durch wahrscheinliche Fälle bewirkt wird, wie in dem Oidipus des Sophokles11 ) und in der Iphigeneia 12 ). Denn es ist wahrscheinlich, dass sie den Brief übergeben will. Solche allein sind ohne die erdichtete Zeichen und Halsbänder. 
(12) δεύτεραι δὲ αἱ ἐκ συλλογισμοῦ. (12) die zweitbesten sind die, welche durch Schluss geschehen. 
   
   
   
1) Zur Anmerkung zurück Es handelt sich um ein Dichterzitat. Mit Γηγενεῖς sind die Σπαρτοί erdgeborenen Sparten gemeint, die aus den von Kadmos gesäten Drachenzähnen entstanden waren. Sie trugen am Körper ein Muttermal in Form einer Lanze.. 
2) Zur Anmerkung zurück Νίπτρα (Vasenbild) heißt das 19. Buch der Odyssee, in dem Eurykleia Odysseus die Füße badet und ihn dabei an seiner Narbe erkennt (Hom.Od.19,386ff.). Diese Anagnorisis bewertet Aristoteles höher als die Hom.Od.21,219ff., wo Odysseus die Narbe den Hirten zeigt, um sie von seiner Identität zu überzeugen.  
3) Zur Anmerkung zurück Damit ist wohl das Tuch gemeint, das die stumme Philomele gewebt hat, um ihrer Schwester Prokne ihr Schicksal mitzuteilen.
4) Zur Anmerkung zurück Da Dikaiogenes nur als Tragiker (um 400) bekannt ist, könnte es sich bei seinen Kyprien nicht um ein Epos, sondern um eine Tragödie handeln.
5) Zur Anmerkung zurück Mit Ἀλκίνου ἀπόλογος sind die Bücher 7-11 der Odyssee gemeint, in denen Odysseus bei den Phäaken seine Abenteuer erzählt. Das Lied, das der Sänger Demodokos über das Hölzerne Pferd singt, bringt Odysseus zum Weinen, was über mehrere Stufen schließlich zur Wiedererkennung führt (Hom.Od.8,485ff.). 
6) Zur Anmerkung zurück gemeint sind Odysseus und die ungenannte Person in den Kyprien des Dikaiogenes.
7) Zur Anmerkung zurück Tragödie des Aischylos. Vs 168ff. folgert Elektra aus der Ähnlichkeit einer Haarlocke, die Orestes am Grab ihres Vaters zurückgelassen hatte, mit ihrem eigenen Haar, dass sie dem Orestes gehören und er anwesend sein müsse.
8) Zur Anmerkung zurück Polyidos ist nach Diod.Sic.14,46 ein berühmte Dithyrambendichter (um 400), der sich auch in der Malerei und Musik hervortat. Diese Vielseitigkeit dürfte ihm die Bezeichnung als Sophist eingetragen haben. 
9) Zur Anmerkung zurück Über den Tydeus des Theodektes ist sonst nichts bekannt. 
10) Zur Anmerkung zurück Die Phineussöhne Pandion und Plexippos. Unter dem Titel Pheinidai ist ein Dithyrambos des Timotheos bekannt. Wenn das Femininum ἰδοῦσαι ernst zu nehmen ist, handelt es sich um die Töchter des Phineus: die Harpyien
11) Zur Anmerkung zurück Im Oidipus des Sophokles löst der Bote aus Korinth den Erkennungsprozess aus. Er beruht auf mehreren miteinander verflochtenen Indizien.
12) Zur Anmerkung zurück Die Iphigeneia des Euripides (Briefszene). Vgl. Aristot.Poet.11,8 

 

 
   
(1) Agnitio quid sit, ante dictum est: species autem sunt agnitionis, prima quidem maxime rudis et qua plerique utuntur propter inventionis inopiam, quae sit per signa.  (1) Ἀναγνώρισις δὲ τί μέν ἐστιν, εἴρηται πρότερον· εἴδη δὲ ἀναγνωρίσεως, πρώτη μὲν ἡ ἀτεχνοτάτη καὶ ᾗ πλείστῃ χρῶνται δι' ἀπορίαν, ἡ διὰ τῶν σημείων. 
(2) Horum alia autem innata sunt, ut poetae fecerunt "hastam quam gestant Terrigenae", vel stellas, quales in Thyeste Carcinus; (2) τούτων δὲ τὰ μὲν σύμφυτα, οἷον "λόγχην, ἣν φοροῦσι Γηγενεῖς" ἢ ἀστέρας οἵους ἐν τῷ Θυέστῃ Καρκίνος, 
(3) alia adquisita, et horum alia in corpore, ut cicatrices, alia extera, monilia, et quemadmodum in Tyrone per scapham  (3) τὰ δὲ ἐπίκτητα, καὶ τούτων τὰ μὲν ἐν τῷ σώματι, οἷον οὐλαί, τὰ δὲ ἐκτός, οἷον τὰ περιδέραια καὶ οἷον ἐν τῇ Τυροῖ διὰ τῆς σκάφης. 
(4) Licet vero etiam his uti aut melius aut peius, sicut Ulixes per cicatricem aliter agnitus est a nutrice et aliter a subulcis; (4) ἔστιν δὲ καὶ τούτοις χρῆσθαι ἢ βέλτιον ἢ χεῖρον, οἷον ᾿Οδυσσεὺς διὰ τῆς οὐλῆς ἄλλως ἀνεγνωρίσθη ὑπὸ τῆς τροφοῦ καὶ ἄλλως ὑπὸ τῶν συβοτῶν· 
(5) sunt enim, quae fidei causa fiunt rudiores, et quaecumque huiusmodi, sed quae ex inopinato casu, ut quae in Niptris, meliores. (5) εἰσὶ γὰρ αἱ μὲν πίστεως ἕνεκα ἀτεχνότεραι, καὶ αἱ τοιαῦται πᾶσαι, αἱ δὲ ἐκ περιπετείας, ὥσπερ ἡ ἐν τοῖς Νίπτροις, βελτίους. 
(6) Secundae autem sunt, quae fictae a poeta, quare rudes; sic Orestes in Iphigenia notum fecit se esse Orestem; illa enim per epistolam, ille autem ipse dicit, quae vult poeta, sed non fabula.  (6) δεύτεραι δὲ αἱ πεποιημέναι ὑπὸ τοῦ ποιητοῦ, διὸ ἄτεχνοι. οἷον Ὀρέστης ἐν τῇ Ἰφιγενείᾳ ἀνεγνώρισεν, ὅτι Ὀρέστης· ἐκείνη μὲν γὰρ διὰ τῆς ἐπιστολῆς, ἐκεῖνος δὲ αὐτὸς λέγει, ἃ βούλεται ὁ ποιητὴς ἀλλ' οὐχ ὁ μῦθος· 
(7) Quapropter prope abest a dicto peccato: nam nonnulla etiam signa gestare poterat. Atque in Sophoclis Tereo radii vox.  (7) διὸ ἐγγύς τι τῆς εἰρημένης ἁμαρτίας ἐστίν, ἐξῆν γὰρ ἂν ἔνια καὶ ἐνεγκεῖν. καὶ ἐν τῷ Σοφοκλέους Τηρεῖ ἡ τῆς κερκίδος φωνή. 
(8) Tertia autem, quae recordatione fit, cum aliquid conspiciens commovetur, quemadmodum illa in Cypriis Dicaeogenis, conspiciens enim picturam lacrimavit, et illa in Alcini apologo, audiens enim citharoedum et recordatus lacrimas fudit; inde noti facti sunt. (8) ἡ τρίτη διὰ μνήμης, τῷ αἰσθέσθαι τι ἰδόντα, ὥσπερ ἡ ἐν Κυπρίοις τοῖς Δικαιογένους, ἰδὼν γὰρ τὴν γραφὴν ἔκλαυσεν, καὶ ἡ ἐν Ἀλκίνου ἀπολόγῳ, ἀκούων γὰρ τοῦ κιθαριστοῦ καὶ μνησθεὶς ἐδάκρυσεν, ὅθεν ἀνεγνωρίσθησαν. 
(9) Quarta autem, quae fit per conclusionem, sicut in Choephoris: scilicet similis aliquis venit, similis autem nemo nisi Orestes: is igitur venit. Et illa Polyidi sophistae circa Iphigeniam: verismile enim Orestem concludere, quoniam soror mactata esset, se quoque mactatum iri. Et quae in Theodectis Tydeo, quoniam venerit filium inventurus, se ipsum interiturum esse. Et quae in Phinidis: conspicatae enim locum, quod fatale erat, collegerunt scilicet in hoc sibi moriendum esse. ibi enim etiam expositae erant.  (9) τετάρτη δὲ ἡ ἐκ συλλογισμοῦ, οἷον ἐν Xοηφόροις, ὅτι ὅμοιός τις ἐλήλυθεν, ὅμοιος δὲ οὐθεὶς ἀλλ' ἢ  Ὀρέστης, οὗτος ἄρα ἐλήλυθεν. καὶ ἡ Πολυίδου τοῦ σοφιστοῦ περὶ τῆς Ἰφιγενείας· εἰκὸς γὰρ ἔφη τὸν Ὀρέστην συλλογίσασθαι ὅτι ἥ τ' ἀδελφὴ ἐτύθη καὶ αὐτῷ συμβαίνει θύεσθαι. καὶ ἐν τῷ Θεοδέκτου Τυδεῖ, ὅτι ἐλθὼν ὡς εὑρήσων τὸν υἱὸν αὐτὸς ἀπόλλυται. καὶ ἡ ἐν τοῖς Φινείδαις· ἰδοῦσαι γὰρ τὸν τόπον συνελογίσαντο τὴν εἱμαρμένην, ὅτι ἐν τούτῳ εἵμαρτο ἀποθανεῖν αὐταῖς, καὶ γὰρ ἐξετέθησαν ἐνταῦθα. 
(10) Est vero etiam quaedam composita ex falsa ratiocinatione theatri, ut in Ulixe mendace nuntio: arcum enim aiebat se agniturum esse, quem non viderat; illud autem, quasi per hoc agniturus esset, sic falsam rationem iniit.  (10) ἔστιν δέ τις καὶ συνθετὴ ἐκ παραλογισμοῦ τοῦ θεάτρου, οἷον ἐν τῷ Ὀδυσσεῖ τῷ ψευδαγγέλῳ· τὸ μὲν γὰρ τόξον ἔφη γνώσεσθαι, ὃ οὐχ ἑωράκει· τὸ δὲ ὡς δι' ἐκείνου ἀναγνωριοῦντος διὰ τούτου ποιῆσαι παραλογισμός.
(11) Omnium autem optima agnitio est, quae fit ex ipsis factis, stupore per verisimilia excitato, quemadmodum in Sophoclis Oedipo atque in Iphigenia: nam verisimile est tradere velle litteras. Tales enim solae sunt sine fictis signis et monilibus.  (11) πασῶν δὲ βελτίστη ἀναγνώρισις ἡ ἐξ αὐτῶν τῶν πραγμάτων, τῆς ἐκπλήξεως γιγνομένης δι' εἰκότων, οἷον ἐν τῷ Σοφοκλέους Οἰδίποδι καὶ τῇ Ἰφιγενείᾳ· εἰκὸς γὰρ βούλεσθαι ἐπιθεῖναι γράμματα. αἱ γὰρ τοιαῦται μόναι ἄνευ τῶν πεποιημένων σημείων καὶ περιδεραίων. 
(12) Proximae autem sunt, quae fiunt ex conclusione. (12) δεύτεραι δὲ αἱ ἐκ συλλογισμοῦ.
   
esse st. esset  
zu xap.1  
 
Sententiae excerptae:
w41
1912 Multos carmen decepit.
  Viele irren sich in der Poesie. (Viele hat die Posie schon getäuscht.)
  Petron.118,1
Literatur:

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