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Epochen der politischen und kulturellen Entwicklung Griechenlands

Tabellen zur Geschichte:

5. Hellenismus, 

a) Die Diadochenkämpfe (323-280)

 

 
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Geschichte 

v.Chr.
Geschichte
Kultur
     
323

Römische Geschichte

  • Archon: Kephisodoros (Diod.Sic.)
  • Alexanders Feldherrn teilen sich das Reich unter dem Scheinkönigtum des Philippos Arrhidaios und des Alexandros, des Sohnes der Roxane, und unter der Oberleitung des Perdikkas (Curt.10,6-10; Arr.Alex.1-7; Diod.18,1-4; Iust.13,1-4).
    • Meleagros gerierte sich als Führer des Fußvolkes. Zwischen ihm und den Führern der Reiterei kam es zum Streit um die Nachfolge Alexanders. 
      Arr.Alex.2: διεφέρετο δὲ ἐς ἀλλήλους τὸ πεζὸν καὶ τὸ ἱππικόν, ὧν οἱ μέγιστοι τῶν ἱππέων καὶ τῶν ἡγεμόνων Περδίκκας ὁ Ὀρόντου καὶ Λεόννατος ὁ † Ἄνθους καὶ Πτολεμαῖος ὁ Λάγου, τῶν δὲ μετ' ἐκείνους Λυσίμαχός τε ὁ Ἀγαθοκλέους καὶ Ἀριστόνους ὁ Πεισαίου καὶ Πείθων ὁ Κρατεύα καὶ Σέλευκος ὁ Ἀντιόχου καὶ Εὐμένης ὁ Καρδιανός. οὗτοι μὲν ἡγεμόνες τῶν ἱππέων, Μελέαγρος δὲ τῶν πεζῶν. (3)  εἶτα διαπρεσβεύονται πρὸς ἀλλήλους πολλάκις καὶ τέλος συμβαίνουσιν οἵ τε τὸν βασιλέα ἀνειπόντες πεζοὶ καὶ οἱ τῶν ἱππέων ἡγεμόνες, ἐφ' ᾧ Ἀντίπατρον μὲν στρατηγὸν εἶναι τῶν κατὰ τὴν Εὐρώπην, Κρατερὸν δὲ προστάτην τῆς Ἀρριδαίου βασιλείας, Περδίκκαν δὲ χιλιαρχεῖν χιλιαρχίας, ἧς ἦρχεν Ἡφαιστίων (τὸ δὲ ἦν ἐπιτροπὴ τῆς ξυμπάσης βασιλείας), Μελέαγρον δὲ ὕπαρχον Περδίκκου. Heer und Reiterei zerstritten sich. Die höchsten Ränge der Reiterei begleiteten Perdikkas, der Sohn des Orontas, Leonnatos, der des Anthes, und Ptolemaios Lagou. Nach ihnen kamen Lysimachos, der Sohn des Agathokles, Aristonous, der Sohn des Peisaios, Peithon, der des Krateuas, Seleukos, der des Antiochos, und Eumenes Kardianos. Diese waren Führer der Reiterei, Meleagros aber der des Heeres. (3) Nun schicken sie oft Gesandte hin und her und schließlich einigen sich das Heer, das den König bereits ernannt hatte, und die Führer der Reiterei, dass Antipatros Feldherr der Truppen in Europa sei, Krateros der Verwalter der Königsherrschaft des Arrhidaios, Perdikkas die Truppen führe, die Hephaistion geführt hatte, (d.h. die Gesamtaufsicht über das Königreich) und Meleagros Perdikkas unmittelbar unterstellt sei. (Üb. E.G.)
      Man einigte sich so (Reichsordnung der Heeresversammlung von Babylon):
      • Thronerben sein sollten:
        • Philippos Arrhidaios, der Halbbruder Alexanders, nämlich der Sohn Philipps von Philinna und 
        • der noch ungeborene Sohn Alexanders von Roxane. 
      • Die Funktionen der Feldherrn:
        • Antipatros sollte Oberfeldherr in Europa sein,
        • Krateros sollte als προστάτης τῆς βασιλείας Vormund des Philippos Arrhidaios sein. Da er mit dem Veteranenheer nach Makedonien unterwegs war, lag seine Vertretung bei Perdikkas.
        • Perdikkas sollte als Chiliarch (Nachfolger des Hephaistion) die Oberleitung über alles haben. Durch die Vertretung des Krateros war Perdikkas faktisch der mächtigste Mann.
    • Meleagros wurde Perdikkas an die Seite gestellt, aber bald danach zusammen mit anderen ermordet (Curt.10,9
    • Die Neuverteilung der Provinzen (Satrapien) an die Feldherrn wurde unter der Leitung des Perdikkas folgendermaßen geregelt:
      Curt.10,10,1-4: Perdicca perducto in urbem exercitu consilium principum virorum habuit, in quo imperium ita dividi placuit, ut rex quidem summam eius obtineret, satrapes Ptolomaeus Aegypti et Africae gentium, quae in dicione erant. (2) Laomedonti Syria cum Phoenice data est, Philotae Cilicia destinata, Lyciam cum Pamphylia et maiore Phrygia obtinere iussus Antigonus, in Cariam Cassander, Menander in Lydiam missi. Phrygiam minorem Hellesponto adiunctam Leonnati provinciam esse iusserunt. (3) Cappadocia Eumeni cum Paphlagonia cessit; praeceptum est, ut regionem eam usque ad Trapezunta defenderet, bellum cum Ariarathe gereret: solus hic detrectabat imperium. (4) Pithon Mediam, Lysimachus Thraciam adpositasque Thraciae Ponticas gentes obtinere iussi. Qui Indiae quique Bactris et Sogdianis ceterisque aut Oceani aut Rubri maris accolis praeerant, quibus quisque finibus habuisset imperium, obtinerent decretum est; Perdicca ut cum rege esset copiisque praeesset, quae regem sequebantur. Nachdem das Heer in die Stadt geführt war, hielt Perdikkas eine Versammlung der führenden Männer ab. Man beschloss, die Macht so aufzuteilen, dass der König die oberste Macht behielt. Ptolemaios solle Satrap von Ägypten und der unterworfenen Völker Libyens sein. (2) Laomedon wurde Syrien mit Phoenikien gegeben, Philotas Kilikien zugewiesen; Antigonos erhielt den Auftrag, Lykien mit Pamphylien und Großphrygien zu behaupten; Kassandros und Menandros wurden nach Lydien geschickt. Das an den Hellespont angrenzende Kleinphrygien sollte nach ihrem Beschluss Strapie des Leonatos sein. (3) Kappadokien ging mit Paphlagonien an Eumenes. Er wurde beauftragt, dieses Gebiet bis nach Trapezus zu verteidigen und den Krieg gegen Ariarathes zu führen, der noch als einziger rebellierte. (4) Peithon sollte nach ihrem Beschluss Medien, Lysimachos Thrakien und die an Thrakien angrenzenden pontischen Völker behaupten. Wer über Indien, wer über die Baktrier, Sogdianen und übrigen Anwohner des Ozeans oder des Roten Meeres herrschte, sollte dem Beschluss nach die Macht über jeweils sein Gebiet behalten. Perdikkas sollte den König begleiten und die Truppen anführen, die dem König folgten. (Üb. E.G.)
    • Von den Angehörigen Alexanders, die Einflussnahme erwarten ließen und während der Kämpfe alle beseitigt wurden, gehörten:
      • Olympias, Alexanders Mutter, die sich in Epeiros aufhielt (Iust.6);
      • Herakles, Alexanders Sohn von Bardine (Plut.Alex.21; Curt.10,6);
      • Kleopatra, Alexanders Schwester;
      • Thessalonike (Gattin des Kassandros) und Kynane, Halbschwestern von Alexander
      • Adea, bzw. Eurydike, die Tochter von Alexanders Halbschwester Kyane und Gattin des Philippos Arrhidaios (Diod.18,23; Dio.19,35; Diod.19,52; Iust.14,5; ). 
  • 323-322 Lamischer Krieg (Diod.18,8-18; Hypereid.Epitaph.; Plut.Phok.22-28; Plut.Dem.27-30; Iust.8,5): Fast ganz Griechenland erhebt sich gegen die makedonische Herrschaft. Anlass war der Befehl Alexanders an die griechischen Städte, ihre Verbannten zurückzuholen (aus dem Jahr Retourverweis323). Durch diese Anordnung fühlten sich besonders die Aitoler und Athen bedrängt. Athen ergriff die Initiative: Es nahm sofort mit der Nachricht von Alexanders Tod den Söldnerführer Leosthenes, der mit seinen Leuten auf Alexanders Befehl von den Satrapen entlassen worden war und jetzt seine Truppen beim Kap Tainaron wieder sammelte, in Dienst. Zu seinen eigenen 8000 Mann gewann Leosthenes noch 7000 Aitoler, Lokrer, Phoker und andere (Diod.17,106; Diod.17,111; Diod.18,9-18; Paus.1,25,4; Paus.5,52,2). Die Athener riefen auch durch Gesandtschaften zum Bündnis auf. Ihrem Ruf folgten von der Peloponnes Argos, Epidauros, Sikyon, Troizen, Elis, Phleius, Messene. Sonst noch die Akarnanen Karystos auf Euboia und das gesamte Thessalien. Die Athener selbst bieten 5000 Hopliten, 500 Reiter und weitere 2000 Söldner auf. Die vereinigten Griechen besiegen unter Leosthenes zunächst die Boioter bei Plataiai. Dann zieht das gesamte Heer gegen Antipatros zu den Thermopylen. Sie besiegen ihn und schließen ihn in Lamia ein (Diod.18,12-13; Paus.1,1,3). Antipatros ist zwar zum Frieden bereit, aber seine Gegner verlangen bedingungslose Kapitulation (Diod.18,18; Plut.Phok.26).
  • Leosthenes fällt. Als Heerführer der Griechen folgt ihm Antiphilos.
 
322

Römische Geschichte

  • Archon: Philokles (Diod.Sic.)
  • Leonnatos kommt aus dem hellespontischen Phrygien Antipatros mit 20000 Fußsoldaten und 2500 Reitern zu Hilfe. Da Antiphilos, nachdem inzwischen viele Bundesgenossen nach Hause zurückgekehrt waren, ungefähr gleich stark war (22000 Fußsoldaten, 3500 Mann Reiterei), gab er die Belagerung von Lamia auf und zog Leonnatos entgegen. Leonnatos fällt zwar in einem Reiterkampf gegen die Griechen (Diod.18,14f), aber Antipatros gelingt es, sich aus Lamia zu befreien und sich mit dem Restheer des Leonnatos zu vereinigen. Zusammen mit Krateros, der ihm ebenfalls zu Hilfe kommt, schlägt er die Griechen bei Krannon (Diod.18,16f.).
  • Antipatros und Krateros lehnen einen Antrag auf gemeinsame Friedensverhandlungen ab und zwingen die griechischen Staaten in getrennten Verträgen mit maßvollen Bedingungen Frieden zu schließen. Der hellenische Bund wird somit zerschlagen (Diod.18,17):
  • Die Athener und die Aitoler bleiben schließlich übrig. Für Athen verhandlen Phokion und Demades den Frieden. Es muss seine Verfassung ändern und eine makedonische Besatzung in Munychia aufnehmen (Diod.18,18; Plut.Phok.26; Plut.Dem.27): Die Athener müssen im einzelnen:
    • die Kriegskosten erstatten,
    • die makedonenfeindlichen Redner, besonders Demosthenes und Hypereides ausliefern: die Redner fliehen zwar, Hypereides wird aber in Aigina aufgegriffen, vor Antipatros gebracht und hingerichtet; Demosthens begeht, als er gefasst wird, auf der Insel Kalaureia Selbstmord (Plut.Dem.28-30; Arr.Alex.13).
    • das Bürgerrecht derjenigen beschränken, deren Vermögen unter 2000 Drachmen blieb: daraufhin werden etwa 12000 Bürger (bes. nach Thrakien) ausgewiesen, während nur 9000 zurückbleiben.
    • das Gemeinwesen nach den Gestzen Solons verwalten,
    • aus Samos die athenischen Kleruchen abziehen, 
    • eine makedonische Besatzung in Munychia und auf der Burg des Peiraieus aufnehmen.
  • Antipatros zieht jetzt gegen die Aitoler. Diese verteidigen sich hartnäckig: Antipatros wird infolge des Krieges in Asien abberufen, bevor er sie niederwerfen kann.
321

Römische Geschichte

  • Archon: Archippos (Dion.Hal.Din.9)
1. Diadochenkrieg (321-320) (Diod.18,23; Diod.18,25; Diod.18,29; Diod.18,33-36; Iust.12,6-8): Krieg der Statthalter Antigonos, Antipatros, Krateros und Ptolemaios gegen Perdikkas und Eumenes.
  • Eumenes, der Verbündete des Perdikkas, errang in Kappadokien einen Sieg über Krateros und Neoptolemos, die beide fielen (Diod.18,30-32; Plut.Eum.5-7; Nep.Eum.3-4). 
  • Perdikkas wird nach zwei Niederlagen im Nildetavon seinen Truppen im Stich gelassen und umgebracht.
  • Gegen Eumenes wird der Krieg fortgeführt. Er wird verraten, besiegt und in Nora in Kappadokien eingeschlossen. Nachdem er wieder freigekommen war, wurde er von Olympias und Polyperchon zum königlichen Oberfeldherrn erhoben und führte in der Folge in Kilikien, Phoinikien, Susiana, Persis, Medien und Peraitakene wechselvolle Kriege. Ende 316 wird er von seinen eigenen Truppen verraten, Antigonos ausgeliefert und hingerichtet (Diod.18,40-42; Diod.18,40-42; Diod.18,50; Diod.18,53; Diod.18,57-63; Diod.18,73; Nep.Eum.5ff.; Iust.14,1-4).
 
320
  • Archon: Neaichmos (Dion.Hal.Din.9)
  • Nach dem Ende des Perdikkas wird Antipatros zum ἐπιμελητὴς αὐτοκράτωρ erhoben. In Triparadeisos in Syrien werden im Herbst 320 die Länder neu aufgeteilt ( Seleukos erhält Babylonien dazu, Diog.18,39; Arr.Alex.30-38; Ptolemaios wird als Satrap von Ägypten bestätigt), Antipatros wird gleichzeitig Reichsverweser und Antigonos wird zum königlichen Oberfeldherrn ernannt. Er wird zunehmend unabhängiger und seine Macht wächst stetig. 
 
319
  • Archon: Apollodoros (Diod.Sic.)
 
318

Römische Geschichte

  • Archon: Archippos (Diod.Sic.)
  • 2. Diadochenkrieg (318-315): Antipatros stirbt bereits 319. Damit ist die Einigung und Reichsaufteilung von Triparadeisos obsolet. Um die Nachfolge des Antipatros und den Besitz Makedoniens führen Polyperchon und Kassandros, der Sohn des Antipatros, einen Krieg (Diod.18,47-49): 
    • Antipatros hatte Polyperchon zu seinem Nachfolger bestimmt
      Diod.18,48,4: ὁ δ' Ἀντίπατρος ἐσχάτως ἤδη διακείμενος ἀπέδειξεν ἐπιμελητὴν τῶν βασιλέων Πολυπέρχοντα καὶ στρατηγὸν αὐτοκράτορα, πρεσβύτατον σχεδὸν ὄντα τῶν Ἀλεξάνδρῳ συνεστρατευμένων καὶ τιμώμενον ὑπὸ τῶν κατὰ τὴν Μακεδονίαν, τὸν δ' υἱὸν Κάσανδρον χιλίαρχον καὶ δευτερεύοντα κατὰ τὴν ἐξουσίαν. Kurz vor seinem Tod ernannte Antipatros Polyperchon zum königlichen Sachwalter und zum unumschränkten Feldherrn. Denn von den Feldherrn, die mit Alexander zusammen gezogen waren, war er nahezu der älteste und von den Makedonen geachtet. Seinem Sohn Kassandros gab er den zweithöchsten Rang und machte ihn zum Chiliarchen. (Üb. E.G.) 
    • Kassandros gab sich damit nicht zufrieden, sondern vergewisserte sich der Hilfe des Antigonos gegen Polyperchon und eroberte in den Jahren 316-315 von Griechenland aus Makedonien (Diod.19,35f.; Diod.19,49-51). Polyperchon konnte sich noch einige Jahre in Griechenland behaupten und musste sich erst 309 ergeben. Kassandros ernannte ihn zum Strategen in der Peloponnes (Diod.20,28). 
  • Kassandros hatte sofort, als sein Vater tot war, Menyllos, der das Kommando über die makedonische Besatzung in Munychia führte, durch den ihm ergebenen Nikanor abgelöst. Da dieser auch den Peiraieus in seine Hand brachte, war Kassandros praktisch Herr über Athen. An dieser Entwicklung war Phokion nicht schuldlos (Plut.Pok.31f.; Diod.18,64).
  • Philosophie
    • Theophrastos
    • Epikuros
317

Römische Geschichte

  • Archon: Demogenes (Diod.Sic.)
  • Die Athener finden sich nicht mit der Situation ab, sondern schließen sich  Polyperchon an und versuchen so, ihre Freiheit zurückzugewinnen. 
    • Polyperchon versuchte, die Griechenstädte durch ein im Namen der Könige erlassenes Edikt auf seine Seite zu ziehen, indem er ihnen völlige Autonomie zusicherte und die Möglichkeit, zu der früheren Verfassung zurückzukehren, das so genannte " Freiheitsdiagramma des Polysperchos" (Diod.18,55-57).
    • Polyperchon schickte seinen Sohn Alexandros mit einem Heer vor Athen. Er selbst folgte ebenfalls mit einem Heer.
    • Unter dem Eindruck ihrer militärischen Präsenz kehrten viele Verbannte zurück. Es kam zu einer Vertreibung und Hinrichtung der Anhänger des Kassandros. Einige, die in das Lager des Polyperchon flohen, wurden von ihm den Athenern ausgeliefert und hingerichtet; darunter auch Phokion (Plut.Phok.33ff.; Diod.18,65-57).
    • Kassandros erscheint aber mit 35 Schiffen und 4000 Mann im Peiraieus. Polyperchon kann gegen ihn nichts ausrichten, so dass sich die Athener erneut unterwerfen müssen. Kassandros löst Polyperchons als Reichsverweser ab:
      • Die Athener müssen wieder das Bürgerrecht nach einem Zensus beschränken, dieses Mal auf den Besitz von 1000 Drachmen.
      • Die Kassandros ergebene Besatzung kehrt wieder nach Munychia zurück.
      • Kassandros setzt Demetrios v. Phaleron  als προστάτης von Athen ein (Diod.18,68-74) und überträgt ihm so die Regierung über Athen. Dieses Amt nahm Demetrios v. Phaleron bis 307 wahr. Er ließ in Athen eine erste Volkszählung durchführen, die 21000 Bürger, 10000 Metoiken und 400000 Sklaven ergab.
  • Gesetz gegen den Gräberluxus in Athen (Coc.leg.2,69)
316
  • Archon: Demokleides (Diod.Sic.)
 
315

Römische Geschichte

  • Archon: Praxibulos (Diod.Sic.)
  • Niederlage und Tod des Eumenes (Diod.19,40-44; Plut.Eum.17-19).
  • Kassandros lässt das von Alexander zerstörte Theben wieder aufbauen (Diod.19,53f.; Paus.9,7), außerdem gründet er Thessalonike und Kassandreia.
  • Philosophie
    • Zenon, Stoiker
314

Römische Geschichte

  • Archon: Nikodoros (Diod.Sic.)
  • 3. Diadochenkrieg (314-311) (Diod.19,57-64; Diod.19,66-69; Diod.19,73-75; Diod.19,77-100): Krieg der Statthalter Seleukos, Ptolemaios, Kassandros und Lysimachos gegen Antigonos. Grund war, dass die wachsende Macht des Antigonos zunehmend die Missgunst der anderen Statthalter erregte. Seleukos verlässt aus Angst vor einem Anschlag des Antigonos seine Statthalterschaft Babylonien. Unter den vielen wechselvollen Schlachten ist die Schlacht bei Gaza (312) bemerkenswert, in der Ptolemaios und Seleukos einen Sieg über Demetrios Poliorketes, den Sohn des Antigonos, erringen (Diod.19,80-84; Plut.Demetr.5). Seleukos kehrt wieder nach Babylonien zurück.  
  • Der Krieg zwischen Antigonos und Kassandros konzentriert sich in Griechenland:
    • Antigonos versucht die Griechen für sich zu gewinnen, indem er ihnen Freiheit und Autonomie verkündet (Diod.19,61).
    • Um Kassandros aus Griechenland zu vertreiben, schickt Antigonos 314-312 wiederholt Truppen unter den Feldherrn Aristodemos, Dioskorides, Telesphoros und seinem Neffen Ptolemaios. Ihre Aufgabe war es, die makedonischen Besatzungen aus den Städten zu verjagen und so ihre Autonomie durchzusetzen. Dies gelang überall außer in Sikyon, in Korinth und Athen (Diod.19,57-87 passim). 
    • Ptolemaios folgte 314 dem Beispiel des Antigonos, verkündete die Freiheit Griechenlands und schickte eine Flotte von 50 Schiffen. Ihr blieb aber ein greifbarer Erfolg versagt (Diod.19,62-64 passim).
    • Polysperchos und sein Sohn Alexandros standen ebenfalls noch mit ihren Truppen in Griechenland auf. Sie griffen manchmal für Kassandros, manchmal für Antigonos Partei, manchmal handelten sie aus eigenem Interesse. Alexandros starb in dieser Zeit (Diod.19,57-67 passim).
    • Athen behielt seine makedonische Besatzung. Als die Truppen des Antigonos in Attika erschienen, schloss Demetrios v. Phaleron mit ihnen einen Vertrag, dessen Vereinbarungen nicht überliefert sind (Diod.19,78).
 
313
  • Archon: Theophrastos (Diod.Sic.)
 
312
  • Archon: Polemon (Diod.Sic.)
 
311

Römische Geschichte

  • Archon: Simonides (Diod.Sic.)
  • Friede zwischen den Statthaltern auf der Basis des Status quo (Diod.19,105): 
    • Vereinbarung: Alle Feldherrn sollen ihre Statthalterschaften behalten, Kassandros nur so lange, bis Alexander, der Sohn der Roxane mündig ist. Dies führte dazu, dass Kassandros beide, Mutter und Sohn, beseitigen ließ.
      • Griechenland wird in dem Frieden der Statthalter für frei erklärt (Diod.19,105). Diese Bestimmung führte dazu, dass man in der Folge einige ehrgeizige Kriege gegen konkurrierende Statthalter als Befreiungskriege deklarierte. Z.B.:
 
310
  • Archon: Hieromnemon (Diod.Sic.)
 
309
  • Archon: Demetrios (Diod.Sic.)
 
308
  • Archon: Charinos (Diod.Sic.)
 
307

Römische Geschichte

  • Archon: Anaxikrates (Diod.Sic.)
  • Demetrios Poliorketes nimmt mit einer starken Flotte den Peiraieus erobert und zerstört Munychia befreit Athen und richtet wieder die Demokratie ein (Diod.20,45f.; Plut.Demetr.8-14). Demetrios von Phaleron erhält freies Geleit und begibt sich über Theben nach Ägypten
    • Demetrios Poliorketes begünstigte Athen noch außerdem durch Getreide, Schiffsbauholz und die Rückgabe von Imbros.
    • Athen überhäufte dafür Antigonos und Demetrios mit fast göttlichen Ehrungen (Plut.Demetr.10-13; Diod.20,46; Ath.6,253f.; Philoch.fr.144): Sie 
      • errichteten ihnen Statuen, 
      • bezeichneten sie als θεοὶ σωτῆρες ("rettende Götter"), 
      • erbauten ihnen Altäre,
      •  webten ihre Namen neben den des Zeus und der Athena  in den Peplos der Athena
      • benannten zusätzlich zu den bisherigen 10 Phylen zwei neue Phylen nach ihnen  Antigonis und Demetrias
    • Demetrios Poliorketes befreit auch Megara
    • Dann wird er von seinem Vater Antigonos abberufen, um auf Zypern den Krieg gegen Ptolemaios zu führen (Diod.20,47f.): Bei Salamis erringt er einen glänzenden Seesieg über Ptolemaios (Diod.20,49-52; Plut.Demetr.15f.). 
    • Ein gemeinsames Flottenunternehmen mit seinem Vater gegen Ägypten bleibt ohne Erfolg (Diod.20,73-76)
    • 304-303 belagert Demetrios Poliorketes ein Jahr lang Rhodos. Dabei erwirbt er sich durch seine wirkungsvollen Belagerungsmaßnahmen den Beinamen Πολιορκητής ("Städtebelagerer") (Diod.20,92; Plut.Demetr.21). Schließlich geht er mit den Rhodiern einen Vergleich ein und wendet sich (303) wieder nach Griechenland.
 
306

Römische Geschichte

  • Archon: Koroibos (Diod.Sic.)
  • Antigonos nimmt unter dem Eindruck des Seesieges seines Sohnes Demetrios bei Salamis den Königstitel an und verleiht ihn auch Demetrios. Die anderen Statthalter müssen sich anschließen, allein schon um ihren Anspruch deutlich zu machen: Seleukos, Ptolemaios, Kassandros und Lysimachos folgen. Dadurch kommt zum Ausdruck, dass die Reichsidee gegenüber den partikularen Lösungen jetzt schon weitgehend chancenlos ist (endgültig 301) (Diod.20,53; Plut.Demetr.17-18).
 
305
  • Archon: Euxenippos (Diod.Sic.)
 
304
  • Archon: Pherekles (Diod.Sic.)
 
303

Römische Geschichte

  • Archon: Leostratos (Diod.Sic.)
  • Demetrios Poliorketes kehrt nach Griechenland zurück und vollendet gegen Kassandros und Polyperchon die Befreiung der griechischen Städte:
    • Er wehrt den Angriff des Kassandros auf Athen ab (Plut.Demetr.23),
    • nimmt den Ptolemaiern Sikyon ab,
    • erobert Korinth, Bura, Skyros in Achaia und Orchomenos in Arkadien (Diod.20,100; Diod.20,102f; Diod.20,110; Plut.Demetr.23-27).
  • 301 will sich Demetrios Poliorketes von Athen aus durch Thessalien gegen Kassandros marschieren, wird aber von seinem Vater abberufen, weil der 4. Diadochenkrieg bereits begonnen hatte.
 
302

Römische Geschichte

  • Archon:Nikokles (Diod.Sic.)
 
301

Römische Geschichte

  • Archon: Klearchos
 
300

Römische Geschichte

  • Archon: Hegemachos (Dion.Hal.Din.9)
  • Da Demetrios Poliorketes noch eine große Flotte besaß und einige Städte in seiner Gewalt waren, konnte das relative Gleichgewicht, das durch Ipsos unter den Diadochen hergestellt war, keinen dauerhaften Bestand haben (Plut.Demetr.31f.).
  • Nach der Zurückgabe der von Xerxes entführten Antenor-Bronzegruppe der "Tyrannenmörder" Harmodios u. Aristogeiton (509) steht sie neben der Ersatzgruppe des Kritios und Nesiotes ( 477) auf der Agora in Athen.
299
  • Archon:Euktemon (Dion.Hal.Din.9)
 
298

Römische Geschichte

  • Archon: Mnesidemos (Dion.Hal.Din.9)
  • Kassandros hatte die Gelegenheit der Niederlage der Antigoniden genutzt und versucht, die griechischen Staaten wieder unter sich zu bringen. In Athen setzt er den ihm ergebenen Lachares als Tyrann ein (Plut.Demetr.31). 
  • Demetrios wird zunächst der Zutritt nach Athen verweigert. Doch Demetrios verstärkt seine Truppen, erobert Athen legt zur Sicherung eine Besatzung in den Peiraieus, nach Munychia und in das Museion (Plut.Demetr.33; Paus.1,25,5).
  • Demetrios konnte offenbar den größten Teil der Peloponnes und Mittelgriechenlands (mit Megara) unterwerfen und so seine Herrschaft im übrigen Griechenland ausweiten (Plut.Demetr.35; Plut.Demetr.39).
 
297
  • Archon: Antiphates (Dion.Hal.Din.9)
 
296

Römische Geschichte

  • Archon: Nikias (Dion.Hal.Din.9)
  • Kassandros stirbt. Dies führt zu Thronstreitigkeiten in Makedonien zwischen seinen drei Söhnen Philippos, Antipatros und Alexandros. Philippos starb bald. Von den beiden übrigen Streithähnen rief Alexandros den Pyrrhos von Epeiros und den Demetrios Poliorketes zu Hilfe.
 
295
  • Archon: Nikostratos (Dion.Hal.Din.9)
 
294

Römische Geschichte

  • Archon: Olympiodoros (Dion.Hal.Din.9)
  • Demetrios bringt Makedonien in seine Abhängigkeit, indem er Alexandros tötet und sich selbst zum König bestimmt (294-288).
  • Antipatros hatte sich zu Lysimachos geflüchtet, fiel aber dort einem Anschlag zum Opfer (Plut.Demetr.36f.; Plut.Pyrrh.7; Iust.16,1).
 
293
  • Archon: Philippos (Dion.Hal.Din.9)
 
292
  • Archon: Lysias
 
291
  • Archon: Kimon
 
290
  • Archon: ?
 
289
  • Archon: Aristonymos od. Telokles
 
288
  • Archon: Xenophon
 
287

Römische Geschichte

  • Archon: Diokles
  • Die Athener verjagen unter Olympiodoros die Besatzungen des Demetrios und gewinnen ihre Freiheit zurück (Paus.1,26,1-3; Plut.Demetr.46; Plut.Pyrrh.12).
  • Staatsverwaltung des Demochares, eines Neffen des Demosthenes zu aller Zufriedenheit.
  • Pyrrhos übertrug Antigonos Gonatas, dem Sohn des Demetrios, die Behauptung der griechischen Städte (Plut.Demetr.44; Plut.Demetr.51), doch verliert Antigonos Gonatas einige Städte an Ptolemaios (Plut.Demetr.46; Plut.Pyrrh.11). In einem Teil Griechenlands kann er sich behaupten.
 
286

Römische Geschichte

  • Archon: Diotimos
  • Pyrrhos wird von Lysimachos aus Makedonien vertrieben. Die Schlacht hatte bei Korupedion im hellespontischen Phrygien stattgefunden. (Plut.Pyrrh.12).

 
285
  • Archon: Isaios
 
284
  • Archon: Euthios
 
283

Römische Geschichte

  • Archon: Menekles
 
282
  • Archon: Nikias Ὀτρυνεύς
 
281
  • Archon: Urios
  • Seleukos lässt sich von Flüchtlingen zum Krieg gegen Lysimachos bestimmen. Er schlägt ihn bei Kurupedion im hellespontischen Phrygien und tötet ihn in der Schlacht. (Paus.1,10,3-5; Iust.17,1-2). 
  • Seleukos will Makedonien an sich bringen, wird aber von Ptolemaios Keraunos bei Lysimacheia ermordet (Iust.17,2). Damit ist der letzte Diadoche tot. (Die Könige der nächsten Generation nennt man "Epigonen".)
  • Antiochos I. (281-261) löst seinen Vater Seleukos I. ab, dessen Mitregent er bereits seit 294 war.
 
280

Römische Geschichte

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Römische Geschichte, Bd. 2: Rom und sein Imperium in der Kaiserzeit (mit 16 Zeittafeln)
Stuttgart (Kröner) 2009
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Stallmach, Josef
Dynamis und Energeia : Untersuchungen am Werk des Aristoteles zur Problemgeschichte von Möglichkeit und Wirklichkeit
Meisenheim am Glan : Hain, 1959
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Steen, Anne-Catherine
Die Vita des Feldherren Themistokles im Fokus seines Biographen Cornelius Nepos.
GRIN Verlag , 1/2009
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Vezin, August
Eumenes von Kardia: ein Beitrag z. Geschichte d. Diadochenzeit
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Waterfield, Robin
Dividing the spoils : the war for Alexander the Great's empire.
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Weber, Thomas M.
Gadara - Umm Qes. Bd. I: Gadara Decapolitana. Untersuchungen zur Topographie, Geschichte, Architektur und der Bildenden Kunst einer "Polis Hellenis" im Ostjordanland.
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Ethik und Medizin. Zur Vorgeschichte der aristotelischen Mesonlehre
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Sparta. Aufstieg und Niedergang einer antiken Großmacht
Stuttgart, Klett-Cotta 2004
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Wenkebach, E.
Der hippokratische Arzt als das Ideal Galens. Neue Textgestaltung seiner Schrift ὅτι ὁ ἄριστος ἰατρὸς καὶ φιλόσοφος. Quellen und Studien Geschichte Naturwiss. Meduzin III
Berlin 1933
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Zimmermann, F.
Chariton und die Geschichte
in: Sozialökonomische Verhältnisse im alten Orient und im klassischen Altertum, Berlin 1961, 329-345
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Zosimos / Seybold und Heyler
Geschichte des Zosimus. Aus dem Griechischen zum Erstenmale übersezt und mit Anmerkungen begleitet von Seybold und Heyler
Frankfurt a. M. : Hermann, 1802-1804
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2761
Zosimos / Veh, Otto
Neue Geschichte, Vorwort von Otto Veh. Beiträge von Rebenich, Stefan. Bearbeitet von Rebenich, Stefan. Übersetzt von Veh, Otto
Stuttgart, Hiersemann, 1990
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