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  • Kallikratidas (Καλλικρατίδας, ου) Achilleus Tatios Lycos
  • Kandaules (Κανδαύλης) 
    • Letzter Heraklide als König in Lydien. Herodot erzählt in einer bekannten Perikope, wie er die Macht an Gyges verlor. 
  • Karkinos (Καρκίνος)  Achilleus Tatios Lycos
    • 431 Athenischer Stratege aus Thorikos (Thuk.2,23,2). Zuvor hatte er sich ohne größeren Erfolg aber mit einigem Spott von Seiten des Aristophanes als Tragödiendichter erprobt. 446 soll er sogar an den Dionysien gesiegt haben. Er ist von dem erfolgreicheren gleichnamigen Trgödiendichter Karkinos (aus dem folgenden Jh.) zu unterscheiden. 
    Kimon (Κίμων) Google Lycos
    • Kimon, ca. 510-449 v.Chr. Sohn des Miltiades (Philaide), seine Mutter Hegesipylee entstammte einem thrakischen Königshaus. Für seinen Vater Miltiades entrichtete et 489, was seinem Reichtum keinen Abbruch tat, 50 Talente Strafgeld. Seine Schwester Elpinike war mit Kallias verheiratet. Kimon war Mitkämpfer bei Salamis. Danach zusammen mit Aristeides Staatsmann in Athen. Er ist  aristokratisch eingestellt. Er betreibt eine perserfeindliche und spartafreundliche Politik. 476 übernimmt er das Kommando der Seebundsflotte. Mit Eion nimmt er den letzten persischen Stützpunkt an der makedonischen Küste ein. 475 führt er attische Kleruchen nach Skyros. Von dort lässt er die Gebeine des Theseus in die Heimat zurückbringen. 468 v. Chr. siegte er gegen die Perser am Eurymedon in Kleinasien (Doppelschlacht zu Land und zur See). 462 v.Chr. lehnen die Spartaner im Helotenaufstand sein Hilfsangebot allerdings ab. Im Zusammenhang damit wurde er 462 v.Chr. unter Perikles ostrakisiert, 457 v.Chr. holt man ihn zurück. 451 v. Chr. erreichte er einen fünfjährigen Waffenstillstand zwischen Athen und Sparta.  450 v.Chr. macht ihn zum Strategen einer Expedition gegen das noch unter persischer Oberhoheit stehende Zypern. Bei dieser Unternehmung stirbt er vor Kition. Den Sieg der Athener bei Salamis (auf Zypern) erlebte er nicht mehr. [Biogr.: Plutarch und Nepos]
  • Kleisthenes (Κλεισθένης, ους)
    • (1) Kleisthenes Achilleus Tatios Lycos
      • Tyrann von Sikyon aus dem Haus der Orthagoriden (Orthagoras, Myron, Kleisthenes, Aischines; abweichende Genealogie bei Herod.6,126: Κλεισθένει γὰρ τῷ Ἀριστωνύμου τοῦ Μύρωνος τοῦ Ἀνδρέω γίνεται θυγάτηρ τῇ οὔνομα ἦν Ἀγαρίστη.) (673-573 oder 650-550) Erfolgreiche Verteidigung Sikyons gegen Argos. Siege bei den Pythischen und Olympischen Spielen. Seine Tochter Agariste heiratet Megakles aus Athen. 
    • (2) Kleisthenes Achilleus Tatios Lycos
      • Sohn des Megakles und Begründer der athenischen Demokratie. Er will Hippias stürzen, verliert aber 513 v.Chr.  im Kampf bei Kleipshydrion. Er gewinnt (durch Vermittlung Delphis) die Hilfe der Spartaner. Isagoras wird Archon. Nach der Vertreibung des Isagoras (508 v.Chr.) nimmt er eine Neueinteilung der Phylen vor (örtliche Bezirke statt Geschlechtereinteilung). Einführung des Ostrakismos (Ostrakon). 
  • Kolonisation > Themenseite Achilleus Tatios Lycos
  • Konon (Κόνων Perseus
    Sohn des Timotheos aus Anaphlystos. Nach der Flucht des Alkibiades (413) führt er das Kommando über die Flotte. 406 wird er von Kallikratidas im Hafen von Mytilene eingeschlossen. Aus der Niederlage bei Aigospotamoi (404) entkommt er mit acht Schiffen nach Zypern. Mit Pharnabazos zusammen übernimmt er das Kommando der persischen Flotte. Nach dem Sturz der Dreißig Tyrannen besiegt er mit Pharnabazos im Korinthischen Krieg die Spartaner bei Knidos. 393 baut er die Langen Mauern wieder auf. Von den Rednern als derjenige gewürdigt, der die Hegemonie Athens wieder herstellte. Vgl. Dem.Lept.68 . Wahrscheinlich schon 392 wurde Konon auf spartanisches Drängen von dem Persischen Satrapen Tiribazos gefangen genommen oder sogar getötet. 
  • Kordyes (Κορδύης) Achilleus Tatios Lycos
    Meder, Vater der Roxane (Plut.fluv.20,1)
  • Kroisos, Croesus (Κροῖσος) Google Lycos
    • 595 geboren (im 22. Regierungsjahr seines Vaters, desLyderkönigs Alyattes, bei dessen Tod er mit 35 Jahren in der Herrschaft nachfolgte (Herod.1,26)
      Herod.1,26: Τελευτήσαντος δὲ Ἀλυάττεω ἐξεδέξατο τὴν βασιληίην Κροῖσος ὁ Ἀλυάττεω, ἐτέων ἐὼν ἡλικίην πέντε καὶ τριήκοντα, ὃς δὴ Ἑλλήνων πρώτοισι ἐπεθήκατο Ἐφεσίοισι. Nach dem Tod des Alyattes übernahm Kroisos, Alyattes' Sohn, die Herrschaft im Alter von 35 Jahren. Er griff nun zuerst die Ephesier an. (Übersetzung: E.Gottwein)
    • 560-546 v.Chr. letzter König von Lydien, bevor sein Reich von dem Perser Kyros 546 v.Chr. erobert wurde. Zuvor hatte er versucht, die griechischen Städte Kleinasiens zu unterwerfen (560 v.Chr. Ephesos)
    • Seine Begegnung mit Solon gehört in den Bereich der Sage. Kroisos' Schicksal wurde zu einem paradigmatischen Topos in der Kontrastierung griechischer und orientalischer Lebensauffassung.
  • Kyaxares (Κυαξάρης) kyaxares+meder kyaxares+meder
    • 625-585) [früherer Ansatz: 634-595], König von Medien. Sohn und Nachfolger des Phraortes. Unter ihm erreicht das medische Reich seinen Höhepunkt.
      Herod.1,103: Φραόρτεω δὲ τελευτήσαντος ἐξεδέξατο Κυαξάρης ὁ Φραόρτεω τοῦ Δηιόκεω παῖς. Οὗτος λέγεται πολλὸν ἔτι γενέσθαι ἀλκιμώτερος τῶν προγόνων. Καὶ πρῶτός τε ἐλόχισε κατὰ τέλεα τοὺς ἐν τῇ Ἀσίῃ καὶ πρῶτος διέταξε χωρὶς ἑκάστους εἶναι, τούς τε αἰχμοφόρους καὶ τοὺς τοξοφόρους καὶ τοὺς ἱππέας· πρὸ τοῦ δὲ ἀναμὶξ ἦν πάντα ὁμοίως ἀναπεφυρμένα. Οὗτος ὁ τοῖσι Λυδοῖσί ἐστι μαχεσάμενος, ὅτε νὺξ ἡ ἡμέρη ἐγένετό σφι μαχομένοισι, καὶ ὁ τὴν Ἅλυος ποταμοῦ ἄνω ᾿Ασίην πᾶσαν συστήσας ἑωυτῷ. Συλλέξας δὲ τοὺς ὑπ' ἑωυτῷ ἀρχομένους πάντας ἐστρατεύετο ἐπὶ τὴν Νίνον, τιμωρέων τε τῷ πατρὶ καὶ τὴν πόλιν ταύτην θέλων ἐξελεῖν. Καί οἱ, ὡς συμβαλὼν ἐνίκησε τοὺς Ἀσσυρίους, περικατημένῳ τὴν Νίνον ἐπῆλθε Σκυθέων στρατὸς μέγας, ἦγε δὲ αὐτοὺς βασιλεὺς ὁ Σκυθέων Μαδύης Προτοθύεω παῖς· οἳ ἐσέβαλον μὲν ἐς τὴν Ἀσίην Κιμμερίους ἐκβαλόντες ἐκ τῆς Εὐρώπης, τούτοισι δὲ ἐπισπόμενοι φεύγουσι οὕτω ἐς τὴν Μηδικὴν χώρην ἀπίκοντο. Nach dem Tod des Phraortes folgte ihm sein Sohn Kyaxares, der Enkel des Deiokes. Dieser soll noch viel kriegerischer gewesen sein als seine Vorfahren. Als erster ordnete er ein asiatisches Heer nach Abteilungen und stellte Lanzenträger, Bogenschützen und Reiter getrennt auf; vorher kämpften alle vermischt und gleichmäßig verteilt. So kämpfte er gegen die Lyder, als während des Kampfes der Tag zur Nacht wurde, und er unterwarf sich das gesamte Asien oberhalb vom Halys. Er versammelte alle, die er beherrschte, und zog gegen Ninos, weil er seinen Vater rächen und diese Stadt zuerstören wollte. Er besiegte die Assyrer im Treffen und belagerte gerade Ninos, als ein großes Skythenheer anrückte. Ihr Anführer war der Skythenkönig Madyas, der Sohn des Protothyas. Diese fielen in Asien ein, nachdem sie die Kimmerier aus Europa vertrieben hatten und ihnen auf ihrer Flucht folgten. So gelangten sie in das Land der Meder. (Übersetzung: E.Gottwein)
  • Kylon (Κύλων) kylon+tyrannis kylon+tyrannis
    Kylon aus Athen war 640 in Olympia Sieger im Diaulos. Er versuchte 620 (od. 612) als erster in Athen eine Tyrannis zu errichten. Dabei hatte er die Unterstützung seines Schwiegervaters Theagenes aus Megara. Als er die Akropolis besetzt hatte, wurde er belagert, konnte aber mit seinem Bruder entfliehen. Seine Anhänger wurden aber auf Veranlassung des Alkmaioniden Megakles hingerichtet.
    Herod.5,71: Οἱ δ' Ἐναγέες Ἀθηναίων ὧδε ὠνομάσθησαν· Ἦν Κύλων τῶν Ἀθηναίων ἀνὴρ Ὀλυμπιονίκης· οὗτος ἐπὶ τυραννίδι ἐκόμησε, προσποιησάμενος δὲ ἑταιρηίην τῶν ἡλικιωτέων καταλαβεῖν τὴν ἀκρόπολιν ἐπειρήθη· οὐ δυνάμενος δὲ ἐπικρατῆσαι ἱκέτης ἵζετο πρὸς τὸ ἄγαλμα. Τούτους ἀνιστᾶσι μὲν οἱ πρυτάνιες τῶν ναυκράρων, οἵ περ ἔνεμον τότε τὰς Ἀθήνας, ὑπεγγύους πλὴν θανάτου· φονεῦσαι δὲ αὐτοὺς αἰτίη ἔχει Ἀλκμεωνίδας. Ταῦτα πρὸ τῆς Πεισιστράτου ἡλικίης ἐγένετο. Die "Frevler" aber nannte man sie unter den Athenern deswegen: In Athen gab es einen Olympiasieger Kylon. Der maßte sich die Tyrannis an. Er legte sich einen Club seiner Altersgenossen zu und versuchte die Akropolis einzunehmen. Als er sich nicht durchsetzen konnte, setzte er sich als Schutzflehender an das Bild der Göttin. Die Vorsteher der Naukrarer, die damals Athen regierten, bringen sie davon ab, indem sie ihnen Freiheit von der Todesstrafe zusichern. Die Schuld für ihre Tötung liegt aber bei den Alkmeoniden. Dies ereignete sich vor der Zeit des Polykrates.
    Thuk.1,126,2-12: Καὶ πρῶτον μὲν πρέσβεις πέμψαντες οἱ Λακεδαιμόνιοι ἐκέλευον τοὺς Ἀθηναίους τὸ ἄγος ἐλαύνειν τῆς θεοῦ· τὸ δὲ ἄγος ἦν τοιόνδε. (3) Κύλων ἦν Ἀθηναῖος ἀνὴρ Ὀλυμπιονίκης τῶν πάλαι εὐγενής τε καὶ δυνατός, ἐγεγαμήκει δὲ θυγατέρα Θεαγένους Μεγαρέως ἀνδρός, ὃς κατ' ἐκεῖνον τὸν χρόνον ἐτυράννει Μεγάρων. (4) χρωμένῳ δὲ τῷ Κύλωνι ἐν Δελφοῖς ἀνεῖλεν ὁ θεὸς ἐν τοῦ Διὸς τῇ μεγίστῃ ἑορτῇ καταλαβεῖν τὴν Ἀθηναίων ἀκρόπολιν. (5) ὁ δὲ παρά τε τοῦ Θεαγένους δύναμιν λαβὼν καὶ τοὺς φίλους ἀναπείσας, ἐπειδὴ ἐπῆλθεν Ὀλύμπια τὰ ἐν Πελοποννήσῳ, κατέλαβε τὴν ἀκρόπολιν ὡς ἐπὶ τυραννίδι, νομίσας ἑορτήν τε τοῦ Διὸς μεγίστην εἶναι καὶ ἑαυτῷ τι προσήκειν ᾿Ολύμπια νενικηκότι. (6) εἰ δὲ ἐν τῇ Ἀττικῇ ἢ ἄλλοθί που ἡ μεγίστη ἑορτὴ εἴρητο, οὔτε ἐκεῖνος ἔτι κατενόησε τό τε μαντεῖον οὐκ ἐδήλου. ἔστι γὰρ καὶ ᾿Αθηναίοις Διάσια, ἃ καλεῖται Διὸς ἑορτὴ Μειλιχίου μεγίστη ἔξω τῆς πόλεως, ἐν ᾗ πανδημεὶ θύουσι πολλὰ οὐχ ἱερεῖα, ἀλλ' ἁγνὰ θύματα ἐπιχώρια, δοκῶν δὲ ὀρθῶς γιγνώσκειν ἐπεχείρησε τῷ ἔργῳ. (7) οἱ δὲ Ἀθηναῖοι αἰσθόμενοι ἐβοήθησάν τε πανδημεὶ ἐκ τῶν ἀγρῶν ἐπ' αὐτοὺς καὶ προσκαθεζόμενοι ἐπολιόρκουν. (8) χρόνου δὲ ἐγγιγνομένου οἱ Ἀθηναῖοι τρυχόμενοι τῇ προσεδρίᾳ ἀπῆλθον οἱ πολλοί, ἐπιτρέψαντες τοῖς ἐννέα ἄρχουσι τήν τε φυλακὴν καὶ τὸ πᾶν αὐτοκράτορσι διαθεῖναι, ᾗ ἂν ἄριστα διαγιγνώσκωσιν· τότε δὲ τὰ πολλὰ τῶν πολιτικῶν οἱ ἐννέα ἄρχοντες ἔπρασσον. (9) οἱ δὲ μετὰ τοῦ Κύλωνος πολιορκούμενοι φλαύρως εἶχον σίτου τε καὶ ὕδατος ἀπορίᾳ. (10) ὁ μὲν οὖν Κύλων καὶ ὁ ἀδελφὸς αὐτοῦ ἐκδιδράσκουσιν· οἱ δ' ἄλλοι ὡς ἐπιέζοντο καί τινες καὶ ἀπέθνῃσκον ὑπὸ τοῦ λιμοῦ, καθίζουσιν ἐπὶ τὸν βωμὸν ἱκέται τὸν ἐν τῇ ἀκροπόλει. (11) ἀναστήσαντες δὲ αὐτοὺς οἱ τῶν Ἀθηναίων ἐπιτετραμμένοι τὴν φυλακήν, ὡς ἑώρων ἀποθνῄσκοντας ἐν τῷ ἱερῷ, ἐφ' ᾧ μηδὲν κακὸν ποιήσουσιν, ἀπαγαγόντες ἀπέκτειναν· καθεζομένους δέ τινας καὶ ἐπὶ τῶν σεμνῶν θεῶν τοῖς βωμοῖς ἐν τῇ παρόδῳ ἀπεχρήσαντο. καὶ ἀπὸ τούτου ἐναγεῖς καὶ ἀλιτήριοι τῆς θεοῦ ἐκεῖνοί τε ἐκαλοῦντο καὶ τὸ γένος τὸ ἀπ' ἐκείνων. (12) ἤλασαν μὲν οὖν καὶ οἱ Ἀθηναῖοι τοὺς ἐναγεῖς τούτους, ἤλασε δὲ καὶ Κλεομένης ὁ Λακεδαιμόνιος ὕστερον μετὰ Ἀθηναίων στασιαζόντων, τούς τε ζῶντας ἐλαύνοντες καὶ τῶν τεθνεώτων τὰ ὀστᾶ ἀνελόντες ἐξέβαλον· κατῆλθον μέντοι ὕστερον, καὶ τὸ γένος αὐτῶν ἔστιν ἔτι ἐν τῇ πόλει. (127,1) τοῦτο δὴ τὸ ἄγος οἱ Λακεδαιμόνιοι ἐκέλευον ἐλαύνειν. (2) Zuerst schickten die Lakedaimonier Gesandte und befahlen den Athenern, den Frevel an der Göttin zu sühnen. Der Frevel aber bestand darin: (3) Kylon war ein Athener, Olympiasieger, von altem Adel und einflussreich. Er hatte eine Tochter des Theagenes aus Megara, der damals in Megara Tyrann war, geheiratet. (4) Der Gott in Delphi weissagte Kylon auf seine Frage, er solle am höchsten Fest des Zeus die Akropolis in Athen einnehmen. (5) Als die Olympien auf der Peloponnes gekommen waren, gewann er seine Freunde und nahm, um Tyrann zu werden, mit der Unterstützung des Theagenes die Akropolis ein; er glaubte, die Olympien seien das höchste Zeusfest, und es komme ihm als Olympiasieger irgendwie zu. (6) Ob aber damit das größte Fest in Attika oder sonstwo gemeint war, bedachte er weder selbst, noch machte es das Orakel deutlich. Denn auch die Athener feiern die Diasien, wie das größte Fest des Zeus Meilichios außerhalb der Stadt genannt wird, bei dem die gesamte Bevölkerung viele Opfer darbringt, keine Opfertiere, sondern reine einheimische Gaben. Nein, er ging in der Überzeugung, die rechte Einischt zu haben, an die Sache heran. (7) Als es die Athener aber gemerkt hatten, eilte die gesamte Bevölkerung vom Land gegen sie zu Hilfe, setzt sich fest und führt eine Belagerung durch. (8) Mit der Zeit aber litten die Athener größtenteils unter der Belagerung, zogen sich zurück und überließen es den neun Archonten, die Wache und sonst alles nach bester Erkenntnis eigenverantwortlich anzuordnen. Damals führten ja die neun Archonten den größten Teil der Politik aus. (9) Kylon und denen, die mit ihm belagert wurden, erging es damals aus Mangel an Nahrung und Wasser schlecht. (10) Kylon und sein Bruder entkommen. Als die anderen aber Qualen litten und einige sogar vor Hunger starben, setzen sie sich als Schutzflehende an den Altar auf der Akropolis. (11) Als die Athener, die mit der Bewachung betraut waren, sie im Heiligtum sterben sahen, brachten sie sie unter der Bedingung davon ab, dass sie ihnen nichts Schlimmes antun, töteten sie aber, als sie sie wegbrachten. Einige erledigten sie sogar, obwohl sie sich beim Vorbeigehen an die Altäre der Eumeniden setzten. Deswegen hießen sie und ihre Nachkommen "fluchbeladene Frevler an der Göttin". (12) Nun hatten auch schon die Athener diese Frevler verjaht, verjagt auch später der Lakedaimonier Kleomenes zusammen mit den sich erhebenden Athenern, indem sie sowohl die Lebenden vertrieben als auch die Gebeine der Toten ausgruben und hinausschafften. Freilich kehrten sie später zurück, und ihre Nachkommen leben noch in der Stadt. (127,1) Diesen Frevel also befahlen die Lakedaimonier zu sühnen.
    Paus.1,28,1: Κύλωνα δὲ οὐδὲν ἔχω σαφὲς εἰπεῖν ἐφ' ὅτῳ χαλκοῦν ἀνέθεσαν τυραννίδα ὅμως βουλεύσαντα· τεκμαίρομαι δὲ τῶνδε ἕνεκα, ὅτι εἶδος κάλλιστος καὶ τὰ ἐς δόξαν ἐγένετο οὐκ ἀφανὴς ἀνελόμενος διαύλου νίκην Ὀλυμπικὴν καί οἱ θυγατέρα ὑπῆρξε γῆμαι Θεαγένους, ὃς Μεγάρων ἐτυράννησε. Über Kylon kann ich nicht den genauen Grund angeben, weswegen man ihm eine Bronzestatue errichtete, doch dass er plante, die Tyrannis zu erringen. Ich schließe das daraus, dass er eine sehr gute Figur machte, als Sieger im Olympischen Diaulos bedeutenden Ruhm genoss und mit Erfolg die Tochter des Theagoras geehelicht hatte, der in Megara Tyrann war.
  • Kypselos (Κύψελος, ου) Achilleus Tatios Lycos
    Zu seiner Abstammung von Eetion und der lahmen Labda: Herod.5,92,2 und Paus.5,18,2. Kypselos beendete 655 v.Chr. in Korinth mit Hilfe des Demos die zweihundertsiebzigjährige Herrschaft der Bakchiaden (180 Jahre Könige, 90 Jahre Prytanen) und begründete als Tyrannos ebenso wie sein Sohn und Nachfolger Periandros eine Blütezeit für die Stadt. Erst 581 heben die Spartaner die Herrschaft der Kypseliden wieder auf.
    Aristot.Pol.1315b22-29: δευτέρα δὲ περὶ Κόρινθον ἡ τῶν Κυψελιδῶν <τυραννίς>· καὶ γὰρ αὕτη διετέλεσεν ἔτη τρία καὶ ἑβδομήκοντα καὶ ἓξ μῆνας· Κύψελος μὲν γὰρ ἐτυράννησεν ἔτη τριάκοντα, Περίανδρος δὲ τετταράκοντα καὶ ἥμισυ, Ψαμμίτιχος δ ὁ Γόργου τρία ἔτη. τὰ δ αἴτια ταὐτὰ καὶ ταύτης· ὁ μὲν γὰρ Κύψελος δημαγωγὸς ἦν καὶ κατὰ τὴν ἀρχὴν διετέλεσεν ἀδορυφόρητος, Περίανδρος δ' ἐγένετο μὲν τυραννικός, ἀλλὰ πολεμικός. Die zweit<längst>e <Tyrannis> aber war die der Kypseliden in Korinth. Denn auch sie dauerte 73 Jahre und 6 Monate. Denn Kypselos herrschte dreißig Jahre, Periandros vierzig und ein halb. Psammetichos aber, der Sohn des Gorgos, drei Jahre. Auch sie unterlag den selben Ursachen: Denn Kypselos stützte sich auf das Volk und hatte während seiner ganzen Herrschaft keine Leibwache; Periandros aber wurde zwar selbstherrlich, war aber kriegerisch. (Übersetzung: E.Gottwein)
  • Kyros (Κῦρος) Achilleus Tatios Lycos
    1. (1) Kyros
      • Großvater von Kyros (2)
    2. (2) Kyros
      • Sohn des Kambyses I.und der Mandane, der Tochter des Lyderkönigs Astyages (585-550). 553-529 Perserkönig. Er besiegt zunächst seinen Großvater Astyages von Medien und dehnt sein Reich 547 v.Chr. bis zum Halys aus. Anschließend besiegt er Kroisos von Lydien bei Pteria und erobert 546 Sardeis (Herod.1,86-91) . Weiterhin verrleibt er Babylonien dem Perserreich ein. Auf einem Feldzug gegen die Massageten (oder Daker) kommt er 529 ums Leben. Seine Grabkammer in Pasargadai hat sich erhalten. (Cic.sen.30; 39, 72ff.)
    3. (3) Kyros
      • Sohn des Dareios Nothos und der Parysatis, Satrap in Westkleinasien. Er marschiert mit einem überwiegend griechischen Söldnerheer gegen seinen Bruder Artaxerxes, fällt aber in der Schlacht bei Kunaxa (401 v.Chr.). Thema der Anabasis von Xenophon, der an dem Zug teilnahm und nach Kyros' tod die Führung übernahm. (Cic.sen.59)
    4. (4) Kyros
      • Bischof von Kotyaion in der 1. Hälfte des 5. Jh. n.Chr.. Von ihm stammen Epigramme aus der Anthologia Palatina. Auch als Epiker war er tätig.
     
Sententiae excerptae:
Literatur:

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