Ignosce, ignosce, Caesar,
si eius viri auctoritati rex Deiotarus cessit, quem nos omnes secuti
sumus; ad quem cum dei atque homines omnia ornamenta congessissent,
tum tu ipse plurima et maxima. Neque enim, si tuae res gestae ceterorum
laudibus obscuritatem attulerunt, idcirco Cn. Pompei memoriam amisimus.
Quantum nomen eius fuerit, quantae opes, quanta in omni genere belli
gloria, quanti honores populi Romani, quanti senatus, quanti tui,
quis ignorat? Tanto ille superiores vicerat gloria, quanto tu omnibus
praestitisti. Itaque Cn. Pompei bella, victorias, triumphos, consulatus
admirantes numerabamus, tuos enumerare non possumus. Ad eum igitur
rex Deiotarus venit hoc misero fatalique bello, quem antea iustis
hostilibusque bellis adiuverat, quocum erat non hospitio solum,
verum etiam familiaritate coniunctus, et venit vel rogatus ut amicus
vel accessitus ut socius vel evocatus ut is, qui senatui parere
didicisset, postremo venit ad fugientem, non ad persequentem, id
est ad perculi, non ad victoriae societatem. Itaque Pharsalico proelio
facto a Pompeio discessit; spem infinitam persequi noluit; vel officio,
si quid debuerat, vel errori, si quid nescierat, satisfactum esse
duxit; domum se contulit teque Alexandrinum bellum gerente utilitatibus
tuis paruit. Ille exercitum Cn. Domiti, amplissimi viri, suis tectis
et copiis sustentavit, ... |
Verzeih, verzeih,
Caesar, wenn König Deiotarus sich dem Ansehen dieses Mannes
untergeordnet (gefügt) hat, dem wir alle gefolgt sind; auf
diesen hatten sowohl die Götter und Menschen alle ehrenden
Auszeichnungen gehäuft als auch du selbst ganz besondert die
meisten und größten (w. da auf diesen die Götter
... gehäuft hatten, dann du selbst ...). Denn wir haben, wenn
deine Taten den Ruhmestaten der anderen Dunkelheit gebracht haben
(f.: die Ruhmestaten ... verdunkelt haben), deshalb nicht die Erinnerung
an Cn. Pompeius verloren. Wie groß sein Name gewesen ist,
wie groß seine Macht, wie groß sein Ruhm in jeder Art
des Krieges, wie groß die Ehren des römischen Volkes,
wie groß die des Senates, wie groß deine, wer weiß
(dies) nicht? Um soviel hatte jener die früheren (Feldherren
) an Ruhm übertroffen, wie du alle übertroffen hast. Daher
zählten wir des Cn. Pompeius Kriege, Siege, Triumphe und Konsulatswürden
bewundernd auf, deine können wir nicht aufzählen. König
Deiotarus kam also in diesem unglücklichen und schicksalhaften
Krieg zu dem, den er vorher in den gerechten Kriegen gegen die Feinde
(von außen) unterstützt hatte, mit dem er nicht alleine
durch Gastfreundschaft, sondern auch durch vertrauten Umgang verbunden
war, und er kam entweder gebeten als Freund, oder hergeholt als
Verbündeter, oder vorgeladen als derjenige, der dem Senat Folge
zu leisten (zu gehorchen) gelernt hatte, er kam zuletzt zu einem,
der auf der Flucht war, nicht zu einem, der (d)eine Verfolgung aufnahm,
d.h. (aber) zur Teilnahme an der Gefahr, nicht (zur Teilnahme) am
Sieg. Daher trennte er sich nach der Schlacht bei Pharsalus von
Pompeius; er wollte nicht einer unbestimmten Hoffnung nachgehen;
entweder der Pflicht, wenn er etwas geschuldet hatte, oder dem Irrtum
(irrigem Denken), wenn er etwas nicht gewusst hatte, glaubte er
Genüge getan zu haben (w. er glaubte, dass Genüge getan
worden sei entweder der Pflicht ... ). Er begab sich nach Hause
und, als du den alexandrinischen Krieg führtest, unterstützte
er das Heer des Cn. Domitius, eines sehr angesehenen Mannes, mit
seinen Unterkünften und Truppen. |