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  • Kairos Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Personifikation des rechten Augenblicks oder der günstigen Gelegenheit. Bildliche Darstellung von Lysippos. Pausanias 5,14,9 bezeugt Verehrung in Olympia und einen Hymnos des Ion aus Chios.
      τῆς ἐσόδου δὲ τῆς ἐς τὸ στάδιόν εἰσιν ἐγγύτατα βωμοὶ δύο· τὸν μὲν αὐτῶν Ἑρμοῦ καλοῦσιν Ἐναγωνίου, τὸν δὲ ἕτερον Καιροῦ. Ἴωνι δὲ οἶδα τῷ Χίῳ καὶ ὕμνον πεποιημένον Καιροῦ· γενεαλογεῖ δὲ ἐν τῷ ὕμνῳ νεώτατον παίδων Διὸς Καιρὸν εἶναι.
  • Kalais Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Kalchas Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Seher der Griechen im Trojanischen Krieg. Er verlangte die Opferung der Iphigeneia in Aulis, um günstigen Wind zu erlangen.  Er nahm sich das Leben, als er im Wettstreit gegen den Seher Mopsos verlor.
  • Kalliope (Calliope) (Καλλιόπη) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Unter den neun Musen die Vertreterin der epischen Dichtkunst.
  • Kallisto (Καλλιστώ) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Eine arkadische Nymphe, deren Geschichte sehr unterschiedlich erzählt wird. Unter anderen soll Lykaon ihr Vater sein. Sicher ist, dass sie dem Gefolge der Artemis angehörte, und Zeus sie verführte. Sie gebar ihm Arkas, wurde aber selbst (von Artemis oder Zeus) in eine Bärin verwandelt und fand als solche den Tod. (Ov.met.2,401-530; Apollod.3,8,2,2).
  • Kalydon Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Sohn des Aitolos und der Pronoe. Gründer der gleichnamigen ätolischen Stadt
  • Kalydonischer Eber Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Kalydon in Ätolien wurde von Artemis mit einem Eber heimgesucht, weil König Oineus ein Opfer unterlassen hatten. Des Oileus' Sohn Meleagros rief zur Jagd und u.a. kamen Iason, Theseus, Nestor und Atalante. Meleagros gelang der Treffer, doch im anschließenden Streit um die Jagdtrophäen büßte er durch den Zorn seiner Mutter Althaia sein Leben ein.
  • Kalyke (Καλύκη) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Kalypso (Καλυψώ) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Eine Nymphe, die Tochter des Atlas (Hom.Od.1,52: Ἄτλαντος θυγάτηρ ὀλοόφρονος), die Odysseus unsterblich machen und als Gatten auf ihrer Insel Ogygia zurückhalten wollte (Hom.Od.1,55: κατερύκει, 57: θέλγει). Hermes überbrachte ihr den Beschluss der Götterversammlung, Odysseus ziehen zu lassen. Sie ist Odysseus' letztes Abenteuer bevor er nach Scheria, der rettenden Insel der Phäaken, gelangt.
      • Warum heißt Kalypso "Kalypso"? "Kalypso" bedeutet die "Verhüllerin" oder die "Verhüllte". Warum, lässt sich nicht schlüssig beantworten. Denkbare aber nicht erweisbare Vermutungen z.B.:
        • Ihr Vater Atlas ist der "Verberger" par excellence ὀλοόφρονος)!
        • Die "Verhüllerin" ist die Nacht (Νύξ), und es gibt irgendeinen Bezug zwischen Kalypso und der Nacht;
        • "Verhüllt" ist, was unter der Erde spielt: Kalypso muss also ursprünglich eine chthonische Göttin gewesen sein (Homer nennt sie eine δεινὴ θεά). 
        • Die "Verschleierung" könnte die der jungfräulichen Braut ("Brautschleier") bedeuten.
        • Vielleicht hat Homer den Namen aber nur erfunden: sprechend aber bedeutungslos.
      • Diese Frage wird ausführlich von Lamer in der RE s.v. "Kalypso" erörtert. Dort kann sich, wer will, viel genauer und fundierter informieren.
  • Kampe Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Kanake (Κανάκη) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Tochter des Aiolos. Sie wird von ihrem Bruder schwanger. nach ihrer Niederkunft tötet sie sich auf Befehl ihres Vaters. Die "gebärende Kanake" (wahrscheinlich aus dem "Aiolos" des Euripides) gehörte auch zum Repertoire des Nero. (Suet.Nero 21,3)
  • Kapaneus Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Einer der Sieben gegen Theben. Er brüstet sich, auch gegen den Willen des Zeus die Stadt einzunehmen. Auf seinem Schild steht: πρήσω πόλιν - Ich werde die Stadt verbrennen. Zeus trifft ihn kurz vor seinem Ziel mit dem Blitz.
      (Vgl. die Parodos in Soph.Ant.127-133) Ζεὺς γὰρ μεγάλης γλώσσης κόμπους
      ὑπερεχθαίρει, καὶ σφας ἐσιδὼν
      πολλῷ ῥεύματι προσνισσομένους
      χρυσοῦ καναχῆς ὑπεροπλίαις,
      παλτῷ ῥιπτεῖ πυρὶ βαλβίδων
      ἐπ' ἄκρων ἤδη
      νίκην ὁρμῶντ' ἀλαλάξαι.
  • Karpo Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Karyatides Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Mädchen aus dem Dorf Karyai bei Sparta. Sie trugen beim Artemisfest beim Tanz Körbe auf dem Kopf. Daher nennt man in der Architektur Mädchenfiguren, die wie Säulen das Gebälk (Kapitell und Architrav) tragen, Karyatiden.
  • Kassiopeia (Κασσιόπεια) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche Kassiepeia (Κασσιέπεια) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Die Schreibweise Κασσιόπεια, Κασσιόπη steht in Konkurrenz zur heute bevorzugten Κασσιέπεια.
    • Gilt üblicherweise als Gattin des äthiopischen Königs Kepheus und somit als Mutter der Andromeda. In ihrer Hybris hielt sie sich, bzw. ihre Tochter Andromeda für schöner als die Töchter des Nereus. Daraus resultiert das aus Perseussage bekannte Schicksal  Andromedas.
    • Nach Hesiod ist sie aber durch Phoinix, den Sohn des Agenor, auch Mutter des Phineus.
    • Schließlich erscheint sie noch bei Hygin (an Stelle der Memphis) als Gattin des Epaphos und Mutter der Libye.
  • Kastalia Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Die schöne Tochter des Acheloos, die sich am Parnass, um der Verfolgung Apollons zu entgehen, in eine Quelle stürzt und darin aufgeht. Ihr Wasser ist heilig und dient den Besuchern zur kultisch vorgeschriebenen Reinigung.
  • Kastor Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Kekrops Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Der erste mythische König Attikas und Athens.  Er gilt als "erdgeboren" (autochthon) und schlangenfüßig. Die Akropolis und ihr Umland hießen nach ihm "Kekropia". Spätere Sage lässt ihn aus Sais in Ägypten (ähnlich Danaos, KadmosPelops) nach Attika einwandern (Theopompos, Eusebios). Historisierende Deutung datiert seine Einwanderung in das Jahr 1533 (1607 nach Hellanikos und Philochoros; 1581 nach em Marmor Parium; 1557 nach Eusebios). Er heiratete Aglauros, die Tochter des Aktaios und erbte von ihm die Herrschaft über "Akte" (wie Attika ursprünglich hieß).
      Vgl. Hdt.8,44: Ἀθηναῖοι δὲ ἐπὶ μὲν Πελασγῶν ἐχόντων τὴν νῦν Ἑλλάδα καλεομένην ἦσαν Πελασγοί, ὀνομαζόμενοι Κραναοί, ἐπὶ δὲ Κέκροπος βασιλέος ἐκλήθησαν Κεκροπίδαι, ἐκδεξαμένου δὲ Ἐρεχθέος τὴν ἀρχὴν Ἀθηναῖοι μετωνομάσθησαν, Ἴωνος δὲ τοῦ Ξούθου στρατάρχεω γενομένου Ἀθηναίοισι ἐκλήθησαν ἀπὸ τούτου Ἴωνες. Die Athener aber waren zu der Zeit, als die Pelasger das Land, das jetzt Hellas genannt wird, inne hatten, Pelasger und führten den Namen Kranaer; unter dem König Kekrops wurden sie Kekropiden genannt, welchen Namen sie, nachdem Erechtheus die Herrschaft übernommen hatte, mit dem der Athener vertauschten; als aber Ion, des Xuthos Sohn, Anführer der Athener geworden war, wurden sie nach diesem Ionier genannt. (Üb. Bähr)  
    • Aglauros gebar ihm den frühverstorbenen Erysichthon und die drei Töchter: Pandrosos, Aglauros und Herse
      • Als sich Poseidon (Salzquelle)  und Athena (Ölbaum) um den Besitz des Landes stritten (Westgiebel des Parthenon), setzte Zeus die zwölf Götter als Richter ein (dazu Hdt. 8, 55 und  Apollod. 3, 14, 1) und begründete so die Gerichtsbarkeit des Areopags
      • Kekrops entschied durch sein Zeugnis, Athena sei die frühere gewesen, den Streit zu Gunsten Athenas und stiftete ihr das erste Kultbild,
      • Kekrops erkannte Zeus als höchsten Gott an,
      • Kekrops erkannte als erster, dass jeder Mensch neben einer Mutter auch einen Vater hat und begründete in Attika die Monogamie,
      • Kekrops schaffte Menschenopfer ab.
    • Als Kekrops starb, hatte er keinen männlichen Erben. Deswegen folgte ihm Kranaos in der Herrschaft (Apollod.3,14,5,1).
  • Kephalos Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Eos hatte sich in Kephalos, den Sohn des Hermes, verliebt und schenkte ihm die Kunst, sich beliebig zu verwandeln. So tarnte er sich prüfte die Treue seiner Gattin Prokris und ertappte sie beim Ehebruch. Prokris floh in das Heiligtum der Artemis und erhielt von ihr einen Jagdhund und einen unfehlbaren Jagdspeer. Unerkannt jagte sie mit Kephalos, der sich nun seinerseits mit ihr einließ, was als Ehebruch angesehen werden musste, weil er Prokris nicht erkannt hatte. So waren beide quitt und versöhnten sich. Weil nun bald darauf Prokris ihrerseits ein Verhältnis des Kephalos mit Eos unterstellte, lauerte sie ihm bei der Jagd auf. Weil er sie für ein Beutetier hielt, tötete er sie ohne Absicht oder im Zorn. In Theben wurde er entsühnt. Zum Dank wollte er die Stadt von einem räuberischen Fuchs am Berg Teumessos befreien. Bei der Verfolgung wurden der Fuchs und der Jagdhund des Kephalos in Steine verwandelt. Kephalos selbst wurde vor dem Areopag verurteilt und verbannt. [Freskozyklus]
  • Ker Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche , Keres Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Schicksalsgöttinnen, die allen, die mit ihnen in Berührung kommen, Unglück (Blindheit, Alter, Tod) bringen. Nach Hesiod ist Ker eine Tochter der Nyx und Schwester von Moros, Thanatos und Hypnos
  • Kerkaphos Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Sohn des Helios und der Rhode. Er ist der Vater der drei großen Städtegründer von Rhodos: Ialysos, Kameiros, Lindos.
  • Kerkyon: Kerkyon Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Kerynitische Hirschkuh < Herakles Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Keto (Κητώ) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Kirke: Kirke (Circe) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Kleio < Clio (Κλειώ) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Unter den neun Musen die Vertreterin der Geschichtsschreibung.
    • Eine Nymphe, Tochter des Okeanos Verg.Georg.4,341
  • Kleobis Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Er zog mit seinem Bruder Biton seine Mutter Kydippe, die Herapriesterin in Argos war, als die Ochsen nicht rechtzeitig vom Feld kamen, zum Opfer in das Heraion. Die Göttin erhörte das Gebet der Priesterin um angemessenen Lohn und ließ die beiden Brüder in ihrem Tempel entschlafen. Archaische Kuroi als Weihung von Argos im Museum in Delphi.
      Hdt.1,31,3 ταῦτα δέ σφι ποιήσασι καὶ ὀφθεῖσι ὑπὸ τῆς πανηγύριος τελευτὴ τοῦ βίου ἀρίστη ἐπεγένετο, διέδεξέ τε ἐν τούτοισι ὁ θεὸς ὡς ἄμεινον εἴη ἀνθρώπῳ τεθνάναι μᾶλλον ἢ ζώειν.
  • Kleopatra Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Klotho Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Klymene Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Klymenos Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • König der Minyer in Orchomenos, Vater des Erginos.
  • Klytios Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Ein Gigant. In der Gigantomachie tötet ihn Hekate mit ihren Fackeln
  • Koios (Κοῖος) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche Coeus Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Kore Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Koronides (Κορωνίδες, Κορῶναι) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Die beiden Schwestern Metioche und Menippe verdoppeln regional (in Böotien und Attika) die Gestalt der thessalischen Koronis. Sie gelten als Töchter des Orion von Orchomenos. Ov.met.13,681ff. lässt seine Coronae (Κορῶναι) in Theben zu Hause sein. Dort opferten sie ihr Leben für die Stadt. Die Götter der Unterwelt aber ließen aus Mitleid aus ihrer Asche zwei Mädchen (Coronae) oder zwei junge Männer (Coroni, Ov.) als Sterne an den Himmel emporsteigen.
  • Koronis (Κορωνίς) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Korybanten (Κορύβαντες) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Dämonische Wesen aus Phrygien. Sie treten im Dienst der Kybele auf, indem sie in einen Waffentanz aufführen und die Schilde aneinanderschlagen. Die durchgängig geringe Trennschärfe zu den in Kreta beheimateten Kureten ist bei Nonnos ganz verloren. Er nennt sieben Namen (Nonn.Dion.13,135): Prymneus, Mimas, Akmon, Damneus, Okythoos, Idaios, Melisseus.
  • Korybas Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Korynetes: Korynetes Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Kosmogonie Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Kottos Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Kranaos Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Zweiter (dritter) in der Reihe der mythischen Könige von Athen. Er folgte Kekrops, der ohne männlichen Erben gestorben war. Wie Kekrops galt er als "erdgeboren" (Apollod.3,14,5,1: Κέκροπος δὲ ἀποθανόντος Κραναὸς <ἐβασίλευσεν> αὐτόχθων ὤν). Er benannte Attika nach seiner Tochter Atthis. Unter seine Herrschaft datiert man die Deukalionische Flut. Historisierende Deutung datiert ihn um 1500. Sein Nachfolger war Amphiktyon.
  • Kranto (Κραντώ) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Kratos Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Personifizierung der "Kraft" aus der Begleitung des Ares. Auf Befehl des Hephaistos schmiedete er zusammen seiner Schwester Bia den Prometheus an den Kaukasus.
  • Kreon (Κρέων) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Kreon (1) Sohn des Menoikeus [Stb.] . Schwager des Laios, der mit Kreons Schwester Iokaste verheiratet war. Als Laios ermordet war, folgte Kreon ihm als Herrscher über Theben (Apollod.3,8,1), trat die Krone und die Hand der Schwester dann an Oidipus, als er das Rätsel der Sphinx gelöst hatte, ab und kam nach dem Scheitern des Zuges der "Sieben gegen Theben" und dem Tod von Eteokles und Polyneikes noch einmal an die Macht. Um Ares im Kampf gegen die Sieben für sich einzunehmen, soll er seinen Sohn Megareus geopfert haben. Er verhängt das Bestattungsverbot über Polyneikes, über das sich Antigone hinwegsetzt. Dies kostet nicht nur Antigone, sondern auch seinen Sohn Haimon das Leben. Auf einem Irrtum des Hyginus (Hygin.fab.25) beruht die Gleichsetzung mit Kreon (2)
      • Kreon (2)
        • Sohn des Lykaithos, König von Korinth, verheiratet mit Merope und von ihr Vater des Hippotes und der Glauke. Alkmeon hatte ihm seine beiden mit Manto gezeugten Kinder Amphiloxhos und Tisiphone zur Erziehung übergeben. Aus Eifersucht verkauft Merope Tisiphone, die zufällig und unerkannt in das Haus ihres Veters gelangt (Apollod.3,7,7). Zu ihm gelangten auch Iason und Medeia. Iason verlässt um  Glauke willen Medeia. Als diese sich mit dem Feuerkleid an Glauke rächt, kommt auch Kreon ums Leben, wenn ihn Medeia (nach anderer Version) nicht schon zuvor vergiftet hatte.
      • Kreon (3)
      • Kreon (4)
        • Vater des Lykomedes, eines Kriegers vor Troia (Hom.Il.9,84; Paus.10,25,6)
  • Kresphontes Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Er erhält nach der siegreichen Rückkehr der Herakliden auf die Peloponnes  Messenien zur Herrschaft. Er einigt sich friedlich mit den Einwohnern, außer mit den Neliden aus Pylos. Diese wandern nach Athen aus. Er gibt den Einheimischen (im Gegensatz zu Sparta) gleiche Rechte wie seinen Dorern. Seine Hauptstadt ist zunächst Stenyklaros. Seine Gattin ist Merope, die Tochter des Kypselos. Der Ehe entspringt der Sohn und Thronerbe Aipytos. Den Kresphontes ermordet ein Verwandter namens Polyphontes, um die Macht an sich zu bringen. Kypselos aber verhilft seinem Enkel Aipytos wieder zurück auf den Thron.
  • Kretheus Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Kreusa Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Krommyonische Sau: (Krommyonische Sau) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Kronion (Κρονίων) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • (1) Kronion
      • Zohn des Kronos, Patronym (= Κρονίδης).
        • Zeus, meist ohne, bisweilen mit dem Zusatz Ζεύς;
        • Poseidon (Nonn.13,330; Nonn.43,196)
    • (2) Kronion
      • Der frühere Name des Monats Hekatombaion.

Kronos Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche - Koios Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche - Krios Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche   (Mailanfrage am 22.09.99 - Mailantwort am 22.09.99)
Hallöle...

Ich hätte da eine Frage zur griechischen Mythologie. Kronos ist soviel ich weiß der griechische Gott der Zeit, (er isst ja seine Kinder auf, weil sie ein Zeichen fürs älter werden sind). Und Kronos hat zwei Brüder, Krios und Koios und einer von den beiden ist der Gott des "richtigen Augenblicks". Nur welcher von
ihnen? Da ich nicht vom Fach bin, sondern in Heidenheim Informationstechnik studiere, hoffe ich dass Sie mir Aufschluss darüber geben können.
MFG
M@jor Tom
Hallo Herr Grünewald,
Kronos war Sohn von Uranos (Himmel) und Gaia (Erde), die anfänglich die Welt beherrschten. Ihre Kinder waren (neben anderen) die Titanen. Kronos ist also ein Titan und zugleich ihr König. Krios und Koios sind ebenfalls Titanen und somit keine Kinder, sondern Brüder des Kronos. Kronos entmannte zunächst auf Wunsch seiner Mutter Erde seinen Vater mit einer Sichel und übernahm an seiner Stelle die Weltenherrschaft. Seine Kinder (mit seiner Schwester und Gattin Rhea) verschlang er aus Angst, ihm könne dasselbe passieren wie seinem Vater. Zu dieser Befürchtung hatte er auch allen Grund, zumal es einen entsprechenden Orakelspruch gab. Er erfüllte sich in seinem Sohn Zeus: Zeus entkam dem grausigen Schicksal seiner Geschwister, gab Kronos ein Brechmittel, so dass er seinen Kinderfraß wieder erbrach und stürzte seinen Vater mit den anderen Titanen in einem gewaltigen Kampf (Titanomachie) in die Unterwelt. Er beherrschte nun als "Vater der Menschen und Götter" in dritter Generation die Welt. Die irrtümliche aber gedankenreiche Gleichsetzung mit "Chronos" (Zeit) wurde in späterer Zeit, aber bereits von griechischen Historikern vorgenommen. Man stellte ihn sich als alten Mann mit Sense vor. Mystisch-spekulatives Denken, wie es unter asiatischem Einfluss im Hellenismus (Zeit nach Alexander dem Großen) aufkam (und sich auch heute wieder gar nicht selten findet), fand hier fruchtbare Ansatzpunkte der Mythendeutung. Dies hat aber mit den alten Schöpfungsmythen nichts mehr zu tun. Der "rechte Augenblick" wird im Griechischen mit dem Wort "Kairós" bezeichnet, so dass ich einfach einmal von einer Wortverwechslung ausgehe. Weder Koios noch Krios hat in der Mythologie ein nennenswertes Einzelschicksal gehabt oder eine besondere Deutung erfahren. Ihr Mail zeigt mir, wie interessant man die Dinge weiterspinnen kann, wenn man nicht dauernd kritisch die wissenschaftlichen Handbücher heranzieht, sondern selbst noch ein bisschen mythisches Weltverstehen praktiziert, zu dem uns die Fähigkeit in unserer rationalen und technisierten Zeit (leider) abhanden gekommen ist.
MfG
E.Gottwein
In der Orphik beginnt alles mit Chronos (Zeit), der das Weltei erschafft. Dem Weltei entspringt der doppelgeschlechtliche Phanes, der aus sich selbst die Nyx (Nacht) gebiert und mit ihr Gaia, Uranos und Kronos zeugt. Kronos war also nicht der Sohn, sondern der Bruder des Uranos. Zeus gilt auch hier als Sohn des Kronos. Er verschlingt Phanes und gewinnt so die Macht über das Weltganze. Mit seiner Tochter Persephone - Demeter zeugt er den Dionysos - Zagreus. Weil die Titanen den Dionysos - Zagreus zerreißen und verschlingen, erschlägt sie Zeus mit seinem Blitz. Aus ihrer Asche entstehen die Menschen. Die Menschen sind sowohl gut als auch schlecht, weil auch in der Asche der Titanen Gutes (Dionysos - Zagreus) als auch Schlechtes (Titanen) vermischt war. Schließlich erzeugt Zeus den Erlöser Dionysos Lyseus.  
  • Kureten (Κούρητες) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Halbgöttliche Wesen, vorgestellt als kretische Jünglinge (Kureten - κοῦροι), die mit einem Waffentanz bei der Zeushöhle am Idagebirge das Geschrei des Zeuskindes übertönten, so dass Kronos keinen Verdacht schöpfte. Der Name ist in ethnischem Sinn nicht auf Kreta beschränkt: Bei Homer kämpfen die Kureten Aitoliens und die Aitoler um Kalydon (Hom.Il.9,529-599), auch für Chalkis werden Kureten reklamiert, die mit ihrer Mutter Kombe vor ihrem Vater Sokos nach Kreta und anschließend nach Phrygien flohen, von dort wieder zurück nach Marathon. Geringe Trennschärfe zu den Korybanten, bei Nonnos ganz verloren. (ausführlich: Strab.10,462-474)
  • Kybele Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Göttermutter (der Zeus- und Göttermutter Rhea gleichgesetzt) mit orgiastischen Kult, ekstatischer Musik und Tanz (Tympanon, Zimbel, Pfeifen, Klapper). Verehrt als Μεγάλη Μήτηρ, Magna Mater. Fruchtbarkeitsgöttin, Kulturbringerin. Sie verbreitet sich von Phrygien aus. Sie fährt begleitet von Korybanten auf einem Wagen, der von Löwen gezogen wird, durch ihr Herrschaftsgebiet. Auf dem Kopf trägt sie eine Mauerkrone. In Rom wurde sie nach Befragung der Sibyllinischen Bücher offiziell 204 v. Chr. aus ihrem Hauptkultort in Pessinus eingeführt (Liv.29,10ff.). Ihr Fest sind die Ludi Megalenses (4. - 10. April). Vergil vergleicht (Verg.Aen.6,784 ff.) die Ausbreitung Roms mit der Ausfahrt der "Berecyntia mater", der Mutter vom Berecyntus, einem Berg in Phrygien:
      784
      785
      786
      787
                      ....     qualis Berecyntia mater
      invehitur curru Phrygias turrita per urbes,
      laeta deum partu, centum complexa nepotes,
      omnes caelicolas, omnes supera alta tenentes.
  • Kychreus (Κυχρεύς) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Sohn des Poseidon und der Salamis, der Tochter des Asopos. König von Salamis. Telamon heiratet seine Tochter Glauke. Kychreus erlangte seine Berühmtheit dadurch, dass er die Insel von einer riesigen Schlange befreite, die den Einwohnern gewaltig schadete. Ihm soll Solon vor der Eroberung von Salamis aufgrund eines Orakels Totenopfer dargebracht haben (Plut.Sol.9,1).
  • Kydippe (Κυδίππη) Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
  • Kyklopen Internetsuche bei Google | GBV-Literatursuche
    • Die drei Ur-Kyklopen sind Brontes, Steropes und Arges sind Söhne des Uranos mit Gaia:
        [Apollod.1,1,2]  αὐτῷ (Οὐρανῷ) δὲ τεκνοῖ Γῆ Κύκλωπας, Ἄργην Στερόπην Βρόντην, ὧν ἕκαστος εἶχεν ἕνα ὀφθαλμὸν ἐπὶ τοῦ μετώπου. ἀλλὰ τούτους μὲν Οὐρανὸς δήσας εἰς Τάρταρον ἔρριψε.
    • Doch "der" Kyklop ist Polyphem, wie wir ihn aus Homers Odyssee kennen: personifizierte ἰσχύς, der Odysseus als Repräsentant des  νοῦς entgegentritt.
      Sieh nach bei: Niemand bei Polyphem (Hom.Od.9,362-386)
        Hom.Od.9,272-278
      272


      275


      278
      ὣς ἐφάμην, ὁ δέ μ' αὐτίκ' ἀμείβετο νηλέι θυμῷ·
      νήπιός εἰς, ὦ ξεῖν', ἢ τηλόθεν εἰλήλουθας,
      ὅς με θεοὺς κέλεαι ἢ δειδίμεν ἢ ἀλέασθαι·
      οὐ γὰρ Κύκλωπες Διὸς αἰγιόχου ἀλέγουσιν
      οὐδὲ θεῶν μακάρων, ἐπεὶ ἦ πολὺ φέρτεροί εἰμεν·
      οὐδ' ἂν ἐγὼ Διὸς ἔχθος ἀλευάμενος πεφιδοίμην
      οὔτε σεῦ οὔθ' ἑτάρων, εἰ μὴ θυμός με κελεύοι.
 
- Letzte Aktualisierung: 14.03.2016 - 10:33