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Aus Ciceros Biographie (7)

Ciceros allmähliche Unterwerfung unter das Triumvirat

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Ciceros allmähliche Unterwerfung unter das Triumvirat

  1. Ciceros allmähliche Unterwerfung unter das Triumvirat:
    1. Die erste Zeit nach der Verbannung: Ciceros Rückkehr aus der Verbannung in die Stadt dauerte Monate, da er überall gefeiert wurde. Am 4. Sept. wurde er bei seinem Einzug vom Volke sehr beklatscht und äußerte am nächsten Tag in einer Rede seinen Dank an den Senat, Pompeius und die gegenwärtigen Konsuln. Seinen Angriff auf Clodius führte er in gehässigen Beiwörtern, doch galt sein Hauptangriff den Konsuln des Vorjahres, Gabinius und Piso, die seine Rückkehr hintertrieben hatten.
    2. Cicero und das Triumvirat: Cicero saß politisch zwischen mehr als zwei Stühlen, außerdem war sein Vermögen stark zerrüttet. Er sah, dass eine Verbindung von Senat und Rittern nicht mehr möglich war und sämtliche Macht bei Pompeius lag. Ihn hielt er für den "dominus" im Triumvirat, Caesar und Crassus bezeichnete er als "advocati". Seine Opposition gegen Caesar setzte Cicero fort, indem er Anhänger von ihm zu treffen suchte (z.B. Publius Vatinius) und indem er im Jahr 56 v. Chr. einer gegen Caesar gerichteten Senatsaktion beitrat, wodurch er aber auch Pompeius treffen musste.
    3. Lucca: Die Konferenz von Lucca (April 56 v. Chr.) sah eine Entmachtung des Senats und eine Aufteilung der Macht unter die Triumvirn auf Jahre vor. Danach wurde Cicero von Pompeius gezwungen, seine Opposition einzustellen und seine Rhetorik sogar in den Dienst caesarianischer Anträge im Senat zu stellen. Quintus musste sich jetzt mit Caesar nach Gallien begeben, um für das Wohlverhalten Ciceros in Rom zu bürgen. Außerdem erhielt Cicero einen Kredit von Caesar. Dies führte zur Abwendung Ciceros von der Senatspartei bei gleichzeitiger Ohnmacht gegenüber den Triumvirn (vgl. Cic.Att.4,6 (5), 2f).
      1. In seiner Rede "de domo sua"  (29. Sept. 57 v. Chr.) führte Cicero vor den Pontifices mit Erfolg den Nachweis, dass die Weihung eines Teiles seines Hausgrundstücks (an die Libertas) unrechtmäßig und nichtig sei.
      2. P. Sestius wurde auf Betreiben des Clodius (März 56 v. Chr.) wegen Gewaltanwendung ("de vi") angeklagt. Cicero, der als letzter von vier Verteidigern spricht, entwickelte in seiner Rede (pro Sestio) sein Programm des "consensus omnium bonorum" (Cic.Sest.36) . "Optimaten" sind die unzähligen, die den Staat durch ihre Leistung tragen. Auch Freigelassene können "Optimaten" sein. (Cic.Sest.96-106).
      3. Mai 56 v. Chr. stellt sich Cicero in seiner Rede "de provinciis consularibus" auf die Seite Caesars und des Triumvirats: Caesar wollte verhindern , dass ihm bei der Zuteilung der Provinzen für die Konsuln des Jahres 55 v. Chr. Gallien verloren gehe. Cicero sprach mit Erfolg in seinem Sinn.
      4. L. Piso war  im Sept. 55 v. Chr. aus der Provinz Makedonien zurückgekehrt und hatte sich nicht ohne Erfolg im Senat gegen die Vorwürfe verteidigt, die Cicero nach seiner Rückkehr gegen ihn erhoben hatte. Cicero antwortete mit einer üblen Schmährede ("in Pisonem").
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