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  • Terpandros (Τέρπανδρος) Terpander Lyricus (Terp.) terpandros+lyrik terpander+lyrik

    Terpandros aus Antissa auf Lesbos, Lyriker und Kitharöde. Er blüht um 676 v.Chr. Seine Lebensdaten werden in den Quellen sehr unterschiedlich angegeben. Fixpunkt ist am sichersten 676, die Einrichtung der Karneien in Sparta, bei denen er den Sieg errang. Das Marm.Par.ep.34 setzt die Neuordnung der dorischen Musik in Sparta in das Jahr 644. Im Gegensatz zu Plut.Mus.1133a, der ihn unter Berufung auf Glaukos älter sein lässt als Archilochos, dürfte er um die 30 Jahre jünger gewesen sein. Er soll viermal hintereinanader bei den (alten) Pythien gesiegt haben. Er gilt als der Erfinder der siebensaitigen Leier (Strab.13,618) und als Begründer der siebenteiligen kitharodischen Nomen (ἀρχά, μεταρχά, κατατροπά, μετακατατροπά, ὀμφαλός, σφραγίς, ἐπίλογος). Terpander soll sogar die Lykurgischen Gesetze vertont haben (Clem.Alex.strom.1,16,78,5).

    Ath.14,37,26: ὅτι δὲ καὶ Τέρπανδρος ἀρχαιότερος Ἀνακρέοντος δῆλον ἐκ τούτων· τὰ Κάρνεια πρῶτος πάντων Τέρπανδρος νικᾷ, ὡς ῾Ελλάνικος ἱστορεῖ ἔν τε τοῖς ἐμμέτροις Καρνεονίκαις κἀν τοῖς καταλογάδην [FGH Ι ]. ἐγένετο δὲ ἡ θέσις τῶν Καρνείων κατὰ τὴν ἕκτην καὶ εἰκοστὴν ὀλυμπιάδα, ὡς Σωσίβιός φησιν ἐν τῷ περὶ Χρόνων [FGH. ΙΙ ]. Das aber auch Terpandros älter ist als Anakreon erhellt daraus: Bei den Karneien siegte als allererster Terpandros, wie Hellanikos sowohl in seinen metrischen Karneoniken (Karneensieger) berichtet als auch in den prosaischen. Die Karneien wurden in der 26. Olympiade (676) eingerichtet, wie Sosibios in seiner Chronik ausführt.
    Ps.Plut.1132E: ἔοικε δὲ κατὰ τὴν τέχνην τὴν κιθαρῳδικὴν ὁ Τέρπανδρος διενηνοχέναι· τὰ Πύθια γὰρ τετράκις ἑξῆς νενικηκὼς ἀναγέγραπται. καὶ τοῖς χρόνοις δὲ σφόδρα παλαιός ἐστι· πρεσβύτερον γοῦν αὐτὸν Ἀρχιλόχου ἀποφαίνει Γλαῦκος ὁ ἐξ Ἰταλίας ἐν συγγράμματί τινι τῷ Περὶ τῶν ἀρχαίων ποιητῶν τε καὶ μουσικῶν· Terpandros scheint sich in der Kunst des Kitharöden ausgezeichnet zu haben, denn er ist viermal in Folge als Sieger bei den Pythien verzeichnet. Er reicht auch in der Zeit weit zurück, denn Glaukos aus Italien zeigt in seiner Schrift über die alten Dichter und Musiker, dass er älter war als Archilochos.
    Clem.Alex.strom.1,16,78,5: μέλος τε αὖ πρῶτος περιέθηκε τοῖς ποιήμασι καὶ τοὺς Λακεδαιμονίων νόμους ἐμελοποίησε Τέρπανδρος ὁ ᾿Αντισσαῖος. Als erster gab Terpandros aus Antissa seinen Gedichten eine Melodie bei und vertonte die Gesetze der Spartaner.
    Strab.13,2,4,18: καὶ Τέρπανδρον δὲ τῆς αὐτῆς μουσικῆς τεχνίτην γεγονέναι φασὶ καὶ τῆς αὐτῆς νήσου, τὸν πρῶτον ἀντὶ τῆς τετραχόρδου λύρας ἑπταχόρδῳ χρησάμενον. Terpandros soll Künstler in der selben Musik gewesen sein und von der selben Insel gestammt haben, er, der als erster statt der viersaitigen Leier die siebensaitige einsetzte. (Übersetzungen: E.Gottwein)
     
  • Thaletas (Θαλήτας) thaletas+lyrik thaletas+lyrik

    Thaletas aus Gortyn auf Kreta, Lyriker und Musiker, blüht nach der Einsetzung der Gymnopädien in Sparta (665), an deren Feier er nach Terpander selbst teilnahm. Er machte sich besonders um das Hyporchema und den Paian verdient.

    Ps.Plut.1134B: Ἡ μὲν οὖν πρώτη κατάστασις τῶν περὶ τὴν μουσικὴν ἐν τῇ Σπάρτῃ, Τερπάνδρου καταστήσαντος, γεγένηται· τῆς δὲ δευτέρας Θαλήτας τε ὁ Γορτύνιος καὶ Ξενόδαμος ὁ Κυθήριος καὶ Ξενόκριτος ὁ Λοκρὸς καὶ Πολύμνηστος ὁ Κολοφώνιος καὶ Σακάδας ὁ ᾿Αργεῖος μάλιστα αἰτίαν ἔχουσιν ἡγεμόνες γενέσθαι· τούτων γὰρ εἰσηγησαμένων τὰ περὶ τὰς Γυμνοπαιδίας τὰς ἐν Λακεδαίμονι λέγεται κατασταθῆναι καὶ τὰ περὶ τὰς ᾿Αποδείξεις τὰς ἐν ᾿Αρκαδίᾳ, τῶν τε ἐν ῎Αργει τὰ ᾿Ενδυμάτια καλούμενα. ἦσαν δ οἱ μὲν περὶ Θαλήταν τε καὶ Ξενόδαμον καὶ Ξενόκριτον ποιηταὶ παιάνων, οἱ δὲ περὶ Πολύμνηστον τῶν ᾿Ορθίων καλουμένων, οἱ δὲ περὶ Σακάδαν ἐλεγείων. ἄλλοι δὲ Ξενόδαμον ὑπορχημάτων ποιητὴν γεγονέναι φασὶ καὶ οὐ παιάνων, καθάπερ Πρατίνας.
    Die erste Einrichtung der Musik in Sparta erfolgte also durch Terpandros. Als Wegbereiter der zweiten zu gelten haben am ehesten Thaletas aus Gortyn, Xenodamas aus Kythera, Xenokritos aus Lokroi, Polymnestos aus Kolophon und Sakadas aus Argos Grund. Der nach ihren Maßgaben soll die Einrichtung der Gymnopädien in Lakedaimon, der Apodeixeis (Darbietungen) in Arkadien und und der so genannten Endymatia in Argos erfolgt sein. Der Kreis um Thaletas, Xenodamos und Xenokritos dichtete Paiane, der um Polymnestos so genannte Orthia und der um Sakadas Elegien. Andere behaupten aber, Xenodamos habe Hyporchemata gedichtet und keine Paiane, so zum Beispiel Pratinas. (Übersetzung: E.Gottwein)
     
  • Tyrtaios (Tyrt.) (PLG) (Τυρταῖος) semonides+lyrik semonides+lyrik

    Elegiker, Blüte während des 2. Messenischen Krieges (685-668). Er stammt aus Athen, ließ sich aber in Sparta eingemeinden und wirkte dort als Feldherr. Dass er in Athen ein verarmter Schulmeister gewesen sei (Paus.4,15,3; Iust.3,5,4), ist wohl späte Hinzudichtung. Durch seine Kampflieder stellte er die nach mehreren Niederlagen in diesem Krieg gebrochene Kampfmoral der Lakedaimonier wieder her.

    Suda: Τυρταῖος, Ἀρχιμβρότου, Λάκων ἢ Μιλήισιος ἐλεγειοποιὸς καὶ αὐλητής· ὃν λόγος τοῖς μέλεσι χρησάμενον παροτρύναι Λακεδαιμονίους καὶ πολεμοῦντας Μεσσηνίοις ταύτῃ ἐπικρατεστέρους ποιῆσαι. Tyrtaios, Sohn des Archimbrotos, spartanischer oder milesischer Elegiker und Flötist. Er soll durch seine Lieder die Lakedaimonier angefeuert und so im Krieg den Messeniern überlegen gemacht haben. (Übersetzung: E.Gottwein)
    Plut.Lacon.230, 4: Πυνθανομένου δέ τινος, διὰ τί Τυρταῖον τὸν ποιητὴν ἐποιήσαντο πολίτην, "ὅπως", ἔφη, "μηδέποτε ξένος φαίνηται ἡμῶν ἡγεμών." Als jemand fragte, warum sie (die Lakedaimonier) den Dichter Tyrtaios eingebürgert hätten, antwortete er: "Damit nie ein Fremder als unser Führer erscheine!" (Übersetzung: E.Gottwein)

    (Text).


Sententiae excerptae:
Literatur:

1 Funde
2868  Bannier, W.
Wiederholungen bei älteren griechischen und lateinischen Autoren
in: RhMus.69/1914, 491-514
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