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Agathon Tragicus (TGF) Ἀγάθων, ωνος:  Aetios Lycos
  • Tragödiendichter aus Athen, um 448 geboren, Sohn des Tisamenos. Er ist Umgang mit den Sophisten groß geworden, besonders mit Protagoras, Prodikos, Hippias und Gorgias. Von Gorgias ist sein Stil merklich beeinflusst. Aber auch mit Sokrates und seinem Kreis war er bekannt. Platons Symposion ist als Siegesfeier für Agathons einzigen Sieg  konzipiert (Lenaen 416). Er war körperlich, geistig und materiell reich ausgestattet. Gegen 410 geht er an den Hof des Archelaos nach Pella. Dort dichtet er Tetralogien. 32 Fragmente hat man gesammelt, ungefähr 50 Verse. Sechs Titel werden ihm zugeschrieben: Aerope,  Alkmeon, Anthos, Myser, Telephos, Thyestes. Aristoteles erwähnt (Aristot.Poet.9,7) den Anthos, weil bei ihm Personen und Handlung frei erfunden waren, außerdem, weil er damit begonnen habe, Chorlieder nur als lockere Epeisodia (ἐμβόλιμα) zu dichten (Aristot.Poet.18,19). Kurz vorher (Aristot.Poet.18,14) tadelt er, dass er seinen Stoff nicht einheitlich, mehr in Art eines Epos gestaltet habe. 
Alkaios (Alk.): Ἀλκαῖος alkaios+lyrik alkaios+lyrik
  1. Strab.13,2,3: Ἄνδρας δ’ ἔσχεν (Μιτυλήνη) ἐνδόξους τὸ παλαιὸν μὲν Πιττακόν, ἕνα τῶν ἑπτὰ σοφῶν, καὶ τὸν ποιητὴν Ἀλκαῖον καὶ τὸν ἀδελφὸν Ἀντιμενίδαν. (Übersetzung)
    Alkaios von Mytilene, Lyriker. Politisch engagiert bei der Vertreibung der Tyrannen aus Mytilene, zunächst des Melanchros, wobei er in Pittakos einen Mitstreiter hatte, und dann des Myrsilos, wobei Pittakos in das Lager des Tyrannen übergewechselt und mit Alkaios verfeindet war. Deswegen verlässt er, als Pittakos Aisymnet wird, Mytilene und verdingt sich wie sein Bruder Antimenides als Söldner im Ausland. Schon 611 hatte er am Kap Sigeion gegen die Athener mitgekämpft (Herod.5,94f.) und mischt sich auch nach seiner Rückkehr in seine Heimat wieder in die Politik ein. Mit Sappho dürfte er eine intensive Bekanntschaft gepflegt haben.
    • Die Themen seiner Lyrik sind: Liebe, Wein und Krieg.
    • Metrische Vielfalt und strophischer Aufbau (Alkaiische, Sapphische Strophe und Asklepiadeen)
    • Aiolische Dialektfärbung
    • Er erfährt eine reiche Rezeption (bes. Horaz)
    • [Textbeispiele]
  1. Dichter der Mittleren Komödie, dem 10 Dramen zugeschrieben werden, von denen 8 Titel bekannt sind. 388 Aufführung der 'Pasiphae' alkaios+komödie alkaios+komödie
  1. Alkaios von Messenien, Epigrammatiker des 3. Jh.v.Chr., Beispiele in der Anthologina Palatina. Seine ursprüngliche Freundschaft mit Phiipp V. von Makedonien schlug in Feindschaft um. alkaios+epigramm alkaios+epigramm
Alexander alkaios+epigramm alkaios+epigramm
  • Alexander Polyhistor (15) alkaios+epigramm alkaios+epigramm
    • Um 100 v.Chr. geborener Polyhistor aus Milet. Er kam als Kriegsgefangener nach Rom, wo er Lehrer des Cornelius Lentulus wurde. Der Dictator Sulla schenkte ihm Freiheit und Bürgerrecht, weswegen er den Cornelius Sulla Alexander annahm. Nach 40 kam er beim Brand seines Hauses ums Leben. Er hat eine Unmenge von historischen, geographischen und literaturgeschichtlichen Exzerpten gesammelt. Es haben sich umfangreiche Fragmente erhalten.
  • Alexander Ephesius (17) alkaios+epigramm alkaios+epigramm (Alex.Eph.)
    • Er führt den Beinamen Lychnos, lebte z.Zt. Ciceros und verfasste ein geographisches Lehrgedicht und eine Geschichte des Marsischen Krieges.
  • Alexander von Aphrodisias (Ἀλέξανδρος Ἀφοδισιάς) Alexandros Lycos (Alex.Aphr.)
    • Er stammt aus Aphrodisia in Karien und lebte unter Septimius Severus. Er schrieb als Peripatetiker Kommentare über Aristoteles.
      • de An. = de Anima liber
      • Fat. = de Fato
      • Febr. = de febribus
      • in APr. = in Aristotelis Analyticorum Priorum librum I commentarium
      • in Metaph. = in Aristotelis Metaphysica commentaria
      • in Mete. = in Aristotelis Meteorologicorum libros commentaria
      • in SE = in Aristotelis Sophisticos Elenchos commentarium
      • in Sens. = in librum de sensu commentarium
      • in Top. = in Aristotelis Topicorum libros octo commentaria
      • Mixt. = de Mixtione
      • Pr. = Problemata
      • Pr.Anecd. = problêmata anekdota
      • Quaest. = Quaestiones
      • Einige Werke haben einen mehr eigenständigen Charakter, wie περὶ ψυχῆς, περὶ εἱμαρμένης, φυσικῶν σχολικῶν ἀποριῶν καὶ λύσεων, ἠθικῶν προβλημάτων.
Alkman (Alkm.): Ἀλκμάν, ᾶνος alkman+lyrik alkman+lyrik Alcman Lyricus (Alcm.)  alcman+lyrik alcman+lyrik
  • Ca.  672-612, Chorlyriker, in Lydien (Sardeis) geboren und in Sparta ansässig. Er verwendet keinen rein dorischen Dialekt (Aiolismen, Homerismen) und gliedert sein Chorlied strophisch: Paiane, Hymnen, Skolien, Liebeslieder (Parthenien). Die Spartaner setzten ihm bei den Sportplätzen ein Denkmal (Paus.3,15,2) [Textbeispiele]
    Suid.s.v. Ἀλκμάν· Λάκων ἀπὸ Μεσσόας, κατὰ δὲ τὸν Κράτητα πταίοντα. Λυδὸς ἐκ Σαρδέων, λυρικός, υἱὸς Δάμαντος ἢ Τιτάρου. ἦν δὲ ἐπὶ τῆς κζ’ ὀλυμπιάδος, βασιλεύοντος Λυδῶν Ἄρδυος τοῦ Ἀλυάττου πατρός· καὶ ὢν ἐρωτικὸς πάνυ εὑρετής γέγονε τῶν ἐρωτικῶν μελῶν· ἀπὸ οἰκετῶν δὲ [ὁ δὲ Ἀλκμὰν οἰκέτης ἦν Ἀγησίδου, εὐφυὴς δὲ ὢν ἠλευθερώθη καὶ ποιητὴς ἀπέβη Herakleid.Pont.frg.II.p.206] ἔγραψε βιβλία ϛ’ καὶ Κολυμβώσας. πρῶτος δὲ εἰσήγαγε τὸ μὴ ἑξαμέτροις μελῳδεῖν. κέχρηται δὲ Δωρίδι διαλέκτῳ καθάπερ Λακεδαιμόνιοι. Alkman: Lakonier aus Messoa, zur der Zeit, als Krates scheiterte (?). Ein Lyder aus Sardeis, Lyriker, Sohn des Damas oder Titaros. Er lebte um die 27 Olympiade, als in Lydien Ardys, der Vater des Alyattes König war. Weil er zur Liebe neigte, wurde er durchaus der Erfinder des Liebesliedes. Seit seiner Knechtschaft [Alkman war Diener des Agesidas, wurde aber wegen seiner Schönheit freigelassen und wurde zum Dichter] schrieb er 6 Bücher und Kolymbosai (?). Als erster brachte er es auf, nicht hexametrisch zu dichten. Er verwendet wie die Lakedaimonier dorischen Dialekt. (Übersetzung: E.Gottwein)
Anaximandros (Anaximand.): Ἀναξίμανδρος, ου Anaximander Lycos
  • Anaximander (ca. 610-547 v.Chr.) (Ἀναξίμανδρος Πραξιάδου Μιλήσιος). Jüngerer Zeitgenosse des Thales. Von ihm stammt die erste Prosaschrift (Περὶ Φύσεως). Er soll sie mit 63 Jahren verfasst haben. Neben praktischen Leistungen (Gründung der Schwarzmeer-Kolonie Apollonia, Einführung der Sonnenuhr (ὁ γνώμων), Erdkarte, Himmelsmodell, Vorhersage eines Erdbebens in Sparta) spekulierte er über das Weltall und den Urgrund: Kein stofflich bestimmtes, empirisch fassbares und in raum-zeitlicher Dimension begrenztes Element, das durch Umwandlung zu anderen Stoffen wird: sondern ein ἄπειρον, aus dem die Dinge auf Grund der ewigen Bewegung in Gegensatzpaaren durch Aussonderung hervorgehen. Die Sterne fahren nicht auf dem Ozean zu ihrem Ausgangspunkt zurück: Wie die Sterne am Nordpol kreisen sie alle unter der Erde hindurch. Sie muss also (statt auf dem Wasser zu schwimmen) frei schweben, Die Ordnung des Kosmos wird bildlich mit der Rechtsordnung der Polis verglichen. Der Mensch hat sich in einem langsamen evolutionären Prozess entwickelt.
 
Archilochos (Archil.): Ἀρχίλοχος, ου Archilochos Lycos
  • Dichter aus Paros. Begründer des Iambengedichtes. Lebte um 648 v.Chr. (Sonnenfinsternis, 122W). Herodot (Herod.1,12,2) lässt ihn Zeitgenosse des Gyges sein (nach 19W), Cic.Tusc.1,1 datiert ihn in die Zeit des Romulus, Nepos in die Zeit des Königs Tullus Hostilius (Gell.17,21). Aus Armut ging er von Paros nach Thasos, wohin sein Vorfahre Telesikles 708 eine Kolonie geführt hatte. Er sah in seiner Person die Widersprüchlichkeit von rauhem Kriegshandwerk und zarter Poesie aufgehoben (1W). Ausdruck einer neuen, realistischen Ethik ist es, dass ein Schild für ihn nicht heiliges Symbol der Tapferkeit ist, sondern lediglich einen Gebrauchswert hat (5W). Seine Themen kreisen um Liebe, Krieg, Dichtkunst, Trinken, Götter, Sieg, Spott. Zu seinen Jamben animiert ihn die Kränkung durch Lykambes, der ihm seine Tochter zuerst Neobule verlobt, dann aber einem anderen gegeben hatte (28D; 94D). Er entwickelt das epodische Verssystem (Verbindung zweier metrisch verschiedener Verse). Seine hohe Wertschätzung in der Antike drückt sich darin aus, dass er häufig zusammen mit Homer genannt wird. Horaz greift bewusst auf das Vorbild der archaischen Dichter, darunter auch Archilochos zurück.
Arion (Ἀρίων) arion+lyrik Lycos
  • Lyriker aus Methymna auf Lesbos, blüht nach Herod.1,23 (und allen anderen Quellen) unter Periandros von Korinth (625-585). Suda setzt seine Blüte in die 38. Olympiade (628-625), Eusebios in das 16. Jahr des Periandros. Proklos datiert ihn ausdrücklich später als Terpandros. Auf Arion geht die chorische Ausbildung des Dithyrambos zurück. Auch heißt er der Erfinder der kyklischen Chöre. Die Geschichte von der Errettung des Sängers durch einen Delphin ist erst später auf ihn übertragen worden (Paus.10,13,10) und findet sich bei Herod.1,23f.; Paus.3,25,7; Ov.fast.2,83. Textbeispiel (nicht authentisch).
    Suda: Ἀρίων Μηθυμναῖος, λυρικός, Κυκλέως υἱός, γέγονε κατὰ τὴν λη’ ὀλυμπιάδα. τινὲς δὲ καὶ μαθητὴν Ἀλκμᾶνος ἱστόρησαν αὐτόν. ἔγραψε δὲ ᾄσματα, προοίμια εἰς ἔπη β’. λέγεται καὶ τραγικοῦ τρόπου εὑρετὴς γενέσθαι, καὶ πρῶτος χορὸν στῆσαι καὶ διθύραμβον ᾆσαι καὶ ὀνομάσαι τὸ ᾀδόμενον ὑπὸ τοῦ χοροῦ, καὶ σατύρους εἰσενεγκεῖν ἔμμετρα λέγοντας. Arion, Sänger aus Methymna, Lyriker, Sohn des Kykleus, geboren in der 38. Olympiade (528-225). Einige berichten auch, er sein Schüler Alkmans gewesen. Er schrieb Lieder, Prooimien zu zwei Epen. Er soll auch eine neue Spielweise der Tragödie eingeführt, als erster einen Chor aufgestellt, den Dithyrambos gesungen, den Chorgesang benannt und Satyrn mit lyrischen Partien eingeführt haben. (Übersetzung: E.Gottwein)

 
Arktinos (Ἀρκτῖνος) Achilleus Tatios Lycos
  • Ein epischer Dichter aus Milet, dem einige verlorene Epen der Frühzeit zugeschrieben werden. So die Ἰλίου Πέρσις (Zerstörung Troias), die Αἰθιοπίς (Aithiopis), die die Ereignisse unmittelbar im Anschluss an die Ilias darstellt, und vielleicht eine Titanomachie (vgl. Eumelos). Seine Blüte fällt nach Euseb. in das Jahr 775 v.Chr., nach Suda in das Jahr 744. Dort wird er als Sohn eines Teles und als Schüler Homers bezeichnet. Er stand angeblich in Konkurrenz mit dem Epiker Lesches von Lesbos (διημιλλῆσθαι δὲ τὸν Λέσχην Ἀρκτίνῳ καὶ νενικηκέναι, Clem.Alex.strom.1,21,131,6), der von Eusebios allerdings 118 Jahre später angesetzt wird.
Asios (Ἄσιος) Achilleus Tatios Lycos
  • Ein epischer Dichter aus Samos. Paus.4,2,1 nennt ihn zusammen mit Kinaithon. Für seine Lebenszeit gibt es keinen Beleg. Stilistisches Vorbild waren die Ehoien Hesiods. 13 Verse haben sich erhalten.
Sententiae excerptae:
Literatur:

8 Funde
1321  Baden, H.J.
Das Tragische. Die Erkenntnisse der griechischen Tragödie
Berlin 2/1948
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2667  Holzhausen, Jens
Paideía oder Paidiá : Aristoteles und Aristophanes zur Wirkung der griechischen Tragödie
Stuttgart : Steiner, 2000
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3762  König, A.
Die Aeneis und die griechische Tragödie. Studien zur imitatio-Technik Vergils
Berlin 1970
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982  Lesky, A.
Geschichte der griechischen Literatur
Bern / München 1958; 2/1963
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2554  Nestle, W.
Die Weltanschauung des Aischylos
in: Griechische Studien 1948, S.61ff
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2559  Nestle, W.
Das Rechtsbewusstsein der Antigone
in: Griechische Studien 1948, S.173ff.
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2560  Nestle, W.
Anklänge an Euripides in der Apostelgeschichte
in: Griechische Studien 1948, S.226ff.
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1439  Schadewaldt, W.
Die griechische Tragödie. Tübinger Vorlesungen Bd. IV
Frankfurt/M (Suhrkamp) 1/1991
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