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| Biograph. Steckbrief | Syntax | An.1,1,1-1,2,5 | Xen. An. 1,7,1 - 1,7,9 | Xen. An. 1,8,25 - 1,8,29 | Xen. An. 1,9,20 - 1,9,24 | Xen. An. 1,10,10 - 1,10,15 | An.2,1,1-23 | An.2,2,1-21 | An.2,3,1-29 | Xen. An. 3,1,11 - 3,1,16 | An.4,1,14-4,1,21 | An.4,3,3-4,3,8 | An.4,4,9-4,4,14 | An.4,5,1-4,5,7 | An.4,7,21-4,7,27 | An.5,3,5-5,3,10 | An.5,4,11-5,4,15 | An.5,6,11-5,6,15 | An.6,3,18-6,3,23 | An.6,6,1-6,6,4 | An.7,3,40-7,3,43 | An.7,6,33-7,6,38 | Mem. 2.1.21-33 |

Xenophon

Feldzug des Kyros, Buch 2

2,1,1-2,1,23

 
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Xenophons Zug der Zehntausend
Die Verhandlunge
n zwischen dem Abgesandten des Großkönigs und den griechischen Feldherrn nach dem Sieg der Griechen und dem Tod des Kyros.
Xen.An.2,1,1-2,1,23 
Erst am Morgen nach der Schlacht erhalten die siegreichen Griechen durch Boten des Ariaios die Nachricht vom Tod des Kyros. Sie bieten daraufhin Ariaios an, ihn an Stelle des Artaxerxes zum Großkönig zu erheben. Inzwischen erscheint bei ihnen als Abgesandter des Königs der Grieche Phalinos, der sie zur Auslieferung der Waffen und zur Kapitulation auffordert. Diese Forderung weisen die Griechen und insbesondere der als Oberfeldherr stillschweigend anerkannte Klearchos mit dem Selbstgefühl des Sieger entschieden zurück, nachdem Klearchos zuvor vergebens an das Nationalgefühl des Phalinos appelliert und von ihm einen Rat erbeten hat. Eine zweite Erklärung des Königs, dass er die Griechen als Feinde behandelt werde, wenn sie vorrückten oder sich zurückzögen, nimmt Klearchos zwar zur Kenntnis, lässt aber vollkommen offen, wie er sich entscheiden werde. (nach F.G.Sorof) deutsche Übersetzung: Forbiger
, überarbeitet von E.Gottwein
   
   
[2,1,1] ὡς μὲν οὖν ἡθροίσθη Κύρῳ τὸ Ἑλληνικόν, ὅτε ἐπὶ τὸν ἀδελφὸν Ἀρταξέρξην ἐστρατεύετο, καὶ ὅσα ἐν τῇ ἀνόδῳ ἐπράχθη καὶ ὡς ἡ μάχη ἐγένετο καὶ ὡς Κῦρος ἐτελεύτησε καὶ ὡς ἐπὶ τὸ στρατόπεδον ἐλθόντες οἱ Ἕλληνες ἐκοιμήθησαν οἰόμενοι τὰ πάντα νικᾶν καὶ Κῦρον ζῆν, ἐν τῷ πρόσθεν λόγῳ δεδήλωται. 1. Wie Kyros das griechische Heer zusammenzog, als er den Feldzug gegen seinen Bruder Artaxerxes unternahm, was sich auf den Hinmarsch ereignete, wie die Schlacht erfolgte, wie Kyros endete und wie die Griechen in der Meinung, der Sieg sei vollständig und Kyros lebe noch, in das Lager zurück gekehrt waren und ausruhten, dies alles ist im vorigen Buch erzählt worden.
[2] ἅμα δὲ τῇ ἡμέρᾳ συνελθόντες οἱ στρατηγοὶ ἐθαύμαζον, ὅτι Κῦρος οὔτε ἄλλον πέμπει σημανοῦντα, ὅ τι χρὴ ποιεῖν, οὔτε αὐτὸς φαίνοιτο. ἔδοξεν οὖν αὐτοῖς συσκευασαμένοις, ἃ εἶχον, καὶ ἐξοπλισαμένοις προϊέναι εἰς τὸ πρόσθεν, ἕως Κύρῳ συμμείξειαν.
2. Als nun die Heerführer mit Tagesanbruch zusammenkamen, wunderten sie sich, dass Kyros weder einen anderen mit dem Befehl sandte, was sie tun sollten, noch selbst erschien. Sie beschlossen daher zusammenzupacken, was sie noch besaßen, und gerüstet vorwärts zu rücken, bis sie sich mit Kyros vereinigt hätten.
[3] ἤδη δὲ ἐν ὁρμῇ ὄντων ἅμα ἡλίῳ ἀνέχοντι ἦλθε Προκλῆς, ὁ Τευθρανίας ἄρχων, γεγονὼς ἀπὸ Δαμαράτου τοῦ Λάκωνος, καὶ Γλοῦς ὁ Ταμώ. οὗτοι ἔλεγον, ὅτι Κῦρος μὲν τέθνηκεν, Ἀριαῖος δὲ πεφευγὼς ἐν τῷ σταθμῷ εἴη μετὰ τῶν ἄλλων βαρβάρων, ὅθεν τῇ προτεραίᾳ ὡρμῶντο, καὶ λέγει, ὅτι ταύτην μὲν τὴν ἡμέραν περιμένοιεν αὐτούς, εἰ μέλλοιεν ἥκειν, τῇ δὲ ἄλλῃ ἀπιέναι φαίη ἐπὶ Ἰωνίας, ὅθενπερ ἦλθε. 3. Schon waren sie im Aufbruch begriffen, da kam mit Sonnenaufgang Prokles, der Statthalter von Teuthranien, ein Abkömmling des Lakedaimoniers Demaratos an, und Glus, der Sohn des Tamos. Diese meldeten, dass Kyros gefallen, Ariaios aber geflohen sei und sich mit den übrigen Barbaren auf dem selben Lagerplatz befinde, von wo sie tags zuvor ausgerückt waren; auch dass er sage, er wolle diesen Tag über auf sie warten, wenn sie kommen wollten, am anderen Tag aber werde er nach Ionien abziehen, woher er ja gekommen sei.
[4] ταῦτα ἀκούσαντες οἱ στρατηγοὶ καὶ οἱ ἄλλοι Ἕλληνες πυνθανόμενοι βαρέως ἔφερον. Κλέαρχος δὲ τάδε εἶπεν· ἀλλ᾽ ὤφελε μὲν Κῦρος ζῆν· ἐπεὶ δὲ τετελεύτηκεν, ἀπαγγέλλετε Ἀριαίῳ, ὅτι ἡμεῖς νικῶμέν τε βασιλέα καί, ὡς ὁρᾶτε, οὐδεὶς ἔτι ἡμῖν μάχεται, καί, εἰ μὴ ὑμεῖς ἤλθετε, ἐπορευόμεθα ἂν ἐπὶ βασιλέα. ἐπαγγελλόμεθα δὲ Ἀριαίῳ, ἐὰν ἐνθάδε ἔλθῃ, εἰς τὸν θρόνον τὸν βασίλειον καθιεῖν αὐτόν· τῶν γὰρ μάχην νικώντων καὶ τὸ ἄρχειν ἐστί. 4. Als die Feldherrn dies hörten und die übrigen Griechen dies vernamen, waren sie tief betrübt. Klearchos aber sprach so: "Wenn doch Kyros noch lebte! Da er aber gefallen ist, meldet dem Ariaios, dass wir den König besiegt haben, dass, wie ihr seht, niemand mehr mit uns kämpft, und dass wir, wenn ihr nicht gekommen wäret, jetzt auf dem Marsch gegen den König wären. Wir lassen aber dem Ariaios melden, wir wollten ihn, wenn er hierher käme, auf den königlichen Thron setzen; denn denen, die in der Schlacht gesiegt haben, gebührt auch die Herrschaft."
[5] ταῦτα εἰπὼν ἀποστέλλει τοὺς ἀγγέλους καὶ σὺν αὐτοῖς Χειρίσοφον τὸν Λάκωνα καὶ Μένωνα τὸν Θετταλόν· καὶ γὰρ αὐτὸς Μένων ἐβούλετο· ἦν γὰρ φίλος καὶ ξένος Ἀριαίου. 5. als er so gesprochen hatte, entließ er die Abgeordneten und mit ihnen den Lakedaimonier Cheirisophos und den Thessalier Menon. Denn Menon selbst wünschte es, da er ein Freund und Gastgenosse des Ariaios war.
[6] οἱ μὲν ᾤχοντο, Κλέαρχος δὲ περιέμενε· τὸ δὲ στράτευμα ἐπορίζετο σῖτον, ὅπως ἐδύνατο, ἐκ τῶν ὑποζυγίων κόπτοντες τοὺς βοῦς καὶ ὄνους· ξύλοις δὲ ἐχρῶντο μικρὸν προϊόντες ἀπὸ τῆς φάλαγγος, οὗ ἡ μάχη ἐγένετο, τοῖς τε οἰστοῖς πολλοῖς οὖσιν, οὓς ἠνάγκαζον οἱ Ἕλληνες ἐκβάλλειν τοὺς αὐτομολοῦντας παρὰ βασιλέως, καὶ τοῖς γέρροις καὶ ταῖς ἀσπίσι ταῖς ξυλίναις ταῖς Αἰγυπτίαις· πολλαὶ δὲ καὶ πέλται καὶ ἅμαξαι ἦσαν φέρεσθαι ἔρημοι· οἷς πᾶσι χρώμενοι κρέα ἕψοντες ἤσθιον ἐκείνην τὴν ἡμέραν. 6. So gingen sie denn fort, Klearchos aber wartete. Das Heer verschaffte sich Nahrungsmittel, so gut es konnte, indem es vom Zugvieh Ochsen und Esel schlachtete. Als Brennholz aber verwendeten sie, indem sie nur eine kleine Strecke von der Lagerlinie hinweg zu dem Platz hingingen, wo die Schlacht stattgefunden hatte, sowohl die Pfeile, die in großer Menge da lagen, da die Griechen die Überläufer vom König genötigt hatten, sie wegzuwerfen, als auch die Schilde aus Weidengeflecht und die ägyptischen hölzernen Schilde. Auch waren viele Tartschen und Wagen vorhanden, die man, da sie leer waren, leicht herbeischaffen konnte. All dessen bedienten sie sich, um das Fleisch zu kochen, und hatten so Speise für diesen Tag.
[7] καὶ ἤδη τε ἦν περὶ πλήθουσαν ἀγορὰν καὶ ἔρχονται παρὰ βασιλέως καὶ Τισσαφέρνους κήρυκες οἱ μὲν ἄλλοι βάρβαροι, ἦν δ᾽ αὐτῶν Φαλῖνος εἷς Ἕλλην, ὃς ἐτύγχανε παρὰ Τισσαφέρνει ὢν καὶ ἐντίμως ἔχων· καὶ γὰρ προσεποιεῖτο ἐπιστήμων εἶναι τῶν ἀμφὶ τάξεις τε καὶ ὁπλομαχίαν. 7. Schon nahte die Mittagszeit heran, da kamen Herolde vom König und von Tissaphernes an, die übrigen Barbaren, einer darunter aber ein Grieche, Phalinos, der sich eben bei Tissaphernes aufhielt und bei ihm in großem Ansehen stand; denn er gab sich für einen Kenner der Taktik und Fechtkunst aus.
[8] οὗτοι δὲ προσελθόντες καὶ καλέσαντες τοὺς τῶν Ἑλλήνων ἄρχοντας λέγουσιν, ὅτι βασιλεὺς κελεύει τοὺς Ἕλληνας, ἐπεὶ νικῶν τυγχάνει καὶ Κῦρον ἀπέκτονε, παραδόντας τὰ ὅπλα ἰόντας ἐπὶ βασιλέως θύρας εὑρίσκεσθαι, ἄν τι δύνωνται, ἀγαθόν. 8. Als diese angekommen waren und die Feldherrn der Griechen herbeigerufen hatten, sagten sie: da der König besiegt und den Kyros erlegt habe, so lasse er den Griechen befehlen, die Waffen zu strecken und in sein Hauptquartier zu kommen, um, wo möglich, Gnade bei ihm zu finden.
[9] ταῦτα μὲν εἶπον οἱ βασιλέως κήρυκες· οἱ δὲ Ἕλληνες βαρέως μὲν ἤκουσαν, ὅμως δὲ Κλέαρχος τοσοῦτον εἶπεν, ὅτι οὐ τῶν νικώντων εἴη τὰ ὅπλα παραδιδόναι· ἀλλ᾽, ἔφη, ὑμεῖς μέν, ὦ ἄνδρες στρατηγοί, τούτοις ἀποκρίνασθε, ὅ τι κάλλιστόν τε καὶ ἄριστον ἔχετε· ἐγὼ δὲ αὐτίκα ἥξω. ἐκάλεσε γάρ τις αὐτὸν τῶν ὑπηρετῶν, ὅπως ἴδοι τὰ ἱερὰ ἐξῃρημένα· ἔτυχε γὰρ θυόμενος. 9. So sprachen die Herold des Königs; die Griechen aber hörten sie mit Unwillen an; dennoch sagte Klearchos so viel: nicht den Siegern komme es zu, die Waffen zu strecken. "Indessen," fuhr er fort, "antwortet ihr, Feldherrn, diesen Männern, was ihr als das Ehrenvollste und Beste zu erwidern habt; ich werde gleich wieder hier sein." Es rief ihn nämlich einer der Diener ab, um die ausgeweideten Opfertiere in Augenschein zu nehmen; denn er war gerade beim Opfern.
[10] ἔνθα δὴ ἀπεκρίνατο Κλεάνωρ ὁ Ἀρκάς, πρεσβύτατος ὤν, ὅτι πρόσθεν ἂν ἀποθάνοιεν ἢ τὰ ὅπλα παραδοίησαν· Πρόξενος δὲ ὁ Θηβαῖος, ἀλλ᾽ ἐγώ, ἔφη, ὦ Φαλῖνε, θαυμάζω πότερα ὡς κρατῶν βασιλεὺς αἰτεῖ τὰ ὅπλα ἢ ὡς διὰ φιλίαν δῶρα. εἰ μὲν γὰρ ὡς κρατῶν, τί δεῖ αὐτὸν αἰτεῖν καὶ οὐ λαβεῖν ἐλθόντα; εἰ δὲ πείσας βούλεται λαβεῖν, λεγέτω τί ἔσται τοῖς στρατιώταις, ἐὰν αὐτῷ ταῦτα χαρίσωνται. 10. Hierauf antwortete der Arkader Kleanor, als der älteste, dass sie eher sterben wollten, als die Waffen zu strecken. Der Thebaner Proxenos aber sprach: "Was mich betrifft, so frage ich mit Verwunderung, ob der König die Waffen von uns als Sieger fordert oder gleichsam aus Freundschaft und als Geschenk? Denn tut er es als Sieger, wozu braucht er sie zu fordern, statt zu kommen und sie wegzunehmen? Will er sie aber durch Überredung erhalten, so mag er den Soldaten sagen, was sie zu erwarten haben, wenn sie ihm diesen Gefallen tun.
[11] πρὸς ταῦτα Φαλῖνος εἶπε· βασιλεὺς νικᾶν ἡγεῖται, ἐπεὶ Κῦρον ἀπέκτεινε. τίς γὰρ αὐτῷ ἔστιν ὅστις τῆς ἀρχῆς ἀντιποιεῖται; νομίζει δὲ καὶ ὑμᾶς ἑαυτοῦ εἶναι, ἔχων ἐν μέσῃ τῇ ἑαυτοῦ χώρᾳ καὶ ποταμῶν ἐντὸς ἀδιαβάτων καὶ πλῆθος ἀνθρώπων ἐφ᾽ ὑμᾶς δυνάμενος ἀγαγεῖν, ὅσον, οὐδ᾽ εἰ παρέχοι ὑμῖν, δύναισθε ἂν ἀποκτεῖναι. 11. Hierauf entgegnete Phalinos: "Der König glaubt gesiegt zu haben, weil er den Kyros erlegt hat. Denn wer kann ihm noch die Herrschaft streitig machen? Es sieht aber auch euch als sein Eigentum an, da er euch in der Mitte seines Landes hat und zwischen unpassierbaren Strömen, und da er auch eine solche Menge von Leuten gegen euch heranführen kann, dass ihr nicht imstande wäret, sie niederzumetzeln, selbst wenn er sie euch dazu überließe".
[12] μετὰ τοῦτον Θεόπομπος Ἀθηναῖος εἶπεν· ὦ Φαλῖνε, νῦν, ὡς σὺ ὁρᾷς, ἡμῖν οὐδὲν ἔστιν ἀγαθὸν ἄλλο, εἰ μὴ ὅπλα καὶ ἀρετή. ὅπλα μὲν οὖν ἔχοντες οἰόμεθα ἂν καὶ τῇ ἀρετῇ χρῆσθαι, παραδόντες δ᾽ ἂν ταῦτα καὶ τῶν σωμάτων στερηθῆναι. μὴ οὖν οἴου τὰ μόνα ἀγαθὰ ἡμῖν ὄντα ὑμῖν παραδώσειν, ἀλλὰ σὺν τούτοις καὶ περὶ τῶν ὑμετέρων ἀγαθῶν μαχούμεθα. 12. Nach ihm sprach der Athener Theopompos so: "Jetzt haben wir, wie du siehst, Phalinos, keine Güter weiter, als Waffen und Tapferkeit. Im Besitz der Waffen aber, glaube ich, werden wir auch von unserer Tapferkeit Gebrauch machen können; wenn wir diese jedoch ausliefern, auch unser Leben verlieren. Glaube daher nicht, dass wir die einzigen Güter, die uns noch übrig sind, hingeben werden; sondern mit ihnen wollen wir auch noch um euren Besitz kämpfen."
[13] ἀκούσας δὲ ταῦτα ὁ Φαλῖνος ἐγέλασε καὶ εἶπεν· ἀλλὰ φιλοσόφῳ μὲν ἔοικας, ὦ νεανίσκε, καὶ λέγεις οὐκ ἀχάριστα· ἴσθι μέντοι ἀνόητος ὤν, εἰ οἴει τὴν ὑμετέραν ἀρετὴν περιγενέσθαι ἂν τῆς βασιλέως δυνάμεως. 13. Als er dies gehört hatte, lachte Phalinos und sagte: "Ei, junger Mann, du scheinst mir ein Philosoph zu sein, und sprichst nicht uneben. Doch wisse, dass du ein Tor bist, wenn du glaubst, dass eure Tapferkeit über die Macht des Königs siegen werde."
[14] ἄλλους δέ τινας ἔφασαν λέγειν ὑπομαλακιζομένους, ὡς καὶ Κύρῳ πιστοὶ ἐγένοντο καὶ βασιλεῖ ἂν πολλοῦ ἄξιοι γένοιντο, εἰ βούλοιτο φίλος γενέσθαι· καὶ εἴτε ἄλλο τι θέλοι χρῆσθαι εἴτ᾽ ἐπ᾽ Αἴγυπτον στρατεύειν, συγκαταστρέψαιντ᾽ ἂν αὐτῷ. 14. Einige andere jedoch, sagt man, sprachen sich etwas nachgiebiger aus und äußerten, sie hätten dem Kyros treu gedient und würden wohl auch den König, wenn er ihr Freund werden wolle, wertvolle Dienste leisten können; möge er sie zu etwas anderem verwenden, oder auch gegen Ägypten zu Felde ziehen, sie würden ihm helfen, es zu unterwerfen;
[15] ἐν τούτῳ Κλέαρχος ἧκε, καὶ ἠρώτησεν εἰ ἤδη ἀποκεκριμένοι εἶεν. Φαλῖνος δὲ ὑπολαβὼν εἶπεν· οὗτοι μέν, ὦ Κλέαρχε, ἄλλος ἄλλα λέγει· σὺ δ᾽ ἡμῖν εἰπέ, τί λέγεις. 15. Unterdessen kam Klearchos zurück und fragte, ob sie schon eine Antwort gegeben hätten. Da nahm Phalinos das Wort und sprach: "Diese Männer hier, o Klearchos, äußern sich der eine so, der andere anders; sage daher du uns, was du meinst."
[16] ὁ δ᾽ εἶπεν· ἐγώ σε, ὦ Φαλῖνε, ἄσμενος ἑόρακα, οἶμαι δὲ καὶ οἱ ἄλλοι πάντες· σύ τε γὰρ Ἕλλην εἶ καὶ ἡμεῖς τοσοῦτοι ὄντες, ὅσους σὺ ὁρᾷς· ἐν τοιούτοις δὲ ὄντες πράγμασι συμβουλευόμεθά σοι, τί χρὴ ποιεῖν περὶ ὧν λέγεις. 16. Dieser antwortete: "Mit Vergnügen habe ich dich kommen sehen, Phalinos, und auch die andern alle, wie ich glaube. Denn du bist ein Grieche, und wir alle, die du hier siehst, sind es gleichfalls. In dieser Lage nun fragen wir dich um Rat, was in der Sache zu tun sei, von der du sprichst.
[17] σὺ οὖν πρὸς θεῶν συμβούλευσον ἡμῖν, ὅ τι σοι δοκεῖ κάλλιστον καὶ ἄριστον εἶναι, καὶ ὅ σοι τιμὴν οἴσει εἰς τὸν ἔπειτα χρόνον λεγόμενον, ὅτι Φαλῖνός ποτε πεμφθεὶς παρὰ βασιλέως κελεύσων τοὺς Ἕλληνας τὰ ὅπλα παραδοῦναι συμβουλευομένοις συνεβούλευσεν αὐτοῖς τάδε. οἶσθα δέ, ὅτι ἀνάγκη λέγεσθαι ἐν τῇ Ἑλλάδι, ἃ ἂν συμβουλεύσῃς. 17. Du also, bei den Göttern, gib uns einen Rat, den du für den ehrenvollsten und besten hältst und der dir auch für die Folgezeit Ehre bringt, wenn man erzählt, dass einst Phalinos, vom König abgesandt, um den Griechen die Auslieferung der Waffen zu befehlen, ihn erteilte. Denn du weißt, dass man zweifelsohne in Griechenland davon sprechen wird, was Du geraten hast."
[18] ὁ δὲ Κλέαρχος ταῦτα ὑπήγετο βουλόμενος καὶ αὐτὸν τὸν παρὰ βασιλέως πρεσβεύοντα συμβουλεῦσαι μὴ παραδοῦναι τὰ ὅπλα, ὅπως εὐέλπιδες μᾶλλον εἶεν οἱ Ἕλληνες. Φαλῖνος δὲ ὑποστρέψας παρὰ τὴν δόξαν αὐτοῦ εἶπεν· 18. Klearchos aber gab seiner Rede diese schlaue Wendung, weil er wünschte, dass der Abgeordnete des Königs selbst ihnen den Rat erteilen solle, die Waffen nicht auszuliefern, damit die Griechen um so größere Hoffnung fassen möchten. Allein Phalinos wich ihm listig aus und erwiderte anders als von ihm erwartet:
[19] ἐγώ, εἰ μὲν τῶν μυρίων ἐλπίδων μία τις ὑμῖν ἐστι σωθῆναι πολεμοῦντας βασιλεῖ, συμβουλεύω μὴ παραδιδόναι τὰ ὅπλα· εἰ δέ τοι μηδεμία σωτηρίας ἐστὶν ἐλπὶς ἄκοντος βασιλέως, συμβουλεύω σῴζεσθαι ὑμῖν, ὅπῃ δυνατόν. 19. "Habt ihr von tausend Hoffnungen nur noch die eine, euch durch einen Kampf mit dem König zu retten, so rate ich euch, die Waffen nicht zu strecken; habt ihr jedoch wirklich keine Hoffnung auf Rettung ohne den Willen des Königs, so rate ich, euch zu retten, wie ihr könnt."
[20] Κλέαρχος δὲ πρὸς ταῦτα εἶπεν· ἀλλὰ ταῦτα μὲν δὴ σὺ λέγεις· παρ᾽ ἡμῶν δὲ ἀπάγγελλε τάδε, ὅτι ἡμεῖς οἰόμεθα, εἰ μὲν δέοι βασιλεῖ φίλους εἶναι, πλείονος ἂν ἄξιοι εἶναι φίλοι ἔχοντες τὰ ὅπλα ἢ παραδόντες ἄλλῳ, εἰ δὲ δέοι πολεμεῖν, ἄμεινον ἂν πολεμεῖν ἔχοντες τὰ ὅπλα ἢ ἄλλῳ παραδόντες. 20. Hierauf erwiderte Klearchos: "Das also ist dein Rat; von uns aber höre Folgendes: Wir wären der Meinung, dass, im Fall wir Freunde des Königs sein sollten, wir als Freunde einen viel größeren Wert hätten, wenn wir die Waffen behielten, statt sie an einen anderen auszuliefern; wenn sie aber kämpfen müssten, im Besitz der Waffen weit besser kämpfen würden als nach ihrer Auslieferung an einen anderen."
[21] ὁ δὲ Φαλῖνος εἶπε· ταῦτα μὲν δὴ ἀπαγγελοῦμεν· ἀλλὰ καὶ τάδε ὑμῖν εἰπεῖν ἐκέλευσε βασιλεύς, ὅτι μένουσι μὲν ὑμῖν αὐτοῦ σπονδαὶ εἴησαν, προϊοῦσι δὲ καὶ ἀπιοῦσι πόλεμος. εἴπατε οὖν καὶ περὶ τούτου, πότερα μενεῖτε καὶ σπονδαί εἰσιν ἢ ὡς πολέμου ὄντος παρ᾽ ὑμῶν ἀπαγγελῶ. 21. Phalinos entgegnete: "Das wollen wir melden. Doch hat uns der König auch noch befohlen, euch zu eröffnen, dass ihr, wenn ihr hierbleibt, Waffenstillstand, wenn ihr aber vorrückt oder abzieht, Krieg haben sollt. Antwortet also hierauf, ob ihr bleiben wollt und ob Waffenstillstand sein soll, oder ob ich die Botschaft bringen soll, dass von eurer Seite Krieg besteht."
[22] Κλέαρχος δ᾽ ἔλεξεν· ἀπάγγελλε τοίνυν καὶ περὶ τούτου, ὅτι καὶ ἡμῖν ταὐτὰ δοκεῖ, ἅπερ καὶ βασιλεῖ. - τί οὖν ταῦτά ἐστιν; ἔφη ὁ Φαλῖνος. ἀπεκρίνατο Κλέαρχος· ἢν μὲν μένωμεν, σπονδαί, ἀπιοῦσι δὲ καὶ προϊοῦσι πόλεμος. 22. Klearchos sprach: "So melde denn auch dazu, dass auch wir der selben Ansicht sind, wie der König." - "Welche Ansicht also?" fragte Phalinos, und Klearchos entgegnete: "Waffenstillstand, wenn wir bleiben, Krieg aber wenn sie abziehen oder vorrücken."
[23] ὁ δὲ πάλιν ἠρώτησε· σπονδὰς ἢ πόλεμον ἀπαγγελῶ; Κλέαρχος δὲ ταὐτὰ πάλιν ἀπεκρίνατο· σπονδαὶ μὲν μένουσιν, ἀπιοῦσι δὲ καὶ προϊοῦσι πόλεμος. ὅ τι δὲ ποιήσοι, οὐ διεσήμηνε. 23. Dieser aber fragte abermals: "Soll ich also Waffenstillstand oder Krieg melden?" Klearchos jedoch wiederholte nur seine vorige Antwort, gab aber nicht deutlich an, was er tun werde.
Grammatik: Beispielsätze zur griechischen Syntax aus Xenophons Anabasis
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Sententiae excerptae:
w30
Literatur:

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Präparation zu Xenophons Hellenika. Buch V-VII in Auswahl
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2329  Kytzler, B. (Hg.)
Im Reich des Eros: Sämtliche Liebes- und Abenteuerromane der Antike. 2 Bände. Longos (Daphnis und Chloe), Xenophon (Die Waffen des Eros). Die Geschichte von Apollonius, dem König von Tyros, Heliodor, Chariton (Kallirhoe), Petron (Satyrikon), Achilleus Tatios (Lekippe und Kleitophon), L.Apueius (Der goldene Esel), Lukian (Lukios oder Der Esel; Wahre Geschichten), Euhemeros, Theopomp, Hekataios, Iambulos, Antonius Diogenes (Die Wunder jenseits von Thule), Iamblich (Babylonische Geschichten), Ninos und Semiramis, Parthenope und Metiochos, Chione, Iolaos, Kalligone, Herpyllis, Lollianos (Phoinikika)
Düsseldorf (Albatros Patmos) 2000 (ISBN:3491960185)
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2479  Montgomery, Hugo
Gedanke und Tat : zur Erzählungstechnik bei Herodot, Thukydides, Xenophon und Arrian
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Chariton and his Romance from a Literary-historical Point of View
in: AJPh 51,1930, 93-134; in: H.Gärtner (Hg.), Beiträge 1984, 237ff.
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Wörterbuch zu Xenophons Hellenika, mit besonderer Rücksicht auf Sprachgebrauch und Phraseologie für den Schulgbrauch bearbeitet.
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Wörterbuch zu Xenophons Anabasis für den Schulgebrauch bearbeitet.
Leipzig, Teubner, 3/1876
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Xenophon. Des Kyros Anabasis. Der Zug der Zehntausend. Übertragen und erläutert v. Dr. Hans Feix
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4113  Xenophon / Müri, Walter
Xenophon. Des Kyros Anabasis. Der Zug der Zehntausend. Griechisch - deutsch. Herausgegeben von Walter Müri. Bearbeitet und mit einem Anhang versehen von Bernhard Zimmermann
München-Zürich, Artemis 1990
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4114  Xenophon / Sorof
Xenophons Anabasis in Auswahl. Herausgegeben von Dr. F.G.Sorof. Text und Kommentar
Leipzig-Berlin, Teubner, 5/1908
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4111  Xenophon / Vretska, Helmuth
Xenophon. Des Kyros Anabasis. Der Zug der Zehntausend. Übersetzung, Einleitung und Anmerkungen v. Helmuth Vretska
Stuttgart, Reclam, 1958
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