Argumentum
(sumptum e W. Christ
commentario, vix mutatum)
- Sententiam generalem, qua partes carminis
comprehendantur et in unitatem revocentur, hanc esse
praeclare ferunt: harmoniam in rerum natura atque in
morali publicaque vita Iovi, summo custodi mundi,
acceptam esse eiusque praesido promoveri et at ab
infestis incursionibus inimicorum defendi.
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- Den Hauptgedanken, der die einzelnen Teile des
Liedes zur Einheit zusammenfasst, erklärt man sehr
zutreffend so: Die Harmonie in der materiellen Natur
und im moralischen und staatlichen Leben ist Zeus,
dem höchsten Weltenschützer teuer und wert; sie
wird durch seinen Schutz gefördert und vor gefährlichen
feindlichen Angriffen geschützt.
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- Der Dichter beginnt mit dem Lobpreis der Phorminx,
deren lieblicher Ton sogar auf dem Olymp Zeus' Blitz
und Adler einschläfert. Aber die mit den
olympischen Göttern verfeindeten Ungeheuer versetzt
sie in Angst und Schrecken (1-14).
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- Inter ista monstra cum etiam Typhon sit, ad
eruptionem montis Aetnae transit daemonis istius vi
effectam (15-28).
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- Da unter diesen Ungeheuern auch Typhon ist, geht
er zum Ausbruch des Aitna über, den die Wut dieses
göttlichen Unholds bewirkt hat (15-28).
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- Cuius stragis terrore quasi conturbatus Iovem
Aetnaeum precatur, ut urbem Aetnam nuper conditam
tueatur et victoriam Hieronis Aetnaei augurium
futurorum decorum urbis esse sinat (29-38).
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- Gleichsam außer sich über diese schreckliche
Verwüstung betet er zum Zeus vom Aitna, er möge
die erst kürzlich gegründete Stadt Aitna schützen
und den Sieg des Hieron aus Aitna ein gutes
Vorzeichen für den zukünftigen Glanz der Stadt
sein lassen (29-38).
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- Victoria cum Delphis parta esset, iam Apollinem,
praesidem ludorum Pythiorum, ut insulam civesque
protegat, implorat; et quoniam deorum immortalium
numine praeclara omnia fiant, se sperare dicit fore,
ut ipse tamquam bonus iaculator victoriam Hieronis
digne praedicet., atque praesentis victoriae
felicitate praeterita mala in oblivionem abeant;
quodsi labores oblivione obruantur, gratam memoriam
excitari rerum praeclare gestarum et superiorum,
quibus dignitatem regiam filii Dinomenis adepti
sint, et recentium, quibus Hiero quasi alter
Philocteta superbiam Etruscorum fregerit (39-57).
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- Da der Sieg in Delphi errungen worden war, ruft er
jetzt
Apollon, den Schirmherrn der Pythischen Spiele
an, das er Insel und Bürger schütze; und da ja
durch den Willen der Unsterblichen alles Glanzvolle
geschieht, drückt er seine Erwartung aus, dass er
selbst wie ein guter Speerwerfer Hierons Sieg würdig
preise, und das vergangene Leid über dem Glück des
gegenwärtigen Sieges in Vergessenheit gerate. Wenn
aber die Nöte vergessen würden, werde die
Erinnerung sowohl an die frühere Großtaten
geweckt, durch die die Söhne des Deinomenes die Königswürde
erlangt hätten, als auch der neuen, in denen Hieron
gleichsam als zweiter Philoktet den Übermut der
Etrusker gebrochen habe (39-57).
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- Post Hieronem ad Dinomenem, quem pater Hiero novae
urbi praefecerat, poeta se convertit, pro eo quoque
pia vota faciens, ut Dores coloni ad veterm normam
Doricarum civitatium concorditer cum rege suo degant
et in tranquilla pace ab incursionibus hostium
inviolati maneant (58-73).
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- Nach Hieron wendet sich der Dichter Deinomenes zu,
den sein Vater zum König der neuen Stadt erhoben
hatte. Auch für ihn äußert er den frommen Wunsch,
die dorischen Siedler mögen nach der alten
dorischen Verfassung einträchtig mit ihrem König
leben und in einem ruhigen Frieden unverletzt von
den Einfällen der Feinde bleiben (58-73).
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- Hinc cum ad victorias Syracusanorum illustrandas
et cum praeclaris victoriis Medici belli conferendas
sese accinxissent (74-80), se ab illis rebus longius
persequendis, ne fastidium hominum moveat, revocat
(81-84) et sub finem Hieronem ad iustitiam et
liberalitatem instigat, ut perenni apud posteros
laude fruatur, similis Croesi regis benevoli,
Phalaridis tyranni crudelis dissimilis (85-100).
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- Als er sich danach anschickte, die Siege der
Syrakusaner zu beleuchten und mit den Siegen in den
Perserkriegen zu vergleichen (74-80), verzichtet er
darauf, jene Dinge weiter zu verfolgen, um nicht den
Überdruss seines Publikums zu erregen. Gegen Ende
ruft er Hieron zu Gerechtigkeit und Freigebigkeit
auf, damit er bei den Nachkomme in den Genuss
anhaltender Anerkennung komme: so wie der
wohlwollende König Kroisos, ganz und gar nicht so
wie der grausame Tyrann Phalaris (85-100).
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