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Beleg gesucht für: Eltern
Belege des Suchbegriffs aus ausgewählten Texten (vollständig: Caes.Gall., Cic.Arch., Cic.S.Rosc., Cic.Lael.)
Anzahl der Treffer: 41
tantis excitati praemiis et sua sponte multi in disciplinam conveniunt et a parentibus propinquisque mittuntur. Caes.Gall.6,14,2Durch solche Vorteile ermuntert treten viele aus freien Stücken in die Lehre, andere aber werden von ihren Eltern und Verwandten dazu veranlasst.
conclamant equites sanctissimo iure iurando confirmari oportere, ne tecto recipiatur, ne ad liberos, ad parentes, ad uxorem aditum habeat, qui non bis per agmen hostium perequitarit. Caes.Gall.7,66,7Laut schreien nun seine Reiter, es müsse durch einen heiligen Eid bekräftigt werden, keinem, der nicht zweimal den Heerzug der Feinde zu Pferd durchbreche, dürfe in sein Haus zurückkommen oder seinen Kindern, Eltern und Frau vor die Augen treten.
at Romani domi militiaeque intenti festinare, parare, alius alium hortari, hostibus obviam ire, libertatem, patriam parentisque armis tegere. post ubi pericula virtute propulerant, sociis atque amicis auxilia portabant, magisque dandis quam accipiundis beneficiis amicitias parabant. Sall.Cat.6,5Aber die Römer waren, daheim wie im Felde unermüdlich, rasch zur Hand, rüsteten, ermutigten einander, zogen den Feinden entgegen, schützten Freiheit, Vaterland, Eltern mit den Waffen. Als sie sich dann die Gefahren durch Tapferkeit vom Halse geschafft hatten, brachten sie ihren Freunden und Bundesgenossen Hilfe und erwarben sich dadurch Freunde, dass sie Dienste mehr erwiesen als empfingen.
praeterea, quorum victoria Sullae parentes proscripti, bona erepta, ius libertatis inminutum erat, haud sane alio animo belli eventum expectabant. Sall.Cat.37,9Außerdem blickten diejenigen, deren Eltern durch Sullas Siegeswillkür geächtet, denen ihre Güter entrissen und ihre Bürgerrechte verkümmert waren, nicht eben mit anderen Gedanken auf die Folgen eines Krieges hin.
sed ea divisa hoc modo dicebantur: Statilius et Gabinius ut cum magna manu duodecim simul opportuna loca urbis incenderent, quo tumultu facilior aditus ad consulem ceterosque, quibus insidiae parabantur, fieret; Cethegus Ciceronis ianuam obsideret eumque vi adgrederetur; alius autem alium, sed filii familiarum, quorum ex nobilitate maxuma pars erat, parentis interficerent; simul caede et incendio perculsis omnibus ad Catilinam erumperent. Sall.Cat.43,2Die Geschäfte aber waren, wie man erzählte, folgendermaßen verteilt: Statilius und Gabinius sollten mit starker Mannschaft gleichzeitig zwölf geeignete Punkte der Stadt in Brand stecken, damit man infolge des Durcheinanders um so leichter an den Konsul und die übrigen, auf die man es abgesehen hatte, herankomme. Cethegus sollte Ciceros Tür überwachen und Hand an ihn legen; ebenso andere an andere. Die noch im Elternhaus lebenden Söhne, die größtenteils dem Adel entstammten, sollten ihre Eltern umbringen. Wenn dann durch das Morden und Brennen allgemeine Bestürzung herrsche, sollten sie zu Catilina durchbrechen.
Plerique eorum, qui ante me sententias dixerunt, conposite atque magnifice casum rei publicae miserati sunt. quae belli saevitia esset, quae victis adciderent, enumeravere: rapi virgines, pueros; divelli liberos a parentum conplexu; matres familiarum pati, quae victoribus conlubuissent; fana atque domos spoliari; caedem, incendia fieri; postremo armis, cadaveribus, cruore atque luctu omnia conpleri. Sall.Cat.51,9Die meisten von denen, die vor mir Anträge gestellt haben, haben in wohlgesetzter und schmuckreicher Rede das Unglück des Staates bejammert; haben aufgezählt, welche Abscheulichkeiten der Krieg mit sich führe, welche Schicksale die Besiegten treffen; dass Mädchen und Jungen geraubt, Kinder aus den Armen ihrer Eltern gerissen, an Hausfrauen jedes Gelüst der Sieger verübt, Tempel und Häuser geplündert, gemordet und gesengt, kurz alles mit Waffen und Leichen, Blut und Wehklagen erfüllt werde.
illi mihi disseruisse videntur de poena eorum, qui patriae, parentibus, aris atque focis suis bellum paravere; res autem monet cavere ab illis magis quam, quid in illos statuamus, consultare. Sall.Cat.52,3Diese haben sich, wie mir scheint, nur mit deren Bestrafung auseinandergesetzt, die gegen ihr eigenes Vaterland, ihre Eltern, Altar und Herd Krieg führen wollten. Die Sachlage aber gebietet, uns vor jenen zu sichern, nicht zu beraten, was wir gegen sie verhängen wollen.
sed postquam luxu atque desidia civitas conrupta est, rursus res publica magnitudine sui imperatorum atque magistratuum vitia sustentabat ac, sicuti effeta parentum vi, multis tempestatibus haud sane quisquam Romae virtute magnus fuit. Sall.Cat.53,5Aber nachdem durch Verschwendung und Lässigkeit die Bürgerschaft verdorben war, glich wieder der Staat durch seine Macht aus, was schlechte Feldherrn und Beamten verdarben. Als hätte sich die Kraft der Eltern erschöpft, gab es während langer Zeit so gut wie überhaupt keinen herausragenden Leistungsträger in Rom.
Si te parentes timerent atque odissent tui neque eos ratione ulla placare posses, ut opinor, ab eorum oculis aliquo concederes. Nunc te patria, quae communis est parens omnium nostrum, odit ac metuit et iam diu nihil te iudicat nisi de parricidio suo cogitare: huius tu neque auctoritatem verebere nec iudicium sequere nec vim pertimesces? Cic.Catil.1,17Würden deine Eltern dich fürchten, und hassen, und könntest du sie durch kein Mittel versöhnen, so würdest du dich, denke ich, fern von ihren Blicken irgendwohin zurückziehen: nun hasst und fürchtet dich aber das Vaterland, welches unser aller gemeinsame Mutter ist, und glaubt schon lange nichts anderes von dir, als dass du auf sein Verderben sinnst: Wirst du weder sein Urteil scheuen, noch seinem Ausspruch folgen, noch seine Gewalt fürchten?
Quod in homine multo est evidentius, primum ex ea caritate, quae est inter natos et parentes, quae dirimi nisi detestabili scelere non potest; Cic.Lael.27.cNoch weit augenscheinlicher tritt dies bei den Menschen hervor, und zwar zuerst in der Liebe, die zwischen Eltern und Kindern stattfindet und die nur durch einen abscheulichen Frevel aufgelöscht werden kann;
ut, si parentibus nati sint humilibus, si propinquos habeant imbecilliore vel animo vel fortuna, eorum augeant opes eisque honori sint et dignitati. Cic.Lael.70.bso verbessert er deren Umstände, die von gemeinen Eltern abstammen, und verhilft denen zu Ansehen und Ehre, die weniger mutige oder glückliche Verwandte haben.
Quod est multo profecto magis in veris patribus certisque faciendum. Cic.Lael.70.dSind aber die wahren Eltern bekannt, so sind wir zur einem solchen Betragen gewiss umso mehr verpflichtet.
hae sunt impiis adsiduae domesticaeque Furiae, quae dies noctesque parentium poenas a consceleratissimis filiis repetant. Cic.S.Rosc.67.cDas sind für die Ruchlosen jene unablässigen, unzertrennlichen Quälgeister, die Tag und Nacht von den schuldbefleckten Söhnen für die Eltern Rache erheischen.
itaque cum multis ex rebus intellegi potest maiores nostros non modo armis plus quam ceteras nationes, verum etiam consilio sapientiaque potuisse, tum ex hac re vel maxime, quod in impios singulare supplicium invenerunt. Cic.S.Rosc.69.bNeben manchem andern, woraus man sehen kann, wie sehr unsere Vorfahren anderen Völkern nicht allein in den Waffen, sondern auch an Einsicht und Weisheit überlegen waren, erhellt dies vornehmlich auch daraus, dass sie eine besondere Strafe für den Frevel gegen die Eltern ausgedacht haben.
ut enim mortis metu omnis quietae vitae status perturbatur, et ut succumbere doloribus eosque humili animo inbecilloque ferre miserum est, ob eamque debilitatem animi multi parentes, multi amicos, non nulli patriam, plerique autem se ipsos penitus perdiderunt, sic robustus animus et excelsus omni est liber cura et angore, cum et mortem contemnit; Cic.fin.1,49,3Denn so, wie durch die Furcht vor dem Tod der ganze Zustand eines ruhigen Lebens getrübt wird, und so, wie den Schmerzen zu unterliegen und sie mit verzagtem und schwachem Gemüt zu ertragen kläglich ist und wegen dieser Schwäche des Gemüts viele ihre Eltern, viele ihre Freunde, einige ihr Vaterland, die meisten aber sich selbst gänzlich zu Grunde gerichtet haben: so ist ein starker und erhabener Geist frei von aller Sorge und Angst, indem er den Tod verachtet.
dotem non uxor marito, sed uxori maritus offert. intersunt parentes et propinqui ac munera probant, munera non ad delicias muliebres quaesita nec quibus nova nupta comatur, sed boves et frenatum equum et scutum cum framea gladioque. Tac.Germ.18,2Die Mitgift bringt nicht die Gattin dem Gatten zu, sondern der Gattin der Gatte. Zeugen dabei sind die Eltern und Verwandten; sie prüfen die Geschenke, die weder mit Rücksicht auf weibliche Liebhabereien ausgesucht sind noch um der Neuvermählten zum Schmuck zu dienen, sondern Rinder und ein gezäumtes Pferd und einen Schild samt Frame und Schwert.
sera iuvenum venus, eoque inexhausta pubertas. nec virgines festinantur; eadem iuventa, similis proceritas: pares validaeque miscentur, ac robora parentum liberi referunt. Tac.Germ.20,3Spät genießen die jungen Männer die Liebe, und deshalb ist ihre Jugendkraft unerschöpft. Auch mit den Jungfrauen beeilt man sich nicht. Gleich ist die Jugendfrische, ähnlich der hohe Wuchs. Gleichartig und in voller Kraft paaren sie sich, und die Kinder spiegeln die Kernhaftigkeit der Eltern wieder.
super sanguinem et spolia revelant frontem, seque tum demum pretia nascendi rettulisse dignosque patria ac parentibus ferunt; ignavis et imbellibus manet squalor. Tac.Germ.31,2Über Feindesblut und Waffenbeute enthüllen sie die Stirn und rühmen sich dann erst, das Geschenk der Geburt verdient zu haben und ihres Vaterlandes und ihrer Eltern würdig zu sein; den Feigen und Unkriegerischen bleibt der Haarwust.
Quod non ingenuos habeat clarosque parentes, Hor.sat.1,6,91.Sei's, dass die Eltern ihm nicht freibürtig gewesen und vornehm,
Atque alios legere, ad fastum quoscumque parentes Hor.sat.1,6,95.Andre zugleich sich zur Eltern ersehn; für den eigenen Hochmut
2014.02.14 Parlamentum Belgicum post controversam et emotionalem disputationem decrevit, ut etiam adulescentes et liberi, qui nondum suae potestatis extrema necessitudine afflicti essent, condicionibus in unguem circumscriptis medico adiuvante et parentibus consentientibus ius bene moriendi haberent. Quod votum ut vim legalem recipiat, restat, ut a rege comprobetur. 2014.02.14Das belgische Parlament hat nach kontroverser und emotionaler Diskussion beschlossen, dass auch minderjährige Jugendliche und Kinder in einer äußersten Notlage unter peinlichst genau eingegrenzten Bedingungen unter Hinzuziehung eines Arztes und unter dem Einverständnis der Eltern das Recht auf Euthanasie haben sollten. Damit dieser Beschluss Gesetzeskraft erlangt, muss er noch vom König gebilligt werden.
2014.06.01 Bowe Bergdahl, centurio Americanus duodetriginta annorum, quo Talibani in Afganista ante quinque annos (anno 2009°) potiti erant, nunc Quataria intercedente cum quinque captivis, qui carcere Guantanamensi inclusi erant, commutatus est. Praesidens Barack Obama assiduo cum parentibus militis coniunctus erat, ut eos de reditu filii certiores faceret. 2014.06.01Bowe Bergdahl, ein 28-jähriger amerikanischer Sergeant, der vor fünf Jahren (2009) in die Gewalt der Taliban geraten war, wurde jetzt durch die Vermittlung von Quatar gegen fünf Gefangene aus Guantanamo Bay ausgetauscht. Praesident Barack Obama stand in ständiger Verbindung mit den Eltern des Soldaten, um sie über die Rückkehr ihres Sohnes zu informieren.
2014.12.04 Io.d. Magnus numerus hominum et familiarium et alienissimorum heri Waechtersbachium convenerat, ut Tugce Albayrak, virgini ex Turcicis parentibus in Germania ortae, iusta facerent. Tugce a.d. XVII Kal. Dec. magnam audaciam civilem praestiterat, cum duabus puellis, ab iuvene quodam ante tabernam frixoriam oppressis sucurreret. Ipsa autem colapho prostrata in valetudinarium delata comate non iam soluta est. Postquam medici cerebristitium dignoverunt, eius die natali vicesima tertia machinae vitales sufflaminatae sunt. Multitudo civium Tugce foederali meritorum cruce extolli cupiunt. 2014.12.04Eine große Zahl befreundeter und wildfremder Menschen war gestern in Wächtersbach zusammengekommen, um Tugce Albayrak, einer jungen Frau, die türkische Eltern hatte, aber in Deutschland geboren war, die letzte Ehre zu erweisen. Tugce hatte am 15. Nov. große Zivilcourage bewiesen, als sie zwei jungen Frauen, die vor einer Imbissstube von einem jungen Mann bedrängt wurden, zu Hilfe kommen wollte. Sie wurde aber selbst durch einen Fausthieb niedergestreckt und in ein Krankenhaus verbracht, wachte aber nicht mehr aus dem Koma auf. Nachdem die Ärzte den Hirntod diagnostiziert hatten, wurden an ihrem 23. Geburtstag die lebenserhaltenden Maschinen abgestellt. Eine Vielzahl Bürger wünscht, dass Tugce mit dem Bundesverdienstkreuu ausgezeichnet wird.
[4,34,2] Ac dum maesti parentes et tanto malo perciti nefarium facinus perficere cunctantur, ipsa illa filia talibus eos adhortatur vocibus: "Quid infelicem senectam fletu diutino cruciatis? quid spiritum vestrum, qui magis meus est, crebris eiulatibus fatigatis? (Apul.met.4,34,2) Apul.met.4,34,2[4,34,2] Während noch die traurigen und von solchem Leid erschütterten Eltern sich scheuen, den Frevel zu begehen, ermuntert sie ihre Tochter von sich aus mit solchen Worten: "Was quält ihr euer unglückseliges Alter mit dauerndem Weinen? Was peinigt ihr euer Leben, das vielmehr meines ist, mit ständigem Jammer?
[4,35,2] Et miseri quidem parentes eius tanta clade defessi, clausae domus abstrusi tenebris, perpetuae nocti sese dedidere. (Apul.met.4,35,2) Apul.met.4,35,2[4,35,2] Auch die unglückseligen Eltern brachen unter dem herben Verlust ihrer Tochter zusammen und begruben sich in dem Dunkel ihres verschlossenen Palastes in ewiger Nacht.
[5,4,4] Interea parentes eius indefesso luctu atque maerore consenescebant, latiusque porrecta fama sorores illae maiores cuncta cognorant propereque maestae atque lugubres deserto lare certatim ad parentum suorum conspectum adfatumque perrexerant. (Apul.met.5,4,4) Apul.met.5,4,43[5,4,4] Inzwischen wurden ihre Eltern in nicht endener leidvoller Trauer alt. Weil die Kunde sich weiter verbreitet hatte, erfuhren jene älteren Schwestern alles. Schnell hatten sie tieftraurig ihr Haus verlassen und sich wie um die Wette auf den Weg gemacht, ihre Eltern zu sehen und zu sprechen.
[5,9,2] Sic denique infit altera: "En orba et saeva et iniqua Fortuna! hocine tibi complacuit, ut utroque parente prognatae diversam sortem sustineremus? et nos quidem, quae natu maiores sumus, maritis advenis ancillae deditae, extorres et lare et ipsa patria degamus longe parentum velut exulantes, haec autem novissima, quam fetu satiante postremus partus effudit, tantis opibus et deo marito potita sit, quae nec uti recte tanta bonorum copia novit? (Apul.met.5,9,2) Apul.met.5,9,2[5,9,2] So beginnt schließlich die erste: " Das Glück ist doch blind, bösartig und ungerecht! Kann dir das gefallen: Von gleichen Eltern geboren haben wir ein entgegengesetztes Los. Wir sind, obwohl älter, fremden Gatten zu Dienerinnen gegeben, aus Haus und selbst Heimat verbannt leben wir fern von unseres Eltern wie Verbannte. Die aber, die jüngste, als letzte zu allem Überfluss geboren, soll solche Schätze und einen Gott zum Gemahl haben? Kann sie doch mit solchen Gütern nicht einmal angemessen umgehen!
[5,10,4] Nec sum mulier nec omnino spiro, nisi eam pessum de tantis opibus deiecero. ac si tibi etiam, ut par est, inacuit nostra contumelia, consilium validum requiramus ambae. iamque ista, quae ferimus, non parentibus nostris ac nec ulli monstremus alii, immo nec omnino quicquam de eius salute norimus. (Apul.met.5,10,4) Apul.met.5,10,4[5,10,4] Ich will keine Frau sein, ja tot umfallen, wenn ich sie nicht vom Gipfel ihres Glücks herabstürze. Und wenn auch dich, wie billig, unsere Schande aufbringt, lasse uns beide einen wirksamen Entschluss fassen. Was wir da mitbringen, zeigen wir weder unseren Eltern noch sonst einem, überhaupt sollten wir von ihrem Glück nichts wissen!
[5,10,5] Sat est, quod ipsae vidimus, quae vidisse paenituit, nedum ut genitoribus et omnibus populis tam beatum eius differamus praeconium. nec sunt enim beati, quorum divitias nemo novit. (Apul.met.5,10,5) Apul.met.5,10,5[5,10,5] Genug, dass wir selbst gesehen haben, was uns gesehen zu haben wurmt. Wir müssen ihr Glück nicht bei unsren Eltern und allen sonst verkünden. Denn nicht ist der glücklich, dessen Reichtum keiner kennt.
[5,11,2] Ac sic parentes quoque redulcerato prorsum dolore raptim deterrentes vesania turgidae domus suas contendunt dolum scelestum, immo vero parricidium, struentes contra sororem insontem. (Apul.met.5,11,2) Apul.met.5,11,2[5,11,2] So schrecken sie im Nu ihre Eltern, deren vernarbter Schmerz neu aufbricht. Sie selbst eilen geschwellt von Raserei nach Hause auf verbrecherische List, ja Mord an der unschuldigen Schwester sinnend.
[5,14,1] Iugum sororium consponsae factionis ne parentibus quidem visis recta de navibus scopulum petunt illum praecipiti cum velocitate nec venti ferentis oppertae praesentiam licentiosa cum temeritate prosiliunt in altum. nec immemor Zephyrus regalis edicti, quamvis invitus, susceptas eas gremio spirantis aurae solo reddidit. (Apul.met.5,14,1) Apul.met.5,14,1[5,14,1] Das verschworene Schwesterpärchen eilt, ohne seine Eltern aufzusuchen, in rasendem Tempo vom Schiff geradewegs zu jenem Felsen; sie warten nicht, bis der Wind, der sie trägt, aufkommt, und springen in mutwilligem Leichtsinn in die Tiefe. Aber Zephyrus weiß um des Königs Befehl, nimmt sie, wenn auch widerwillig, auf und setzt sie im Schoß des wehenden Hauches auf dem Boden ab.
[5,14,3] "Psyche, non ita ut pridem parvula, et ipsa iam mater es. quantum, putas, boni nobis in ista geris perula; quantis gaudiis totam domum nostram hilarabis. o nos beatas, quas infantis aurei nutrimenta laetabunt. qui si parentum, ut oportet, pulchritudini responderit, prorsus Cupido nascetur." (Apul.met.5,14,3) Apul.met.5,14,3[5,14,3] "Psyche, kaum den Kinderschuhen entwachsen bist du selbst bald Mutter. Welches Glück trägst du uns da in deinem Ränzchen, mit welcher Freude wirst du unser ganzes Haus erfüllen. Wie glücklich wir, wenn uns das Stillen des goldigen Kindes erfreut! Wenn es, wie zu erwarten, der Schönheit der Eltern entspricht, wird geradezu ein Cupido zur Welt kommen."
[5,16,3] Quodsi viri sui faciem ignorat, deo profecto denupsit et deum nobis praegnatione ista gerit. certe si divini puelli—quod absit— haec mater audierit, statim me laqueo nexili suspendam. ergo interim ad parentes nostros redeamus et exordio sermonis huius quam concolores fallacias adtexamus." (Apul.met.5,16,3) Apul.met.5,16,3[5,16,3] Wenn sie aber nicht weiß, wie ihr Mann aussieht, hat sie wirklich einen Gott geheiratet und trägt von ihm ein göttliches Kind. Falls man sagen wird, sie sei Mutter eines göttlichen Kindes, werde ich mir auf der Stelle einen Strick knüpfen. Lasse uns jetzt aber zu unseren Eltern heimkehren und die Fäden spinnen, die zur Absicht unserer Rede am besten passen!"
[5,17,1] Sic inflammatae, parentibus fastidienter appellatis et nocte turbatae vigiliis, perditae matutino scopulum pervolant et inde solito venti praesidio vehementer devolant lacrimisque pressura palpebrarum coactis hoc astu puellam appellant: (Apul.met.5,17,1) Apul.met.5,17,1[5,17,1] So aufgeheizt und durch den fehlenden Schlaf außer sich, grüßen sie nur widerwillig ihre Eltern und eilen in ihrer Verkommenheit am frühen Morgen zum Felsen, fliegen im gewohnten Schutz des Windes stürmisch hinab und sprechen die junge Schwester mit Krokodilstränen aus zusammengkniffenen Lidern an:
[27,1] Necdum sermonem Psyche finierat, et illa vesanae libidinis et invidiae noxiae stimulis agitata, e re concinnato mendacio fallens maritum, quasi de morte parentum aliquid conperisset, statim navem ascendit et ad illum scopulum protinus pergit. (Apul.met.5,27,1) Apul.met.5,27,1[27,1] Kaum hatte Psyche ihre Erzählung vollendet, als jene schon, von dem Sporn wütender Begierden und boshaften Neides getrieben, mit einer schnell geschmiedeten Lüge vom Tod ihrer Eltern ihren Gemahl hintergeht, sich zu Schiff begibt und in aller Eile zu dem Felsen hinsegelt.
[Cic.off.1,22,1] Sed quoniam, ut praeclare scriptum est a Platone, non nobis solum nati sumus ortusque nostri partem patria vindicat, partem amici, atque, ut placet Stoicis, quae in terris gignantur, ad usum hominum omnia creari, homines autem hominum causa esse generatos, ut ipsi inter se aliis alii prodesse possent, in hoc naturam debemus ducem sequi, communes utilitates in medium adferre, mutatione officiorum, dando accipiendo, tum artibus, tum opera, tum facultatibus devincire hominum inter homines societatem. Cic.off.1,22,1Da wir aber, wie Platon trefflich bemerkt, nicht für uns allein auf der Welt sind, sondern auch das Vaterland, die Eltern, die Freunde teilweise auf unser Dasein Anspruch erheben, da ferner, wie die Stoiker annehmen, die Erde alles, was sie erzeugt, zum Gebrauch der Menschen hervorbringt, und die Menschen selbst der Menschen wegen geschaffen sind, um sich gegenseitig nützen zu können, so ist es unsere Pflicht, hierin der Leitung der Natur zu folgen, zum Nutzen aller das Unsrige bereitzustellen, im Austausch gegenseitiger Pflichtleistungen zu geben und zu nehmen, und durch unsere Geschicklichkeit, durch unsere Anstrengung, durch die uns zu Gebote stehenden Mittel das Band der menschlichen Gesellschaft zu befestigen.
[Cic.off.1,23,5] qui autem non defendit nec obsistit, si potest, iniuriae, tam est in vitio, quam si parentes aut amicos aut patriam deserat. Cic.off.1,23,5wer aber einen anderen nicht verteidigt, noch sich dem Unrecht, wenn er kann, widersetzt, ist so schuldig, als wenn er Eltern oder Freunde oder Vaterland im Stich ließe.
si patriam parentes antiqua mallent quam dominos et colonias novas, Arminium potius gloriae ac libertatis quam Segestem flagitiosae servitutis ducem sequerentur. Tac.ann.1,59,6.Wenn ihnen Vaterland, Eltern und das Althergebrachte lieber sei als Gewaltherren und neue Kolonien, so sollten sie dem Arminius zu Ruhm und Freiheit folgen und nicht einem Segestes zu schimpflicher Knechtschaft!
Caesar paulisper ad spem erectus, dein fesso corpore, ubi finis aderat, adsistentis amicos in hunc modum adloquitur: 'si fato concederem, iustus mihi dolor etiam adversus deos esset, quod me parentibus, liberis, patriae intra iuventam praematuro exitu raperent: nunc scelere Pisonis et Plancinae interceptus ultimas preces pectoribus vestris relinquo: referatis patri ac fratri, quibus acerbitatibus dilaceratus, quibus insidiis circumventus miserrimam vitam pessima morte finierim. Tac.ann.2,71,1.Noch einmal schöpfte der Caesar für kurze Zeit Hoffnung, dann aber sank die Lebenskraft zusammen; und als jetzt sein Ende nahte, spricht er so zu den umstehenden Freunden: "Würde ich von einer höheren Macht abgerufen – mein Schmerz wäre auch gegenüber den Göttern gerecht, dass sie mich in der Kraft meiner Jugend von Eltern, Kindern und Vaterland durch allzu frühen Tod hinwegreißen. So werde ich durch Pisos und Plancinas Frevel hinweggerafft und lege meine letzten Bitten euch ans Herz. Meldet meinem Vater und Bruder, von welcher Bitterkeit zerfressen, von welchen Nachstellungen umringt, ich ein bedauernswertes Leben durch den heillosesten Tod beschließe.
[Cic.Tusc.3,2,5] Cum vero parentibus redditi, dein magistris traditi sumus, tum ita variis imbuimur erroribus, ut vanitati veritas et opinioni confirmatae natura ipsa cedat. Cic.Tusc.3,2,5Sobald wir aber den Eltern zurückgegeben, dann den Erziehern anvertraut sind, werden wir von so vielfachen Irrtümern überschwemmt, dass dem leeren Schein die Wahrheit und dem verfestigten Meinen die Natur weichen muss.
Qui cum esset bonis parentibus atque honesto loco natus—etsi id quidem alius alio modo tradidit—abundaretque et aequalium familiaritatibus et consuetudine propinquorum, haberet etiam more Graeciae quosdam adulescentis amore coniunctos, credebat eorum nemini, sed is, quos ex familiis locupletium servos delegerat, quibus nomen servitutis ipse detraxerat, et quibusdam convenis et feris barbaris corporis custodiam committebat. Cic.Tusc.5,58,1Er stammte von guten Eltern und aus edlem Geschlecht, – obgleich dies verschieden erzählt wird – pflegte Umgang mit vielen Altersgenossen und Bekanntschaft mit vielen Verwandten; hatte einige Jünglinge, die nach griechischer Weise seine Lieblinge waren; von denen traute er keinem, sondern übergab denjenigen, die er sich aus den Gesindestuben der Reichen als Sklaven erlesen hatte und denen er selbst nun den Sklavennamen abgenommen hatte, und einigen zusammengelaufenen und rohen Ausländern, die Obhut über sein Leben.
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