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Beleg gesucht für: populo
Belege des Suchbegriffs aus ausgewählten Texten (vollständig: Caes.Gall., Cic.Arch., Cic.S.Rosc., Cic.Lael.)
ita se omni tempore de populo Romano meritos esse, ut paene in conspectu exercitus nostri agri vastari, liberi eorum in servitutem abduci, oppida expugnari non debuerint. Caes.Gall.1,11,3Die Häduer hätten sich zu jeder Zeit um das römische Volk so verdient gemacht, dass sie es nicht verdient hätten, dass fast unter den Augen des römischen Heeres ihre Felder verwüstet, ihre Kinder in die Sklaverei geschleppt und ihre Städte genommen würden.
ita sive casu sive consilio deorum immortalium, quae pars civitatis Helvetiae insignem calamitatem populo Romano intulerat, ea princeps poenas persolvit. Caes.Gall.1,12,6So wurde der Teil der helvetischen Bevölkerung, der dem römischen Volk früher jene große Niederlage beigebracht hatte, ob durch Zufall oder absichtliche Fügung der unsterblichen Götter, zuerst bestraft.
quibus proeliis calamitatibusque fractos, qui et sua virtute et populi Romani hospitio atque amicitia plurimum ante in Gallia potuissent, coactos esse Sequanis obsides dare nobilissimos civitatis et iure iurando civitatem obstringere, sese neque obsides repetituros neque auxilium a populo Romano imploraturos neque recusaturos, quominus perpetuo sub illorum dicione atque imperio essent. Caes.Gall.1,31,7Aber durch diese verlustreichen Kämpfe seien sie so geschwächt worden, dass sie den Sequanern die Edelsten des Stammes hätten als Geiseln stellen und sich eidlich verpflichten müssen, weder die Geiseln zurückzuverlangen noch das römische Volk um Hilfe anzuflehen, noch sich ihrer fortwährenden Oberhoheit und Vorherrschaft zu widersetzen.
paulatim autem Germanos consuescere Rhenum transire et in Galliam magnam eorum multitudinem venire populo Romano periculosum videbat, Caes.Gall.1,33,3Außerdem sah er für das römische Volk eine Gefahr darin, dass es für die Germanen allmählich zur Gewohnheit werde, den Rhein zu überqueren und in großer Zahl nach Gallien zu kommen.
sibi autem mirum videri, quid in sua Gallia, quam bello vicisset, aut Caesari aut omnino populo Romano negotii esset. Caes.Gall.1,34,4Übrigens wundere er sich, was Cäsar oder überhaupt das römische Volk in seinem Teil Galliens zu suchen habe, der nach dem Kriegsrecht ihm zustehe.
si ipse populo Romano non praescriberet, quemadmodum suo iure uteretur, non oportere se a populo Romano in suo iure impediri. Caes.Gall.1,36,2Wenn er selbst dem römischen Volk nicht vorschreibe, wie es sein Recht ausüben solle, so dürfe auch er in der Ausübung seines Rechtes vom römischen Volk nicht behindert werden.
impulsos ab suis principibus, qui dicerent Haeduos a Caesare in servitutem redactos omnes indignitates contumeliasque perferre, et ab Haeduis defecisse et populo Romano bellum intulisse. Caes.Gall.2,14,3sie seien nur deshalb von ihnen abgefallen und feindselig gegen die Römer aufgetreten, weil ihnen ihre Häuptlinge einredeten, die Häduer hätten sich durch Cäsar zu Sklaven machen lassen und müssten nun alle Schmach und Misshandlung ertragen.
esse homines feros magnaeque virtutis; increpitare atque incusare reliquos Belgas, qui se populo Romano dedidissent patriamque virtutem proiecissent; confirmare sese neque legatos missuros neque ullam condicionem pacis accepturos. Caes.Gall.2,15,5Sie seien wilde Menschen und äußerst tapfer. Sie schmähten und beschimpften die übrigen Belger, die sich dem römischen Volk unterworfen und die Tapferkeit der Väter verraten hätten; desto fester erklärten sie, weder Gesandte zu schicken, noch eine Friedensbedingung einzugehen.
sibi praestare, si in eum casum deducerentur, quamvis fortunam a populo Romano pati, quam ab his per cruciatum interfici, inter quos dominari consuessent. Caes.Gall.2,31,6Sollten Sie in diese traurige Lage kommen, so zögen sie es vor, vom römischen Volk jedes Schicksal zu erdulden, als sich von denen zu Tod martern zu lassen, unter denen sie bisher zu herrschen gewohnt gewesen seien.
quorum haec fuit oratio: Germanos neque priores populo Romano bellum inferre neque tamen recusare, si lacessantur, quin armis contendant, quod Germanorum consuetudo haec sit a maioribus tradita, quicumque bellum inferant, resistere neque deprecari. Caes.Gall.4,7,3Sie erklärten, sie wollten keineswegs den Anfang der Feindseligkeiten gegen die Römer machen, seien übrigens, wenn sie angegriffen würden, zum Kampf bereit; denn die Germanen hätten von ihren Voreltern die Sitte geerbt, jedem, der ihnen feindselig entgegentrete, Widerstand zu leisten, zum Bitten aber niemals ihre Zuflucht zu nehmen.
Dum in his locis Caesar navium parandarum causa moratur, ex magna parte Morinorum ad eum legati venerunt, qui se de superioris temporis consilio excusarent, quod homines barbari et nostrae consuetudinis imperiti bellum populo Romano fecissent, seque ea quae imperasset facturos pollicerentur. Caes.Gall.4,22,1Während Cäsar sich in jenen Gegenden aufhielt und mit der Ausrüstung seiner Flotte beschäftigt war, kamen von einem großen Teil der Moriner Gesandte zu ihm, um sich wegen ihres früheren Benehmens zu entschuldigen, da sie als unerfahrene Fremde mit den Grundsätzen des römischen Volkes unbekannt gewesen seien und so Feindseligkeiten angefangen hätten; dabei versprachen sie für die Zukunft Gehorsam.
Caesar, cum constituisset hiemare in continenti propter repentinos Galliae motus, neque multum aestatis superesset atque id facile extrahi posse intellegeret, obsides imperat, et, quid in annos singulos vectigalis populo Romano Britannia penderet, constituit; Caes.Gall.5,22,4Weil nun Cäsar wegen der häufig unerwarteten Empörungen der Gallier den Winter auf dem Festland zuzubringen gedachte, auch der Sommer beinahe schon vorüber war und sein Rest leicht verstreichen mochte, so verlangte er Geiseln und bestimmte den Tribut, den Britannien künftig jedes Jahr entrichten sollte;
Arpinius et Iunius, quae audierant, ad legatos deferunt. illi repentina re perturbati, etsi ab hoste ea dicebantur, tamen non neglegenda existimabant maximeque hac re permovebantur, quod civitatem ignobilem atque humilem Eburonum sua sponte populo Romano bellum facere ausam vix erat credendum. Caes.Gall.5,28,1Arpineius und Iunius teilten diese Erklärung den Legaten mit; diese glaubten trotz ihrer Bestürzung über die unvermutete Entwicklung, darauf achten zu müssen, obgleich die Mitteilung vom Feind kam. Am meisten beeindruckte sie, dass sie kaum glauben konnten, ein so unbedeutendes und schwaches Volk wie das der Eburonen habe von sich aus den Krieg gegen die Römer gewagt.
idque adeo haud scio mirandumne sit, cum compluribus aliis de causis, tum maxime, quod, qui virtute belli omnibus gentibus praeferebantur, tantum se eius opinionis deperdidisse, ut a populo Romano imperia perferrent, gravissime dolebant. Caes.Gall.5,54,5Übrigens darf man sich vielleicht über diese Empörungen nicht so sehr wundern, da es, abgesehen von vielen anderen Ursachen, einem Volk, das an Tapferkeit im Krieg sonst allen anderen vorgezogen wurde, schmerzlich fallen musste, so viel von diesem Ruf verloren zu haben, dass man sich Roms Befehle gefallen lassen musste.
Caesar, etsi a bello atque hoste discedere detrimentosum esse existimabat, tamen non ignorans, quanta ex dissensionibus incommoda oriri consuessent, ne tanta et tam coniuncta populo Romano civitas, quam ipse semper aluisset omnibusque rebus ornasset, ad vim atque arma descenderet atque ea pars, quae minus sibi confideret, auxilia a Vercingetorige arcesseret, huic rei praevertendum existimavit Caes.Gall.7,33,1Cäsar hielt es zwar für nachteilig, sich vom Krieg und Feind zu trennen, allein er wusste auch sehr wohl, was für schädliche Folgen solche Spaltungen hätten. Um also zu verhindern, dass eine so bedeutende und mit den Römern so eng verbundene Völkerschaft, die er stets gehegt und mit allem ausgezeichnet hatte, zu Gewalttätigkeit und zu den Waffen schreite, wobei dann der schwächere Teil leicht von Vercingetorix Unterstützung erhalten dürfte, entschloss er sich, dem allen schnell zuvorzukommen.
eodem tempore Lucterius, quem profugisse ex proelio scripsi, cum in potestatem venisset Epasnacti Arverni - crebro enim mutandis locis multorum fidei se committebat, quod nusquam diutius sine periculo commoraturus videbatur, cum sibi conscius esset quam inimicum deberet Caesarem habere - hunc Epasnactus Arvernus amicissimus populo Romano sine dubitatione ulla vinctum ad Caesarem deduxit. Caes.Gall.8,44,3Lucterius, der bekanntlich (vgl. 8,35) die Flucht ergriffen hatte, vertraute sich, indem er oft den Ort wechselte, vielen an, weil er glaubte, nirgends ohne Gefahr längere Zeit bleiben zu können; denn er wusste wohl, wie sehr Cäsar ihm feind sein musste. Endlich kam er in die Gewalt eines Arverners namens Epasnactus, eines treuen Anhängers der Römer, der ihm alsbald in Fesseln warf und an Cäsar auslieferte.
at populo Romano numquam ea copia fuit, quia prudentissumus quisque maxume negotiosus erat, ingenium nemo sine corpore exercebat, optumus quisque facere quam dicere, sua ab aliis bene facta laudari quam ipse aliorum narrare malebat. Sall.Cat.8,5Solch Glück jedoch war dem römischen Volk nie beschieden, weil der Gescheiteste immer auch der am meisten Beschäftigtste war; Geistesarbeit ohne körperlichen Einsatz betrieb niemand; je tüchtiger einer war, um so mehr stellte er das Handeln über das Reden und wollte lieber seine Taten von anderen gelobt hören, als selbst die anderer zu erzählen.
Placet igitur eos dimitti et augeri exercitum Catilinae? minume. sed ita censeo: publicandas eorum pecunias, ipsos in vinculis habendos per municipia, quae maxume opibus valent; neu quis de iis postea ad senatum referat neve cum populo agat; qui aliter fecerit, senatum existumare eum contra rem publicam et salutem omnium facturum.' Sall.Cat.51,43Stimme ich also dafür, sie zu entlassen und dadurch Catilinas Heer zu verstärken? Durchaus nicht, sondern ich stelle folgenden Antrag: Ihr Vermögen ist zu konfiszieren, sie selbst aber sind in den Municipien, die über die meisten Mittel verfügen, gefangen zu halten. Niemand soll in Zukunft einen auf sie bezogenen Antrag im Senat stellen noch vor dem Volk verhandeln. Wer zuwider handelt, gilt dem Senat als Hochverräter am Staat und am Gemeinwohl."
Praeclaram vero populo Romano refers gratiam, qui te, hominem per te cognitum, nulla commendatione maiorum tam mature ad summum imperium per omnis honorum gradus extulit, si propter invidiam aut alicuius periculi metum salutem civium tuorum neglegis. Cic.Catil.1,28Oder fürchtest du das tadelnde Urteil der Nachwelt? Wahrlich, einen herrlichen Dank erweist du dem römischen Volk, das dich, einen Mann, der nur durch sich selbst und nicht nur durch die Empfehlung seiner Ahnen sich Ruf erworben, so bald durch alle Ehrenstufen zur höchsten Befehlsgewalt erhoben hat, wenn du jenes Tadels wegen oder aus Furcht vor irgend einer Gefahr das Wohl deiner Mitbürger vernachlässigst!
Sulla cum Hispanos et Gallos donaret, credo, hunc petentem repudiasset; quem nos vidimus, cum ei libellum malus poeta de populo subiecisset, quod epigramma in eum fecisset tantum modo alternis versibus longiusculis, statim ex eis rebus, quas tum vendebat, iubere ei praemium tribui, sed ea condicione, ne quid postea scriberet. Cic.Arch.25.bHätte vielleicht Sulla, der Spanier und Gallier damit beschenkte, diesen auf seine Bitte zurückgewiesen? Er, den ich noch vor mir sehen kann, wie er in der Versammlung, als ihm ein schlechter Dichter aus dem Volk ein Schriftstück überreichte, weil er ein Epigramm, das nur aus abwechselnden längeren und kürzeren Versen bestand, auf ihn gemacht habe, wie Sulla auf der Stelle befahl, ihm von den Sachen, die er eben verkaufte, den ganzen Erlös auszuzahlen, aber unter der Bedingung, dass er in der Folge nichts mehr schreiben solle?
Qui cum ita esset exorsus: non sibi cohortandum Sulpicium et Cottam, sed magis utrumque conlaudandum videri, quod tantam iam essent facultatem adepti, ut non aequalibus suis solum anteponerentur, sed cum maioribus natu compararentur; 'neque vero mihi quicquam' inquit 'praestabilius videtur, quam posse dicendo tenere hominum [coetus] mentis, adlicere voluntates, impellere quo velit, unde autem velit deducere: haec una res in omni libero populo maximeque in pacatis tranquillisque civitatibus praecipue semper floruit semperque dominata est. Cic.de_orat.1,30.Er begann mit der Erklärung, Sulpicius und Cotta bedürften nicht seiner Aufmunterung, sondern beiden müsse man vielmehr Lob erteilen, weil sie sich schon eine solche Geschicklichkeit im Reden angeeignet hätten, dass sie nicht allein ihren Altersgenossen vorgezogen, sondern sogar den Älteren gleichgestellt würden. "Und wahrlich", so fuhr er fort, "es erscheint mir nichts so vortrefflich als die Kunst, durch die Rede die Aufmerksamkeit der Menschen in den Versammlungen zu fesseln, ihre Gemüter zu gewinnen, ihre Neigungen zu leiten, wohin man will, und wovon man will, abzulenken. Sie ist die einzige, welche bei jedem freien Volk und besonders in friedlichen und ruhigen Staaten vorzüglich immer geblüht und immer geherrscht hat.
Neque enim si Philonem illum architectum, qui Atheniensibus armamentarium fecit, constat perdiserte populo rationem operis sui reddidisse, existimandum est architecti potius artificio disertum quam oratoris fuisse; nec, si huic M. Antonio pro Hermodoro fuisset de navalium opere dicendum, non, cum ab illo causam didicisset, ipse ornate de alieno artificio copioseque dixisset; neque vero Asclepiades, is quo nos medico amicoque usi sumus tum eloquentia vincebat ceteros medicos, in eo ipso, quod ornate dicebat, medicinae facultate utebatur, non eloquentiae. Cic.de_orat.1,62.Denn wenn bekanntlich jener Baumeister Philon, der den Athenern ein Zeughaus baute, dem Volk auf sehr beredte Weise von seinem Werk Rechenschaft ablegte, so darf man nicht glauben, er sei eher durch die Kunst des Baumeisters als durch die des Redners beredt gewesen. Und wenn unser Marcus Antonius für den Hermodoros über den Bau von Schiffswerften hätte reden müssen, so würde er, sobald er von diesem über die Sache belehrt worden wäre, einen geschmückten und reichhaltigen Vortrag über eine fremde Kunst gehalten haben. Und ferner, wenn Asklepiades, der mein Arzt und Freund war, alle andern Ärzte an Beredsamkeit übertraf, so machte er gerade darin, dass er so geschmackvoll redete, nicht von seiner Arzneikunde Gebrauch, wohl aber von der Beredsamkeit.
quam possumus reperire ex omnibus rebus civilibus causam contentionemque maiorem quam de ordine, de civitate, de libertate, de capite hominis consularis, praesertim cum haec non in crimine aliquo, quod ille posset infitiari, sed in civili iure consisteret? Similique in genere, inferiore ordine, si quis apud nos servisset ex populo foederato seseque liberasset et postea domum revenisset, quaesitum est apud maiores nostros, num is ad suos postliminio redisset et amisisset hanc civitatem. Cic.de_orat.1,182.Können wir wohl unter allen bürgerlichen Angelegenheiten eine wichtigere Verhandlung und Rechtsstreit finden, als einen solchen, in welchem es sich um den Stand, um das Bürgerrecht, um die Freiheit, um das Leben eines Konsularen handelt? Zumal da diese Sache nicht auf einem Verbrechen, das er ableugnen konnte, sondern auf dem bürgerlichen Recht beruhte. Eine ähnliche, wenn auch einen niedrigeren Stand betreffende Frage ist die, welche bei unseren Vorfahren aufgeworfen worden ist, ob nämlich ein Mensch aus einem verbündeten Staat, der bei uns als Sklave gedient, sich aber die Freiheit erworben hat und später in seine Heimat zurückgekehrt ist, bei der Rückkunft zu den Seinigen in seinen früheren Stand wieder eintrete, dagegen aber bei uns des Bürgerrechtes verlustig gehe.
hoc vere tamen licet dicere, P. Scipioni ex multis diebus, quos in vita celeberrimos laetissimosque viderit, illum diem clarissimum fuisse, cum senatu dimisso domum reductus ad vesperum est a patribus conscriptis, populo Romano, sociis et Latinis, Cic.Lael.12.cDoch das dürfen wir in Wahrheit behaupten: so viele und so herrliche Tage er auch erlebt hatte, so war doch jener Abend, unmittelbar vor seinem Tod, der glänzendste, als er nach Entlassung des Senats von den Vätern des Gesamtrates, dem Römischen Volk, den Bundesgenossen und den Latinern nach Hause begleitet wurde.
atque is primus instituit in forum versus agere cum populo. Cic.Lael.96.fEr begann übrigens als erster, mit dem Gesicht zum Forum gewendet, mit dem Volk zu verhandeln.
Itaque magnae mihi res iam moveri videbantur; nam Pompeius haec intellegit nobiscumque communicat, insidias vitae suae fieri, C. Catonem a Crasso sustentari, Clodio pecuniam suppeditari, utrumque et ab eo et a Curione, Bibulo ceterisque suis obtrectatoribus confirmari, vehementer esse providendum, ne opprimatur contionario illo populo a se prope alienato, nobilitate inimica, non aequo senatu, iuventute improba. Cic.ad Q.fr.2,3,4,1Daraufhin dachte ich, es stehen bedeutende Ereignisse bevor. Denn Pompeius merkt wohl und äußert sich auch darüber mir gegenüber, dass man ihm nach dem Leben trachte. C. Cato werde von Crassus unterstützt; dem Clodius werde Geld verschafft; beide würden von ihm und Curio, von Bibulus und den übrigen Feinden seiner Ehre (in ihren Umtrieben) bestärkt. Es sei, um nicht überwältigt zu werden, die äußerste Vorsicht nötig, da jene von den Volksrednern bearbeitete Bürgerklasse ihm fast abgeneigt, der Adel feind, der Senat nicht gewogen, und die Jugend schlecht gesinnt sei.
cibaria vobis praeberi videmus; vos autem maxime debetis in eos impetum facere qui merentur. hoc populo gratissimum est. deinde, si voletis, etiam tum, cum veri simile erit aliquem commisisse, in suspicione latratote; id quoque concedi potest. Cic.S.Rosc.57.bWir sehen, dass ihr gefüttert werdet; euere Pflicht ist es aber, vornehmlich die anzufallen, die es verdienen. Dies ist dem Volk das Angenehmste, denn, wenn ihr wollt, möget ihr auch in dem Fall, wenn es wahrscheinlich ist, dass einer ein Verbrechen begangen hat, verdachtshalber bellen. Auch das kann man noch geschehen lassen.
postea homines cursare ultro et citro non destiterunt, credo, qui Chrysogono nuntiarent esse aliquem in civitate, qui contra voluntatem eius dicere auderet; aliter causam agi atque ille existimaret, aperiri bonorum emptionem, vexari pessime societatem, gratiam potentiamque eius neglegi, iudices diligenter attendere, populo rem indignam videri. Cic.S.Rosc.60.dNun liefen Leute ständig hin und her. Vielleicht wollten sie dem Chrysogonus melden, dass doch jemand in der Stadt sei, der es wage, gegen seinen Willen zu sprechen, dass der Gang des Prozesses ein anderer sei, als er glaube: der Güterkauf komme an den Tag, der Verein werde aufs heftigste angegriffen, man kümmere sich nicht um seine Gönnerschaft und Macht, die Richter seien sehr aufmerksam, das Volk vernehme den Hergang der Sache mit Abscheu.
postulabant homines nobilissimi atque integerrimi nostrae civitatis quos iam antea nominavi; qui ita vixerunt talesque a populo Romano putantur, ut, quicquid dicerent, nemo esset, qui non aequum putaret. Cic.S.Rosc.119.dEs waren die angesehensten und würdigsten Männer unseres Vaterlandes, die ich bereits genannt habe, die es verlangten, Männer, die so gelebt haben und beim römischen Volk in solcher Achtung stehen, dass jedermann, was sie auch sagten, für billig hielt.
[Cic.fin.1,10,4] Ego vero, quoniam forensibus operis, laboribus, periculis non deseruisse mihi videor praesidium, in quo a populo Romano locatus sum, debeo profecto, quantumcumque possum, in eo quoque elaborare, ut sint opera, studio, labore meo doctiores cives mei, nec cum istis tantopere pugnare, qui Graeca legere malint, modo legant illa ipsa, ne simulent, et iis servire, qui vel utrisque litteris uti velint vel, si suas habent, illas non magnopere desiderent. Cic.Fin.1,10,4Ich meinerseits nun halte es, weil ich wegen meiner gerichtlichen Tätigkeit, Arbeit und Gefahr den mir vom Staat anvertrauten Posten nicht verlassen zu haben glaube, in der Tat für meine Pflicht, soviel in meinen Kräften steht, auch dahin zu arbeiten, dass durch meine Mühe, meinen Fleiß und meine Arbeit meine Mitbürger an wissenschaftlicher Bildung gewinnen, und, ohne mit denen zu rechnen, die griechische Schriften lieber lesen – nur mögen sie sie auch wirklich lesen und sich nicht bloß das Ansehen davon geben –, denen einen Dienst zu erweisen, die entweder beide Literaturen benutzen wollen oder, wenn sie ihre eigene haben, die fremde nicht eben sehr vermissen.
at Germani Carbone et Cassio et Scauro Aurelio et Servilio Caepione Maximoque Mallio fusis vel captis quinque simul consulares exercitus populo Romano, Varum tresque cum eo legiones etiam Caesari abstulerunt; nec impune C. Marius in Italia, divus Iulius in Gallia, Drusus ac Nero et Germanicus in suis eos sedibus perculerunt: mox ingentes C. Caesaris minae in ludibrium versae. Tac.Germ.37,5Dagegen haben die Germanen den Carbo und Cassius und Scaurus Aurelius und Servilius Caepio auch den Mallius Maximus geschlagen oder gefangen genommen, haben damit zugleich dem römischen Volk fünf konsularische Heere, dann den Varus und mit ihm drei Legionen auch noch dem Caesar Augustus abgenommen. Und nicht ungestraft haben Gaius Marius in Italien, der verewigte Iulius Caesar in Gallien, Drusus und (Tiberius) Nero und Germanicus sie auf ihrem eigenen Boden geschlagen. Dann kamen die großartigen Drohanstalten des Gaius Caesar (Caligula), die zum Gespött wurden.
Iudice, quo nosti, populo, qui stultus honores Hor.sat.1,6,15.Urteil, das, wie du weißt, Unwürdigen törichten Mutes
In magno ut populo, siqui vidisset, avita Hor.sat.1,6,79.Hätte gesehn in der Masse des Volks, wohl hätt' er vermutet,
2013.12.02 Cioviae protestationes auctas continuari
Die Dominico ad quingenta milia civium demonstrationibus, quamvis vetitis, intererant. Reclamantes postulabant, ut foedus associationis cum Unione Europaea iceretur, ut regimen ab administratione rei publicae abiret. Ducenti agitatores municipialem aulam occupaverunt. Multa milia in Platea Independentiae tentoriis positis noctem agebant. Cum missilia ignifera mitterentur, custodes publici intercedentes demonstratores removerunt. Una caterva automatarium chamulcum sibi comparaverat, ut acolythi publicorum saeptiones perfringentes praetorio praesidentis appropinquarent. Vlodymyr Rybak, orator parlamentariae causae iam hodie, Lunae die, mensam rotundam institutum iri dixit: unicuique parti occasionem datum iri docendi, quid quaeque sentiat, promisit: Praesidentem Ianucovyts stare a populo, sed moderatorum sententia fieri non posse, ut Ucraina Unioni Europaeae necessarias oeconomicas cum Russia relationes cedat.
2014.02.16 Altera pars colloquiorum Genavensium inter intercessores regiminis Syriaci et rebellis oppositionis politicae habitorum ad irritum cecidit. Lakhdar Brahimi, mediator Nationum Unitarum, a populo Syrorum veniam ignoscendi petivit, quod nihil melius effici potuisset. Utraque factio se ad tertiam colloquendi partem perficiendam paratam esse dicit, dies autem non est constituta. William Hague, Britannus secretarius statalis, itemque Francogallus collega Laurent Fabius culpam occidendi in regimen Syiacum conferunt. Neque Russi neque Americani rem adhuc commentati sunt. 2014.02.16Die zweite Runde der Genfer Verhandlungen zwischen den Vertretern der Syrischen Regierung und der aufständischen Opposition ist gescheitert. Der UN-Vermittler Lakhdar Brahimi bat das syrische Volk für den Misserfolg um Entschuldigung. Beide Parteien geben an, zu einer dritten Verhandlungsrunde bereit zu sein, ein Termin wurde allerdings nicht vereinbart. Der britische Außernminster William Hague, und ebenso sein französischer Kollege Laurent Fabius geben die Schuld am Scheitern der syrischen Regierung. Weder Russen noch Amerikaner, haben bisher dazu Stellung genommen.
2014.03.04 Decem mensibus, antequam consociatio NATO copias suas ex Afgania reductura est, praesidens Hamid Karsai haud perplexe queritur de eius ratione militari. In percontatione cum Washington Post ephemeride exhibita: "Renuntiate", inquit, "populo Americano plurimam salutem gratumque meum animum, regimini autem Unitarum Americanarum Civitatum meam iracundiam, meam iracundiam extremam." In Afgania dixit bellum geri, quod alienis potissimum potestatibus usui esset. Afganos cecidisse in bello, quod haudquaquam Afganorum fuisset. lc20140304Zehn Monate bevor die Nato ihre Truppen aus Afghanistan abziehen will, klagt Präsident Hamid Karzai in einem Interview mit der Washington Post unverblümt über ihren Miltäreinsatz: "Überbringen Sie dem amerikanischen Volk meine besten Grüße und meine Dankbarkeit. Überbringen Sie der US-Regierung meine Wut, meine extreme Wut!" In Afghanistan, sagte er, werde ein Krieg geführt, der hauptsächlich fremden Mächte nütze. Afghanen seien in einem Krieg gefallen, der keineswegs ein Krieg der Afghanen gewesen sei.
2014.08.11 Tayyip Erdoğan, adhuc Turciae princeps administer mox praeses, hesternum diem dominicum, quo a populo Turcico primum electione directa novus praeses electus est, historicum et initium novae aetatis nuncupavit. Quibus rerum progressibus illa aetas tum conspicua sit futura, exspectandum est. Quinquaginta una percentae suffragatorum impetum oeconomicum remiscentes prospera exspectant, reliqui manifestationes violentas proximi praeteriti anni et crimina corruptionis respicientes et modum regendi parum circumscriptum timentes sententias repraesentantibuss politicae oppositionis dederunt. 2014.08.11Tayyip Erdogan, noch Premierminister der Türkei, bald ihr Präsident nannte den gestrigen Sonntag, an dem ihn das türkische Volk zum ersten Mal in direkter Wahl zum neuen Präsidenten gewählt hat, historisch und den Anfang einer neuen Ära. Durch welche Entwicklungen diese Ära sich auszeichnen wird, bleibt abzuwarten. Einundfünfzig Prozent der Wähler, die sich an den wirtschaftlichen Aufschwung erinnern, glauben dass sie sich erfolgreich wird. Der Rest, der die gewaltsamen Demonstrationen des vergangenen Jahres und die Korruptionsvorwürfe im Auge hatte und einen zu wenig eingeschränkten Regierungsstil befürchtet, hat seine Stimme den Vertretern der Opposition gegeben.
2014.09.03 James Foley abhinc diebus quindecim decapitato nunc Islamicus Status (IS) alteram pelliculam magnetoscopicam publicavit, qua alius quidam diurnarius Americanus, triginta duos annos natus, Steven Sotloff nomine, qui anno praeterito (2013) in Syria abductus erat, decollari videtur et dicitur. Mater viri perempti antea frustra ad Abu Bakr al-Baghdadi, ducem Islamistarum, ut vitae filii parceret, appellaverat. Is gihadista, qui supplicium sumpsit, hunc alterum nuntium populo Americano alterumque monitum Baracko Obama afferri obsidemque proxime moriturum fore Britannum dixit. 2014.09.03Nachdem vor zwei Wochen James Foley enthauptet worden war, hat der Islamische Staat (IS) jetzt ein weiteres Video veröffentlich, auf dem, wie man sieht, angeblich ein anderer amerikanischer Journalist namens Steven Sotloff, zweizunddreißig Jahre alt, geköpft wird. Die Mutter des Ermordeten hatte vorher vergeblich an den Islamistenführer Abu Bakr al-Baghdadi appelliert, das Leben ihres Sohnes zu schonen. Der Dschihadist, der die Hinrichtung vollzog, sagte, dies sei eine zweite Botschaft an das amerikanische Volk und eine zweite Warnung für Barack Obama; die Geisel, die als nächste sterben werde, sei ein Brite.
2014.09.23 Manuelis Valls, Francogallicus administer primarius, salutationis aditialis causa Berolinum veniens se non precatorem venire monet. Cum cancellaria Angela Merkel colloquens hortatur, ut maiores pecuniae ad oeconomiam impellendam et desidiam coactam deminuendam in Europa collocentur. Cancellaria suadet, ut necessariae mutationes in melius incipiantur, neve parsimonia neglegatur. Valls non Francogalliam esse, quae Europam cura et sollicitudine afficeret, respondit: Francogalliam suae responsioni esse satisfacturam, populo Germaniae huius rei fiduciam esse habendam. 2014.09.23Der französische Ministerpräsident Manuel Valls betont bei seinem Antrittsbesuch in Berlin, dass er nicht als Bittsteller komme. Im Gespräch mit der Kanzlerin Merkel empfiehlt er, in Europa mehr Geld in die Ankurbelung der Wirtschaft und Verringerung der Arbeitslosigkeit zu investieren. Die Kanzlerin rät, die notwendigen Reformen anzugehen und die Sparsamkeit nicht zu vernachlässigen. Valls antwortete, Frankreich sei nicht das Sorgenkind Europas. Frankreich werde seiner Verantwortung gerecht werden, das deutsche Volk müsse dem Vertrauen schenken.
2014.09.29 Sergius Lavrov, Russicus administer ab rebus exteris, in emissione televisifica Russos dixit paratos esse ad bellum sanctionibus gestum restinguendum atque ad relationes cum Americanis de integro restituendas, quamvis earum deteriorationem praestare non deberent. At Michail Kasianov, pristinus Russicus administer primarius, qui hodie Vladimiro Putin opponit, Occidentem, ut sanctiones retineret, adhortatus est: Fieri posse, ut oeconomia Russica his sanctionibus demersa corrueret, quod minus populo Russico quam regimini ipsi detrimento fieret. 2014.09.29Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte in einer Fernsehsendung, die Russen seien bereit, den Krieg der Sanktionen zu beenden und die Beziehungen zu den Amerikanern ganz neu wieder aufzubauen, obgleich sie deren Verschlechterung nicht zu verantworten hätten. Aber der frühere russische Ministerpräsident Michail Kasjanow, der jetzt gegen Wladimir Putin opponiert, forderte den Westen auf, die Sanktionen beizubehalten: Es sei möglich, dass die russische Wirtschaft aufgrund dieser Sanktionen zusammenbreche, was weniger der russischen Öffentlichkeit als allein der Regierung schaden würde.
2014.11.01 Sa.d. Mercurii die, a.d. IV. Kal. Nov. , Jehuda Glick, dextrorsus vergens magister Iudaicus, qui, ut etiam Iudaeis in Templi Monte precari liceret, postulaverat, a quodam Palaestinensi insidiatore triginta duos annos nato quattuor glandibus ictus gravia vulnera acceperat. Idem rabbinus iam antea saepe atque iterum, ut ibi tertium templum reaedificaretur, efflagitaverat, quod fieri non poterat, nisi Cupola Saxi et meschita al-Aqsa, quae ambae maxime islamitis sacrosanctae sunt, rescinderentur. Insidiator ipse, Moataz Hejazi nomine, qui antehac gregis tromocratici, Gihad nomine, fuerat, se comprehensioni subtracturus a custodibus publicis interfectus erat. Postridie eius diei primum ex quattuordecim annis Mons Templi, ne orthodoxi Iudaei, ut ibi adorarent, Montem et meschitam invaderent, ab Israelitis praeclusus est. Qua re Mahmud Abbas, Palaestinensium praeses, Palaestinensi populo bellum indictum esse dixit. Ut ista praeclusio mane Veneris die plus milibus custodibus monti circumdatis ad precationes Veneris die faciendas partim dissoluta est, ita res suspensa atque in ancipiti manet. 2014.11.01Am Mittwoch, den 29.Okt., war Jehuda Glick, ein rechtsgerichteter jüdischer Rabbiner, der gefordert hatte, dass es auch den Juden erlaubt sein solle, auf dem Tempelberg zu beten, von einem 32-jährigen palästinensichen Attentäter von vier Kugeln getroffen und schwer verwundet worden. Der Rabbiner hatte schon früher mehrfach verlangt, dass dort ein dritter Tempel neu errichtet würde, was unmöglich gewesen wäre, ohne den Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee, die beide für Muslime höchst heilig sind, abzureißen. Der Attentäter selbst namens Moataz Hejazi, der vorher der Terrorgruppe Dschihad angehört hatte, war von Sicherheitskräften getötet worden. Am folgenden Tag wurde zum ersten Mal seit 14 Jahren der Tempelberg von den Israelis geschlossen, damit keine othodoxen Juden auf den Berg und in die Moschee eindrängen, um dort zu beten. Dadurch sei, so sagte Mahmud Abbas, der Präsident der Palistinenser, dem palästinensichen Volk der Krieg erklärt worden. Diese Sperrung wurde zwar am Freitag Morgen, nachdem man mehr als tausend Sicherheitskräfte um den Berg postiert hatte, für das Freitagsgebet teilweise zurückgenommen, aber die Lage bleibt gespannt und unsicher.
2014.11.02 So.d. Miscilla: Cives Burcinenses milites sibi administrationem rei publicae transitoriam arrogavisse eandemque non populo mandatam esse indignantur. *** Interstatale Consortium a Caeli Commutatione (IPCC) hac septimana vergente Hafniae suam conceptionem de causis calefactionis globalis eiusque remotione documentavit. *** Bolivianus praeses, Evo Morales, formam sculptilem novi palatii praesidialis, quod "magna domus populi" nominetur, repraesentavit. *** Germanicus praeses Ioachimus Gauck, cum in ambiguo reliquerit, num partes Sinistrorum iam satis longe a politicis rationibus Rei publicae democraticae Germanicae distent, ab his partibus reprehenditur: politiam factiosam non praesidis esse. *** Veneris die cum aeronavis cosmica a privato conductore Ricardo Branson exprompta calamitose de caelo in desertam decidisset, alter aeronauta occisus, alter graviter vulneratus est. Causae calamitatis nondum notae. 2014.11.02Allerlei: Die Bürger von Burkina Faso sind empört, dass das Militär die Übergangsregierung an sich gerissen hat und sie nicht dem Volk übertragen wurde. *** Der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaveränderung (IPCC) hat an diesem Wochenende in Kopenhagen seine Zusammenfassung zu Gründen und Lösungsmöglichkeiten der globalen Erderwärmung vorgestellt. *** Der bolivianische Präsident Evo Morales hat ein Modell des neuen Präsidentenpalastes, der "Großes Haus des Volkes" heißen soll, vorgeführt. *** Der deutsche Präsident Joachim Gauck, wird, weil er in Zweifel gezogen hat, ob "die Linke" schon weit genug vom politischen Denken der DDR entfernt sei, von dieser Partei getadelt. Parteipolitik gehöre nicht zu den Aufgaben des Präsidenten. *** Als am Freitag das von dem privaten Unternehmer Richard Branson entwickelte Raumschiff in die Wüste crashte, kam ein Pilot ums Leben, der andere wurde schwer verletzt. Die Ursachen des Unglücks sind noch nicht bekannt.
2014.11.30 So.d. Francogalliae pristinus rector et gubernator Nicolaus Sarkozy iter, quod eum iterum rei publicae praeficeret, ingressus est. Heri, Saturni die, Parisiis caput conservativarum partium (UMP) factus est. Desiderio cladis ab socialisto Hollande anno MMXII acceptae anno MMXVII reddendae morderi dicitur. Sed populo minus aceptus esse videtur quam suarum partium participibus. Sunt quoque aliquot privatae reculae importunae, quae adhuc nondum expeditae sunt. 2014.11.30Nicolas Sarkozy, der frühere Regierungschef von Frankreich, hat den Weg, der ihn noch einmal an die Spitze des Staates bringen soll, angetreten. Am gestrigen Samstag wurde er in Paris zum Vorsitzenden der konservativen Partei (UMP) gewählt.Angeblich brennt er vor Verlangen, die Niederlage, die er 2012 gegen den Sozialisten Hollande erlitten hat, ihm 2017 heimzuzahlen. Aber bei der Bevölkerung scheint er weniger beliebt zusein als bei den Parteimitgliedern. Da gibt es auch noch einige persönliche Affärchen, die noch nicht ausgestanden sind.
[4,34,1] Sed monitis caelestibus parendi necessitas misellam Psychen ad destinatam poenam efflagitabat. perfectis igitur feralis thalami cum summo maerore sollemnibus toto prosequente populo vivum producitur funus et lacrimosa Psyche comitatur non nuptias sed exequias suas. (Apul.met.4,34,1) Apul.met.4,34,1[4,34,1] Aber der Zwang, dem Gebot des Himmels zu gehorchen, forderte die über Psyche verhängte Bestrafung. Die Feier der Todeshochzeit wurde so in größter Trauer vollzogen und alles Volk begleitet Psyche zu ihrem lebendigen Begräbnis. Unter Tränen folgt Psyche ihrem Hochzeits-, nein Leichenzug.
[28,5] Prome agedum, quae sola mihi servis amanter, nomen eius, quae puerum ingenuum et investem sollicitavit, sive illa de Nympharum populo seu de Horarum numero seu de Musarum choro vel de mearum Gratiarum ministerio." (Apul.met.5,28,5) Apul.met.5,28,5[28,5] Geschwind sage mir ihren Namen, oh du, die du mir allein noch mit Liebe zugetan ist! Nenne mir die, die den unschuldigen Knaben verführt hat! Ists eine Nymphe oder Hore oder Muse oder eine von meinen Grazien?
[Cic.off.1,33,5] Id cum utrique fecissent, aliquantum agri in medio relictum est. Itaque illorum finis sic, ut ipsi dixerant, terminavit; in medio relictum quod erat, populo Romano adiudicavit. Cic.off.1,33,5Beide taten dies, und so blieb ein beträchtliches Stück Land in der Mitte übrig. Nun steckte er die Grenzen so, wie beide es erklärt hatten; und was in der Mitte noch übrig war, sprach er dem römischen Volk zu.
Populo quidem Romano non videtur, qui ex omnibus praeclaris factis illud pulcherrimum existimat. Cic.off.3,19,5Das römische Volk wenigstens meint es nicht; es hält dies für die rühmlichste aller ruhmvollen Taten.
[Cic.rep.10071] ... salvam esse consulatu abiens in contione populo Romano idem iurante iurassem, facile iniuriarum omnium compensarem curam et molestiam.  Cic.rep.1,7... als ich am Ende meines Konsulats in der Volksversammlung schwor, (das Vaterland sei durch mich) gerettet, und das römische Volk den Schwur wiederholte, würde mich leicht über den bitteren Schmerz aller Kränkungen hinwegtrösten.
Decreta eo anno triumphalia insignia A. Caecinae, L. Apronio, C. Silio ob res cum Germanico gestas. nomen patris patriae Tiberius, a populo saepius ingestum, repudiavit; neque in acta sua iurari, quamquam censente senatu, permisit, cuncta mortalium incerta, quantoque plus adeptus foret, tanto se magis in lubrico dictitans. Tac.ann.1,72,1.In diesem Jahr wurden dem Aulus Caecina, Lucilius Apronius und Gaius Silius wegen ihrer mit Germanicus vollbrachten Taten die Auszeichnungen des Triumphes zuerkannt. Den Titel 'Vater des Vaterlandes', den das Volk Tiberius mehrmals aufzudrängen versuchte, nahm er nicht an; auch erlaubte er nicht, dass man, wie der Senat beschlossen hatte, auf seine Verfügungen schwöre: bei Menschen sei alles unsicher, und je höher einer gestiegen sei, desto schlüpfriger werde der Boden unter ihm.
ostendite populo Romano divi Augusti neptem eandemque coniugem meam, numerate sex liberos. misericordia cum accusantibus erit fingentibusque scelesta mandata aut non credent homines aut non ignoscent.' Tac.ann.2,71,4.Zeigt dem römischen Volk die Enkelin des vergöttlichten Augustus, meine Gemahlin zugleich, zählt ihm meine sechs Kinder vor! Das Mitleid wird den Anklägern zur Seite stehen; denen, die frevelhafte Aufträge erdichten, wird man nicht glauben oder nicht verzeihen."
Gnarum id Tiberio fuit; utque premeret vulgi sermones, monuit edicto multos inlustrium Romanorum ob rem publicam obisse, neminem tam flagranti desiderio celebratum. idque et sibi et cunctis egregium, si modus adiceretur. non enim eadem decora principibus viris et imperatori populo, quae modicis domibus aut civitatibus. Tac.ann.3,6,1.Dem Tiberius blieb dies nicht unbekannt; um das Gerede im Volk niederzuschlagen, erließ er ein Edikt: Viele erlauchte Römer seien schon im Dienst des Staates umgekommen: noch keiner sei durch so feurige Sehnsucht gefeiert worden. Dies ehre ihn und alle. Nur sei Maß zu halten, denn nicht alles gezieme einem Fürstenhaus und einem Herrschervolk, was sich für gewöhnliche Häuser oder Gemeinwesen schicke.
sed solacium populo exturbato ac profugo campum Martis ac monumenta Agrippae, hortos quin etiam suos patefecit et subitaria aedificia extruxit, quae multitudinem inopem acciperent; subvectaque utensilia ab Ostia et propinquis municipiis pretiumque frumenti minutum usque ad ternos nummos. Tac.ann.15,39,2.Doch ließ er als Zufluchtsstätte dem obdachlos umherirrenden Volk das Marsfeld und die Bauten des Agrippina, ja sogar seine eigenen Gärten öffnen und Notbaracken zur Aufnahme der darbenden Menge errichten; auch wurde allerlei Bedarf von Ostia und den benachbarten Munizipien den Fluss heraufgeführt und der Getreidepreis auf drei Sesterze herabgesetzt.
Per idem tempus gladiatores apud oppidum Praeneste temptata eruptione praesidio militis, qui custos adesset, coerciti sunt iam Spartacum et vetera mala rumoribus ferente populo, ut est novarum rerum cupiens pavidusque. Tac.ann.15,46,1.Um diese Zeit versuchten die Gladiatoren in der Stadt Präneste auszubrechen, wurden jedoch durch die Wache haltende Besatzung bezwungen. Schon hörte man im Mund des Volkes, wie es ja nach Neuerungen verlangt und sich zugleich davor fürchtet, von Spartacus und der alten schlimmen Zeit reden.
Paucis post Kalendas Ianuarias diebus Pompei Propinqui procuratoris e Belgica litterae adferuntur, superioris Germaniae legiones rupta sacramenti reverentia imperatorem alium flagitare et senatui ac populo Romano arbitrium eligendi permittere, quo seditio mollius acciperetur. Tac.hist.1,12,1.Wenige Tage nach dem 1. Januar lief ein Schreiben des Prokurators Pompeius Propinquus aus Belgien ein, mit der Nachricht, dass die Legionen in Obergermanien den Fahneneid missachteten und einen anderen Kaiser verlangten; das Recht der Wahl wolle man dem römischen Senat und Volk einzuräumen, damit der Aufstand milder aufgenommen werde.
'Si immensum imperii corpus stare ac librari sine rectore posset, dignus eram, a quo res publica inciperet: nunc eo necessitatis iam pridem ventum est, ut nec mea senectus conferre plus populo Romano possit quam bonum successorem, nec tua plus iuventa quam bonum principem. sub Tiberio et Gaio et Claudio unius familiae quasi hereditas fuimus: loco libertatis erit, quod eligi coepimus; et finita Iuliorum Claudiorumque domo optimum quemque adoptio inveniet. Tac.hist.1,16,1."Könnte dieser unermessliche Reichskörper ohne Lenker bestehen und im Gleichgewicht erhalten werden, so wäre es billig, dass mit mir der Freistaat begänne. Nun aber hat schon längst der Zwang der Verhältnisse es dahin gebracht, dass ich in meinem Alter dem römischen Volk nicht mehr bieten kann als einen guten Nachfolger, und du, ein junger Mann, nicht mehr als einen guten Regenten. Unter Tiberius, Gaius und Claudius waren wir gleichsam das Erbteil einer Familie; als Ersatz der Freiheit kann es gelten, dass mit uns das Wahlreich begonnen hat; nachdem das Haus der Julier und Claudier erloschenen ist, wird die Adoption den jeweils Besten auffinden.
Hoc igitur tibi propone, amplitudinem animi et quasi quandam exaggerationem quam altissimam animi, quae maxime eminet contemnendis et despiciendis doloribus, unam esse omnium rem pulcherrimam, eoque pulchriorem, si vacet populo neque plausum captans se tamen ipsa delectet. Cic.Tusc.2,64,1Das also beherzige: ein weites Gemüt und ein hoch aufgerichteter Geist – hauptsächlich hervorragend durch Geringschätzung und Verachtung der Schmerzen – ist allein das Allerschönste, und desto schöner, wenn der Mensch ohne Öffentlichkeit und ohne Sucht nach Beifall allein in sich selbst das Vergnügen findet.
Quin etiam mihi quidem laudabiliora videntur omnia, quae sine venditatione et sine populo teste fiunt, non quo fugiendus sit (omnia enim bene facta in luce se collocari volunt), sed tamen nullum theatrum virtuti conscientia maius est. Cic.Tusc.2,64,2Mir wenigstens erscheint alles lobenswerter, was ohne Großtun geschieht, und ohne das Zeugnis der Öffentlichkeit; nicht als ob das zu fliehen wäre – denn alle guten Taten wollen ins Licht gestellt sein – aber doch gibt es für die Tugend keinen größeren Schauplatz als das eigene Bewusstsein.
An hoc non ita fit omni in populo? nonne omnem exsuperantiam virtutis oderunt? Cic.Tusc.5,105,2Geschieht dies nicht so in jedem Volk? Hassen nicht alle herausragendeTugend?
Quantis igitur molestiis vacant, qui nihil omnino cum populo contrahunt! Cic.Tusc.5,105,4Von welchen Belästigungen also sind die frei, die sich überhaupt nicht auf das Volk einlassen!
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04.04.2015 Pactum nucleare Iranicum et praeses Hassan Rouhani, cuius auctoritate administer a rebus externis, Mohammad Javad Zarif, Lausannae pactum transegerat, ab Iranico populo celebrantur. Homines sanctionibus sublatis meliores condiciones oeconomicas sperant. Sed sunt etiam quidam conservativi auctoritate valentes, qui Iraniam equum stratum fragosa habena commutavisse dicant. Rouhani se in pacto adhuc ad tempus proposito et mense Iunio vergente definitive constituendo permansurum vovit, siquidem etiam potestates mundanae idem facerent. Adversarii pactionum acerrimi fortasse republicani Americani erunt, qui eas non modo renegandas, sed etiam duriores sanctiones imponendas esse censent. lc201504
03.05.2015 Post principem Georgium natum, primam propaginem Catarinae et Gulielmi, ducis et ducissae Cambriae, Saturni die mane Londini in valetudinario Sanctae Mariae parva principissa lucem aspexit. Antequam parentes vespere in suum domicilium, palatium Kensington, revecti sunt, parvulam, cuius nomen adhuc ignotum est, populo suspensis animis exspectanti taciti sed beati repraesentaverunt. lc201505Nach der Geburt von Prinz George, dem ersten Spross von Kate und William, des Herzogs und der Herzogin von Cambridge, hat am Samstag Morgen in London im St. Mary-Hospital eine kleine Prinzessin das Licht der Welt erblickt.Bevor die Eltern am Abend in ihr Domizil, den Kensington-Palace zurückfuhren, stellen sie die Kleine, deren Namen man noch nicht kennt, der gespannt wartenten Öffentlichkeit wortlos aber glücklich vor.
23.11.2016  Fundatio, cui nomen est Friderici Ebert, quaeque propius cum Sociali Democratica factione consentit, percontationem repraesentativam fecit, quid Germani de religione Mohametana cogitarent. Summa summarum XL centesimae civium Germaniam islamica immigratione labefactari putant. XXVIII centesimae dicunt ei, qui in Germania offensionibus supersedere velit, sententiam libere dicere non iam licere. Totidem factiones gubernatrices populo verba dare sibi persuaserunt. Sed tantum XX centesimae Germanos tot perfugas accipiendo perperam egisse existimant. Qui eventum percontationis enarrant, societatem in duas partes esse diductas comprehendunt: unam et maiorem eorum, qui culturalem simplicitatem, tolerantiam, aequivalentiam amplecterentur, alteram et minorem eorum, qui separationem, nationalem repetitionem, inaequivalentiam exsequerentur. - Sed congruit ista interpretatio cum veritati? Experire tute ipse et consulta, in utra parte tu numerari velis! Celeriter intelleges te neutrius participem esse et istam bipartitionem simpliciorem esse, quam ut tuam personam, nedum multiplicem diversitatem opinionum et sententiarum in Germania complecti possit, et, nisi scire nefas, quaeres, quidnam tota res sibi velit. lc201611Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Siftung hat eine repräsentative Umfrage dazu durchgeführt, was die Deutschen über den Islam denken. Das Ergebnis von all dem: 40 % der Bürger glauben, dass Deutschland durch den Islam unterwandert wird. 28 % behaupten, dass man, wenn man Ärger vermeiden wolle, in Deutschland nicht mehr frei seine Meinung äußern dürfe. Ebenso viele sind überzeugt, dass die Regierungsparteien die Bevölkerung hinters Licht führen. Aber nur 20 % glauben, die Deutschen hätten mit der Aufnahme so vieler Flüchtlinge einen Fehler gemacht. Die Interpreten dieser Umfrage fassen ihr Ergebnis so zusammen: Die Gesellschaft zerfalle in zwei Gruppen: eine größere, die für Weltoffenheit, Toleranz und Gleichwertigkeit stehe, und eine kleinere, die für Abschottung, nationale Rückbesinnung und Ungleichwertigkeit eintrete. - Aber stimmt diese Interpretation mit der Wirklichkeit überein? Probieren Sie es selbst und überlegen Sie, zu welcher Gruppe Sie gern gehören möchten! Sie werden schnell merken, dass Sie keiner von beiden zugehören und diese Zweiteilung zu einfach ist, als dass sie Ihre Persönlichkeit, geschweige denn die große Vielfalt der Meinungen und Standpunkte in Deutschland umfassen könne, und sie werden sich, wenn man das wissen darf, fragen, was das Ganze eigentlich soll.
27.12.2016  Septem iuvenes nocte festorum pridiana Berolini in statione hamaxostichi subterranei vestimenta viri cuisdam tecto carentis, qui in subsellio somno se dederat, incendebant. Vir soporatus, nisi alii fidenter sucurrentes ignem restinxissent, facile perire potuit. Itaque prosecutores crimen homicidii in perpetratoribus, si quidem erunt prehensi, constituent. Et ut investigentur et prehendantur, facile fieri potest, nam custodes photographemata cinematomachinis exploratoriis depicta, quae facies maleficorum manufestant, in promptu habent, et a populo indicia petunt. Horribilia horribiliora videntur memoria repetenti iam nuperrime lascivum quendam iuvenem virgini cuivis uni in statione subterranea Berolinensi data opera calcem a tergo impigisse, ut scalis devolveretur et bracchium frangeret; horrabiliora et legenti primo die festo puellam duodecim annorum Berolini a vitrico tantis verberibus decisam esse, ut a custodibus publicis servata in nosocomium deferretur. lc201612Sieben junge Männer wollten in der Heiligen Nacht in einer U-Bahn-Station in Berlin die Kleider eines Obdachlosen anzünden, der sich auf einer Bank schlafen gelegt hatte. Der schlafende Mann hätte leicht umkommen können, wenn nicht andere beherzt zu Hilfe geeilt wären und das Feuer gelöscht hätten. Deshalb werden die Ermittler die Täter auf Mord verklagen, wenn sie denn gefasst werden. Dass sie gefasst werden, ist in der Tat leicht möglich, weil die Polizei über Photos aus Überwachungskameras verfügt, die das Gesicht der Übeltäter genau zeigen, und die Bevölkerung um Hinweise gebeten hat. Das Schreckliche erscheint noch schrecklicher, wenn man sich erinnert, dass gerade erst ein mutwilliger junger Mann der erst besten jungen Frau in einer Berliner U-Bahn-Station absichtlich in den Rücken trat, so dass sie die Treppe hinabstürzte und sich den Arm brach. Noch schrecklicher, auch wenn man liest, dass ein 12-jähriges Mädchen am ersten Feiertag von seinem Stiefvater in Berlin so verprügelt wurde, dass es von der Polizei gerettet und ins Krankenhaus gebracht werden musste.
07.01.2017  Liberalis et Democratica Germaniae Factio (FDP), quae de salute, non de cancellariatu certat, hesterno die Trium Orientalium Magorum Stutgardiae traditionale concilium partiale exhibuit. Christiani Lindner praepositi erat animos deputatorum et asseclarum componere ad comitia trium regionalium conventuum et conventus foederalis hoc anno transigenda. Percenset magnam coalitionem, quae suam dicionem amiserit, invehitur in prasinos, dextroversus se delimitat. Nonnullas ambitiosas format sententias velut: "Si mundus delirat, vestrum est rationabilem factionem eligere!" Vel "Germania liberalem factionem non habet, nisi nostram factionem!" Tum symbolum suae liberalis factionis profitetur: Societatis sedes sit singula et individua persona, quam res publica ita in libertatem vindicet, ut suas facultates explicet et vitam, cuius rationem a se ipsa repetat, degere possit. Iactationem habet in conventu sodalium. Num habebit etiam in populo electorum? Quattuor huius anni comitia huic quaestioni respondebunt. lc201701Die Freie Demokratische Partei Deutschlands (FDP), die ums Überleben, nicht um das Kanzleramt kämpft, hat am gestrigen Fest der Heiligen drei Könige in Stuttgart ihr traditionelles Parteitreffen abgehalten. Die Aufgabe des Vorsitzenden Christian Lindner war es, die Abgeordneten und Anhänger auf drei Landtagswahlen und die Bundestagswahl einzustimmen, die in diesem Jahr zu bewältigen sind. Er kritisiert die Große Koalition, die die Kontrolle verloren habe, attackiert die Linken und grenzt sich nach rechts hin ab. Er bildet einige wirkungsvolle Sätze wie "Wenn die Welt verrückt ist, müsst ihr eine vernünftige Partei wählen!" Oder: "Deutschland hat nur eine Partei der Freiheit, nämlich unsere!" Dann trägt er das Glaubenbekenntnis seiner Freiheitspartei vor: Mittelpunkt der Gesellschaft soll das einzelne Individuum sein, das der Staat so in Freiheit setzt, dass es seine Möglichkeiten entfalten und ein selbstverantwortetes Leben führen kann. Im Kreis seiner Parteifreunde findet er Beifall. Wird er ihn etwa auch beim Wahlvolk finden? Die vier Wahlen dieses Jahren werden diese Frage beantworten.
19.01.2017  Ioachimus Gauck, praeses rei publicae Germaniae, in ultima, quam praeses habuit, oratione rationes quinque annorum iniens populo Germanico valedixit. Eius iudicium de statu rei publicae paululo cohibitius cecidit quam in muneris initio. Etiamsi etiam hodie sibi persuasisset, nullam umquam Germaniam meliorem et magis democraticam fuisse quam nostram, se tamen etiam pericula quaedam videre dixit, quae stabili democratiae Germaniae imminerent. Frontem discriminosam non extendi inter indigenas et advenas neque inter Christianos, Muslimos, Iudaeos, atheosve, sed inter assectatores et insectatores civitatis popularis. Populistis atque eorum simplificationibus repugnandum esse, nationalistis esse persuadendum nos et Europaeos et Germanos esse. Germani ne diffiderent suis animis viribusque neve fidem democratiae deponerent. Europaeae Unioni defensionem esse augendam, nam id dictum percelebratum, quo difficultates politicas armis solvi non posse diceretur, non esse verum, nisi id omnes tenerent. Quod praeses munere decedens necessariam gravitatem Natonis in lumine posuit, cum ad Germanos, tum ad praesidem his diebus in America munus ineuntem pertinuisse crediderim. lc201701Bundespräsident Joachim Gauck verabschiedete sich in seiner letzten Rede als Präsident mit einer Bilanz seiner fünf Amtsjahre von der deutschen Öffentlichkeit. Sein Urteil über den Zustand der Republik fiel ein wenig zurückhaltender aus als bei seinem Amtsantritt. Auch wenn er heute noch überzeugt sei, sagte er, dass kein Deutschland je besser und demokratischer gewesen sei als das unsrige, so sehe er doch auch Gefahren, die der Stabilität der deutschen Demokratie drohten. Die entscheidende Frontlinie verlaufe nicht zwischen Altbürgern und Zuwanderern und nicht zwischen Christen, Muslimen, Juden oder Atheisten, sondern zwischen den Freunden und Feinden der Demokratie. Den Populisten und ihren Vereinfachungen müsse man entgegentreten, die Nationalisten müsse man überzeugen, dass wir beides sind, Europäer und Deutsche. Die Deutschen sollten ihrem Mut und ihrer Stärke vertrauen und ihren Glauben an die Demokratie nicht aufgeben. Europa müsse seine Verteidigungsbereitschaft erhöhen, denn das häufig gehörte Wort, das besage, dass es für politische Probleme keine militärische Lösung gebe, sei nur wahr, wenn sich alle daran hielten. Dass der aus dem Amt scheidende Präsident die unverzichtbare Bedeutung der Nato betonte, richtete sich wohl an die Deutschen, aber mehr noch an den Präsidenten, der in Amerika sein Amt antritt.
21.01.2017  Michael Pence, novus Americanus vice-praeses, et novus praeses Donaldus Trump heri suum quisque sacramentum dixit. Praesidis oratio aditionalis non multum distulit ab iis orationibus vel sententiolis praeconiis, quas in certamine electorio profuderat: "Potestatem populo reddemus!" - "America prima!" - aliaque eiusmodi. Hominibus persuadere conabatur, se praesidente novum millennium incohaturum, quo America, quae nunc ad egestatem redacta et a stabilitatis Vasingtoniensis administrationis globis servitute oppressa discors humi iaceret, locupletata, liberata, concordata primum locum in orbe teneret. Me cum eius expositio tam importuna praesentis et interioris status rei publicae Americanae inopinantem supervenit, cum eius reticentia consiliorum externorum miratur, tum eius praedivina visio incipientis "aevi millennariae", ne dicam "imperii", exsternavit. Meam brevem relationem concludam sententiola eius orationis ultima: Deus Americae propitius sit! lc201701Mike Pence, der neue amerikanische Vizepräsident und der neue Präsident Donald Trump legten beide gestern ihren Amtseid ab. Die Antrittsrede des Präsidenten unterschied sich nicht sehr von den Reden, bzw. Parolen, die er im Wahlkampf von sich gegeben hatte: "Wir werden die Macht dem Volk zurückgeben!" - "Amerika zuerst!" - und anderes der Art. Er versuchte bei den Leuten den Eindruck zu erwecken, unter ihm als Präsident beginne ein neues Millennium, in dem Amerika , das jetzt verarmt und vom Washingtoner Establishment unterdrückt zerstritten am Boden liege, bereichert, befreit und geeint den ersten Platz in der Welt einnehmen werde. Mich hat, wenn mich schon seine unzutreffende Charakterisierung des gegenwärtigen inneren Zustandes des amerikanischen Staates überrascht hat, wenn mich schon sein Schweigen zur Außenpolitik verwundert hat, besonders seine Vision eines "tausendjährigen Zeitalters", um nicht "Reiches" zu sagen, entsetzt. Meinen kurzen Bericht möchte ich dem letzten kurzen Satz seiner Rede schließen: "Gott segne Amerika!"
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