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Beleg gesucht für: more
Belege des Suchbegriffs aus ausgewählten Texten (vollständig: Caes.Gall., Cic.Arch., Cic.S.Rosc., Cic.Lael.)
Anzahl der Treffer: 44
ubi ea dies, quam constituerat cum legatis, venit et legati ad eum reverterunt, negat se more et exemplo populi Romani posse iter ulli per provinciam dare et, si vim facere conentur, prohibiturum ostendit. Caes.Gall.1,8,3Als die Gesandten der Helvetier am vereinbarten Tag wieder zu ihm kamen, erklärte er ihnen, nach dem Herkommen und dem Brauch des römischen Volkes könne er niemandem den Durchzug durch die Provinz gestatten, und versicherte, wenn sie Gewalt gebrauchten, werde er sie daran hindern.
item, cum ad oppidum accessisset castraque ibi poneret, pueri mulieresque ex muro passis manibus suo more pacem ab Romanis petiverunt. Caes.Gall.2,13,3Ebenso baten, als er zur Stadt selbst kam und dort ein Lager aufschlug, Kinder und Weiber von den Mauern herab mit flehenden Händen die Römer um Frieden.
Suebos posteaquam per exploratores pontem fieri comperissent, more suo concilio habito nuntios in omnes partes dimisisse, uti de oppidis demigrarent, liberos uxores suaque omnia in silvis deponerent atque omnes, qui arma ferre possent, unum in locum convenirent; hunc esse delectum medium fere regionum earum quas Suebi obtinerent. Caes.Gall.4,19,2Nachdem die Sueben vom Bau der Brücke durch Kundschafter erfahren hatten, hätten sie ihrer Landessitte gemäß eine Versammlung abgehalten und nach allen Richtungen Boten ausgesandt mit dem Befehl, die festen Plätze zu verlassen, Weiber, Kinder und alle Habe in die Wälder zu schaffen und mit der ganzen waffenfähigen Mannschaft an einem Ort zusammenzurücken, wozu man ungefähr den Mittelpunkt des ganzen Suebenlandes auswählte;
tum suo more conclamaverunt, uti aliqui ex nostris ad conloquium prodiret: habere sese, quae de re communi dicere vellent, quibus rebus controversias minui posse sperarent. Caes.Gall.5,26,4Nun verlangten diese Gallier nach ihrer Gewohnheit in lautem Geschrei, es sollten einige Römer zu einer Besprechung hervortreten; sie hätten Vorschläge über die gemeinsame Sache zu machen und hofften, dadurch den Streit zu mindern.
tum vero suo more victoriam conclamant atque ululatum tollunt impetuque in nostros facto ordines perturbant. Caes.Gall.5,37,3Jetzt erhoben die Feinde nach ihrer Gewohnheit ein heulendes Siegesgeschrei, fielen die Römer an und brachten ihre Reihen in Unordnung.
Septimo oppugnationis die maximo coorto vento ferventes fusili ex argilla glandes fundis et iacula fervefacta in casas, quae more Gallico stramentis erant tectae, iacere coeperunt. Caes.Gall.5,43,1Am siebten Tag der Belagerung begannen die Feinde bei sehr heftigem Wind mit Schleudern glühende Kugeln von geformtem Ton und Brandwurfspieße auf unsere nach gallischer Weise mit Stroh gedeckten Lagerhütten zu werfen.
Ubi intellexit ultro ad se veniri, altera ex parte Senones Carnutesque conscientia facinoris instigari, altera Nervios Atuatucosque bellum Romanis parare, neque sibi voluntariorum copias defore, si ex finibus suis progredi coepisset, armatum concilium indicit. hoc more Gallorum est initium belli. Caes.Gall.5,56,1Er sah daraus, dass man ihn suche, und wusste, dass auf der einen Seite die Senonen und Carnuten ein schlechtes Gewissen hatten, auf der anderen die Nervier und Atuatuker sich zum Krieg gegen die Römer rüsteten, während es ihm selbst, sobald er über die Grenze trete, an Freiwilligen nicht fehlen konnte. Er berief also eine bewaffnete Landesversammlung. Eine solche Versammlung ist nach gallischer Art immer der Anfang eines Krieges.
et de Accone, qui princeps eius consilii fuerat, graviore sententia pronuntiata more maiorum supplicium sumpsit. nonnulli iudicium veriti profugerunt. Caes.Gall.6,44,2Acco ließ er als Urheber der Erhebung zum Tode verurteilen und auf altrömische Weise hinrichten. Einige entzogen sich einer befürchteten Verurteilung durch Flucht.
et, quoniam in praesentia obsidibus cavere inter se non possint, ne res efferatur, at iure iurando ac fide sanciatur, petunt conlatis militaribus signis, quo more eorum gravissima caerimonia continetur, ne facto initio belli ab reliquis deserantur. Caes.Gall.7,2,2Weil man aber in diesem Augenblick für die Geheimhaltung ihres Planes einander keine Bürgschaft durch Geiseln leisten könne, so verlangten sie Zusicherung und eidliche Beschwörung bei vereinigten Fahnen (diese Weise enthält ihre ernsteste heilige Handlung), dass man sie nach dem Anfang der Feindseligkeiten von Seiten der Übrigen nicht verlassen werde.
Conclamat omnis multitudo et suo more armis concrepat, quod facere in eo consuerunt, cuius orationem approbant; summum esse Vercingetorigem ducem nec de eius fide dubitandum nec maiore ratione bellum administrari posse. Caes.Gall.7,21,1Nun erhob die Menge ein Geschrei; zugleich klirrte sie mit ihren Waffen, was die Gallier einer Volkssitte gemäß gewöhnlich zu Ehren derjenigen tun, deren Rede sie ihren Beifall schenken. Vercingetorix, hieß es, sei der größte Feldherr; seine Treue sei unzweifelhaft, und besser als er könne niemand den Krieg führen.
Convictolitavem, qui per sacerdotes more civitatis intermissis magistratibus esset creatus, potestatem obtinere iussit. Caes.Gall.7,33,4Convictolitavis aber, den nach der Landessitte die Priester in Vertretung der fehlenden Staatsbehörden gewählt hatten, erhielt die Regierungsgewalt.
Litaviccus cum suis clientibus, quibus more Gallorum nefas est etiam in extrema fortuna deserere patronos, Gergoviam perfugit. Caes.Gall.7,40,7Litaviccus aber flüchtete mit seinen Hörigen, die nach gallischer Sitte selbst ihren Herrn selbst im letzten Augenblick nicht verlassen dürfen.
quorum cum magna multitudo convenisset, matres familiae, quae paulo ante Romanis de muro manus tendebant, suos obtestari et more Gallico passum capillum ostentare liberosque in conspectum proferre coeperunt. Caes.Gall.7,48,3Kaum war eine große Menge Leute versammelt, als auch die Frauen, die noch kurz vorher ihre Hände gegen die Römer ausstreckten, nun ebenso ihre Leute beschworen, ihnen nach gallischer Sitte die fliegenden Haare entgegenhielten und ihre Kinder zeigten.
hi postquam in una moenia convenere, dispari genere, dissimili lingua, alius alio more viventes, incredibile memoratu est quam facile coaluerint: ita brevi multitudo divorsa atque vaga concordia civitas facta erat. Sall.Cat.6,2Nachdem diese sich in einer Stadt vereinigt hatten, verschmolzen sie trotz verschiedener Abstammung, ungleicher Sprache und abweichender Lebensgewohnheiten unglaublich leicht miteinander: So war binnen kurzem aus einer zerstreuten und nicht sesshaften Masse eine einträchtige Bürgerschaft geworden.
post ubi regium imperium, quod initio conservandae libertatis atque augendae rei publicae fuerat, in superbiam dominationemque se convortit, inmutato more annua imperia binosque imperatores sibi fecere: eo modo minume posse putabant per licentiam insolescere animum humanum. Sall.Cat.6,7Nachher, als sich das Königtum, das ursprünglich zur Wahrung der Freiheit und Mehrung des Reiches gedient hatte, in Willkür und Gewaltherrschaft verkehrt hatte, änderten sie das Herkommen und legten sich eine jährlich wechselnde Obrigkeit zu und jeweils zwei Personen als Amtsinhaber. So, glaubten sie, könne ein Mensch am wenigsten der Versuchung erliegen, willkürliche Ungesetzlichkeiten zu üben.
ea potestas per senatum more Romano magistratui maxuma permittitur: exercitum parare, bellum gerere, coercere omnibus modis socios atque civis, domi militiaeque imperium atque iudicium summum habere; aliter sine populi iussu nullius earum rerum consuli ius est. Sall.Cat.29,3Dadurch verleiht der Senat nach römischem Staatsgesetz der Obrigkeit die umfassendsten Befugnisse, nämlich ein Heer auszuheben, Krieg zu führen, durch alle Mittel die Bundesgenossen und Bürger zum Gehorsam zu zwingen und in der Stadt unumschränkte Macht und Gericht ohne Einspruch zu üben. Andernfalls hat der Konsul ohne Ermächtigung durch das Volk zu nichts davon ein Recht.
"Deos hominesque testamur, imperator, nos arma neque contra patriam cepisse neque quo periculum aliis faceremus, sed uti corpora nostra ab iniuria tuta forent, qui miseri, egentes violentia atque crudelitate faeneratorum plerique patriae, sed omnes fama atque fortunis expertes sumus. neque quoiquam nostrum licuit more maiorum lege uti neque amisso patrimonio liberum corpus habere: tanta saevitia faeneratorum atque praetoris fuit. Sall.Cat.33,1"Götter und Menschen rufen wir zu Zeugen an, Feldherr, dass wir die Waffen nicht gegen das Vaterland erhoben haben, auch nicht um andere in Gefahr zu bringen, sondern um uns persönlich gegen Unrecht zu schützen, die wir arm und bloß durch die grausame Unerbittlichkeit von Wucherern zum größten Teil die Heimat, alle aber unsere Ehre und unser Vermögen verloren haben. Keinem von uns war es gestattet, der Rechtsüberlieferung gemäß die Wohltat des Gesetzes in Anspruch zu nehmen und durch Abtretung unseres Vermögens für unsere Person die Freiheit zu erhalten. Denn so groß war die Grausamkeit der Wucherer und des Praetors.
id adeo more suo videbatur facere. Sall.Cat.37,2Dies scheint so ganz in seiner Art zu liegen.
alii Tarquinium a Cicerone inmissum aiebant, ne Crassus more suo suscepto malorum patrocinio rem publicam conturbaret. Sall.Cat.48,8Andere behaupteten, Cicero habe Tarquinius vorgeschickt, damit Crassus nicht nach seiner Gewohnheit die Beschützung der Schlechtgesinnten auf sich nehme und so den Staat in die schlimmste Lage bringe.
Quare ego ita censeo, quom nefario consilio sceleratorum civium res publica in summa pericula venerit, iique indicio T. Volturci et legatorum Allobrogum convicti confessique sint caedem, incendia aliaque se foeda atque crudelia facinora in civis patriamque paravisse, de confessis, sicuti de manufestis rerum capitalium, more maiorum supplicium sumundum.' Sall.Cat.52,36Daher lautet mein Antrag: Da durch den gottlosen Plan ruchloser Bürger der Staat in die höchste Gefahr gestürzt ist und diese durch das Geständnis des Titus Volturcius und der allobrogischen Gesandten überführt und selbst geständig sind, dass sie zu Mord, Brand und anderen unmenschlichen Gräueltaten an ihren Mitbürgern und am Vaterland entschlossen waren, so ist an denen, die gestanden haben und wie an denen, die todeswürdiger Verbrechen überführt wurden, nach dem Beispiel unserer Vorfahren die Todesstrafe zu vollziehen.
quod si virtuti vostrae fortuna inviderit, cavete inulti animam amittatis, neu capti potius sicuti pecora trucidemini, quam virorum more pugnantes cruentam atque luctuosam victoriam hostibus relinquatis.' Sall.Cat.58,21Sollte aber das Schicksal eurer Tapferkeit missgünstig sein, so gebt nicht ungerächt euer Leben hin, lasst euch nicht gefangen nehmen uns wie Tiere abschlachten, sondern kämpft nach Männer Art und lasst den Feinden einen blutigen und tränenreichen Sieg!"
'Ego vero' inquit 'istis obsequi studeo neque gravabor breviter meo more, quid quaque de re sentiam, dicere. Ac primum illud - quoniam auctoritatem tuam neglegere, Scaevola, fas mihi non esse puto - respondeo, mihi dicendi aut nullam artem aut pertenuem videri, sed omnem esse contentionem inter homines doctos in verbi controversia positam. Cic.de_orat.1,107."Gut", erwiderte er, "ich bin ja eifrig bemüht, ihnen Folge zu leisten, und ich werde nicht Anstand nehmen, in der Kürze nach meiner Weise über jeden einzelnen Punkt meine Ansicht vorzutragen. Was nun die erste Frage anlangt – deinen Rat nämlich, Scaevola, unbeachtet zu lassen, halte ich für unzulässig –, so ist meine Antwort diese: Ich glaube, es gibt entweder gar keine oder nur eine sehr unvollkommene Wissenschaft der Beredsamkeit und der ganze Streit hierüber unter den Gelehrten beruht auf einem Wortgezänk.
Sed, si placet, sermonem alio transferamus et nostro more aliquando, non rhetorico, loquamur.' 'Minime vero,' inquit Cotta; 'nunc enim te iam exoremus necesse est, quoniam retines nos in hoc studio nec ad aliam dimittis artem, ut nobis explices, quicquid est istud, quod tu in dicendo potes; - neque enim sumus nimis avidi; ista tua mediocri eloquentia contenti sumus - idque ex te quaerimus, (ut ne plus nos adsequamur, quam quantulum tu in dicendo adsecutus es), quoniam, quae a natura expetenda sunt, ea dicis non nimis deesse nobis, quid praeterea esse adsumendum putes?' Cic.de_orat.1,133.Aber, wenn’s beliebt, lasst uns das Gespräch auf einen andern Gegenstand lenken und uns einmal wieder nach unserer Weise unterhalten und nicht mehr die Sprache der Redekünstler führen!" "Mitnichten", fiel Cotta ein. "Denn jetzt gerade, weil du uns nun bei dieser Wissenschaft festhalten willst und uns nicht ein anderes Fach ergreifen heißt, müssen wir dich recht dringend bitten, dass du uns belehrst. Wie viel oder wie wenig du als Redner zu leisten verstehst, soll uns nicht kümmern; denn gar zu gierig sind wir nicht, wir begnügen uns gern mit deiner mittelmäßigen Beredsamkeit und wünschen weiter nichts von dir uns anzueignen als die Kleinigkeit, die du dir im Reden angeeignet hast. Weil du nun sagst, dass uns die Gaben, die von der Natur zu erstreben sind, nicht gänzlich fehlen, so ersuchen wir dich, uns auseinanderzusetzen, was wir uns sonst noch nach deiner Meinung aneignen müssen."
itaque more maiorum comparatum est, ut in minimis rebus homines amplissimi testimonium de sua re non dicerent. Cic.S.Rosc.102.cDaher ist es ein in der Sitte der Vorfahren begründeter Gebrauch, dass auch bei den geringfügigsten Dingen, die angesehensten Leute in eigener Sache kein Zeugnis ablegen.
Sex. Roscius horum nihil indignum putat, neminem accusat, nihil de suo patrimonio queritur. putat homo imperitus morum, agricola et rusticus, ista omnia quae vos per Sullam gesta esse dicitis more, lege, iure gentium facta; culpa liberatus et crimine nefario solutus cupit a vobis discedere; Cic.S.Rosc.143.bAber Sex. Roscius fühlt sich durch das alles nicht empört, klagt niemanden an, beschwert sich nicht wegen seines Erbgutes, glaubt, mit dem Zeitgeist unbekannt und ein Landmann von bäurischen Sitten, dass das alles, wovon ihr erklärt, es sei durch Sulla geschehen, nach der Sitte, dem Gesetz, dem Recht der Völker geschehen sei; er wünscht nur, frei von Schuld und von der greuelhaften Anklage entlastet von euch wegzugehen.
illam priorem, quae facta est in eos, qui arma capere potuerunt, tamen senatus suscipere noluit, ne quid acrius, quam more maiorum comparatum est, publico consilio factum videretur; Cic.S.Rosc.153.bJene frühere, die diejenigen traf, die Waffen führen konnten, wollte gleichwohl der Senat nicht auf sich nehmen, damit es nicht schien, die öffentliche Ratsbehörde habe härtere Maßnahmen ergriffen, als nach der Vorgabe der Vorfahren eingeführt war.
[Cic.div.2,6,1] Ac mihi quidem explicandae philosophiae causam attulit casus gravis civitatis, cum in armis civilibus nec tueri meo more rem publicam nec nihil agere poteram, nec quid potius, quod quidem me dignum esset, agerem reperiebam. Cic.div.2,6,1Und zur Entwicklung der Philosophie hat mir das schwere Unglück des Staates Anlass gegeben, da ich während des Bürgerkrieges weder nach meiner Weise den Staat verteidigen noch auch untätig sein konnte und auch nichts, was meiner mehr würdig gewesen wäre, zu tun fand.
Quos Venerem incertam rapientis more ferarum Hor.sat.1,3,109.Die, unsteten Genuss sich erraffend nach Sitte der Tiere,
Verba foris malis, Canusini more bilinguis. Hor.sat.1,10,30.Laut' einmischen nach Art des canusischen Doppelgeplauders?
2014.03.16 Hodie, die Crimaeae fatali, Crimenses plebiscito a Russis promoto et militari more praemunito, a ceteris autem orbis nationibus reiecto suffragia ferent, utrum ab Ucrainis ad Russos deficiant, an integra Ucrainae pars manere malint. De exitu plebisciti vix quisquam dubitat, qui effectus secuturi sint, adhuc nemo scit. lc20140316Heute, an einem für die Krim schicksalshaften Tag, werden die Bewohner der Krim in einer von den Russen geförderten und militärisch abgesicherten, aber von den restlichen Nationen der Welt abgelehnten Volksabstimmung entscheiden, ob sie von der Ukraine weg zu Russland übertreten oder lieber selbständiger Teil der Ukraine bleiben wollen. Kaum einer zweifelt am Ergebnis der Abstimmung, welche Folgen aber daraus erwachsen werden, weiß zur Zeit noch niemand.
2014.04.26 Ludovicus Wittgenstein, die 26° m. Apr. a. 1889° Vindobonae natus, hodie 125 annorum factus esset. Hic est ille philosophus, qui philosophiam artem linguisticam interpretans effecit, ut saeculum vicesimum saeculum philosophiae linguisticae nominaretur. Notissimus est ille libellus, qui "Tractatus logico-philosophicus" inscriptus unicus auctore vivo editus est (1922). Qui septem sententias geometrico more enucleatas atque extusas complectitur. Quarum prima: "Mundus est universitas eorum, quae accidunt." Septima et novissima: "De qua re loqui non possumus, ea res silentio nobis praetereunda est." Quoniam quaestiones metaphysicas, velut num sit deus, num sit libera voluntas, num sit anima immortalis, sensum habere negans ex philosophia expellit, philosophia ad extremum se ipsam in glossologiam dissolvere videtur. Wittgenstein non semper firmiter in suis scitis permansit sed ad recantandum erat pronus. Mortuus est sexaginta duos annos natus d. 29° m. Apr. a. 1951° Candabrigione. 2014.04.26Ludwig Wittenstein, am 26. April 1889 in Wien geboren, wäre heute 125 Jahre alt geworden. Er ist der Philosoph, der durch sein Verständnis der Philosophie als Sprachwissenschaft bewirkte, dass das 20. Jahrhundert, das Jahrhundert der Linguistik genannt wird. Am bekanntesten ist sein kurzes Buch mit dem Titel "Logisch philosophische Abhandlung", das einzige, das er zu seinen Lebzeiten veröffentlichte (1922). Es umfasst sieben Sätze, die er in mathematischer Art bis in die letzten Einzelheiten ausarbeitet. Der erste: "Die Welt ist alles, was der Fall ist." Der siebte und letzte: "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen" Da er metaphysische Fragen wie die nach der Existenz Gottes, dem freien Willen und der Unsterblichkeit als sinnlos aus der Philosophie verbannt, scheint sich Philosophie letztendlich in Linguistik aufzulösen. Er stand nicht immer fest zu seinen Lehrsätzen, sondern neigte zum Widerruf. Wittgenstein starb mit 62 Jahren am 29. April. 1951 in Cambridge.
2014.06.18 Summa curia Germaniae Foederatae Hesychopolitana (BGH) birotarium, qui sine casside culpa carens calamitatem viariam patitur et caput collidens vulneratur, neque sic temere affinem culpae esse, et plenam cautionem a societate damnorum sarciendorum esse praebendam diiudicavit. Primum, quod legibus non sancitum est, ut birotarii cassides induant, deinde, quod cassidem gestare nondum in communi birotariorum more est. 2014.06.18Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe (BGH) hat entschieden, dass ein Radfahrer, der ohne Helm schuldlos einen Verkehrsunfall erleidet und sich am Kopf verletzt, nicht ohne weiteres mitschuldig ist und von der Versicherungsgesellschaft voll entschädigt werden muss. Erstens weil es gesetzlich nicht geboten ist, dass Radfahrer einen Helm anziehen, zweitens weil es nicht allgemein üblich ist, dass Radfahrer einen Helm tragen.
2014.11.20 Io.d. Martis die duo Palaestinenses in extremo occidente urbis Hierosolymorum caedem fecerant. Telis ballistariis, sicis, securibus armati mane in synagogam quandam invaserant et quattuor Iudaeos comprecantes trucidaverant, antequam ipsi a custodibus strati sunt. Unus ex occisis e Britannia in Israeliam immigraverat, ceteri tres ex Unitis Americae Civitatibus. Iste impetus, cruentissimus ex dubos annis, quamvis sit crudelis, tamen non est singularis. Compararari potest a contraria parte is impetus, quem Baruch Goldstein ante viginti annos Hebrone exsecutus erat, cum undetriginta muslimos preces facientes occidens ipse occisus est. Palaestinenses id temporis indignantur de morte laophorarii, quem Lynchiano more necatum dicunt, de bello Gazetico, de agris publicatis, de domiciliis collocatis. 2014.11.20Am Dienstag hatten zwei Palästinenser am westlichen Rand von Jerusalem ein Blutbad angerichtet. Mit Schusswaffen, Messern und Beilen waren sie morgens in eine Synagoge eingedrungen und hatten vier Juden beim Gebet getötet, bevor sie selbst von Polizisten getötet wurden. Einer der Toten war aus Britannien nach Israel eingewandert, die anderen drei aus den Vereinigten Staaten. Obwohl dieser Anschlag, der blutigste seit zwei Jahren, grausam war, ist der dennoch nicht einzigartig. Verglichen werden kann auf der Gegenseite der Anschlag, den Baruch Goldstein vor zwanzig Jahren in Hebron ausgeführt hatte, als er 29 Muslime beim Gebet tötete und selbst getötet wurde. Die Palästinenser sind zur Zeit empört über den Tod eines Busfahrers, von dem sie behaupten, er sei gelyncht worden, über den Gaza-Krieg, über die Verstaatlichung von Land und über den Bau von Siedlungen.
[Cic.off.1,35,7] In quo tantopere apud nostros iustitia culta est, ut ii, qui civitates aut nationes devictas bello in fidem recepissent, earum patroni essent more maiorum. Cic.off.1,35,7In dieser Hinsicht hielt man bei uns so sehr auf Gerechtigkeit, dass der Feldherr, dem sich eine besiegte Stadt oder Nation ergeben hatte, nach der Sitte der Vorfahren ihr Anwalt gegenüber Senat und Volk wurde.
ceterum sepultura more perfecta templum et caelestes religiones decernuntur. Tac.ann.1,10,8.Als die Bestattung in üblicher Wiese vorüber war, wurden ihm natürlich ein Tempel und göttliche Verehrung zuerkannt.
apud frequentem militum contionem imperatoria brevitate adoptari a se Pisonem exemplo divi Augusti et more militari, quo vir virum legeret, pronuntiat. ac ne dissimulata seditio in maius crederetur, ultro adseverat quartam et duoetvicensimam legiones, paucis seditionis auctoribus, non ultra verba ac voces errasse et brevi in officio fore. nec ullum orationi aut lenocinium addit aut pretium. Tac.hist.1,18,2.Vor zahlreicher Versammlung der Soldaten eröffnete er mit der Kürze des Befehlshabers, er adoptierte den Piso nach dem Vorgang des verewigten Augustus und nach Soldatenbrauch, nach dem ein Mann den anderen wähle. Und damit nicht die Meuterei dadurch, dass er darüber hinwegging, für größer gehalten werde, gab er unaufgefordert die Versicherung, die vierte und achtzehnte Legion, sei von nur wenigen aufwiegelt worden; sie hätten sich vergangen, doch nicht weiter als mit Reden und Rufen, und würden in kurzem wieder zur Pflicht zurückkehren. Seiner Rede fügte er weder eine Schmeichelei noch ein Geldversprechen bei.
[Cic.Tusc.1,7] Sed ut Aristoteles, vir summo ingenio, scientia, copia, cum motus esset Isocratis rhetoris gloria, dicere docere etiam coepit adulescentes et prudentiam cum eloquentia iungere, sic nobis placet nec pristinum dicendi studium deponere et in hac maiore et uberiore arte versari. hanc enim perfectam philosophiam semper iudicavi, quae de maximis quaestionibus copiose posset ornateque dicere; in quam exercitationem ita nos studiose [operam] dedimus, ut iam etiam scholas Graecorum more habere auderemus. ut nuper tuum post discessum in Tusculano cum essent complures mecum familiares, temptavi, quid in eo genere possem. ut enim antea declamitabam causas, quod nemo me diutius fecit, sic haec mihi nunc senilis est declamatio. ponere iubebam, de quo quis audire vellet; ad id aut sedens aut ambulans disputabam. Cic.Tusc.1,7Aber wie Aristoteles, ein Mann von großem Geist, reich an Wissenschaft und Fülle des Stoffes, bewogen durch den Ruhm des Redners Isokrates anfing, seine Jünglinge auch im Reden zu unterrichten und Weisheit mit Beredsamkeit zu verbinden, so gedenke nun auch ich, auf die alte Neigung zur Beredsamkeit nicht zu verzichten, indem ich mit dieser größeren und reichhaltigeren Kunst mich beschäftige. Denn das war mir immer eine vollkommene Philosophie, die sich über die wichtigsten Untersuchungen mit Fülle und Schmuck des Ausdrucks vernehmen zu lassen im Stande war. Dazu habe ich mich denn auch so sorgfältig eingeübt, dass ich jetzt sogar freie Unterredungen, wie in den griechischen Schulen, zu halten wagte. So machte ich neulich nach deinem Abgang auf meinem tuskulanischen Landgut in Gegenwart mehrerer meiner Freunde einen Versuch mit meiner Geschicklichkeit hierin. Denn wie ich zuvor über öffentliche Gegenstände Reden zur Übung hielt – und ich tat dies länger als irgend einer – so ist dies nun die Redeübung des Greises. Ich ließ einen Satz aufstellen, den man untersucht wünschte; darüber sprach ich bald sitzend, bald auf- und abgehend.
[Cic.Tusc.1,30] Ut porro firmissimum hoc adferri videtur cur deos esse credamus, quod nulla gens tam fera, nemo omnium tam sit inmanis, cuius mentem non imbuerit deorum opinio (multi de diis prava sentiunt —id enim vitioso more effici solet — omnes tamen esse vim et naturam divinam arbitrantur, nec vero id conlocutio hominum aut consessus efficit, non institutis opinio est confirmata, non legibus; omni autem in re consensio omnium gentium lex naturae putanda est) —quis est igitur, qui suorum mortem primum non eo lugeat, quod eos orbatos vitae commodis arbitretur? tolle hanc opinionem, luctum sustuleris. nemo enim maeret suo incommodo: dolent fortasse et anguntur, sed illa lugubris lamentatio fletusque maerens ex eo est, quod eum, quem dileximus, vitae commodis privatum arbitramur idque sentire. atque haec ita sentimus, natura duce, nulla ratione nullaque doctrina. Cic.Tusc.1,30Für die Unsterblichkeit lässt sich ferner derselbe, wie es scheint, sehr starke Grund anzuführen, der für den Glauben an das Dasein der Götter geltend gemacht wird: dass es nämlich kein so rohes Volk, überhaupt keinen so wilden Menschen gibt, dessen Geist die Vorstellung von Göttern nicht erfüllte. Viele zwar haben einen unrichtigen Begriff von den Göttern, eine Folge ihrer Verkehrtheit, doch glauben sie alle an göttliche Kraft und göttliches Wesen. Und nimmer bewirkt dies Verabredung der Menschen oder Übereinkunft; nicht durch Einrichtungen ist die Ansicht, nicht durch Gesetze befestigt. Aber in allen Dingen ist die Übereinstimmung aller Völker für ein Naturgesetz zu halten. Nun denn, wer bejammert den Tod der Seinen vor allen Dingen nicht darum, weil er meint, sie seien der Annehmlichkeiten des Lebens beraubt? Nimm ihm diese Meinung, so hebst du den Jammer auf; denn gerührt ist man nicht über das eigene Unglück. Man fühlt vielleicht Schmerzen und Beängstigung; aber jenes jammervolle Wehklagen, jene Tränen der Rührung kommen daher, weil wir glauben, unsere Geliebten seien der Annehmlichkeiten des Lebens beraubt und sie fühlten dies. Und so denken wir, weil es uns so natürlich ist, ohne Schlüsse, ohne Unterricht.
Haec nostro more nos diximus, Epicurii dicunt suo; sed quae dicant, videamus, quo modo, neglegamus. Cic.Tusc.3,33,5Dies haben wir nach unserer Art gesagt; die Epikureer sagen es nach ihrer; aber nur was sie sagen, haben wir zu betrachten; wie sie es sagen, kann uns gleichgültig sein.
Qui cum esset bonis parentibus atque honesto loco natus—etsi id quidem alius alio modo tradidit—abundaretque et aequalium familiaritatibus et consuetudine propinquorum, haberet etiam more Graeciae quosdam adulescentis amore coniunctos, credebat eorum nemini, sed is, quos ex familiis locupletium servos delegerat, quibus nomen servitutis ipse detraxerat, et quibusdam convenis et feris barbaris corporis custodiam committebat. Cic.Tusc.5,58,1Er stammte von guten Eltern und aus edlem Geschlecht, – obgleich dies verschieden erzählt wird – pflegte Umgang mit vielen Altersgenossen und Bekanntschaft mit vielen Verwandten; hatte einige Jünglinge, die nach griechischer Weise seine Lieblinge waren; von denen traute er keinem, sondern übergab denjenigen, die er sich aus den Gesindestuben der Reichen als Sklaven erlesen hatte und denen er selbst nun den Sklavennamen abgenommen hatte, und einigen zusammengelaufenen und rohen Ausländern, die Obhut über sein Leben.
Numquam naturam mos vinceret; est enim ea semper invicta; sed nos umbris deliciis otio languore desidia animum infecimus, opinionibus maloque more delenitum mollivimus. Cic.Tusc.5,78,2Nie würde die Sitte die Natur überwinden; denn diese bleibt immer unbesiegt; aber wir haben durch Illusion, Luxus, Untätigkeit, Schlaffheit, Trägheit unsere Seele krank und durch Scheinmeinungen und schlechte Sitten kraft- und widerstandslos gemacht.
Atque hoc non ex hominum more solum, sed etiam ex bestiis intellegi potest, quae, ut quicquid obiectum est, quod modo a natura non sit alienum, eo contentae non quaerunt amplius. Cic.Tusc.5,98,5Und dies lässt sich nicht nur an der Lebensweise der Menschen, sondern auch an den Tieren erkennen. Sie begnügen sich mit dem, was ihnen vorgehalten wird, wenn es nur nicht widernatürlich ist, und verlangen nichts weiter.
Civitates quaedam universae more doctae parsimonia delectantur, ut de Lacedaemoniis paulo ante diximus. Cic.Tusc.5,99,1Ganze Staaten haben nach ihrer Sitte Spass an der Sparsamkeit, wie wir es soeben von den Spartanern gesagt haben.
Is vero, quod credibile vix esset, cum in philosophia multo etiam magis adsidue quam antea versaretur et cum fidibus Pythagoreorum more uteretur cumque ei libri noctes et dies legerentur, quibus in studiis oculis non egebat, tum, quod sine oculis fieri posse vix videtur, geometriae munus tuebatur verbis praecipiens discentibus, unde quo quamque lineam scriberent. Cic.Tusc.5,113,2Dieser Mann beschäftigte sich – kaum glaublich! – mit der Philosophie noch weit emsiger sogar als zuvor; er betrieb nach Art der Pythagoreer die Musik; er ließ sich Tag und Nacht Bücher vorlesen; Beschäftigungen – wobei er der Augen nicht bedurfte; aber noch mehr – was ohne Augen kaum möglich scheint, der Geometrie widmete er sich fortdauernd, indem er durch seine Worte die Lernenden anleitete, von wo, wohin und welche Linie sie zeichnen sollten.
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27.06.2015 Dies ater Veneris praeteriit: Manuballistarii tromocratici, in Tunesica urbe portuensi et turistica, quae Sousse nominatur, in litore inter duo deversoria non minus quam triginta septem homines, interfecerunt, triginta sex vulneraverunt. Pleraeque victimarum sunt alienigenae, quod indigenae litora mense Ramadan maximam partem vitant. Unus ex perpetratoribus ipse deiectus est. Etiam in Francogallia sex mensibus post insidias Lutetiae perpetratas terroristicus insidiator prope Lugdunum impetum in ergasterium gasale fecit atque unum hominem more Islamistici Status decollavit; duos alios vulneravit. Auctor facinoris est Yassine Salhi, vir triginta quinque annorum custodibus publicis notus. Tertiae insidiae in capite Kuvaiti factae sunt: Insidiator quidam suicidalis inter precationes Veneris die faciendas Siiticam meschitam intrans suum balteum displovisum dirupit. Viginti quinque homines interfecti sunt, plus quam ducenti vulnerati. Ceterum in Monte Regio Germaniae pedilustrices Francogallicas ictibus undecim metrorum factis quinque ad quattuor vicerunt. lc201506Das war ein Schwarzer Freitag: Terrorschützen haben in der tunesischen Hafen- und Urlaubsstadt Sousse an der Küste zwischen zwei Hotels mindestens 37 Menschen getötet und 36 verwundet. Die meisten Opfer sind Fremde, weil die Einheimischen den Strand im Ramadan größtenteils meiden.Einer der Täter wurde seinerseits niedergeschossen. Auch in Frankreich führte sechs Monate nach dem Anschlag in Paris ein terroristischer Attentäter bei Lyon einen Anschlag auf eine Gasfabrik aus. Eine Person köpfte er nach der Art des "Islamischen Staates", zwei weitere verletzte er. Den dritten Anschlag gab es in der Stadt Kuwait: Ein Selbstmord-Attentäter betrat während des Freitagsgebetes eine schiitische Moschee und ließ seinen Sprenggürtel explodieren. 25 Personen wurden getötet, mehr als 200 verwundet. Übrigens haben in Montreal die deutschen Fußballspielerinnen die Französischen nach Elfmeterschießen 5:4 besiegt.
05.07.2015  Eum, qui trepidationem et sollicitudinem, i.e. terrorem, excitat, Varoufakis "terroristam" et esse et appellandum esse eleganter argumentatur. Quare Europaeos terroristas esse, qui, ut Graecae argentariae clauderentur, curantes Graecis terrorem incussissent. Num Graeci insidias tromoctaticas timentes pecunias numeratas aliaque necessaria murum cricetorum more cumulaverunt? Si ad huic viro disserendi non imperito obsequendum parati erunt, hodie plebiscitum persequentes condiciones Europaeaorum praebitorum recusabunt. Sedes comitiales ab sexta hora antermeridiana apertae sunt. Num Graeci cum terroristis cooperari velint, si citissime ab hora nona postmeridiana comperiri poterit. lc201507Dass derjenige, der Angst und Schrecken, eben Terror, verbreitet, sowohl Terrorist ist als auch so bezeichnet werden muss, folgert Varoufakis logisch korrekt. Daher seien die Europäer Terroristen, die, weil sie dafür sorgten, dass die griechischen Banken geschlossen wurden, den Griechen Schrecken eingejagt hätten. Haben die Griechen etwa aus Angst vor terroristischen Anschlägen Bargeld und andere notwendige Dinge gehamstert? Wenn sie bereit sind, diesem logisch versierten Mann Folge zu leisten, werden sie heute bei dem Volksentscheid die Bedingungen der europäischen Geldgeber ablehnen. Die Wahllokale sind ab 6 Uhr früh geöffnet. Ob die Griechen mit Terroristen zusammenarbeiten wollen, kann man frühestes ab 21 Uhr erfahren.
15.02.2017  Quicumque Kim Jong Un, Boreocoreano dynastae, cognatione annexus est, caveat ab insidiis, imprimis a veneno. Iam anno MMXIII maritum suae amitae, Jang Song Thaek, de proditione capitis damnatum ad supplicium dederat. Nunc Kim Jong Nam, eius maior frater ex eodem patre tantum natus, illam praecautionem neglegens suam imprudentiam XLV annos natus salute luit. Filius maior natus more tralaticio heres patris fieri debuit, sed eius gratiam, cum anno MMI commenticio diplomate Disneylandiam visitatum in Iaponiam proficisci vellet, effudit atque in Malaesiam aufugere maluit quam in patriam reverti. Insuper modum, quo in Corea Septentrionali potestas semper a patre in filium transferretur, publice destringere non desiit et Pyeongyangum risu dignum appellare veritus non erat. Quem hesterno die Lunae mane in aeriportu urbis Kuala Lumpur duae feminae acubus venenatis instructae aggredientes aut liquore quodam asperserunt aut acubus tantopere violaverunt, ut in nosocomium vehens supremum iter carperet. Duae veneficae interea raeda meritoria utentes celeriter aufugerant. lc201702Jeder, der mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un verwandt ist, sollte sich vor Nachstellungen hüten, besonders vor Gift. Schon 2013 hatte er den Mann seiner Tante, Jang Song Thaek, wegen Verrates zum Tod verurteilt und hinrichten lassen. Jetzt büßte sein älterer Halbbruder väterlicherseits, Kim Jong Nam, der jene Vorsichtsmaßnahme außer Acht gelassen hatte, 45-jährig seine Unvorsichtigkeit mit dem Leben. Als älterer Sohn hätte er normalerweise seinen Vater beerben müssen, aber verscherzte sich, als er 2001 mit gefälschtem Pass nach Japan reisen wollte, um Disneyland zu besuchen, die Zuneigung seines Vaters und zog es einer Rückkehr in die Heimat vor, sich in Malaysia in Sicherheit zu bringen. Darüber hinaus tadelte er wiederholt öffentlich dass Verfahrn, dass in Nordkorea die Macht immer vom Vater auf den Sohn übergeht, und scheute sich nicht, Pjönjang eine Lachplatte zu nennen. Ihm näherten sich gestern, am frühen Montag, auf dem Flughafen von Kuala Lumpur zwei Frauen mit Giftnadeln, bespritzen ihn entweder mit einer Flüssigkeit oder verwundeten ihn mit ihren Nadeln so sehr, dass seine Fahrt ins Krankenhaus seine letzte Fahrt wurde. Die zwei Giftmischerinnen hatten sich inzwischen in einem Taxi schnell davongemacht.
28.02.2017  Duo autoraedarii, nunc viginti quinque et duodetriginta annos nati, primo mense Februario superioris anni Berolini, media in urbe, illicitum curriculum agonisticum edentes aliquot quadrivia luce semaphororum rubra maxima celeritate traiecerant et calamitatem autoraedariam efficientes virum undeseptuaginta annorum interfecerant. Iudicium Berolinense istud facinus heri cognitura rogante homocidium fuisse iudicavit. Antehac iudices eiusmodi casus more tralaticio homicidia casualia aestimaverant, Berolinenses autem iudices facinori dolum eventualem subfuisse existimaverunt et perpetratores perpetuis vinculis puniverunt. Patroni autem reos nullo dolo directo permotos sed neglegentia et nimia sui fiducia impulsos hominem interfecisse arbitrati se ad supremam curiam foederalem provocaturos esse pronuntiaverunt. lc201702Zwei Autofahrer, jetzt 25 und 28 Jahre alt. hatten Anfang Februar letzten Jahres in Berlin mitten in der Stadt ein verbotenes Autorennen veranstaltet, einige Kreuzungen mit sehr hoher Geschwindigkeit bei roter Ampel überquert und, indem sie einen Unfall verursachten, einen 69-jährigen Mann getötet. Ein Berliner Gericht hat diese Tat gestern auf Antrag der Staatsanwaltschaft als Mord beurteilt. Zuvor hatten Richter derartige Fälle üblicherweise als fahrlässige Tötung eingestuft, die Berliner Richter aber gingen davon aus, dass der Tat ein bedingter Vorsatz zugrunde lag, und bestraften die Täter mit lebenslänglicher Haft. Die Verteidiger allerdings gehen davon aus, dass die Angeklagten den Mann nicht mit Vorsatz, sondern aus Fahrlässigkeit und in Selbstüberschätzung töteten, und haben Revision beim Bundesgerichtshof angekündigt.
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