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Platon, Phaidon 67b - 69e

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XII.
XII.
[67b]... Οὐκοῦν, ἔφη ὁ Σωκράτης, εἰ ταῦτα ἀληθῆ, ὦ ἑταῖρε, πολλὴ ἐλπὶς ἀφικομένῳ, οἷ ἐγὼ πορεύομαι, ἐκεῖ ἱκανῶς, εἴπερ που ἄλλοθι, κτήσασθαι τοῦτο, οὗ ἕνεκα ἡ πολλὴ πραγματεία ἡμῖν ἐν τῷ παρελθόντι βίῳ γέγονεν, ὥστε ἥ γε ἀποδημία ἡ νῦν μοι [67c] προστεταγμένη μετὰ ἀγαθῆς ἐλπίδος γίγνεται καὶ ἄλλῳ ἀνδρὶ, ὃς ἡγεῖταί οἱ παρεσκευάσθαι τὴν διάνοιαν ὥσπερ κεκαθαρμένην.
Wenn nun, sprach Sokrates, dieses wahr ist, o Freund, so ist ja große Hoffnung, dass, wenn ich dort angekommen bin, wohin ich jetzt gehe, ich dort, wenn irgendwo, zur Genüge dasjenige erlangen werde, worauf alle unsere Bemühungen in dem vergangenen Leben gezielt haben; so dass die mir jetzt aufgetragene Reise mit guter Hoffnung anzutreten ist auch für jeden andern, der nur glau ben kann, dafür gesorgt zu haben, dass seine Seele rein ist.
Πάνυ μὲν οὖν, ἔφη ὁ Σιμμίας.
Allerdings, sprach Simmias.
Κάθαρσις δὲ εἶναι ἆρα οὐ τοῦτο συμβαίνει, ὅπερ πάλαι ἐν τῷ λόγῳ λέγεται, τὸ χωρίζειν ὅτι μάλιστα ἀπὸ τοῦ σώματος τὴν ψυχὴν καὶ ἐθίσαι αὐτὴν καθ' αὑτὴν πανταχόθεν ἐκ τοῦ σώματος συναγείρεσθαί τε καὶ ἁθροίζεσθαι, καὶ οἰκεῖν κατὰ τὸ δυνατὸν καὶ ἐν τῷ νῦν παρόντι καὶ ἐν τῷ ἔπειτα μόνην καθ' [67d] αὑτήν, ἐκλυομένην ὥσπερ ἐκ δεσμῶν ἐκ τοῦ σώματος;
Und wird nicht das eben die Reinigung sein, was schon immer in unserer Rede vorgekommen ist, dass man die Seele möglichst vom Leibe absondere und sie gewöhne, sich von allen Seiten her aus dem Leibe für sich zu sammeln und zusammenzuziehen und so viel als möglich, sowohl gegenwärtig, als hernach, für sich allein zu bestehen, befreit, wie von Banden, von dem Leibe?
Πάνυ μὲν οὖν, ἔφη.
Allerdings, sagte er.
Οὐκοῦν τοῦτό γε θάνατος ὀνομάζεται, λύσις καὶ χωρισμὸς ψυχῆς ἀπὸ σώματος; Παντάπασί γε, ἦ δ' ὅς. Λύειν δέ γε αὐτήν, ὥς φαμεν, προθυμοῦνται ἀεὶ μάλιστα καὶ μόνοι οἱ φιλοσοφοῦντες ὀρθῶς, καὶ τὸ μελέτημα αὐτὸ τοῦτό ἐστιν τῶν φιλοσόφων, λύσις καὶ χωρισμὸς ψυχῆς ἀπὸ σώματος· ἢ οὔ;
Heißt aber dies nicht Tod: Erlösung und Absonderung der Seele von dem Leibe? Allerdings, sagte jener. Und sie zu lösen streben immer am meisten, sagte er, nur allein die wahrhaft Philosophierenden; und eben dies also ist das Geschäft der Philosophen: Befreiung und Absonderung der Seele von dem Leibe; oder nicht?
Φαίνεται.
Offenbar.
Οὐκοῦν, ὅπερ ἐν ἀρχῇ ἔλεγον, γελοῖον ἂν εἴη ἄνδρα παρασκευάζονθ' ἑαυτὸν ἐν τῷ βίῳ ὅτι ἐγγυτάτω [67e] ὄντα τοῦ τεθνάναι οὕτω ζῆν, κἄπειθ' ἥκοντος αὐτῷ τούτου ἀγανακτεῖν;
Also wäre es ja, wie ich anfänglich sagte, lächer lich, wenn ein Mann, der sich in seinem ganzen Leben darauf eingerichtet hätte, so nahe als möglich an dem Gestorbensein zu leben, hernach, wenn eben dieses kommt, sich ungebärdig stellen wollte?
Γελοῖον· πῶς δ' οὔ;
Lächerlich! Wie sollte es nicht?
Τῷ ὄντι ἄρα, ἔφη, ὦ Σιμμία, οἱ ὀρθῶς φιλοσοφοῦντες ἀποθνῄσκειν μελετῶσι, καὶ τὸ τεθνάναι ἥκιστα αὐτοῖς ἀνθρώπων φοβερόν. ἐκ τῶνδε δὲ σκόπει. εἰ γὰρ διαβέβληνται μὲν πανταχῇ τῷ σώματι, αὐτὴν δὲ καθ' αὑτὴν ἐπιθυμοῦσι τὴν ψυχὴν ἔχειν, τούτου δὲ γιγνομένου εἰ φοβοῖντο καὶ ἀγανακτοῖεν, οὐ πολλὴ ἂν ἀλογία εἴη, εἰ μὴ ἅσμενοι ἐκεῖσε ἴοιεν, οἷ ἀφικομένοις ἐλπίς ἐστιν, οὗ [68a] διὰ βίου ἤρων, τυχεῖν - ἤρων δὲ φρονήσεως - ᾧ τε διεβέβληντο, τούτου ἀπηλλάχθαι συνόντος αὐτοῖς; ἢ ἀνθρωπίνων μὲν παιδικῶν καὶ γυναικῶν καὶ ὑέων ἀποθανόντων πολλοὶ δὴ ἑκόντες ἠθέλησαν εἰς Ἅιδου μετελθεῖν, ὑπὸ ταύτης ἀγόμενοι τῆς ἐλπίδος, τῆς τοῦ ὄψεσθαί τε ἐκεῖ, ὧν ἐπεθύμουν, καὶ συνέσεσθαι· φρονήσεως δὲ ἄρα τις τῷ ὄντι ἐρῶν, καὶ λαβὼν σφόδρα τὴν αὐτὴν ταύτην ἐλπίδα, μηδαμοῦ ἄλλοθι ἐντεύξεσθαι αὐτῇ ἀξίως λόγου ἢ ἐν Ἅιδου, ἀγανακτήσει τε [68b] ἀποθνῄσκων καὶ οὐχ ἅσμενος εἶσιν αὐτόσε; οἴεσθαί γε χρή, ἐὰν τῷ ὄντι γε ᾖ, ὦ ἑταῖρε, φιλόσοφος· σφόδρα γὰρ αὐτῷ ταῦτα δόξει, μηδαμοῦ ἄλλοθι καθαρῶς ἐντεύξεσθαι φρονήσει ἀλλ' ἢ ἐκεῖ. εἰ δὲ τοῦτο οὕτως ἔχει, ὅπερ ἄρτι ἔλεγον, οὐ πολλὴ ἂν ἀλογία εἴη, εἰ φοβοῖτο τὸν θάνατον ὁ τοιοῦτος;
In der Tat also, o Simmias, trachten die richtig Philosophierenden danach, zu sterben, und der Tod ist ihnen unter allen Menschen am wenigsten furchtbar. Erwäge es nur so: Wenn sie auf alle Weise mit dem Leibe entzweit sind und begehren, die Seele für sich allein zu haben, geschieht dieses aber, dann sich fürchten und unwillig sein woll ten, - wäre das nicht die größte Torheit, wenn sie dann nicht mit Freuden dahin gehen wollten, wo sie Hoffnung haben, dasjenige zu erlangen, was sie im Leben liebten - sie liebten aber die Weisheit -, und des Zusammenseins mit demjenigen entledigt zu werden, was ihnen zuwider war? Oder sollten nur viele, denen menschliche Geliebte und Weiber und Kinder gestorben sind, freiwillig haben in die Unterwelt gehen wollen, von dieser Hoffnung getrieben, dass sie dort die wiedersehen würden, nach denen sie sich sehnten, und mit ihnen umgehen wür den; wer aber die Weisheit wahrhaft liebt und eben diese Hoffnung kräftig aufgefasst hat, dass er sie nirgendwo anders nach Wunsch erreichen werde als in der Unterwelt, den sollte es verdrießen, zu sterben, und er sollte nicht freudig dorthin gehen? Das muss man ja wohl glauben, Freund, wenn er nur wahr haft ein Weisheitsliebender ist. Denn gar stark wird ein solcher dieses glauben, dass er nirgendwo anders die Wahrheit rein antreffen werde als nur dort. Wenn sich aber dies so verhält, wie ich eben sagte, wäre es nicht große Unvernunft, wenn ein solcher den Tod fürchtete?
Πολλὴ μέντοι νὴ Δία, ἦ δ' ὅς.
Gar große, beim Zeus, sagte jener.

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μελέτημα, τὸ
τὸ μελέτημα, τοῦ μελετήματος
Übung
μελέτημα, τὸ
τὸ μελέτημα, τοῦ μελετήματος
Bemühung
μελέτημα, τὸ
τὸ μελέτημα, τοῦ μελετήματος
Streben
παντὸς μᾶλλον
durchaus ("mehr als alles")
παντὸς μᾶλλον
gewiss ("mehr als alles")
συναγείρομαι
sammle mich
τυγχάνω, οὗ διὰ βίου ἤρων
ich erlange, wonach ich ein Leben lang strebte
φιλομαθής
φιλομαθής, φιλομαθές
erkenntnishungrig
ὥσπερ
gewissermaßen
XIII.
XIII.
Οὐκοῦν ἱκανόν σοι τεκμήριον, ἔφη, τοῦτο ἀνδρός, ὃν ἂν ἴδῃς ἀγανακτοῦντα μέλλοντα ἀποθανεῖσθαι, ὅτι οὐκ ἄρ' ἦν φιλόσοφος ἀλλά τις φιλοσώματος; ὁ αὐτὸς δέ [68c] που οὗτος τυγχάνει ὢν καὶ φιλοχρήματος καὶ φιλότιμος, ἤτοι τὰ ἕτερα τούτων ἢ ἀμφότερα.
Also, sagte er, ist dir auch das wohl ein hinlänglicher Beweis von einem Manne, wenn du ihn unwillig siehst, indem er sterben soll, dass er nicht die Weisheit liebte, sondern den Leib irgendwie; denn wer den liebt, der ist auch geldsüchtig und ehrsüchtig, entweder eines von beiden oder beides.
Πάνυ, ἔφη, ἔχει οὕτως, ὡς λέγεις.
Vollkommen verhält es sich so, wie du sagst.
Ἆρ' οὖν, ἔφη, ὦ Σιμμία, οὐ καὶ ἡ ὀνομαζομένη ἀνδρεία τοῖς οὕτω διακειμένοις μάλιστα προσήκει;
Wird nun nicht auch, o Simmias, sagte er, was man Tapferkeit nennt, den so Gesinnten vorzüglich zukommen?
Πάντως δήπου, ἔφη.
Ganz gewiss wohl, antwortete er.
   
Οὐκοῦν καὶ ἡ σωφροσύνη, ἣν καὶ οἱ πολλοὶ ὀνομάζουσι σωφροσύνην, τὸ περὶ τὰς ἐπιθυμίας μὴ ἐπτοῆσθαι ἀλλ' ὀλιγώρως ἔχειν καὶ κοσμίως, ἆρ' οὐ τούτοις μόνοις προσήκει, τοῖς μάλιστα τοῦ σώματος ὀλιγωροῦσίν τε καὶ ἐν φιλοσοφίᾳ [68d] ζῶσιν;
Nicht auch die Besonnenheit, was auch alle Leute Besonnenheit nennen: sich von Begierden nicht fortreißen lassen, sondern sich gleichgültig gegen sie verhalten und sittsam, - kommt nicht auch sie denen allein zu, welche den Leib am meisten gering schätzen und in der Liebe zur Weisheit leben?
Ἀνάγκη, ἔφη.
Notwendig, sagte er.
Εἰ γὰρ ἐθέλεις, ἦ δ' ὅς, ἐννοῆσαι τήν γε τῶν ἄλλων ἀνδρείαν τε καὶ σωφροσύνην, δόξει σοι εἶναι ἄτοπος.
Denn, fügte jener hinzu, wenn du nur recht be trachten willst die Tapferkeit und Besonnenheit der andern, so wird sie dir ganz wunderlich vorkom men.
Πῶς δή, ὦ Σώκρατες;
Wie das, o Sokrates?
Οἶσθα, ἦ δ' ὅς, ὅτι τὸν θάνατον ἡγοῦνται πάντες οἱ ἄλλοι τῶν μεγάλων κακῶν;
Du weißt doch, sagte er, dass den Tod die andern alle unter die großen Übel rechnen?
Καὶ μάλ', ἔφη.
Allerdings.
Οὐκοῦν φόβῳ μειζόνων κακῶν ὑπομένουσιν αὐτῶν οἱ ἀνδρεῖοι τὸν θάνατον, ὅταν ὑπομένωσιν;
Ist es also nicht aus Furcht vor noch größeren Übeln, dass die Tapfern unter ihnen den Tod erdulden, wenn sie ihn erdulden?
Ἔστι ταῦτα.
So ist es.
Τῷ δεδιέναι ἄρα καὶ δέει ἀνδρεῖοί εἰσι πάντες πλὴν οἱ φιλόσοφοι· καίτοι ἄλογόν γε δέει τινὰ καὶ δειλίᾳ ἀνδρεῖον εἶναι.
Also weil sie sich fürchten, und aus Furcht sind alle tapfer, bis auf die, welche die Weisheit lieben. Wiewohl das doch ungereimt ist, dass einer aus Furcht und Feigheit tapfer sein soll.
Πάνυ [68e] μὲν οὖν.
Freilich wohl.
Τί δὲ οἱ κόσμιοι αὐτῶν; οὐ ταὐτὸν τοῦτο πεπόνθασιν· ἀκολασίᾳ τινὶ σώφρονές εἰσιν; καίτοι φαμέν γε ἀδύνατον εἶναι, ἀλλ' ὅμως αὐτοῖς συμβαίνει τούτῳ ὅμοιον τὸ πάθος τὸ περὶ ταύτην τὴν εὐήθη σωφροσύνην· φοβούμενοι γὰρ ἑτέρων ἡδονῶν στερηθῆναι καὶ ἐπιθυμοῦντες ἐκείνων, ἄλλων ἀπέχονται ὑπ' ἄλλων κρατούμενοι. καίτοι καλοῦσί γε ἀκολασίαν τὸ ὑπὸ [69a] τῶν ἡδονῶν ἄρχεσθαι, ἀλλ' ὅμως συμβαίνει αὐτοῖς κρατουμένοις ὑφ' ἡδονῶν κρατεῖν ἄλλων ἡδονῶν. τοῦτο δ' ὅμοιόν ἐστιν, ᾧ νυνδὴ ἐλέγετο, τῷ τρόπον τινὰ δι' ἀκολασίαν αὐτοὺς σεσωφρονίσθαι.
Und wie die Sittsamen unter ihnen? Hat es mit denen nicht dieselbe Bewandtnis? Aus irgend einer Zügellosigkeit sind sie besonnen, wiewohl wir frei lich sagen, dies sei unmöglich; aber doch geht es ihnen wirklich ganz ähnlich bei dieser einfältigen Besonnenheit. Denn aus Besorgnis, einiger Lust beraubt zu werden, und weil sie diese begehren, enthalten sie sich der einen, weil von anderen be herrscht; und wiewohl man das Zügellosigkeit nennt, von Lüsten beherrscht werden, begegnet ihnen doch, dass sie, von Lüsten beherrscht, andere Lüste beherrschen, und dies ist doch dem ganz ähnlich, was eben gesagt wurde: auf gewisse Weise aus Zügellosigkeit besonnen geworden zu sein.
Ἔοικε γάρ.
Das leuchtet ein.
Ὦ μακάριε Σιμμία, μὴ γὰρ οὐχ αὕτη ᾖ ἡ ὀρθὴ πρὸς ἀρετὴν ἀλλαγή, ἡδονὰς πρὸς ἡδονὰς καὶ λύπας πρὸς λύπας καὶ φόβον πρὸς φόβον καταλλάττεσθαι, [καὶ] μείζω πρὸς ἐλάττω, ὥσπερ νομίσματα, ἀλλ' ᾖ ἐκεῖνο μόνον τὸ νόμισμα ὀρθόν, ἀντὶ οὗ δεῖ πάντα ταῦτα καταλλάττεσθαι, [69b] φρόνησις, [καὶ τούτου μὲν πάντα] καὶ μετὰ τούτου [ὠνούμενά τε καὶ πιπρασκόμενα] τῷ ὄντι ᾖ καὶ ἀνδρεία καὶ σωφροσύνη καὶ δικαιοσύνη καὶ συλλήβδην ἀληθὴς ἀρετή, μετὰ φρονήσεως, καὶ προσγιγνομένων καὶ ἀπογιγνομένων καὶ ἡδονῶν καὶ φόβων καὶ τῶν ἄλλων πάντων τῶν τοιούτων· χωριζόμενα δὲ φρονήσεως [καὶ] ἀλλαττόμενα ἀντὶ ἀλλήλων μὴ σκιαγραφία τις ᾖ ἡ τοιαύτη ἀρετὴ καὶ τῷ ὄντι ἀνδραποδώδης τε καὶ οὐδὲν ὑγιὲς οὐδ' ἀληθὲς ἔχῃ, τὸ δ' ἀληθὲς τῷ ὄντι ᾖ κάθαρσίς τις τῶν τοιούτων πάντων καὶ ἡ σωφροσύνη καὶ [69c] ἡ δικαιοσύνη καὶ ἀνδρεία, καὶ αὐτὴ ἡ φρόνησις μὴ καθαρμός τις ᾖ. καὶ κινδυνεύουσι καὶ οἱ τὰς τελετὰς ἡμῖν οὗτοι καταστήσαντες οὐ φαῦλοί τινες εἶναι, ἀλλὰ τῷ ὄντι πάλαι αἰνίττεσθαι, ὅτι, ὃς ἂν ἀμύητος καὶ ἀτέλεστος εἰς Ἅιδου ἀφίκηται, ἐν βορβόρῳ κείσεται, ὁ δὲ κεκαθαρμένος τε καὶ τετελεσμένος ἐκεῖσε ἀφικόμενος μετὰ θεῶν οἰκήσει. εἰσὶν γὰρ δή, [ὥς] φασιν οἱ περὶ τὰς τελετάς, "ναρθηκοφόροι μὲν πολλοί, βάκχοι δέ τε παῦροι·" οὗτοι δ' εἰσὶν [69d] κατὰ τὴν ἐμὴν δόξαν οὐκ ἄλλοι ἢ οἱ πεφιλοσοφηκότες ὀρθῶς. ὧν δὴ καὶ ἐγὼ κατά γε τὸ δυνατὸν οὐδὲν ἀπέλιπον ἐν τῷ βίῳ, ἀλλὰ παντὶ τρόπῳ προυθυμήθην γενέσθαι· εἰ δ' ὀρθῶς προυθυμήθην καί τι ἠνύσαμεν, ἐκεῖσε ἐλθόντες τὸ σαφὲς εἰσόμεθα, ἂν θεὸς ἐθέλῃ, ὀλίγον ὕστερον, ὡς ἐμοὶ δοκεῖ.
O bester Simmias, dass uns also nur nicht dies gar nicht der rechte Tausch ist, um  Tugend zu er halten, Lust gegen Lust und Unlust gegen Unlust und Furcht gegen Furcht austauschen und Größeres gegen Kleineres, wie Münzen; sondern jenes die ein zige rechte Münze, gegen die man alles dieses vertauschen muss, die Vernünftigkeit, und nur alles, was mit dieser und für diese verkauft ist und einge kauft, in Wahrheit allein Tapferkeit ist und Beson nenheit und Gerechtigkeit, und überhaupt wahre Tugend nun mit Vernünftigkeit ist, mag nun Lust und Furcht und alles übrige der Art dabei sein oder nicht dabei sein; werden aber diese, abgesondert von der Vernünftigkeit, gegen einander umgetauscht, eine solche Tugend dann immer nur ein Schattenbild ist und in der Tat knechtisch, die nichts Gesundes und Wahres an sich hat, das Wahre aber gerade Reinigung von dergleichen allem ist, und Besonnenheit und Gerechtigkeit und Tapferkeit und die Vernünftigkeit selbst Reinigungen sind. Und so waren offenbar auch diejenigen, welche uns die Mysterien gestiftet haben, keine schlechten Leute, sondern machten in der Tat von Anfang an deutlich, dass, wer ohne in die Mysterien eingeweiht zu sein in den Hades gelangt, im Schlamm liegen wird; wer aber gereinigt und eingeweiht dorthin kommt, unter den Göttern wohnt. Denn die, die mit den Weihen zu tun haben, sagen " Thyrsosträger gibt es viele, doch echte Begeisterte wenig." Diese aber sind, nach meiner Meinung, keine anderen, als die sich auf rechte Weise der Weisheit beflissen haben, deren einer zu werden auch ich nach Vermögen im Leben nicht versäumt, sondern mich auf alle Weise bemüht habe. Ob ich mich aber auf die rechte Weise be müht und etwas vor mich gebracht habe, das wer den wir, dort angekommen, sicher erfahren, wenn Gott will, binnen kurzem, wie mich dünkt.
ταῦτ' οὖν ἐγώ, ἔφη, ὦ Σιμμία τε καὶ Κέβης, ἀπολογοῦμαι, ὡς εἰκότως ὑμᾶς τε ἀπολείπων καὶ τοὺς ἐνθάδε δεσπότας οὐ χαλεπῶς φέρω οὐδ' ἀγανακτῶ, ἡγούμενος κἀκεῖ [69e] οὐδὲν ἧττον ἢ ἐνθάδε δεσπόταις τε ἀγαθοῖς ἐντεύξεσθαι καὶ ἑταίροις· [τοῖς δὲ πολλοῖς ἀπιστίαν παρέχει]· εἴ τι οὖν ὑμῖν πιθανώτερός εἰμι ἐν τῇ ἀπολογίᾳ ἢ τοῖς ᾿Αθηναίων δικασταῖς, εὖ ἂν ἔχοι.
Dieses nun, sprach er, o Simmias und Kebes, ist meine Verteidigung darüber, dass euch und die hiesigen Gebieter zu verlassen mir mit Recht nicht schwer fällt noch mich verdrießt, weil ich dafür halte, auch dort nicht minder vortreffliche Gebieter und Freunde anzutreffen als hier; den meisten aber ist dies unglaublich. Bin ich also für euch überzeugender gewesen in meiner Verteidigung als für die athenischen Richter, so ist es gut.
 

[Üb. nach Schleiermacher]

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αἰνίττομαι (αἰνίσσομαι)
gebe symbolisch zu verstehen
ἀκολασία, ἡ
ἡ ἀκολασία, τῆς ἀκολασίας
Unbeherrschtheit
ἀκολασία, ἡ
ἡ ἀκολασία, τῆς ἀκολασίας
Genussucht
ἀλλαγή, ἡ
ἡ ἀλλαγή, τῆς ἀλλαγῆς
Tausch
ἀμύητος καὶ ἀτέλεστος
nicht in die Mysterien eingeweiht
ἀνδραποδώδης
ἀνδραποδώδης, ἀνδραποδῶδες
knechtisch
βάκχος, ὁ
ὁ βάκχος, τοῦ βάκχου
Bacchant
βάκχος, ὁ
ὁ βάκχος, τοῦ βάκχου
der (bacchisch) Verzückte
βόρβορος, ὁ
ὁ βόρβορος, τοῦ βορβόρου
Schlamm
βόρβορος, ὁ
ὁ βόρβορος, τοῦ βορβόρου
Schmutz
εὐήθης
εὐήθης, εὔηθες
naiv
καθαρμός, ὁ
ὁ καθαρμός, τοῦ καθαρμοῦ
läuternde Weihe (erste Stufe der Mysterien in Eleusis)
καταλλάττομαι (καταλλάσσομαι)
tausche ein
ὀλιγώρως ἔχω περί τι
= ὀλιγωρέω τινός
schätze gering
παῦροι
παῦροι, παῦραι, παῦρα
wenige
πτοέομαι
werde in leidenschaftliche Erregung versetzt
σκιαγραφία, ἡ
ἡ σκιαγραφία, τῆς σκιαγραφίας
Schattenmalerei
σκιαγραφία, ἡ
ἡ σκιαγραφία, τῆς σκιαγραφίας
Kulissenmalerei
σκιαγραφία, ἡ
ἡ σκιαγραφία, τῆς σκιαγραφίας
Illusion
σκιαγραφία, ἡ
ἡ σκιαγραφία, τῆς σκιαγραφίας
Trugbild
σωφρονίζω
mache besonnen
τελεταί, αἱ
αἱ τελεταί, τῆς τελετῶν
Mysterien(feier)
τελετὰς καθίστημι
stifte Mysterien
τελετή, ἡ
ἡ τελετή, τῆς τελετῆς
Weihe
τελετή, ἡ
ἡ τελετή, τῆς τελετῆς
Einweihung in die Mysterien
τρόπον τινά
auf gewisse Weise
τρόπον τινά
gewissermaßen
ὑπομένω τὸν θάνατον
seze mich der Todesgefahr aus
Sententiae excerptae:

w32
Literatur:

7 Fund(e)
3434
Ebert, Theo
Sokrates über seinen Umgang mit Hypotheseis ("Phaidon" 100a)
in: Herm. 129/2001, 467

3943
Gaumitz, H.
Präparation zu Platons Phaidon Kap. 1-34. 38-40. 57-67
Hannover, Norddeutsche Verlagsanstalt O. Goedel,, 1899

3370
Kloss, G.
Sokrates, ein Hahn fuer Asklepios und die Pflege der Seelen. Ein neuer Blick auf den Schluss von Platons Phaidon
in: Gymn.108/2001, S.223-240

2635
Platon
Platons Apologie Kriton und die Rahmenpartie des Phaidon : mit einer philosophisch-propaedeutischen Einführung in die Platonlektüre und in die vorsokratische Philosophie
Frankfurt am Main (Hirschgraben) 1952

2634
Platon / Guardini, Romano
Der Tod des Sokrates : eine Interpretation der platonischen Schriften Euthyphron, Apologie, Kriton und Phaidon
Godesberg 1947; Mainz,... ( Matthias-Grünewald-Verl. ) 1987

2633
Platon / Müller, A.
Apologie und Kriton, nebst Abschnitten aus Phaidon / Platon. Eingel. und komment. von Armin Müller Teil: : Text
Münster (Aschendorff, ISBN: 3-402-02224-9)

2651
Platon / Rösiger
Apologie und Kriton. Platons Apologie und Kriton,nebst Abschnitten aus dem Phaidon und Symposion, hrsg. von Ferdinand Rösiger
Leipzig, u.a.: Teubner


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