| Quid? in his paucis diebus nonne nobis in tribunali Q. Pompei praetoris urbani familiaris nostri sedentibus homo ex numero disertorum postulabat, ut illi, unde peteretur, vetus atque usitata exceptio daretur cvivs pecvniae dies fvisset? quod petitoris causa comparatum esse non intellegebat, ut, si ille infitiator probasset iudici ante petitam esse pecuniam, quam esset coepta deberi, petitor rursus cum peteret, ne exceptione excluderetur, qvod ea res in ivdicivm ante venisset. Cic.de_orat.1,168. | "Wie? Stellte nicht erst vor einigen Tagen, als ich unter dem Vorsitz des Stadtprätors Quintus Pompeius, meines Freundes, auf dem Tribunal zu Gericht saß, ein Mann, der zu den Beredten gezählt wird, die Forderung, dem Beklagten möchte die alte und gebräuchliche Einrede gestattet werden, dass nur das Geld klagbar sei, dessen Zahlungstag gekommen sei, und er sah nicht ein, dass diese Bestimmung zum Vorteil des Klägers getroffen sei, damit, wenn der ableugnende Schuldner dem Richter bewiesen hätte, das Geld sei eher eingeklagt worden, als es fällig geworden wäre, der Kläger, wenn er die Klage erneuere, nicht durch die Einrede abgewiesen würde, dass über die Sache bereits ein richterliches Urteil gefällt worden sei. |
| [Cic.fin.1,32,3] Ut enim ad minima veniam, quis nostrum exercitationem ullam corporis suscipit laboriosam, nisi ut aliquid ex ea commodi consequatur? quis autem vel eum iure reprehenderit, qui in ea voluptate velit esse, quam nihil molestiae consequatur, vel illum, qui dolorem eum fugiat, quo voluptas nulla pariatur? Cic.Fin.1,32,3 | Ein ganz einfaches Beispiel: Wer von uns unterzieht sich einer strapaziösen Körperübung, ohne dadurch einen Vorteil zu erzielen? Wer aber dürfte zu Recht den tadeln, der sich eine Lust leisten will, der keine Mühsal folgt, oder den, der den Schmerz meidet, der keine Lust gebiert? |
| Nam vel ut non idem expediret, incidere saepe, vel ut de re publica non idem sentiretur; mutari etiam mores hominum saepe dicebat, alias adversis rebus, alias aetate ingravescente. Cic.Lael.33.d | Denn oft trete der Fall ein, dass entweder nicht beide Freunde zugleich ihren Vorteil finden oder dass beide in ihren politischen Ansichten geteilt wären; oft verändere sich auch der Charakter der Menschen, das eine Mal durch erlittenes Unglück, das andere Mal durch das zunehmende Alter. |
| Non enim tam utilitas parta per amicum quam amici amor ipse delectat, tumque illud fit, quod ab amico est profectum, iucundum, si cum studio est profectum; Cic.Lael.51.b | Denn ein durch den Freund errungener Vorteil gewährt nicht so viel Freude als die Liebe des Freundes selbst; und erst dann wird das, was vom Freund kommt, angenehm, wenn es aus liebevollem Herzen kommt; |
| multaeque res sunt, in quibus de suis commodis viri boni multa detrahunt detrahique patiuntur, ut iis amici potius quam ipsi fruantur. Cic.Lael.58.a | Es gibt auch vieles, wo rechtschaffene Männer ihrem eigenen Vorteil selbst Abbruch tun oder tun lassen, um den Genuss davon lieber dem Freund als sich selbst zuzuwenden. – |
| amare autem nihil est aliud nisi eum ipsum diligere, quem ames, nulla indigentia, nulla utilitate quaesita; quae tamen ipsa efflorescit ex amicitia, etiamsi tu eam minus secutus sis. Cic.Lael.100.g | Amare heißt aber nichts anderes als den Gegenstand der Liebe an und für sich wertzuschätzen, ohne Rücksicht auf eigenes Bedürfnis oder auf eigenen Vorteil; gleichwohl entsprosst auch dieser der Freundschaft, selbst wenn man ihn nicht eigentlich bezweckte. |
| nullum est meum peccatum, nisi quod iis credidi, a quibus nefas putaram esse me decipi, aut etiam, quibus ne id expedire quidem arbitrabar. Cic.ad Q.fr.1,4,1,2 | Besteht doch meine einzige Verfehlung darin, denen vertraut zu haben, von denen getäuscht zu werden, wie ich glaubte, verrucht sei; oder nicht einmal vorstellen konnte, es könne ihnen von Vorteil sein. |
| accusant ei, quibus occidi patrem Sex. Rosci bono fuit, causam dicit is, cui non modo luctum mors patris attulit, verum etiam egestatem; Cic.S.Rosc.13.c | Ankläger sind diejenigen, denen der Mord am Vaters des Sextus Roscius Vorteil brachte; Beklagter ist der, den der Tod seines Vaters nicht nur in Trauer, sondern auch in Armut stürzte. |
| hoc commodi est, quod ita vixerunt, ut testis omnis, si cuperent, interficere non possent; nam dum hominum genus erit, qui accuset eos, non deerit; dum civitas erit, iudicia fient. Cic.S.Rosc.91.d | Das ist noch ein Vorteil, dass sie so gelebt haben, dass sie nicht alle Zeugen, wenn sie es auch wünschten, hinmorden konnten. Denn solange die Menschheit fortbesteht, wird es nicht an Klägern gegen sie fehlen; solange es noch einen Staat gibt, wird Gericht gehalten werden. |
| quid? tu, vir optime, ecquid habes, quod dicas? mihi ausculta: vide, ne tibi desis; tua quoque res permagna agitur. Cic.S.Rosc.104.a | Wie nun, mein Bester, was hast du zu sagen? Höre mir aufmerksam zu; sieh, dass du deinen eigenen Vorteil nicht versäumst; denn es handelt sich auch um wichtige Dinge, die dich angehen. |
| non enim possumus omnia per nos agere; alius in alia est re magis utilis. Idcirco amicitiae comparantur, ut commune commodum mutuis officiis gubernetur. Cic.S.Rosc.111.d | Denn wir können ja nicht alles selbst ausrichten. Der eine ist in dieser, der andere in jener Sache besser zu gebrauchen. Eben darum schließt man Freundschaften, damit der gemeinsame Vorteil durch wechselseitige Dienstleistung gefördert werde. |
| si hanc ei rem privatim Sex. Roscius mandavisset, ut cum Chrysogono transigeret atque decideret, inque eam rem fidem suam, si quid opus esse putaret, interponeret, ille, qui sese facturum recepisset, nonne, si ex eo negotio tantulum in rem suam convertisset, damnatus per arbitrum et rem restitueret et honestatem omnem amitteret? Cic.S.Rosc.114.a | Hätte Sextus Roscius ihm von sich aus aufgetragen, mit Chrysogonus zu verhandeln und die Sache durch Vergleich abzumachen und nötigenfalls sein Wort in dieser Sache zu verpfänden, würde nicht der, der die Leistung auf sich genommen hat, wenn er das Geschäft auch nur im mindesten für seinen Vorteil genützt hätte, durch den Schiedsrichter verurteilt werden und sowohl Ersatz leisten müssen, als auch seine ganze Ehre verlieren? |
| non enim laborat de pecunia, non ullius rationem sui commodi ducit; facile egestatem suam se laturum putat, si hac indigna suspicione et ficto crimine liberatus sit. Cic.S.Rosc.128.e | Denn nicht das Geld ist's, woran er leidet. Er denkt jetzt nicht an irgend einen eigenen Vorteil. Leicht glaubt er seine Armut ertragen zu können, wenn er von diesem unverdienten Verdacht und von dieser erdichteten Anschuldigung freigesprochen wird. |
| sin autem victoria nobilium ornamento atque emolumento rei publicae populoque Romano debet esse, tum vero optimo et nobilissimo cuique meam orationem gratissimam esse oportet. Cic.S.Rosc.142.b | Wenn aber der Sieg des Adels den Vorteil und die Ehre des Staates fördern soll, dann muss mein Vortrag bei den Besten und Edelsten den größten Beifall finden. |
| ubi tuis commodis officio? quid tibi obsto? Si spoliorum causa vis hominem occidere, spoliasti; quid quaeris amplius? Cic.S.Rosc.145.d | Wo wirke ich deinem Vorteil entgegen? Wo stehe ich dir im Weg? Willst Du der Beraubung wegen einen Menschen töten? Nun, Du hast ihn ja schon beraubt, was willst du mehr? |
| [Cic.fin.1,12,1] An, partus ancillae sitne in fructu habendus, disseretur inter principes civitatis, P. Scaevolam Maniusque Manilium, ab iisque M. Brutus dissentiet -- quod et acutum genus est et ad usus civium non inutile, nosque ea scripta reliquaque eiusdem generis et legimus libenter et legemus --, haec, quae vitam omnem continent, neglegentur? Cic.Fin.1,12,1 | Die Streitfrage, ob man über das Kind einer Sklavin verfügen dürfen, darf zwischen den Ersten des Staates, einem Publius Scaevola und Manius Manilius, Gegenstand gründlicher Erörterung sein und Marcus Brutus ihrer Ansicht widersprechen – allerdings eine Streitfrage, die den Scharfsinn in Anspruch nimmt und die für den Vorteil der Bürger sehr nützlich ist; und ich lese solche und ähnliche Schriften gern und werde sie auch künftig gern lesen –; diese Schriften hingegen, die die ganze Wohlfahrt des Lebens umfassen, sollten vernachlässigt werden? |
| ut enim ad minima veniam, quis nostrum exercitationem ullam corporis suscipit laboriosam, nisi ut aliquid ex ea commodi consequatur? Cic.fin.1,32,4 | Denn, um ganz Geringfügiges anzuführen: Wer von uns unterzöge sich irgend einer mühsamen Leibesübung aus einem anderen Grund, als um dadurch deren Vorteil zu gewinnen? |
| nihil enim desiderabile concupiscunt, plusque in ipsa iniuria detrimenti est quam in iis rebus emolumenti, quae pariuntur iniuria. Cic.fin.1,53,2 | denn sie begehren nichts Wünschenswertes, und mehr Nachteil liegt im Unrecht selbst als Vorteil in dem, was durch Unrecht gewonnen wird. |
| 2014.01.07 Ex nonnullis diebus in Iraquia urbes primum Falludscha, tum Ramadi in potestatem Gihadistarum venerunt, qui Islamicum Statum in Iraquia et (Magna) Syria (ISIS) petunt et cum Al Quaeda coniuncti sunt et ab principibus Sunniticarum gentium ibi habitantium adiuti erant. Iraquiae praesidens Nurius al Maliqui Suniticas gentes, ne quid mali a regiminis militibus nanciscerentur, adhortatus est, ut Islamistas depellerent. Ultra sperat sibi ex usu fore, quod Americani se subsidium militare aucturos esse promiserunt. De quaestione, quomodo potestas in praesentia inter diversas partes divisa sit, nuntii pugnantia augurantur. 2014.01.07 | Seit einigen Tagen gelangten im Irak zunächst die Stadt Falludscha, dann Rhamadi unter die Mach von Dschihadisten, die im Irak und (Groß-) Syrien einen islamischen Staat anstreben, mit Al-Quaida verbunden sind und von von den Führern einheimischer sunnitischer Stämme unterstützt worden waren. Der irakische Präsident Nur al-Maliqui forderte die Stämme auf, um von Übergriffen der Regierungsmiliz verschont zu bleiben, die Islamisten zu vertreiben.Außerdem verspricht er sich einen Vorteil davon, dass die Amerikaner versprochen haben, ihre Militärhilfe zu erhöhen. Über die Frage, wie sich die Macht gegenwärtig unter den versciednen Parteien verteilt, gibt es widersprüchliche Meldungen. |
| 2014.04.21 Impetu nocte inter Saturni et Solis dies in stationem viariam prope urbem Sloviansk a civibus partes Russicas sequentibus dispositam facto tres custodes telorum iaculatione occisi erant. Quo casu simultates inter Cioviam et Moscoviam augentur et effectus pacti Genaviensis in incertum revocatur. Cui bono? In televisione Russica ista oppressio variis indiciis editis extremarum partium dextrarum sectatoribus, Pravy Sektor nominatis, crimini vertitur. Qui crimen repudiant. Vjatscheslav Ponomarev, burgimagister urbis Sloviansk, interim aperte a Russis, ut, nisi copias, arma mittant petit et se suis manibus Arsen Avakov, administrum rerum internarum Ucrainicum, si suam urbem visitabit, exballistaturum esse minitatur. Inquisitio ad aggressionis machinatores occultos investigandos a regimine Cioviensi instituta est. 2014.04.21 | Bei einem Überfall, der in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf einen Kontrollpunkt prorussischer Bürger in der Nähe von Sloviansk verübt wurde, waren drei Kontrollpersonen in einer Schießerei getötet worden. Durch diesen Zwischenfall werden die Spannungen zwischen Kiew und Moskau verstärkt und der Erfolg des Genfer Abkommens in Frage gestellt. Wer hatte den Vorteil? Im russischen Fernsehen wird die Schuld an diesem Überfall mit dem Hinweis auf verschiedene Beweismittel den Anhängern der rechtseextremen Bewegung namens Prawy Sektor gegeben. Diese weisen die Schuld von sich. Wjatscheslaw Ponomarew, der Bürgermeister von Sloviansk, fordert inzwischen offen von den Russen Truppen oder zumindest Waffen und droht, er werde den ukrainischen Innenminister Arsen Awakow eigenhändig über den Haufen schießen, wenn er seine Stadt besuche. Von der Regierung in Kiew wurde, um die Hintermänner des Anschlages zu ermitteln, eine Untersuchung eingeleitet. |
| [Cic.off.1,32,4] Nec promissa igitur servanda sunt ea, quae sint iis, quibus promiseris inutilia, nec si plus tibi ea noceant, quam illi prosint, cui promiseris, contra officium est, maius anteponi minori; Cic.off.1,32,4 | Ein Versprechen also, das dem, dem es gemacht wurde, Nachteile bringt, soll nicht gehalten werden, sowie auch das keine pflichtwidrige Handlung ist, wenn man im Fall, dass der eigene Schaden größer wäre als der Vorteil des Empfangenden, das Wichtigere dem weniger Wichtigen vorzieht. |
| [Cic.off.1,62,1] Sed ea animi elatio, quae cernitur in periculis et laboribus, si iustitia vacat pugnatque non pro salute communi, sed pro suis commodis, in vitio est; non modo enim id virtutis non est, sed est potius immanitatis omnem humanitatem repellentis. Cic.off.1,62,1 | Aber die Hoheit des Geistes, die sich in Gefahren und Anstrengungen offenbart, wird fehlerhaft, wenn ihr die Gerechtigkeit ermangelt und sie nicht für das Allgemeinwohl, sondern nur für den eigenen Vorteil kämpft; so wenig hat ein solches Verhalten mit Tugend zu tun, dass es vielmehr wie ein Ungeheuer alles Menschliche ablegt. |
| Omnino, qui rei publicae praefuturi sunt, duo Platonis praecepta teneant: unum, ut utilitatem civium sic tueantur, ut quaecumque agunt, ad eam referant obliti commodorum suorum, alterum, ut totum corpus rei publicae curent, ne, dum partem aliquam tuentur, reliquas deserant. Cic.off.1,85,1 | Überhaupt sollten sich Politiker, zwei Vorschriften Platons merken: erstens, so sehr auf den Nutzen ihrer Mitbürger zu sehen, dass sie ihr ganzes Tun nur darauf ausrichten, ohne an den eigenen Vorteil zu denken; zweitens, den gesamten Staatskörper zu betreuen und sich nicht bloß eines Teiles anzunehmen, die übrigen aber preiszugeben. |
| Quocirca nec id, quod vere honestum est, fas est cum utilitatis repugnantia comparari, nec id quod communiter appellamus honestum, quod colitur ab iis, qui bonos se viros haberi volunt, cum emolumentis umquam est comparandum; Cic.off.3,17,1 | Es darf daher weder das wahrhaft Sittlich-Gute mit dem widerstreitenden Nutzen verglichen werden, noch darf man das, was wir gewöhnlich sittlich gut nennen, das diejenigen üben, die als rechtschaffene Männer gelten wollen, je mit dem bloßen Vorteil vergleichen; |
| Qui autem omnia metiuntur emolumentis et commodis neque ea volunt praeponderari honestate, ii solent in deliberando honestum cum eo, quod utile putant, comparare; boni viri non solent. Cic.off.3,18,1 | Diejenigen aber, die alles am Nutzen und Vorteil messen und dem Sittlich-Guten keine Priorität geben, vergleichen gewöhnlich in Beratungen das Sittlich-Gute mit dem, was sie für nützlich halten; rechtschaffene Männer tun dies gewöhnlich nicht. |
| Detrahere igitur alteri aliquid et hominem hominis incommodo suum commodum augere magis est contra naturam quam mors, quam paupertas, quam dolor, quam cetera, quae possunt aut corpori accidere aut rebus externis. Cic.off.3,21,1 | Einen anderen zu verkürzen und als Mensch sich durch den Nachteil eines Mitmenschen seinen Vorteil zu vergrößern widerspricht demnach mehr der menschlichen Natur, als Tod, als Armut, als chmerz, als alles was sonst unseren Körper oder unsere äußeren Verhältnisse treffen kann. |
| Deinde qui alterum violat, ut ipse aliquid commodi consequatur, aut nihil existimat se facere contra naturam aut magis fugienda censet mortem, paupertatem, dolorem, amissionem etiam liberorum, propinquorum, amicorum, quam facere cuiquam iniuriam. Cic.off.3,26,1 | Ferner, wer andere misshandelt, um für sich selbst einen Vorteil zu erlangen, glaubt entweder, nichts der Naturwidriges zu tun, oder er denkt, Tod, Armut, Schmerz, Verlust der Kinder, der Verwandten, der Freunde seien mehr zu meiden, als einem anderen Unrecht zu tun. |
| Itaque hac oportunitate anuli usus reginae stuprum intulit eaque adiutrice regem dominum interemit, sustulit, quos obstare arbitrabatur, nec in his eum facinoribus quisquam potuit videre. Cic.off.3,38,6 | Dieser Verlockung des Rings bediente er sich nun und beschlief die Königin, mit deren Hilfe er den König, seinen Herrn, ermordete, die aus dem Weg räumte, von denen er Widerstand vermutete, und bei all diesen Verbrechen den Vorteil hatte, dass keiner ihn sehen konnte. |
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