top

   
Beleg gesucht für: wohin
Belege des Suchbegriffs aus ausgewählten Texten (vollständig: Caes.Gall., Cic.Arch., Cic.S.Rosc., Cic.Lael.)
Konnte hier keine weiteren Belege finden
is ita cum Caesare egit: si pacem populus Romanus cum Helvetiis faceret, in eam partem ituros atque ibi futuros Helvetios, ubi eos Caesar constituisset atque esse voluisset; Caes.Gall.1,13,3Dieser äußerte gegen Cäsar, wenn das römische Volk die Helvetier friedlich behandeln würde, so wollten die Helvetier an den Ort ziehen und dort ruhig bleiben, wohin sie Cäsar versetzen und wo er sie ansiedeln würde.
Haec cum animadvertisset, convocato consilio omniumque ordinum ad id consilium adhibitis centurionibus vehementer eos incusavit: primum quod aut quam in partem aut quo consilio ducerentur, sibi quaerendum aut cogitandum putarent. Caes.Gall.1,40,1Als Cäsar dies bemerkt hatte, berief er eine Versammlung, zu der er auch Hauptleute jeden Ranges hinzuzog. Er erteilte ihnen einen schweren Verweis zunächst darüber, dass sie glaubten, sie hätten zu untersuchen oder zu überlegen, wohin oder in welcher Absicht man sie aufbrechen lasse:
duae fuerunt Ariovisti uxores, una Sueba natione, quam domo secum duxerat, altera Norica regis Voccionis soror, quam in Gallia duxerat a fratre missam: utraque in ea fuga periit; duae filiae: Caes.Gall.1,53,4Ariovist hatte zwei Frauen: die eine war Suebin und mit ihm aus seiner Heimat gezogen, die andere aus Noricum, eine Schwester des Königs Vocio: er hatte sie erst in Gallien geheiratet, wohin sie ihm ihr Bruder schickte. Beide Frauen kamen auf dieser Flucht ums Leben.
mulieres quique per aetatem ad pugnam inutiles viderentur, in eum locum coniecisse, quo propter paludes exercitui aditus non esset. Caes.Gall.2,16,5Ihre Weiber und alle Personen, die altershalber zum Krieg untauglich erschienen, hätten sie an einen Platz gebracht, wohin wegen der Sümpfe kein Heer vordringen könne.
quam quisque ab opere in partem casu devenit quaeque prima signa conspexit, ad haec constitit, ne in quaerendis suis pugnandi tempus dimitteret. Caes.Gall.2,21,6Jeder blieb in der Gegend stehen, wohin er gerade von der Schanzarbeit kam, und schloss sich an die Feldzeichen an, die er zuerst erblickte, um nicht dadurch, dass er erst seine Kameraden suchte, Zeit für den Kampf zu verlieren.
ubi vineis actis aggere exstructo turrim procul constitui viderunt, primum inridere ex muro atque increpitare vocibus, quod tanta machinatio a tanto spatio instrueretur: Caes.Gall.2,30,3Kaum nahmen sie jedoch war, dass man die Sturmdächer vorwärtsschob, einen Belagerungswall aufwarf und in der ferner einen Turm errichtete, schrieen sie laut und höhnisch von ihrer Mauer herab, wohin man mit solch großer Vorrichtung aus solcher Entfernung wolle;
quibus amissis reliqui neque quo se reciperent neque quemadmodum oppida defenderent habebant. itaque se suaque omnia Caesari dediderunt. Caes.Gall.3,16,3Nach dem Verlust all dieser Kräfte wussten die Übriggebliebenen, weder wohin sie sich retten, noch wie sie die festen Plätzen behaupten könnten. Sie ergaben sich also mit Hab und Gut Cäsar,
Dum ea geruntur, legione ex consuetudine una frumentatum missa, quae appellabatur septima, neque ulla ad id tempus belli suspicione interposita, cum pars hominum in agris remaneret, pars etiam in castra ventitaret, ii qui pro portis castrorum in statione erant, Caesari nuntiaverunt pulverem maiorem, quam consuetudo ferret, in ea parte videri quam in partem legio iter fecisset. Caes.Gall.4,32,1Während dieser Beschäftigung zog einmal, wie gewöhnlich, eine Legion auf Lebensmittel aus (es war die sogenannte siebte), indem man bisher keinen Grund gehabt hatte, Feindseligkeiten zu vermuten, weil ein Teil der Einwohner auf dem Land lebte, ein anderer Teil sogar häufig ins römische Lager kam. Plötzlich meldete der Wachtposten vor dem Lager, dass man in der Gegend, wohin die Legion ihre Richtung genommen hatte, eine ungewöhnlich starke Staubwolke sehe.
licere illis per se incolumibus ex hibernis discedere et, quascumque in partes velint, sine metu proficisci. Caes.Gall.5,41,6Cicero dürfe ohne alle Beschädigung ihrerseits aus seinem Standlager abziehen und sich, wohin er wolle, ohne Furcht wenden.
ipse cum reliquis tribus ad flumen Scaldim, quod influit in Mosam, extremasque Arduennae partes ire constituit, quo cum paucis equitibus profectum Ambiorigem audiebat. Caes.Gall.6,33,3Cäsar selbst zog an der Spitze der übrigen drei Legionen gegen die Schelde, die sich in die Maas ergießt, und das Ende der Ardennen, wohin sich dem Gerücht nach Ambiorix mit wenigen Reitern geflüchtet hatte.
totis trepidatur castris, atque alius ex alio causam tumultus quaerit; neque quo signa ferantur, neque quam in partem quisque conveniat, provident. Caes.Gall.6,37,6Alles im Lager bebte. Einer fragte den anderen nach der Ursache der Bestürzung; man weiß nicht, wo man angreifen, wohin man sich sammeln soll.
hos omnes cotidie ab equitibus deleri posse. praeterea salutis causa rei familiaris commoda neglegenda; vicos atque aedificia incendi oportere hoc spatio a Boia quoque versus, quo pabulandi causa adire posse videantur. Caes.Gall.7,14,5die gallische Reiterei werde sie dann täglich aufreiben können. Überdies müsse man der allgemeinen Wohlfahrt die eigene opfern und Ortschaften samt Gehöften, wohin die Römer des Futters wegen kommen könnten, in der ganzen Umgebung von Boia nach allen Richtungen hin anzünden.
Cum iam muro turres adpropinquassent, ex captivis Caesar cognovit Vercingetorigem consumpto pabulo castra movisse propius Avaricum atque ipsum cum equitatu expeditisque, qui inter equites proeliari consuessent, insidiandi causa eo profectum, quo nostros postero die pabulatum venturos arbitraretur. Caes.Gall.7,18,1Schon waren Cäsars Türme hart an die Festung herangerückt, als er durch Gefangene erfuhr, dass Vercingetorix aus Mangel an Futter näher gegen Avaricum gerückt und selbst mit seinen Reitern und leichten Truppen, die zwischen den Reitern mitzukämpfen pflegten, in jene Gegend gezogen sei, wohin seiner Vermutung nach die Römer, denen er auflauern wollte, am folgenden Tag kommen würden, um Futter zu holen.
equitum vero operam neque in loco palustri desiderari debuisse et illic fuisse utilem, quo sint profecti. Caes.Gall.7,20,4Die Reiterei habe man in einer morastigen Gegend entbehren können, währen die ihm dort nützlich gewesen sei, wohin er zog.
restituto proelio ac repulsis hostibus eo, quo Labienum miserat, contendit; cohortes IV ex proximo castello deducit, equitum partem se sequi, partem circumire exteriores munitiones et a tergo hostes adoriri iubet. Caes.Gall.7,87,2Er stellte das Treffen wieder her, die Feinde zogen sich zurück. Er selbst eilte dann dorthin, wohin er früher den Labienus geschickt hatte, und zwar mit vier Kohorten, die er von der nächsten Verschanzung an sich zog, während der eine Teil der Reiterei ebenfalls folgte, der andere aber um die äußeren Schanzen herumreiten und dem Fein in den Rücken fallen sollte.
Quod cum crebrius accideret, ex captivo quodam comperit Caesar Correum Bellovacorum ducem fortissimorum milia sex peditum delegisse equitesque ex omni numero mille, quos in insidiis eo loco conlocaret, quem in locum propter copiam frumenti ac pabuli Romanos pabulatum missuros suspicaretur. Caes.Gall.8,17,1Nach häufigen Wiederholungen erfuhr Cäsar durch einen Gefangenen, der Anführer der Bellovaker, Correus, habe aus dem Fußvolk 6000 der tapfersten ausgewählt und aus der gesamten Reiterei ein tausend; diese zusammen lege er immer dorthin in den Hinterhalt, wohin man wegen des Überflusses an Getreide und Futter vermute, dass die Römer ziehen würden.
equites tamen et auxiliarios pedites in omnes partes mittit, quascumque petisse dicebantur hostes; nec frustra: nam plerumque magna praeda potiti nostri revertuntur. Caes.Gall.8,5,3Doch schickte er seine Reiterei und das Fußvolk der Hilfstruppen nach allen Seiten, wohin der Feind geflohen war. Der Erfolg war, dass man in der Regel mit Beute beladen zurückkamen.
Cum omnes regiones Galliae togatae Caesar percucurrisset, summa celeritate ad exercitum Nemetocennam rediit legionibusque ex omnibus hibernis ad fines Treverorum evocatis eo profectus est ibique exercitum lustravit. Caes.Gall.8,52,1Cäsar hatte alle Gegenden Oberitaliens durcheilt und kehrte in größter Schnelligkeit zum Heer nach Nemetocenna zurück. Alle Legionen mussten aus ihren Standquartieren in das Land der Treverer ziehen, wohin er dann selbst kam und Heerschau hielt.
quocumque ire placet, ferro iter aperiundum est. Sall.Cat.58,7Wohin immer wir zu gehen beschließen, wir müssen uns den Weg mit der Waffe freikämpfen.
Fuisti igitur apud Laecam illa nocte, Catilina, distribuisti partis Italiae, statuisti, quo quemque proficisci placeret, delegisti, quos Romae relinqueres, quos tecum educeres, discripsisti urbis partis ad incendia, confirmasti te ipsum iam esse exiturum, dixisti paulum tibi esse etiam nunc morae, quod ego viverem. Cic.Catil.1,9Du warst also in dieser Nacht bei Laeca, Catilina, du hast di Rollen in Italien verteilt, du hast beschlossen, wohin jeder zeihen solle; du hast diejenigen ausgewählt, die du in Rom zurücklassen und die du mit dir nehmen wolltest; du hast die Quartiere der Stadt zur Brandstiftung verteilt; du hast die Versicherung gegeben, dass du bald abreisen werdest; du hast gesagt, nur der Umstand, dass ich noch lebe, halte dich noch eine Weile zurück.
Ibis tandem aliquando, quo te iam pridem tua ista cupiditas effrenata ac furiosa rapiebat; neque enim tibi haec res adfert dolorem, sed quandam incredibilem voluptatem. Cic.Catil.1,25Du wirst endlich dahin gehen, wohin dich längst deine zügellose und wahnsinnige Begierde zog; denn so etwas verursacht dir keine Betrübnis, sondern eine Art von unbeschreiblicher Wollust.
Nunc intellego, si iste, quo intendit, in Manliana castra pervenerit, neminem tam stultum fore, qui non videat coniurationem esse factam, neminem tam improbum, qui non fateatur. Cic.Catil.1,30Nun weiß ich, wenn dieser Mensch in das Lager des Manlius, wohin er zu gehen beabsichtigt, sich begeben haben wird, dass niemand so töricht ist, nicht einzusehen, dass die Verschwörung eine Tatsache ist, dass niemand so ruchlos ist, dies nicht anzuerkennen.
Ac mihi quidem saepe numero in summos homines ac summis ingeniis praeditos intuenti quaerendum esse visum est quid esset cur plures in omnibus rebus quam in dicendo admirabiles exstitissent; nam quocumque te animo et cogitatione converteris, permultos excellentis in quoque genere videbis non mediocrium artium, sed prope maximarum. Cic.de_orat.1,6.Wenn ich nun, wie ich oftmals tat, auf die Männer von der höchsten Geistesbegabung meinen Blick richtete, so drängte sich mir die Frage auf, warum wohl alle anderen Fächer eine größere Anzahl bewunderungswürdiger Männer aufzuweisen hätten als die Beredsamkeit. Denn wohin man auch seine Aufmerksamkeit und seine Gedanken wenden mag, so wird man sehr viele ausgezeichnete Männer in jeder Art von Künsten und Wissenschaften sehen, und zwar nicht bloß in den gewöhnlichen, sondern beinahe in den wichtigsten.
Qui cum ita esset exorsus: non sibi cohortandum Sulpicium et Cottam, sed magis utrumque conlaudandum videri, quod tantam iam essent facultatem adepti, ut non aequalibus suis solum anteponerentur, sed cum maioribus natu compararentur; 'neque vero mihi quicquam' inquit 'praestabilius videtur, quam posse dicendo tenere hominum [coetus] mentis, adlicere voluntates, impellere quo velit, unde autem velit deducere: haec una res in omni libero populo maximeque in pacatis tranquillisque civitatibus praecipue semper floruit semperque dominata est. Cic.de_orat.1,30.Er begann mit der Erklärung, Sulpicius und Cotta bedürften nicht seiner Aufmunterung, sondern beiden müsse man vielmehr Lob erteilen, weil sie sich schon eine solche Geschicklichkeit im Reden angeeignet hätten, dass sie nicht allein ihren Altersgenossen vorgezogen, sondern sogar den Älteren gleichgestellt würden. "Und wahrlich", so fuhr er fort, "es erscheint mir nichts so vortrefflich als die Kunst, durch die Rede die Aufmerksamkeit der Menschen in den Versammlungen zu fesseln, ihre Gemüter zu gewinnen, ihre Neigungen zu leiten, wohin man will, und wovon man will, abzulenken. Sie ist die einzige, welche bei jedem freien Volk und besonders in friedlichen und ruhigen Staaten vorzüglich immer geblüht und immer geherrscht hat.
Quin etiam, quae maxime propria essent naturae, tamen his ipsis artem adhiberi videram; nam de actione et de memoria quaedam brevia, sed magna cum exercitatione praecepta gustaram. In his enim fere rebus omnis istorum artificum doctrina versatur, quam ego si nihil dicam adiuvare, mentiar; habet enim quaedam quasi ad commonendum oratorem, quo quidque referat et quo intuens ab eo, quodcumque sibi proposuerit, minus aberret. Cic.de_orat.1,145.Ja, selbst für das, was ganz besonders von Naturgaben abhängig ist, sah ich Kunstregeln aufgestellt. Und so hatte ich denn auch über den äußeren Vortrag und über das Gedächtnis einige kurze Regeln, die aber mit großen Übungen verbunden waren, gekostet. Mit diesen Gegenständen etwa beschäftigt sich nun der ganze Unterricht jener Redekünstler. Wollte ich sagen, derselbe sei von gar keinem Nutzen, so würde ich lügen. Denn er enthält einige gute Hinweise für den Redner, wohin er jedes einzelne beziehen soll und worauf er sein Augenmerk zu richten hat, um nicht von dem vorgesteckten Ziel zu sehr abzuirren.
amicitia res plurimas continet; quoquo te verteris, praesto est, nullo loco excluditur, numquam intempestiva, numquam molesta est; Cic.Lael.22.gDie Freundschaft dagegen vereinigt sehr viele Vorteile in sich: wohin du dich wendest, ist sie zugegen, kein Ort schließt sie aus; niemals kommt sie ungelegen, nie wird sie zur Last.
quid ergo est, quo tamen accusator inopia argumentorum confugerit? Cic.S.Rosc.80.aWohin hat denn also der Ankläger aus Mangel an Beweisen seine Zuflucht genommen?
solent hoc boni imperatores facere, cum proelium committunt, ut in eo loco, quo fugam hostium fore arbitrentur, milites conlocent, in quos, si qui ex acie fugerint, de improviso incidant. Cic.S.Rosc.151.bGute Feldherren pflegen das zu tun, wenn sie ein Treffen liefern, dass sie da, wohin sich der fliehende Feind nach ihrer Auffassung wenden wird, Truppen aufzustellen, damit auf diese unvermutet diejenigen stoßen , die aus dem Treffen entrinnen.
[Cic.Tusc.5,10,2] Cuius de disciplina aliud tempus fuerit fortasse dicendi. sed ab antiqua philosophia usque ad Socratem, qui Archelaum, Anaxagorae discipulum, audierat, numeri motusque tractabantur, et unde omnia orerentur quove reciderent, studioseque ab is siderum magnitudines intervalla cursus anquirebantur et cuncta caelestia.  Cic.Tusc.5,10,2Doch über seine Lehre lässt sich vielleicht ein andermal sprechen. Von der alten Philosophie bis auf Sokrates, der den Archelaos, den Schüler des Anaxagoras, gehört hatte, wurden Zahlen und Bewegungen abgehandelt, und woher alles entsprungen sei und wohin es zurückfalle; und häufig wurden von ihnen die Größe der Gestirne, Zwischenräume, Bahnen untersucht, und überhaupt das Himmlische.
Noluit in Flavi ludum me mittere, magni Hor.sat.1,6,72.Nicht in des Flavius Schule mich wollt' einführen, wohin doch
Iam dudum video; sed nil agis: usque tenebo; Hor.sat.1,9,15.Aber es hilft dir nichts, ich halte dich fest, und wohin auch
Et propero, quo scis." "Dubius sum, quid faciam", inquit, Hor.sat.1,9,40.Will auch eilen; wohin? Das weißt du." – "Zweifelhaft bin ich,
"Quo tendis?" Rogat et respondet. Vellere coepi Hor.sat.1,9,63.Schnell "Woher? Wohin?" nun fragt er und gibt er uns Antwort.
[Cic.off.1,15,3] Aut enim in perspicientia veri sollertiaque versatur aut in hominum societate tuenda tribuendoque suum cuique et rerum contractarum fide aut in animi excelsi atque invicti magnitudine ac robore aut in omnium, quae fiunt quaeque dicuntur, ordine et modo, in quo inest modestia et temperantia. Cic.off.1,15,3Es liegt nämlich entweder in der Fähigkeit und Fertigkeit, die Wahrheit zu erkennen; oder im Schutz der menschlichen Gesellschaft, in der Bereitschaft, jedem zu geben, was ihm zusteht und Treue und Glauben im Verkehr mit anderen zu beachten; oder es liegt in der Erhabenheit, Größe und unbesiegbaren Stärke des Geistes; oder in dem Sinn für Maß und Ordnung bei allem, was man tut und spricht, wohin die Tugenden der Mäßigung und der Selbstbeherrschung gehören.
constat Haterium, cum deprecandi causa Palatium introisset ambulantisque Tiberii genua advolveretur, prope a militibus interfectum quia Tiberius casu an manibus eius inpeditus prociderat. neque tamen periculo talis viri mitigatus est, donec Haterius Augustam oraret eiusque curatissimis precibus protegeretur. Tac.ann.1,13,6.Von Haterius ist bekannt, dass er im Palast, wohin er sich nachher begab, um Abbitte zu leisten, sich dem auf- und abgehenden Tiberius zu Füßen warf und beinahe von den Soldaten umgebracht worden wäre, weil Tiberius zufällig, oder weil er über seine Hände strauchelte, zu Boden fiel. Selbst eines solchen Mannes Gefahr vermochte ihn nicht zu besänftigen, bis Haterius die Augusta ansprach und durch ihre angelegensten Bitten Schutz fand.
nec multo post digredientem cum Caesare ac provisu periculi hiberna castra repetentem circumsistunt rogitantes, quo pergeret, ad imperatorem an ad patres, ut illic quoque commodis legionum adversaretur; simul ingruunt, saxa iaciunt. iamque lapidis ictu cruentus et exitii certus adcursu multitudinis, quae cum Druso advenerat, protectus est. Tac.ann.1,27,2.Als er sich bald darauf von dem Caesar verabschiedete und in Voraussicht der drohenden Gefahr in das Winterquartier zurückbegeben wollte, umringten sie ihn und fragten, wohin er wolle, ob zum Imperator oder zu den Vätern, um auch dort dem Besten der Legionen entgegenzuwirken? Zugleich dringen sie auf ihn ein, werfen Steine nach ihm, und schon blutete er von einem Steinwurf und glaubte sich verloren, als er durch das Herbeieilen der mit Drusus kekommenen Schar gerettet wurde.
Ut seditionem attigit, ubi modestia militaris, ubi veteris disciplinae decus, quonam tribunos, quo centuriones exegissent, rogitans, nudant universi corpora, cicatrices ex vulneribus, verberum notas exprobrant; mox indiscretis vocibus pretia vacationum, angustias stipendii, duritiam operum ac propriis nominibus incusant vallum, fossas, pabuli materiae lignorum adgestus, et si qua alia ex necessitate aut adversus otium castrorum quaeruntur. Tac.ann.1,35,1.Sobald er aber die Empörung berührte, mit der Frage, wo die geordnete Haltung des Soldaten sei, wo der Ruhm der alten Manneszucht, wohin sie ihre Tribunen, wohin ihre Centurionen gejagt hätten, da entblößen allesamt ihren Leib, deuten auf die Narben ihrer Wunden, auf die Striemen der Schläge; dann klagen sie in verworrenem Rufem, wie teuer die Dienstbefreiung zu erkaufen sei, der Sold so karg, die Arbeit hart, wobei sie besonders das Schanzen und Graben anführten, das Herbeischaffen von Futter, Baumaterial und Holz, und was man sich sonst als notwendig oder als Mittel gegen den Müßiggang im Lager ausdenke.
Igitur haec et, de Armenia quae supra memoravi, apud patres disseruit, nec posse motum Orientem nisi Germanici sapientia conponi: nam suam aetatem vergere, Drusi nondum satis adolevisse. tunc decreto patrum permissae Germanico provinciae, quae mari dividuntur, maiusque imperium, quoquo adisset, quam iis, qui sorte aut missu principis obtinerent. Tac.ann.2,43,1.Dies und, was ich oben von Armenien erwähnt habe, erörterte er im Senat und fügt hinzu, nur durch die Weisheit des Germanicus könne der Aufruhr im Orient beruhigt werden: seine Jahre gingen zur Neige; Drusus aber sei noch nicht erwachsen genug. Durch Senatsbeschluss wurden nun dem Germanicus die Provinzen jenseits des Meeres übertragen, und zwar sollte er, wohin er käme, größere Befehlsgewalt haben als die, denen sie durch Los oder infolge der Abordnung durch den Fürsten zuteil geworden wäre.
Sequens annus Tiberium tertium, Germanicum iterum consules habuit. sed eum honorem Germanicus iniit apud urbem Achaiae Nicopolim, quo venerat per Illyricam oram viso fratre Druso in Delmatia agente, Hadriatici ac mox Ionii maris adversam navigationem perpessus. Tac.ann.2,53,1.Im folgenden Jahr war Tiberius zum dritten Mal, Germanicus zum zweiten Mal Konsul. Germanicus trat aber dieses Amt in Nikopolis an, einer Stadt in Achaia, wohin er dem illyrischen Küstenland entlang - er besuchte dort seinen in Delmatien weilenden Bruder Drusus - und darauf in widriger Fahrt über das adriatische und ionische Meer gekommen war.
postremo, quid vitarent, quid peterent, ambigui, complere vias, sterni per agros; quidam amissis omnibus fortunis, diurni quoque victus, alii caritate suorum, quos eripere nequiverant, quamvis patente effugio interiere. Tac.ann.15,38,6.Als sie zuletzt nicht mehr wussten, was sie meiden, wohin sie sich wenden sollten, füllten sie die Straßen an, lagerten sich auf dem Feld; manche fanden nach dem Verlust ihrer Habe, sogar für den täglichen Lebensbedarf, den Tod, andere im Schmerz um ihre Angehörigen, die sie nicht zu retten vermocht hatten, obwohl ein Ausweg offenstand.
[Cic.Tusc.1,60,1] Quorsus igitur haec spectat oratio? quae sit illa vis et unde sit, intellegendum puto. Cic.Tusc.1,60,1Wohin nun zielt diese Rede? Welches jene Kraft und woher sie sei, gilt es, wie ich gleube, zu begreifen.
Ut enim, si cui naviganti praedones insequantur, deus qui dixerit: "Eice te navi; praesto est, qui excipiat, vel delphinus, ut Arionem Methymnaeum, vel equi Pelopis illi Neptunii, qui per undas currus suspensos rapuisse dicuntur, excipient te et, quo velis, perferent", omnem omittat timorem, sic urgentibus asperis et odiosis doloribus, si tanti sint, ut ferendi non sint, quo sit confugiendum, tu vides. Cic.Tusc.2,67,1Denn wie ein von Seeräubern verfolgter Schiffer, wenn ihm ein Gott zuriefe: "Wirf dich aus dem Schiff! Einer ist da, der dich auffängt – ein Delphin, wie den Arion von Methymna, oder jene neptunischen Rosse des Pelops, die durch die Fluten den hoch erhabenen Wagen entrafften; sie werden dich auffangen und, wohin du willst, glücklich tragen", - wie der alle Furcht ablegen würde, so weißt auch du, wenn herbe und verhasste Schmerzen dich drücken und sie zu groß sind, sie zu ertragen, wohin du zu entfliehen hast!
Parere enim censet animum rationi posse et, quo illa ducat, sequi. Cic.Tusc.3,33,2Denn er meint, das Gemüt könne der Vernunft gehorchen, und folgen, wohin sie führt.
Is vero, quod credibile vix esset, cum in philosophia multo etiam magis adsidue quam antea versaretur et cum fidibus Pythagoreorum more uteretur cumque ei libri noctes et dies legerentur, quibus in studiis oculis non egebat, tum, quod sine oculis fieri posse vix videtur, geometriae munus tuebatur verbis praecipiens discentibus, unde quo quamque lineam scriberent. Cic.Tusc.5,113,2Dieser Mann beschäftigte sich – kaum glaublich! – mit der Philosophie noch weit emsiger sogar als zuvor; er betrieb nach Art der Pythagoreer die Musik; er ließ sich Tag und Nacht Bücher vorlesen; Beschäftigungen – wobei er der Augen nicht bedurfte; aber noch mehr – was ohne Augen kaum möglich scheint, der Geometrie widmete er sich fortdauernd, indem er durch seine Worte die Lernenden anleitete, von wo, wohin und welche Linie sie zeichnen sollten.
Itaque augurem Tiresiam, quem sapientem fingunt poetae, numquam inducunt deplorantem caecitatem suam; at vero Polyphemum Homerus cum inmanem ferumque finxisset, cum ariete etiam conloquentem facit eiusque laudare fortunas, quod, qua vellet, ingredi posset et, quae vellet, attingere. Cic.Tusc.5,115,2Und so lassen die Dichter den Seher Teiresias, den sie als einen Weisen darstellen, nie seine Blindheit bejammern. Dagegen lässt Homer den Polyphemus, nachdem er ihn unmenschlich und wild geschildert hat, mit seinem Widder reden, und dessen Glück loben, dass er hingehen könne, wohin er wolle und, was er wolle, berühren.
Konnte hier keine weiteren Belege finden
Konnte hier keine weiteren Belege finden
Konnte hier keine weiteren Belege finden