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  • Epicharmos (Επίχηαρμος, ου) Comicus (Epich.) Perseus epicharm+kos epicharm+kos

    Epicharm aus Kos, um 550-460). Er wanderte nach Megara in Sizilien aus und führte kurz vor dem Peloponn. Krieg in Syrakus als erster Grieche Komödien auf, indem er dem einheimischen Possenspiel eine kunstgerechte Form gab (Aristot.Poet.3,5; Aristot.Poet.5,5). Er schrieb in dorischem Dialekt und bevorzugte den iambischen Tetrameter (metrum Epicharmium). Er galt als origineller Stilist und elegant. In Anbetracht der vielen Stücke, die er verfasste, sind nur wenige Bruchstücke überliefert. Er neigte den Pythagoreern zu (Diog.Laert.8,78) und hegte Vorbehalte gegen Hieron v. Syrakus. Wegen seiner Gnomik war er bei Philosophen (bes. Platon) hoch angesehen. In seiner Folge stehen weitere Komüdiendichter in Sizilien: Phormis (Phormos), Deinolochos und Sophron aus Syrakus. Letzterer hat den in Prosa geschriebenen Mimos begründet. Sein Sohn Xenarchos war ebenfalls Mimendichter.

  • Epimenides (Ἐπιμενίδης, ου) Epimenides epimenides+kreta
    Epimenides stammt aus Knossos auf Kreta, sein Vater dürfte in Phaistos zu Hause gewesen sein. 659 lässt sich als sein Geburtsjahr bestimmen. Er ist Philosoph mit stark religiös-schamanistischem Einschlag. Man erzählt sich von ihm ähnliche Wunderdinge wie von Empedokles: einen mehr als fünfzigjährigen Höhlenschlaf, eine übermenschliche Lebensdauer von annähernd 300 Jahren und Erfahrungen mit der Seelenwanderung. Er verfasste in Fortführung von Hesiod und Orphik eine Theogonie mit Luft und Nacht als Urelementen, aus denen sich über die Zwischenstufe des Tartaros das Weltenei entwickelt. (Plut.Sol.12; Strab.10,4,14)
    Diog.Laert.1,109: Ἐπιμενίδης, καθά φησι Θεόπομπος [FGrH 115 F 67a] καὶ ἄλλοι συχνοί, πατρὸς μὲν ἦν Φαιστίου, οἱ δὲ Δωσιάδα, οἱ δὲ Ἀγησάρχου. Κρὴς τὸ γένος ἀπὸ Κνωσοῦ, καθέσει τῆς κόμης τὸ εἶδος παραλλάσσων. οὗτός ποτε πεμφθεὶς παρὰ τοῦ πατρὸς εἰς ἀγρὸν ἐπὶ πρόβατον, τῆς ὁδοῦ κατὰ μεσημβρίαν ἐκκλίνας ὑπ' ἄντρῳ τινὶ κατεκοιμήθη ἑπτὰ καὶ πεντήκοντα ἔτη.
    διαναστὰς δὲ μετὰ ταῦτα ἐζήτει τὸ πρόβατον, νομίζων ἐπ' ὀλίγον κεκοιμῆσθαι. ὡς δὲ οὐχ εὕρισκε, παρεγένετο εἰς τὸν ἀγρόν, καὶ μετεσκευασμένα πάντα καταλαβὼν καὶ παρ' ἑτέρῳ τὴν κτῆσιν, πάλιν ἧκεν εἰς ἄστυ διαπορούμενος. κἀκεῖ δὲ εἰς τὴν ἑαυτοῦ εἰσιὼν οἰκίαν περιέτυχε τοῖς πυνθανομένοις τίς εἴη, ἕως τὸν νεώτερον ἀδελφὸν εὑρὼν τότε ἤδη γέροντα ὄντα, πᾶσαν ἔμαθε παρ' ἐκείνου τὴν ἀλήθειαν.
    Epimenides' Vater war nach dem Berich des Theopompos und vieler anderer Phaistios; nach anderen Dosiadas, nach wieder anderen des Agesarchos. Er stammte aus Knossos auf Kreta. Durch die Länge seines Haares veränderte er sein Aussehen. Er wurde einmal von seinem Vater zu den Schafen auf das Feld geschickt. Er kam gegen Mittag von seinem Weg ab und schlief für 57 Jahre in einer Höhle ein.
    Als er danach aufstand, suchte er seine Schafe, weil er glaubte, nur kurz geschlafen zu haben. Als er sie aber nicht fand, begab er sich auf das Feld und fand alles verändert vor und in den Händen eines anderen Besitzers. Ratlos ging er zurück in die Stadt. Als er aber dort sein Haus betrat, traf er nur auf Leute, die ihn fragten, wer er sei, bis er seinen jüngeren Bruder fand, der damals schon ein Greis war. Von ihm erfuhr er die ganze Wahrheit. (Übersetzung: E.Gottwein)
    596 forderte Athen ihn wegen einer Pest auf Anraten des delphischen Orakels an, um die Stadt vom "Kylonischen Frevel" zu reinigen. (Andere zeitliche Ansätze bei Suda s.v. Epimenides (604-601); bei Plat.Nom.642c (492).
    Diog.Laert.1,110: Ὅθεν καὶ Ἀθηναίοις τότε λοιμῷ κατεχομένοις ἔχρησεν ἡ Πυθία καθῆραι τὴν πόλιν· οἱ δὲ πέμπουσι ναῦν τε καὶ Νικίαν τὸν Νικηράτου εἰς Κρήτην, καλοῦντες τὸν Ἐπιμενίδην. καὶ ὃς ἐλθὼν Ὀλυμπιάδι τεσσαρακοστῇ ἕκτῃ ἐκάθηρεν αὐτῶν τὴν πόλιν καὶ ἔπαυσε τὸν λοιμὸν τοῦτον τὸν τρόπον· λαβὼν πρόβατα μελανά τε καὶ λευκὰ ἤγαγε πρὸς τὸν Ἄρειον πάγον. κἀκεῖθεν εἴασεν ἰέναι, οἷ βούλοιντο, προστάξας τοῖς ἀκολούθοις, ἔνθα ἂν κατακλίνοι αὐτῶν ἕκαστον, θύειν τῷ προσήκοντι θεῷ· καὶ οὕτω λῆξαι τὸ κακόν. ὅθεν ἔτι καὶ νῦν ἔστιν εὑρεῖν κατὰ τοὺς δήμους τῶν Ἀθηναίων βωμοὺς ἀνωνύμους, ὑπόμνημα τῆς τότε γενομένης ἐξιλάσεως. οἱ δὲ τὴν αἰτίαν εἰπεῖν τοῦ λοιμοῦ τὸ Κυλώνειον ἄγος σημαίνειν τε τὴν ἀπαλλαγήν· καὶ διὰ τοῦτο ἀποθανεῖν δύο νεανίας, Κρατῖνον καὶ Κτησίβιον, καὶ λυθῆναι τὴν συμφοράν. (111) Ἀθηναῖοι δὲ τάλαντον ἐψηφίσαντο δοῦναι αὐτῷ καὶ ναῦν τὴν ἐς Κρήτην ἀπάξουσαν αὐτόν. ὁ δὲ τὸ μὲν ἀργύριον οὐ προσήκατο· φιλίαν δὲ καὶ συμμαχίαν ἐποιήσατο Κνωσίων καὶ Ἀθηναίων. Daher weissagte Pythia auch den Athenern, die damals von einer Pest heimgesucht wurden, sie sollten die Stadt reinigen. Diese schicken aber Nikias den Sohn des Nikeratos mit einem Schiff nach Kreta, um Epimenides zu holen. Dieser kam in der 46. Olympiade, reinigte ihre Stadt und bereitete der Pest so ein Ende: Er nahm schwarze und ein weiße Schafe, trieb sie zum Areopag und ließ sie von dort gehen, wohin sie wollten. Denen die ihnen folgten trug er auf, sie dort, wo sie sich jeweils niederließen, dem entsprechenden Gott zu opfern; so werde das Elend enden. Deswegen kann man auch jetzt noch in den Gemeinden der Athener namenlose Altäre zur Erinnerung an die damalige Entsühnung finden. Andere <behaupten>, er habe als Ursache für die Pest den Kylonischen Frevel genannt und seine Sühnung gemeint; deswegen habe man zwei Jünglinge, Kratinos und Ktesibios, geopfert und das Unglück so beendet. (111) Die Athener beschlossen, ihm ein Talent zu geben und ein Schiff, das ihn nach Kreta zurückbringen solle. Das Geld nahm er nicht an, stiftete aber ein Bündnis und Freundschaft zwischen den Knossiern und den Athenern. (Übersetzung: E.Gottwein)
  • Erinna (Erinn.) (Ἤριννα, ης) erinna+lyrik erinna+lyrik
    Die Lyrikerin Erinna ist nach Suda u.a. mit Sappho befreundet. Eusebios datiert sie auf das Jahr 352/1. Entweder ist der frühe Ansatz darauf zurückzuführen, dass Erinna zwar dem beginnenen Hellenismus zuzurechnen ist, aber wegen ihrer Nachahmung der Sappho zeitgleich mit ihr angesetzt wurde, oder man muss zwei Dichterinnen dieses Namens annehmen. Ihre Berühmtheit beruhte auf dem Gedicht ἠλακάτη (Spindel).

    Eust.1,509: Ἤριννα Λεσβία μὲν ἦν ἢ Ῥοδία ἢ Τεία ἢ Τηλία, ἐκ Τήλου νησιδίου ἐγγίζοντος τῇ Κνίδῳ. Ποιήτρια δὲ ἦν καὶ ἔγραψε ποίημα Ἠλακάτην Αἰολίδι γλώσσῃ καὶ Δωρίδι ἐν ἔπεσι τριακοσίοις. ἦν δὲ ἑταίρα Σαπφοῦς καὶ ἐτελεύτησε παρθένος. οἱ δὲ στίχοι αὐτῆς ἐκρίθησαν ἐνάμιλλοι τοῖς Ὁμήρου. ἀπῆλθε δὲ ἐννεακαιδεκέτις. Δήλωσις δὲ τῶν ῥηθέντων καὶ τὸ εἰς αὐτὴν ἐπίγραμμα τοῦτο·

    Erinna war aus Lesbos oder Rhodos oder Teios oder Telos; letztere eine kleine Insel nahe bei Knidos. Sie war Dichterin und schrieb ein Gedicht "Spindel" in aiolischer und dorischer Sprache in dreihundert Hexametern. Sie war eine Freundin Sapphos und starb noch als Mädchen. Ihre Verse können, wie man glaubte, im Vergleich mit Homer bestehen. Sie starb mit neunzehn Jahren. Eine Bestätigung meiner Würdigung ist auch dieses Epigramm auf sie:

    Λέσβιον Ἠρίννης τόδε κηρίον, ἁδὺ τὸ μικρόν,

    ἀλλ' ὅλον ἐκ Μουσέων κιρνάμενον μέλιτι.

    οἱ δὲ τριηκόσιοι αὐτῆς στίχοι ἶσοι Ὁμήρῳ

    τῆς καὶ παρθενικῆς ἐννεακαιδεκάτευς,

    ἣ καὶ ἐπ' ἠλακάτῃ μητρὸς φόβῳ καὶ ἐφ' ἱστῷ

    ἑστήκει Μουσῶν λάτρις ἐφαπτομένη.

    Σαπφὼ δ' Ἠρίννης ὅσσον μελέεσσιν ἀμείνων,

    Ἤριννα Σαπφοῦς τόσσον ἐν ἑξαμέτροις

    Dies ist die lesbische Wabe Erinnas. Wenn sie auch klein ist,
    haben die Musen sie doch vollauf mit Honig gefüllt.
    Denn die dreihundert Verse, die dieses jungfräuliche Mädchen
    neunzehnjährig geformt, gleichen dem Werke Homers.
    Ob sie aus Furcht vor der Mutter auch heut an der Spindel gesessen,
    morgen am Webstuhl, sie blieb dienend den Musen gesellt.
    Steht im lyrischen Lied auch Sappho weit über Erinna,
    weit über Sappho erwuchs diese im epischen Maß
    Übersetzungen: Prosateil: E.Gottwein, Epigramm: H.Beckby (Anth.Gr.9,190)

     

     
  • Eusebius Historicus (Eus.Hist.): Εὐσέβιος, ου, schreibt röm. Geschichte (283-303 n.Chr.) Eusebios
  • Eusebius Caesariensis
    • Scriptor Ecclesiasticus (Eus.): Εὐσέβιος, ου,Bischof von Caesarea. ὁ Παμφίλου heißt er als Freund des Märtyrers Pamphilos (D.C. 70,3) Eusebios
      Eusebios von Caesarea, geb. wohl zwischen 260 und 264, länger in irgend einer von Pamphilus abhängigen Stellung (daher durch den Zusatz Pamphili bezeichnet), zuerst tätig in Caesarea, erlebte dann die große Christenverfolgung von 303, die er in seiner Schrift über die palästinensischen Märtyrer schildert, kam auch vorübergehend in Haft, wurde darauf 313 Bischof von Caesarea. Vor diesem Zeitpunkte war seine Chronik fertig geworden: diese ist erhalten in griechischen Exzerpten, in einer armenischen Übertragung, die man ins Lateinische übersetzt hat (neue Ausg. von Karst 1911) und z.T. in Hieronymus’ Übersetzung, eine Arbeit, die nach Africanus' Chronologie und diese benutzend, aber in weit wissenschaftlicherem Sinne biblische und heidnische Geschichtsrechnung zu vereinigen suchte (Ausg. von A.Schöne 1866, 1875 in 2 Bdd.). Während der Haft Abfassung der Apologie des Origenes (1. Buch in Rufins Übersetzung erhalten), vor 311 fällt die Καθόλου στοιχειώδης εἰσαγωγή (erhalten B. 6—9, ed. Gaisford, auf Christus hinweisende prophetische Aussprüche); es folgt die Schrift über die erfüllten Weissagungen Christi (= 4. Buch der Theophanie), eine Sammlung ζητήματα und λύσεις (ed. A.Mai). Sehr bedeutende Werke die Praeparatio evangelica Eusebios und die Demonstratio evangelica Eusebios, beide apologetischer Natur, erstere mit besonders starker Frontwendung auch gegen Porphyrios und seine Frage, warum die Christen den Judengott nicht in jüdischer Weise verehrten, letztere gegen die jüdischen Vorwürfe. Die Praeparatio (Ausg. von [Dindorf 1867 und] Gifford 1903) reich an zahlreichen Exzerpten aus sonst verlorenen Autoren. Die Demonstratio (Ausg. von Dindorf) wichtig, u. a. auch durch eine Anführung aus Porphyrios. Ähnlichen Charakters die Theophanie (nur syrisch, in Übersetzung ed. Greßmann). Apologetisch auch die Schrift gegen Hierokles (hinter Kaisers Philostratos I., weil Hierokles Christus und Apollonios von Tyana verglichen hatte). Am bedeutendsten die Kirchengeschichte (bis 323; Ausg. von E.Schwartz und Mommsen 1903—9; kl. Ausg. von Schwartz 1908), die uns ganz unschätzbare Angaben überliefert. Angehängt ist die Schrift über die palästinensischen Märtyrer. Verloren die 25 Bücher des Eusebios gegen Porphyrios. - Teilnahme des Eusebios am arianischen Streit, in dem er Arius nicht ungünstig war; Streitschriften gegen Marcellus; nach Konstantins Tod (337) sein Panegyrikus εἰς τὸν βίον τοῦ μακαρίου Κ. βασιλέως, verbunden damit die Oratio Constantini ad sanctorum coetum, die Laus Constantini (eine Einführung in das Christentum) ed. Heikel 1902. Andere kleinere Schriften hier nicht zu nennen. Eusebios gest. zwischen 337 und 340. [nach Lübker].
  • Eusebius Myndius Philosophus (Eus.Mynd.): Εὐσέβιος, ου Neuplatoniker aus Myndos in Karien, Schüler des Aidesios (Stob.4,28-74, 41)  Eusebios
  • Eustathius Episcopus Thessalonicensis (Eust.): Εὐστάθιος, ου. Erzbischof von Thessalonike (1160-1198 n.Chr.). Kommentar zu Homer Eustathios
  • Eustathius Epiphaniensis Historicus (Eust.Epiph.): Εὐστάθιος, ου, Geschichtsschreiber aus Epiphania in Syrien (um 500 n.Chr.) Eustathios
Sententiae excerptae:
Literatur:

1 Funde
2868  Bannier, W.
Wiederholungen bei älteren griechischen und lateinischen Autoren
in: RhMus.69/1914, 491-514
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