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  • Euripides (Εὐριπίδης, ου) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus
    • Von ihm sind noch weniger biographische Daten bekannt als von den beiden anderen großen griechischen Tragikern. Die höchste Angabe schreibt ihm 92 Stücke zu. Die Alexandriner kannten noch 67 Tragödien und 17 Satyrspiele. Davon haben sich 17 Tragödien und 1 Satyrspiel (Kyklops) erhalten. Sein Denken ist nicht wie das des Aischylos und Sophokles theologisch oder religiös geprägt, sondern eher dem Skeptizismus der Sophisten verpflichtet. Diese Einschätzung wird durch die von ihm bevorzugte Schein-Lösung des Konflikts durch einen "deus ex machina" nicht entkräftet, sondern vielmehr unterstützt. Der tragische Konflikt spielt bei ihm weniger zwischen Gott und Mensch, als in der individuellen psychischen Zerrissenheit der handelnden Personen. Seine dialektische Kunst entfaltet er besonders in den zahlreichen, von ihm geliebten Agonen. Die Chorlieder gewinnen gegenüber der Handlung eine stärkere Selbständigkeit, was Aristoteles als einen Mangel an Qualität versteht. Die Sprechpartien bedienen sich eines einfachen und unpathetischen Stils.
      • ca. 480-406. Sohn des Mnesarchos (Mnesarchides), der auf Salamis ein Landgut besaß.
      • 455 erste Aufführung einer Tetralogie
      • 441 erster Sieg in einem Tragödienagon.
      • 438 Alkestis
      • 431 Medeia
      • 428/424 Hekabe, Andromache
      • 424/421 Hiketiden
      • 421/415 Herakles
      • 415 Troerinnen
      • 413 Elektra
      • ca 412 Iphigeneia auf Tauris
      • 412 Helene
      • 412/408 Ion
      • ca 410 Phoinissen
      • 408 Orestes
      • 408 holt ihn der makedonische König Archelaos nach Pella.
      • ca. 405 Bakchen
      • ca. 405 Iphigeneia in Aulis
    • Troades Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Troerinnen
      • Die im März 415 v.Chr. aufgeführten Troades ist das letzte und das einzig erhaltene Stück der troischen Trilogie "Alexandros", "Palamedes", "Troerinnen" und des Sytyrspiels Sisyphos. Diese Tetralogie brachte dem Dichter bei den Großen Dionysien den 2. Preis ein. Troia ist erobert und die Troerinnen werden als Beute unter den griechischen Helden verteilt. Poseidon, der zusammen mit Apollon die Mauern der Stadt erbaut hatte, beklagt ihren Untergang im Prolog. Auch Athena ist verärgert, weil die Griechen bei der Einnahme der Stadt die Götterbilder geschändet haben, sie will ihnen eine bittere Heimkehr bereiten. Im Zentrum der Tragödie stehen die Klagen der Hekabe die als Königin, als Gattin, Mutter und Großmutter (Astyanax) von allen Troerinnen den größten Verlust zu verschmerzen hat.
        Der Zeitbezug ist durch den Peloponnesischen Krieg gegeben: Er tobt bereits 16 Jahre und die für Athen katastrophale Sizilische Expedition steht unmittelbar bevor. Offenbar geht es dem Dichter darum, die moralischen Grundsätze hervorzuheben, die auch im Krieg einzuhalten sind: Der Eroberungskrieg ermangelt der Legitimation und die Würde des Besiegten fordert seine humane Behandlung.
        • Der "Alexandros" stellte das Schicksal des Paris dar: Den Traum seiner Mutter von ihm als der Brandfackel Troias, seine Aussetzung und seine Rückkehr an den Königshof, wo er bei den Leichenspielen, die dem totgegelaubten Sohn gelten sollten, als Hirtensklave teilnimmt und seine Brüder besiegt. Hektor bewährt die humane Haltung, die auch dem Sklaven seine menschliche Würde belässt. Paris wird schließlich als leiblicher Sohn des Priamos erkannt und trotz der Bedrohung für Troia (die Kassandraerneut artikuliert) in den Palast aufgenommen.
        • Der "Palamedes" stellte den Konflikt zwischen Odysseus und Palamedes im Lager vor Troia dar. Odysseus will sich dafür rächen, dass Palamedes seinen gespielten Wahnsinn, mit dem er sich der Teilnahme am Troianischen Krieg entziehen wollte, entlarvt hatte. Durch einen gefälschten Brief des Palamedes an Priamos und dadurch, dass er heimlich Geld im Zelt des Palamedes hatte vergraben lassen, setzt er seinen Gegner dem Verdacht des Verrates aus. Dem Hass des Odysseus gesellt sich der Neid der übrigen griechischen Heerführer auf die überlegene Schlauheit des Palamedes, und das Unbehagen über den Kriegsgegener Palamedes, so dass er gesteinigt wird. Die Griechen büßen mit den verhängnisvollen Widrigkeiten der Heimfahrt.
Sententiae excerptae:
Literatur:

1 Funde
2868  Bannier, W.
Wiederholungen bei älteren griechischen und lateinischen Autoren
in: RhMus.69/1914, 491-514
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