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Isokrates

Areopagitikos 63-67

Die Vorzüge der Demokratie vor der Oligarchie 

 

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Isokr.Areop.63-67
deutsche Übersetzung (überarbeitet): A.H.Christian

Um dem Vorwurf der Einseitigkeit zu entgehen, nennt Isokrates bei seiner grundsätzlichen Kritik auch einige Vorzüge der Demokratie. Dazu gehören die Rolle, die die Demokraten in der Abwehr der Dreißig spielten, und die glänzende bauliche Ausstattung, die sie der Stadt verliehen.

   
[26] (63) Βούλομαι δ', εἰ καί τινές με φήσουσιν ἔξω τῆς ὑποθέσεως λέγειν, δηλῶσαι καὶ διελθεῖν ὅσον αὕτη τῆς τότε διήνεγκεν, ἵνα μηδεὶς οἴηταί με τὰ μὲν ἁμαρτήματα τοῦ δήμου λίαν ἀκριβῶς ἐξετάζειν, εἰ δέ τι καλὸν ἢ σεμνὸν διαπέπρακται, ταῦτα δὲ παραλείπειν. Ἔσται δ' ὁ λόγος οὔτε μακρὸς οὔτ' ἀνωφελὴς τοῖς ἀκούουσιν. Ich will aber, wenn auch manche sagen werden, ich spräche über etwas, das außerhalb meines Themas liege, zeigen und ausführen, wie sehr diese (gegenwärtige Staatsverwaltung) vor der damaligen (z.Zt. der 30 Tyrannen) sich auszeichne, damit niemand glaube, ich erforsche zwar die Fehler des Volkes genau, was aber Gutes oder Herrliches vollbracht worden sei, das übergehe ich. Die Darstellung (dieser Vorzüge) wird aber weder lang sein noch unnütz für die Zuhörer. 
[27] (64) Ἐπειδὴ γὰρ τὰς ναῦς τὰς περὶ Ἑλλήσποντον ἀπωλέσαμεν καὶ ταῖς συμφοραῖς ἐκείναις ἡ πόλις περιέπεσεν, τίς οὐκ οἶδε τῶν πρεσβυτέρων τοὺς μὲν δημοτικοὺς καλουμένους ἑτοίμους ὄντας, ὁτιοῦν πάσχειν ὑπὲρ τοῦ μὴ ποιεῖν τὸ προσταττόμενον, καὶ δεινὸν ἡγουμένους, εἴ τις ὄψεται τὴν πόλιν τὴν τῶν Ἑλλήνων ἄρξασαν, ταύτην ὑφ' ἑτέροις οὖσαν, τοὺς δὲ τῆς ὀλιγαρχίας ἐπιθυμήσαντας ἑτοίμως καὶ τὰ τείχη καθαιροῦντας καὶ τὴν δουλείαν ὑπομένοντας; Als wir nämlich unsere Schiffe im Hellespont verloren hatten (Aigospotamoi 405; s. Xenoph.Hell.2,1ff.), und der Staat in jene Unfälle geriet, - wer von den Älteren weiß nicht, dass (damals) die sogenannten Volksfreunde bereit waren, sich alles gefallen zu lassen, um nicht zu tun, was man verlangte, und es für schimpflich hielten, wenn man den Staat, welcher über die Griechen geherrscht hatte, anderen unterworfen sehe, die aber, welche die Herrschaft wenige wünschten, bereitwillig die Mauern niederrissen und die Sklaverei ertrugen?
(65) καὶ τότε μὲν, ὅτε τὸ πλῆθος ἦν κύριον τῶν πραγμάτων, ἡμᾶς τὰς τῶν ἄλλων ἀκροπόλεις φρουροῦντας, ἐπειδὴ δ' οἱ τριάκοντα παρέλαβον τὴν πολιτείαν, τοὺς πολεμίους τὴν ἡμετέραν ἔχοντας; καὶ κατὰ μὲν ἐκεῖνον τὸν χρόνον δεσπότας ἡμῶν ὄντας Λακεδαιμονίους, ἐπειδὴ δ' οἱ φεύγοντες κατελθόντες πολεμεῖν ὑπὲρ τῆς ἐλευθερίας ἐτόλμησαν καὶ Κόνων ναυμαχῶν ἐνίκησεν, πρέσβεις ἐλθόντας παρ' αὐτῶν καὶ διδόντας τῇ πόλει τὴν ἀρχὴν τὴν τῆς θαλάττης; Und dass wir damals, als das Volk über die Angelegenheiten Herr war, in den Burgen der anderen Besatzungen hielten, nachdem aber die Dreißig die Staatsverwaltung übernommen hatten, die Feinde die unsrige inne hatten? und dass in jener Zeit die Lakedaimonier unsere Gebieter waren, nachdem aber die Ausgewanderten (unter Thraybulos) zurückgekehrt und für die Freiheit zu kämpfen unternommen, und Konon in der Seeschlacht gesiegt hatte, Gesandte von ihnen kamen und dem Staat die Herrschaft auf dem Meer übergaben?
(66) Καὶ μὲν δὴ καὶ τάδε τίς οὐ μνημονεύει τῶν ἡλικιωτῶν τῶν ἐμῶν, τὴν μὲν δημοκρατίαν οὕτω κοσμήσασαν τὴν πόλιν καὶ τοῖς ἱεροῖς καὶ τοῖς ὁσίοις, ὥστ' ἔτι καὶ νῦν τοὺς ἀφικνουμένους νομίζειν αὐτὴν ἀξίαν εἶναι μὴ μόνον τῶν Ἑλλήνων ἄρχειν, ἀλλὰ καὶ τῶν ἄλλων ἁπάντων, τοὺς δὲ τριάκοντα τῶν μὲν ἀμελήσαντας, τὰ δὲ συλήσαντας, τοὺς δὲ νεωσοίκους ἐπὶ καθαιρέσει τριῶν ταλάντων ἀποδομένους, εἰς οὓς ἡ πόλις ἀνήλωσεν οὐκ ἐλάττω χιλίων ταλάντων; Und wer von meinen Altersgenossen erinnert sich nicht auch noch daran, dass die Volksherrschaft unserer Stadt mit göttlichen und menschlichen Einrichtungen so schmückten, dass auch jetzt noch die Ankommenden glauben, sie sei würdig, nicht nur über die Griechen zu herrschen, sondern auch über die anderen alle; die Dreißig sie aber teils vernachlässigten, teils ausplünderten und die Schiffswerften auf den Abbruch um drei Talente weggaben, worauf der Staat nicht weniger als eintausend Talente verwendet hatte?

(67) Ἀλλὰ μὴν οὐδὲ τὴν πραότητα δικαίως ἄν τις ἐπαινέσειεν τὴν ἐκείνων μᾶλλον ἢ τὴν τῆς δημοκρατίας. Οἱ μὲν γὰρ ψηφίσματι παραλαβόντες τὴν πόλιν πεντακοσίους μὲν καὶ χιλίους τῶν πολιτῶν ἀκρίτους ἀπέκτειναν, εἰς δὲ τὸν Πειραιᾶ φυγεῖν πλείους ἢ πεντακισχιλίους ἠνάγκασαν· οἱ δὲ κρατήσαντες καὶ μεθ' ὅπλων κατιόντες, αὐτοὺς τοὺς αἰτιωτάτους τῶν κακῶν ἀνελόντες, οὕτω τὰ πρὸς τοὺς ἄλλους καλῶς καὶ νομίμως διῴκησαν, ὥστε μηδὲν ἔλαττον ἔχειν τοὺς ἐκβαλόντας τῶν κατελθόντων.

Aber wahrlich auch ihre Milde kann man nicht wohl mit Recht mehr loben als die des Volkes. Denn jene, als sie durch einen Beschluss die Staatsverwaltung übernommen hatten, töteten eintausend und fünfhundert Bürger ohne gerichtliches Urteil und nötigten mehr als fünftausend in den Peiraieus zu fliehen; diese (Ausgewanderten) aber, als sie die Oberhand erhalten hatten und bewaffnet zurückgekehrt waren, schafften die am Unglück am meisten Schuldigen aus dem Weg und ordneten die Verhältnisse zu den anderen so gut und gesetzmäßig, dass die, welche sie vertrieben hatten, nicht schlechter wegkamen als die Zurückgekehrten. 
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w32
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