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"Ich weiß, dass ich nichts weiß"
als anthropologische Wesensbestimmung ("Nur der Gott ist
weise"). Daraus resultiert die grundsätzliche Unverträglichkeit
mit der Sophistik, die sich Wissen anmaßt. (σοφιστής statt
φιλόσοφος, σοφία statt φιλοσοφία). |
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Wie ist Erkenntnis in Anbetracht des grundsätzlichen
Nichtwissens möglich. |
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Verlässliches allgemeingültiges Wissen
(Definition), in dem alle übereinstimmen (ὁμολογεῖν) können. |
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- Hinführung zur Aporie (ἀπορία): Widerlegung von
Scheinwissen, damit durch das entsprechende Problembewusstsein
philosophisches Fragen überhaupt erst ermöglicht wird.
- Induktiv aufbauendes "Sokratisches Gespräch" (Dialog,
Dialektik) durch gemeinsames Prüfen, Widerlegen, Billigen: (διαλέγεσθαι,
ἐλέγχειν, λόγον διδόναι) (Sophistische
Methode: Eristik)
- Sokrates bezeichnet
seine Methode nach dem Beruf seiner Mutter als μαιευτικὴ τέχνη
- Hebammenkunst, weil er kein neues Wissen vermittelt, sondern
in der Seele verborgenes apriorisches Wissen in das Licht der
Bewusstheit hebt (Lernen heißt sich wiedererinnern, ἀνάμνησις).
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- Statt naturphilosophischer Spekulation Fragen des philosophisch
begründeten menschlichen Handelns ("Anthropologische
Wende")
- Im einzelnen: Das Gute (τὸ ἀγαθόν). die Tugend (ἡ
ἀρετή), Gerechtigkeit (δικαιοσύνη),
Besonnenheit (σωφροσύνη), Tapferkeit (ἀνδρεία),
Weisheit (σοφία), Frömmigkeit (εὐσέβεια).
- Wer die richtige Erkenntnis besitzt, handelt zwangsweise nach
ihr. Fehlverhalten beruht auf einem Mangel an Wissen..
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