top

   
Beleg gesucht für: Platon
Belege des Suchbegriffs aus ausgewählten Texten (vollständig: Caes.Gall., Cic.Arch., Cic.S.Rosc., Cic.Lael.)
Anzahl der Treffer: 28
postero autem die, cum illi maiores natu satis quiessent et in ambulationem ventum esset, dicebat tum Scaevolam duobus spatiis tribusve factis dixisse 'cur non imitamur, Crasse, Socratem illum, qui est in Phaedro Platonis? Nam me haec tua platanus admonuit, quae non minus ad opacandum hunc locum patulis est diffusa ramis, quam illa, cuius umbram secutus est Socrates, quae mihi videtur non tam ipsa acula, quae describitur, quam Platonis oratione crevisse, et quod ille durissimis pedibus fecit, ut se abiceret in herba atque ita illa, quae philosophi divinitus ferunt esse dicta, loqueretur, id meis pedibus certe concedi est aequius.' Cic.de_orat.1,28.Am folgenden Tag, erzählte er, als die Bejahrteren genug der Ruhe gepflogen hatten, habe man einen Lustgang vorgenommen, und nachdem man zwei- oder dreimal auf und abgegangen sei, habe Scaevola gesagt: "Warum, Crassus, ahmen wir nicht Sokrates im Phaidros nach? Deine Platane hier gibt mir diesen Gedanken ein; sie breitet zur Beschattung dieses Ortes ihre Aste nicht weniger aus als jene, deren Schatten Sokrates nachging, die mir nicht so sehr durch das Bächlein selbst, das dort beschrieben wird, als. durch die Rede des Platon gewachsen zu sein scheint. Und was jener trotz seiner sehr abgehärteten Füße tat, dass er sich auf das Gras niederwarf und so jenes sprach, was die Philosophen wie Göttersprüche rühmen, das darf sicherlich meinen Füßen noch weit eher zugute gehalten werden."
sed ego neque illis adsentiebar neque harum disputationum inventori et principi longe omnium in dicendo gravissimo et eloquentissimo, Platoni, cuius tum Athenis cum Charmada diligentius legi Gorgiam; quo in libro in hoc maxime admirabar Platonem, quod mihi in oratoribus inridendis ipse esse orator summus videbatur. Verbi enim controversia iam diu torquet Graeculos homines contentionis cupidiores quam veritatis. Cic.de_orat.1,47.Aber ich konnte weder jenen beipflichten noch dem Erfinder und Urheber dieser gelehrten Streitigkeiten, Platon, der sich in seinen Vorträgen durch Gediegenheit und Beredsamkeit vor allen bei weitem auszeichnet. Ich las seinen ‘Gorgias’ damals zu Athen mit Charmadas sehr fleißig, und ich musste in diesem Buch den Platon besonders deshalb bewundern, weil er mir, indem er die Redner verspottete, selbst der größte Redner zu schein schien. Wortgezänk quält schon lange die armen Griechen, die nach Streit begieriger sind als nach der Wahrheit.
Quam ob rem, si ornate locutus est, sicut et fertur et mihi videtur, physicus ille Democritus, materies illa fuit physici, de qua dixit, ornatus vero ipse verborum oratoris putandus est; et, si Plato de rebus ab civilibus controversiis remotissimis divinitus est locutus, quod ego concedo; si item Aristoteles, si Theophrastus, si Carneades in rebus eis, de quibus disputave runt, eloquentes et in dicendo suaves atque ornati fuerunt, sint eae res, de quibus disputant, in aliis quibusdam studiis, oratio quidem ipsa propria est huius unius rationis, de qua loquimur et quaerimus. Cic.de_orat.1,49.Hat also jener Naturphilosoph Demokritos einen schönen Vortrag gehabt, wie man sagt und mir scheint, so gehörte der Stoff, über den er sprach, dem Naturphilosophen an, der Schmuck der Worte aber muss als ein Eigentum des Redners angesehen werden. Und wenn Platon über Gegenstände, die von bürgerlichen Streitigkeiten weit entfernt sind, unvergleichlich schön gesprochen hat, was ich zugebe, wenn gleichfalls Aristoteles, wenn Theophrastos, wenn Karneades die von ihnen behandelten Gegenstände in einer beredten, anmutigen und geschmückten Sprache darlegen, so mögen die Gegenstände ihrer Vorträge anderen Wissensgebieten angehören, der Vortrag selbst ist sicherlich Eigentum dieser Kunst allein, die wir in unserem Gespräch untersuchen.
Huic respondebat non se negare Demosthenem summam prudentiam summamque vim habuisse dicendi, sed sive ille hoc ingenio potuisset sive, id quod constaret, Platonis studiosus audiendi fuisset, non quid ille potuisset, sed quid isti docerent esse quaerendum. Cic.de_orat.1,89.Diesem antwortete jener, er leugne nicht, dass Demosthenes die ausgezeichnetste Staatsklugheit und Rednergeschicklichkeit besessen habe; aber sei es, dass er dies durch seine geistige Begabung vermocht habe oder dass er, wie bekannt, ein fleißiger Zuhörer des Platon gewesen sei, es frage sich nicht, was jener vermocht habe, sondern was diese lehrten.
[Cic.Tusc.5,11,1] Cuius multiplex ratio disputandi rerumque varietas et ingenii magnitudo Platonis memoria et litteris consecrata plura genera effecit dissentientium philosophorum, e quibus nos id potissimum consecuti sumus, quo Socratem usum arbitrabamur, ut nostram ipsi sententiam tegeremus, errore alios levaremus et in omni disputatione, quid esset simillimum veri, quaereremus. Cic.Tusc.5,11,1Seine vielfach gewandte Art des Unterrichts und die Mannigfaltigkeit der Gegenstände und die Größe seines Geistes, durch Platon zum ewigen Gedächtnis in Schriften niedergelegt, veranlasste mehrere Schulen abweichender Philosophen. Unter ihnen folgten wir vorzüglich dem, was wir für des Sokrates eigene Weise hielten, dass wir unsere Ansicht selbst verborgen hielten, andere vom Irrtum befreiten und in jeder Untersuchung auf das Wahrscheinlichste ausgingen.
[Cic.div.2,3,3] Atque his libris adnumerandi sunt sex de re publica, quos tum scripsimus, cum gubernacula rei publicae tenebamus: magnus locus philosophiaeque proprius a Platone, Aristotele, Theophrasto totaque Peripateticorum familia tractatus uberrime. Cic.div.2,3,3Auch sind diesen Büchern die sechs Vom Staat beizuzählen, die wir damals schrieben, als wir das Ruder des Staates lenkten: ein wichtiger und der Philosophie ganz eigentümlicher Gegenstand, der von Platon, Aristoteles, Theophrastos und der ganzen Schule der Peripatetiker sehr ausführlich behandelt worden ist.
[Cic.div.2,6,3] Id enim ipsum a Platone philosophiaque didiceram, naturales esse quasdam conversiones rerum publicarum, ut eae tum a principibus tenerentur, tum a populis, aliquando a singulis. Cic.div.2,6,3Denn das gerade hatte ich von Platon und der Philosophie gelernt, dass es in den Staaten gewisse natürliche Umwälzungen gebe, so dass sie bald von den Vornehmen, bald vom Volk und bald von einem einzelnen regiert werden.
[Cic.fin.1,7,1] Quamquam, si plane sic verterem Platonem aut Aristotelem, ut verterunt nostri poetae fabulas, male, credo, mererer de meis civibus, si ad eorum cognitionem divina illa ingenia transferrem. Cic.Fin.1,7,1Indes, wenn ich Platon und Aristoteles ganz so übersetzte, wie unsere Dichter die Dramen übersetzt haben, so würde ich mich nicht schlecht, meine ich, um meine Mitbürger verdient machen, wenn ich sie mit jenen göttlichen Geistern bekannt machte.
An ille tempus aut in poetis evolvendis, ut ego et Triarius te hortatore facimus, consumeret, in quibus nulla solida utilitas omnisque puerilis est delectatio, aut se, ut Plato, in musicis, geometria, numeris, astris contereret, quae et a falsis initiis profecta vera esse non possunt et, si essent vera, nihil afferrent, quo iucundius, id est quo melius viveremus, eas ergo artes persequeretur, vivendi artem tantam tamque et operosam et perinde fructuosam relinqueret? Cic.fin.1,72,1Oder hätte er seine Zeit mit Lesung der Dichter zubringen sollen, wie ich und Triarius es auf deine Aufforderung hin tun, wobei man keinen wirklichen Nutzen hat, sondern nur einen kindlichen Genuss? Oder hätte er sich, wie Platon, mit Musik, Geometrie, Zahlenlehre und Sternkunde abmühen sollen, Wissenschaften, die, weil sie von falschen Grundlagen ausgehen, nicht wahr sein können und, wären sie wahr, nichts zu einem angenehmen, d.h. zu einem besseren Leben beitragen würden? Also diesen Wissenschaften hätte er sich widmen sollen und die Wissenschaft des Lebens, die so große, so mühevolle und ebenso segensreiche, unbeachtet lassen?
[Cic.off.1,15,1] Formam quidem ipsam, Marce fili, et tamquam faciem honesti vides, quae si oculis cerneretur, mirabiles amores, ut ait Plato, excitaret sapientiae. Cic.off.1,15,1Du siehst hiermit, mein Sohn Markus, das eigentliche Urbild und gleichsam das Antlitz des Sittlich-Guten; könnte es auch unserem Auge sichtbar werden, würde es, wie Platon meint, die wunderbarste Liebe zur Weisheit in uns entfachen.
[Cic.off.1,22,1] Sed quoniam, ut praeclare scriptum est a Platone, non nobis solum nati sumus ortusque nostri partem patria vindicat, partem amici, atque, ut placet Stoicis, quae in terris gignantur, ad usum hominum omnia creari, homines autem hominum causa esse generatos, ut ipsi inter se aliis alii prodesse possent, in hoc naturam debemus ducem sequi, communes utilitates in medium adferre, mutatione officiorum, dando accipiendo, tum artibus, tum opera, tum facultatibus devincire hominum inter homines societatem. Cic.off.1,22,1Da wir aber, wie Platon trefflich bemerkt, nicht für uns allein auf der Welt sind, sondern auch das Vaterland, die Eltern, die Freunde teilweise auf unser Dasein Anspruch erheben, da ferner, wie die Stoiker annehmen, die Erde alles, was sie erzeugt, zum Gebrauch der Menschen hervorbringt, und die Menschen selbst der Menschen wegen geschaffen sind, um sich gegenseitig nützen zu können, so ist es unsere Pflicht, hierin der Leitung der Natur zu folgen, zum Nutzen aller das Unsrige bereitzustellen, im Austausch gegenseitiger Pflichtleistungen zu geben und zu nehmen, und durch unsere Geschicklichkeit, durch unsere Anstrengung, durch die uns zu Gebote stehenden Mittel das Band der menschlichen Gesellschaft zu befestigen.
[Cic.off.1,28,3] Itaque videndum est, ne non satis sit id, quod apud Platonem est in philosophos dictum, quod in veri investigatione versentur quodque ea, quae plerique vehementer expetant, de quibus inter se digladiari soleant, contemnant et pro nihilo putent, propterea iustos esse. Cic.off.1,28,3Es dürfte daher nicht ganz richtig sein, was Platon zum Lob der Philosophen sagt: Weil sie die Wahrheit erforschten und die Dinge, nach denen die meisten leidenschaftlich streben, und deretwegen sie gegeneinander kämpften, mit Geringschätzung und Verachtung ansehen, seien sie auch schon gerecht.
[Cic.off.1,63,1] Praeclarum igitur illud Platonis: "Non," inquit, "solum scientia, quae est remota ab iustitia calliditas potius quam sapientia est appellanda, verum etiam animus paratus ad periculum, si sua cupiditate, non utilitate communi impellitur, audaciae potius nomen habeat, quam fortitudinis." Cic.off.1,63,1Sehr zutreffend sagt also Platon: "Nicht nur die Einsicht, wenn sie sich von der Gerechtigkeit entfernt, ist eher List als Weisheit zu nennen, sondern auch der Mut zum Risiko dürfte eher Frechheit als der Tapferkeit heißen, wenn ihn eigennützige Leidenschaft und nicht das Allgemeinwohl antreibt."
[Cic.off.1,64,2] Ut enim apud Platonem est, omnem morem Lacedaemoniorum inflammatum esse cupiditate vincendi, sic, ut quisque animi magnitudine maxime excellet, ita maxime vult princeps omnium vel potius solus esse. Cic.off.1,64,2Wie nämlich Platon von den Lakedämoniern sagt, ihre ganze Art sei von Gier nach Sieg durchglüht, so wollen hier alle, die sich durch Hoheit des Geistes auszeichnen, die ersten unter allen, oder vielmehr die einzigen sein.
Miserrima omnino est ambitio honorumque contentio, de qua praeclare apud eundem est Platonem similiter facere eos, qui inter se contenderent, uter potius rem publicam administraret, ut si nautae certarent, quis eorum potissimum gubernaret. Cic.off.1,87,1Allerdings ist es etwas höchst Jämmerliches um den Ehrgeiz und das Streben nach hohen Staatsämtern. Sehr treffend äußert sich auch hierüber Platon: Diejenigen, die um die Regierung des Staates stritten, machten es ähnlich wie Schiffer, die sich um das Steuerruder zankten.
Hinc ille Gyges inducitur a Platone, qui cum terra discessisset magnis quibusdam imbribus, descendit in illum hiatum aeneumque equum, ut ferunt fabulae, animadvertit, cuius in lateribus fores essent; Cic.off.3,38,3In dieser Hinsicht führt Platon jene Erzählung von Gyges an. Er habe sich, lautet sie, als sich durch starke Regengüsse einmal ein Erdspalt aufgetan hatte, in diesen hinabbegeben und dort ein ehernes Pferd mit einer Tür an seiner Seite vorgefunden.
Atque hoc loco philosophi quidam minime mali illi quidem, sed non satis acuti, fictam et commenticiam fabulam prolatam dicunt a Platone, quasi vero ille aut factum id esse aut fieri potuisse defendat. Cic.off.3,39,1In diesem Zusammenhang bemerken einige ganz gute, aber eben nicht sehr scharfsinnige Philosophen, die Erzählung sei nur von Platon erdichtet und ausgeschmückt; als ob Platon behauptete, sie sei wahr oder auch nur möglich.
[Cic.Tusc.1,20] hic ab artificio suo non recessit et tamen dixit aliquid, quod ipsum quale esset erat multo ante et dictum et explanatum a Platone. Xenocrates animi figuram et quasi corpus negavit esse ullum, numerum dixit esse, cuius vis, ut iam ante Pythagorae visum erat, in natura maxuma esset. eius doctor Plato triplicem finxit animum, cuius principatum, id est rationem, in capite sicut in arce posuit, et duas partes parere voluit, iram et cupiditatem, quas locis disclusit: iram in pectore, cupiditatem supter praecordia locavit. Cic.Tusc.1,20Dieser Mann entfernte sich nicht von seiner Kunst und doch sagte er etwas, über dessen Beschaffenheit schon zuvor und deutlicher Platon geredet hatte. Xenokrates leugnete, dass die Seele eine Gestalt und Körperlichkeit habe, er nannte sie eine Zahl; denn die Kraft der Zahl hatte er, wie schon zuvor Pythagoras, in der ganzen Natur als höchst bedeutend erkannt. Sein Lehrer Platon dachte sich eine dreifache Seele: ihrem ersten Teil, d.h. der Vernunft, wies er den Sitz im Haupte, wie in einer Burg an; die beiden anderen Teile, Affekt und Begierde betrachtete er als unterworfen, trennte den Sitz beider und ließ den Affekt in der Brust, die Begierde unter dem Zwerchfell wohnen.
[Cic.Tusc.1,22] Aristoteles, longe omnibus Platonem semper excipio praestans et ingenio et diligentia, cum quattuor nota illa genera principiorum esset complexus, e quibus omnia orerentur, quintam quandam naturam censet esse, e qua sit mens; cogitare enim et providere et discere et docere et invenire aliquid et tam multa [alia] meminisse, amare, odisse, cupere, timere, angi, laetari, haec et similia eorum in horum quattuor generum inesse nullo putat; quintum genus adhibet vacans nomine et sic ipsum animum endelecheian appellat novo nomine quasi quandam continuatam motionem et perennem. XI. Nisi quae me forte fugiunt, haec sunt fere de animo sententiae. Democritum enim, magnum illum quidem virum, sed levibus et rotundis corpusculis efficientem animum concursu quodam fortuito, omittamus; nihil est enim apud istos, quod non atomorum turba conficiat. Cic.Tusc.1,22Aristoteles, weit unter allen (den Platon nehme ich immer aus) der ausgezeichnetste an Geist und an Sorgfalt der Untersuchung, fügt zu den bekannten vier Elementen, aus denen alles entstand, noch ein fünftes Urwesen, als das Element des Geistes, hinzu. Denn Denken, Vorhersehen, Lernen, Lehren, Erfinden und so vieles andere (Sich Erinnern, Lieben, Hassen, Verlangen, Fürchten, Sich Grämen, Sich Freuen) dies und Ähnliches meinte er, sei nicht begründet in der Natur von irgend einem dieser vier Elemente, weswegen er ein fünftes, namenloses, hinzusetzt und so die Seele selbst mit dem neuen Wort Entelechie benennt, um ihre ununterbrochene und stets fortdauernde Bewegung auszudrücken. XI. Irre ich mich nicht, so sind dies ungefähr die Ansichten über die Seele. Denn den Demokrit, sonst zwar ein großer Mann, der sich aber eine Seele aus glatten und runden Körperchen bildet nach einem zufälligen Zusammentreffen, ddieen wollen wir übergehen: gibt es doch bei jenen Philosophen nichts, was nicht die Verwirrung der Atome hervorbringen könnte
[Cic.Tusc.1,24] nam si cor aut sanguis aut cerebrum est animus, certe, quoniam est corpus, interibit cum reliquo corpore; si anima est, fortasse dissipabitur; si ignis, extinguetur; si est Aristoxeni harmonia, dissolvetur. quid de Dicaearcho dicam, qui nihil omnino animum dicat esse? his sententiis omnibus nihil post mortem pertinere ad quemquam potest; pariter enim cum vita sensus amittitur; non sentientis autem nihil est ullam in partem quod intersit. reliquorum sententiae spem adferunt, si te hoc forte delectat, posse animos, cum e corporibus excesserint, in caelum quasi in domicilium suum pervenire. Me vero delectat, idque primum ita esse velim, deinde, etiamsi non sit, mihi persuaderi tamen velim. Quid tibi ergo opera nostra opus est? num eloquentia Platonem superare possumus? evolve diligenter eius eum librum, qui est de animo: amplius quod desideres nihil erit. Feci mehercule, et quidem saepius; sed nescio quo modo, dum lego, adsentior, cum posui librum et mecum ipse de inmortalitate animorum coepi cogitare, adsensio omnis illa elabitur. Cic.Tusc.1,24Ist Herz, Blut oder Gehirn die Seele, so wird sie eben als etwas Körperliches mit dem übrigen Körper untergehen; ist sie Hauch, so wird sie vielleicht sich zerstreuen; wenn Feuer, erlöschen; wenn des Aristoxenos Harmonie, sich auflösen. Was sage ich von Dikaiarch, der geradezu behauptet, die Seele sei nichts? Allen diesen Ansichten zufolge kann nach dem Tod nichts mehr Beziehung auf irgend einen haben; denn zugleich mit dem Leben geht die Empfindung verloren; und ohne Empfindung gibt es nichts für uns, dass uns irgendwie anregte. Die Ansichten der übrigen gewähren Hoffnung, wenn dich dies etwa erfreut, dass die Seelen nach ihrem Austritt aus dem Körper in den Himmel als ihren eigentümlichen Wohnort gelangen können. – Gewiss erfreut mich dies; und ich wünsche an erster Stelle, dass es so sei, und dann,, falls es nicht so wäre, dass ich doch die Überzeugung gewänne. – Nun, was bedarfst du unserer Hilfe? Können wir es an Beredsamkeit dem Platon zuvortun? Schlage mit Sorgfalt sein Buch über die Seele auf und du wirst nichts weiter zu wünschen haben. – Das habe ich wahrlich schon, und mehr als einmal getan. Aber ich weiß nicht wie, während des Lesens stimme ich bei; lege ich das Buch weg und denke ich bei mir selbst über die Unsterblichkeit nach, so entschwindet alle jene Zustimmung. –
[Cic.Tusc.1,58,1] cumque nihil esset, ut omnibus locis a Platone disseritur — nihil enim putat esse, quod oriatur et intereat, idque solum esse, quod semper tale sit, quale est, (idean appellat ille, nos speciem) —, non potuit animus haec in corpore inclusus adgnoscere, cognita attulit; Cic.Tusc.1,58,1Überhaupt, da es ein Nichts gibt, wie sich Platon überall äußert — denn ein Nichts ist ihm, was entsteht und wieder vergeht, während das allein Ist, was immer so ist, wie es ist (das nennt er Idee, wir Urbild): so konnte die Seele, im Körper eingeschlossen, von dergleichen nicht die Kenntnis erwerben;
[Cic.Tusc.1,64,2] philosophia vero, omnium mater artium, quid est aliud nisi, ut Plato, donum, ut ego, inventum deorum? Cic.Tusc.1,64,2Die Philosophie endlich, die Mutter aller Wissenschaften, was ist sie anderes als, wie Platon sagt, ein Geschenk, wie ich, eine Erfindung der Götter?
Pythagoras mihi si diceret aut Socrates aut Plato: 'Quid iaces aut quid maeres aut cur succumbis cedisque fortunae? quae pervellere te forsitan potuerit et pungere, non potuit certe vires frangere. Cic.Tusc.3,36,1Ja, wenn Pythagoras zu mir spräche oder Sokrates oder Platon: "Warum liegst du darnieder oder was jammerst du oder warum unterwirfst du dich und weichst dem Geschick? Es hätte dich vielleicht durchrütteln und stechen, doch nicht dir die Kräfte brechen können.
Ultimas terras lustrasse Pythagoran Democritum Platonem accepimus; ubi enim quicquid esset, quod disci posset, eo veniendum iudicaverunt. Cic.Tusc.4,44,5Wie wir wissen, besuchten Pythagoras, Demokrit, Platon die entferntesten Länder; denn sie urteilten, wo etwas zu lernen sei, dahin müsse man kommen.
Non ego iam cum huius vita, qua taetrius, miserius, detestabilius excogitare nihil possum, Platonis aut Archytae vitam comparabo, doctorum hominum et plane sapientium: Cic.Tusc.5,64,1Nicht will ich jetzt mit dessen Leben, dem hässlichsten, elendesten, abscheulichsten, das ich mir denken kann, das Leben eines Platon oder Archytas vergleichen; das waren gelehrte und wirklich weise Männer; .
Timotheum, clarum hominem Athenis et principem civitatis, ferunt, cum cenavisset apud Platotiem eoque convivio admodum delectatus esset vidissetque eum postridie, dixisse: "Vestrae quidem cenae non solum in praesentia, sed etiam postero die iucundae sunt." Quid quod ne mente quidem recte uti possumus multo cibo et potione completi? Cic.Tusc.5,100,2Von Timotheus, einem berühmten Athener und einem der Ersten im Staat erzählt man, als er bei Platon zu Abend gegessen und ihm dieses Mahl sehr geschmeckt hatte, sagte er zu jenem, als er ihn am anderen Tag wieder sah: "Eure Mahlzeiten sind nicht bloß für den Moment, sondern auch am nächsten Tag angenehm." – Bedenke aber auch, dass wir nicht einmal unseren Geist recht brauchen können, wenn wir zu viel gegessen und getrunken haben.
Aut Plato Xenocratem vincebat aut Polemo Arcesilam, quo esset beatior? Cic.Tusc.5,109,2Oder war Platon glückseliger als Xenokrates, oder Polemon als Arkesilas?
[Cic.Tusc.1,39] Platonem ferunt, ut Pythagoreos cognosceret, in Italiam venisse et didicisse Pythagorea omnia primumque de animorum aeternitate, non solum sensisse idem quod Pythagoram, sed rationem etiam attulisse. quam, nisi quid dicis, praetermittamus et hanc totam spem inmortalitatis relinquamus. An tu cum me in summam exspectationem adduxeris, deseris? errare mehercule malo cum Platone, quem tu quanti facias scio et quem ex tuo ore admiror, quam cum istis vera sentire. Cic.Tusc.1,39Übrigens gaben die alten Pythagoreer gar nicht leicht einen Beweis für ihre Ansichten, außer wenn sich der Gegenstand durch Zahlen und mathematische Konstruktion entwickeln ließ. Platon kam, wie erzählt wird, die Pythagoreer kennen zu lernen, nach Italien, wurde mit dem pythagoreischen System bekannt und machte nicht nur in die Idee des Pythagoras von der Ewigkeit der Seelen zu der seinigen, sondern er war auch der erste, der einen Beweis dafür beibrachte. Doch lassen wir das, wenn du meinst, unberührt, und wenden wir uns nun ganz hinweg von der Hoffnung auf Unsterblichkeit! – Wie doch? Meine Erwartung willst du aufs höchste gesteigerte haben und nun nicht verlassen? Wahrlich, ihren billig lieber mit Platon, dem von dir so hoch geschätzten und von mir nach deinem Vorgang bewunderten Mann, als mit anderen Philosophen die Wahrheit erkennen. –
Konnte hier keine weiteren Belege finden
Konnte hier keine weiteren Belege finden
Konnte hier keine weiteren Belege finden