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Systematische Grammatik der griechischen Sprache

Lautlehre

Spiritus, Lesezeichen, Akzent, Enklitikon

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  1. Hauchzeichen (Spiritus)
    Als 403 v. Chr. das ionische Alphabet in Attika verbindlich wurde, war das Zeichen H bereits als ἦτα vergeben. Man teilte es deswegen auf (⊢, ⊣) und erhielt so zwei Hauchzeichen ("spiritus"), aus denen sich der "spiritus asper" und "spiritus lenis" entwickelten. 
    asper οὗτος ὁ ἥρως, αὕτη ἡ ῥητορική, Ἱέρων οὐχ ἥκει
    lenis ᾿ εἰς Ἰωνίαν ἦλθον, ᾠδῆς ἀκούω

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  1. Lesezeichen 
    1. Apostroph Kennzeichnung der Elision in der Wortfuge zur Hiatvermeidung: οἱ δ’ φίλοι, ἀπ’ ἐμοῦ, ὑφ’ ὑμῶν
    2. Koronis Kennennzeichnung der Krasis (Vokalverschmelzung): τἆλλα (= τὰ ἄλλα), ὡς ἐγᾦμαι (= ὡς ἐγὼ οἶμαι), προὔλεγον (= προ-έλεγον)
    3. Trema ("Loch"), quer liegender Doppelpunkt auf dem zweiten Vokal einer Vokalverbindung, der anzeigt, dass kein Diphtong, sondern zwei einzelne Vokale zu sprechen sind: πραΰς, Ἀτρεΐδης
    4 Interpunktion
    • Punkt und Komma wie im Deutschen. 
    • Ausrufezeichen fehlt
    • Anführungszeichen bleiben oft weg
    • Kolon für deutschen Strichpunkt und Doppelpunkt (τις·) 
    • Semikolon steht für deutsches Fragezeichen (τίς;)
    • Das Trema entfällt, wenn die Leseweise schon durch Spiritus oder Akzent deutlich wird: ἄυπνος, ἐύ

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  1. Der Akzent
      antepaenultima
    (drittletzte Silbe)
    paenultima
    (vorletzte Silbe)
    ultima
    (letzte Silbe)
    Akut άαᾰ 
    (proparoxytonon)
    αάα
    (paroxytonon)
    ααά
    (oxytonon)
    Gravis --- --- ααὰ
    (oxytonon)
    Zirkumflex --- αᾶᾰ 
    (properispomenon)
    ααᾶ
    (perispomenon)
      (barytona)  
    1. Es gibt drei Akzente (Akut, Gravis, Zirkumflex), drei Tonsilben (ultima, paenultima, antepaenultima) und fünf nach Akzent differenzierte Wortbezeichnungen.
    2. Der Akut kann auf jeder der drei letzten Silben stehen, auf der drittletzten nur, wenn die letzte kurz ist.
    3. Der Gravis steht (statt des Akuts) nur auf der letzten Silbe eines Wortes, wenn ein weiteres Wort ohne Interpunktion folgt.
    4. Der Zirkumflex kann nur auf den beiden letzten letzten Silben stehen, wenn sie lang sind. Auf der zweitletzten nur, wenn die letzte zusätzlich kurz ist.
    5. Als Barytona bezeichnet man alle nicht endbetonten Wörter.
    6. Atona (Proklitika) sind 10 Wörter ohne Akzent: ὁ, ἡ, οἱ, αἱ, ἐν, εἰς, ἐξ (ἐκ), ὡς, εἰ, οὐ
    7. Enklitika lehnen sich eng an ein vorausgehendes Wort an und verändern dabei auch ihren Akzent.
    8. Bei Elision in der Wortfuge
      1. verlieren endbetonte Präpositionen (ἀπ’ ἐμοῦ) und Konjunktionen (ἀλλ’ ἡμεῖς) ihren Akzent:
      2. bei anderen Wörtern steht ersatzweise ein Akut auf der vorherghenden Silbe: Φθείρουσιν ἤθη χρήσθ’ ὁμιλίαι κακαί.
    9. Bei der Krasis (Verschmelzung eines auslautenden und eines anlautenden Vokals) wird der Akzent durch das zweite Wort bestimmt: τὸ ἐναντίον τοὐναντίον
      ὁ ἀνήρ —> ἁνήρ καὶ ἄν —> κἄν τὰ ἕτερα —> θἄτερα καὶ εἶτα —> κᾆτα
      Eine Ausnahme von dieser Akzentregel ist τὰ ἄλλα —> τἆλλα

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  1. Das Enklitikon
    αάα αά
    αάα αᾶ
    φίλοι τινές
    φίλων τινῶν
    1. Enklitika sind:
      • Singularia des Personalpronomens: μου, μοι, με, σου, σοι, σε (οὑ, οἱ, ἑ)
      • Alle Formen des Indefinitpronomens τις
      • die zweisilbigen Formen von εἰμί und φημί.
      • Die indefiniten Pronominaladverbien που, ποι, ποθέν, ποτέ, πως, πῃ
      • Die Partikel γε, τε, τοι, νυν, περ, πω
    2. Atona erhalten vor Enklitika einen Akut.
    3. Folgen mehrere Enklitika hintereinander, so reicht jedes folgende Enklitikon seinen Akzent an das jeweils vorausgehende Enklitikon weiter: εἶπόν πού τινές ποτε ταῦτα
    4. Enklitika werden gegen die Regel betont, wenn sie
      • am Satzanfang stehen: φησὶ γὰρ Σωκράτης
      • nach einer Elision: καλὸς δ’ ἐστίν
      • bei starker Hervorhebung: καὶ ἐμὲ καὶ σέ
      • Formen von εἶναι, wenn es verbum substantivum ist.
    ααά αα
    ααᾶ αα
    σοφοί τινες
    σοφῶν τινες 
    άαά αα ἄνθρωποί τινες
    αᾶά αα ἑταῖροί τινες

 

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Sententiae excerptae:
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