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Beleg gesucht für: mirum
Belege des Suchbegriffs aus ausgewählten Texten (vollständig: Caes.Gall., Cic.Arch., Cic.S.Rosc., Cic.Lael.)
Anzahl der Treffer: 19
sibi autem mirum videri, quid in sua Gallia, quam bello vicisset, aut Caesari aut omnino populo Romano negotii esset. Caes.Gall.1,34,4Übrigens wundere er sich, was Cäsar oder überhaupt das römische Volk in seinem Teil Galliens zu suchen habe, der nach dem Kriegsrecht ihm zustehe.
Hac oratione habita mirum in modum conversae sunt omnium mentes summaque alacritas et cupiditas belli gerendi iniecta est, Caes.Gall.1,41,1Durch diese Rede wurden alle auf wunderbare Weise umgestimmt und es ergriff sie höchste Begeisterung und Kampfeslust.
neque mirum: ubi vos separatim sibi quisque consilium capitis, ubi domi voluptatibus, hic pecuniae aut gratiae servitis, eo fit, ut impetus fiat in vacuam rem publicam.  Sall.Cat.52,23Kein Wunder! Wenn ihr jeder nach seinem Sonderinteresse eure Entschließungen trefft, wenn ihr zu Hause dem Vergnügen, hier dem Gold oder der Liebdienerei frönt, - nun daher kommt es, dass der Staat das wehlose Ziel frecher Angriffe wird.
sed ne cui vestrum mirum esse videatur, me in quaestione legitima et in iudicio publico, cum res agatur apud praetorem populi Romani, lectissimum virum, et apud severissimos iudices, tanto conventu hominum ac frequentia hoc uti genere dicendi, quod non modo a consuetudine iudiciorum verum etiam a forensi sermone abhorreat, quaeso a vobis, ut in hac causa mihi detis hanc veniam accommodatam huic reo, vobis, quem ad modum spero, non molestam, ut me pro summo poeta atque eruditissimo homine dicentem hoc concursu hominum litteratissimorum, hac vestra humanitate, hoc denique praetore exercente iudicium, patiamini de studiis humanitatis ac litterarum paulo loqui liberius et in eius modi persona, quae propter otium ac studium minime in iudiciis periculisque tractata est, uti prope novo quodam et inusitato genere dicendi. Cic.Arch.3.aDamit es aber keiner von euch verwunderlich finde, dass ich bei einer gesetzlichen Untersuchung und einem öffentlichen Anklageprozess, wo die Sache vor dem Prätor des römischen Volkes, einem Mann von größter Geradheit und Folgerichtigkeit, und vor sehr strengen Richtern verhandelt wird, bei einer so zahlreichen Versammlung von Anwesenden, eine solche Art des Vortrags wähle, die nicht allein der Gewohnheit bei Gerichten, sondern auch der Redeweise des Forums fremd ist, so bitte ich euch, dass ihr mir in dieser Sache eine Vergünstigung gewährt, die diesem Beklagten angemessen und euch, wie ich hoffe, nicht beschwerlich ist, dass ihr mir nämlich hier, wo ich für einen großen Dichter und Gelehrten zu sprechen habe, in diesem zahlreichen Kreis sehr unterrichteter Menschen, bei der Bildung die ihr selbst besitzt, wo endlich dieser Prätor das Gericht leitet, vergönnt, erlaubt, mich über die Studien der Wissenschaften, die zur allgemeinen Bildung gehören, etwas freier zu verbreiten, und bei einem solchen Charakter, der wegen seiner gelehrten Muße in Prozessen und Anklagen durchaus noch nie Gegenstand einer Verhandlung gewesen ist, eine fast neue und ungewöhnliche Art des Vortrags anzuwenden.
Quod si tanta vis probitatis est, ut eam vel in iis, quos numquam vidimus, vel, quod maius est, in hoste etiam diligamus, quid mirum est, si animi hominum moveantur, cum eorum, quibuscum usu coniuncti esse possunt, virtutem et bonitatem perspicere videantur? Cic.Lael.29.aWenn nun die Rechtschaffenheit so viel über uns vermag, dass wir sie auch an solchen Personen, die wir noch nie gesehen haben, oder, was noch mehr sagen will, sogar am Feind hochschätzen, was Wunder, wenn auf menschliche Gemüter die Beobachtung der Tugend und Rechtschaffenheit derjenigen einen Eindruck macht, deren Umgang sie genießen können?
Ab his qui pecudum ritu ad voluptatem omnia referunt longe dissentiunt, nec mirum; Cic.Lael.32.aÜber das alles denken freilich diejenigen ganz anders, die nach Art der Tiere alles auf das sinnliche Vergnügen beziehen (Epikureer); wer wollte sich darüber wundern?
quod adhuc vos ignorare non mirum est, propterea quod consulto ab accusatoribus eius rei, quae conflavit hoc iudicium, mentio facta non est. Cic.S.Rosc.5.cEs ist nicht zu verwundern, wenn ihr dies noch nicht wisst, da absichtlich von den Anklägern der Gegenstand, der diese Gerichtsverhandlung veranlasst hat, nicht erwähnt wurde.
neque enim mirum, cum eodem tempore et ea, quae praeterita sunt, reparet et ea, quae videntur instare, praeparet, cum et pacis constituendae rationem et belli gerendi potestatem solus habeat, cum omnes in unum spectent, unus omnia gubernet, cum tot tantisque negotiis distentus sit, ut respirare libere non possit, si aliquid non animadvertat, cum praesertim tam multi occupationem eius observent tempusque aucupentur, ut, simul atque ille despexerit, aliquid huiusce modi moliantur. Cic.S.Rosc.22.aEs ist ja auch nicht verwuderlich, wenn etwas von ihm unbemerkt bleibt, da er zugleich die Vergangenheit herstellt und die mögliche Zukunft vorbereitet, da er allein die Sorge für die Herstellung des Friedens und die Gewalt der Kriegsführung trägt, da alle auf ihn allein sehen, er allein alles leitet, da er sich unter so viele und so wichtige Geschäfte teilen muss, dass er nicht frei atmen kann, zumal da so viele die Zeit beobachten, wo er beschäftigt ist, und auf den Augenblick lauern, um etwas von der Art durchzusetzen, sobald er das Auge abwendet.
'domum suam istum non fere quisquam vocabat.' nec mirum, qui neque in urbe viveret neque revocaturus esset. Cic.S.Rosc.52.e"Fast niemand lud ihn in sein Haus ein." Kein Wunder, da er weder in der Stadt lebte, noch die Einladung hätte erwidern können.
nisi hoc mirum est, quod vis divina adsequi non possit, si id mens humana adepta non sit. Cic.S.Rosc.131.cEs müsste denn nur zu verwundern sein, dass der menschliche Geist dies nicht erstreben konnte, was für die göttliche Kraft unerreichbar war.
Difficile et mirum, Rhodio quod Pitholeonti Hor.sat.1,10,22.Und für wunderbar gilt, was Pitholeon selber aus Rhodus
Matrem: nil faciet sceleris pia dextera — mirum, Hor.sat.2,1,54.Scaeva lebt, ihr tut nichts Leides die kindliche Rechte;
2014.10.26 Ioannes-Georgius Maaßen, praeses muneris ab constitutione protegenda de gliscente iuvenum numero, qui se in Germania gregi salafistarum adiungunt, sollicitus est. Cum paucis annis ante duo milia octingenti salafistarum numerarentur, usque ad huius anni finem septem milia computatum iri satis apparet. Conquisitio salafistarum spectat ad iuvenes sexus virilis, quorum parentes plerumque in Germaniam immigraverunt, qui aut in schola persequenda aut in genere vitae degendo repulsas acceperunt. Eis praecipue, qui nunc inferioris virtutis esse sibi videntur, ante oculos ponunt, eos, si modo ad bellum proficiscentur, summis laudibus dignos fore. Mirum est neque innocuum, quomodo id temporis aliae catervae adulescentium rabidorum et nationem immoderate colentium, quarum altera alteri adhuc inimica erat, coalescant, ut salafistas impugnent. Quaeritur plerumque, quibus defectibus adulescentes seductibiles laborent, num nostra societas ipsa vitiosa sit, raro quaeritur. 2014.10.26Hans-Georg Maaßen, der Präsident des Amtes für Verfassungsschutz ist über die rapide ansteigende Zahl junger Menschen besorgt, die sich in Deutschland den Salafisten anschließen. Während wenige Jahre zuvor 2800 Salafisten gezählt wurden, ist als sicher zu erwarten, dass es am Ende dieses Jahres 7000 sein werden. Die Anwerbung der Salafisten zielt auf junge Männer mit Migrationshintergrund, die in der Schule oder im Beruf Misserfolge hatten. Besonders denen, deren Selbstwertgefühl angeknackst scheint, stellen sie in Aussicht, sofern sie nur in den Krieg ziehen, höchste Anerkennung zu gewinnen. Auffällig und nicht ungefährlich ist, wie sich zur Zeit andere Gruppen nationalistisch gesinnter Hooligans, die bisher verfeindet waren, zusammenschließen (HoGeSa), um gegen Salafisten vorzugehen. Man fragt meistens, welche Mängel die verführbaren jungen Leute haben; ob unsere Gesellschaft selbst Fehler hat, wird selten gefragt.
[26,4] Sed cum primum, ut aeque placuerat, conscio lumine vultus eius aspexi, video mirum divinumque prorsus spectaculum, ipsum illum deae Veneris filium, ipsum inquam Cupidinem, leni quiete sopitum. (Apul.met.5,26,4) Apul.met.5,26,4[26,4] Als ich mich nun dazu anschickte und mit der Lampe in der Hand – gleichfalls nach eurem Rat – sein Gesicht erblickte, sehe ich den unerwartetsten himmlichsten Anblick: Lag doch der Sohn der Göttin Venus, Amor selbst, in sanfter Ruhe schlummernd da!
[Cic.rep.10111] maximeque hoc in hominum doctorum oratione mihi mirum videri solet, quod, qui tranquillo mari gubernare se negent posse, quod nec didicerint nec umquam scire curaverint, iidem ad gubernacula se accessuros profiteantur excitatis maximis fluctibus.  Cic.rep.1,11Und da kommt mir immer besonders das in den Äußerungen jener gelehrten Männer sonderbar vor, dass sie zwar eingestehen, sie verstünden das Staatschiff selbst bei ruhigem Meer nicht zu lenken, da sie dies weder gelernt, noch sich um diese Kenntnis bemüht hätten, aber von sich sagen, sie würden sich an das Steuerruder stellen, wenn die Fluten am höchsten aufwallten.
divus Iulius seditionem exercitus verbo uno compescuit, Quirites vocando, qui sacramentum eius detrectabant: divus Augustus vultu et aspectu Actiacas legiones exterruit: nos, ut nondum eosdem, ita ex illis ortos, si Hispaniae Syriaeve miles aspernaretur, tamen mirum et indignum erat. primane et vicesima legiones, illa signis a Tiberio acceptis, tu tot proeliorum socia, tot praemiis aucta, egregiam duci vestro gratiam refertis? Tac.ann.1,42,3.Der göttliche Julius hat mit einem Wort ein empörtes Heer bezähmt, indem er Quiriten nannte, die ihrem Fahneneid untreu werden wollten. Der göttliche Augustus hat mit Miene und Blick die Legionen von Actium erbeben lassen! Und mich - zwar bin ich noch nicht, was jene, nenne mich aber doch einen Spross ihres Stammes - mich sollen - es wäre schon auffallend und empörend, wenn ein spanisches oder syrisches Heer mich so schnöde behandelte - mich sollen diese Legionen - du erste dort mit den Feldzeichen aus der Hand des Tiberius, du zwanzigste hier, die du mit ihm in so viele Schlachten gegangen, so hoch von ihm geehrt und belohnt worden bist? - Das ist ein schöner Dank, den ihr eurem Führer darbringt!
Sed mirum quam inter diversi generis, ordinis, aetatis, sexus ditis, pauperes taciturnitate omnia cohibita sint, donec proditio coepit e domo Scaevini; qui pridie insidiarum multo sermone cum Antonio Natale, dein regressus domum testamentum obsignavit, promptum vagina pugionem, de quo supra rettuli, vetustate obtusum increpans asperari saxo et in mucronem ardescere iussit eamque curam liberto Milicho mandavit. Tac.ann.15,54,1.Zu verwundern ist, wie Leute, so verschiedenartig nach Geburt, Stand, Alter und Geschlecht, reich und arm, alles so schweigsam bewahrt haben, bis der Verrat von dem Haus des Scaevinus ausging. Dieser hatte am Tag vor der Ausführung eine lange Unterredung mit Antonius Natalis; dann kehrte er nach Hause zurück, besiegelte sein Testament, zog den oben erwähnten Dolch aus der Scheide und schimpfte, dass er vor Alter stumpf sei, und gab Befehl, ihn am Stein zu wetzen und scharf zuzuspitzen; damit beauftragte er den Freigelassenen Milichus.
[Cic.Tusc.2,11,1] M: Minime mirum id quidem. Nam efficit hoc philosophia: medetur animis, inanes sollicitudines detrahit, cupiditatibus liberat, pellit timores. Cic.Tusc.2,11,1M: Kein Wunder! Dies bewirkt die Philosophie: sie heilt die Seele, nimmt nichtigen Kummer, befreit von Begierden, treibt alle Furcht aus.
Tum is qui illa coxerat: "Minime mirum; condimenta enim defuerunt." Cic.Tusc.5,98,3Hierauf der Koch: gar kein Wunder; denn es fehlte die Würze.
Konnte hier keine weiteren Belege finden
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  Putin mirum esse dixit Russis Vasingtoniam proficiscendum esse, si cum civitatibus Europaeis res internas moderari vellent. lc201507Putin erklärte, es sei sonderbar, dass die Russen, wenn sie Interna mit den europäischen Staaten regeln wollten, nach Washington fahren müssten.
17.08.2015  Duma est Syriaca urbs, quae XIII chiliometra a Damasco capite in borealem orientem vergens abest. Quae urbs ex duobus annis a rebellibus tenetur eorumque arx existimatur. Ex locis ei circumiacentibus Damascus iam saepius missilibus petita est. Itaque de hac urbe vehementer dimicatur. Hesterno Solis die copiae regiminis foro Dumae hominibis repleto quattuor ictus aerios separatis temporibus imponentes LXXX homines interfecerunt, CC vulneraverunt. Minime mirum, si in diem plures homines se in Europam, quam tutam ducunt, recipere temptant. lc201508Die syrische Stadt Duma ist 13 km in nord-östlicher Richtung von Damaskus entfernt. Sie ist seit zwei Jahren in den Händen der Rebellen und gilt als deren Hochburg. Aus ihrer Umgebung wurde Damaskus schon häufiger mit Raketen angegriffen. Daher ist die Stadt heftig umkämpft. Am gestrigen Sonntag haben die Regierungtruppen den belebten Marktplatz mit vier zeitlich getrennten Luftschlägen belegt und dabei 80 Menschen getötet und 200 verletzt. Kein Wunder, dass sich täglich mehr Menschen nach Europa, das sie für sicher halten, retten wollen.
05.09.2015  Si adhuc bellum civile in Syria facile componi ac molimina Islamici Status profligari posse speraveras, si modo Americani et Russi idem vellent atque idem nollent, tibi istam spem redintegrare licet. Consortium enim Radiodiffusionum Publicarum Germaniae (ARD) refert, Vladimirum Putin Vladivostokii publice auspicatum esse posse fieri, ut Russi internationalis coalitionis, quae Americanis ducibus Islamico Statui ictus aerios imponit, participes fierent. Putin se ea de re cum praeside Obama, cum praeside Erdogan, cum repraesentantibus Arabiae Saudianae, Iordaniae, Aegypti se in sermones dedisse dixit. Quam spem autem renovatam, nullo motu perturbatam esse mirum sit. Mirum enim esset, nisi praeses Russicus etiam aliud quid praeter incommodum Islamici Status sequeretur: Primum enim semper melius est partem rerum gerendarum esse, quam tacitum perferre, quae alii decreverint. Deinde Putin cordi sit, internationalem isolationem superare, quam sibi ex annexione Crimaeae et ex societate cum Ucranicis separatistis consciverit. Denique praeses Putin, similiter atque Turcae simulatione Islamistarum impugnandorum suos vere hostes (PKK) oppugnabant, speciem quaerat, ut suum verum socium Bashar al Assad in summo discrimine versantem tueatur, et, ne quid mali perpetiatur, impediat. Sed spes, ut dicitur, ultima perit. lc201509Wenn man bisher der Meinung war, der syrische Bürgerkrieg könne leicht beigelegt und die Machenschaften des IS zunichte gemacht werden, sofern nur die Amerikaner und Russen an einem Strang zögen, so darf man neue Hoffnung schöpfen. Denn die ARD berichtet, Wladimir Putin habe in Wladiwostok laut darüber nachgedacht, dass Russland der Internationalen Koalition beitreten könne, die unter der Führung der Amerikaner dem IS Luftschläge versetzt. Putin sagte, er habe darüber Gespräche mit Präsident Obama, Präsident Erdogan und Vertretern Saudiarabiens, Jordaniens und Ägyptens angeknüpft. Dass diese neue Hoffnung aber ungetrübt wäre, wäre wohl zu verwundern. Es wäre nämlich seltsam, wenn der russische Präsident neben der Schädigung des IS nicht noch Nebenabsichten verfolgte: Zunächst ist es nämlich immer besser, Teil des Geschehens zu sein, als stillschweigend hinzunehmen, was andere beschlossen haben. Dann dürfte Putin daran gelegen sein, die internationale Isolation, die er sich durch durch die Annexion der Krim und sein Bündnis mit den ukrainischen Separatisten zugezogen hat, zu überwinden. Endlich dürfte Präsident Putin auch, ähnlich wie die Türkei unter dem Vorwand gegen den IS zu kämpfen, ihre eigentlichen Feinde (die PKK) bekämpft hat, einen Vorwand suchen, seinen eigentlichen Verbündeten, Baschar al Assad, in der größten Gefahr zu schützen und zu verhindern, dass ihm etwas passiert. Aber die Hoffnung stirbt, wie es heißt, zuletzt.
27.09.2015  Iraquia Islamicum Statum, qui spatiosas suae terrae et Syriae regiones teneat, oppugnans novum socium habere videtur: Ut Iraqui ipsi denuntiant, Vladimirus Putin non modo paratus est ad Bashar al-Assad tuendum et militariter adiuvandum, sed etiam una cum Syria et Irania aliquam partem militarium actionum in Iraquia attingere. Russi ad tres metas dirigere videntur: Primum in sollicitudine sunt, quod numerus concivium, qui Islamico Statui adhaerescant, augetur, deinde, ut maiorem gratiam in his regionibus consequantur, contendunt. Denique eis propositum est, ut isolatione internationali, in quam propter annexionem Crimeae inciderunt, se exsolvant. Mirum sit, ni etiam Americanis sollicitandum est. lc201509Der Irak scheint im Kampf gegen den Islamischen Staat, der weite Gebiete seines Landes und Syriens besetzt hält, einen neuen Verbündeten gefunden zu haben. Wie die Iraker selbst melden, ist Wladimir Putin nicht nur zum Schutz und zur militärischen Unterstützung von Baschar al-Assad bereit, sondern auch sich zusammen mit Syrien und dem Iran, sich an militärischen Aktionen im Irak zu beteiligen.Dabei scheinen die Russen drei Ziele zu verfolgen: Erstens sind sie in Sorge, weil die Zahl der Landsleute, die sich für den IS engagieren, steigt; dann möchten sie größeren Einfluss in dieser Gegend gewinnen und schließlich ist es ihr Ziel, sich aus der internationalen Isolation, in die sie wegen der Annexion der Krim gekommen sind, zu befreien. Kein Wunder, wenn auch die Amerikaner sich Sorgen machen müssen.
13.11.2015  In meridionali suburbio Beryti, ubi maximam partem Shiitae mansitant et organizatio Hezbollah multum valet, duo insidiatores suicidales duos globos displosivos quinque minutis interiectis diruperunt. Tertius insidiator suum pyrobolum non displodens aufugisse, quartus interfectus esse dicitur, antequam dirumpere potuit. Quibus duplicibus insidiis non modo multa aedificia afflicta, sed etiam non minus quam XLIII homines lacerati et ad CCXL vulnerati sunt. Custodes publici et medici obvii valetudinarii ab accolis, ut auxiliaribus viam vacuarent et sanguinem largirentur, petiverunt. Cum Hezbollah-militantes cum Bashar al-Assad consociati sint et una cum eius copiis pugnent, mirum est Libanenses tam diu adhuc fragili quiete fructos esse. Tromocratica militia Islamici Status responsibilitatem in se recepit. lc201511In einer südlichen Vorstadt von Beirut, wo hauptsächlich Schiiten wohnen und die Hisbollah viel Einfluss hat, haben zwei Selbstmordattentäter im Abstand von fünf Minuten zwei Sprengsätze zur Explosion gebracht. Ein dritter Attentäter ist angeblich, ohne seine Bombe zu zünden, geflohen, ein vierter wurde, bevor er ihn zünden konnte, erschossen. Durch diesen Doppelanschlag wurden nicht nur viele Gebäude beschädigt, sondern mindestens 43 Leute zerfetzt und ungefähr 240 verletzt. Die Polizei und die Ärzte eines nahe gelegenen Krankenhauses forderten die Anwohner auf, für die Helfer die Straße freizuhalten und Blut zu spenden. Weil die Kämpfer der Hisbollah mit Baschar al-Assad verbündet sind und an der Seite seiner Truppen kämpfen, ist es verwunderlich, dass die Libanesen bis jetzt so lange ihre brüchige Ruhe hatten. Die Terrormiliz des IS hat die Verantwortung übernommen.
15.11.2015  Primo post insidias Parisiacas die homines in Francogallia et insuper in tota Europa maerore proiecti, sed etiam ira incensi mortuorum, vulneratorum eorumque familiarum meminerant, donec ubique ratiocinatio, quantum esset periculum, ne talia hic aut alibi denuo accidere possent, acerbitatibus antevortit. Vix quemquam reperias, quin istam caedem condemnaret, nisi machinatores ipsos, qui suam petitionem fortunatam vocabant, et Bashar al-Assad, qui causam moliminis a falsa Francogallorum politia repetivit. Mirum ni etiam alterum Syriacum colloquium eo ipso die Viennae habitum his rebus commotum esset. Nam ibi inter Americanos et Russos et XV alias civitates opinione celerius de principiis belli civilis in Syria componendi convenisse dicitur: Intra sex menses regimen transitorium esse confirmandum, cuius etiam repraesentantes oppositionis participes esse deberent. Cui novae administrationi electiones generales intra duodecim sequentes menses praeparandas esse. Is fuerit magnus progressus, nisi proverbium "dimidium esse facti coepisse" mentitur. lc201511Am ersten Tag nach den Anschlägen in Paris gedachten die Menschen in Frankreich und darüber hinaus in ganz Europa, erfüllt von Trauer, aber auch voll Zorn der Toten und Verwundeten und ihrer Familien, bis allenthalben das Gefühl der Bitterkeit durch die Überlegung verdrängt wurde, wie groß die Gefahr sei, dass sich Derartiges hier oder anderswo wiederholen könne. Man wird kaum einen finden, der dieses Massaker nicht verurteilt, außer den Drahtziehern selbst, die ihr Attentat “beseligt” nannten und Baschar al-Assad, der die Ursache für den Anschlag in der falschen Politik Frankreichs fand. Es wäre verwunderlich, wenn nicht auch die zweite Syrienkonferenz, die genau an diesem Tag in Wien abgehalten wurde, unter dem Eindruck dieser Ereignisse gestanden hätte. Denn dort einigten sich, wie berichtet wird, Amerikaner, Russen und 15 weitere Staaten überraschend schnell auf die Grundlinien der Beilegung des Bürgerkrieges in Syrien: Innerhalb von sechs Monaten sei eine Übergangsregierung zu bilden, an der auch Vertreter der Opposition beteiligt sein müssten. Aufgabe dieser neuen Verwaltung sei es, innerhalb der folgenden zwölf Monate allgemeine Wahlen vorzubereiten. Dies dürfte ein großer Fortschritt sein, wenn das Sprichwort “Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen” nicht lügt.
14.12.2015  Lutetiam Parisiorum praestantes repraesentantes omnium fere orbis civitatum convenerant, ut per duas septimanas de climate mundano stabiliendo disceptarent et foedere se obstringerent. Quod multi futurum speraverant, pauci, ut fieri posset, confisi erant, factum est: Fenestra ad carbonem, petroleum, gasum reicienda patefacta est. Mirum, ni, quibus felix exitus debetur, gaudio triumphare coepissent. Praeses Franciscus Hollande: "Lutetiae multae revolutiones acciderunt, sed hodierna pulcherrima et omnium pacalissima facta est: ea pro climate protegendo. Vivant Unitae Nationes, vivat stella nostra, vivat Francogallia!" Alii pactionem "rem memoria dignam" (Hendricks, Schulz) vel "cumulum artis politicae" vel "cardinem condicionum rerum humanarum" (Obama) celebrant. Relinquitur, ut postera rerum progressio praesenti gaudio triumphali respondeat. lc201512Die herausragenden Repräsentanten fast aller Länder der Welt hatten sich in Paris versammelt, um zwei Wochen lang über den Weltklimaschutz zu diskutieren und einen verbindlichen Vertrag zu schließen. Was viele erhofft, aber nur wenige für möglich gehalten hatten, ist eingetreten: Der Weg zur Abkehr von Kohle, Erdöl und Gas ist gebahnt. Kein Wunder, dass die, denen der Erfolg geschuldet wird, in Jubel ausbrachen. Präsident Francois Hollande: "In Paris hat es viele Revolutionen gegeben, aber die heutige ist die schönste und allerfriedlichste. Es leben die Vereinten Nationen, es lebe unser Planet, es lebe Frankreich!" Andere preisen das Abkommen als "historisch" (Hendricks, Schulz) oder als "Glanzleistung der Diplomatie" oder als "Wendepunkt für die Welt" (Obama). Es fehlt nur noch dass die spätere Entwicklung der Dinge dem jetzigen Jubel entspricht.
16.12.2015  Fama fert nazistas Germanicos anno MCMXLV ineunte, cum Exercitum Rubrum appropinquantem effugere darent operam, tramen ferriviarium CCC tonnis auri onustum in Silesia Inferiore sub terrae aggerationem vel in fodinam abdidisse. Minime mirum, si multi cogitatione sibi quid depingebant. Postremo Polonus quidam et Germanus, qui se scientistas rerum gestarum profitentur, se id tramen invenisse contendentes ingentem hominum famem auri excitaverant. Nunc scientistae universitatis Cracoviensis ne vestigium quidem traminis ibi (inter Vratislaviam et Waldenburgum) reperiri posse asseruerunt. Auctoribus autem et amatoribus huis famosae fabulae id nondum persuadere quiverunt. lc201512Es gibt das Gerücht, dass die deutschen Nazis zu Beginn des Jahres 1945, als sie vor der heranrückenden Roten Armee fliehen wollten, einen mit 300 Tonnen Gold beladenen Zug unter einer Erdaufschüttung oder in einem Bergwerk versteckt hätten. Kein Wunder, dass dies die Phantasie vieler Leute anregte. Zuletzt hatten ein Pole und ein Deutscher, die sich als Historiker ausgeben, behauptet, diesen Zug gefunden zu haben, und einen riesigen allgemeinen Goldhunger ausgelöst. Nun haben Wissenschaftler der Universität Krakau behauptet, dass sich dort (zwischen Wroclaw und Walbrzych) nicht einmal die Spur eines Zuges finden lasse. Die Urhber und Liebhaber dieser Geschichte konnten sie allerdings noch nicht davon überzeugen.
06.08.2016  Donaldus Trump, postquam candidatus Republicanorum designatus est, aut ipse pluries adversariis latus apertum obdidit, aut se ab adversariis fustigari patiebatur: Ipse offendit parentes militis Muhametani in acie caesi; ipse temporibus belli Vietnamiensis tergiversatus esse dicebatur; ipse quaesivisse fertur, curnam is, cui arma nuclearia suppeditarent, ea non adhiberet. Alii: Baracus Obama eum et intellectum et mores, ut munere praesidis fungeretur, deficere dixit. W.E. Buffet, ille pecuniae collocator, vel simiam in chrematisterio plus pecuniae meriturum fuisse dixit. Etiam Republicani quidam, imprimis Paulus Ryan et Ioannes McCain, eum saepius castigabant. Germaniae administer Steinmeier eum proxime "odii praedicatorem" nominavit. Nunc Michael Morell, qui per triginta tres annos director vicarius Centrālis Intellegentiae Agentūrae (CIA) fuerat, eum praesidem factum nationalem Americae securitatem in discrimen vocaturum esse auguravit. Ne multis morer: quid mirum demoscopos eius sidus se inclinare observare? lc201608
24.08.2016  Mirum ni proximis diebus prope finem, qui Syros a Turcis dividit, de Syriaca urbe, cui nomen est Iarablus, proelio decertabitur. Turciae enim auctoritates cives oppositae urbis Carcamis dimoveri iusserunt et procul dubio impetum in urbem Iarablus parant. Sed cur nunc demum? Quae urbs usque adhuc a militantibus Islamici, qui dicitur, Status obtenta erat. Sed nunc eam perbrevi a Curdis, qui his diebus in Septentrionali Syria felicissime pugnant, captum iri verisimile videtur. Ita facile intellegitur Turcas minus Islamistas ex hac urbe velle depellere, quam prohibere, ne Curdi eandem expugnent. Et ambo, et Islamistae et Curdi, se impetum Turcarum repulsuros esse pronuntiaverunt. Quoniam Curdi fidem Americanorum sequuntur, mirae societates miraeque acies eveniunt: amici distrahuntur, inimici consociantur! lc201608
10.09.2016  Administri rerum externarum Foederatarum Civitatum et Russiae, ut in quibusdam Syriae regionibus, quas rebelles obtinerent, post solem diei Lunae occasum ab armis recederetur, inter se convenisse annuntiaverunt. Et rebelles et Syrium regimen se cessationem armorum respecturos esse indicaverunt. Praeterea duae potestates praepotentes septem diebus post commune centrum instituendum esse decreverunt, cuius esset moderatos rebelles a superbis distinguere, ictus aerios inter se coniungere, Islamicum Statum et Frontem al-Nusra debellare. Hoc mirum, ni Syriam gentem pacare maioris sit molis, ni haec pactio sit delusio oculorum. lc201609Die Außenminister der USA und Russlands haben sich, wie sie bekannt geben, darauf verständigt, dass in bestimmte Gebieten, die die Rebellen halten, ab Sonnenuntergang am Montag die Waffen schweigen. Sowohl die Rebellen als auch die syrische Regierung hätten zugesagt, sich an die Einstellung der Waffengewalt zu halten. Außerdem haben die beiden Großmächte beschlossen, sieben Tage später ein gemeinsames Zentrum einzurichten, dessen Aufgabe es sei, die gemäßigten Rebellen von den radikalen zu unterscheiden, die Luftschläge miteinander zu koordinieren und den islamischen Staat und die Al Nusra Front niederzuringen. Es würde mich nicht wundern, wenn es einer größeren Mühe bedürfte, das syrische Volk zu befrieden, und diese Vereinbarung mehr als Augenwischerei wäre.
08.10.2016  Ioannes Manuel Santos, praeses Columbianus, quamquam condiciones quidem pacis cum rebellium organizatione, quae "Farc" nominatur, pactus pacem ipsam ratam facere nequivit, praemio pacis Nobeliano honoratus est. Praemium eius pertinacia conamina ad diuturnum bellum civile componendum capta dignatur et spem alit ea conamina non omissum iri. Rodrigus Londono, qui causam rebellium egerat atque idem pactionem subscriperat, praesidi gratulatus est nec non et Cubae et Norvegiae grates egit. Eum a iudicibus, qui praemium decernunt, praemii non participem factum esse multis mirum videtur. Praeses Santos se praemium omnibus belli intestini victimis donaturum esse dixit. Permulti praestantes politici undique terrarum iudicium Ansloensium iudicum amplexi sunt. lc201610Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos wurde mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, obwohl es ihm zwar gelang, die Bedingungen eines Friedens mit den sogenannten Farc-Rebellen auszuhandeln, nicht aber den Frieden selbst in Kraft zu setzen. Der Preis würdigt seine unermüdlichen Bemühungen um die Beilegung des langjährigen Bürgerkrieges und nährt die Hoffnung, dass diese Bemühungen weitergehen. Rodrigo Londono, der die Sache der Rebellen vertreten und die Vereinbarung ebenfalls unterzeichnet hatte, gratulierte dem Präsidenten und dankte ausdrücklich auch Kuba und Norwegen. Dass er von den Preisrichtern keinen Anteil am Preis erhielt, verwundert viele. Präsident Santos sagte, er widme den Preis allen Opfern. Sehr viele hochrangige Politiker der ganzen Welt befürworteten die Wahl der Osloer Preisrichter.
31.10.2016  Qui tertium in his praeteritis tribus mensibus terrae motum in Italia Centrali iam omnia, quae subrui poterant, subruisse crediderat, quarto et omnium acerrimo delusus est, qui die Solis mane eandem regionem percussit atque, quae erecta deprehendit, solo tenus deiecit. In ruinarum numero est etiam mediaevalis basilica Sancti Benedicti in oppidulo Nursia, quod proximum epicentro situm est. Fortasse istius oppidi patronus, Sanctus Benedictus, prohibuit, ne quis mortem occumberet neve plus viginti homines vulnerarentur. Nec mirum est plerosque per hanc praeteritam noctem aut in autocinetis pernoctavisse aut sub divo tetendisse. lc201610Wer geglaubt hatte, dass das dritte Erdbeben in den letzen drei Monaten in Mittelitalen schon alles, was zum Einsturz gebracht werden könne, zum Einsturz gebracht habe, sah sich durch das vierte und schlimmste von allen, das am Sonntag Morgen, dasselbe Gebiet erbeben ließ und, was noch aufrecht stand, dem Erdboden gleich machte, getäuscht. Zu den eingestürzten Gebäuden zählt auch die mittelalterliche Kirche des St. Benedikt im Städtchen Norcia, das am nächsten zum Epizentrum liegt. Vielleicht hat der Schutzpatron dieser Stadt, der Hl. Benedikt, verhindert, dass es Todesopfer gab und mehr als zwanzig Verletzte. Kein Wunder, dass die meisten die vergangenen Nacht entweder in Autos verbrachten oder im Freien zelteten.
29.12.2016  Consilium Securitatis Unitarum Nationum die Veneris praeterito Americanis indifferentibus neque vetantibus una voce decreverat Iudaeis a tota aedificatione domiciliorum in occupata Cisiordania et in Hierosolymis orientalibus esse desistendum. Quod decretum animos Iudaeorum commoverat atque imprimis Beniaminum Netanyahu, primum administrum, in Americanum praesidem efferaverat. Quae praemittenda erant, ut oratio, quam Ioannes Kerry, Americanus secretarius statalis, heri vespere ultimam ad Proximum Orientem pertinentem habuit quaque indifferentiam Americanam defenderet, in suo contextu intellegeretur: Et Iudaeos et Palaestinenses, ne de consilio duarum civitatum, quo non ad effectum perducto neque libera res publica Iudaeorum esse neque pax firma fieri posset, decederent. Si multitudinem in unius civitatis corpus coalescere mallent, futurum esse, ut ista civitas aut Iudaea esset aut libera neque tamen utrumque. Minime mirum, si Netanyahu se hac oratione exulceratum praebuit et Ioannem Kerry simplicem veritatem delinquere insimulavit. Res etiam inter honoratum et designatum praesidem Americanum discordias movit. Nam Donaldus Trump et decretum Unitarum Nationum et debilitationem Israeliae errores esse ducit, quos praesidi Obama vitio vertit. Pipiavit se Israeliam contemni aut neglegi non esse passurum. Beaniaminum Netanyahu usque ad suum introitum (vicesimo Ianuarii mensis die) fortiter perseverare iussit. lc201612Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte am vergangenen Freitag bei Stimmenthaltung der Amerikaner, die von ihrem Veto keinen Gebrauch machten, einstimmig die Resolution verabschiedet, die Juden müssten den Wohnungsbau im besetzten Westjordanland und in Ostjerusalem vollständig einstellen. Diese Resolution hatte die Juden empört und besonders den Premierminister Benjamin Netanjahu auf den amerikanischen Präsidenten wütend gemacht. Dies war vorauszuschicken, um die letzte Rede des amerikanischen Außenministers John Kerry zur Nahost-Politik, die er gestern abend hielt und in der er die Stimmenthaltung Amerikas verteidigte, in ihrem Zusammenhang verständlich zu machen: Er ermahnte sowohl die Juden als auch die Palästinenser am Zwei-Staaten-Konzept festzuhalten, ohne dessen Umsetzung es weder einen demokratischen jüdischen Staat noch einen dauerhaften Frieden geben könne. Wenn sie einem einzigen Staat den Vorzug gäben, dann wäre dieser Staat entweder jüdisch oder demokratisch, nicht aber beides. Kein Wunder, dass sich Netanjahu über diese Rede erbost zeigte und John Kerry, beschuldigte, die einfache Wahrheit nicht zu erkennen. Dies führte auch zu Streit zwischen dem amtierenden und gewählten amerikanischen Präsidenten. Denn Donald Trump hält sowohl die UN-Resolution als auch die Schwächung Israels für Fehlentscheidungen, die er Präsident Obama anlastet. Er twitterte, er werde nicht zulassen, dass man Israel verachte oder missachte. Benjamin Netanjahu solle bis zu seinem Amtsantritt (am 20. Jan.) stark bleiben.
03.01.2017  "Nafri" est novus terminus technicus, quem his diebus media circumeuntem equidem usque ad hunc diem non audivi, neque scio, an non multi alii. Nec mirum, nam adhuc isto vocabulo artificiali nemo utebatur nisi custodes publici, qui intrinsecus muneris causa inter se confabulabantur. Nunc autem iste terminus e bucali biocolytico se emancipans temere forinsecus effugit et in tinnito, quod astynomia Coloniensis pipiaverat, publice legebatur. Qui ergo sunt isti "Nafri"? Vicipaedia eos "N-Afros" i.e. "Boreales Africanos" esse explicat, Latine ergo "B-Afros" vel "S-Afros". Quod astynomorum non geographice, sed criminologice agitantium circumspectus arte est circumscriptus, non omnes ex Africa Boreali natos hoc nomine significant, neque omnes, qui ex Africa in Rhenaniam Septentrionalem-Vestfaliam immigraverunt, sed eos tantum, qui ibi ex primo die incipientis anni bismillesimo decimo quinto a se suspectentur. Satis explicavi. Nunc mihi, quod habet momentum, quaerendum est, num mihi prorsus hanc saturunculam scribere liceat. Nequeo enim negare has litteras compendiarias, quae tam incoinquinatum aspectum habeant, totam gentem discriminare. Sunt demum politici quidam, qui latius circumspectent atque id ipsum sibi persuasum esse dicant. Quorum opinionis equidem minus politicorum elegantiae quam libertatis artificum sitiens non sum particeps, tu autem videas ipse, quid tibi videatur! lc201701"Nafri" ist ein neuer Terminus technicus, der zur Zeit in den Medien herumgeistert, den ich aber bis zum heutigen Tag noch nicht gehört hatte, schwerlich viele andere. Kein Wunder, denn dieses Kunstwort gebrauchten nur Polizisten im innerdienstlichen Kommunikationsaustausch. Jetzt aber hat sich dieser Terminus von seinem polizeilichen Maulkorb befreit, ist leichtfertig in die Öffentlichkeit entfleucht und konnte in einem Tweet der Kölner Polizei von allen gelesen werden. Wer sind also diese "Nafris"? Wikipedia erklärt, es seien "N-Afris" d.h. "Nord-Afrikaner". Weil Polizisten nicht geographisch, sondern kriminologisch denken, und daher einen eng begrenzten Blickwinkel haben, bezeichnen sie damit nicht alle, die in Noraafrika geboren sind, nicht alle, die aus Afrika nach Nordrhein-Westfalen eingewandert sind, sondern nur die, die sie seit dem Neujahrstag 2015 argwöhnisch beäugen. Genug erklärt! Jetzt komme ich zu der entscheidenden Frage, ob ich diese kleine Satire überhaupt schreiben darf. Ich kann nämlich nicht ausschließen, dass diese so unbedarft aussehende Abkürzung ein ganzes Volk diskriminiert. Es gibt schließlich bestimmte Politiker mit größerem Weitblick, die genau davon überzeugt zu sein behaupten. Deren Ansicht teile ich, weil ich weniger nach political correctness als nach künstlerischer Freiheit dürste, nicht, du aber mögest selbst zusehen, was dir richig erscheint!
25.01.2017  Sigimarius Gabriel, praefectus factionis Socialis Democraticae Germaniae, quem permulti electionibus Septembribus cum Angela Merkel de cancellariatu concertaturum esse auguraverant, non modo ius cadidatorium, quod penes praefectum factionis est, sua sponte remisit, sed etiam munere administri oeconomici et honore cancellarii vicarii se abdicaturum declaravit. His locis cedens primas defert Martino Schulz, qui, postquam nuperrime praesidatum parlamenti Europaei amisit, in politicam Germaniae arenam reverterat. Quae res nova, cum permultos inopinatos forsitan oppresserit, factione tamen perlubente sit facta, quod Sigimaro Gabriel ab hominibus de sententia rogatis minus favetur quam Martino Schulz. Gabriel autem minime in voluntarium otium recedet, sed munus administri rerum exteriorum iniens Francisco Gualterio Steinmeier succedet, qui mirum ni praeses statalis Ioachimo Gauck succedat. O quam volubilem munerum vertiginem! Heu, paene Brigittam Zypries ministerium oeconomicum suscepturam esse oblitus sum. lc201701Der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), Sigmar Gabriel, von dem sehr viele angenommen hatten, dass er bei den Wahlen im September mit Angela Merkel um das Kanzleramt konkurrieren werde, hat nicht nur auf das Zugriffsrecht, das dem Parteivorsitzenden zusteht, freiwillig verzichtet, sondern auch erklärt, dass er aus dem Amt des Wirtschaftsministers und seiner Funktion als Vizekanzler ausscheiden werde. Indem er diese Stellen räumt, übergibt er die Führungsrolle an Martin Schulz, der, nachdem er erst ganz kürzlich als Präsident des Europäischen Parlaments aufgehört hatte, in die politische Arena in Deutschland zurückgekehrt war. Diese Umgestaltung dürfte zwar sehr viele überrascht haben, aber dennoch zur Zufriedenheit der Partei erfolgt sein, weil Sigmar Gabriel in Umfragen schlechtere Sympathiewerte erzielt als Martin Schulz. Gabriel aber wird keineswegs in den selbstgewählten Ruhestand gehen, sondern das Amt des Außenministers antreten und darin Franz Walter Steinmeier folgen, der aller Wahrscheinlichkeit nach als Staatspräsident Joachim Gauck nachfolgt. O, welch rasch sich drehendes Ämterkarussell! Ach, fast hätte ich vergessen, dass Brigitte Zypries das Wirtschaftsministerium übernehmen wird.
08.02.2017  Scisne tu, quot annos piscis habere possit? Equidem nescirem, nisi hodie natu maximum omnium vivorum ve semivivorum piscium sopitum esse novissem. Quot annos natus, quaeris, fuerit? Numerus annorum non satis constat, sed ad nonaginta quinque aestimatur. Verus erat ravistellus et "avus" (granddad) appellabatur. Si ultro, ubi et cur sopitus sit, quaeritas: Iam anno MCMXXXIII Franklin D. Roosevelt praeside ex Australia Sicagum venerat, qua in urbe tum expositio mundana exhibebatur, atque ibi vitam in piscina producens tredecim alios praesides vidit. Uvas mirum in modum amasse dicitur, sed ad postremum Donaldo Trump vix praeside facto nullam iam escam capere volebat. "Avus" certe inedia vitam finivisset, nisi eius anima labens in aeternitatem vindicata esset. Australicus consul generalis suo compatriotae centenario contiguo vale dicens: "Requiescas", inquit, "ave, in pace!" lc201702Weißt du, wie alt ein Fisch werden kann? Ich wüsste es nicht, wenn ich heute nicht erfahren hätte, dass der älteste aller lebenden oder schon halbtoten Fische eingeschläfert wurde. Wie alt er geworden ist, fragst du? Die Zahl der Jahre steht nicht genau fest, aber wird auf 95 geschätzt. Er war ein echter Graukopf und wurde auch "Großvater" (granddad) genannt. Wenn du weiter fragst, wo und warum er eingeschläfert wurde: Er war schon 1933, als Franklin D. Roosevelt Präsident war, aus Australien nach Chicago, wo damals die Weltausstellung stattfand, gekommen und hat dort während seines langen Lebens in einem Fischbecken dreizehn weitere Präsidenten erlebt. Ganz besonders gut sollen ihm Trauben geschmeckt haben, aber zuletzt, kaum dass Donald Trump Präsident geworden war, wollte er kein Futter mehr zu seich nehmen. "Großvater" wäre gewiss verhungert, wenn man seinem schwindenden Leben nicht den Weg in die Ewigkeit gebahnt hätte. Der australische Generalkonsul nahm von seinem fast 100-jährigen Landsmann Abschied mit den Worten: "Ruhe in Frieden, Großvater!"
16.02.2017  Administri defensionis civitatum Natonis participum Bruxellas convenerunt. Iacobus Mattis, Americanus a defensione secretarius primum eiusmodi conventui intererat. Verisimile est omnes Europaeos collegas suspensis animis exspectavisse, quomodo atram bilem, qua Donaldus Trump Natonem fuscaverat, abstergeret. Neque, credo, suum praefectum destituit. Nam civitates Foederatas sumptus, quos ipsae Natoni impendunt, deminuturas esse planum fecit, nisi ceteri socii stipes praestitutas exsolvent. Atque istam postulationem iure vix reprehendas. Nam quamquam quaeque consociata civitas, ut binas percentas proventus domestici in suam dispensationem defensoriam averteret, se foedere obstrinxit, quinqe tantum civitates (Foederatae civitates, Britannia, Estonia, Graecia, Polonia) hanc metam tenent; ceterae viginti duae plus minus 1.4 percentas in defensione collocant. Num Mattis reprehendendus est, quod dicit: "Americani non prolixius futurae securitati vestrarum prolium providere possunt, quam vos ipsi."? Tamen eum saepius dissocianter "vos“ et "vester" dixisse quam consocianter "nos" et "noster" mihi mirum et notabile videtur. lc201702Die Verteidigungsminister der Natostaaten trafen sich in Brüssel. Der amerikanische Verteidigungsminister James Mattis nahm zum ersten Mal an einem solchen Treffen teil. Seine europäischen Kollegen dürften gespannt gewesen sein, wie er die schwarz Galle, mit der Donald Trump die Nato eingefärbt hatte, wegwischen würde. Doch ließ er seinen Chef nicht im Regen stehen. Denn er machte deutlich, dass die Vereinigten Staaten den Aufwand, den sie für die Nato betreiben, zurückfahren werden, wenn die anderen Bündnispartner nicht auch ihren vollen Beitrag leisteten. Und diese Forderung kann man wohl kaum zu Recht tadeln. Denn obwohl sich jeder teilnehmender Staat vertraglich verpflichtet hat, zwei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts in den Verteidigungshaushalt abzuzweigen, erreichen nur fünf Staaten (USA, UK, Estland, Griechenland, Polen) dieses Ziel; die anderen 22 investieren in die Verteidigung durchschnittlich 1,4%. Darf man Mattis dafür kritisieren, dass er sagte: "Die Amerikaner können nicht aufwendiger für eine sichere Zukunft eurer Kinder sorgen als ihr selbst."? Gleichwohl erscheint mir auffällig und bemerkenswert, dass er häufiger trennend "ihr“ und "euer" sagte als einend "wir“ und "unser".
02.03.2017  Donaldus Trump, postquam quadraginta dies adhuc infelicius se praesidatu Americano expertus est, die Martis vespere primam annuam orationem de statu Unionis (State of the Union) ad congressum (senatores, repraesentantes, administros, summos iudices summosque imperatores) habiturus tandem aliquando se praesidem praestare debebat. Neque repulsam recepit: neminem offendens, ne magna quidem voce blaterans praeside digne verba faciebat, vel potius de telemonitore delegebat. Cum stilus orandi nonnullis supralationibus neglectis novellior et pacabilior erat, tum etiam singulae sententiae in distenta animorum affectione harmoniam redolebant: ad xenophobica delicta nuperrime commissa alludens: "Una", inquit, "terra sumus, quae unanimiter una consistit, cum de eo agitur, ut cuiuscumque generis malevolentia et maleficentia condemnetur." Fabula placuit, sed minime mirum, si humilis vita communis, cum auleum missum erit, continuabitur. Democratae certe plausum finalem non manentes narratione vix perorata taciti sellis exsurrexunt aulamque animis non permoti reliquerunt. lc201703Nachdem sich Donald Trumpp 40 Tage lang bisher ziemlich unglücklich als amerikanischer Präsident versucht hatte, musste er am Dienstag Abend im Kongress (vor den Senatoren, Repräsentanten, Ministern, höchsten Richtern und höchsten Miltärs) seine erste Jahresrede zum State of the Union halten und sich endlich einmal als Präsident bewähren. Nein, er scheiterte nicht! Ohne jemanden zu beleidigen, ohne überhaupt laut loszupoltern setzte er in präsidialer Art seine Worte oder las sie vielmehr vom Telprompter ab. War schon sein Redestil, abgesehen von einigen Hyperbeln, ziemlich neu und versöhnlich, so klangen einige Sätze in der angespannten Atmosphäre geradezu nach Harmonie. Unter Anspielung auf einige fremdenfeindliche Übergriffe der jüngsten Vergangenheit sagte er: "Wir sind ein Land, das vereint zusammensteht, wenn es darum geht, den Hass und das Böse in all seinen Formen zu verurteilen". Die Vorstellung gefiel, aber es wäre kein Wunder, wenn, sobald der Vorhang gefallen ist, der niedere Alltag weitergeht. Die Demokraten wenigstens warteten den Schlussapplaus nicht ab, sondern standen kurz nach dem Schluss der Rede wortlos von ihren Sitzen auf und verließen unbeeindruckt den Saal.
06.03.2017  Graeciae recentibus pecuniis opus est, ut veteri aeri alieno subvenire possit. Quod non est mirum. Mirius est tamen maiorem numerum Graecorum (62%) caput gravis et assiduae crisis nummariae neque apud Europaeos commodatores videre, neque apud Fundum Monetarium Internationalem (IWF) neque apud alium, deinde alium externum politicum, in quem culpa averti possit, sed in interna imbecillitate civitatis. Plerique (60%) opinionem rogati rei publicae minus momenti ad oeconomiam afferendum esse responderunt. Totidem fere Graeciam in area Euronis permanere sibi melius videri. lc201703Griechenland braucht neues Geld, damit es seine alten Schulden bedienen kann. Das ist nicht verwunderlich. Verwunderlicher ist, dass die Mehrheit der Griechen (62%) die Hauptursache für die schwere anhaltende Finanzkrise trotzdem weder bei den europäischen Geldgebern, noch beim IWF, noch bei sonst diesem oder jenem ausländischen Politiker als Sündenbock sehen, sondern in der inneren Schwäche des Staates. Die meisten (60%) gaben bei einer Meinungsumfrage an, die Politik dürfe für die Wirtschaft nicht so große Bedeutung haben. Fast genauso viele halten es für besser, dass Griechenland in der Eurozone verbleibt.
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