|
| Belege des Suchbegriffs aus ausgewählten Texten (vollständig: Caes.Gall., Cic.Arch., Cic.S.Rosc., Cic.Lael.) |
| inter haec parata atque decreta Cethegus semper querebatur de ignavia sociorum: illos dubitando et dies prolatando magnas opportunitates conrumpere: facto, non consulto in tali periculo opus esse, seque, si pauci adiuvarent, languentibus aliis impetum in curiam facturum. Sall.Cat.43,3 | Während dieser Vorbereitungen und Vereinbarungen beschwerte sich Cethegus immerfort über die Laschheit seiner Mitverschworenen: durch ihr Zögern und das dauernde Vertagen ließen sie die besten Gelegenheiten aus. Tat, nicht Rat brauche es in so gefährlicher Lage; er wolle, wenn ihn nur wenige unterstützten, auch wenn andere ihre Hände in den Schoß legten, einen Angriff auf die Kurie unternehmen. |
| Ut saepe homines aegri morbo gravi, cum aestu febrique iactantur, si aquam gelidam biberunt, primo relevari videntur, deinde multo gravius vehementiusque adflictantur, sic hic morbus, qui est in re publica relevatus, istius poena vehementius reliquis vivis ingravescet. Cic.Catil.1,31 | Wie oft Menschen, die an einer schweren Krankheit leiden, wenn Hitze und Fieber sie schüttelt, und sie kaltes Wasser trinken, zuerst Erleichterung zu spüren glauben, aber nachher weit heftiger und schwerer angegriffen werden, so wird diese Krankheit, die den Staat ergriffen hat, wenn sie durch die Bestrafung dieses Menschen eine Erleichterung erhält, dadurch dass die übrigen am Leben bleiben, noch heftiger und gefährlicher ausbrechen. |
| Suscipere tam inimicitias seu patris seu propinqui quam amicitias necesse est. nec implacabiles durant: luitur enim etiam homicidium certo armentorum ac pecorum numero recipitque satisfactionem universa domus, utiliter in publicum, quia periculosiores sunt inimicitiae iuxta libertatem. Tac.Germ.21,1 | Die Feindschaften des Vaters oder eines Verwandten ebenso wie seine Freundschaften auf sich zu nehmen ist unerlässlich; aber sie dauern auch nicht unversöhnlich fort; denn sogar die Tötung eines Menschen lässt sich durch eine bestimmte Anzahl Groß- und Kleinvieh büßen, und das gesamte Haus nimmt die Genugtuung an, - zum Nutzen des Gemeinwesens, weil Feindschaften dort gefährlicher sind, wo Freiheit besteht. |
| medio tam longi aevi spatio multa in vicem damna. non Samnis, non Poeni, non Hispaniae Galliaeve, ne Parthi quidem saepius admonuere: quippe regno Arsacis acrior est Germanorum libertas. Tac.Germ.37,3 | Im Laufe dieses langen Zeitraums gab es auf beiden Seiten große Verluste. Nicht die Samniten, nicht die Punier, nicht die Spanien oder Gallien, selbst nicht die Parther haben uns so häufig beschäftigt: denn gefährlicher als des Arsaces Despotismus ist der Germanen Freiheitsdrang. (4) Denn was hätte uns das Morgenland, das sich unter einen Ventidius beugen musste, anderes vorzuwerfen als die Niederlage des Crassus, erkauft sogar mit dem Tod des Pacorus? |
| 2014.05.18 Etiam altera "Mensa Rotunda", quae hoc quidem die Saturni Charcoviae, in urbe in Orientali Ucraina sita, expedita erat, sine solido effectu praecipitavit. Iterum prorussici separatistae, qui istum conventum rem nullius momenti iudicant, non invitati erant. Animorum affectio vero melior fuisse dicitur. Tempus tertiae mensaae rotundae dies vicesimus primus huius mensis praestitutus est, qui dies est paucis diebus ante electiones parlamentarias exhibendas Has electiones ubique ordine exhiberi posse, interea a multis addubitatur. Rem electionibus disturbatis in gravius periculum adductum iri a nullo dubitatur. 2014.05.18 | Auch der zweite "Runde Tisch", der diesen Samstag in Charkiw in der Ostukraine abgehalten worden war, eilte ohne greifbaren Erfolg seinem Ende entgegen. Wieder waren die prorussischen Separatisten, die dieses Treffen als bedeutungslos beurteilen, nicht eingeladen. Die Stimmung soll immerhin besser gewesen sein.Ein dritter "Runder Tisch" wurde auf den 21. dieses Monats, wenige Tage vor der vorgesehenen Parlamentswahl terminiert. Dass diese Wahlen überall ordnungsgemäß abgehalten werden können, wird inzwischen von vielen bezweifelt. Dass eine Vereitelung der Wahlen die Lage gefährlicher machen würde, wird von niemandem bezweifelt. |
| 2014.06.25 Angela Merkel cancellaria Berolini Iordaniae regem Abdullah recepit. Colloquia habebant de rebus dubiis in Iraquia et de examinibus fugitivorum ex Syria affluentium: Uterque integritatem Iraquiae conservandam esse censuit. Rex terroristas internationales eo periculosiores esse protulit, quo minus limites respicerent. Cancellaria operam immensam a Iordania in fugitivis subornandis consumptam laudavit, quamvis et Germania non nihil attribueret. Abdullah rex internationalem communitatem suae terrae, cum insula stabilitatis sit, auxiliaturam esse sperat. 2014.06.25 | Die Kanzlerin Angela Merkel empfing in Berlin den jordanischen König Abdullah. Sie führten Gespräche über die verfahrene Situation im Irak und die Scharen von Flüchtlingen, die aus Syrien zuströmen. Beide sprachen sich dafür aus, die Integrität des Irak zu erhalten. Der König betonte, dass der internationale Terrorismus um so gefährlicher sei, je weniger er Landesgrenzen respektiere. Die Kanzlerin würdigte die Anstrengung, die Jordanien zur Versorgung der Flüchtlinge leiste, obgleich auch Deutschland einiges beitrage. König Abdullah hofft, weil sein Land eine Insel der Stabilität sei, auf die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft. |
| proinde agendum audendumque, dum Galbae auctoritas fluxa, Pisonis nondum coaluisset. opportunos magnis conatibus transitus rerum, nec cunctatione opus, ubi perniciosior sit quies quam temeritas. mortem omnibus ex natura aequalem oblivione apud posteros vel gloria distingui; ac si nocentem innocentemque idem exitus maneat, acrioris viri esse merito perire. Tac.hist.1,21,2. | Demnach müsse man handeln und wagen, solange Galbas Ansehen noch wanke, das Pisos noch nicht erstarkt sei. Für große Wagnisse seien Regierungswechsel günstig; nicht dürfe man zaudern, wo Ruhe gefährlicher sei als Verwegenheit. Der Tod unterscheide sich, obwohl er allen von Natur aus gleich sei, bei der Nachwelt doch durch Vergessenheit und Ruhm. Und wenn Schuld und Unschuld dasselbe Ende zu erwarten haben, so mache es den Wert des tatkräftigen Mannes aus, verdienstvoll seinen Tod zu erleiden. |
| [Cic.Tusc.3,5,1] At et morbi perniciosiores pluresque sunt animi quam corporis—hi enim ipsi odiosi sunt, quod ad animum pertinent eumque sollicitant—, 'animusque aeger', ut ait Ennius, 'semper errat neque pati neque perpeti potest, cupere numquam desinit.' Cic.Tusc.3,5,1 | Aber die Krankheiten der Seele sind doch gefährlicher, und sie sind zahlreicher, als die des Körpers. Denn gerade deswegen sind sie widrig, weil sie auf die Seele zielen und diese beunruhigen; und 'eine bekümmerte Seele irrt immer', wie Ennius sagt, 'kann weder dulden noch aushalten und zu begehren hört sie nimmer auf.' |