| 2014.07.07 Mohammad Abu Khdair, Palaestinensis peradulescentulus sedecim annorum Mercurii die praeteritae septimanae mane in meschitam iens vi abreptus est. Brevi post corpus eius inustum in silva in extremis occidentalibus Hierosolymorum finibus sita inveniebatur. Qui ultionis trium discipulorum Talmudicorum cupiditate, qui a quibusdam Palaestinensibus interfecti esse opinione praecipiebantur, a Iudaeis interemptus esse vulgo putabatur. Interea sex Iudaei, qui istius facinoris arguuntur, a custodibus publicis comprehensi sunt. Quae facinora graves tumultus Hierosolymis Orientalibus secuti, qui utraque parte iracundias lenificante nondum ad finem venisse videntur. 2014.07.07 | Der Palaestinenser Mohammad Abu Khdair, mit sechzehn Jahren fast noch ein Kind, wurde am Mittwoch vergangener Woche früh morgens auf dem Weg in die Moschee entführt. Bald darauf wurde sein Leichnam verbrannt am westlichen Rand von Jerusalem im Wald gefunden. Man glaubte allgemein, er sei aus Rache für die drei Talmudschüler umgebracht worden, von denen man mutmaßte, sie seien von einigen Palästinensern ermordet worden. Inzwischen wurden sechs Juden, die man dieser Tat beschuldigt, von der Polizei verhaftet. Diesen Taten folgten in Ost-Jerusalem schwere Unruhen, die, obwohl beide Seiten beschwichtigen, noch nicht am Ende zu sein scheinen. |
| [4,35,1] Sic profata virgo conticuit ingressuque iam valido pompae populi prosequentis sese miscuit. itur ad constitutum scopulum montis ardui, cuius in summo cacumine statutam puellam cuncti deserunt, taedasque nuptiales, quibus praeluxerant, ibidem lacrimis suis extinctas relinquentes deiectis capitibus domuitionem parant. (Apul.met.4,35,1) Apul.met.4,35,1 | [4,35,1] Dann verstummte die Jungfrau und mischte sich jetzt festen Schrittes unter den Zug der Leute, die ihr folgten. Man geht zu dem betreffenden Felsen des steilen Berges. Alle lassen das Mädchen auf dessen Spitze zurück.Auch die Hochzeitsfackeln lassen sie zurück, die ihnen vorausgeleuchtet hatten und unter ihren Tränen erloschen waren. Gesenkten Hauptes treten sie den Heimweg an. |
| secuti exemplum veterani haud multo post in Raetiam mittuntur, specie defendendae provinciae ob imminentis Suebos, ceterum ut avellerentur castris trucibus adhuc non minus asperitate remedii quam sceleris memoria. Tac.ann.1,44,4. | Die Veteranen folgten diesem Vorgang und wurden bald darauf nach Rätien geschickt, scheinbar zum Schutz der Provinz angesichts der Bedrohung durch die Sueben; eigentlich aber, um sie aus einem Lager zu reißen, in dem infolge der Grausamkeit der Bestrafung nicht minder als infolge der Erinnerung an das Vergehen immer noch das Grauen hauste. |
| delecta longiore via cetera adcelerantur: etenim attulerant exploratores festam eam Germanis noctem ac sollemnibus epulis ludicram. Caecina cum expeditis cohortibus praeire et obstantia silvarum amoliri iubetur: legiones modico intervallo sequuntur. Tac.ann.1,50,3. | Man wählt den längeren Weg und beeilt sich im übrigen. Denn Kundschafter hatten gemeldet, die Germanen hätten in der kommenden Nacht ein Fest mit herkömmlichem Schmaus und Spiel. Caecina musste mit den leichten Kohorten vorausziehen und, wo der Wald hinderlich war, wegräumen; die Legionen folgten in mäßiger Entfernung. |
| Non tamen adeo virtutum sterile saeculum, ut non et bona exempla prodiderit. comitatae profugos liberos matres, secutae maritos in exilia coniuges: propinqui audentes, constantes generi, contumax etiam adversus tormenta servorum fides; supremae clarorum virorum necessitates fortiter toleratae et laudatis antiquorum mortibus pares exitus. Tac.hist.1,3,1. | Dennoch war dieses Zeitalter an Tugenden nicht so unfruchtbar, dass es nicht auch Vorbilder des Guten aufgestellt hätte: Mütter, die ihre flüchtigen Söhne begleiteten; Gattinnen, die ihren Männern in die Verbannung folgten; entschlossene Verwandte; standhafte Schwiegersöhne; Sklaven von unerschütterlicher Treue selbst der Folter gegenüber; hervorragende Männer, die, zum Äußersten gezwungen, die Schicksalsstunde selbst mannhaft ertrugen und deren Tod dem gepriesenen Ende von Männern der alten Zeit glichen. |
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