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Beleg gesucht für: Neigung
Belege des Suchbegriffs aus ausgewählten Texten (vollständig: Caes.Gall., Cic.Arch., Cic.S.Rosc., Cic.Lael.)
Anzahl der Treffer: 18
magnaque praeterea multitudo undique ex Gallia perditorum hominum latronumque convenerat, quos spes praedandi studiumque bellandi ab agri cultura et cotidiano labore revocabat. Caes.Gall.3,17,4Zugleich war dorthin eine große Menge gemeinen Gesindels und Räuber von allen Seiten Galliens zusammengeströmt, die die Hoffnung auf Beute und leidenschaftliche Neigung zum Kriegsleben von Bebauung des Feldes und täglicher Anstrengung abwendete.
Sed ego adulescentulus initio, sicuti plerique, studio ad rem publicam latus sum, ibique mihi multa advorsa fuere. nam pro pudore, pro abstinentia, pro virtute audacia, largitio, avaritia vigebant. Sall.Cat.3,3Ich nun wurde als ganz junger Mann wie die meisten zuerst aus Neigung in das Staatsleben getrieben; in diesem aber war mir vieles widerwärtig. Denn nicht Gewissen, nicht Redlichkeit, nicht Geisteskraft, nur Frechheit, Bestechungslust, Habsucht galten.
Igitur domi militiaeque boni mores colebantur; concordia maxuma, minuma avaritia erat; ius bonumque apud eos non legibus magis quam natura valebat. Sall.Cat.9,1Um den Faden wieder aufzunehmen: Im Frieden und im Krieg pflegte man gute Sitten; es herrschte die größte Eintracht, ganz wenig Habsucht. Recht und Pflicht wurden bei den Leuten nicht infolge von Gesetzeszwang, sondern aus natürlicher Neigung treu erfüllt.
Ea res in primis studia hominum adcendit ad consulatum mandandum M. Tullio Ciceroni. Sall.Cat.23,5Dies vor allem bestimmte die Leute zu ihrer Neigung, das Konsulat M.Tullius Cicero zu übertragen.
Equidem et Ser. Galbam memoria teneo divinum hominem in dicendo et M. Aemilium Porcinam et C. ipsum Carbonem, quem tu adulescentulus perculisti, ignarum legum, haesitantem in maiorum institutis, rudem in iure civili; et haec aetas vestra praeter te, Crasse qui tuo magis studio quam proprio munere aliquo disertorum ius a nobis civile didicisti, quod interdum pudeat, iuris ignara est. Cic.de_orat.1,40.Es ist mir noch erinnerlich, wie Servius Galba, ein unvergleichlicher Redner, und Marcus Aemilius Porcina und selbst Gaius Carbo, den du in den ersten Jahren deiner Jugend niederschmettertest, unkundig der Gesetze, unsicher in den Einrichtungen der Vorfahren und unwissend im bürgerlichen Recht waren. Und unser Zeitalter ist, wenn ich dich ausnehme, Crassus, der du mehr aus eigener Neigung, als weil es der eigentliche Beruf des Redners erforderte, das bürgerliche Recht von mir gelernt hast, des Rechtes so unkundig, dass man sich zuweilen schämen muss.
Ut enim benefici liberalesque sumus, non ut exigamus gratiam (neque enim beneficium faeneramur, sed natura propensi ad liberalitatem sumus), sic amicitiam non spe mercedis adducti, sed quod omnis eius fructus in ipso amore inest, expetendam putamus. Cic.Lael.31.aGleich wie wir nämlich wohltätig und freigebig sind, nicht um Vergeltung einzufordern – denn wir wuchern nicht mit unseren Wohltaten – sondern weil wir eine natürliche Neigung zur Freigebigkeit haben, so halten wir die Freundschaft für ein wünschenswertes Gut, nicht angelockt durch die Hoffnung auf Lohn, sondern weil ihr ganzer Genuss in der Liebe selbst besteht.
Cum autem contrahat amicitiam, ut supra dixi, si qua significatio virtutis eluceat, ad quam se similis animus applicet et adiungat, id cum contigit, amor exoriatur necesse est. Cic.Lael.48.eSchon oben habe ich bemerkt, dass eigentlich der Umstand die Freundschaft anknüpft, dass man bei jemandem ein einleuchtendes Kennzeichen der Tugend wahrnimmt, an die sich sodann ein gleichgesinntes Gemüt mit Neigung anschließt. In diesem Fall muss notwendig Liebe entstehen.
[Cic.Tusc.5,5,2] Cuius in sinum cum a primis temporibus aetatis nostra voluntas studiumque nos compulisset, his gravissimis casibus in eundem portum, ex quo eramus egressi, magna iactati tempestate confugimus. Cic.Tusc.5,5,2Sie ist es, an deren Brust uns vom ersten Alter an Wille und Neigung trieb; und so fliehen wir denn auch jetzt, in diesen schweren Zeiten von heftigem Sturm umhergeworfen in denselben Hafen, aus dem wir ausgelaufen sind.
pecuniam probant veterem et diu notam, serratos bigatosque. argentum quoque magis quam aurum sequuntur, nulla adfectione animi, sed quia numerus argenteorum facilior usui est promisca ac vilia mercantibus. Tac.Germ.5,5Auch sind sie auf Silber mehr aus als auf Gold, nicht aus innerer Neigung, sondern weil die größere Zahl der Silbermünzen leichter zu gebrauchen ist für Leute, die allerlei und wenig Wertvolles kaufen.
[Cic.nat.1,6,1] Multum autem fluxisse video de libris nostris, quos compluris brevi tempore edidimus, variumque sermonem partim admirantium, unde hoc philosophandi nobis subito studium extitisset, partim, quid quaque de re certi haberemus, scire cupientium. Cic.nat.1,6,1Ich finde nämlich, dass sich viel Gerede über meine Bücher erhoben hat, von denen ich seit kurzer Zeit mehrere herausgegeben habe, und dass sich die Leute verschiedentlich darüber äußerten, teils verwundert, wie ich auf einmal eine solche Neigung für das Philosophieren gefasst, teils neugierig zu erfahren, was ich über jeden Punkt für eine Ansicht hätte.
[Cic.nat.1,6,3] Nos autem nec subito coepimus philosophari nec mediocrem a primo tempore aetatis in eo studio operam curamque consumpsimus et, cum minime videbamur, tum maxime philosophabamur. Cic.nat.1,6,3Darauf erwidere ich: Nicht erst jetzt auf einmal ist mich die Neigung zum Philosophieren angekommen, sondern seit meinen Jünglingsjahren habe ich mich auf dieses Studium mit mehr als gewöhnlichem Eifer und Fleiß verlegt und war gerade dann recht mitten im Philosophieren, wenn es schien, als denke ich nicht daran.
[Cic.off.1,19,2] Quibus vitiis declinatis quod in rebus honestis et cognitione dignis operae curaeque ponetur, id iure laudabitur, ut in astrologia C. Sulpicium audimus, in geometria Sex. Pompeium ipsi cognovimus, multos in dialecticis, plures in iure civili, quae omnes artes in veri investigatione versantur, cuius studio a rebus gerendis abduci contra officium est. Cic.off.1,19,2Wer diese Fehler vermeidet und seinen Fleiß edlen und wissenswürdigen Gegenständen widmet, wir zu Recht Anerkennung finden. So zu seiner Zeit Gaius Sulpicius in der Astronomie, so, wie ich selbst weiß, Sextus Pompeius in der Geometrie, so viele in der Dialektik, noch mehr im bürgerlichen Recht. Obgleich aber alle diese Wissenschaften der Erforschung der Wahrheit dienen, wäre es dennoch pflichtwidrig, sich durch die Neigung dazu vom Handeln abhalten zu lassen.
[Cic.off.1,28,2] Nam aut inimicitias aut laborem aut sumptus suscipere nolunt aut etiam neglegentia, pigritia, inertia aut suis studiis quibusdam occupationibusve sic impediuntur, ut eos, quos tutari debeant, desertos esse patiantur. Cic.off.1,28,2Denn entweder scheut man sich vor Feindschaften, Mühe und Geldaufwand oder lässt sich von einer gewissen Nachlässigkeit, Trägheit und Ungeschicklichkeit oder von einer Neigung und persönlichen Vorlieben dazu bestimmen, diejenigen, die man schützen sollte, im Stich zu lassen.
[Cic.off.1,74,2] Multi enim bella saepe quaesiverunt propter gloriae cupiditatem, atque id in magnis animis ingeniisque plerumque contingit, eoque magis, si sunt ad rem militarem apti et cupidi bellorum gerendorum; Cic.off.1,74,2Viele nämlich suchten von jeher aus Ruhmbegier absichtlich Krieg, und gewöhnlich kommt dies bei Männern mit viel Herz und Kopf vor, zumal, wenn sie außerdem Tüchtigkeit und Neigung zum Krieg haben.
[Cic.rep.10035] et quoniam maxime rapimur ad opes augendas generis humani, studemusque nostris consiliis et laboribus tutiorem et opulentiorem vitam hominum reddere, et ad hanc voluptatem ipsius naturae stimulis incitamur, teneamus eum cursum, qui semper fuit optimi cuiusque, neque ea signa audiamus quae receptui canunt, ut eos etiam revocent qui iam processerint. Cic.rep.1,3Und weil uns ein besonderer innerer Drang antreibt, die wertvollsten Güter des Menschengeschlechts zu vermehren, und wir durch unsere innere und äußere Tätigkeit die Menschheit in einen gesicherten und an Besitztum reichen Zustand zu bringen streben, auch die Natur uns selbst zu dieser Neigung anspornt, so lasst uns auf dieser Bahn, die stets nur die Besten betreten haben, kräftig vorwärts streben und gar nicht auf die Signale derjenigen achten, die zum Rückzug blasen, um auch diejenigen zurückzurufen, die schon weit voran sind.
Dicebatur contra: pietatem erga parentem et tempora rei publicae obtentui sumpta: ceterum cupidine dominandi concitos per largitionem veteranos, paratum ab adulescente privato exercitum, corruptas consulis legiones, simulatam Pompeianarum gratiam partium; Tac.ann.1,10,1.Dagegen sagte man: Die kindliche Liebe gegen den Vater und die Zeitlage des Staates hätten nur zum Vorwand gedient. Herrschsucht sei es gewesen, wenn er die Veteranen durch Schenkungen aufgewiegelt, als Jüngling ohne Amt ein Heer ausgerüstet, die Legionen des Konsuls verführt und Neigung für die pompeianische Partei geheuchelt habe.
regem illa tempestate non habebant, amoto Vonone: sed favor nationis inclinabat in Zenonem, Polemonis regis Pontici filium, quod is prima ab infantia instituta et cultum Armeniorum aemulatus, venatu, epulis et, quae alia barbari celebrant, proceres plebemque iuxta devinxerat. Tac.ann.2,56,2.Einen König hatten sie damals nicht, da Vonones entfernt war. Aber die Neigung des Volkes wandte sich dem Zeno, dem Sohn des pontischen Königs Polemon, zu, weil dieser von frühester Kindheit an Gebräuche und Lebensart der Armenier im Jagen, Schmausen und anderen Liebhabereien der Barbaren nachgeahmt und so Häuptlinge wie Volk für sich eingenommen hatte.
[Cic.Tusc.1,7] Sed ut Aristoteles, vir summo ingenio, scientia, copia, cum motus esset Isocratis rhetoris gloria, dicere docere etiam coepit adulescentes et prudentiam cum eloquentia iungere, sic nobis placet nec pristinum dicendi studium deponere et in hac maiore et uberiore arte versari. hanc enim perfectam philosophiam semper iudicavi, quae de maximis quaestionibus copiose posset ornateque dicere; in quam exercitationem ita nos studiose [operam] dedimus, ut iam etiam scholas Graecorum more habere auderemus. ut nuper tuum post discessum in Tusculano cum essent complures mecum familiares, temptavi, quid in eo genere possem. ut enim antea declamitabam causas, quod nemo me diutius fecit, sic haec mihi nunc senilis est declamatio. ponere iubebam, de quo quis audire vellet; ad id aut sedens aut ambulans disputabam. Cic.Tusc.1,7Aber wie Aristoteles, ein Mann von großem Geist, reich an Wissenschaft und Fülle des Stoffes, bewogen durch den Ruhm des Redners Isokrates anfing, seine Jünglinge auch im Reden zu unterrichten und Weisheit mit Beredsamkeit zu verbinden, so gedenke nun auch ich, auf die alte Neigung zur Beredsamkeit nicht zu verzichten, indem ich mit dieser größeren und reichhaltigeren Kunst mich beschäftige. Denn das war mir immer eine vollkommene Philosophie, die sich über die wichtigsten Untersuchungen mit Fülle und Schmuck des Ausdrucks vernehmen zu lassen im Stande war. Dazu habe ich mich denn auch so sorgfältig eingeübt, dass ich jetzt sogar freie Unterredungen, wie in den griechischen Schulen, zu halten wagte. So machte ich neulich nach deinem Abgang auf meinem tuskulanischen Landgut in Gegenwart mehrerer meiner Freunde einen Versuch mit meiner Geschicklichkeit hierin. Denn wie ich zuvor über öffentliche Gegenstände Reden zur Übung hielt – und ich tat dies länger als irgend einer – so ist dies nun die Redeübung des Greises. Ich ließ einen Satz aufstellen, den man untersucht wünschte; darüber sprach ich bald sitzend, bald auf- und abgehend.
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