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| Belege des Suchbegriffs aus ausgewählten Texten (vollständig: Caes.Gall., Cic.Arch., Cic.S.Rosc., Cic.Lael.) |
| hac oratione adducti inter se fidem et ius iurandum dant et regno occupato per tres potentissimos ac firmissimos populos totius Galliae sese potiri posse sperant. Caes.Gall.1,3,8 | Durch solche Vorstellungen wusste er die beiden Männer in das Spiel zu ziehen; man schwor sich Treue, beseelt von der Hoffnung, mit der Kraft dieser drei mächtigsten Völkerschaften ganz Keltenland bemeistern zu können, sobald sie sich bei den Ihrigen in den Besitz der Herrschaft gesetzt hätten. |
| per eos, ne causam diceret, se eripuit. cum civitas ob eam rem incitata armis ius suum exsequi conaretur multitudinemque hominum ex agris magistratus cogerent, Orgetorix mortuus est; (4) neque abest suspicio, ut Helvetii arbitrantur, quin ipse sibi mortem consciverit. Caes.Gall.1,4,3 | Mit ihrer Hilfe entzog er sich der Verantwortung. Darüber entrüsteten sich seine Mitbürger und suchten ihr Recht mit Gewalt geltend zu machen; die Regierung bot eine Menge Volk vom Land auf; plötzlich aber starb Orgetorix. (4) Man hat, wie die Helvetier selbst meinen, Grund zu vermuten, dass er sich selbst ums Leben gebracht hat. |
| reliqua privata aedificia incendunt, frumentum omne, praeter quod secum portaturi erant, comburunt, ut domum reditionis spe sublata paratiores ad omnia pericula subeunda essent; trium mensum molita cibaria sibi quemque domo efferre iubent. Caes.Gall.1,5,3 | nebst den übrigen einzeln stehenden Gebäuden, auch alles Getreide, mit Ausnahme dessen, was sie auf dem Zug mit sich nehmen wollten, um sich so jeder Hoffnung auf Rückkehr in die Heimat zu berauben und bei allen gefahrvollen Unternehmungen desto entschlossener zu sein. Dann befahl man, jeder solle für drei Monate Mundvorrat an Mehl und Brot aus der Heimat mitnehmen. |
| alterum per provinciam nostram, multo facilius atque expeditius, propterea quod inter fines Helvetiorum et Allobrogum, qui nuper pacati erant, Rhodanus fluit isque nonnullis locis vado transitur. Caes.Gall.1,6,2 | Der andere Weg ging durch die Römische Provinz in Gallien und war viel leichter und bequemer, weil zwischen dem Gebiet der Helvetier und der Allobroger, die sich kurz zuvor der römischen Oberherrschaft gefügt hatten, die Rhône fließt, über die man an einigen Stellen zu Fuß geht. |
| neque homines inimico animo, data facultate per provinciam itineris faciundi, temperaturos ab iniuria et maleficio existimabat. Caes.Gall.1,7,5 | auch war er überzeugt, dass ein Volk von so feindseliger Gesinnung sich gewalttätiger Übergriffe nicht enthalten würde, wenn man ihm den Zug durch die Provinz gestatte. |
| eodem tempore Ambarri, necessarii et consanguinei Haeduorum, Caesarem certiorem faciunt sese depopulatis agris non facile ab oppidis vim hostium prohibere. Caes.Gall.1,11,4 | Zur selben Zeit meldeten auch die Ambarrer, Freunde und Stammesverwandten der Häduer, ihre Felder seien verwüstet; kaum könne man noch von den Städten den Sturm der Feinde abwehren. |
| Flumen est Arar, quod per fines Haeduorum et Sequanorum in Rhodanum influit, incredibili lenitate, ita ut oculis in utram partem fluat iudicari non possit. id Helvetii ratibus ac lintribus iunctis transibant. Caes.Gall.1,12,1 | Durch das Land der Häduer und Sequaner strömt der Fluss Saône der Rhône zu, so unglaublich langsam, dass man mit den Augen nicht unterscheiden kann, in welche Richtung er fließt. Über ihn setzten die Helvetier auf Flößen und zusammengebundenen Kähnen. |
| sin bello persequi perseveraret, reminisceretur et veteris incommodi populi Romani et pristinae virtutis Helvetiorum. Caes.Gall.1,13,4 | Wäre man aber gesonnen, die Feindseligkeiten gegen sie fortzusetzen, so möge sich Cäsar der früheren Niederlage der Römer und der ererbten Tapferkeit der Helvetier erinnern. |
| ita dies circiter quindecim iter fecerunt, uti inter novissimum hostium agmen et nostrum primum non amplius quinis aut senis milibus passuum interesset. Caes.Gall.1,15,5 | Auf diese Weise rückte man etwa fünfzehn Tage lang weiter, indem die Nachhut des Feindes und die Vorhut der Römer nur fünf bis sechs Meilen voneinander entfernt waren. |
| nam propter frigora - quod Gallia sub septentrionibus, ut ante dictum est, posita est - non modo frumenta in agris matura non erant, sed ne pabuli quidem satis magna copia suppetebat. Caes.Gall.1,16,2 | Weil nämlich, wie früher bemerkt, das Keltenland nördlich liegt, war wegen der kalten Jahreszeit nicht bloß auf den Feldern noch kein Getreide reif, sondern man hatte nicht einmal genug Futter. |
| ubi se diutius duci intellexit et diem instare, quo die frumentum militibus metiri oporteret, convocatis eorum principibus, quorum magnam copiam in castris habebat, in his Diviciaco et Lisco, qui summo magistratui praeerat, quem vergobretum appellant Haedui, qui creatur annuus et vitae necisque in suos habet potestatem; Caes.Gall.1,16,5 | Als Cäsar sah, dass man ihn zu lange hinhielt und die Zeit bevorstand, dass er den Soldaten Proviant zuteilen musste, rief er die vielen Häuptlinge der Häduer, die in seinem Lage waren, zu sich, unter ihnen auch Diviciacus und Liscus, der damals dem höchsten Staatsamt vorstand, das bei den Häduern Vergobret genannt wird, jedes Jahr wechselt und Gewalt über Leben und Tod der Bürger hat. |
| graviter eos accusat, quod, cum neque emi neque ex agris sumi posset, tam necessario tempore, tam propinquis hostibus ab iis non sublevetur; praesertim cum magna ex parte eorum precibus adductus bellum susceperit, multo etiam gravius, quod sit destitutus, queritur. Caes.Gall.1,16,6 | (6) Diesen machte er heftige Vorwürfe, dass man ihn in so dringlicher Lage, wo man Lebensmittel weder für Geld haben noch vom Feld nehmen könne, nicht unterstütze, während die Feinde so nahe ständen. Dass man ihn so im Stich lasse, darüber beklagte er sich um so nachdrücklicher, weil er großenteils besonders auf ihre Bitten in diesen Krieg eingetreten sei. |
| Prima luce, cum summus mons a [Lucio] Labieno teneretur, ipse ab hostium castris non longius mille et quingentis passibus abesset neque, ut postea ex captivis comperit, aut ipsius adventus aut Labieni cognitus esset, Caes.Gall.1,22,1 | Es war Tagesanbruch. Labienus hielt die Anhöhe des Berges besetzt. Cäsar selbst war vom Lager der Feinde nur noch anderthalb Meilen entfernt, ohne dass diese etwas von Labienus oder Cäsars Annäherung bemerkt hatten, wie man später von den Gefangenen erfuhr. |
| milites e loco superiore pilis missis facile hostium phalangem perfregerunt. ea disiecta gladiis destrictis in eos impetum fecerunt. Caes.Gall.1,25,2 | Das Fußvolk schleuderte die Wurfgeschosse von der Anhöhe herab und durchbrach mit leichter Mühe den Schlachthaufen der Feinde. Sobald dieser gesprengt war, machte man einen Angriff mit gezogenem Schwert. |
| Gallis magno ad pugnam erat impedimento, quod pluribus eorum scutis uno ictu pilorum transfixis et conligatis, cum ferrum se inflexisset, neque evellere neque sinistra impedita satis commode pugnare poterant, Caes.Gall.1,25,3 | Die Helvetier waren bei dem Kampf sehr im Nachteil, weil die schweren Wurfgeschosse der Römer meist mehrere Schilde auf einmal durchbohrten und aneinander hefteten. Hatte sich nun einmal das Eisen gebogen, so konnte man weder die Waffe herausziehen noch bequem kämpfen, weil der linke Arm, der den Schild trug, gehindert war. |
| dum ea conquiruntur et conferuntur, nocte intermissa circiter hominum milia sex eius pagi, qui Verbigenus appellatur, sive timore perterriti, ne armis traditis supplicio adficerentur, sive spe salutis inducti, quod in tanta multitudine dediticiorum suam fugam aut occultari aut omnino ignorari posse existimarent, prima nocte e castris Helvetiorum egressi ad Rhenum finesque Germanorum contenderunt. Caes.Gall.1,27,4 | Während man das alles zusammensuchte und zusammenschleppte, verließen mittlerweile etwa sechstausend Mann, die zum Stamm der Verbigener gehörten, beim Anbruch der Nacht das Lager der Helvetier und brachen gegen den Rhein und das germanische Gebiet auf. Dies taten sie entweder aus Furcht, nach der Auslieferung der Waffen von den Römern niedergehauen zu werden; oder die Hoffnung vollkommener Freiheit verleitete sie dazu, indem sie wähnen mochten, bei einer so großen Menge derer, die sich ergeben hatten, werde ihre Flucht entweder verborgen oder ganz unbemerkt bleiben. |
| Quod ubi Caesar resciit, quorum per fines ierant, his, uti conquirerent et reducerent, si sibi purgati esse vellent, imperavit; reductos in hostium numero habuit; Caes.Gall.1,28,1 | Als Cäsar dies erfuhr, befahl er denen, durch deren Gebiet sie gezogen waren, sie aufzubringen und zu ihm zurückzubringen, wenn man in seinen Augen nicht strafbar erscheinen wolle. Nachdem jene zurückgebracht waren, behandelte er sie als Feinde; |
| reliquos omnes obsidibus, armis, perfugis traditis in deditionem accepit. Caes.Gall.1,28,2 | die übrigen nahm er alle in seinen Schutz auf, nachdem man ihm Geiseln, Waffen und Überläufer übergeben hatte. |
| In castris Helvetiorum tabulae repertae sunt litteris Graecis confectae et ad Caesarem relatae, quibus in tabulis nominatim ratio confecta erat, qui numerus domo exisset eorum, qui arma ferre possent, et item separatim pueri, senes mulieresque. Caes.Gall.1,29,1 | Im Lager der Helvetier fanden sich Tafeln mit griechischer Schrift, die man Cäsar zustellte. Auf denselben war ausdrücklich berechnet, wie viel waffenfähige Männer Helvetien verlassen hatten; ebenso war die Anzahl der Knaben, der Greise und der Weiber besonders angegeben. |
| sed peius victoribus Sequanis quam Haeduis victis accidisse, propterea quod Ariovistus rex Germanorum in eorum finibus consedisset tertiamque partem agri Sequani, qui esset optimus totius Galliae, occupavisset, et nunc de altera parte tertia Sequanos decedere iuberet, propterea quod paucis mensibus ante Harudum milia hominum xxiiii ad eum venissent, quibus locus ac sedes pararentur. Caes.Gall.1,31,10 | Aber noch schlechter sei es den siegreichen Sequanern als den besiegten Häduern ergangen; denn der Germanenkönig Ariovist habe sich in ihrem Land festgesetzt, habe sich ein Drittel des Sequanerlandes, das das beste in ganz Gallien sei, angeeignet und fordere jetzt die Sequaner auf, noch ein zweites Drittel zu räumen, weil einige Monate zuvor 24 Tausend Haruden zu ihm gestoßen seien, denen man Felder und Wohnsitze anweisen müsse. |
| hominem esse barbarum, iracundum, temerarium; non posse eius imperia diutius sustineri. Caes.Gall.1,31,13 | Er sei unzivilisiert, jähzornig und unberechenbar. Man könne seine Herrschaft nicht länger aushalten. |
| ipse autem Ariovistus tantos sibi spiritus, tantam arrogantiam sumpserat, ut ferendus non videretur. Caes.Gall.1,33,5 | Ariovist selbst hatte sich aber einen solchen Stolz und solche Anmaßung zugelegt, dass man es offenbar nicht hinnehmen konnte. |
| vulgo totis castris testamenta obsignabantur. horum vocibus ac timore paulatim etiam ii, qui magnum in castris usum habebant, milites centurionesque, quique equitatui praeerant, perturbabantur. Caes.Gall.1,39,5 | Allenthalben schrieb man im gesamten Lager sein Testament. Durch deren Gejammer und Furcht wurden allmählich auch die kriegserfahrenen Soldaten, die Hauptleute und Reiteranführer aus der Fassung gebracht. |
| qui se ex his minus timidos existimari volebant, non se hostem vereri, sed angustias itineris et magnitudinem silvarum, quae inter eos atque Ariovistum intercederent, aut rem frumentariam, ut satis commode supportari posset, timere dicebant. Caes.Gall.1,39,6 | Wer unter ihnen als weniger furchtsam gelten wollte, erklärte, er habe zwar keine Scheu vor dem Feind selbst, aber fürchte die Engpässe unterwegs und die ausgedehnten Wälder zwischen ihnen und Ariovist, oder auch dass man die Lebensmitteln nicht leicht werde nachführen können. |
| Haec cum animadvertisset, convocato consilio omniumque ordinum ad id consilium adhibitis centurionibus vehementer eos incusavit: primum quod aut quam in partem aut quo consilio ducerentur, sibi quaerendum aut cogitandum putarent. Caes.Gall.1,40,1 | Als Cäsar dies bemerkt hatte, berief er eine Versammlung, zu der er auch Hauptleute jeden Ranges hinzuzog. Er erteilte ihnen einen schweren Verweis zunächst darüber, dass sie glaubten, sie hätten zu untersuchen oder zu überlegen, wohin oder in welcher Absicht man sie aufbrechen lasse: |
| factum eius hostis periculum patrum nostrorum memoria, cum Cimbris et Teutonis a C. Mario pulsis non minorem laudem exercitus quam ipse imperator meritus videbatur; factum etiam nuper in Italia servili tumultu, quos tamen aliquid usus ac disciplina, quam a nobis accepissent, sublevarent, Caes.Gall.1,40,5 | Man habe sich zu Zeiten der Väter mit diesem Feind gemessen, als sich bei der Niederlage der Cimbern und Teutonen durch Gaius Marius, das Heer offenbar keinen geringeren Ruhm verdiente als der Feldherr selbst. Gemessen habe man sich auch kürzlich in Italien bei der Niederwerfung des Sklavenaufstandes, wobei ihnen immerhin die Erfahrung und Zucht, die sie von den Römern übernommen hätten, geholfen habe. |
| ex quo iudicari posset, quantum haberet in se boni constantia, propterea quod, quos aliquamdiu inermes sine causa timuissent, hos postea armatos ac victores superassent. Caes.Gall.1,40,6 | Daraus könne man beurteilen, einen wie großen Vorteil feste Entschlossenheit gewähre, weil sie diejenigen, die sie unbewaffnet eine Zeit lang grundlos gefürchtet hätten, später, nachdem sie bewaffnet waren und bereits einen Sieg errungen hatten, besiegt hätten. |
| quod non fore dicto audientes neque signa laturi dicantur, nihil se ea re commoveri; scire enim quibuscumque exercitus dicto audiens non fuerit, aut male re gesta fortunam defuisse aut aliquo facinore comperto avaritiam esse convictam. Caes.Gall.1,40,12 | Wenn man ihm aber sage, seine Soldaten würden den Gehorsam verweigern und nicht aufbrechen, so beunruhige ihn das nicht. Er wisse nämlich, dass in allen Fällen, in denen ein Heer einem Feldherrn den Gehorsam verweigert habe, dieser entweder die Sache schlecht ausgeführt und kein Glück gehabt habe oder aufgrund eines offenkundigen Vergehens der Habgier überführt worden sei. |
| Ariovistus, ex equis ut conloquerentur et praeter se denos ad conloquium adducerent, postulavit. Caes.Gall.1,43,3 | Ariovist verlangte, dass man sich zu Pferde bespreche, und beide zusätzlich zehn Begleiter zur Verhandlung mitbringe. |
| ubi eo ventum est, Caesar initio orationis sua senatusque in eum beneficia commemoravit, quod rex appellatus esset a senatu, quod amicus, quod munera amplissime missa; quam rem et paucis contigisse et pro magnis hominum officiis consuesse tribui docebat; Caes.Gall.1,43,4 | Als man dorthin gekommen war, erwähnte Cäsar zum Eingang seiner Rede die Beweise des Wohlwollens, die Ariovist von ihm und dem römischen Senat erhalten habe, dass ihm der Senat den Namen eines Königs und Freundes gegeben und so höchst auszeichnende Geschenke übersandt habe, eine Ehre, die, worauf er hinwies, nur wenigen zu Teil geworden sei und gewöhnlich bloß für wichtige Dienste erteilt werde. |
| populi Romani hanc esse consuetudinem, ut socios atque amicos non modo sui nihil deperdere, sed gratia, dignitate, honore auctiores velit esse; quod vero ad amicitiam populi Romani attulissent, id iis eripi quis pati posset? Caes.Gall.1,43,8 | Es liege in der Gewohnheit der Römer, dass ihre Bundesgenossen und Freunde nicht nur nichts von dem Ihrigen verlören, sondern an Einfluss, Ansehen und Ehre zunähmen. Wer könne also zugeben, dass man solchen Bundesgenossen selbst das entreiße, was sie in den Freundscahftsbund mit dem römischen Volk eingebracht hätten? |
| quid sibi vellet? cur in suas possessiones veniret? provinciam suam hanc esse Galliam, sicut illam nostram. ut ipsi concedi non oporteret, si in nostros fines impetum faceret, sic item nos esse iniquos, quod in suo iure se interpellaremus. Caes.Gall.1,44,8 | Was Cäsar denn suche? Warum er seine Besitzungen betrete? Dieser Teil Galliens sei seine Provinz, wie jene den Römern. Wie man es ihm nicht gestatten dürfe, wenn er in das römische Gebiet einen Einfall mache, so seien die Römer ungerecht, weil sie ihn in seinem Recht störten. |
| populi Romani iustissimum esse in Gallia imperium; si iudicium senatus observari oporteret, liberam debere esse Galliam, quam bello victam suis legibus uti voluisset. Caes.Gall.1,45,3 | Käme es also auf das möglichst hohe Alter an, so habe das römische Volk das größte Recht, über Gallien zu herrschen. Wolle man die Ansicht des Senats beachten, so müsse Gallien frei sein, weil er diesem Land, auch nachdem es im Krieg besiegt war, die eigene Verfassung habe lassen wollen. |
| Dum haec in conloquio geruntur, Caesari nuntiatum est equites Ariovisti propius tumulum accedere et ad nostros adequitare, lapides telaque in nostros conicere. Caes.Gall.1,46,1 | Während man dies in der Besprechung verhandelte, meldete man Cäsar, die Reiterei des Ariovist rücke näher gegen den Hügel heran, sprenge auf die Römer zu und schleudere Steine und Geschosse gegen sie. |
| nam etsi sine ullo periculo legionis delectae cum equitatu proelium fore videbat, tamen committendum non putabat, ut pulsis hostibus dici posset eos ab se per fidem in conloquio circumventos. Caes.Gall.1,46,3 | Obgleich er nämlich überzeugt war, ein Treffen mit der Reiterei würde ohne jedes Risiko für seine ausgewählte Legion vonstatten gehen, glaubte er doch nicht zugeben zu dürfen, dass man nach einer Niederlage der Feinde sagen könne, die Germanen seien aus Vertrauen zu ihm während der Unterredung in eine Falle gelockt worden. |
| si qui graviore vulnere accepto equo deciderat, circumsistebant; si quo erat longius prodeundum aut celerius recipiendum, tanta erat horum exercitatione celeritas, ut iubis equorum sublevati cursum adaequarent. Caes.Gall.1,48,7 | wenn ein Reiter schwer verwundet vom Pferd fiel, stellten sie sich um ihn, und wenn man etwas weiter vorrücken oder in Eile den Rückzug antreten musste, entwickelten sie infolge ihrer Übung eine solche Geschwindigkeit und liefen, indem sie sich an den Mähnen der Pferde hielten, so schnell wie die Pferde selbst. |
| relictis pilis comminus gladiis pugnatum est. at Germani celeriter ex consuetudine sua phalange facta impetus gladiorum exceperunt. Caes.Gall.1,52,4 | Man warf diese also weg und griff mit dem schwert an. Die Germanen aber bildeten nach ihrer Gewohnheit alsbald eine Phalanx und fingen die Schwerthiebe der Römer auf. |
| is se praesente de se ter sortibus consultum dicebat, utrum igni statim necaretur an in aliud tempus reservaretur; sortium beneficio se esse incolumem. (8) item M. Metius repertus et ad eum reductus est. Caes.Gall.1,53,7 | Procillus erzählte, man habe drei Mal vor seinen Augen gelost, ob man ihn sofort dem Feuertod übergeben oder auf spätere Zeit aufbewahren solle; der Gunst des Loses habe er sein Leben zu vertrauen. (8) Ebenso fand man Marcus Metius und brachte ihn zu ihm zurück. |
| ipse, cum primum pabuli copia esse inciperet, ad exercitum venit. Caes.Gall.2,2,2 | Er selbst erschien bei dem Heer, sobald man Futter genug hatte, |
| hi constanter omnes nuntiaverunt manus cogi, exercitum in unum locum conduci. Caes.Gall.2,2,4 | Diese meldeten alle einstimmig, man versammele Heerhaufen und ziehe das Heer an einem Ort zusammen. |
| Eo cum de improviso celeriusque omni opinione venisset, Remi, qui proximi Galliae ex Belgis sunt, ad eum legatos Iccium et Andecumborium primos civitatis miserunt, Caes.Gall.2,3,1 | Als er dort unversehens und schneller, als man geglaubt hatte, erschien, schickten die Remer, eine belgische Völkerschaft an der Grenze des Keltenlandes, ihre Häuptlinge Iccius und Andecumborius als Gesandte zu ihm, |
| apud eos fuisse regem nostra etiam memoria Diviciacum, totius Galliae potentissimum, qui cum magnae partis harum regionum, tum etiam Britanniae imperium obtinuerit; nunc esse regem Galbam; ad hunc propter iustitiam prudentiamque summam totius belli omnium voluntate deferri; Caes.Gall.2,4,7 | Bis in unsere Zeit habe über sie der König Diviciacus geherrscht, der mächtigste im ganzen Keltenland, der nicht bloß einen Grpßteil dieser Landstriche, sondern auch Britannien beherrschte. Der jetzige König heiße Galba, dem man wegen seiner Gerechtigkeit und Klugheit einhellig die Leitung des ganzen Krieges übertragen wolle; |
| Condrusos, Eburones, Caerosos, Caemanos, qui uno nomine Germani appellantur, arbitrari ad XL milia. Caes.Gall.2,4,10 | die Condruser, Eburonen, Caeroser und Caemaner, die man zusammen Germanen nenne, könne man auf 40.000 Krieger schätzen. |
| ipse Diviciacum Haeduum magnopere cohortatus docet, quanto opere rei publicae communisque salutis intersit manus hostium distineri, ne cum tanta multitudine uno tempore confligendum sit. Caes.Gall.2,5,2 | Er selbst ermahnte den Häduer Diviciacus nachdrücklich und machte klar, wie sehr es im öffentlichen Interesse liege und zu ihrem gemeinsamen Besten führe, wenn man die feindlichen Streitkräfte getrennt halte, um nicht auf einmal mit einer so großen Masse kämpfen zu müssen. |
| cum finem oppugnandi nox fecisset, Iccius Remus, summa nobilitate et gratia inter suos, qui tum oppido praefuerat, unus ex iis, qui legati de pace ad Caesarem venerant, nuntios ad eum mittit, nisi subsidium sibi submittatur, sese diutius sustinere non posse. Caes.Gall.2,6,4 | Als die Nacht dem Kampf ein Ende machte, schickte der Remer Iccius, ein Mann von hoher Abkunft und größtem Ansehen unter seinen Mitbürgern, der die Stadt damals befehligte und unlängst mit anderen als Gesandter wegen Friedensunterhandlungen bei Cäsar gewesen war, Boten zu ihm und erklärte, wenn man ihm keine Hilfe sende, könne er sich nicht länger halten. |
| quae castra, ut fumo atque ignibus significabatur, amplius milibus passuum octo in latitudinem patebant. Caes.Gall.2,7,4 | Dieses Lager hatte aber eine Ausdehnung von mehr als acht Meilen in der Breite, wie man dem Rauch und den Feuern entnehmen konnte. |
| ubi nostros non esse inferiores intellexit, loco pro castris ad aciem instruendam natura opportuno atque idoneo, quod is collis, ubi castra posita erant, paululum ex planitie editus tantum adversus in latitudinem patebat, quantum loci acies instructa tenere poterat, atque ex utraque parte lateris deiectus habebat et in fronte leniter fastigatus paulatim ad planitiem redibat, ab utroque latere eius collis transversam fossam obduxit circiter passuum quadringentorum Caes.Gall.2,8,3 | Hierbei nahm er wahr, dass man dem Feind gewachsen sei. Zugleich war auch der Platz vor Cäsars Lage von Natur bequem und geeignet, um dort eine Schlachtlinie aufzustellen; denn der Hügel, auf dem das Lager stand, stieg allmählich von der Ebene empor und hatte an der vorderen, dem Feinde zugekehrten Seite nur so viel Raum in der Breite, als ein in Schlachtordnung gestelltes Heer einnehmen konnte. Auch hatte der Hügel zu beiden Seiten abschüssige Nebenwände, während er sich vorn sanft abdachte und in die Ebene verlor. Cäsar zog von beiden Seiten dieses Hügels quer verlaufende Gräben, etwa 400 Fuß lang; |
| interim proelio equestri inter duas acies contendebatur. ubi neutri transeundi initium faciunt, secundiore equitum proelio nostris Caesar suos in castra reduxit. Caes.Gall.2,9,2 | Indessen lieferte man sich zwischen beiden Schlachtlinien ein Reitergefecht. Da man auf keiner Seite den Übergang versuchen wollte, führt Cäsar, dessen Reiterei ziemlich erfolgreich war, seine Leute in das Lager zurück. |
| hostes, ubi et de expugnando oppido et de flumine transeundo spem se fefellisse intellexerunt neque nostros in locum iniquiorem progredi pugnandi causa viderunt atque ipsos res frumentaria deficere coepit, concilio convocato constituerunt optimum esse domum suam quemque reverti et, quorum in fines primum Romani exercitum introduxissent, ad eos defendendos undique convenirent, ut potius in suis quam in alienis finibus decertarent et domesticis copiis rei frumentariae uterentur. Caes.Gall.2,10,4 | Da sich die Feinde in der Hoffnung, die Festung zu erobern und über den Fluss zu setzen, betrogen sahen und bemerkten, wie sich die Römer nicht verleiten ließen, an einem ungünstigen Ort ein Treffen zu liefern, während ihnen selbst der Getreidevorrat ausging, beriefen ihrer Häuptlinge eine Versammlung, in der man den Beschluss fasste, jeder solle in seine Heimat zurückkehren, um demjenigen Staat, in dessen Gebiet die Römer zuerst einfallen würden, von allen Seiten zu Hilfe zu kommen, indem sie lieber im eigenen Land als auf fremdem Boden eine Schlacht wagen und sich des heimischen Vorrates an Lebensmitteln bedienen wollten. |
| hi novissimos adorti et multa milia passuum prosecuti magnam multitudinem eorum fugientium conciderunt, cum ab extremo agmine, ad quos ventum erat, consisterent fortiterque impetum nostrorum militum sustinerent, Caes.Gall.2,11,4 | Diese griffen die Nachhut an, verfolgten sie viele Meilen weit und hieben eine große Menge Feinde auf der Flucht nieder. Während nämlich die Leute im feindlichen Nachtrab, auf die man gestoßen war, dem Angriff standhielten und tapfere Gegenwehr leisteten, |
| castris munitis vineas agere quaeque ad oppugnandum usui erant comparare coepit. Caes.Gall.2,12,3 | Er schlug hierauf das Lager auf, ließ Sturmdächer herbeirücken und alles bereithalten, was man zur Bestürmung einer Stadt braucht. |
| cum ex dediticiis Belgis reliquisque Gallis complures Caesarem secuti una iter facerent, quidam ex his, ut postea ex captivis cognitum est, eorum dierum consuetudine itineris nostri exercitus perspecta nocte ad Nervios pervenerunt atque his demonstrarunt inter singulas legiones impedimentorum magnum numerum intercedere neque esse quicquam negotii, cum prima legio in castra venisset reliquaeque legiones magnum spatium abessent, hanc sub sarcinis adoriri; Caes.Gall.2,17,2 | Diesen Feldzug der Römer machte aber eine Zahl unterworfener Belger zusammen mit anderen Galliern mit. Einige dieser Leute hatten, wie man später von Gefangenen erfuhr, in den letzten Tagen die übliche Ordnung im römischen Heereszug beobachtet und gingen bei Nacht zu den Nerviern über, denen sie meldeten, zwischen den einzelnen Legionen ziehe ein zahlreicher Tross; es werde keine Mühe kosten, die erste Legion bei ihrer Ankunft im Lager anzugreifen, während die Soldaten noch ihre Last trügen und die übrigen Legionen noch weit zurück wären. |
| adiuvabat etiam eorum consilium, qui rem deferebant, quod Nervii antiquitus, cum equitatu nihil possent - neque enim ad hoc tempus ei rei student, sed quicquid possunt, pedestribus valent copiis -, quo facilius finitimorum equitatum, si praedandi causa ad eos venissent, impedirent, teneris arboribus incisis atque inflexis crebrisque in latitudinem ramis enatis et rubis sentibusque interiectis effecerant, ut instar muri hae saepes munimentum praeberent, quo non modo non intrari, sed ne perspici quidem posset. Caes.Gall.2,17,4 | Ihr Rat fand auch aus folgendem Grund Gefallen: Die Nervier waren nicht bloß früher schwach an Reiterei, sondern widmen ihr auch jetz noch keine Aufmerksamkeit; sie suchen ihre ganze Stärke im Fußvolk. Um daher gegen räuberische Einfälle der Reiterei ihrer Nachbarn geschützt zu sein, hatten sie seit alten Zeiten zarte Bäume angehauen und umgebogen und die zahlreichen herausgeschossenen Äste zusammen mit Dornbüschen und anderem Gestrüpp dazwischengeflochten und so bewirkt, dass dieses Gehege gleich einer Mauer Schutz gewährte, indem man nicht durchdringen, ja nicht einmal durchblicken konnte. |
| intra eas silvas hostes in occulto sese continebant. in aperto loco secundum flumen paucae stationes equitum videbantur. fluminis erat altitudo pedum circiter trium. Caes.Gall.2,18,3 | In diesen Wäldern hielten sich die Feinde verborgen; in der offenen Gegend konnte man längs des Flusses einige Reiterposten sehen. Der Fluss selbst war etwa drei Fuß tief. |
| his facile pulsis ac proturbatis incredibili celeritate ad flumen decucurrerunt, ut paene uno tempore et ad silvas et in flumine et iam in manibus nostris hostes viderentur. Caes.Gall.2,19,7 | Nachdem sie so die römischen Reiter mit Leichtigkeit geworfen und in Unordnung gebracht hatten, stürmten sie mit unglaublicher Schnelligkeit zum Fluss, so dass man sie fast zur gleichen Zeit an den Wäldern, im Fluss und mitten unter den Römern erblickte. |
| Caesari omnia uno tempore erant agenda: vexillum proponendum, quod erat insigne, cum ad arma concurri oporteret, signum tuba dandum, ab opere revocandi milites, qui paulo longius aggeris petendi causa processerant, arcessendi, acies instruenda, milites cohortandi, signum dandum. Caes.Gall.2,20,1 | Jetzt musste Cäsar in einem Augenblick alles tun: man musste als Zeichen, zu den Waffen zu eilen, die rote Fahne aufpflanzen, das Signal mit der Trompete geben, die Soldaten von der Lagerbefestigung abrufen, diejenigen insbesondere, die sich, um Material für den Wall zu holen, weiter entfernt hatten; man musste die Schlachtlinie ordnen, die Soldaten zur Tapferkeit anfeuern und die Losung geben. |
| temporis tanta fuit exiguitas hostiumque tam paratus ad dimicandum animus, ut non modo ad insignia accommodanda, sed etiam ad galeas induendas scutisque tegimenta detrahenda tempus defuerit. Caes.Gall.2,21,5 | Die Zeit war so kurz, der Feind so kampfbereit, dass man keinen Augenblick übrig hatte, sich mit seinen Auszeichnungen zu schmücken, ja nicht einmal die Helme aufzusetzen und von den Schilden die Decken abzunehmen. |
| Instructo exercitu, magis ut loci natura deiectusque collis et necessitas temporis, quam ut rei militaris ratio atque ordo postulabat, cum diversis legionibus aliae alia in parte hostibus resisterent saepibusque densissimis, ut ante demonstravimus, interiectis prospectus impediretur, neque certa subsidia conlocari neque, quid in quaque parte opus esset, provideri neque ab uno omnia imperia administrari poterant. Caes.Gall.2,22,1 | Die Aufstellung des Heeres war mehr so, wie es die Beschaffenheit des Ortes, die Abdachung des Hügels und die Not des Augenblicks verlangte, als nach den Regeln und der Ordnung der Kriegskunst. Die Legionen leisteten getrennt, die eine hier, die anderen dort dem Feind Widerstand. Auch wurde der Blick in die Ferne durch das äußerst dichte Gehege dazwischen, wovon wir oben sprachen, fast unmöglich. Deshalb konnte man keine Hilfskräfte bereithalten, noch vorhersehen, was an jedem Ort nötig sein mochte; auch konnten unmöglich von einem alle Befehle ausgehen. |
| simul eorum, qui cum impedimentis veniebant, clamor fremitusque oriebatur, aliique aliam in partem perterriti ferebantur. Caes.Gall.2,24,3 | Zugleich vernahm man das Geschrei und den dumpfen Lärm derer, die mit dem Gepäck ankamen und sich in ihrer Bestürzung nach allen Seiten drängten. |
| scuto ab novissimis uni militi detracto, quod ipse eo sine scuto venerat, in primam aciem processit centurionibusque nominatim appellatis reliquos cohortatus milites signa inferre et manipulos laxare iussit, quo facilius gladiis uti possent. Caes.Gall.2,25,2 | Dann nahm er einem Soldaten aus dem hinteren Glied den Schild, weil er selbst ohne Schild gekommen war, trat in die vorderste Linie, redete die Hauptleute namentlich an, forderte die übrigen Soldaten zur Tapferkeit auf und ließ zum Angriff vorrücken und die Manipel sich lockern, damit man leichter das Schwert brauchen konnte. |
| his deiectis et coacervatis cadaveribus, qui superessent, ut ex tumulo tela in nostros conicerent pilaque intercepta remitterent: ut non nequiquam tantae virtutis homines iudicari deberet ausos esse transire latissimum flumen, ascendere altissimas ripas, subire iniquissimum locum; quae facilia ex difficillimis animi magnitudo redegerat. Caes.Gall.2,27,4 | Als auch diese fielen und ganze Haufen von Leichen dalagen, schleuderten die übrigen, gleichsam wie von einem Hügel, ihre Geschosse gegen die Römer, deren Wurfgeschosse sie auffingen und gegen die Legionen zurückwarfen. Man muss gestehen, dass Leute von so außerordentlicher Tapferkeit ein gewisses Recht zu dem Wagnis hatten, über einen so breiten Fluss zu setzen, so hohe Ufer zu ersteigen und auf die ungünstigste Örtlichkeit vorzurücken; denn ihr großer Mut machte ihnen das Schwerste leicht. |
| Hoc proelio facto et prope ad internecionem gente ac nomine Nerviorum redacto maiores natu, quos una cum pueris mulieribusque in aestuaria ac paludes coniectos dixeramus, hac pugna nuntiata cum victoribus nihil impeditum, victis nihil tutum arbitrarentur, Caes.Gall.2,28,1 | Als in dieser Schlacht beinahe der ganze Stamm der Nervier vertilgt war, schickten die Greise, die man, wie schon bemerkt, zusammen mit Kindern und Weibern in unzugänglichen Lachen und Sümpfe gebracht hatte, bei der Nachricht des Geschehenen |
| ubi vineis actis aggere exstructo turrim procul constitui viderunt, primum inridere ex muro atque increpitare vocibus, quod tanta machinatio a tanto spatio instrueretur: Caes.Gall.2,30,3 | Kaum nahmen sie jedoch war, dass man die Sturmdächer vorwärtsschob, einen Belagerungswall aufwarf und in der ferner einen Turm errichtete, schrieen sie laut und höhnisch von ihrer Mauer herab, wohin man mit solch großer Vorrichtung aus solcher Entfernung wolle; |
| re nuntiata ad suos illi se, quae imperarentur, facere dixerunt. Caes.Gall.2,32,3 | Die Gesandten meldeten dies ihren Leuten, und diese erklärten, man wolle sich den Befehlen fügen. |
| armorum magna multitudine de muro in fossam, quae erat ante oppidum, iacta, sic ut prope summam muri aggerisque altitudinem acervi armorum adaequarent, et tamen circiter parte tertia, ut postea perspectum est, celata atque in oppido retenta, portis patefactis eo die pace sunt usi. Caes.Gall.2,32,4 | Hierauf wurde eine so große Menge Waffen von der Mauer in den Graben, der um die Stadt lief, geworfen, dass deren Haufen fast bis an den oberen Rand der Mauer und des Walles reichten. Dennoch hatten sie, wie man sich später überzeugte, etwa den dritten Teil verheimlicht und in der Stadt zurückgehalten. Den Römern wurden die Tore geöffnet und es herrschte an diesem Tag Frieden. |
| celeriter, ut ante Caesar imperarat, ignibus significatione facta ex proximis castellis eo concursum est, Caes.Gall.2,33,3 | Als die Römer auf Cäsars Anordnung hin schleunig Feuerzeichen gaben, eilte man aus den nächsten Vorwerken hervor. |
| accedebat, quod suos ab se liberos abstractos obsidum nomine dolebant et Romanos non solum itinerum causa, sed etiam perpetuae possessionis culmina Alpium occupare conari et ea loca finitimae provinciae adiungere sibi persuasum habebant. Caes.Gall.3,2,5 | Hierzu kam die Erbitterung darüber, dass man ihre Kinder als Geiseln von ihrer Seite gerissen hatte. Endlich waren sie fest überzeugt, die Römer wollten nicht bloß der Straßen wegen die Alpen besetzen, sondern um sie für immer in Besitz zu haben und diese Gegenden mit der naheliegenden gallischen Provinz zu vereinigen. |
| His nuntiis acceptis Galba, cum neque opus hibernorum munitionesque plene essent perfectae neque de frumento reliquoque commeatu satis esset provisum, quod deditione facta obsidibusque acceptis nihil de bello timendum existimaverat, consilio celeriter convocato sententias exquirere coepit. Caes.Gall.3,3,1 | Weil beim Eintreffen dieser Nachricht das Winterlager mit seinen Verschanzungen noch nicht ganz fertig und für Fruchtvorrat und andere Bedürfnisse nicht hinreichend gesorgt war (denn nach der Unterwerfung und der Stellung von Geiseln glaubte man, keine weiteren Feindseligkeiten befürchten zu müssen), berief Galba eilig einen Kriegsrat, um die Ansichten seiner Leute zu vernehmen. |
| quo in consilio, cum tantum repentini periculi praeter opinionem accidisset ac iam omnia fere superiora loca multitudine armatorum completa conspicerentur neque subsidio veniri neque commeatus supportari interclusis itineribus possent, Caes.Gall.3,3,2 | Da unvermutet eine so gewaltige und drohende Gefahr eingetreten war und, wie man sah, bereits fast alle Anhöhen mit einer Masse Bewaffneter bedeckt waren, da man also bei völlig gesperrten Wegen wieder Hilfe noch Nahrungsmittel erhalten konnte, |
| prope iam desperata salute nonnullae huiusmodi sententiae dicebantur, ut impedimentis relictis eruptione facta isdem itineribus, quibus eo pervenissent, ad salutem contenderent. (4) maiori tamen parti placuit hoc reservato ad extremum consilio interim rei eventum experiri et castra defendere. Caes.Gall.3,3,3 | gingen in dieser Beratung bei so geringer Hoffnung auf Rettung einige Stimmen dahin, man solle das Gepäck zurücklassen, einen Ausfall machen und sich auf derselben Straße zu retten suchen, auf der man hergekommen war. (4) Die Mehrheit jedoch beschloss, diese Maßregel bis auf das Letzte und Äußerste zu verschieben, unterdessen aber den Verlauf der Sache abzuwarten und das Lager zu verteidigen. |
| Brevi spatio interiecto, vix ut rebus, quas constituissent, conlocandis atque administrandis tempus daretur, hostes ex omnibus partibus signo dato decurrere, lapides gaesaque in vallum conicere. Caes.Gall.3,4,1 | Es verstrich kaum so viel Zeit, dass man die Beschlüsse umsetzen konnte; da stürmten die Feinde auf ein Zeichen hin von allen Seiten herab und schleuderten Steine und Speere gegen den Wall. |
| nostri primo integris viribus fortiter repugnare neque ullum frustra telum ex loco superiore mittere, ut quaeque pars castrorum nudata defensoribus premi videbatur, eo occurrere et auxilium ferre, Caes.Gall.3,4,2 | Die Römer leisteten anfangs bei frischen Kräften tapferen Widerstand und warfen von dem erhöhten Standpunkt ihres Walles kein Geschoss umsonst auf die Feinde. Sobald eine Seite des Lagers von Verteidigern entblößt und in Gefahr zu sein schien, eilte man dorthin und leistete Hilfe. |
| itaque convocatis centurionibus celeriter milites certiores facit, paulisper intermitterent proelium ac tantummodo tela missa exciperent seque ex labore reficerent, post dato signo e castris erumperent atque omnem spem salutis in virtute ponerent. Caes.Gall.3,5,3 | Galba ließ daher die Hauptleute rufen und den Soldaten den Befehl erteilen, ein wenig vom Kampf abzulassen, bloß die von den Feinden kommenden Geschosse aufzufangen und sich von der Anstrengung zu erholen. Wenn man später das Zeichen gebe, sollten Sie aus dem Lager hervorbrechen und alle Hoffnung auf Rettung in ihre persönliche Tapferkeit setzen. |
| sic omnibus hostium copiis fusis armisque exutis se intra munitiones suas recipiunt. Caes.Gall.3,6,3 | Nachdem so die ganze Macht des Feindes geschlagen und entwaffnet war, zog man sich in das Lager und hinter die Schanzen zurück. |
| horum auctoritate finitimi adducti, ut sunt Gallorum subita et repentina consilia, eadem de causa Trebium Terrasidiumque retinent et celeriter missis legatis per suos principes inter se coniurant nihil nisi communi consilio acturos eundemque omnes fortunae exitum esse laturos, Caes.Gall.3,8,3 | Durch ihr Beispiel verleitet (wie denn die Gallier in ihren Entschlüssen schnell und unbesonnen sind) nahmen auch ihre Nachbarn in derselben Absicht den Trebius und Terrasidius in Haft. Dann schickte man in aller Eile Gesandte umher und leistete sich in der Person der Häuptlinge gegenseitig den Eid, in allem gemeinschaftlich zu Werke zu gehen und gleiches Schicksal miteinander zu teilen. |
| naves in Venetiam, ubi Caesarem primum bellum gesturum constabat, quam plurimas possunt, cogunt. Caes.Gall.3,9,9 | und alle Schiffe in möglichst großer Zahl an der venetischen Küste sich sammeln, weil man wusste, Cäsar werde zuerst dort den Krieg versuchen. |
| iniuria retentorum equitum Romanorum, rebellio facta post deditionem, defectio datis obsidibus, tot civitatum coniuratio, in primis ne hac parte neglecta reliquae nationes sibi idem licere arbitrarentur. Caes.Gall.3,10,2 | Diese waren: die beleidigende Festnahme römischer Ritter; die Empörung nach erfolgter Unterwerfung; der Abfall, obgleich Geiseln gestellt waren; die Verschwörung so vieler Völkerschaften; vorzüglich die Besorgnis, die übrigen gallischen Völker möchten, wenn man diesen Teil ungestraft lasse, glauben, sie dürften das selbe tun. |
| Erant eiusmodi fere situs oppidorum, ut posita in extremis lingulis promunturiisque neque pedibus aditum haberent, cum ex alto se aestus incitavisset, quod bis accidit semper horarum duodenarum spatio, neque navibus, quod rursus minuente aestu naves in vadis adflictarentur. Caes.Gall.3,12,1 | Die festen Plätzen der Veneter lagen fast alle an den Spitzen von Landzungen und Vorgebirgen. Man konnte sie also auf der Landseite nicht angreifen, sobald von des hohen See aus die Flut eingetreten war, was alle zwölf Stunden der Fall ist. Weil ferner beim Eintritt der Ebbe die Schiffe auf den Untiefen Beschädigungen erlitten, war auch der Angriff auf der Seeseite nicht leicht möglich. |
| ac si quando magnitudine operis forte superati extruso mari aggere ac molibus atque his oppidi moenibus adaequatis suis fortunis desperare coeperant, magno numero navium adpulso, cuius rei summam facultatem habebant, sua deportabant omnia seque in proxima oppida recipiebant; Caes.Gall.3,12,3 | Wenn man aber dennoch das Meer durch Wälle und Dämme zurückdrängte und diese fast so hoch werden ließ, wie die Mauern einer Festung selbst waren, so wurden die Feinde zwar durch die Größe solcher Belagerungswerke ein oder das andere Mal überboten und mussten die Hoffnung, sich halten zu können, aufgeben; allein sie ließen dann immer große Zahl Schiffe landen, wie sie im Überfluss hatten, und retteten so sich und ihre ganze Habe in die nächstgelegenen Festungen. |
| sive propter lini inopiam atque eius usus inscientiam, sive - quod est magis veri simile - quod tantas tempestates Oceani tantosque impetus ventorum sustineri ac tanta onera navium regi velis non satis commode posse arbitrabantur. Caes.Gall.3,13,6 | entweder aus Mangel an Flachs und Unkenntnis seines Gebrauchs oder wahrscheinlich deswegen, weil sie glaubten, man könne mit Leinensegeln die heftigen Stürme des Weltmeeres und die gewaltigen Windstöße nicht aushalten, noch auch mit Sicherheit so schwere Schiffe lenken. |
| neque enim his nostrae rostro nocere poterant - tanta in iis erat firmitudo -, neque propter altitudinem facile telum adigebatur, et eadem de causa minus commode copulis continebantur. Caes.Gall.3,13,8 | Die römischen Schiffe konnten nämlich den gallischen ihrer ungemeinen Festigkeit wegen mit den Schnäbeln nicht schaden, und weil sie so hoch gebaut waren, konnte man nicht leicht weder von Geschossen noch von Enterhaken Gebrauch gegen sie machen. |
| Compluribus expugnatis oppidis Caesar ubi intellexit frustra tantum laborem sumi neque hostium fugam captis oppidis reprimi neque iis noceri posse, statuit exspectandam classem. Caes.Gall.3,14,1 | Als Cäsar mehrere feste Plätze der Veneter weggenommen, aber dabei die Einsicht gewonnen hatte, eine so große Anstrengungen sei ohne Nutzen, da man auch mit der Einnahme solcher Punkte weder die Flucht der Feinde verhindern noch ihnen sonst schaden könne, so beschloss er, die Ankunft seiner Flotte abzuwarten. |
| rostro enim noceri non posse cognoverant; turribus autem excitatis tamen has altitudo puppium ex barbaris navibus superabat, ut neque ex inferiore loco satis commode tela adigi possent et missa a Gallis gravius acciderent. Caes.Gall.3,14,4 | Dass sie mit den Schnäbeln ihrer Schiffe dem Feind nicht schaden könnten, das wussten sie; und wenn man auf diesen römischen Schiffen selbst Türme errichtete, so ragte dennoch die Höhe der Hinterteile der feindlichen Schiffe über diese empor, so dass man von dem tieferen Standpunkt aus nicht leicht die Geschosse brauchen konnte, während die Schüsse der Gallier desto schwerer trafen. |
| una erat magno usui res praeparata ab nostris, falces praeacutae insertae adfixaeque longuriis, non absimili forma muralium falcium. Caes.Gall.3,14,5 | Den Römern kam nur eine schon im voraus in Bereitschaft gesetzt Sache zustatten: dies waren sehr scharfe Sicheln, die man in lange Stangen gesteckt und darin befestigt hatte, von ähnlicher Gestalt wie etwa die Mauersicheln. |
| his cum funes qui antemnas ad malos destinabant, comprehensi adductique erant, navigio remis incitato praerumpebantur. Caes.Gall.3,14,6 | Wenn man mit diesen Sicheln die Seile, die die Segelstangen an die Mastbäume festbanden, ergriff und anzog, so rissen diese ab, sobald die Ruder das Schiff vorwärts trieben. |
| omnes enim colles ac loca superiora, unde erat propinquus despectus in mare, ab exercitu tenebantur. Caes.Gall.3,14,9 | denn alle Hügel und Anhöhen der Küste, von wo man eine nahe Aussicht auf das Meer hatte, waren von Cäsars Truppen besetzt. |
| quod ubi auditum est, conclamant omnes occasionem negotii bene gerendi amittendam non esse, ad castra iri oportere. Caes.Gall.3,18,5 | Als die Feinde dies vernahmen, schrieen sie alle einstimmig, die Gelegenheit eines so glücklichen Schlages dürfe man nicht versäumen; man müsse das Lager der Feinde alsbald angreifen. |
| his rebus adducti non prius Viridovicem reliquosque duces ex concilio dimittunt, quam ab his sit concessum arma uti capiant et ad castra contendant. Caes.Gall.3,18,7 | Daher ließen sie den Viridovix und die übrigen Anführer nicht er aus der Versammlung, als bis man ihnen gestatten würde, zu den Waffen zu greifen und das römische Lager zu überfallen. |
| neque adhuc hominum memoria repertus est quisquam qui eo interfecto, cuius se amicitiae devovisset, mortem recusaret - Caes.Gall.3,22,3 | ja, man kennt, so weit die Geschichte reicht, kein Beispiel, dass sich ein Soldurier zu sterben weigerte, wenn das Haupt umkam, dessen Freundschaft man sich weigerte. |
| mittuntur etiam ad eas civitates legati quae sunt citerioris Hispaniae finitimae Aquitaniae; inde auxilia ducesque arcessuntur. Caes.Gall.3,23,3 | Sogar zu den nächsten Völkerschaften Spaniens, die an Aquitanien grenzen, gingen Botschaften ab: man ließ von dort Hilfstruppen und Anführer kommen. |
| duces vero ii deliguntur, qui una cum Q. Sertorio omnes annos fuerant summamque scientiam rei militaris habere existimabantur. Caes.Gall.3,23,5 | Zu Anführern wählte man solche, die alle Feldzüge unter Quintus Sertorius mitgemacht hatten und deshalb im Ruf größter Kenntnis der Kriegskunst standen. |
| hac re perspecta Crassus, cum sua cunctatione atque opinione timidiores hostes nostros milites alacriores ad pugnandum effecissent atque omnium voces audirentur exspectari diutius non oportere quin ad castra iretur, cohortatus suos omnibus cupientibus ad hostium castra contendit. Caes.Gall.3,24,5 | Crassus aber durchschaute ihren Plan. Als demnach der Feind durch sein eigenes Zaudern und die dadurch bewirkte Täuschung in den Augen der Römer furchtsam erschien, die Römer selbst aber dadurch rüstigeren Mut für eine Schlacht fühlten und insgesamt erklärten, man dürfe den Angriff des Lagers nicht länger verschieben, zog er nach einigen Worten der Ermutigung, da alle es wünschten, gegen das feindliche Lager los. |
| Ibi cum alii fossas complerent, alii multis telis coniectis defensores vallo munitionibusque depellerent, auxiliaresque, quibus ad pugnam non multum Crassus confidebat, lapidibus telisque subministrandis et ad aggerem caespitibus comportandis speciem atque opinionem pugnantium praeberent, cum item ab hostibus constanter ac non timide pugnaretur telaque ex loco superiore missa non frustra acciderent, Caes.Gall.3,25,1 | Als man es erreicht hatte, füllten die Soldaten teils die Gräben auf, teils vertrieben sie durch einen Hagel von Geschossen die Verteidiger von Wall und Schanzen; die Hilfstruppen, auf die Crassus für den Kampf selbst kein besonderes Zutrauen setzte, schafften Steine und Geschosse herbei und trugen zur Bildung eines Walles Rassenstücke heran: so erregten sie den Schein und den Glauben, als nähmen sie wirklich am Kampf Anteil. Während übrigens auch die Feinde unablässig und mutig kämpften und ihre Geschosse, weil sie selbst höher standen, nicht ohne Wirkung blieben, |
| quos equitatus apertissimis campis consectatus ex numero milium L, quae ex Aquitania Cantabrisque convenisse constabat, vix quarta parte relicta multa nocte se in castra recepit. Caes.Gall.3,26,4 | Die römische Reiterei verfolgte sie auf der ganz offenen Ebene und kehrten erst in später Nacht in das Lager zurück. Von den 50.000 Mann Aquitanier und Cantabrer, die, wie man wusste, beisammen gewesen waren, blieb kaum der vierte Teil am Leben. |
| Reliquis deinceps diebus Caesar silvas caedere instituit, et ne quis inermibus imprudentibusque militibus ab latere impetus fieri posset, omnem eam materiam quae erat caesa conversam ad hostem conlocabat et pro vallo ad utrumque latus exstruebat. Caes.Gall.3,29,1 | Die nächsten Tage ließ Cäsar die Wälder niederhauen und alles so gefällte Holz gegen den Feind aufschichten und wie einen Wall auf beiden Seiten auftürmen, damit man nicht die römischen Soldaten unbewaffnet und unvorbereitet überfallen konnte. |
| incredibili celeritate magno spatio paucis diebus confecto, cum iam pecus atque extrema impedimenta a nostris tenerentur, ipsi densiores silvas peterent, eiusmodi tempestates sunt consecutae, uti opus necessario intermitteretur et continuatione imbrium diutius sub pellibus milites contineri non possent. Caes.Gall.3,29,2 | In wenigen Tagen war man unglaublich schnell mit einer großen Strecke fertig, und die Römer bekamen bereits die ersten und den äußersten Teil des Gepäcks der Feinde in ihre Hände, während die Gallier selbst sich in dichtere Wälder zurückgezogen. Allein plötzlich trat so schlechte Witterung ein, dass man notwendig von der Arbeit abstehen musste, und die Soldaten bei dem Andauern der Regengüsse es nicht länger unter den Zelten aushalten konnten. |
| hi centum pagos habere dicuntur, ex quibus quotannis singula milia armatorum bellandi causa suis ex finibus educunt. Caes.Gall.4,1,4 | Ihr Land hat, wie man sagt, hundert Gaue; aus jedem von diesen führen sie jährlich tausend Bewaffnete außer Landes in den Krieg, |
| Publice maximam putant esse laudem quam latissime a suis finibus vacare agros. hac re significari magnum numerum civitatum suam vim sustinere non potuisse. Caes.Gall.4,3,1 | Man hält es für den größten Ruhm der Völkerschaft, wenn ihr ganzes Gebiet weithin von Einöden umgeben ist; das beweise, dass viele andere Staaten ihrer Macht weichen müssten. |
| haec tamen dicere: venisse invitos, eiectos domo; si suam gratiam Romani velint, posse iis utiles esse amicos; vel sibi agros attribuant, vel patiantur eos tenere quos armis possederint; (5) sese unis Suebis concedere, quibus ne di quidem immortales pares esse possint; reliquum quidem in terris esse neminem quem non superare possint. Caes.Gall.4,7,4 | Indessen müssten sie ihm erklären, dass sie aus ihrer Heimat vertrieben und ganz gegen ihren Willen hier seien. Wollten die Römer ihre Freundschaft, so könnten sie ihnen nützliche Freunde werden; man möge ihnen Ländereien anweisen oder gestatten, die Felder zu behalten, in deren Besitz sie sich durch Waffengewalt gesetzt hätten. |
| Legati haec se ad suos relaturos dixerunt et re deliberata post diem tertium ad Caesarem reversuros. Caes.Gall.4,9,1 | Die Gesandten erklärten hierauf, sie wollten Cäsars Antwort ihren Leuten mitteilen und in drei Tagen, wenn man die Sache erwogen habe, zu ihm zurückkehren; |