| 19.02.2017 Michael Pence, Americanus vicepraeses, heri in theatrum et praescaenium Monacensis Securitatis Congressionis (MSC) prodiens suam primam internationalem actionem egit, et Angelae Merkel, Germaniae cancellariae, erat comitas ad prologum enarrandum: argumentata est Americanos maximo ad internationalem terrorismum debellandum usui esse neque ullam civitatem posse solam contra provocationes totius mundi arma capere. Deinde actor primarum partium, cum in scaenam processisset, spem spectatoribus suspensis aliquantulum eripiebat, nam eandem fabulam egit, quam a splendidissimo omnium, quos deus umquam procreavit, fabulatore, qui dicitur, scriptam paucis diebus ante iam Iacobus Mattis egerat: Actus primus: Foederatas Civitates esse stabiles et praevalentissimos socios Europae semperque futuros esse. Actus secundus: Russis pactiones Minscienses explendas esse. Americanos rationes a Russis reposcere non desituros, etiamsi Donaldus Trump praeses novum fundamentum commercii cum iis agendi inveniri posse existimaret. Actus tertius et peripeteia: civitates Europae sua sponte maiorem stipem ad suam propriam defensionem exsolvere debere. Tempus plusculi quid ad communem rem conferendi adesse. Epilogum, credo, Sergius Lavrov protulit. Is minime ex inopinato omnes accusationes, quod Moscovia rebus alienis aspiraret, repudiavit et pro sua parte Natonem, quod in rationibus belli frigidi haesitavisset, obiurgavit. Fabula iam acta. Eamus domum! Plaudite! lc201702 | Der amerikanische Vizepräsident Mike Pence trat gestern auf dem Schauplatz und der Bühne der Münchner Sicherheitskonferenz auf und gab seine erste internationale Vorstellung. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hatte die Freundlichkeit, den Prolog zu sprechen. Sie erklärte, dass Amerika im Kampf gegen den internationalen Terrorismus ganz unverzichtbar sei und kein Staat allein gegen die Herausforderungen der ganzen Welt zu Felde ziehen könne. Als dann der Hauptdarsteller auftrat, enttäuschte er die gespannten Zuschauer einigermaßen, denn er zeigte dasselbe Stück, das von dem sogenannten allerglänzendsten Stückeschreiber, die Gott je geschaffen hat, stammt und das James Mattis schon einige Tage zuvor aufgeführt hatte: Erster Akt: Die Amerikaner seien die unwandelbaren und wichtigsten Bündnispartner Europas und würden es immer bleiben. Zweiter Akt: Die Russen müssten die Minsker Vereinbarungen erfüllen. Die Amerikaner würden sie weiter in der Verantwortung sehen, auch wenn Präsident Donald Trum glaube, dass eine neue Basis für die Beziehungen zu ihnen gefunden werden könne. Dritter Akt und Peripetie: Die Länder Europas müssten aus eigener Kraft einen größeren Beitrag zu ihrer eigenen Verteidigung leisten. Jetzt sei es an der Zeit, etwas mehr zur gemeinsamen Sache beizutragen. Den Epilog trug, glaube ich, Sergej Lawrow vor. Der wies keineswegs überraschend alle Beschuldigungen, dass Moskau sich in fremde Angelegenheiten einmische, zurück und warf seinerseits der Nato vor, in den Denkmustern des Kalten Krieges stecken geblieben zu sein. Das Stück ist jetzt aus, Wir gehen nach Haus! Klatscht bitte Applaus! |
| 19.03.2017 Germanico Volfgango Schäuble curante administri nummarii earum civitatum, quae gregis G20 sunt, per duos dies Aquis Aureliis de rationibus internationalis commercii deliberabant. Adhuc administri participes in exitu se omnibus protectionismi generibus obstaturos confiteri solebant. Quominus ista promissio aut alia clausula, quae similia declararet, etiam tunc acciperetur, Steve Mnuchin, Americanus thesaurarius prohibebat, qui primatum Americae a praeside postulatum expugnare deberet. Denique administri ad hanc inanium verborum formulam consenserunt: "Dabimus operam, ut, quae commercium ad oeconomias nationales conferat, augescant." Concilio dimisso Steve Mnuchin, ne mutata loquendi consuetudo statera aurea penderetur, monuisse fertur: Etiam Americanos liberum commercium amplecti, sed commercium aeque libratum. Quae cum ita sint, tamen Schäuble concilium non infeliciter evenisse duxit, quod inter partiarios pravam usurpationem valutarum atque improbum inaequumque commercium remittenda esse convenisset. lc201703 | Unter der Leitung des Deutschen Wolfgang Schäuble berieten die Finazminister der G20-Staaten zwei Tage lang in Baden-Baden über Fragen des internationalen Handels. Bisher bekannten sich die teilnehmenden Minister im Schlussdolument gewöhnlich dazu, allen Arten des Protektionismus widerstehen zu wollen. Dass dieses Versprechen oder eine andere gleichbedeutende Formulierung auch dieses Mal akzeptiert wurde, verhinderte der amerikanische Schatzmeister Steve Mnuchin, der ja das von seinem Präsidenten geforderte "America first" durchsetzen musste. Schließlich einigten sich die Minister auf folgende nichtssagende Formulierung: "Wir arbeiten an einer Stärkung des Beitrages des Handels zu unseren Volkswirtschaften." Nachdem sich die Versammlung aufgelöst hatte, soll Steve Mnuchin geraten haben, die geänderte Sprachregelung nicht auf die Goldwaage zu legen: Auch die Amerikaner wünschten Freihandel, aber einen fair ausbalancierten. Trotz allem hielt Schäuble die Konferenz nicht für einen Misserfolg, weil sich alle Teilnehmer darin einig gewesen seien, auf Währungsmanipulationen und unfairen Handel zu verzichten. |
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