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Beleg gesucht für: et
Belege des Suchbegriffs aus ausgewählten Texten (vollständig: Caes.Gall., Cic.Arch., Cic.S.Rosc., Cic.Lael.)
Anzahl der Treffer: 100
hunc etsi augurem prius factum quam Italiam attingeret, in itinere audierat, tamen non minus iustam sibi causam municipia et colonias adeundi existimavit, ut iis gratias ageret, quod frequentiam atque officium suum Antonio praestitissent, simulque se et honorem suum in sequentis anni commendaret petitionem, Caes.Gall.8,50,3Cäsar erhielt zwar, noch ehe er in Italien erschien, auf der Reise die Nachricht von der Wahl des Antonius zum Augur; dennoch fand er eine ebenso wichtige Veranlassung zum Besuch der Municipien und Kolonien darin, dass er ihnen für das zahlreiche Erscheinen in der Wahlversammlung und für den Dienst, den sie dem Antonius dadurch erwiesen hätten, danken wollte. Zugleich suchte er sich und seine Bewerbung um das Konsular für das nächste Jahr zu empfehlen.
omne dehinc caelum et mare omne in austrum cessit, qui tumidis Germaniae terris, profundis amnibus, immenso nubium tractu validus et rigore vicini septentrionis horridior rapuit disiecitque navis in aperta Oceani aut insulas saxis abruptis vel per occulta vada infestas. Tac.ann.2,23,3.Endlich gingen der ganze Himmel und das Meer ganz in die Herrschaft des Südwindes über. Dieser wurde von den wassergesättigten Gauen Germaniens, von seinen tiefen Strömen und endlosen Wolkenzügen aufgebläht und riss, je näher dem starren Norden, desto schauriger, die Schiffe fort und schleuderte sie hinaus - vereinzelt - in den offenen Ozean, manche auch gegen Inseln, die durch schroffe Felswände oder verborgene Untiefen Verderben drohten.
haec ferre Gavius Silvanus, tribunus praetoriae cohortis, et, an dicta Natalis suaque responsa nosceret, percontari Senecam iubetur. Is - forte an prudens - ad eum diem ex Campania remeaverat quartumque apud lapidem suburbano rure substiterat. illo propinqua vespera tribunus venit et villam globis militum saepsit; tum ipsi cum Pompeia Paulina uxore et amicis duobus epulanti mandata imperatoris edidit. Tac.ann.15,60,4.Gavius Silvanus, Tribun einer prätorischen Kohorte, erhält Befehl, dies dem Seneca zu melden und ihn zu fragen, ob er die Worte des Natalis und seine Antwort anerkenne. Jener war - zufällig oder absichtlich - auf jenen Tag aus Kampanien zurückgekommen und auf einem Landsitz in der Nähe der Hauptstadt, vier Meilen von da, abgestiegen. Dorthin kamen noch vor dem Abend der Tribun, und umstellte das Landhaus mit Abteilungen Soldaten. Sodann meldete er ihm, der mit seiner Gattin Pompeia Paulina und zwei Freunden zu Tisch saß, den Auftrag des Fürsten.
Sed sceleris cogitatio incertum an repens: studia militum iam pridem spe successionis aut paratu facinoris adfectaverat, in itinere, in agmine, in stationibus vetustissimum quemque militum nomine vocans ac memoria Neroniani comitatus contubernalis appellando; alios agnoscere, quosdam requirere et pecunia aut gratia iuvare, inserendo saepius querelas et ambiguos de Galba sermones quaeque alia turbamenta vulgi. Tac.hist.1,23,1.Dass dem Otho der Gedanke des Frevels so plötzlich kam, ist nicht gewiss. Um die Gunst der Soldaten hatte er, in der Hoffnung auf die Thronfolge oder zur Anbahnung der Tat, schon länger gebuhlt, indem er auf der Reise, im Heerzug, im Feldlager alle älteren Soldaten beim Namen anrief und in Erinnerung an das Gefolge unter Nero Kameraden nannte; einige erkannte er wieder, nach anderen fragte er und half mit Geld und Gefälligkeit; oft auch ließ er Klagen und zweideutige Reden über Galba einfließen, und was es sonst für Verführungskünste beim gemeinen Mann gibt.
hi omnes lingua, institutis, legibus inter se differunt. Gallos ab Aquitanis Garunna flumen, a Belgis Matrona et Sequana dividit. Caes.Gall.1,1,2Diese alle sind in Sprache, Einrichtungen und Gesetzen untereinander verschieden. Die Kelten trennt der Fluss Garonne von den Aquitaniern, die Marne und Seine von den Belgern.
eorum una pars, quam Gallos obtinere dictum est, initium capit a flumine Rhodano, continetur Garunna flumine, Oceano, finibus Belgarum, attingit etiam ab Sequanis et Helvetiis flumen Rhenum, vergit ad septentriones. Caes.Gall.1,1,5Jener eine Teil Galliens, den nach unserer Angabe die Kelten innehaben, fängt am Fluss Rhône an, wird von der Garonne, dem Ozean und dem Gebiet der Belger begrenzt und reicht auf der Seite der Sequaner und Helvetier bis an den Rheinstrom: die ganze Richtung aber ist gegen Norden.
Belgae ab extremis Galliae finibus oriuntur, pertinent ad inferiorem partem fluminis Rheni, spectant in septentrionem et orientem solem. Caes.Gall.1,1,6An der äußersten Grenze der Kelten beginnt das Land der Belger, das sich bis in die unteren Gegenden des Rheins erstreckt und zum Teil gegen Norden, zum Teil gegen Osten liegt.
Aquitania a Garunna flumine ad Pyrenaeos montes et eam partem Oceani, quae est ad Hispaniam, pertinet, spectat inter occasum solis et septentriones. Caes.Gall.1,1,7Aquitanien dehnt sich von der Garonne bis zu den Pyrenäen aus und zu dem Teil des Ozeans, welcher längs der Küste Spaniens strömt; es liegt gegen Westen und Norden.
Apud Helvetios longe nobilissimus fuit et ditissimus Orgetorix. is M. Messala et P. M. Pisone consulibus regni cupiditate inductus coniurationem nobilitatis fecit et civitati persuasit, ut de finibus suis cum omnibus copiis exirent: Caes.Gall.1,2,1Im Volk der Helvetier war Orgetorix durch edle Abkunft und Reichtum der bei weitem bedeutendste Mann. Aus Begierde nach Alleinherrschaft brachte er unter dem Konsulat des M. Messala und P. M. Piso (61 v.Chr.) eine Verschwörung unter dem Adel zustande und führte seine Mitbürger zu dem Entschluss, mit allen Streitkräften die Heimat zu verlassen,
id hoc facilius iis persuasit, quod undique loci natura Helvetii continentur: una ex parte flumine Rheno latissimo atque altissimo, qui agrum Helvetium a Germanis dividit, altera ex parte monte Iura altissimo, qui est inter Sequanos et Helvetios, tertia lacu Lemanno et flumine Rhodano, qui provinciam nostram ab Helvetiis dividit. Caes.Gall.1,2,3Dazu konnte er sie um so leichter überreden, da die Helvetier durch die natürliche Beschaffenheit ihres Landes auf allen Seiten beengt sind: auf der einen Seite durch den Rheinstrom, der sehr breit und tief ist, und das helvetische Gebiet von Germanien trennt; auf der anderen Seite durch das sehr hohe Juragebirge, das sich zwischen den Sequanern und Helvetiern hinzieht; auf der dritten Seite durch den Genfer See und die Rhône, die die Grenze zwischen der Römischen Provinz und Helvetien bildet.
his rebus fiebat, ut et minus late vagarentur et minus facile finitimis bellum inferre possent; qua ex parte homines bellandi cupidi magno dolore adficiebantur. Caes.Gall.1,2,4Deshalb konnten die Helvetier keine weiten Streifzüge unternehmen, auch ihre Nachbarn nicht leicht bekriegen; ein Umstand, der diesen kampflustigen Leuten viel Missvergnügen verursachte. Sie glaubten nämlich,
pro multitudine autem hominum et pro gloria belli atque fortitudinis angustos se fines habere arbitrabantur, qui in longitudinem milia passuum CCXL, in latitudinem CLXXX patebant. Caes.Gall.1,2,5für ihre Bevölkerung sowie für ihren Kriegsruhm und ihre Tapferkeit sei das Gebiet zu beschränkt, indem es in der Länge 240 Meilen, in der Breite 180 Meilen betrug.
His rebus adducti et auctoritate Orgetorigis permoti constituerunt ea, quae ad proficiscendum pertinerent, comparare, iumentorum et carrorum quam maximum numerum coemere, sementes quam maximas facere, ut in itinere copia frumenti suppeteret, cum proximis civitatibus pacem et amicitiam confirmare. Caes.Gall.1,3,1In Erwägung dieser Umstände ließen sie sich durch das Ansehen des Orgetorix bestimmen und fassten den Beschluss, alle Bedürfnisse für den Zug zusammenzubringen, Lasttiere und Wagen in größter Menge aufzutreiben, so viel Feld als möglich zu bestellen, um auf dem Zug hinlänglich Vorrat an Getreide zu haben, und mit ihren Nachbarn das Band des Friedens und der Freundschaft fest zu knüpfen.
in eo itinere persuadet Castico, Catamantaloedis filio, Sequano, cuius pater regnum in Sequanis multos annos obtinuerat et ab senatu populi Romani amicus appellatus erat, ut regnum in civitate sua occuparet, quod pater ante habuerat; Caes.Gall.1,3,4und bot alles auf, den Sequaner Casticus, einen Sohn des Catamantaloedes, dessen Vater viele Jahre die unumschränkte Herrschaft bei den Sequanern behauptet und vom römischen Senat und Volk den Namen eines Freundes (des römischen Volkes) erhalten hatte, zu bestimmen, er möge die königliche Herrschaft in seinem Land, so wie sie früher der Vater inne gehabt, an sich reißen.
hac oratione adducti inter se fidem et ius iurandum dant et regno occupato per tres potentissimos ac firmissimos populos totius Galliae sese potiri posse sperant. Caes.Gall.1,3,8Durch solche Vorstellungen wusste er die beiden Männer in das Spiel zu ziehen; man schwor sich Treue, beseelt von der Hoffnung, mit der Kraft dieser drei mächtigsten Völkerschaften ganz Keltenland bemeistern zu können, sobald sie sich bei den Ihrigen in den Besitz der Herrschaft gesetzt hätten.
die constituta causae dictionis Orgetorix ad iudicium omnem suam familiam, ad hominum milia decem, undique coegit et omnes clientes obaeratosque suos, quorum magnum numerum habebat, eodem conduxit; Caes.Gall.1,4,2Allein Orgetorix versammelte, als der Tag seiner Verantwortung bestimmt war, aus allen Gegenden die ganze Masse seiner Angehörigen, etwa zehntausend, und ließ auch alle seine Schützlinge und Schuldner, von denen er eine große Zahl hatte, an dem selben Ort zusammenkommen.
persuadent Rauracis et Tulingis et Latobrigis finitimis, uti eodem usi consilio oppidis suis vicisque exustis una cum iis proficiscantur, Boiosque, qui trans Rhenum incoluerant et in agrum Noricum transierant Noreiamque oppugnabant, receptos ad se socios sibi adsciscunt. Caes.Gall.1,5,4Zugleich beredeten sie ihre Nachbarn, die Rauraker, Tulinger und Latobriger, zu dem selben Entschluss, nämlich gleichfalls ihre Städte und Ortschaften abzubrennen und mit ihnen gemeinschaftlich wegzuziehen. Auch die Boier, die am rechten Rheinufer gewohnt, aber in das norische Gebiet einen Einfall gemacht und die Hauptstadt Noreia bestürmt hatten, zogen sie als Bundesgenossen an sich.
Erant omnino itinera duo, quibus itineribus domo exire possent: unum per Sequanos, angustum et difficile, inter montem Iuram et flumen Rhodanum, vix qua singuli carri ducerentur, mons autem altissimus impendebat, ut facile perpauci prohibere possent; Caes.Gall.1,6,1Es gab im ganzen zwei Wege, auf denen die Helvetier von zu Hause wegziehen konnten. Der eine ging durch das Land der Sequaner, zwischen dem Juragebirge und der Rhône, ein enger und beschwerlicher Pass, auf dem kaum einzelne Wagen fahren konnten, während das sehr hohe Gebirge darüber schwebte und ganz wenig Leute imstand waren, den Durchgang zu verwehren.
alterum per provinciam nostram, multo facilius atque expeditius, propterea quod inter fines Helvetiorum et Allobrogum, qui nuper pacati erant, Rhodanus fluit isque nonnullis locis vado transitur. Caes.Gall.1,6,2Der andere Weg ging durch die Römische Provinz in Gallien und war viel leichter und bequemer, weil zwischen dem Gebiet der Helvetier und der Allobroger, die sich kurz zuvor der römischen Oberherrschaft gefügt hatten, die Rhône fließt, über die man an einigen Stellen zu Fuß geht.
Caesari cum id nuntiatum esset eos per provinciam nostram iter facere conari, maturat ab urbe proficisci et quam maximis potest itineribus in Galliam ulteriorem contendit et ad Genavam pervenit. Caes.Gall.1,7,1Auf die Nachricht, dass die Helvetier durch die römische Provinz ihren Weg nehmen wollten, beschleunigte Cäsar seine Abreise von Rom, begab sich in der größten Eile nach dem jenseitigen Gallien und kam bald bei Genf an.
ubi de eius adventu Helvetii certiores facti sunt, legatos ad eum mittunt nobilissimos civitatis, cuius legationis Nammeius et Verucloetius principem locum obtinebant, qui dicerent sibi esse in animo sine ullo maleficio iter per provinciam facere, propterea quod aliud iter haberent nullum; rogare, ut eius voluntate id sibi facere liceat. Caes.Gall.1,7,3Die Helvetier schickten bei der Nachricht von Cäsars Ankunft die Vornehmsten aus ihrer Mitte als Gesandte an ihn, an deren Spitze Nammeius und Verucloetius standen. Diese mussten erklären, sie beabsichtigten, ohne irgend einen Schaden anzurichten, durch die römische Provinz zu ziehen, da ihnen durchaus kein anderer Weg offen stehe; hierzu bäten sie um Cäsars Einwilligung.
Caesar, quod memoria tenebat L. Cassium consulem occisum exercitumque eius ab Helvetiis pulsum et sub iugum missum, concedendum non putabat; Caes.Gall.1,7,4Cäsar aber erinnerte sich wohl, dass die Helvetier den Konsul Lucius Cassius getötet, sein Heer geschlagen und durch das Joch getrieben hatten. Er glaubte also, nicht einwilligen zu dürfen;
neque homines inimico animo, data facultate per provinciam itineris faciundi, temperaturos ab iniuria et maleficio existimabat. Caes.Gall.1,7,5auch war er überzeugt, dass ein Volk von so feindseliger Gesinnung sich gewalttätiger Übergriffe nicht enthalten würde, wenn man ihm den Zug durch die Provinz gestatte.
ubi ea dies, quam constituerat cum legatis, venit et legati ad eum reverterunt, negat se more et exemplo populi Romani posse iter ulli per provinciam dare et, si vim facere conentur, prohibiturum ostendit. Caes.Gall.1,8,3Als die Gesandten der Helvetier am vereinbarten Tag wieder zu ihm kamen, erklärte er ihnen, nach dem Herkommen und dem Brauch des römischen Volkes könne er niemandem den Durchzug durch die Provinz gestatten, und versicherte, wenn sie Gewalt gebrauchten, werde er sie daran hindern.
Helvetii ea spe deiecti, navibus iunctis ratibusque compluribus factis, alii vadis Rhodani, qua minima altitudo fluminis erat, nonnumquam interdiu, saepius noctu, si perrumpere possent, conati, operis munitione et militum concursu et telis repulsi hoc conatu destiterunt. Caes.Gall.1,8,4Die Helvetier fügten, in dieser Hoffnung getäuscht, Schiffe zusammen und bauten mehrere Flöße; zum Teil suchten sie an den untiefen Stellen die Rhône zuweilen bei Tag, häufiger bei Nacht womöglich durchzubrechen. Aber sie wurden durch die Festigkeit der Verschanzung, sowie durch den Widerstand und die Geschosse der Römer zurückgeworfen und gaben ihr Unternehmen auf.
Dumnorix gratia et largitione apud Sequanos plurimum poterat et Helvetiis erat amicus, quod ex ea civitate Orgetorigis filiam in matrimonium duxerat, et cupiditate regni adductus novis rebus studebat et quam plurimas civitates suo beneficio habere obstrictas volebat. Caes.Gall.1,9,3Dumnorix war bei den Sequanern durch Ansehen und Freigebigkeit sehr einflussreich und war zugleich ein Freund der Helvetier, da er die Tochter des Orgetorix, eine Helvetierin, zur Frau hatte; auch neigte er aus Herrschsucht zum Umsturz und wollte sich möglichst viele Völkerschaften durch Gefälligkeiten verpflichten.
itaque rem suscipit et a Sequanis impetrat, ut per fines suos Helvetios ire patiantur, obsidesque uti inter sese dent perficit: Sequani, ne itinere Helvetios prohibeant, Helvetii, ut sine maleficio et iniuria transeant. Caes.Gall.1,9,4Er übernahm daher den Auftrag und bewirkte bei den Sequanern, dass die Helvetier durch ihr Gebiet ziehen durften; er brachte es dahin, dass sie sich gegenseitig Geiseln stellten, die Sequaner, dass sie den Helvetiern den Durchgang nicht verwehren, die Helvetier, dass sie ohne gewalttätige Übergriffe durchziehen.
Caesari nuntiatur Helvetiis esse in animo per agrum Sequanorum et Haeduorum iter in Santonum fines facere, qui non longe a Tolosatium finibus absunt, quae civitas est in provincia. Caes.Gall.1,10,1Cäsar wurde gemeldet, die Helvetier wollten durch das Gebiet der Sequaner und Häduer in das Land der Santonen ziehen, die nicht weit von den Tolosaten wohnten; diese Völkerschaft aber gehört zur römischen Provinz.
ob eas causas ei munitioni, quam fecerat, T. Labienum legatum praefecit; ipse in Italiam magnis itineribus contendit duasque ibi legiones conscribit et tres, quae circum Aquileiam hiemabant, ex hibernis educit et, qua proximum iter in ulteriorem Galliam per Alpes erat, cum his quinque legionibus ire contendit. Caes.Gall.1,10,3Aus diesen Gründen gab er dem Legaten Titus Labienus den Oberbefehl über die von ihm angelegte Verschanzungslinie; er selbst begab sich in großer Eile nach Italien, hob dort zwei neue Legionen aus, ließ die drei Legionen, die bei Aquileia überwinterten, aus ihrem Winterlager aufbrechen, und eilte mit diesen fünf Legionen auf dem kürzesten Weg über die Alpen nach dem jenseitigen Gallien zurück.
ibi Ceutrones et Graioceli et Caturiges locis superioribus occupatis itinere exercitum prohibere conantur. Caes.Gall.1,10,4 zurück. (4) In den Alpen selbst hatten die Ceutronen, die Graioceler und die Caturigen die Gebirgshöhen besetzt und suchten dem Heer den Durchzug zu verwehren.
Helvetii iam per angustias et fines Sequanorum suas copias traduxerant et in Haeduorum fines pervenerant eorumque agros populabantur. Caes.Gall.1,11,1Inzwischen hatten die Helvetier ihre Scharen bereits durch den Engpass und das Land der Sequaner bis in das Gebiet der Häduer geführt und waren dabei, ihre Felder zu verheeren.
eodem tempore Ambarri, necessarii et consanguinei Haeduorum, Caesarem certiorem faciunt sese depopulatis agris non facile ab oppidis vim hostium prohibere. Caes.Gall.1,11,4Zur selben Zeit meldeten auch die Ambarrer, Freunde und Stammesverwandten der Häduer, ihre Felder seien verwüstet; kaum könne man noch von den Städten den Sturm der Feinde abwehren.
item Allobroges, qui trans Rhodanum vicos possessionesque habebant, fuga se ad Caesarem recipiunt et demonstrant sibi praeter agri solum nihil esse reliqui. Caes.Gall.1,11,5Ebenso nahmen die Allobroger, die am rechten Ufer der Rhône Dörfer und Besitzungen hatten, ihre Zuflucht zu Cäsar und trugen vor, außer dem Grund und Boden ihrer Felder sei ihnen nichts mehr übrig.
Flumen est Arar, quod per fines Haeduorum et Sequanorum in Rhodanum influit, incredibili lenitate, ita ut oculis in utram partem fluat iudicari non possit. id Helvetii ratibus ac lintribus iunctis transibant. Caes.Gall.1,12,1Durch das Land der Häduer und Sequaner strömt der Fluss Saône der Rhône zu, so unglaublich langsam, dass man mit den Augen nicht unterscheiden kann, in welche Richtung er fließt. Über ihn setzten die Helvetier auf Flößen und zusammengebundenen Kähnen.
eos impeditos et inopinantes adgressus magnam partem eorum concidit; reliqui sese fugae mandarunt atque in proximas silvas abdiderunt. Caes.Gall.1,12,3Er griff sie, als sie noch ungeordnet und auf keinen Feindseligkeit gefasst waren, an und machte sie großenteils nieder; was sich retten konnte, ergriff die Flucht und verbarg sich in den nächsten Wäldern.
hic pagus unus, cum domo exisset, patrum nostrorum memoria L. Cassium consulem interfecerat et eius exercitum sub iugum miserat. Caes.Gall.1,12,5Dieser eine Gau hatte schon in älteren Zeiten einmal die Heimat verlassen, den römischen Konsul Lucius Cassius geschlagen und dessen Heer durchs Joch geschickt.
sin bello persequi perseveraret, reminisceretur et veteris incommodi populi Romani et pristinae virtutis Helvetiorum. Caes.Gall.1,13,4Wäre man aber gesonnen, die Feindseligkeiten gegen sie fortzusetzen, so möge sich Cäsar der früheren Niederlage der Römer und der ererbten Tapferkeit der Helvetier erinnern.
quare ne committeret, ut is locus, ubi constitissent, ex calamitate populi Romani et internecione exercitus nomen caperet aut memoriam proderet. Caes.Gall.1,13,7Er möge also nicht zulassen, dass ihr derzeitiger Standpunkt durch eine Niederlage des römischen Volkes und die Vernichtung des römischen Heeres berüchtigt oder unvergesslich werde.
consuesse enim deos immortales, quo gravius homines ex commutatione rerum doleant, quos pro scelere eorum ulcisci velint, his secundiores interdum res et diuturniorem impunitatem concedere. Caes.Gall.1,14,5die unsterblichen Götter pflegten nämlich denjenigen Menschen, die sie für ihre Frevel bestrafen wollten, zuweilen größeres Glück und längere Straffreiheit zu gestatten, damit sie den Wechsel des Schicksals desto schmerzlicher empfänden.
cum ea ita sint, tamen, si obsides ab iis sibi dentur, uti ea, quae polliceantur, facturos intellegat, et si Haeduis de iniuriis, quas ipsis sociisque eorum intulerint, item si Allobrogibus satisfaciant, sese cum iis pacem esse facturum. Caes.Gall.1,14,6Des ungeachtet solle Frieden zwischen ihm und den Helvetiern sein, wenn sie durch Geiseln die Erfüllung ihres Versprechens verbürgten und den Häduern, wie auch deren Bundesgenossen, für die verübten Feindseligkeiten und in gleicher Weise den Allobrogern Genugtuung leisteten.
Postero die castra ex eo loco movent. idem facit Caesar equitatumque omnem, ad numerum quattuor milium, quem ex omni provincia et Haeduis atque eorum sociis coactum habebat, praemittit, qui videant, quas in partes hostes iter faciant. Caes.Gall.1,15,1Am folgenden Tag brachen die Helvetier von dort auf. Das selbe tat Cäsar, indem er seine Reiterei, gegen viertausend Mann, die er aus der ganzen Provinz, aus dem Land der Häduer und ihrer Bundesgenossen aufgeboten hatte, vorausgehen ließ, um zu sehen, nach welcher Richtung der Feind seinen Zug nehme.
qui cupidius novissimum agmen insecuti alieno loco cum equitatu Helvetiorum proelium committunt, et pauci de nostris cadunt. Caes.Gall.1,15,2Diese Reiterei verfolgte jedoch den Nachzug der Helvetier zu hitzig und ließ sich in einer ungünstigen Stellung in ein Treffen ein, wobei auf römischer Seite einige fielen.
quo proelio sublati Helvetii, quod quingentis equitibus tantam multitudinem equitum propulerant, audacius subsistere nonnumquam et novissimo agmine proelio nostros lacessere coeperunt. Caes.Gall.1,15,3Durch dieses Gefecht übermütig gemacht, begannen die Feinde, die mit fünfhundert Reitern eine so zahlreiche Reiterei geworfen hatten, sich kecker zu widersetzen und von ihrer Nachhut aus die Römer wiederholt anzugreifen.
ita dies circiter quindecim iter fecerunt, uti inter novissimum hostium agmen et nostrum primum non amplius quinis aut senis milibus passuum interesset. Caes.Gall.1,15,5Auf diese Weise rückte man etwa fünfzehn Tage lang weiter, indem die Nachhut des Feindes und die Vorhut der Römer nur fünf bis sechs Meilen voneinander entfernt waren.
ubi se diutius duci intellexit et diem instare, quo die frumentum militibus metiri oporteret, convocatis eorum principibus, quorum magnam copiam in castris habebat, in his Diviciaco et Lisco, qui summo magistratui praeerat, quem vergobretum appellant Haedui, qui creatur annuus et vitae necisque in suos habet potestatem; Caes.Gall.1,16,5Als Cäsar sah, dass man ihn zu lange hinhielt und die Zeit bevorstand, dass er den Soldaten Proviant zuteilen musste, rief er die vielen Häuptlinge der Häduer, die in seinem Lage waren, zu sich, unter ihnen auch Diviciacus und Liscus, der damals dem höchsten Staatsamt vorstand, das bei den Häduern Vergobret genannt wird, jedes Jahr wechselt und Gewalt über Leben und Tod der Bürger hat.
quin etiam, quod necessariam rem coactus Caesari enuntiarit, intellegere sese, quanto id cum periculo fecerit, et ob eam causam, quamdiu potuerit, tacuisse. Caes.Gall.1,17,6ja er sehe ein, welcher Gefahr er sich dadurch aussetze, dass er die Sache notgedrungen enthülle. Nur deshalb habe er so lange wie möglich geschwiegen.
his rebus et suam rem familiarem auxisse et facultates ad largiendum magnas comparasse; Caes.Gall.1,18,4Dadurch habe er sich bereichert und große Mittel zur Freigiebigkeit erworben;
magnum numerum equitatus suo sumptu semper alere et circum se habere; Caes.Gall.1,18,5er unterhalte auf eigene Kosten eine bedeutende Zahl Reiter und habe diese immer um sich.
ipsum ex Helvetiis uxorem habere, sororem ex matre et propinquas suas nuptum in alias civitates conlocasse. Caes.Gall.1,18,7seine eigene Gattin sei aus Helvetien, seine Halbschwester von mütterlicher Seite und seine übrigen weiblichen Verwandten habe er unter anderen Völkerschaften verehelicht.
favere et cupere Helvetiis propter eam adfinitatem, odisse etiam suo nomine Caesarem et Romanos, quod eorum adventu potentia eius deminuta et Diviciacus frater in antiquum locum gratiae atque honoris sit restitutus. Caes.Gall.1,18,8Die Helvetier begünstige und liebe er wegen jener Schwägerschaft besonders, die Römer aber und Cäsar hasse er überdies aus persönlichen Rücksichten; denn beim Eindringen der Römer sei seine Übermacht geschwächt worden und sein Bruder Diviciacus wieder zum Genuss seines früheren Einflusses und Ansehens gelangt.
Quibus rebus cognitis, cum ad has suspiciones certissimae res accederent, quod per fines Sequanorum Helvetios traduxisset, quod obsides inter eos dandos curasset, quod ea omnia non modo iniussu suo et civitatis, sed etiam inscientibus ipsis fecisset, quod a magistratu Haeduorum accusaretur, satis esse causae arbitrabatur, quare in eum aut ipse animadverteret aut civitatem animadvertere iuberet. Caes.Gall.1,19,1Als zu diesen durch Erkundigung wahrgenommenen Verdachtsumständen noch unleugbare Tatsachen kamen, dass nämlich Dumnorix die Helvetier durch das Land der Sequaner geführt, die gegenseitige Stellung von Geiseln vermittelt, dies alles nicht bloß gegen Cäsars und seiner Mitbürger Befehl, sondern auch ohne ihr Wissen getan hatte und die Obrigkeit der Häduer ihn anklagte, so glaubte Cäsar hinlänglich Grund zu haben, ihn entweder selbst aufs schwerste zu bestrafen oder solche Bestrafung von den Mitbürgern zu verlangen.
itaque, priusquam quicquam conaretur, Diviciacum ad se vocari iubet et cotidianis interpretibus remotis per C. Valerium Troucillum, principem Galliae provinciae, familiarem suum, cui summam omnium rerum fidem habebat, cum eo conloquitur; Caes.Gall.1,19,3Bevor er deshalb einen entscheidenden Schritt tat, ließ er diesen vor sich rufen. Ohne Beisein der gewöhnlichen Dolmetscher besprach er sich mit ihm durch seinen Vertrauten, Gaius Valerius Troucillus, einen angesehenen Mann des römischen Gallien, auf welchen er in allen Stücken das größte Zutrauen setzte;
simul commonefacit, quae ipso praesente in concilio Gallorum de Dumnorige sint dicta, et ostendit quae separatim quisque de eo apud se dixerit. Caes.Gall.1,19,4dabei erinnerte er an die Äußerungen, die in des Diviciacus eigener Gegenwart in der Versammlung der gallischen Häuptlinge über Dumnorix gemacht wurden, und eröffnete ihm, was jeder im einzelnen bei ihm gesondert über ihn ausgesagt habe.
sese tamen et amore fraterno et existimatione vulgi commoveri. Caes.Gall.1,20,3Gleichwohl wirke bei ihm die Liebe zum Bruder und die öffentliche Meinung.
haec cum pluribus verbis flens a Caesare peteret, Caesar eius dextram prendit; consolatus rogat, finem orandi faciat; tanti eius apud se gratiam esse ostendit, uti et rei publicae iniuriam et suum dolorem eius voluntati ac precibus condonet. Caes.Gall.1,20,5Als Diviciacus so unter Tränen und mit vielen Worten bat, nahm ihn Cäsar bei der Hand, beruhigte ihn und forderte ihn auf, nicht weiter zu flehen. Er gelte bei ihm so viel, dass auf seinen Wunsch und seine Fürbitte dem Dumnorix die Ungesetzlichkeiten gegen ihr Vaterland und die Beleidigung gegen seine eigene Person verziehen sein sollten.
Eodem die ab exploratoribus certior factus hostes sub monte consedisse milia passuum ab ipsius castris octo, qualis esset natura montis et qualis in circuitu ascensus qui cognoscerent misit. Caes.Gall.1,21,1Am selben Tag meldeten die Kundschafter, die Feinde hätten acht Meilen vom Lager am Fuß eines Berges Halt gemacht. Cäsar ließ nachforschen, wie der Berg beschaffen und wie er ringsum besteigbar sei.
renuntiatum est facilem esse. de tertia vigilia T. Labienum legatum pro praetore cum duabus legionibus et iis ducibus, qui iter cognoverant, summum iugum montis ascendere iubet; quid sui consilii sit ostendit. Caes.Gall.1,21,2Auf die Nachricht, dass er leicht erstiegen werden könne, gab er um die dritte Nachtwache dem obersten Legaten Titus Labienus Befehl, mit zwei Legionen die Höhe des Berges zu ersteigen und die selben Leute als Führer zu gebrauchen, die den Weg vorher untersucht hatten. Zugleich teilte er ihm seinen Plan mit.
P. Considius, qui rei militaris peritissimus habebatur et in exercitu L. Sullae et postea in M. Crassi fuerat, cum exploratoribus praemittitur. Caes.Gall.1,21,4Vorausgeschickt wurde mit den Spähern Publius Considius, der als sehr erfahrener Kriegsmann galt und früher im Heer des Lucius Sulla, später in dem des Marcus Crassus gedient hatte.
Prima luce, cum summus mons a [Lucio] Labieno teneretur, ipse ab hostium castris non longius mille et quingentis passibus abesset neque, ut postea ex captivis comperit, aut ipsius adventus aut Labieni cognitus esset, Caes.Gall.1,22,1Es war Tagesanbruch. Labienus hielt die Anhöhe des Berges besetzt. Cäsar selbst war vom Lager der Feinde nur noch anderthalb Meilen entfernt, ohne dass diese etwas von Labienus oder Cäsars Annäherung bemerkt hatten, wie man später von den Gefangenen erfuhr.
multo denique die per exploratores Caesar cognovit et montem ab suis teneri et Helvetios castra movisse et Considium timore perterritum, quod non vidisset, pro viso sibi renuntiavisse. Caes.Gall.1,22,4Endlich, als es schon längst Tag war, berichteten die Kundschafter Cäsar, dass nicht nur die Römer unter Labienus den Berg besetzt, sondern auch die Helvetier ihr Lager verlassen hätten. Considius aber habe in Furcht und Bestürzung Dinge als gesehen gemeldet, die er nicht gesehen.
eo die, quo consueverat intervallo, hostes sequitur et milia passuum tria ab eorum castris castra ponit. Caes.Gall.1,22,5An diesem Tag folgte Cäsar den Feinden in der gewöhnlichen Entfernung und schlug sein Lager drei Meilen weit von ihnen auf.
Postridie eius diei, quod omnino biduum supererat, cum exercitui frumentum metiri oporteret, et quod a Bibracte, oppido Haeduorum longe maximo et copiosissimo, non amplius milibus passuum xviii aberat, rei frumentariae prospiciendum existimans iter ab Helvetiis avertit ac Bibracte ire contendit. Caes.Gall.1,23,1Folgenden Tages wendete er sich von den Helvetiern weg und zog gegen Bibracte, die größte und reichste Stadt der Häduer, von der er nur achtzehn Meilen entfernt war; in zwei Tagen musste er nämlich unter seine Leute Lebensmittel austeilen und deshalb auf Vorrat bedacht sein.
in summo iugo duas legiones, quas in Gallia citeriore proxime conscripserat, et omnia auxilia conlocari, ita uti supra se totum montem hominibus compleret, interea sarcinas in unum locum conferri et eum ab his, qui in superiore acie constiterant, muniri iussit. Caes.Gall.1,24,3während er ganz oben auf dem Gipfel über sich die jüngst im diesseitigen Gallien gebildeten zwei Legionen samt allen Hilfstruppen aufstellte und so den ganzen Berg mit Leuten füllte. Das Gepäck der einzelnen ließ er mittlerweile auf einem Platz zusammentragen und denselben durch die Truppen verschanzen, die in der obersten Schlachtreihe aufgestellt waren.
Gallis magno ad pugnam erat impedimento, quod pluribus eorum scutis uno ictu pilorum transfixis et conligatis, cum ferrum se inflexisset, neque evellere neque sinistra impedita satis commode pugnare poterant, Caes.Gall.1,25,3Die Helvetier waren bei dem Kampf sehr im Nachteil, weil die schweren Wurfgeschosse der Römer meist mehrere Schilde auf einmal durchbohrten und aneinander hefteten. Hatte sich nun einmal das Eisen gebogen, so konnte man weder die Waffe herausziehen noch bequem kämpfen, weil der linke Arm, der den Schild trug, gehindert war.
multi ut diu iactato bracchio praeoptarent scuta e manu emittere et nudo corpore pugnare. Caes.Gall.1,25,4Viele warfen deshalb, nachdem sie den Arm lange hin- und hergezerrt ihren Schild weg und fochten mit entblößtem Körper.
tandem vulneribus defessi et pedem referre et, quod mons suberat circiter mille passuum, eo se recipere coeperunt. Caes.Gall.1,25,5Durch Wunden erschöpft wichen die Feinde endlich und zogen sich auf einen Berg zurück, der etwa tausend Schritte entfernt lag.
capto monte et succedentibus nostris Boii et Tulingi, qui hominum milibus circiter xv agmen hostium claudebant et novissimis praesidio erant, ex itinere nostros latere aperto adgressi circumvenire, et id conspicati Helvetii, qui in montem sese receperant, rursus instare et proelium redintegrare coeperunt. Caes.Gall.1,25,6Als sie den Berg besetzt hatten und die Römer ihnen nachrückten, fielen die Boier und Tulinger, die mit etwa fünfzehntausend Mann den Zug der Feinde beschlossen und ihren Rücken deckten, während des Marsches den Römern in die offene Flanke und schlossen sie ein. Kaum sahen dies die Helvetier, die sich auf den Berg zurückgezogen hatten, als sie wieder vordrangen und die Schlacht erneuerten.
Romani conversa signa bipertito intulerunt: prima et secunda acies, ut victis ac summotis resisteret, tertia, ut venientes sustineret. Caes.Gall.1,25,7Die Römer machten eine Schwenkung und wendeten ihre Feldzeichen nach zwei Richtungen, indem die zwei ersten Schlachtlinien sich den geschlagenen und geworfenen Helvetiern entgegenstellten, die dritte den andringenden Boiern und Tulingern Widerstand leistete.
Ita ancipiti proelio diu atque acriter pugnatum est. diutius cum sustinere nostrorum impetus non possent, alteri se, ut coeperant, in montem receperunt, alteri ad impedimenta et carros suos se contulerunt. Caes.Gall.1,26,1Lange und heftig war diese Doppelschlacht. Als aber der Feind den Angriff der Römer nicht länger aushalten konnte, zogen sich die einen, wie vorher, auf die Anhöhe, die anderen (Boier und Tulinger) wendeten sich zum Gepäck und zu den Wagen;
ad multam noctem etiam ad impedimenta pugnatum est, propterea quod pro vallo carros obiecerant et e loco superiore in nostros venientes tela coniciebant et nonnulli inter carros rotasque mataras ac tragulas subiciebant nostrosque vulnerabant. Caes.Gall.1,26,3Bis tief in die Nach hielt auch der Kampf bei dem Gepäck an, weil die Feinde ihre Wagen als einen Wall gegen die anrückenden Römer vorgeschoben hatten und von der Anhöhe herab Geschosse auf sie schleuderten. Manche schossen auch mit ihren leichten Wurfspießen zwischen den Wagen und Rädern durch und verwundeten Cäsars Leute.
ex eo proelio circiter milia hominum cxxx superfuerunt eaque tota nocte continenter ierunt. nullam partem noctis itinere intermisso in fines Lingonum die quarto pervenerunt, cum et propter vulnera militum et propter sepulturam occisorum nostri triduum morati eos sequi non potuissent. Caes.Gall.1,26,5etwa 130.000 Feinde überlebten dieses Treffen. Diese zogen in der selben Nacht unablässig weiter, machten in den folgenden Nächten nie längeren Halt und kamen so am vierten Tag in das Gebiet der Lingonen, während die Römer wegen der Verwundeten, und um ihre Toten zu begraben, drei Tage auf der Stelle bleiben mussten, ohne sie verfolgen zu können.
dum ea conquiruntur et conferuntur, nocte intermissa circiter hominum milia sex eius pagi, qui Verbigenus appellatur, sive timore perterriti, ne armis traditis supplicio adficerentur, sive spe salutis inducti, quod in tanta multitudine dediticiorum suam fugam aut occultari aut omnino ignorari posse existimarent, prima nocte e castris Helvetiorum egressi ad Rhenum finesque Germanorum contenderunt. Caes.Gall.1,27,4Während man das alles zusammensuchte und zusammenschleppte, verließen mittlerweile etwa sechstausend Mann, die zum Stamm der Verbigener gehörten, beim Anbruch der Nacht das Lager der Helvetier und brachen gegen den Rhein und das germanische Gebiet auf. Dies taten sie entweder aus Furcht, nach der Auslieferung der Waffen von den Römern niedergehauen zu werden; oder die Hoffnung vollkommener Freiheit verleitete sie dazu, indem sie wähnen mochten, bei einer so großen Menge derer, die sich ergeben hatten, werde ihre Flucht entweder verborgen oder ganz unbemerkt bleiben.
Quod ubi Caesar resciit, quorum per fines ierant, his, uti conquirerent et reducerent, si sibi purgati esse vellent, imperavit; reductos in hostium numero habuit; Caes.Gall.1,28,1Als Cäsar dies erfuhr, befahl er denen, durch deren Gebiet sie gezogen waren, sie aufzubringen und zu ihm zurückzubringen, wenn man in seinen Augen nicht strafbar erscheinen wolle. Nachdem jene zurückgebracht waren, behandelte er sie als Feinde;
Helvetios, Tulingos, Latobrigos in fines suos, unde erant profecti, reverti iussit et, quod omnibus frugibus amissis domi nihil erat, quo famem tolerarent, Allobrogibus imperavit, ut iis frumenti copiam facerent; ipsos oppida vicosque, quos incenderant, restituere iussit. Caes.Gall.1,28,3Die Helvetier, Tulinger und Latobriger mussten auf seinen Befehl in ihre verlassene Heimat zurückkehren. Weil sie aber dort nach dem Verlust aller Früchte nichts vorrätig hatten, um ihren Hunger zu stillen, befahl er den Allobrogern, sie mit dem nötigen Getreide zu versorgen. Sie selbst mussten die Städte und Dörfer wieder herstellen, die sie verbrannt hatten.
id ea maxime ratione fecit, quod noluit eum locum, unde Helvetii discesserant, vacare, ne propter bonitatem agrorum Germani, qui trans Rhenum incolunt, suis finibus in Helvetiorum fines transirent et finitimi Galliae provinciae Allobrogibusque essent. Caes.Gall.1,28,4Dies verfügte Cäsar besonders deshalb, weil er nicht wollte, dass der von den Helvetiern verlassene Landstrich leer stehe, aus Furcht, es möchten die Germanen des rechten Rheinufers wegen der vorzüglichen Güte der Felder aus ihrer Heimat in das helvetische Gebiet ziehen und so Nachbarn des römischen Gallien und der Allobroger werden.
In castris Helvetiorum tabulae repertae sunt litteris Graecis confectae et ad Caesarem relatae, quibus in tabulis nominatim ratio confecta erat, qui numerus domo exisset eorum, qui arma ferre possent, et item separatim pueri, senes mulieresque. Caes.Gall.1,29,1Im Lager der Helvetier fanden sich Tafeln mit griechischer Schrift, die man Cäsar zustellte. Auf denselben war ausdrücklich berechnet, wie viel waffenfähige Männer Helvetien verlassen hatten; ebenso war die Anzahl der Knaben, der Greise und der Weiber besonders angegeben.
summa omnium fuerunt ad milia trecenta sexaginta octo. eorum, qui domum redierunt, censu habito ut Caesar imperaverat, repertus est numerus milium centum et decem. Caes.Gall.1,29,3Im ganzen waren es 368.000 Köpfe. Die Anzahl derer, die in die Heimat zurückkehrten, betrug nach der Zählung, die auf Cäsars Befehl vorgenommen wurde, 110.000.
ea re permissa diem concilio constituerunt et iure iurando, nequis enuntiaret, nisi quibus communi consilio mandatum esset, inter se sanxerunt. Caes.Gall.1,30,5Als ihnen Cäsar dies gestattete, legten sie den Termin für den Landtag fest und verpflichteten sich durch einen Eid, dass keiner etwas verlauten lasse außer denen, die auf gemeinsamen Beschluss dazu beauftragt wären.
ea re impetrata sese omnes flentes Caesari ad pedes proiecerunt: non minus se id contendere et laborare, ne ea, quae dixissent, enuntiarentur, quam uti ea, quae vellent, impetrarent, propterea quod, si enuntiatum esset, summum in cruciatum se venturos viderent. Caes.Gall.1,31,2Als ihnen Cäsar dies bewilligt hatte, warfen sich alle unter Tränen zu seinen Füßen: es sei ihnen ebenso dringend daran gelegen, dass er ihre Worte geheim halte, wie daran, dass er ihnen ihr Anliegen erfülle. Denn wenn etwas in die Öffentlichkeit komme, müssten sie sichtlich sich mit den schlimmsten Folgen rechnen.
horum primo circiter milia xv Rhenum transisse; posteaquam agros et cultum et copias Gallorum homines feri ac barbari adamassent, traductos plures; nunc esse in Gallia ad centum et viginti milium numerum. Caes.Gall.1,31,5Von diesen seien zunächst ungefähr 15 Tausend über den Rhein gekommen. Nachdem aber diese wilden und unzivilisierten Leute Ackerbau, Zivilisation und Reichtum der Gallier hätten schätzen lernen, seien mehr übergesetzt. Jetzt seien in Gallien an die 120 Tausend.
quibus proeliis calamitatibusque fractos, qui et sua virtute et populi Romani hospitio atque amicitia plurimum ante in Gallia potuissent, coactos esse Sequanis obsides dare nobilissimos civitatis et iure iurando civitatem obstringere, sese neque obsides repetituros neque auxilium a populo Romano imploraturos neque recusaturos, quominus perpetuo sub illorum dicione atque imperio essent. Caes.Gall.1,31,7Aber durch diese verlustreichen Kämpfe seien sie so geschwächt worden, dass sie den Sequanern die Edelsten des Stammes hätten als Geiseln stellen und sich eidlich verpflichten müssen, weder die Geiseln zurückzuverlangen noch das römische Volk um Hilfe anzuflehen, noch sich ihrer fortwährenden Oberhoheit und Vorherrschaft zu widersetzen.
ob eam rem se ex civitate profugisse et Romam ad senatum venisse auxilium postulatum, quod solus neque iure iurando neque obsidibus teneretur. Caes.Gall.1,31,9Deswegen habe er fluchtartig seinen Stamm verlassen und sei zum Senat nach Rom gekommen, um Hilfe zu fordern, weil er allein weder durch einen Eid noch durch Geiseln gebunden sei.
sed peius victoribus Sequanis quam Haeduis victis accidisse, propterea quod Ariovistus rex Germanorum in eorum finibus consedisset tertiamque partem agri Sequani, qui esset optimus totius Galliae, occupavisset, et nunc de altera parte tertia Sequanos decedere iuberet, propterea quod paucis mensibus ante Harudum milia hominum xxiiii ad eum venissent, quibus locus ac sedes pararentur. Caes.Gall.1,31,10Aber noch schlechter sei es den siegreichen Sequanern als den besiegten Häduern ergangen; denn der Germanenkönig Ariovist habe sich in ihrem Land festgesetzt, habe sich ein Drittel des Sequanerlandes, das das beste in ganz Gallien sei, angeeignet und fordere jetzt die Sequaner auf, noch ein zweites Drittel zu räumen, weil einige Monate zuvor 24 Tausend Haruden zu ihm gestoßen seien, denen man Felder und Wohnsitze anweisen müsse.
Ariovistum autem ut semel Gallorum copias proelio vicerit, quod proelium factum sit ad Magetobrigam, superbe et crudeliter imperare, obsides nobilissimi cuiusque liberos poscere et in eos omnia exempla cruciatusque edere, si qua res non ad nutum aut ad voluntatem eius facta sit. Caes.Gall.1,31,12Seit aber Ariovist die Truppen der Gallier in der Schlacht bei Magetobriga besiegt habe, herrsche er voller Übermut und Grausamkeit; er verlange die Kinder aller Adligen als Geiseln und erlaube sich gegen sie jede Härte und Grausamkeit, wenn etwas nicht auf seinen Wink und nach seinem Willen geschehe.
hoc esse miseriorem et graviorem fortunam Sequanorum quam reliquorum, quod soli ne in occulto quidem queri neque auxilium implorare auderent absentisque Ariovisti crudelitatem, velut si coram adesset, horrerent, Caes.Gall.1,32,4Das Los der Sequaner sei deswegen jammervoller und drückender als das der übrigen, weil sie allein nicht einmal insgeheim zu klagen und Hilfe zu erflehen wagten, und vor Ariovists Grausamkeit selbst in seiner Abwesenheit so zitterten, als stände er vor ihnen;
His rebus cognitis Caesar Gallorum animos verbis confirmavit pollicitusque est sibi eam rem curae futuram; magnam se habere spem et beneficio suo et auctoritate adductum Ariovistum finem iniuriis facturum. Caes.Gall.1,33,1Nachdem Cäsar dies erfahren hatte, sprach er den Galliern Mut zu und versprach, sich darum zu kümmern. Er hoffe zuversichtlich, Ariovist werde wegen einer früheren Gefälligkeit und wegen seines Ansehens die Übergriffe einstellen.
hac oratione habita concilium dimisit. et secundum ea multae res eum hortabantur, quare sibi eam rem cogitandam et suscipiendam putaret, inprimis, quod Haeduos fratres consanguineosque saepe numero a senatu appellatos in servitute atque in dicione videbat Germanorum teneri eorumque obsides esse apud Ariovistum ac Sequanos intellegebat; quod in tanto imperio populi Romani turpissimum sibi et rei publicae esse arbitrabatur. Caes.Gall.1,33,2Mit dieser Rede entließ er die Versammlung. Dementsprechend drängten ihn viele Umstände zu der Überzeugung, sich die Sache näher zu überlegen und sich ihrer anzunehmen: besonders fiel ihm ins Auge, dass die Häduer, die der römische Senat wiederholt als Brüder und Verwandte bezeichnet hatte, in der Abhängigkeit und Sklaverei der Germanen gehalten würden. Auch war ihm bewusst, dass Ariovist und die Sequaner ihre Geiseln in Händen hatten. Dies hielt er aber bei der so großen Macht des römischen Volkes für äußerst schmachvoll für sich und den Staat.
paulatim autem Germanos consuescere Rhenum transire et in Galliam magnam eorum multitudinem venire populo Romano periculosum videbat, Caes.Gall.1,33,3Außerdem sah er für das römische Volk eine Gefahr darin, dass es für die Germanen allmählich zur Gewohnheit werde, den Rhein zu überqueren und in großer Zahl nach Gallien zu kommen.
Quamobrem placuit ei, ut ad Ariovistum legatos mitteret, qui ab eo postularent, uti aliquem locum medium utriusque conloquio deligeret: velle sese de re publica et summis utriusque rebus cum eo agere. Caes.Gall.1,34,1Cäsar beschloss deshalb, Gesandte zu ihm zu schicken, die ihn auffordern sollten, einen Ort in der Mitte zwischen beiden für eine Unterredung auszuwählen: er wolle sich mit ihm über politische und beiderseits höchst wichtige Fragen unterreden.
quoniam tanto suo populique Romani beneficio adfectus, cum in consulatu suo rex atque amicus ab senatu appellatus esset, hanc sibi populoque Romano gratiam referret, ut in conloquium venire invitatus gravaretur neque de communi re dicendum sibi et cognoscendum putaret, haec esse, quae ab eo postularet: Caes.Gall.1,35,2Da er ihm und dem römischen Volk die besonders hohe Gunst, dass er unter seinem Konsulat (59 v.Chr.) die Titel "König" und "Freund" vom Senat erhalten habe, jetzt damit vergelte, dass er trotz einer Einladung Schwierigkeiten mache, mit ihm zur Unterredung zusammenzukommen, und da er es für überflüssig halte, sich mit ihm über eine gemeinsame Angelegenheit zu besprechen und zu informieren, so stelle er folgende Forderungen an ihn:
Haeduos sibi, quoniam belli fortunam temptassent et armis congressi ac superati essent, stipendiarios esse factos. Caes.Gall.1,36,3Die Häduer seien ihm tributpflichtig geworden, weil er sie, als sie mit den Waffen in der Hand ihr Glück gegen ihn versucht hätten, besiegt habe.
Haec eodem tempore Caesari mandata referebantur et legati ab Haeduis et a Treveris veniebant: Caes.Gall.1,37,1Zur gleichen Zeit, als Cäsar diese Erklärungen berichtet wurden, kamen Gesandte von den Häduern und Treverern.
Treveri autem, pagos centum Sueborum ad ripas Rheni consedisse, qui Rhenum transire conarentur; his praeesse Nasuam et Cimberium fratres. Caes.Gall.1,37,3die Treverer aber, dass die hundert Gaue der Sueben an den Rheinufern Stellung bezogen hätten und versuchten, den Rhein zu überqueren; ihre Anführer seien die Brüder Nasua und Cimberius.
hunc murus circumdatus arcem efficit et cum oppido coniungit. Caes.Gall.1,38,6Eine um diesen Berg geführte Mauer macht ihn zu einer wahren Festung und verbindet ihn mit der Stadt.
qui se ex his minus timidos existimari volebant, non se hostem vereri, sed angustias itineris et magnitudinem silvarum, quae inter eos atque Ariovistum intercederent, aut rem frumentariam, ut satis commode supportari posset, timere dicebant. Caes.Gall.1,39,6Wer unter ihnen als weniger furchtsam gelten wollte, erklärte, er habe zwar keine Scheu vor dem Feind selbst, aber fürchte die Engpässe unterwegs und die ausgedehnten Wälder zwischen ihnen und Ariovist, oder auch dass man die Lebensmitteln nicht leicht werde nachführen können.
factum eius hostis periculum patrum nostrorum memoria, cum Cimbris et Teutonis a C. Mario pulsis non minorem laudem exercitus quam ipse imperator meritus videbatur; factum etiam nuper in Italia servili tumultu, quos tamen aliquid usus ac disciplina, quam a nobis accepissent, sublevarent, Caes.Gall.1,40,5Man habe sich zu Zeiten der Väter mit diesem Feind gemessen, als sich bei der Niederlage der Cimbern und Teutonen durch Gaius Marius, das Heer offenbar keinen geringeren Ruhm verdiente als der Feldherr selbst. Gemessen habe man sich auch kürzlich in Italien bei der Niederwerfung des Sklavenaufstandes, wobei ihnen immerhin die Erfahrung und Zucht, die sie von den Römern übernommen hätten, geholfen habe.
si quos adversum proelium et fuga Gallorum commoveret, hos, si quaererent, reperire posse diuturnitate belli defatigatis Gallis Ariovistum, cum multos menses castris se ac paludibus tenuisset neque sui potestatem fecisset, desperantes iam de pugna et dispersos subito adortum magis ratione et consilio quam virtute vicisse. Caes.Gall.1,40,8Wenn aber die Niederlage und Flucht der Gallier (bei Magetobriga) einige beunruhige, so könnten sie, wenn sie nachforschten, herausfinden, dass Ariovist jene mehr durch schlaue Berechnung und listige Klugheit als durch Tapferkeit besiegt habe. Die Gallier seien durch die lange Dauer des Krieges erschöpft gewesen, bereits an einer Gelegenheit zu einer Schlacht verzweifelt und seien bereits in Auflösung begriffen gewesen, als Ariovist, der viele Monate in seinem Lager und zwischen Sümpfen ruhig gestanden habe und einer Schlacht stets ausgewichen sei, plötzlich über sie hergefallen sei.
itaque se, quod in longiorem diem conlaturus fuisset, repraesentaturum et proxima nocte de quarta vigilia castra moturum, ut quam primum intellegere posset, utrum apud eos pudor atque officium an timor plus valeret. Caes.Gall.1,40,14Deshalb werde er sein Vorhaben, das er auf spätere Zeit habe verschieben wollen, beschleunigen und in der kommenden Nacht gegen Morgen aufbrechen, um sich möglichst bald davon zu überzeugen, ob bei ihnen Ehr- und Pflichtgefühl oder Furcht mehr vermöge.
quodsi praeterea nemo sequatur, tamen se cum sola decima legione iturum, de qua non dubitaret, sibique eam praetoriam cohortem futuram. huic Caesar legioni indulserat praecipue et propter virtutem confidebat maxime. Caes.Gall.1,40,15Wolle ihm außerdem niemand folgen, so werde er allein mit der zehnten Legion aufbrechen, an der er nicht zweifele; sie werde seine Leibwache sein. Dieser Legion hatte Cäsar nämlich immer die meiste Aufmerksamkeit und wegen ihrer Tapferkeit das meiste Vertrauen geschenkt.
Hac oratione habita mirum in modum conversae sunt omnium mentes summaque alacritas et cupiditas belli gerendi iniecta est, Caes.Gall.1,41,1Durch diese Rede wurden alle auf wunderbare Weise umgestimmt und es ergriff sie höchste Begeisterung und Kampfeslust.
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2014.04.05 Afgani hodie mane novum praesidentem eligere coeperunt. Hamid Karzai secundum leges, ut eo munere tertia vice fungatur, non iam permissum est. Octo candidati praesidentatum petunt, ex quibus tribus est, cur bene sperent: pristinis administris rerum externarum Abdullah Abdullah et Salmai Rassul et Aschraf Ghani, viro pristino Argemtariae Mundanae oeconomo. Timor magnus, ne Talibani electiones insidiis terroristicis perturbent, non sine causa omnium animos incessit. Custodiae publicae ad arma vocatae sunt. 2014.04.05Die Afghanen wählen heute Morgen einen neuen Präsidenten. Hamid Karzai darf nach der Verfassung nicht zum dritten Mal dieses Amt ausüben. Acht Kandidaten bewerben sich um die Präsidentschaft, von denen drei sich Chancen ausrechnen dürfen: die früheren Außenminister Abdullah Abdullah et Salmai Rassul und der frühere Weltbank-Ökonom Aschraf Ghani. Große Furcht hat sich aus gutem Grund breitgemacht, dass die Taliban die Wahlen mit terroristischen Anschlägen stören könnten. Die Sicherheitskräfte sind in Alarmbereitschaft versetzt worden.
2014.07.31 Argentinae post tredecim annos denuo ruina aerarii impendet. Duae societates fundorum circumsaeptorum Americanae (NML Caput et Aurelius), quae vultures ab Axel Kicillof, adminstro rerum oeconomicarum Argentinae, nominantur, quamquam plura colloquia habebantur, ad aes alienum minuendum paratae non sunt Totam summam pecuniariam atque usuras reposcunt. Tribunal Neo-Eboraceum Argentinam addictam esse diiudicavit. Praeses Christina Fernández de Kirchner atrociora timens societatibus pecuniariis decedere non vult. 2014.07.31Argentinien droht nach dreizehn Jahren erneut der Staatsbankrott. Zwei amerikanische Hede-Fonds-Gesellschaften (NML Caput et Aurelius), die der argentinische Wirtschaftsminister Axel Kicillof als Geier bezeichnet, sind trotz mehrerer Verhandlungen nicht zu einem Schuldennachlass bereit. Sie fordern die ganze Geldsumme mit Zinsen zurück. Ein Gerichtshof in New York hat Argentinien für zahlungspflichtig erklärt. Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner will aus Furcht vor Schlimmerem den Investmentgesellschaften nicht nachgeben.
2014.08.02 Ignistitium septuaginta duarum horarum in Veneris diem inter Israelitas et Palaestinenses compositum non diutius paucis horis conservatum est. Cum Israelitae cuniculum tectum deleturi essent, militantes Palestinensium impetu suicidali facto militem quendam Israeliticum, Hadar Goldin nomine, abripuerunt. Qua ex re mutua telorum iaculatio restituta est. Oraganizatio Hamas se non iam rationem habere cum militantibus neque se scire, ubi miles abreptus esset neque se eum iam interemptum esse recusare posse, in medium protulit. 2014.08.02Die zweiundsiebigstündige Feuerpause, die für Freitag zwischen Israelis und Palästinensern vereinbart war, hat nur wenige Stunden gehalten. Als die Israelis ein Tunnel zerstören wollten, entführten palästinensiche Kampfer nach einem Selbstmordanschlag einen israelischen Soldaten namens Hadar Goldin. Unmittelbar danach ging der gegenseitige Beschuss weiter. Die Hamas ließ verlautbaren, sie habe keinen Kontakt mehr mit ihren Kämpfern, wisse auch nicht, wo der entführte Soldat sei und könne nicht ausschließen, dass et bereits tot sei.
2014.08.04 Islamici Status (IS) militantes complures urbes (Zumar et Sinjar) et duos campos olearios in Septentrioni Iraquia sitos ceperunt. Plus ducenta milia hominum domibus relictis fugere coacti sunt. Nickolay Mladenov, legatus extraordinarius Unitarum Nationum in urbe Sinjar prope Syriam sita humanitariam tragoediam oriri dixit. Etiam Carduchica Peshmerga non iam resistere valet et receptui cecinit. 2014.08.04Die Kämpfer des Islamischen Staates (IS) haben mehrere Städte (Zumar et Sinjar) und zwei Ölfelder im Nordirak übernommen. Mehr als 200’000 Menschen sind gezwungen, ihre Häuser aufzugeben und zu fliehen.. Nickolay Mladenov, der Sondergesandte der Vereinten Nationen, sagte, in Sinjar , da nahe bei Syrien liegt, bahne sich eine humanitäre Tragödie an. Auch die kurdische Peschmerga kann keinen Widerstand leisten und hat den Rückzug angetreten.
2014.09.22 Papst Franciscus unternahm seine erste Reise in Europa nach Albanien, wo nur 10% der Einwohner katholisch, 20% orthodox und 70% islamisch sind, es trotzdem aber wegen der Religion keinen Streit gibt und die Leute friedlich koexistieren. Indem er auf die Gräueltaten der IS-Kämpfer anspielte, sagte der Papst, keiner, der gegen die Menschenwürde und Menschenrechte verstoße, dürfe sich hinter dem Namen Gottes verschanzen. Die grundlegendsten Menschenrechte seien aber das Recht auf Leben und das Recht auf freie Religionsausübung.">Franciscus pontifex primum iter Europaeum in Albaniam direxit, ubi 10% inhabitantium catholicae, 20% orthodoxae et 70% islamicae confessionis sunt, neque tamen de religione ambigitur, sed homines quiete convivunt. Pontifex alludens ad facinora saeva atque atrocia a Status Islamici (IS) militantibus commissa dixit nemini, qui dignitatem hominum et iura humana facinora violet, licere sub nomine Dei delitescere. Quibus ex iuribus nullum esse antiquius quam ius vivendi et ius religione libere utendi. 2014.09.22Papst Franciscus unternahm seine erste Reise in Europa nach Albanien, wo nur 10% der Einwohner katholisch, 20% orthodox und 70% islamisch sind, es trotzdem aber wegen der Religion keinen Streit gibt und die Leute friedlich koexistieren. Indem er auf die Gräueltaten der IS-Kämpfer anspielte, sagte der Papst, keiner, der gegen die Menschenwürde und Menschenrechte verstoße, dürfe sich hinter dem Namen Gottes verschanzen. Die grundlegendsten Menschenrechte seien aber das Recht auf Leben und das Recht auf freie Religionsausübung.">Franciscus pontifex primum iter Europaeum in Albaniam direxit, ubi 10% inhabitantium catholicae, 20% orthodoxae et 70% islamicae confessionis sunt, neque tamen de religione ambigitur, sed homines quiete convivunt. Pontifex alludens ad facinora saeva atque atrocia a Status Islamici (IS) militantibus commissa dixit nemini, qui dignitatem hominum et iura humana facinora violet, licere sub nomine Dei delitescere. Quibus ex iuribus nullum esse antiquius quam ius vivendi et ius religione libere utendi.
2014.12.14 So.d. Shiitae Kerbalae, in urbe Iraquiae meridionalis, Imam Hussein, filium Ali et nepotem prophetae, martyrem venerantur. Is enim anno sescentesimo octogesimo, cum ad Kerbalam contra Sunnitas pugnaret, mortem occubuerat atque in hac urbe sepultus est. Quadragesimo die luctus Shiitae huc convenire consueverunt, neque hoc quoque anno periculo praerupto, ne impetibus circumveniantur, deterrentur. Multo magis periclitantur Shiitici viatores Samarram, in alteram sacram urbem, migraturi, in regiones septentrionales, ubi Sunniticus Islamicus Status praepollet. 2014.12.14Die Schiiten verehren in Kerbala, einer Stadt im Süden des Irak Imam Hussein, den Sohn von Ali et Enkel des Propheten als Märtyrer. Dieser war nämlich im Jahr 680, als er bei Kerbala gegen die Sunniten kämpfte, ums Leben gekommen und in dieser Stadt beigesetzt worden. Die Schiiten kommen gewöhnlich am 40. Tag ihrer Trauer hier zusammen und lassen sich auch dieses Jahr durch die beträchtliche Gefahr, Anschlägen zum Opfer zu fallen, nicht abschrecken. Noch viel gefährdeter sind schiitische Pilger, die nach Samarra, der zweiten heilgen Stadt kommen willen, die in nördlichen Regionen liegt, wo der sunnitische Islamische Staat (IS) die Vormacht ausübt.
2014.12.25 Io.d. Christiani hac praeterita nocte ubique terrarum Jesum Christum salvatorem natum esse celebraverunt. Scaenae natali proximi erant aliquot milia peregrinatorum, qui Bethlehemum venerant, ut ante Ecclesiam Nativitatis in Platea Praesepii sacris adessent, quae Fuad Twal, Hierosolymitanus patriarcha Latinus, post processionem ab Hierosolymis ad Ecclesiam Nativitatis perductam procuravit. Romae Franciscus pontifex missam matutinam in Basilica Sancti Petri peregit, postquam antea profugos in campo Iraquiano receptos allocutus est. Idem hoc meridie urbi et orbi benedicet. 2014.12.25Die Christen feierten in der vergangenen Nacht überall auf der Welt die Geburt des Heilandes Jesus Chistus. Dem Schauplatz der Geburt am nächsten waren einige Tausend Pilger, die nach Bethlehem gekommen waren, um auf dem Mantel-Platz vor der Geburtskirche am Gottesdienst teilzunehmen, den Fuad Twal, der Lateinische Patriarch aus Jerusalem, nach einer Prozession von Jerusalem zur Geburtskirche hielt.In Rom feierte Papst Franciscus, nachdem er zuvor telefonisch zu Christen in einem irakischen Flüchtlingslager gesprochen hatte, im Petersdom die Christmette. Heute Mittag wird er den Segen "urbi et orbi" erteilen.
Dergleichen äußerte er nicht selten und nicht vor wenigen; auch was er geheim hielt wurde nach der Verführung seiner Gattin verraten. Tac.ann.4,7,3.neque raro neque apud paucos talia iaciebat, et secreta quoque eius corrupta uxore prodebantur.
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[4,28,1] (1) Erant in quadam civitate rex et regina. hi tres numero filias forma conspicuas habuere, sed maiores quidem natu, quamvis gratissima specie, idonee tamen celebrari posse laudibus humanis credebantur, at vero puellae iunioris tam praecipua, tam praeclara pulchritudo nec exprimi ac ne sufficienter quidem laudari sermonis humani penuria poterat. (Apul.met.4,28,1) Apul.met.4,28,1[4,28,1] (1) Einst lebten in einer Stadt ein König und eine Königin. Die hatten drei besonders schöne Töchter, Die beiden älteren waren zwar von höchst gefälligem Aussehen, konnten aber, wie man glaubte, mit menschlichem Lob zutreffend gewürdigt werden. Aber die Schönheit der jüngeren überstrahlte alles unbeschreiblich und ließ sich wegen der Dürftigkeit der menschlichen Sprache nicht hinreichend würdigen.
[4,28,1] (2) Multi denique civium et advenae copiosi, quos eximii spectaculi rumor studiosa celebritate congregabat, inaccessae formonsitatis admiratione stupidi et admoventes oribus suis dexteram primore digito in erectum pollicem residente ut ipsam prorsus deam Venerem venerabantur religiosis adorationibus. Apul.met.4,28,2[4,28,1] (2) Viele Bürger und zahlreiche Besucher, die der Ruf des überragenden Schauspiels in erwartungsvoller Festversammlung vereinte, führten schließlich in staunender Bewunderung ihre Rechte zum Mund, warfen ihr Handküsse zu und verehrten sie ganz wie die Venus selbst in andächtiger Anbetung.
[4,28,1] (3) Iamque proximas civitates et attiguas regiones fama pervaserat deam, quam caerulum profundum pelagi peperit et ros spumantium fluctuum educavit, iam numinis sui passim tributa venia in mediis conversari populi coetibus, vel certe rursum novo caelestium stillarum germine non maria sed terras Venerem aliam virginali flore praeditam pullulasse. Apul.met.4,28,3[4,28,1] (3) Schon war die Kunde in die nächstgelegenen Städte und Nachbargegenden gedrungen, dass die Göttin, die die blaue Tiefe des Meeres geboren und der Tau der schäumenden Fluten genährt hatte, ihre göttliche Gnade allenhalben gewähre und in der Mitte des Volkes wandele, oder zumindest diesmal nicht das Meer, sondern das Land aus dem neuen Samen himmlicher Tropfen eine zweite Venus in jungfräulicher Blüte geboren habe.
[4,29] (1) Sic immensum procedit in dies opinio, sic insulas iam proxumas et terrae plusculum provinciasque plurimas fama porrecta pervagatur. iam multi mortalium longis itineribus atque altissimis maris meatibus ad saeculi specimen gloriosum confluebant. (Apul.met.4,29,1) Apul.met.4,29,1[4,29] (1) So wuchs ihr Ansehen von Tag zu Tag ins Unermessliche, so verbreitet sich ihr Ruhm allmählich hin über die nächstliegenden Inseln, weiter über das Festland und über die meisten Provinzen. Schon strömten viele in weiten Reisen über Land und hohe See zu dem gerühmten Inbegriff irdischer Schönheit.
[4,29] (2) Paphon nemo, Cnidon nemo ac ne ipsa quidem Cythera ad conspectum deae Veneris navigabant; sacra praetereuntur, templa deformantur, pulvinaria proteruntur, caerimoniae negleguntur; incoronata simulacra et arae viduae frigido cinere foedatae. (Apul.met.4,29,2) Apul.met.4,29,2[4,29] (2) Nach Paphos segelte keiner mehr, keiner nach Knidos, selbst nach Cythera keiner, um die Göttin Venus aufzusuchen. Opfer bleiben aus, ihre Tempel zerfallen, die Kissen zerschleißen, Feiern finden nicht statt. Ihre Bildnisse bleiben unbekränzt und die Altäre leer, mit erkalteter Asche beschmutzt.
[4,29] (3) Puellae supplicatur et in humanis vultibus deae tantae numina placantur, et in matutino progressu virginis victimis et epulis Veneris absentis nomen propitiatur, iamque per plateas commeantem populi frequenter floribus sertis et solutis adprecantur. (Apul.met.4,29,3) Apul.met.4,29,3[4,29] (3) Vor dem Mädchen kniet man, sucht im menschlichen Antlitz die Gunst der so mächtige Göttin. Zeigt sich die Jungfrau am Morgen, huldigt man ihr mit Opferspeisen statt der abwesenden Göttin Venus. Schon beten die Leute, wenn sie über die Plätze der Stadt geht, vielfach mit Blumen und Kränzen sie an.
[4,29] (4) Haec honorum caelestium ad puellae mortalis cultum inmodica translatio verae Veneris vehementer incendit animos et inpatiens indignationis capite quassanti fremens altius sic secum disserit:(Apul.met.4,29,4) Apul.met.4,29,4[4,29] (4) Diese maßlose Übertragung göttlicher Ehren auf die Verehrung eines sterblichen Mädchens erregte die wahre Venus gewaltig; sie schüttelte von Ärger überwältigt ihr Haupt und spricht recht unwirsch bei sich:
[4,30,1] "En rerum naturae prisca parens, en elementorum origo initialis, en orbis totius alma Venus, quae cum mortali puella partiario maiestatis honore tractor. et nomen meum caelo conditum terrenis sordibus profanatur! (Apul.met.4,30,1) Apul.met.4,30,1[4,30,1] "Ich, Venus, Urmutter der Natur, ich, Urquell der Elemente, ich, des Erdkreises Nährerin: Mit einem sterblichen Mädchen teile ich meine Majestät, und mein himmlicher Name wird mit irdischem Schmutz entheiligt!
[4,30,2] Nimirum communi numinis piamento vicariae venerationis incertum sustinebo et imaginem meam circumferet puella moritura. frustra me pastor ille, cuius iustitiam fidemque magnus comprobavit Iuppiter, ob eximiam speciem tantis praetulit deabus. (Apul.met.4,30,2) Apul.met.4,30,2[4,30,2] Gewiss werde ich gemeinsame Sühnopfer und die ungewisse Verehrung einer Stellvertreterin hinnehmen und wird eine Sterbliche mein Bild verkörpern! Umsonst hätte mich jener Hirte (Paris), dessen Gerechtigkeit und Verlässlichkeit der große Jupiter billigte, für meine ausnehmende Erscheinung so mächtigen Göttinnen vorgezogen!
[4,30,3] Sed non adeo gaudens ista, quaecumque est, meos honores usurpabit: quam faxo huius etiam ipsius inlicitae formonsitatis paeniteat." (Apul.met.4,30,3) Apul.met.4,30,3[4,30,3] Aber nicht zu ihrer Freude wird sie, sei sie, wer sie will, sich meine Ehre anmaßen. Ihr soll ihre ungebührliche Schönheit noch leid tun!"
[4,30,4] Et vocat confestim puerum suum pinnatum illum et satis temerarium, qui malis suis moribus contempta disciplina publica, flammis et sagittis armatus, per alienas domos nocte discurrens et omnium matrimonia corrumpens impune committit tanta flagitia et nihil prorsus boni facit. (Apul.met.4,30,4) Apul.met.4,30,4[4,30,4] Sofort ruft sie ihren geflügelten und so mutwilligen Sohn, ihn, der sich mit seinem schlechten Charakter über die öffentliche Ordnung hinwegsetzt, nachts mit seinen Brandpfeilen durch fremde Häuser eilt, Ehen zerrüttet, der ungestraft schlimmste Schandtaten begeht und nichts Gutes bewirkt.
[4,30,54] Hunc, quanquam genuina licentia procacem, verbis quoque insuper stimulat et perducit ad illam civitatem et Psychen —hoc enim nomine puella nuncupabatur— coram ostendit et tota illa perlata de formositatis aemulatione fabula gemens ac fremens indignatione: (Apul.met.4,30,5) Apul.met.4,30,5[4,30,5] Den, von Geburt aus schon zügellos und frech, reizt sie noch mit Worten, bringt ihn zu jener Stadt und zeigt ihm Psyche —so hieß das Mädchen nämlich— persönlich; sie erzählt ihm schäumend vor Wut und Entrüstung die ganze Geschichte vom Streit um die Schönheit:
[4,31,1] "Per ego te," inquit, "maternae caritatis foedera deprecor, per tuae sagittae dulcia vulnera, per flammae istius mellitas uredines, vindictam tuae parenti, sed plenam tribue et in pulchritudinem contumacem severiter vindica; idque unum et pro omnibus unicum volens effice: (Apul.met.4,31,1) Apul.met.4,31,1[4,31,1] "Bei deiner liebevollen Verbundenheit mit deiner Mutter flehe ich, bei den süßen Wunden deines Pfeiles, beim Süßen Brennen dieser Flamme, schaffe Genugtuung deiner Mutter, volle Genugtuung, und gehe streng gegen die freche Schönheit vor. Diesen einen und allereinzigen Wunsch erfülle mir von Herzen!
[4,31,2] Virgo ista amore flagrantissimo teneatur hominis extremi, quem et dignitatis et patrimonii simul et incolumitatis ipsius Fortuna damnavit, tamque infimi, ut per totum orbem non inveniat miseriae suae comparem." (Apul.met.4,31,2) Apul.met.4,31,2[4,31,2] Diese Jungfrau soll in glühender Liebe zu einem allerärgsten Menschen entbrennen, dem sein Schicksal Würde, Besitz zugleich und Unversehrtheit geraubt hat; zu einem so niedrigen, dass er nirgends in der Welt ein seinem gleiches Unglück findet."
[4,31,3] Sic effata et osculis hiantibus filium diu ac pressule saviata proximas oras reflui litoris petit plantisque roseis vibrantium fluctuum summo rore calcato ecce iam profundi maris sudo resedit vertice. et ipsum, quod incipit velle, en statim, quasi pridem praeceperit, non moratur marinum obsequium. (Apul.met.4,31,3) Apul.met.4,31,3[4,31,3] So sprach sie, küsste verlangend lange und fest ihren Sohn und eilte zum nächsten Ufer des zurückströmenden Meeres, berührte mit rosigen Sohlen die schäumende Gicht des Wassers und ließ sich schon auf der strahlenden Fläche des tiefen Meeres nieder. Kaum fasst sie den Wunsch, sieh’, er erfüllt sich von selbst, als hätt’ sie’s zuvor befohlen, nicht bekümmert sie des Meeres Gehorsam.
[4,31,4] Adsunt Nerei filiae chorum canentes et Portunus caerulis barbis hispidus et gravis piscoso sinu Salacia et auriga parvulus delphini Palaemon. (Apul.met.4,31,4) Apul.met.4,31,4[4,31,4] Es erscheinen im Reigen singend des Nereus Töchter, Portunus mit struppig blauem Bart, Salacia mit fischgefülltem Schoß und Palaemon, der kleine Reiter auf dem Delphin.
[4,31,5] Iam passim maria persultantes Tritonum catervae: hic concha sonaci leniter bucinat, ille serico tegmine flagrantiae solis obsistit inimici, alius sub oculis dominae speculum progerit, curru biiuges alii subnatant. talis ad Oceanum pergentem Venerem comitatur exercitus. (Apul.met.4,31,5) Apul.met.4,31,5[4,31,5] Jetzt Tritons meerdurchtanzende Schar: der bläst sanft die tönende Muschel, jener schützt sich mit seidenem Schirm vor der bedrohlich sengenden Sonne, ein anderer hält seiner Herrin den Spiegel vor die Augen, andere schwimmen zu zweien unter dem Wagen. Eine solche Truppe geleitet Venus auf ihrer Fahrt zum Okeanos.
[4,32,1] Interea Psyche cum sua sibi perspicua pulchritudine nullum decoris sui fructum percipit. spectatur ab omnibus, laudatur ab omnibus, nec quisquam non rex, non regius, nec de plebe saltem cupiens eius nuptiarum petitor accedit. mirantur quidem divinam speciem, sed ut simulacrum fabre politum mirantur omnes. (Apul.met.4,32,1) Apul.met.4,32,1[4,32,1] Indes zieht Psyche bei all ihrer auch ihr offensichtlichen Schönheit keinen Gewinn aus ihrer glanzvollen Erscheinung. Alle bestaunen sie, alle preisen sie, doch keiner, weder König noch Prinz noch wenigstens einer aus dem Volk begehrt sie zur Frau und wirbt um sie. Alle bewundern zwar ihre Gestalt, aber nur wie ein meisterlich geglättetes Standbild.
[4,32,2] Olim duae maiores sorores, quarum temperatam formonsitatem nulli diffamarant populi, procis regibus desponsae iam beatas nuptias adeptae, sed Psyche virgo vidua domi residens deflet desertam suam solitudinem aegra corporis, animi saucia, et quamvis gentibus totis complacitam odit in se suam formonsitatem. (Apul.met.4,32,2) Apul.met.4,32,2[4,32,2] Die beiden älteren Schwestern, deren maßvolle Schönheit keiner gepriesen hatte, waren längst königlichen Freiern verlobt, ja schon glücklich verheiratet. Doch Psyche sitzt krank am Körper, verwundet im Herzen, als verschmähte Jungfer zu Hause und beweint ihre trostlose Einsamkeit; wie sehr sie auch aller Welt gefalle, sie hasst an sich ihre Schönheit.
[4,32,3] Sic infortunatissimae filiae miserrimus pater suspectatis caelestibus odiis et irae superum metuens, dei Milesii vetustissimum percontatur oraculum et a tanto numine precibus et victimis ingratae virgini petit nuptias et maritum. sed Apollo, quanquam Graecus et Ionicus, propter Milesiae conditorem sic Latina sorte respondit: (Apul.met.4,32,3) Apul.met.4,32,3[4,32,3] So argwöhnt ein traurige Vater einer unglücklichen Tochter himmlichen Hass; und befragt, weil er Götterzorn befürchtet, das uralte Orakel des milesischen Gottes und betet unter Opfern zu dem mächtigen Gott um Hochzeit und Ehe für die ungeliebte Jungfrau. Doch Apollon antwortete, obwohl ionischer Grieche mit Rücksicht auf den Verfasser der milesischen Fabel so mit lateinischer Spruch:
[4,33,1]
"montis in excelsi scopulo, rex, siste puellam
     ornatam mundo funerei thalami.
nec speres generum mortali stirpe creatum,
      sed saevum atque ferum vipereumque malum
(Apul.met.4,33,1) Apul.met.4,33,1
[4,33,1]
"Stelle, o König das Mädchen auf Berges erhabenen Felsen,
     schmück's mit dem Hochzeitskleid, sei sie zum Tode bereit!
Nicht aus Menschengeschlecht ist der Tochter Gemahl dir entsprossen,
     Sondern ein wildes Getier, schreckliches Schlangengezücht,
[4,33,2]
quod pinnis volitans super aethera cuncta fatigat
         flammaque et ferro singula debilitat,
quod tremit ipse Iovis, quo numina terrificantur
         fluminaque horrescunt et Stygiae tenebrae."
(Apul.met.4,33,2) Apul.met.4,33,2
[4,33,2]
Das den Äther durchfliegt und überall Schrecken verbreitet.
         Das mit Feuer und Schwert, jegliches Wesen verzehrt.
Zeus selbst zittert vor ihm, es entsetzen sich mächtige Götter,
         Flüsse schaudern zurück, selbst das Dunkel der Styx."
[4,33,3] Rex olim beatus affatu sanctae vaticinationis accepto pigens tristisque retro domum pergit suaeque coniugi praecepta sortis enodat infaustae. maeretur, fletur, lamentatur diebus plusculis. sed dirae sortis iam urget taeter effectus. (Apul.met.4,33,3) Apul.met.4,33,3[4,33,3] Der einst glückliche König vernahm die Weissagung und ging voll Verdruss und Trauer nach Hause zurück. Er erklärt seiner Gattin die Weisungen der Unglücksweisagung: Man trauert, wein und jammert mehrere Tage. Aber schon drängt die widerwärtige Erfüllung des grausamen Spruches.
[4,33,4] Iam feralium nuptiarum miserrimae virgini choragium struitur, iam taedae lumen atrae fuliginis cinere marcescit, et sonus tibiae zygiae mutatur in querulum Ludii modum cantusque laetus hymenaei lugubri finitur ululatu et puella nuptura deterget lacrimas ipso suo flammeo. sic adfectae domus triste fatum cuncta etiam civitas congemebat luctuque publico confestim congruens edicitur iustitium. (Apul.met.4,33,4) Apul.met.4,33,4[4,33,4] Schon wird dem Unglücksmädchen die Bühne der verderbliche Hochzeit bereitet, schon glimmt matt das Licht der Fackel uter schwarzem Ruß, schon schlägt die Hochzeitsflöte um in klagende lydische Weise, schon verklingt das frohe Hochzeitslied in Jammergeheul. Die Braut trocknet sogar am Schleier die Tränen. Auch die ganze Stadt beklagt das traurige Los des schwer getroffenen Hauses. und weil alle trauerten, gebot man sogleich eine Staatstrauer.
[4,34,1] Sed monitis caelestibus parendi necessitas misellam Psychen ad destinatam poenam efflagitabat. perfectis igitur feralis thalami cum summo maerore sollemnibus toto prosequente populo vivum producitur funus et lacrimosa Psyche comitatur non nuptias sed exequias suas. (Apul.met.4,34,1) Apul.met.4,34,1[4,34,1] Aber der Zwang, dem Gebot des Himmels zu gehorchen, forderte die über Psyche verhängte Bestrafung. Die Feier der Todeshochzeit wurde so in größter Trauer vollzogen und alles Volk begleitet Psyche zu ihrem lebendigen Begräbnis. Unter Tränen folgt Psyche ihrem Hochzeits-, nein Leichenzug.
[4,34,2] Ac dum maesti parentes et tanto malo perciti nefarium facinus perficere cunctantur, ipsa illa filia talibus eos adhortatur vocibus: "Quid infelicem senectam fletu diutino cruciatis? quid spiritum vestrum, qui magis meus est, crebris eiulatibus fatigatis? (Apul.met.4,34,2) Apul.met.4,34,2[4,34,2] Während noch die traurigen und von solchem Leid erschütterten Eltern sich scheuen, den Frevel zu begehen, ermuntert sie ihre Tochter von sich aus mit solchen Worten: "Was quält ihr euer unglückseliges Alter mit dauerndem Weinen? Was peinigt ihr euer Leben, das vielmehr meines ist, mit ständigem Jammer?
[4,34,3] Quid lacrimis inefficacibus ora mihi veneranda foedatis? quid laceratis in vestris oculis mea lumina? quid canitiem scinditis? quid pectora, quid ubera sancta tunditis? haec erunt vobis egregiae formonsitatis meae praeclara praemia. (Apul.met.4,34,3) Apul.met.4,34,3[4,34,3] Was entstellt ihr mit hilflosen Tränen euer mir teueres Antlitz? Was brecht ihr mit eueren Augen die meinen? Was zerauft ihr euer ergrautes Haar? Was zerschkagt ihr die Brust und den geheiligten Busen? Dies wird euch der herrliche Lohn meiner ausnehmenden Schönheit sein!
[4,34,4] Invidiae nefariae letali plaga percussi sero sentitis. cum gentes et populi celebrarent nos divinis honoribus, cum novam me Venerem ore consono nuncuparent, tunc dolere, tunc flere, tunc me iam quasi peremptam lugere debuistis. (Apul.met.4,34,4) Apul.met.4,34,4[4,34,4] Dass euch der Todeshieb frevlerischen Neides niedergestreckt hat, merkt ihr zu spät. Als mich Leute und Volk mit göttlichen Ehren feierten, als sie mich mit einem Mund die neue Venus nannten, da hättet ihr klagen, da weinen, da mich wie tot betrauern müssen.
[4,34,5] Iam sentio, iam video solo me nomine Veneris perisse. ducite me et cui sors addixit scopulo sistite. festino felices istas nuptias obire, festino generosum illum maritum meum videre. quid differo, quid detrecto venientem, qui totius orbis exitio natus est?" (Apul.met.4,34,5) Apul.met.4,34,5[4,34,5] Schon fühle ich, schon sehe ich: Allein der Name Venus hat mich umgebracht. Bringt und stellt mich auf den vom Orakel bestimmten Felsen! Ich eile diesem Hochzeitsglück entgegen, ich eile, jenen meinen edlen Bräutigam zu sehen. Was zögere ich, was verweigere ich mich dem, der zum Untergang der ganzen Welt geboren kommt?"
[4,35,1] Sic profata virgo conticuit ingressuque iam valido pompae populi prosequentis sese miscuit. itur ad constitutum scopulum montis ardui, cuius in summo cacumine statutam puellam cuncti deserunt, taedasque nuptiales, quibus praeluxerant, ibidem lacrimis suis extinctas relinquentes deiectis capitibus domuitionem parant. (Apul.met.4,35,1) Apul.met.4,35,1[4,35,1] Dann verstummte die Jungfrau und mischte sich jetzt festen Schrittes unter den Zug der Leute, die ihr folgten. Man geht zu dem betreffenden Felsen des steilen Berges. Alle lassen das Mädchen auf dessen Spitze zurück.Auch die Hochzeitsfackeln lassen sie zurück, die ihnen vorausgeleuchtet hatten und unter ihren Tränen erloschen waren. Gesenkten Hauptes treten sie den Heimweg an.
[4,35,2] Et miseri quidem parentes eius tanta clade defessi, clausae domus abstrusi tenebris, perpetuae nocti sese dedidere. (Apul.met.4,35,2) Apul.met.4,35,2[4,35,2] Auch die unglückseligen Eltern brachen unter dem herben Verlust ihrer Tochter zusammen und begruben sich in dem Dunkel ihres verschlossenen Palastes in ewiger Nacht.
[4,35,3] Psychen autem paventem ac trepidam et in ipso scopuli vertice deflentem mitis aura molliter spirantis Zephyri, vibratis hinc inde laciniis et reflato sinu sensim levatam suo tranqulllo spiritu vehens paulatim per devexa rupis excelsae, vallis subditae florentis cespitis gremio leniter delapsam reclinat. (Apul.met.4,35,3) Apul.met.4,35,3[4,35,3] Aber Psyche, die vor Angst auf der Spitze des Felsens zitterte und weinte, hebt ein milder Hauch des sanft wehenden Zephyros mit flatterndem und sich bauschendem Gewand unmerklich empor, trägt sie mit ruhigem Wehen allmählich über den steilen Felshang, liässt sie sanft ins tiefe Tal hinabgleiten und lagert sie im Schoß der blühenden Wiese.
[5,1,1] Psyche teneris et herbosis locis in ipso toro roscidi graminis suave recubans, tanta mentis perturbatione sedata, dulce conquievit. iamque sufficienti recreata somno placido resurgit animo. (Apul.met.5,1,1) Apul.met.5,1,1[5,1,1] Auf weichem Wiesengrund lag Psyche sanft auf tauigem Lager aus Gras. Ihre erregte Verwirrtheit hatte sich gelegt, sie ruhte entspannt. Durch ausreichend Schlaf erholt, erwacht sie freundlich gestimmt.
[5,1,2] Videt lucum proceris et vastis arboribus consitum, videt fontem vitreo latice perlucidum medio luci meditullio. prope fontis adlapsum domus regia est, aedificata non humanis manibus sed divinis artibus. iam scies ab introitu primo dei cuiuspiam luculentum et amoenum videre te diversorium.(Apul.met.5,1,2) Apul.met.5,1,2[5,1,2] Sie sieht einen Hain mit hohen, mächtigen Bäumen, sieht einen bis zum Grund kristlallklaren Quell. Inmitten des Haines bei dem Strom des Quells steht ein Schloss, nicht von Menschenhand, sondern mit göttlicher Kunst erbaut. Geht man hinein, weiß man gleich: man sieht das lichtvolle, liebliche Heim eines Gottes.
[5,1,3] Nam summa laquearia citro et ebore curiose cavata subeunt aureae columnae, parietes omnes argenteo caelamine conteguntur bestiis et id genus pecudibus occurrentibus ob os introeuntium. (Apul.met.5,1,3) Apul.met.5,1,3[5,1,3] Denn goldene Säulen stützen ganz oben kunstvoll gehöhlte Kassetten aus Citrus und Elfenbein; alle Wände verkleidet mit Silberreliefs, die dem Eintretenden wilde und andere Tiere vor Augen treten lassen.
[5,1,4] Mirus prorsum homo, immo semideus vel certe deus, qui magnae artis suptilitate tantum efferavit argentum. enimvero pavimenta ipsa lapide pretioso caesim deminuto in varia picturae genera discriminantur: vehementer, iterum ac saepius beatos illos, qui super gemmas et monilia calcant. (Apul.met.5,1,4) Apul.met.5,1,4[5,1,4] Ein wirklich erstaunlicher Mensch, nein, ein Halbgott, ja gewiss ein Gott, der mit feiner Kunst so viel Silber zu Tieren geformt hat. Selbst die Böden zeigten aus kostbarem Mosaik unterschiedlichste bunte Bilder. Überaus, zweimal und dreimal glücklich, wer über die Edelsteine und Kleinodien geht.
[5,1,5] Iam ceterae partes longe lateque dispositae domus sine pretio pretiosae totique parietes solidati massis aureis splendore proprio coruscant, ut diem suum sibi domus faciat licet sole nolente: sic cubicula, sic porticus, sic ipsae balneae fulgurant. (Apul.met.5,1,5) Apul.met.5,1,5[5,1,5] Weiter schimmern die übrigen unschätzbar kostbaren Teile des sich weit und breit gliedernden Hauses und alle aus massivem Gold gefertigten Wände im eigenen Glanz, so dass das Haus seinen eigenen Tag schaffen kann, falls die Sonne finster bleibt. So glänzen die Schlafräume, so die Säulengänge, so selbst die Bäder.
[5,1,6] Nec setius opes ceterae maiestati domus respondent, ut equidem illud recte videatur ad conversationem humanam magno Iovi fabricatum caeleste palatium. (Apul.met.5,1,6) Apul.met.5,1,6[5,1,6] Nicht weniger passen die überigen Schätze des Hauses zu seiner Erhabenheit, so dass zu Recht jener himmliche Palast dem erhabenen Jupiter für seinen Umgang mit Menschen geschaffen zu sein scheint.
[5,2,1] Invitata Psyche talium locorum oblectatione propius accessit et paulo fidentior intra limen sese facit; mox prolectante studio pulcherrimae visionis rimatur singula et altrinsecus aedium horrea sublimi fabrica perfecta magnisque congesta gazis conspicit. nec est quicquam quod ibi non est. (Apul.met.5,2,1) Apul.met.5,2,1[5,2,1] Vom Reiz solcher Räumlichkeiten angetan tritt Psyche näher und überschreitet etwas mutiger die Schwelle. Ihr Verlangen, sich am schönen Anblick zu efreuen, lässt sie alle Einzelheiten durchforschen und auch auf der anderen Seite des Hauses die kunstvoll gefertigten und mit großen Schätzen angefüllten Lagerräume besichtigen. Nichts gibt es, was es dort nicht gab.
[5,2,2] Sed praeter ceteram tantarum divitiarum admirationem hoc erat praecipue mirificum, quod nullo vinculo, nullo claustro, nullo custode totius orbis thensaurus ille muniebatur. (Apul.met.5,2,2) Apul.met.5,2,2[5,2,2]Aber bei aller sonstigen Bewunderung so großen Reichtums war besonders erstaunlich, dass diese Schätze aus der ganzen Welt weder verriegelt noch verschlossen noch sonst wie gesichert waren.
[5,2,3] Haec ei summa cum voluptate visenti offert sese vox quaedam corporis sui nuda et “quid,” inquit, “domina, tantis obstupescis opibus? tua sunt haec omnia. (Apul.met.5,2,3) Apul.met.5,2,3[5,2,3] Als sie dies mit größtem Vergnügen ansieht, hört sie eine körperlose Stimme: “Warum machen dich, Herrin, die so großen Schätze sprachlos? Dir gehört dies alles!
[5,2,4] Prohinc cubiculo te refer et lectulo lassitudinem refove et ex arbitrio lavacrum pete. nos, quarum voces accipis, tuae famulae sedulo tibi praeministrabimus nec corporis curatae tibi regales epulae morabuntur. (Apul.met.5,2,4) Apul.met.5,2,4[5,2,4] Gehe daher ins Schlafzimmer und tue etwas gegen deine Müdigkeit! Wenn du willst, nimmt ein Bad! Wir, deren Stimme du hörst, deine Dienerinnen, werden dir eifrig zu Diensten sein: Wenn du dich gepflegt hast, erwartet dich ein königliches Mahl.
[5,3,1] Sensit Psyche divinae providentiae beatitudinem monitusque, voces informes audiens, et prius somno et mox lavacro fatigationem sui diluit, visoque statim proximo semirotundo suggestu, propter instrumentum cenatorium rata refectui suo commodum, libens accumbit. (Apul.met.5,3,1) Apul.met.5,3,1[5,3,1] Psyche empfand es als Segen göttlicher Fürsorge und Mahnung , dass sie die gestaltlosen Stimmen hörte. Sie entledigt sich ihrer Mattigkeit zuerst durch Schlaf, dann durch ein Bad. Da sieht sie ein erhöhtes Halbrund. Wegen des Essgeschirrs glaubt sie, es diene ihrer Erholung. Gern nimmt sie Platz.
[5,3,2] Et ilico vini nectarei eduliumque variorum fercula copiosa nullo serviente, sed tantum spiritu quodam impulsa subministrantur. nec quemquam tamen illa videre poterat, sed verba tantum audiebat excidentia et solas voces famulas habebat. (Apul.met.5,3,2) Apul.met.5,3,2[5,3,2] Sofort werden reichlich göttlicher Wein und vielfältige Speisen aufgetragen, ohne jeden Diener, nur durch eine Art Hauch herbeigeweht. Keinen konnte sie sehen, sondern hörte nur Worte äußern und Worte allein hatte sie zu ihrer Bedienung.
[5,3,3] Post opimas dapes quidam introcessit et cantavit invisus, et alius citharam pulsavit, quae videbatur nec ipsa. tunc modulatae multitudinis conferta vox aures eius affertur, ut, quamvis hominum nemo pareret, chorus tamen esse pateret. (Apul.met.5,3,3) Apul.met.5,3,3[5,3,3] Nach dem reichen Mahl kam einer unsichtbar herein und sang ein Lied, ein anderer schlug die Zither, die ebenfalls unsichtbar blieb. Dann dringt der volle Ton einer harmonischen Gruppe an ihr Ohr, offenbar eines Chores, auch wenn keiner der Sänger sich zeigte.
[5,4,1] Finitis voluptatibus vespera suadente concedit Psyche cubitum. iamque provecta nocte clemens quidam sonus aures eius accedit. tunc virginitati suae pro tanta solitudine metuens et pavet et horrescit et quovis malo plus timet, quod ignorat. (Apul.met.5,4,1) Apul.met.5,4,1[5,4,1] Nach dem appetitlichen Abendessen lud der Abend Psyche ein, zu Bett zu gehen. Schon spät in der Nacht dringt ein sanfter Ton an ihr Ohr. Da ängstigt sie sich in ihrer Einsamkeit um ihre Unschuld: zitternd schaudert ihr vor dem, was sie nicht kennt, mehr als vor jedem Übel sonst.
[5,4,2] Iamque aderat ignobilis maritus et torum inscenderat et uxorem sibi Psychen fecerat et ante lucis exortum propere discesserat. statim voces cubiculo praestolatae novam nuptam interfectae virginitatis curant. (Apul.met.5,4,2) Apul.met.5,4,2[5,4,2] Schon war der unbekannte Gemahl da, hatte das Lager bestiegen, sich Psyche zur Gattin gemacht und noch vor dem Morgen sich eilig entfernt. Gleich stehen im Schlafraum die Stimmen zu Diensten und beruhigen die Braut wegen der verlorene Unschuld.
[5,4,3] Haec diutino tempore sic agebantur. atque ut est natura redditum, novitas per assiduam consuetudinem delectationem ei commendarat et sonus vocis incertae solitudinis erat solacium. (Apul.met.5,4,3) Apul.met.5,4,3[5,4,3] Dies ging lange Zeit so. Und wie es ganz natürlich ist: Das Neue wird durch anhaltende Gewöhnung zur Freude und der Klang der vagen Stimme zum Trost in der Einsamkeit.
[5,4,4] Interea parentes eius indefesso luctu atque maerore consenescebant, latiusque porrecta fama sorores illae maiores cuncta cognorant propereque maestae atque lugubres deserto lare certatim ad parentum suorum conspectum adfatumque perrexerant. (Apul.met.5,4,4) Apul.met.5,4,43[5,4,4] Inzwischen wurden ihre Eltern in nicht endener leidvoller Trauer alt. Weil die Kunde sich weiter verbreitet hatte, erfuhren jene älteren Schwestern alles. Schnell hatten sie tieftraurig ihr Haus verlassen und sich wie um die Wette auf den Weg gemacht, ihre Eltern zu sehen und zu sprechen.
[5,5,1] Ea nocte ad suam Psychen sic infit maritus - namque praeter oculos et manibus et auribus is nihil minus sentiebatur: "Psyche, dulcissima et cara uxor, exitiabile tibi periculum minatur fortuna saevior, quod observandum pressiore cautela censeo. (Apul.met.5,5,1) Apul.met.5,5,1[5,5,1] In dieser Nacht spricht ihr Gatte so zu Psyche - denn er ließ sich zwar nicht mit den Augen, doch ebenso gut mit Händen und Ohren wahrnehmen. "Psyche, liebste und teuere Gattin, ein grausames Schicksal bedroht dich mit tödlicher Gefahr, die du, wie ich meine, mit gesteigerter Vorsicht beobachten musst.
[5,5,2] Sorores iam tuae mortis opinione turbatae tuumque vestigium requirentes scopulum istum protinus aderunt, quarum si quas forte lamentationes acceperis, neque respondeas, immo nec prospicias omnino; ceterum mihi quidem gravissimum dolorem, tibi vero summum creabis exitium." (Apul.met.5,5,2) Apul.met.5,5,2[5,5,2] Deine Schwestern sind irritiert durch die Annahme deines Todes deiner Spur gefolgt und gleich an dem Felsen. Falls du vielleicht ihre Klagen hörst, antworte nicht, ja sieh nicht einmal hin! Sonst wirst du mir größten Schmerz, dir aber schlimmstes Verderben bereiten."
[5,5,3] Annuit et ex arbitrio mariti se facturam spopondit, sed eo simul cum nocte dilapso diem totum lacrimis ac plangoribus misella consumit: (Apul.met.5,5,3) Apul.met.5,5,3[5,5,3] Sie nickte und gelobte, nach seinem Wunsch zu handeln. Doch als er zugleich mit der Nacht verschwunden war, verzehrt sich die Arme den ganzen Tag in Tränen und Klagen:
[5,5,4] Se nunc maxime prorsus perisse iterans, quae beati carceris custodia septa et humanae conversationis colloquio viduata nec sororibus quidem suis de se maerentibus opem salutarem ferre ac ne videre eas quidem omnino posset. nec lavacro nec cibo nec ulla denique refectione recreata flens ubertim decessit ad somnum. (Apul.met.5,5,4) Apul.met.5,5,4[5,5,4] Jetzt erst sei sie vollständig tot, widerholt sie ständig; in ihrem Glückskerker eingesperrt und menschlicher Unterhaltung beraubt, könne sie weder ihre Schwestern, die um sie trauerten, in ihrem Leid trösten, noch überhaupt sie sehen. Ohne sich durch ein Bad, oder Speise oder sonst wie zu erfrischen ging sie unter einem Strom von Tränen zu Bett.
[5,6,1] Nec mora cum paulo maturius lectum maritus accubans eamque etiam nunc lacrimantem complexus sic expostulat: "Haecine mihi pollicebare, Psyche mea? quid iam de te tuus maritus expecto, quid spero? et perdia et pernox nec inter amplexus coniugales desinis cruciatum. (Apul.met.5,6,1) Apul.met.5,6,1[5,6,1] Sogleich kommt ihr Gemahl, etwas früher, zu Bett, umarmt, sie die immer noch weinte und dringt in sie: "Hast du mir das versprochen, meine Psyche? Was soll ich, dein Gemahl, jetzt noch von dir erwarten, was hoffen? Den ganzen Tag und die Nacht über vergisst du selbst in ehelicher Umarmung nicht dein Leid.
[5,6,2] Age iam nunc ut voles, et animo tuo damnosa poscenti pareto! tantum memineris meae seriae monitionis, cum coeperis sero paenitere." Tunc illa precibus et dum se morituram comminatur extorquet a marito cupitis adnuat, ut sorores videat, luctus mulceat, ora conferat. (Apul.met.5,6,2) Apul.met.5,6,2[5,6,2] So tu wie du willst, und folge deinem Herzen, das dir schaden will. Doch denke an meine ernste Mahnung, wenn du es zu spät bereust." Dann nötigt sie mit ihren Bitten, indem sie mit ihrem Tod droht, ihrem Gatten ab, ihren Wünschen folgen zu dürfen: die Schwestern zu sehen, ihre Trauer zu steillen, mit ihnen zu sprechen.
[5,6,3] Sic ille novae nuptae precibus veniam tribuit et insuper, quibuscumque vellet eas auri vel monilium donare concessit, sed identidem monuit ac saepe terruit, ne quando sororum pernicioso consilio suasa de forma mariti quaerat, neve se sacrilega curiositate de tanto fortunarum suggestu pessum deiciat nec suum postea contingat amplexum. (Apul.met.5,6,3) Apul.met.5,6,3[5,6,3] So gibt er den Bitten der Gattinnach und erlaubt ihr obendrein, sie mit beliebig viel Gold und Schmuck zu beschenken. Doch immer wieder mahnte er sie und machte ihr Angst, ja nie vom verderblichen Ansinnen ihrer Schwestern überredet seinem Aussehen nachzuforschen, noch aus frevelhafter Neugierde sich um ihr Glück zu brigen und seine Umarmung für die Zukunft verspielen.
[5,6,4] Gratias egit marito iamque laetior animo "sed prius", inquit, "centies moriar quam tuo isto dulcissimo conubio caream. amo enim et efflictim te, quicumque es, diligo aeque ut meum spiritum, nec ipsi Cupidini comparo. (Apul.met.5,6,4) Apul.met.5,6,4[5,6,4] Sie dankte ihrem Gatten und sprach schon fröhlicher: "Lieber hundert Mal sterben, als die so süße Ehe mit dir missen. Ich liebe dich nämlich bis auf den Tod, wer immer du seist, gleich meinem Leben liebe ich dich und vereleiche dicht nicht einmal mit Cupido.
[5,6,5] Sed istud etiam meis precibus, oro, largire et illi tuo famulo Zephyro praecipe, simili vectura sorores hic mihi sistat'; et imprimens oscula suasoria et ingerens verba mulcentia et inserens membra cogentia haec etiam blanditiis astruit: 'mi mellite, mi marite, tuae Psychae dulcis anima. (Apul.met.5,6,5) Apul.met.5,6,5[5,6,5] Doch gewähre mir noch diese Bitte: Lasse deinen Diener Zephyros meine Schwestern mit gleicher Fahrt wie mich hierher bringen: Ihre Küsse überzeugen ihn, ihre Worte schmeicheln ihm, ihre Umarmungen nötigen ihn. Sie krönt ihre Zärtlichkeit mit den Worten: Mein Liebster, mein Gatte, du deiner Psyche süßes Leben.
[5,6,6] Vi ac potestate Venerii susurrus invitus succubuit maritus et cuncta se facturum spopondit atque, etiam luce proxumante, de manibus uxoris evanuit. (Apul.met.5,6,6) Apul.met.5,6,6[5,6,6] Gegen seinen Willen unterlag der Gatte der unwiderstehlichen Macht ihres Liebesgeflüsters und gelobte alles zu erfüllen; und entschwand, als der Tag nahte, aus den Armen der Gattin.
[5,7,1] At illae sorores percontatae scopulum locumque illum, quo fuerat Psyche deserta, festinanter adveniunt ibique difflebant oculos et plangebant ubera, quoad crebris earum eiulatibus saxa cautesque parilem sonum resultarent. (Apul.met.5,7,1) Apul.met.5,7,1[5,7,1] Ihre Schwestern hatten sich nach jenem Felsen und Ort, wo Psyche zurückgeblieben war, erkundigt. Eilends kamen sie hin, weinten sich die Augen aus und schlugen sich die Brust, bis das Felsgestein ihnem Gejammer mit gleichem Ton antwortete.
[5,7,2] Iamque nomine proprio sororem miseram ciebant, quoad sono penetrabili vocis ululabilis per prona delapso amens et trepida Psyche procurrit e domo et "quid," inquit, "vos miseris lamentationibus necquicquam effligitis? (Apul.met.5,7,2) Apul.met.5,7,2[5,7,2] Schon riefen sie ihre arme Schwester beim Namen, bis ihr durchdringendes Klagen den Felshang hinabdrang und Psyche außer sich und bebende aus ihrem Haus hevorlief und sagte: "Was bringt ihr euch mit elendem Jammern umsonst um?
[5,7,3] Quam lugetis, adsum. lugubres voces desinite et diutinis lacrimis madentes genas siccate tandem, quippe cum iam possitis, quam plangebatis, amplecti." Tunc vocatum Zephyrum praecepti maritalis admonet. nec mora cum ille parens imperio statim clementissimis flatibus innoxia vectura deportat illas. (Apul.met.5,7,3) Apul.met.5,7,3[5,7,3] Hier stehe ich, die ihr beklagt. Lasst euer Klagen und trocknet endlich die schon lange tränenüberstömten Wangen, da ihr die, die ihr beklagtet, jetzt umarmen könnt!" Dann ruft sie Zephyrus und erinnert ihn an ihres Gatten Geheiß. Sogleich gehorcht er dem Befehl und trägt jene mit sanftem Wehen in schadloser Fahrt hinab.
[5,7,4] Iam mutuis amplexibus et festinantibus saviis sese perfruuntur et illae sedatae lacrimae postliminio redeunt prolectante gaudio. "sed et tectum," inquit, "et larem nostrum laetae succedite et afflictas animas cum Psyche vestra recreate." (Apul.met.5,7,4) Apul.met.5,7,4[5,7,4] Schon umarmen sie sich gegenseitig und tauschen freudig hastige Küsse. Die gestillten Tränen kehren vor Freude zurück: "Kommt doch frohen Mutes in unser wohnliches Heim", sagte sie, " und erholt euch mit eurer Psyche von eurer Niedergeschlagenheit!
[5,8,1] Sic allocuta summas opes domus aureae vocumque servientium populosam familiam demonstrat auribus earum lavacroque pulcherrimo et inhumanae mensae lautitiis eas opipare reficit, ut illarum prorsus caelestium divitiarum copiis affluentibus satiatae iam praecordiis penitus nutrirent invidiam. (Apul.met.5,8,1) Apul.met.5,8,1[5,8,1] Nach diesen Worten führt sie ihnen die überreichen Schätze ihres goldenen Hauses und die zahlreiche Schar der dienenden Stimmen vor Augen und Ohren. Sie verwöhnt sie mit einem herrlichen Bad und dem Luxus ihrer göttlichen Tafel, so dass sie, als sie sich am überfließenden Reichtum himmlicher Gaben gesättigt hatten, tief im Herzen neidisch wurden.
[5,8,2] Denique altera earum satis scrupulose curioseque percontari non desinit, quis illarum caelestium rerum dominus, quisve vel qualis ipsius sit maritus. (Apul.met.5,8,2) Apul.met.5,8,2[5,8,2] Schließlich forscht eine der beiden wiederholt unverhohlen und neugierig, wer der Besitzer dieser himmlichen Dinge sei und wer und von welcher Art ihr Gatte sei.
[5,8,3] Nec tamen Psyche coniugale illud praeceptum ullo pacto temerat vel pectoris arcanis exigit, sed e re nata confingit esse iuvenem quendam et speciosum, commodum lanoso barbitio genas inumbrantem, plerumque rurestribus ac montanis venatibus occupatum. (Apul.met.5,8,3) Apul.met.5,8,3[5,8,3] Dennoch verletzt Psyche weder den ehelichen Gehorsam noch plaudert sie ihre geheimen Gedanken aus, sondern erfindet, was nahe lag: jung sei er und ansehnlich, dem eben der erst Wollflaum die Wangen beschatte, meistens in Feld und Wald auf der Jagd.
[5,8,4] Et ne qua sermonis procedentis labe consilium tacitum proderetur, auro facto gemmosisque monilibus onustas eas statim vocato Zephyro tradit reportandas. (Apul.met.5,8,4) Apul.met.5,8,4[5,8,4] Um sich in weiterem Gespräch nicht doch noch versehntlich zu verraten, überhäuft sie sie mit Schmuck aus Gold und Edelsteinen, ruft Zephyrus und lässt sie zurückbringen.
[5,9,1] Quo protenus perpetrato sorores egregiae domum redeuntes iamque gliscentis invidiae felle flagrantes multa secum sermonibus mutuis perstrepebant. (Apul.met.5,9,1) Apul.met.5,9,1[5,9,1] Gleich danach sind die erlesenen Schwestern auf dem Heimweg. Schon erglüht die bittere Flamme des wachsenden Neides: vieles hecheln sie durch im Gespräch miteinander.
[5,9,2] Sic denique infit altera: "En orba et saeva et iniqua Fortuna! hocine tibi complacuit, ut utroque parente prognatae diversam sortem sustineremus? et nos quidem, quae natu maiores sumus, maritis advenis ancillae deditae, extorres et lare et ipsa patria degamus longe parentum velut exulantes, haec autem novissima, quam fetu satiante postremus partus effudit, tantis opibus et deo marito potita sit, quae nec uti recte tanta bonorum copia novit? (Apul.met.5,9,2) Apul.met.5,9,2[5,9,2] So beginnt schließlich die erste: " Das Glück ist doch blind, bösartig und ungerecht! Kann dir das gefallen: Von gleichen Eltern geboren haben wir ein entgegengesetztes Los. Wir sind, obwohl älter, fremden Gatten zu Dienerinnen gegeben, aus Haus und selbst Heimat verbannt leben wir fern von unseres Eltern wie Verbannte. Die aber, die jüngste, als letzte zu allem Überfluss geboren, soll solche Schätze und einen Gott zum Gemahl haben? Kann sie doch mit solchen Gütern nicht einmal angemessen umgehen!
[5,9,3] Vidisti, soror, quanta in domo iacent et qualia monilia, quae praenitent vestes, quae splendicant gemmae, quantum praeterea passim calcatur aurum. (Apul.met.5,9,3) Apul.met.5,9,3[5,9,3] Hast du gesehen, Schwester, wie viel und wie kostbarer Schmuck im Hause lagert, welche Stoffe schimmern, welche Edelsteine funkeln, wie viel Gold man außerdem überall mit Füßen tritt?
[5,9,4] Quodsi maritum etiam tam formonsum tenet, ut affirmat, nulla nunc in orbe toto felicior vivit. fortassis tamen procedente consuetudine et adfectione roborata deam quoque illam deus maritus efficiet. (Apul.met.5,9,4) Apul.met.5,9,4[5,9,4] Hat sie wirklich einen so schönen Gatten, wie sie behauptet, gibt es keine glücklichere Frau auf Erden. Vielleicht macht sie ihr Göttergatte mit fortschreitender Vertrautheit, wenn das Verlangen wächst, noch zu Göttin.
[5,9,5] Sic est hercules, sic se gerebat ferebatque. iam iam sursum respicit et deam spirat mulier, quae voces ancillas habet et ventis ipsis imperitat. at ego misera primum patre meo seniorem maritum sortita sum, dein cucurbita calviorem et quovis puero pusilliorem, cunctam domum seris et catenis obditam custodientem." (Apul.met.5,9,5) Apul.met.5,9,5[5,9,5] Ja, bei Gott, so gab und benahm sie sich. Schon blickt sie hoch zum Himmel und fühlt sich als Göttin, die Frau, die Stimmen zu Dienerinnen hat und über Winde gebietet. Ich unglückliche aber habe einen Gatten älter als meinen Vater, glatzköpfiger als einen Kürbis und kindischer als jedes Kind, der das ganze Haus mit Riegeln und Ketten verschließt und bewacht."
[5,10,1] Suscipit alia: "ego vero maritum articulari etiam morbo complicatum curvatumque ac per hoc rarissimo Venerem meam recolentem sustineo, plerumque detortos et duratos in lapidem digitos eius perfricans, fomentis olidis et pannis sordidis et foetidis cataplasmatibus manus tam delicatas istas adurens nec uxoris officiosam faciem sed medicae laboriosam personam sustinens. (Apul.met.5,10,1) Apul.met.5,10,1[5,10,1] Die andere fährt fort: "Ich muss einen Mann ertragen, der an der Gicht leidet, buckelig ist und so nur ganz selten mein Verlangen befriedigt. Meistens massiere ich seine verkrümmten und steinharten Finger und lege stinkende Wickel und schmutzige Lappen und ekelhafte Pflaster auf. Dabei verbrenne ich mir die zarten Finger und erscheine dabei nicht als seine gefällige Gattin, sondern als vielbeschäftigte Krankenschwester.
[5,10,2] Et tu quidem, soror, videris, quam patienti vel potius servili—dicam enim libere, quod sentio—haec perferas animo; enimvero ego nequeo sustinere ulterius tam beatam fortunam conlapsam indignae. (Apul.met.5,10,2) Apul.met.5,10,2[5,10,2] Und du, Schwester, dürftest sehen, wie geduldig,vielmehr wie unterwürfig—denn ich will Klartext reden—du dies erträgst; denn ich kann es nicht länger ertragen, dass ein solches Glück einer Unwürdigen zugefallen ist.
[5,10,3] Recordare enim, quam superbe, quam adroganter nobiscum egerit et ipsa iactatione inmodicae ostentationis tumentem suum prodiderit animum, deque tantis divitiis exigua nobis invita proiecerit confestimque praesentia nostra gravata propelli et efflari exsibilarique nos iusserit. (Apul.met.5,10,3) Apul.met.5,10,3[5,10,3] Erinnere dich doch, wie übermütig, wie anmaßend sie uns behandelt hat und allein durch ihre übertrieben stolze Schaustellung ihren Hochmut verraten hat. Trotz ihres Reichtums hat sie uns widerwillig mit einem Almosen abgespeist und aus Ärger über unseren Besuch uns sofort wegtreiben, ja wegblasen und abzischen lassen.
[5,10,4] Nec sum mulier nec omnino spiro, nisi eam pessum de tantis opibus deiecero. ac si tibi etiam, ut par est, inacuit nostra contumelia, consilium validum requiramus ambae. iamque ista, quae ferimus, non parentibus nostris ac nec ulli monstremus alii, immo nec omnino quicquam de eius salute norimus. (Apul.met.5,10,4) Apul.met.5,10,4[5,10,4] Ich will keine Frau sein, ja tot umfallen, wenn ich sie nicht vom Gipfel ihres Glücks herabstürze. Und wenn auch dich, wie billig, unsere Schande aufbringt, lasse uns beide einen wirksamen Entschluss fassen. Was wir da mitbringen, zeigen wir weder unseren Eltern noch sonst einem, überhaupt sollten wir von ihrem Glück nichts wissen!
[5,10,5] Sat est, quod ipsae vidimus, quae vidisse paenituit, nedum ut genitoribus et omnibus populis tam beatum eius differamus praeconium. nec sunt enim beati, quorum divitias nemo novit. (Apul.met.5,10,5) Apul.met.5,10,5[5,10,5] Genug, dass wir selbst gesehen haben, was uns gesehen zu haben wurmt. Wir müssen ihr Glück nicht bei unsren Eltern und allen sonst verkünden. Denn nicht ist der glücklich, dessen Reichtum keiner kennt.
[5,10,6] Sciet se non ancillas sed sorores habere maiores. et nunc quidem concedamus ad maritos et lares pauperes nostros sed plane sobrios revisamus diuque cogitationibus pressioribus instructae ad superbiam poeniendam firmiores redeamus." (Apul.met.5,10,6) Apul.met.5,10,6[5,10,6] Sie wird erfahren, dass sie ältere Schwestern, keine Mägde hat! Lass uns jetzt aber zu unseren Gatten und armen, aber doch anständigen Häusern zurückkehren, uns lange mit genauerer Überlegung wappnen und so gestärkt zurückkehren, um ihren Hochmut zu bestrafen.
[5,11,1] Placet pro bono duabus malis malum consilium totisque illis tam pretiosis muneribus absconditis comam trahentes et proinde ut merebantur ora lacerantes simulatos redintegrant fletus. (Apul.met.5,11,1) Apul.met.5,11,1[5,11,1] Den bösen Plan finden die beiden bösen Schwestern gut. Sie verbergen alle ihre so kostbaren Geschenke, raufen sich die Haare und zerkratzen sich, wie sie es verdienten, das Gesicht und vergießen erneut heuchlerische Tränen.
[5,11,2] Ac sic parentes quoque redulcerato prorsum dolore raptim deterrentes vesania turgidae domus suas contendunt dolum scelestum, immo vero parricidium, struentes contra sororem insontem. (Apul.met.5,11,2) Apul.met.5,11,2[5,11,2] So schrecken sie im Nu ihre Eltern, deren vernarbter Schmerz neu aufbricht. Sie selbst eilen geschwellt von Raserei nach Hause auf verbrecherische List, ja Mord an der unschuldigen Schwester sinnend.
[5,11,3] Interea Psychen maritus ille, quem nescit, rursum suis illis nocturnis sermonibus sic commonet: "videsne, quantum tibi periculum? velitatur Fortuna eminus, ac nisi longe firmiter praecaves, mox comminus congredietur. (Apul.met.5,11,3) Apul.met.5,11,3[5,11,3] Unterdessen mahnt Psyche jener Gatte, den sie nicht kennt, erneut in seinen nächtlichen Gesprächen: "Siehst du, welch große Gefahr dir droht? Das Schicksal kämpft noch aus der Ferne. Doch siehst du dich nicht gut genug vor, bald aus der Nähe.
[5,11,4] Perfidae lupulae magnis conatibus nefarias insidias tibi comparant, quarum summa est, ut te suadeant meos explorare vultus, quos, ut tibi saepe praedixi, non videbis si videris. (Apul.met.5,11,4) Apul.met.5,11,4[5,11,4] Die untreuen Schlampfen stellen dir mit aller Kraft eine Falle. Am gefährlichsten ist, dass sie dir zureden, mein Aussehen zu erforschen, das du, wie oft gesagt, wenn du es gesehen hast, nicht mehr sehen wirst.
[5,11,5] Ergo igitur si posthac pessimae illae lamiae noxiis animis armatae venerint—venient autem, scio—neque omnino sermonem conferas et si id tolerare pro genuina simplicitate proque animi tui teneritudine non potueris, certe de marito nil quicquam vel audias vel respondeas. (Apul.met.5,11,5) Apul.met.5,11,5[5,11,5] Wenn also bald diese bösen Hexen in böser Absicht kommen,—sie werden bestimmt kommen—rede erst gar nicht mit ihnen. Doch wenn du dies bei deinem dir eigenen geraden und feinfühligen Wesen nicht über dich bringen kannst, so höre dir wenigsten nichts über deinen Gatten an und gib keine Antwort darauf!
[5,11,6] Nam et familiam nostram iam propagabimus et hic adhuc infantilis uterus gestat nobis infantem alium, si texeris nostra secreta silentio, divinum, si profanaveris, mortalem." (Apul.met.5,11,6) Apul.met.5,11,6[5,11,6] Denn unsere Familie wird größer werden, und dein noch kindlicher Leib wird uns ein Kind schenken, ein göttliches, wenn du unsere Geheimnisse wahrst, ein menschliches, wenn du sie gemein machst.
[5,12,1] Nuntio Psyche laeta florebat et divinae subolis solacio plaudebat et futuri pignoris gloria gestiebat et materni nominis dignitate gaudebat. crescentes dies et menses exeuntes anxia numerat et sarcinae nesciae rudimento miratur de brevi punctulo tantum incrementulum locupletis uteri. (Apul.met.5,12,1) Apul.met.5,12,1[5,12,1] Über diese Ankündigung erglühte Psyche vor Freude, zollte dem Trost eines göttlichen Kindes Beifall, frohlockte über die Ehre des künftigen Unterpfands ihrer Liebe und freute sich über das würdevolle Wort Mutter. Ängstlich zählt sie die zunehmenden Tage und verfließenden Monate, wundert sich über die erste Probe der ihr fremdenTracht und den in kurzer Zeit so stark anwachsenden Leib.
[5,12,2] Sed iam pestes illae taeterrimaeque Furiae anhelantes vipereum virus et festinantes impia celeritate navigabant. tunc sic iterum momentarius maritus suam Psychen admonet: (Apul.met.5,12,2) Apul.met.5,12,2.[5,12,2] Aber schon segelten jene Plagen und graußigen Furien Schlangengift schnaubend in gottlosr Eile herbei. Da warnt seine Psyche erneut ihr zeitlich begrenzter Gatte:
[5,12,3] "Dies ultima et casus extremus est: sexus infestus et sanguis inimicus iam sumpsit arma et castra commovit et aciem direxit et classicum personavit; iam mucrone destricto iugulum tuum nefariae tuae sorores petunt. (Apul.met.5,12,3) Apul.met.5,12,3.[5,12,3] " Heut ist der Tag der Entscheidung, der äußerstes Unglück droht: die feindliche Brut, dein leibliches Blut hat die Waffen ergriffen, das Lager geräumt, die Front eröffnet, das Signal gegeben. Schon wollen dir deine sündigen Schwestern mit gezücktem Dolch an die Kehle.
[5,12,4] Heu quantis urguemur cladibus, Psyche dulcissima. tui nostrique miserere religiosaque continentia domum, maritum, teque et istum parvulum nostrum imminentis ruinae infortunio libera. (Apul.met.5,12,4) Apul.met.5,12,4.[5,12,4] Wehe, welch Unglück droht! Liebste Psyche, erbarme dich deiner und meiner und bewahre mit deiner frommen Beherrschtheit das Haus, den Gatten, dich und dieses unser Kind vor dem Leid des drohenden Untergangs.
[5,12,5] Nec illas scelestas feminas, quas tibi post internecivum odium et calcata sanguinis foedera sorores appellare non licet, vel videas vel audias, cum in morem Sirenum scopulo prominentes funestis vocibus saxa personabunt." (Apul.met.5,12,5) Apul.met.5,12,5.[5,12,5] Schau nicht und höre nicht auf jenen ausgebufften Weiber, die du nach ihrem mörderischen Hass und den mit Füßen getretenen Blutsbanden nicht Schwestern nennen darfst, wenn sie wie die Sirenen vorn auf einer Klippe, die Felsen mit ihren todbringenden Stimmen durchtönen."
[5,13,1] Suscipit Psyche singultu lacrimoso sermonem incertans: "iam dudum, quod sciam, fidei atque parciloquio meo perpendisti documenta, nec eo setius adprobabitur tibi nunc etiam firmitas animi mei. (Apul.met.5,13,1) Apul.met.5,13,1[5,13,1] Jetzt sprach Psyche unterbeochen von Weinen und Schluchzen: "Schon oft, meine ich, habe ich dir meine Verlässlichkeit und Zurückhaltung im Reden bewiesen, doch kannst du genauso auch jetzt meine Standfestigkeit erproben.
[5,13,2] Tu modo Zephyro nostro rursum praecipe, fungatur obsequio, et in vicem denegatae sacrosanctae imaginis tuae redde saltem conspectum sororum. (Apul.met.5,13,2) Apul.met.5,13,2[5,13,2] Heiße du nur unseren Zephyrus wieder seines Amtes zu walten und lasse mich dafür, dass mir dein heiliger Anblick versagt ist, wenigstens meine Schwestern sehen.
[5,13,3] Per istos cinnameos et undique pendulos crines tuos, per teneras et teretis et meis similes genas, per pectus nescio quo calore fervidum, sic in hoc saltem parvulo cognoscam faciem tuam: (Apul.met.5,13,3) Apul.met.5,13,3[5,13,3] Bei diesem deinem zimtduftenden und rings herabwallenden Haar, bei deinen zarten pausbäckigen, den meinen ähnlichen Wangen, bei deiner, aus gleich welcher Liebe glühenden Brust, so wahr ich wenigstens an diesem Kind, dein Gesicht kennen lerne:
[5,13,4] Supplicis anxiae piis precibus erogatus, germani complexus indulge fructum et tibi devotae Psychae animam gaudio recrea. (Apul.met.5,13,4) Apul.met.5,13,4[5,13,4] Erhöre meine frommen Bitten, die ich auf den Knien und voll Bangen vortrage: gönne mir die Wonne der schwesterlichen Umarmung und erheitere mit dieser Freude das Herz deiner dir ergebenen Psyche!
[5,13,5] Nec quicquam amplius in tuo vultu requiro. iam nil officiunt mihi nec ipsae nocturnae tenebrae: teneo te, meum lumen." His verbis et amplexibus mollibus decantatus maritus lacrimasque eius suis crinibus detergens se facturum spopondit et praevertit statim lumen nascentis diei. (Apul.met.5,13,5) Apul.met.5,13,5[5,13,5] Nicht weiter forsche ich mehr nach deinem Antlitz. Nicht mehr bedrückt mich selbst das Dunkel der Nacht: Ich habe ja dich, du mein Licht!" Von diesen Worten und zarten Umarmungen gebannt trocknete er ihre Tränen mit seinem Haar, gelobte ihr Erfüllung und enteilte noch bevor es Tag wurde.
[5,14,1] Iugum sororium consponsae factionis ne parentibus quidem visis recta de navibus scopulum petunt illum praecipiti cum velocitate nec venti ferentis oppertae praesentiam licentiosa cum temeritate prosiliunt in altum. nec immemor Zephyrus regalis edicti, quamvis invitus, susceptas eas gremio spirantis aurae solo reddidit. (Apul.met.5,14,1) Apul.met.5,14,1[5,14,1] Das verschworene Schwesterpärchen eilt, ohne seine Eltern aufzusuchen, in rasendem Tempo vom Schiff geradewegs zu jenem Felsen; sie warten nicht, bis der Wind, der sie trägt, aufkommt, und springen in mutwilligem Leichtsinn in die Tiefe. Aber Zephyrus weiß um des Königs Befehl, nimmt sie, wenn auch widerwillig, auf und setzt sie im Schoß des wehenden Hauches auf dem Boden ab.
[5,14,2] At illae incunctatae statim conferto vestigio domum penetrant complexaeque praedam suam sororis nomen ementientes thensaurumque penitus abditae fraudis vultu laeto tegentes sic adulant: (Apul.met.5,14,2) Apul.met.5,14,2[5,14,2] Jene aber dringen ohne zu zögern in vollem Lauf in das Haus ein, umarmen, nein, nicht ihre Schwester, ihre Beute, und schmeicheln ihr, indem sie mit frohem Gesicht den reichen, tief im Herzen verborgenen Trug überspielen:
[5,14,3] "Psyche, non ita ut pridem parvula, et ipsa iam mater es. quantum, putas, boni nobis in ista geris perula; quantis gaudiis totam domum nostram hilarabis. o nos beatas, quas infantis aurei nutrimenta laetabunt. qui si parentum, ut oportet, pulchritudini responderit, prorsus Cupido nascetur." (Apul.met.5,14,3) Apul.met.5,14,3[5,14,3] "Psyche, kaum den Kinderschuhen entwachsen bist du selbst bald Mutter. Welches Glück trägst du uns da in deinem Ränzchen, mit welcher Freude wirst du unser ganzes Haus erfüllen. Wie glücklich wir, wenn uns das Stillen des goldigen Kindes erfreut! Wenn es, wie zu erwarten, der Schönheit der Eltern entspricht, wird geradezu ein Cupido zur Welt kommen."
[5,15,1] Sic adfectione simulata paulatim sororis invadunt animum. statimque eas lassitudine viae sedilibus refotas et balnearum vaporosis fontibus curatas pulcherrime triclinio mirisque illis et beatis edulibus atque tuccetis oblectat. (Apul.met.5,15,1) Apul.met.5,15,1[5,15,1] So nehmen sie mit vorgetäuschter Zuneigung die Schwester allmählich für sich ein. Sogleich lässt sie sie Platz nehmen, sich von den Strapazen des Weges erholen und mit einem Dampfbad erfrischen. Dann ergötzt sie sie im Speiseraum mit jenen wunderbaren und gesegneten Speisen und Pasteten.
[5,15,2] Iubet citharam loqui: psallitur; tibias agere: sonatur; choros canere: cantatur. quae cuncta nullo praesente dulcissimis modulis animos audientium remulcebant. (Apul.met.5,15,2) Apul.met.5,15,2[5,15,2] Sie lässt die Zither schlagen: sie erklingt; die Flöte blasen, sie ertönt, Chöre singen, sie singen. Sie alle schmeichelten, ohne dass ein Spieler da war, den Zuhörern mit zärtlichstem Klang.
[5,15,3] Nec tamen scelestarum feminarum nequitia vel illa mellita cantus dulcedine mollita conquievit, sed ad destinatam fraudium pedicam sermonem conferentes dissimulanter occipiunt sciscitari, qualis ei maritus et unde natalium, secta cuia proveniret. (Apul.met.5,15,3) Apul.met.5,15,3[5,15,3] Doch nicht einmal durch den süßen Klang des Gesangs wurde die Bosheit der verkommenen Weiber erweicht, sondern sie legen, wie besprochen, die trügerische Schlinge, und fragen heuchlerisch, wie ihr Gatte so sei, wo geboren, von welchem Stand.
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07.02.2014 Angela Merkel et Franciscus Hollande Moscoviae cum Vladimiro Putin de pace in Orientali Ucraina componenda colloquuntur. lc201502
08.02.2015 In Monacensi securitatis congressione discidia inter Russiam et occidentem inveterata oratione a Sergio Lavrov habita distincte elucent lc201502
09.02.2015 Operistitium monitorium in aeriportis Hamaburgi, Stutgardiae, Hannoverae expeditioni epibatarum officit et obstat lc201502
10.02.2015 Regimen Britannicum Grexitum timet et sibi praecavet lc201502
10.02.2015 Cancellaria Merkel in Canada primarium Harper conveniens de libera commutatione mercium et de Russorum in Ucraina actionibus colloquitur lc201502
11.02.2015 In Australica urbe Fairfield duo viri, XXIV et XXVI annorum, in vincula sunt data, quod facinora terroristica paravisse suspiciuntur. lc201502
12.02.2015 Amplexus dextrarum inter Putin et Poroshenko brevis erat, sed colloquia totam noctem processerunt lc201502
13.02.2015 Armistitio Minscii vix decreto vix quisquam non timet, ne ad effectum perducatur, et cancellaria Merkel Russis novas sanctiones minatur lc201502
13.02.2015 Dalia Grybauskaite, Lituaniae praeses, sceptica de Minscio II, fines inter Russiam et Ucrainam claudi et custodiri maxime interesse dixit lc201502
13.02.2015 In Pacistania urbe Peshavar militantes Talibanorum manuballistis et granatis armati meschitam Shiiticam supervenientes XIX comprecantium interfecerunt lc201502
15.02.2015 Praeses Iacobus Zuma latifundia alborum colonorum publicare et nigrae multitudini distribuere cogitat lc201502
17.02.2015 Colloquia Europaeorum a rebus nummariis administrorum Bruxellis habita ne tres quidem horas perdurantia finem infelicem habuerunt. Praefectus Jeroen Dijsselbloem extremam conveniendi inter Graecos et reliquos Europaeos occasionem et momentum temporis esse huius hebdomadis Veneris diem prompsit lc201502
17.02.2015 Paulus Krugman, Americanus scientista oeconomicus et Nobelista Europaeos rerum nummariarum administros aut stultos esse dixit aut Graecos consulto ad fortunarum ruinas et Grexitum compellere professus est lc201502
17.02.2015 Politici Aegypti moderatores communitatem internationalem, ut in Libya contra Islamisticum Statum (IS), qui pacem et securitatem totius mundi periclitaretur, militariter interveniret, exhortati sunt lc201502
17.02.2015 In Virginia calamitate ferriviaria tramen petroleum transportans exorbitavit et deflagravit. Incolae duarum urbium dimoti sunt. lc201502
18.02.2015 Parlamentum Graecum Procopim Pavlopoulos suffragiis longe plurimis novum civitatis praesidem creavit. Qui anno MCML natus iuris consultus et conservativus politicus est. Praefectus Neae Democratiae erat et ab anno MMIV per quinque annos administer a rebus internis. lc201502
19.02.2015 Tsipras et Varoufakis politice tam perplexe obscureque agunt, ut eos in aqua turbida piscari velle credas lc201502
19.02.2015 Regimen Germaniae, scriptum Graecorum, quo, ut auxilium pecuniarium sex mensibus continuetur, rogent, quod certis iudicandi et adsentiendi notis die Lunae Bruxellis praestitutis non respondeat, recusat. lc201502
20.02.2015 Consociatae Iraquorum et Curdorum copiae se ad urbem Mosul (Niniveh), quae nunc ab aliquot milibus militantium Islamici Status (IS) tenetur, ante aestum solstitialem recuperandam praeparant. lc201502
20.02.2015 Britanniae camera superior politicos Europaeos, qui Russiam democraticam rempublicam fore confisi artiorem associationem cum Ucraina intendissent, perperam de consiliis animisque Russorum iudicavisse et quasi somnambulantes defunctorie egisse queritur. lc201502
23.02.2015 Australia, ut gliscentibus terrorismi periculis adversetur, leges ad civitatem pertinentes intendere cogitat. Nam timendum est, ne aliquot decuriae civium, qui nunc in Syria et Iraquia pro Islamico Statu pugnare putantur, communis salutis inimici facti in Australiam revertantur. lc201502
23.02.2015 Praemia cinematographica, quae Oscar nominantur, distributa sunt: Pelliculae "Grande Budapestinum deversorium" (Grand Budapest Hotel) et "vir volucer" (Birdman) utraque quattuor statuncula Oscariana reportavit. Optimus mimus Eddie Redmayne honoratus est, Julianne Moore optima mima. lc201502
23.02.2015 Ahmed al-Tayeb, magnus Imamus studiorum al-Azhar-universitatis Cairicae disciplinam fidei islamicae reformandam esse dixit, ne intoleranti interpretatione Alcorani radicalismus et extremismus propagarentur. lc201502
24.02.2015 Secundum quod Graeci ipsi publicaverunt, ad consilia, quae, ut crisin debitorum praecaveant, Europaeis Institutionibus proposituri sunt, singulatim pertinet, ut systema vectigalium rectius dissignent, ut evitationem fraudemque tributariam et corruptionem oppugnent, ut mercium imprimis benzini et tabaci subintroductioni repugnent, ut ad "crisin humanitariam", quam dicunt, arcendam de domicilio et de curatione medicina praestent. lc201502
24.02.2015 Ucrainicus quidam locutor militaris per dies praeteritos currus loricatos, systemata missilia, vehicula oneraria et laophoria militantium plena ex Russia venientia fines prope Mariupolin transgressa esse rettulit. Denisius Puschilin, locutor quidam separatistarum Mariupolin Neorussiae esse balbutivit. lc201502
24.02.2015 Berolini infans duodeviginti mensium boa laborans et naturae vel neglegentiae parentum debita reddens mortuus est. Magistratus salutis publicae tuendae parentes emonent, ne vaccinationes devitent. lc201502
25.02.2015 In Brasilia vecturarii vehiculorum onerariorum, ut immensae caritati benzini et vectigalium reclamitent, autostratas occludunt. Quamvis plena sint repositoria colonorum, nonnullae regiones et cum primis portus inopia commeatus laborant. Aliae regiones diluvionibus vexantur. lc201502
26.02.2015 Austria legem ratam esse iussit, quae relationes inter rem publicam et institutiones islamicas ordinet. Praxis et usus religiosus melius protegantur, sed meschitas externis pecuniis aedificari atque victum imamorum peregre suppeditari vetetur. lc201502
26.02.2015 Quod Beniaminus Netanjahu invitationem, ut septimana proxime sequente sermonem ad Americanicum Congressum haberet, accepit, controversiae cum regimine et praeside Americanorum exasperatae sunt. Susan Rice primarii Netanjahu visitationem destructivam esse iam antea dixerat. Netanjahu regimini Americano obicit, quod nimis submisse cum Iranis de nucleari programmate agat. lc201502
26.02.2015 Duo Usbekistani atque unus Kazachstanius in America Septentrionali vitam agentes post diuturnas observationes, quod Islamicum Statum adiuvissent et in Syriam profecturi fuissent et se Americanos quosdam et praesidem interfecturos esse obnuntiassent, ab foederali officio investigatorio (FBI) prehensi et incarcerati sunt. lc201502
26.02.2015 Inter Russicum praesidem Vladimirum Putin et Cypricum praesidem Nikon Anastasiades convenit, ut Russis Cypricis portibus uti liceret. Putin, ut scrupulos ex animis Europaeorum evelleret, se portibus, ut in terroristas et piratas adverteret, usurum esse dixit; sed incertum, an Europaeos, qui (sicut Britanni, qui idem basin in Cypro habent) Ucrainos adiuvare cogitant, terroristas appellet. lc201502
27.02.2015 Militantes quidam Islamici Status (IS) non modo islamomachos sed etiam iconomachos se praebent. Cum enim nomen iustum eius viri, qui adhuc Gihadi-John appellatus obsidibus occidentalibus colla secare solebat, nunc notum sit, ii adhuc sine certis nominibus sunt, qui in Irquia, in museo urbis Mosul, inaestimabilia et antiqua artificia gravibus malleis conquassabant suaque facinora magnetophonice depicta celebraverunt. Qua de causa? Quod simulacra, credo, nullas suras Alcorani recitare poterant, neque quisquam pretium solvere volebat. lc201502
27.02.2015 Athenis non sunt pauci Syrizae asseclae, qui moderatoribus suae partis obiciant, neque compromissa cum Europaeis commodatoribus post electionem Bruxellis facta promissis ante electionem Athenis datis respondere et novicium regimen ad veteres rationes revertisse. Circiter quadringenti quinquaginta repugnatores hesterno Iovis die per vias Athenarum iter facientes benzinobola lapidesque iactabant et cum biocolytis manus conserebant. lc201502
28.02.2015 Aggressores Daccae in Bangladeshae capite, virum ex Bangladesha ortum sed in USA viventem adorientes conciderunt. Qui atheus erat et blog scribens indignationem quorundam radicitus agentium islamistarum moverat, quod in suis commentariis interretialibus causam profanationis egerat. lc201502
28.02.2015 Parlamentarii Germaniae pecunias auxiliares Graecis ab Europaeis fide datas quattuor mensibus longius datum iri approbaverunt. Eodem die Graecus primarius Tsipras graecos post quattuor menses tertium programma non iam assumpturos esse vovit: quam ad rem perficiendam se vehementer annixurum. Varoufakis autem se promissa Europaeis data de industria vaga et ambigua conscripsisse gloriatur. lc201502
01.03.2015 Abdullah Ocalan, Curdicorum rebellium et vetitae operatorum partis dux ex aliquot annis a Turcis incarceratus, multis proeliis per triginta annos commissis multisque hominibus perditis se pacem cum Turcico regimine componere et democraticam solutionem quaerere velle annuntiavit. lc201503
01.03.2015 Asseclae Ligae septentrionalis, cui antea Silvius Berlusoni, nunc Matthaeus Salvini praesidet, undique Italiae Romam concurrentes Unitae Europae et gliscenti immigrationi itemque rationibus politicis primarii Matthaei Renzi reclamitabant. Quem, quod commoda rei publicae causae Europae posthabeat, accusant. Matthaeus Salvini, cuius aura popularis celeriter increbuit, quod eius politicum programma attinet, a multis cum Francogallica Marina Le Pen comparatur. lc201503
01.03.2015 Bremae Hanseaticae suspectus quidam incarceratus est aliique retinentur, postquam custodia publica, ne terroristicus ictus ab islamistis ad vim adhibendam paratis impenderet, monita erat. Ubique interioris urbis biocolyti graviter armati conspiciebantur. Islamicum centrum culturale et domicilium quoddam a custodibus perquisita sunt. lc201503
02.03.2015 Copiae Iraquianae et militiae Siiticae et Sunniticarum gentium pugnatores urbem Tagritum (Tikrit) recuperare conantur. Adiuti ab Americanorum copiis aeriis tripertito urbi appropinquant. Quae urbs ex urbe Bagdato in urbem Mosul expedite profiscentibus est maximi momenti. Islamistici Status militantes ad tempus etiam alibi vapulant. lc201503
02.03.2015 Ensaf Haidar, uxor Arabici blog scriptoris Raif Badavi, quae iam ex tribus annis in Canada vitam degit, vicecancellarium Sigmarium Gabriel iter in Saudianam Arabiam facturum oravit, ut regimini pro marito supplicaret, qui in patria carcere decem annorum et pecunia et mille monumentis bubulis condemnatus est. lc201503
03.03.2015 Ditissimus in mundo vir secundum ephemeridem Forbes decimum sextum in viginti uno annis declaratus est Gulielmus Gates, qui societatem Microsoft condiderat. Secundum locum ergolabus quidam Mexicanus obtinet, tertium ille celeberrimus investor Warren Buffett, vicesimum Marcus Zuckerberg. Ex Latinitatis magistrorum numero nullum in hac tabella inveni. Sed neminem divitiis beatum fieri Ciceronem exemplo Dionysii et Damoclis utentem in Tusculanis (5,61) demonstravisse scimus. lc201503
03.03.2015 Beniaminus Netanyahu sermone die Martis ad Americanum congressum habendo, ne inter Iraniam et Unitas Americanorum civitates de nucleari programmate conveniat, prohibere conabitur. In antecessum se in congressu orantem Baracum Obama praesidem non despecturum esse testificatus est. Sunt, qui putent, Netanyahu hac oratione nihil intendere, nisi ut electiones in Israelia imminentes vincat. lc201503
03.03.2015 Novum Graecorum regimen, cui Alexis Tsipras primarius praesidet, quae ante electionem pollicitum est, ad effectum perducere incohavit: Legem tulit, quomodo maximam paupertatem mitigare et "decursum in socialem catastropham" sufflaminare vellet: pauperrimis tesseras alimentarias dispertiendas, subsidia, ut conductores mercedes solvere possent, ferenda, vim electricam ab omni sumptu vacuam suppeditandam. De nova umbella servatrici roganda parlamentarii secum dissentiunt. lc201503
04.03.2015 Praeses Baracus Obama vix aut omnino non de assensu, quem legati congressus Americani orationi Beniamini Netanyahu plaudebant, laetatus est; immo prorsus quasi colapho percussus esse sibi videri debebat. At Israeliae primarius vix vixque relationes cum Americano regimine in melius mutavit, quamvis eas in angustiis esse verbis vehementer repudiaret. Orationis caput erat pactionem, quam Americani cum Iranis facere vellent non prohibituram esse, quominus pyrobolum atomicum construerent, sed, ut contrarium fieret, effecturam. Nullum maius periculum mundo impendere quam nuptias militantium Islamitarum cum pyrobolo atomico factas. Obama castigationi huius orationis dicacule et mordaciter renitebatur. lc201503
05.03.2015 In Ucraina orientali in ea regione, quae a rebellibus obtinetur, in carbonis fodina displosio gasalis accidit, qua triginta fossores minimum perierunt, maiorque numerus inclusus est. Iam octo annis ante in eadem fodina centum et unus fossores perierant. lc201503
05.03.2015 Garri Kasparov ad Americanum senatum orans Vladimirum Putin cancerem et pestem nominavit, quocum colloquia fieri non possent; immo canceris modo esse resecandum. Occidenti eum et eos paucos, qui eius potestatem fulcirent, ab internationali communitate seiungere pergendum esse. Sed etiam occidentales civitates provocanter castigavit. lc201503
05.03.2015 Marcus Lippert, qui legatus statalis Americanorum in Corea Meridionali munere fungitur, in centro culturali orationem habens a violatore LV annorum politicis de causis cultro tonsorio petitus et in facie laesus est. Perpetrator, qui iam quinque annis ante legatum Japonicum lapide aggrediebatur, prehensus est. Praeses Baracus Obama Marcum Lippert, qui valetudinarium brevi relinquere potuit, telefonice mox sanescere iussit. lc201503
06.03.2015 Pristina uxor Alberti Nisman, Argentini cognitoris, qui d. 18 m. Ian. domi mortuus inventus erat, investigatione libere et solute exhibita suum maritum neque calamitate neque suicidio vitam amisisse, sed interfectum esse demonstrari edocuit. lc201503
06.03.2015 Recuperatio Tagriti, quam triginta milia Iraquianorum militum ex quattuor diebus perficere conantur, propter bombas et materias displosivas utrimque itineris abditas adhaesit. Aliquot milia fugitivorum urbe relicta auxilio alieno indigent. lc201503
06.03.2015 In Foederatis Civitatibus Americae et Republicani quidam et populares Baracum Obama praesidem, ut arma Ucrainis suppeditaret, compellebant. Ioannes Boehner, locutor repraesentativorum, in litteris praesidi datis, quae Russi in Ucraina Orientali gererent, absurdam iuris internationalis violationem nominavit. Indutias Minscii nuper factas nihil effecisse, nisi ut rebelles praemunivissent, quae antea lucri fecissent. lc201503
07.03.2015 Guntherus Oettinger, Bruxellensis commissarius ab rebus digitalibus, Iovis die vesperi Wolfgangum Schaeuble, Germaniae administrum a rebus nummariis, laudavit, quod se cum Ioanne Varoufakis et Alexi Tsipras disceptantem ab istis duobus histrionibus publicis deleniri passus non esset. lc201503
07.03.2015 In America Meridiana quaedam civitates, quae Venetiolae confines et Unionis Meridionalis Americae Nationum (Unasur) sunt, se ad Venetiolam sublevandam paratas esse declaraverunt. Qua in terra, cum multae et necessariae res in tabernis non iam emi possint, ne cives spe frustrati tumultuarie agant aut novis rebus studeant, timendum est. lc201503
08.03.2015 Regimen Columbianum et rebellium organizatio Farc cooperari convenerunt, ut in regionibus, ubi ex anno MCMLX pugnatum est, globi displosivi a militibus et rebellibus lateribus invicem datis purgarentur. Columbia ea terra in orbe habetur, in qua maximus globorum numerus dispersus est. lc201503
09.03.2015 Sigmario Gabriel, Germaniae administro rei oeconomicae, in Arabia Saudiana versanti a rege Salman bin Abdul-Aziz al-Saud audientia data est. Gabriel variis dictis sententiis colloquia bene processisse dixit. Etiamsi utraque pars in sua quidem sententia perstaret, alter alterius existimationes agnoscere et respicere. lc201503
09.03.2015 Ioannes-Claudius Juncker, praefectus Commissionis Europaeae communem Europaem dispensationem oeconomicam et communem Europaeum exercitum instituenda esse animo proponit. Quae quam difficulter perfectu esset, se scire dixit; nam pacta esse mutanda singulisque civitatibus singulis summae potestatis iuribus carendum. lc201503
09.03.2015 Europaea argentaria centralis hodierno die Lunae versuras statales ab argentariis negotiantibus coemere incipit. Qua re multis probantibus nonnullis renuentibus constituta Marius Draghi, argentariae centralis praefectus, pretium Euronis minuere, oeconomiam impellere, deflationem prohibere in animo habet. Reprehensores, ne pretia domiciliorum et bursarii valores bullescentia nimis inflentur, timent. lc201503
10.03.2015 Bruxellis inter Varufacis atque eius Europaeos collegas convenit, expertos Troicae Athenas esse reversuros. Legatis in suspicionem venit, ne Graecos quidem ipsos scire, quae esset ratio acceptorum et expensorum publicorum. Petrus Kazimir, Slovacus administer, quod litteris a Varoufakis scriptis computationes desint, se praeter stilum nihil aliud iudicare posse dixit. lc201503
10.03.2015 Ucrainae praeses Petro Poroshenko et rebelles prorussicos et regimen Cioviense gravia arma maximam partem reduxisse atque indutias Minscinas adhuc servari confirmavit. lc201503
10.03.2015 Ad exercitationes nonaginta dierum cum Natone exhibendas Foederatae Civitates Americae tria milia militum et centum phractocineta et DCCL vehicula militaria in Balticum transtulerunt. Magna armorum pars non iam reducetur, sed, dum necesse erit, ibi manebit. lc201503
11.03.2015 Russi exercitationes militares, quas Nato in Balticis terris et in Ponto Euxino peragit, reprehendunt. Etiam Norvegia ex longo tempore ursus prope fines Russicos suas copias exercet. Lavrov etiam Unionem Europaeam castigat, quae, quasi nihil ex Minscinis indutiis factum sit, simulet. Quid autem re vera factum sit, in incerto manet: Repraesentantes enim Organizationis ab Securitate et Cooperatione in Europa (OSZE)arma gravia in Orientali Ucraina reducta esse, quod et Poroshenko et Lavrov affirmant, confirmare nolunt. Eodem tempore Russia pactionem (KSE) renuntiat, qua arma ordinaria in Europa custodia contineri coepta erant. lc201503
12.03.2015 Relationes diplomaticae inter Suetiam et Saudianam Arabiam exasperantur. Primum Margarita Wallström, Suetica administra a rebus externis, conventum Ligae Arabicae in urbe Cairo participans se prohibitam esse coniectavit, ne orationem ad iura hominum pertinentem haberet. Postquam Suetia se pactum de armis suppeditandis non producturam esse annuntiavit, Saudianus rex Salman suum legatum statalem ex Suetia revocavit. lc201503
12.03.2015 Circiter quindecim latrones personati graviter armati pugnandiue periti in Fracogallia in strata autocinetica prope stationem vectigalem duo vehicula loricata et gemmis onusta occupantes opulentam praedam abstulerunt. Adhuc nullum perpetratorum vestigium! lc201503
14.03.2015 Ioannes McCain, ille Americanus politicus popularis et senator, vehementer in Germaniae sociodemocraticum administrum ab externis, Gualterium Steinmeier, invectus est, cui humilitatem adversus Vladimirum Putin obicit eumque dignum non esse, cui credatur. Quam infestationem etiam politici christianae democratiae repudiant. Iam paucis diebus ante populares Americani litteris ad regimen Iranicum datis in quorundam offensionem incurrerant. lc201503
15.03.2015 Fabula politica (extrema pars adhuc deest, ut nondum constet, utrum comoedia an tragoedia agatur):
Prologus:
Wolgangus Schäuble (die Iovis vesperi): "Quoniam, quid accidat, ad tempus a nullo nisi a Graecis decerni potest neque nos pro certo scimus, quid viri in Graecia responsiabiles facturi sint, nemo Graeciam omnibus invitis fortuna adversa zonam Euronis deserturam esse excludere potest."
Actus I:
Varoufakis (Comi versans interrogatus): "Wolfgango Schäuble ex hoc amoenissimo loco respondere nolim."
Panos Kammenos: "Sunt, qui nos ad amussim ex Euronis zona extrudere velint." - "Istud est bellum psychologicum, et Schäuble relationes inter nostras res publicas veneno imbuit." - "Nos Graeci non ignoramus Schäuble olim ab suae partis administratione repulsum esse, quod corruptione implicatus erat." - "Si nostra civitas ex zona Euronis expellitur, omnia pacta erunt irrita, neque iam obligati erimus, ut fugitivos in terram, quo primo advenerint, recipiamus." - "Si Graecia displodetur, deinceps Hispania, tum Italia, denique Germania. Deverticulum nobis intra Euronem inveniendum est."
Actus II:
Martinus Schulz: "Coalitionem factionis sinistrae cum istis dextropopulistis vitiosam puto." - "Elephantus ille inter catillos et potoria saeviens comparatus cum illo Kammenos mihi subtilis diplomates videtur."
Actus III:
Tsipras: "Nos nostram partem exsequemur sociosque nostros suam partem contributuros esse exspectamus."
Actus IV:
Jeroen Dijsselbloem: "Hic est magna vis verborum, quae nihil conducit."
Petrus Moscovici: "Grexitus, qui dicitur, catastrophae persimilis sit: Si una tantummodo res publica hanc unionem relinquet, mercatus actutum quaerent, quae terra proxima secutura sit, quod initium exitii esse possit."
Actus V:
Varoufakis: "Parati sumus ad effectum nonnullarum promissionum, quas comitiis habendis fecimus, differendum, ut socii nostri nobis confidere possint."
Epilogus:
Marcellus Fratscher: "Athenae instrumentum ignem eructans in manibus tenentes in repositorio pulveris pyrii sedent." lc201503
16.03.2015 Vladimirus Putin controversias et simultates superioris anni, cum Crimaeam paeninsulam annexuit, respiciens se ad arma nuclearia expedienda paratum fuisse in emissione televisifica denuntiavit. Utinam ne pacem in discrimen committeret! lc201503
16.03.2015 Turki al-Faisal, Saudianus quidam princeps et pristinus rerum secretarum administrator, monuit, ne omnes suae regionis civitates, quaecumque de nucleari programmate in colloquiis sex potestatum mundanarum cum Irania habitis convenisset, eadem vellent. lc201503
17.03.2015 Inter VII horam antemeridianam et decimam postmeridianam Israeliani hodie comitia habentes recens regimen eligent. Beniaminus Netanyahu de victoria minime securus esse potest, cum etiam mediosinistris eius adversariis Yitzak Herzog et Tzipi Livni, qui cum Palastinensium regimine magis cooperandum esse ducunt, aliquid spei affulget. lc201503
17.03.2015 Masrour Barzani, Curdicus rerum secretarum administrator et filius Masoud Barzani, Curdicae regionis Iraquianae praesidis, fieri posse monuit, ut siitica militia Iraquis ab Iranis submissa maius periculum fieret, quam sunnitica militia Islamicus Status (IS) esset. Quod regimen Bagdatense siiticis quidem militiis pecunias solveret, auxiliaria autem Curdis debita cohiberet, querebatur. lc201503
18.03.2015 Uter electiones in Israelia vicisset, Beniaminus Netanyahu an Yitzak Herzog, diu fuit anceps. Utraque factio, et Likud et Zionistica Unio, XXVII sedes parlamenti CXX sedum assecuta esse diu dicebatur. Hodierno die Mercurii diribitio veterem primarium recentem protulit. Netanyahu et Likud XXIX, Herzog et Unio Zionistica XXIV sedes in se contraxerunt. lc201503
18.03.2015 Forenses investigatores se ossa scriptoris Michaelis de Cervantes quadringentis annis post quam pauperatus veteranus et vulneratus Matriti mortuus est, una cum ossibus matris aliorumque repperisse dicunt. Opus eius romanicum maximae gravitatis inscribitur Dominus Quixotus a Manica lc201503
18.03.2015 Syriaca militia se aeroplanum automatarium Americanorum prope urbem Latakiam decussisse annuntiat. Americani ipsi aeroplanum sibi e custodia et gubernatione ablatum esse dicunt. lc201503
18.03.2015 Etiam Petrus Moscovici, Europaeae Unionis commissarius ab oeconomia et monetis, qui adhuc clementissimo animo in Graecum regimen fuerat, nunc, ut Graecia ex Euronis zona exeat, fieri posse, quamvis gravis sit clades toti zonae illata, non iam infitiatur. lc201503
19.03.2015 Undeviginti homines vitam amiserunt, cum in Tunesiae capite armati viri in Museum Nationale, quod Bardo nominatur, invaserunt et visitatores, qui ex multis et variis terris accesserant, exballistare coeperunt. Custodes publici duos manuballistarios interfecerunt, alios armigeros quaeritabant. Delegati, qui in sede parlamentaria prope sita de legibus securitatis intentendis deliberabant, dimoveri debebant. lc201503
19.03.2015 Francofurti, in illa urbe ad Moenum sita, ubi novum aedificium Europaeae Argentariae Centralis inauguratum est, sub vesperum circiter XVII milia hominum magnam partem civiliter huic instituto et omnino capitalismo reclamitabant. Antea urbs eruptionem violentiae a colluvione perditorum et violatorum hominum factam vidit, quae cum custodibus publicis tum ipsis reclamatoribus necopinantibus accidit. Plus ducenti homines violati partim in valetudinaria delati sunt. lc201503
20.03.2015 Beniaminus Netanyahu aliter atque ante electiones, nunc se causam duarum rerum publicarum defensurum esse affirmavit. Utrum ante electiones electores fefellerit aut post electiones politicos peregrinos piaculare velit, sibi quisque secreto pensitet. Americanus enim praeses morosus et per suum secretatium statalem victoriam electoriam gratulatus erat. lc201503
21.03.2015 Milites Nigeriani et Tschadenses, qui oppidum Damasak, quod in septentrionali-occidentali Nigeria prope fines Nigritanos situm est, a rebellibus gregis Boko Haram recuperaverunt. Ibi invenerunt sepulcrum septuaginta mortuis commune. Nonnulli mortuorum foede lacerati erant. lc201503
22.03.2015 Irania et sex civitates mundanae de Iraniae nucleari programmate disceptantes propius conventionem venerunt. Praeses Hasan Ruhani nullam esse difficultatem dixisse nuntiatur, quae expediri non posset. Etiam Americanus secretarius statalis Ioannes Kerry de substantiali progressu loquitur. Philippus Hammond autem, Britannicus secretarius statalis a rebus externis: "Malam", inquit, "pactionem, quae nostras rubras lineas non attingat, non conficiemus." lc201503
22.03.2015 Americani iam mense Februario sedem legatoriam in urbe Sanaa sitam concluserant. Nunc propter ambiguas condiciones etiam suam basin aeriam prope urbem al-Houta relinquunt. Quam urbem die Veneris militantes gregis al-Kaida ad breve tempus occupaverant. In Iemenia in praesentia et al-Kaida et Islamicus Status et Houthi-rebelles de summa potestate pugnant. lc201503
22.03.2015 Secta, quae se "Islamici Status computatrorum invasorum legio" nominat, tabellam nominum et inscriptionum centum circiter hominum Americanorum, qui militiae adessent et hostiliter in chaliphatum egissent, publicavit, quos suos asseclas occidere iubent. Quamquam auctoritas tabellae nondum constat, magistratus eos, qui enumerantur, ut sibi praecaverent, monuerunt. lc201503
23.03.2015 Paucis diebus post insidias Tuni perpetratas custodes publici etiam in Maroco magna copia armorum prope urbem Agadir inventa cellam terroristicam Islamici Status dissolverunt. Cuius militantes gihadistae homines politicos, militares, civiles interficere praeparavisse putantur. Islamistas suas cogitationes et cupidines novissime magis magisque in Africam boreoccidentem intendere vix repudiari potest. lc201503
23.03.2015 Germanicus itinerator in Aegypto a pristi petitus et gravibus vulneribus confectus mortem occubuit. Iste impetus primus fuit ex anno MMX in mari erythraeo. lc201503
24.03.2015 Primarius Tsipras et cancellaria Merkel Berolini convenientes controversias politicas minime componentes attamen tensiones et aegrimonias relaxare conabantur. lc201503
24.03.2015 Nicolaus Sarkozy, praefectus civilis et conservativae factionis UMP et pristinus praeses Francogalliae, qui ex inopinato electiones regionales vicit, se coalitionem cum Fronte Nationali, quae secundum locum assecuta erat, non facturum esse in medium protulit. lc201503
24.03.2015 In Kuvaito, quod Riad Yassin, dux politicae oppositionis ob maiestatis crimen incarceratus est, quingenti circiter asseclae in caput ante parlamentum convenientes, ut politici captivi liberarentur et plus democratiae concederetur, reclamitabant. Custodes publici protestationem fustibus dissipaverunt. lc201503
24.03.2015 In Sudaniae Khartumensi capite inter Aegyptum et Aethiopiam et Sudaniam, quomodo aquis Nili utendum esset, principialiter convenit. Nunc vallestris milliennaria, quae dicitur, obiex constituta aedificari potest. lc201503
25.03.2015 Angelina Jolie, illa Americana artifex scaenica undequadraginta annorum, duobus annis postquam timore canceris permota papillas amputari iussit, nunc eadem de causa ovaria quoque et oviductus resecari iussit. Ei maritoque Brad Pitt sex liberi sunt, ex quibus tres sunt naturales germanique, tres adoptivi. lc201503
26.03.2015 Abdrabbuh Mansour Hadi, Iemeniae praeses, quod Houthi-rebelles Adeno urbi, ubi Hadi versatur, appropinquantes iam aeriportum internationalem, qui LX chiliometra ab Adeno urbe abest, occupaverunt et ubique in circuitu ictus ignivomi audiuntur, fuga salutem petivisse dicitur. Praesidis fautores autem eum adhc in urbe remanere dicunt. Interea Arabes Saudiani contentiones siiticorum Houthorum, qui ab Iranis adiuvantur, ne etiam Adenum lapsaret, ictibus aeriis interpellare conantur. Se legitimum Hadi praesidis regimen defensuros dixerunt. Ista ne belli similia fiant! lc201503
27.03.2015 Ei, qui nudius tertius mortem CL victimarum, quas calamitas aeria in Alpibus facta abripuit, dolens omnem suarum lacrimarum vim iam profudit, nunc nihil est reliqui, quo irae ardorem restingueret, nisi dolor concretus, cum congubernatorem aeroplani ipsum consulto et consilio suicidali aeroplani praecipitandi auctorem fuisse resciscat. Facile intellegitur et istum hominem humana tragoedia impulsum egisse et misericordiam ei habendam esse; sed cur tandem CIL homines, qui omnes pervivere vellent, secum ad inferos rapere debebat? De eius motu nihil adhuc notuit. lc201503
27.03.2015 Ictus aerii, quos Arabia Saudiana Sanae, Iemenitico capiti, imposuit, magna damna effecerunt. Multi homines quoque perisse dicuntur. Saudiani se prohibere velle dicunt, ne arma gravia, missilia ballistica, aeroplana militaria in manus militiae rebellionem facientis inciderent. Irani actiones militares Saudianorum condemnant. Quod Irani et Saudiani, qui ob causas ad religionem moresque populorum attinentes praepotentiam harum regionem invicem aemulantur, hic primum militariter inter se obvii sunt, animum sollicitum vix permulcere potest, praesertim cum in Iemenia et Al-Kaida et Islamicus Status non desunt. lc201503
28.03.2015 Americana Amanda Knox et Italus Raphael Sollecito, qui in Italia de nece Britannicae studentis Meredith Kercher anno MMVII facta compluriens in ius vocati erant, nunc a summo iudicio sententia terminali crimine absoluti sunt. Amanda Knox se sibi vitam redditam esse gaudere dixit. lc201503
28.03.2015 Tres cosmonautae a cosmodromo Baikonurensi in Kazachstania sito ad internationalem stationem spatialem (ISS) avolantes aeronavem iam cum statione copulaverunt. Ex quibus duo (Americanus Scottus Kelly et Russus Michaelis Kornienko) unum annum ibi versabuntur, qui huius stationis cumulus erit; tertius (Gennadius Padalka) solitos sex menses ibi morabitur. lc201503
29.03.2015 Pristina brevis amatrix Andreae Lubitz, eius viri, cui congubernatori mors CL epibatarum praestanda est, eum aegritudine et perturbatione animi usum esse diurnarios edocuit. Eum olim dixisse meminit: "Aliquando faciam, quod totum systema mutet. Omnes tum nomen meum scient neque iam obliviscentur." Sibi eum aeroplanum demisisse esse persuasum, cum se propter malam valetudinem numquam magistrum aeroplanorum longinqua spatia volantium futurum esse sibi conscius factus esset. lc201503
30.03.2015 Duces Foederis Arabici Sharm el-Sheikh in Aegyptum convenientes, ut communes Arabicas copias compararent, constituerunt. Quod consultum pendet e rebellione a Houthis in Iemenia facta atque e terribili eventu, quem Islamicus Status in Syria et Iraquia et in Magrebia habet. lc201503
30.03.2015 Colloquia, quae Lausannae de nucleari programmate Iraniae inter ex hac parte Iraniam, ex altera quinque civitates, qui consilio securitatis Unitarum Nationum assidue intersunt, et Germaniam habentur, in phasin decretoriam venerunt. Etiam Francogalliae, Sinarum, Russiae repraesentantes adsunt. Extrema dies colloquiorum dies Mercurii erit. lc201503
30.03.2015 Etiam in altera et terminali serie electionum regionalium in Francogallia conservativa factio Nicolao Sarkozy duce maximum numerum sententiarum et regionem reportavit, cum dextra Frons Nationali Marina Le Pen ductrice secundum locum sententiarum, sed nullam regionem assecuta est. Socialisti iacturas sententiarum et regionum acceperunt. Huius electionis effectus temptamen electionis praesidentalis anno MMXVII habendae esse ducitur. lc201503
01.04.2015 In Nigeria pristinus dux exercitus et praefectus factionis oppositae, Muhammadu Buhari, electiones praesidales vicit. Goodluck Jonathan, qui adhuc praesidentatu fungebatur, cladem electoriam admisisse atque aemulo victoriam gratulatus esse nuntiatur. lc201504
01.04.2015 Tempestas foeda, Niclas nominata, heri celeritate ducentorum fere chiliometrorum horalium Germaniam radens multa damna effecit. Commeatus et autoraedarius et ferriviarius crebro impeditus aut interruptus erat. Tres homines, duo arbore eradicata, unus muro corruente, perierunt. lc201504
02.04.2015 Ductus militaris Iraquianus Tagritum, de qua urbe per menses pugnatum est, recuperatum ibique commune sepulcrum, ubi imprimis Iraquiani milites infossi essent, inventum esse enuntiat. In altera acie gihadistae prosperius egerunt: primum Damascum invadentes castra fugitivorum Palaestinensium et Syriacorum ceperunt. Etiam Syriae fines occidentales in sua potestate et custodia habere dicuntur. lc201504
02.04.2015 Deliberationes Lausannae cum Iranis habitae uno die prolongatae sunt. Sicut semper et hodie: disceptatores se progressos esse dicunt, neque tamen ad finem perveniunt. lc201504
03.04.2015 Quattuor Islamistici militantes gregis al-Shabab personati et colobiis suicidalibus induti e Somalia venientes in Kenia boreali-orientali studiorum universitatem in urbe Garissa sitam obrepsere et in studiosorum convictus sedem invadentes alumnos imprimis christianae fidei, multos dormientes necaverunt, alios obsides ceperunt: CXLVII homines necati, LXXIX vulnerati, DLXXXVII dimoti. Etiam quattuor insidiatores necati sunt. lc201504
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