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| Belege des Suchbegriffs aus ausgewählten Texten (vollständig: Caes.Gall., Cic.Arch., Cic.S.Rosc., Cic.Lael.) |
| [30,4] Illa mihi prorsus adhibenda est nec ulla alia, quae castiget asperrime nugonem istum, pharetram explicet et sagittas dearmet, arcum enodet, taedam deflammet, immo et ipsum corpus eius acrioribus remediis coerceat. (Apul.met.5,30,4) Apul.met.5,30,4 | [30,4] Ja, ich will zur Enthaltsamkei gehen! Ihr will ich den Buben zur Züchtigung überliefern. Sie soll ihm den Köcher leeren, die Pfeile stumpfen, die Bogensehne zerschneiden, die Fackel löschen und ihn ohne Barmherzigkeit kasteien! |
| certatum inde sententiis, cum alii opperiendos legatos atque interim comitate permulcendum militem censerent, alii fortioribus remediis agendum: nihil in vulgo modicum; terrere, ni paveant, ubi pertimuerint, inpune contemni: dum superstitio urgeat, adiciendos ex duce metus sublatis seditionis auctoribus. Tac.ann.1,29,3. | Nun erhob sich ein Streit in den Ansichten: Einige rieten, die Rückkehr der Gesandten abzuwarten und mittlerweile durch Freundlichkeit die Soldaten zu gewinnen; andere, man müsse stärkere Mittel anwenden; beim großen Haufen gebe es keinen Mittelweg, er mache sich furchtbar, sobald er sich nicht fürchte, eingeschüchtert lasse er sich ungestraft verachten; solange noch der Aberglaube sie ängstige, müsse auch noch die Furcht vor dem Imperator hinzutreten, indem man die Anstifter des Aufruhrs hinwegschaffe. |
| nam incipiente C. Bibulo ceteri quoque aediles disseruerant sperni sumptuariam legem vetitaque utensilium pretia augeri in dies, nec mediocribus remediis sisti posse, et consulti patres integrum id negotium ad principem distulerant. Tac.ann.3,52,2. | Nach dem Vorgang des Gaius Bibulus hatten nämlich auch die anderen Aedile sich darüber ausgelassen, man mache sich nichts aus dem Aufwandsgesetz, die Ausgaben für die Gebrauchsgüter gingen immer weiter über die gesetzliche Höchstgrenze, und mit gewöhnlichen Mitteln könne man nicht mehr Einhalt tun. Die Väter, die man deshalb um Rat anging, hatten diese Sache, unbehandelt an den Kaiser weitergeleitet. |
| Nec ignoro in conviviis et circulis incusari ista et modum posci: set si quis legem sanciat, poenas indicat, idem illi civitatem verti, splendidissimo cuique exitium parari, neminem criminis expertem clamitabunt. atqui ne corporis quidem morbos veteres et diu auctos nisi per dura et aspera coerceas: corruptus simul et corruptor, aeger et flagrans animus haud levioribus remediis restinguendus est, quam libidinibus ardescit. Tac.ann.3,54,1. | Wohl weiß ich: Bei Gastmählern und in geselligen Zirkeln klagt man über diese Dinge und fordert Beschränkung. Allein erlasse nur jemand ein Gesetz und kündige Strafen an: dieselben Menschen werden ein Geschrei erheben, man wolle den Staat ruinieren, wolle gerade den glanzvollen Häusern den Garaus bereiten, und niemand sei mehr vor Anschuldigung sicher. Kann man ja selbst körperliche Übel, wenn sie sich eingenistet und lange Zeit verschlimmert haben, nicht anders als durch harte und schmerzliche Mittel lindern. Auch eine Gesinnung, die zugleich verdorben ist und verdirbt, zugleich krank ist und ansteckt, darf man nicht mit Mitteln dämpfen wollen, die milder sind, als die Seuche der Lust brennt! |