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Beleg gesucht für: wie
Belege des Suchbegriffs aus ausgewählten Texten (vollständig: Caes.Gall., Cic.Arch., Cic.S.Rosc., Cic.Lael.)
Anzahl der Treffer: 100
in eo itinere persuadet Castico, Catamantaloedis filio, Sequano, cuius pater regnum in Sequanis multos annos obtinuerat et ab senatu populi Romani amicus appellatus erat, ut regnum in civitate sua occuparet, quod pater ante habuerat; Caes.Gall.1,3,4und bot alles auf, den Sequaner Casticus, einen Sohn des Catamantaloedes, dessen Vater viele Jahre die unumschränkte Herrschaft bei den Sequanern behauptet und vom römischen Senat und Volk den Namen eines Freundes (des römischen Volkes) erhalten hatte, zu bestimmen, er möge die königliche Herrschaft in seinem Land, so wie sie früher der Vater inne gehabt, an sich reißen.
per eos, ne causam diceret, se eripuit. cum civitas ob eam rem incitata armis ius suum exsequi conaretur multitudinemque hominum ex agris magistratus cogerent, Orgetorix mortuus est; (4) neque abest suspicio, ut Helvetii arbitrantur, quin ipse sibi mortem consciverit. Caes.Gall.1,4,3Mit ihrer Hilfe entzog er sich der Verantwortung. Darüber entrüsteten sich seine Mitbürger und suchten ihr Recht mit Gewalt geltend zu machen; die Regierung bot eine Menge Volk vom Land auf; plötzlich aber starb Orgetorix. (4) Man hat, wie die Helvetier selbst meinen, Grund zu vermuten, dass er sich selbst ums Leben gebracht hat.
quod sua victoria tam insolenter gloriarentur quodque tam diu se impune iniurias tulisse admirarentur, eodem pertinere. Caes.Gall.1,14,4Wenn sie sich aber ihres Sieges so übermütig rühmten und sich wunderten, wie die Römer so lange die Beleidigungen ohne Rache erduldeten, so deute dies auf ein und die selbe Sache hin;
cum ea ita sint, tamen, si obsides ab iis sibi dentur, uti ea, quae polliceantur, facturos intellegat, et si Haeduis de iniuriis, quas ipsis sociisque eorum intulerint, item si Allobrogibus satisfaciant, sese cum iis pacem esse facturum. Caes.Gall.1,14,6Des ungeachtet solle Frieden zwischen ihm und den Helvetiern sein, wenn sie durch Geiseln die Erfüllung ihres Versprechens verbürgten und den Häduern, wie auch deren Bundesgenossen, für die verübten Feindseligkeiten und in gleicher Weise den Allobrogern Genugtuung leisteten.
nam propter frigora - quod Gallia sub septentrionibus, ut ante dictum est, posita est - non modo frumenta in agris matura non erant, sed ne pabuli quidem satis magna copia suppetebat. Caes.Gall.1,16,2Weil nämlich, wie früher bemerkt, das Keltenland nördlich liegt, war wegen der kalten Jahreszeit nicht bloß auf den Feldern noch kein Getreide reif, sondern man hatte nicht einmal genug Futter.
quin etiam, quod necessariam rem coactus Caesari enuntiarit, intellegere sese, quanto id cum periculo fecerit, et ob eam causam, quamdiu potuerit, tacuisse. Caes.Gall.1,17,6ja er sehe ein, welcher Gefahr er sich dadurch aussetze, dass er die Sache notgedrungen enthülle. Nur deshalb habe er so lange wie möglich geschwiegen.
Eodem die ab exploratoribus certior factus hostes sub monte consedisse milia passuum ab ipsius castris octo, qualis esset natura montis et qualis in circuitu ascensus qui cognoscerent misit. Caes.Gall.1,21,1Am selben Tag meldeten die Kundschafter, die Feinde hätten acht Meilen vom Lager am Fuß eines Berges Halt gemacht. Cäsar ließ nachforschen, wie der Berg beschaffen und wie er ringsum besteigbar sei.
Prima luce, cum summus mons a [Lucio] Labieno teneretur, ipse ab hostium castris non longius mille et quingentis passibus abesset neque, ut postea ex captivis comperit, aut ipsius adventus aut Labieni cognitus esset, Caes.Gall.1,22,1Es war Tagesanbruch. Labienus hielt die Anhöhe des Berges besetzt. Cäsar selbst war vom Lager der Feinde nur noch anderthalb Meilen entfernt, ohne dass diese etwas von Labienus oder Cäsars Annäherung bemerkt hatten, wie man später von den Gefangenen erfuhr.
Ita ancipiti proelio diu atque acriter pugnatum est. diutius cum sustinere nostrorum impetus non possent, alteri se, ut coeperant, in montem receperunt, alteri ad impedimenta et carros suos se contulerunt. Caes.Gall.1,26,1Lange und heftig war diese Doppelschlacht. Als aber der Feind den Angriff der Römer nicht länger aushalten konnte, zogen sich die einen, wie vorher, auf die Anhöhe, die anderen (Boier und Tulinger) wendeten sich zum Gepäck und zu den Wagen;
Caesar ad Lingonas litteras nuntiosque misit, ne eos frumento neve alia re iuvarent: qui si iuvissent, se eodem loco quo Helvetios habiturum. ipse triduo intermisso cum omnibus copiis eos sequi coepit. Caes.Gall.1,26,6Durch schriftliche Befehle und mündliche Botschaften untersagte Cäsar den Lingonen, die Helvetier mit Getreide oder sonst wie zu unterstützen, und erklärte, wenn sie es doch täten, werde er sie gleich den Helvetiern als Feinde behandeln. Er selbst brach nach einer Unterbrechung von drei Tagen mit seinem ganzen Heer auf, um sie zu verfolgen.
In castris Helvetiorum tabulae repertae sunt litteris Graecis confectae et ad Caesarem relatae, quibus in tabulis nominatim ratio confecta erat, qui numerus domo exisset eorum, qui arma ferre possent, et item separatim pueri, senes mulieresque. Caes.Gall.1,29,1Im Lager der Helvetier fanden sich Tafeln mit griechischer Schrift, die man Cäsar zustellte. Auf denselben war ausdrücklich berechnet, wie viel waffenfähige Männer Helvetien verlassen hatten; ebenso war die Anzahl der Knaben, der Greise und der Weiber besonders angegeben.
intellegere sese, tametsi pro veteribus Helvetiorum iniuriis populi Romani ab his poenas bello repetisset, tamen eam rem non minus ex usu terrae Galliae quam populi Romani accidisse, Caes.Gall.1,30,2Sie seien überzeugt, dass diese Entwicklung, auch wenn er die Helvetier für ihr altes Unrecht am römischen Volk bestraft habe, ebenso zum Nutzen Galliens wie des römischen Volkes gewesen sei.
ea re impetrata sese omnes flentes Caesari ad pedes proiecerunt: non minus se id contendere et laborare, ne ea, quae dixissent, enuntiarentur, quam uti ea, quae vellent, impetrarent, propterea quod, si enuntiatum esset, summum in cruciatum se venturos viderent. Caes.Gall.1,31,2Als ihnen Cäsar dies bewilligt hatte, warfen sich alle unter Tränen zu seinen Füßen: es sei ihnen ebenso dringend daran gelegen, dass er ihre Worte geheim halte, wie daran, dass er ihnen ihr Anliegen erfülle. Denn wenn etwas in die Öffentlichkeit komme, müssten sie sichtlich sich mit den schlimmsten Folgen rechnen.
neque sibi homines feros ac barbaros temperaturos existimabat, quin, cum omnem Galliam occupavissent, ut ante Cimbri Teutonique fecissent, in provinciam exirent atque inde in Italiam contenderent, praesertim cum Sequanos a provincia nostra Rhodanus divideret; quibus rebus quam maturrime occurrendum putabat. Caes.Gall.1,33,4Auch glaubte er nicht, dass diese wilden und unzivilisierten Menschen darauf verzichteten, sobald sie ganz Gallien besetzt hielten, wie zuvor die Cimbern und Teutonen in die römische Provinz einzufallen und von dort nach Italien vorzudringen, zumal nur die Rhône die Sequaner von unserer Provinz trenne. Aus diesen Gründen glaubte er, möglichst früh einschreiten zu müssen.
si ipse populo Romano non praescriberet, quemadmodum suo iure uteretur, non oportere se a populo Romano in suo iure impediri. Caes.Gall.1,36,2Wenn er selbst dem römischen Volk nicht vorschreibe, wie es sein Recht ausüben solle, so dürfe auch er in der Ausübung seines Rechtes vom römischen Volk nicht behindert werden.
idque natura loci sic muniebatur, ut magnam ad ducendum bellum daret facultatem, propterea quod flumen Dubis ut circino circumductum paene totum oppidum cingit; Caes.Gall.1,38,4außerdem wurde sie durch die örtlichen Gegebenheiten so geschützt, dass sie eine gute Möglichkeit bot, den Krieg in die Länge zu ziehen, weil sich der Fluss Doubs wie im Kreis um die Stadt herumzieht und sie fast ganz einschließt.
ex quo iudicari posset, quantum haberet in se boni constantia, propterea quod, quos aliquamdiu inermes sine causa timuissent, hos postea armatos ac victores superassent. Caes.Gall.1,40,6Daraus könne man beurteilen, einen wie großen Vorteil feste Entschlossenheit gewähre, weil sie diejenigen, die sie unbewaffnet eine Zeit lang grundlos gefürchtet hätten, später, nachdem sie bewaffnet waren und bereits einen Sieg errungen hatten, besiegt hätten.
eorum satisfactione accepta et itinere exquisito per Diviciacum, quod e Gallis ei maximam fidem habebat, ut milium amplius quinquaginta circuitu locis apertis exercitum duceret, de quarta vigilia, ut dixerat, profectus est. Caes.Gall.1,41,4Cäsar nahm ihre Entschuldigung an und ließ durch Diviciacus, weil er ihm von allen Galliern am meisten vertraute, einen Weg ausfindig machen, der das Heer auf einem Umweg von mehr als 50 Meilen über offenes Gelände hinführen sollte; dann brach er, wie er erklärt hatte, um die vierte Nachtwache auf.
eo, ut erat dictum, ad conloquium venerunt. legionem Caesar, quam equis devexerat, passibus ducentis ab eo tumulo constituit; item equites Ariovisti pari intervallo constiterunt. Caes.Gall.1,43,2Dorthin kamen sie, wie es verabredet war, zur Besprechung. Cäsar ließ die Legion, die er zu Pferd mitgebracht hatte, zweihundert Schritte weit vom Hügel Halt machen. Ebenso blieben die Reiter des Ariovist in gleicher Entfernung stehen.
docebat etiam, quam veteres quamque iustae causae necessitudinis ipsis cum Haeduis intercederent, Caes.Gall.1,43,6Zugleich machte ihn Cäsar darauf aufmerksam, wie alte und rechtmäßige Bande enger Freundschaft die Römer mit den Häduern verknüpften,
quae senatus consulta quotiens quamque honorifica in eos facta essent, ut omni tempore totius Galliae principatum Haedui tenuissent, prius etiam quam nostram amicitiam adpetissent. Caes.Gall.1,43,7welche Senatsbeschlüsse des öfteren zur größten Auszeichnung der Häduer gefasst worden seien und wie die Häduer jederzeit in Gallien den ersten Rang behauptet hätten, selbst bevor sie die Freundschaft mit Rom gesucht hätten.
amicitiam populi Romani sibi ornamento et praesidio, non detrimento esse oportere, idque se hac spe petisse. si per populum Romanum stipendium remittatur et dediticii subtrahantur, non minus se libenter recusaturum populi Romani amicitiam quam adpetierit. Caes.Gall.1,44,5Die Freundschaft des römischen Volkes müsse ihm zur Kräftigung und zum Schutz, nicht zum Nachteil gereichen; in dieser Hoffnung habe er sich um sie beworben. Wenn ihm durch das römische Volk der Tribut vorenthalten und die Unterworfenen entzogen würden, so werde er auf die Freundschaft mit dem römischen Volk ebenso gern verzichten, wie er sich um sie beworben habe.
quid sibi vellet? cur in suas possessiones veniret? provinciam suam hanc esse Galliam, sicut illam nostram. ut ipsi concedi non oporteret, si in nostros fines impetum faceret, sic item nos esse iniquos, quod in suo iure se interpellaremus. Caes.Gall.1,44,8Was Cäsar denn suche? Warum er seine Besitzungen betrete? Dieser Teil Galliens sei seine Provinz, wie jene den Römern. Wie man es ihm nicht gestatten dürfe, wenn er in das römische Gebiet einen Einfall mache, so seien die Römer ungerecht, weil sie ihn in seinem Recht störten.
posteaquam in vulgus militum elatum est, qua arrogantia in conloquio Ariovistus usus omni Gallia Romanis interdixisset impetumque in nostros eius equites fecissent eaque res conloquium diremisset, multo maior alacritas studiumque pugnandi maius exercitui iniectum est. Caes.Gall.1,46,4Nachdem aber unter den Soldaten bekannt wurde, mit welcher Anmaßung Ariovist bei der Unterredung den Römern den Aufenthalt in ganz Gallien untersagt, wie dessen Reiter unsere Leute angegriffen und wie dies der Unterredung ein Ende gemacht habe, erfüllte das Heer eine viel größere Bereitschaft und Kampfeslust.
commodissimum visum est C. Valerium Procillum, C. Valeri Caburi filium, summa virtute et humanitate adulescentem, cuius pater a C. Valerio Flacco civitate donatus erat, et propter fidem et propter linguae Gallicae scientiam, qua multa iam Ariovistus longinqua consuetudine utebatur, et quod in eo peccandi Germanis causa non esset, ad eum mittere et una M. Metium, qui hospitio Ariovisti utebatur. Caes.Gall.1,47,4Er hielt es für das Passendste, den Gaius Valerius Procillus, den Sohn des Gaius Valerius Caburus, zu ihm zu schicken, einen jungen Mann von ausgezeichneter Tapferkeit und edler Bildung, dessen Vater durch Gaius Valerius Flaccus das römische Bürgerrecht erhalten hatte. Ihn wählte er teils aus Zutrauen in seine Ergebenheit, teils wegen seiner Kenntnis der gallischen Sprache, in der Ariovist wegen des langen Aufenthaltes in Gallien bereits eine bedeutende Fertigkeit besaß, und weil wie er meinte, die ermanen keine Ursache hätten, sich an diesem Mann zu vergreifen. Ihm gab er den Gaius Metius mit, einen ehemaligen Gast des Ariovist.
si qui graviore vulnere accepto equo deciderat, circumsistebant; si quo erat longius prodeundum aut celerius recipiendum, tanta erat horum exercitatione celeritas, ut iubis equorum sublevati cursum adaequarent. Caes.Gall.1,48,7wenn ein Reiter schwer verwundet vom Pferd fiel, stellten sie sich um ihn, und wenn man etwas weiter vorrücken oder in Eile den Rückzug antreten musste, entwickelten sie infolge ihrer Übung eine solche Geschwindigkeit und liefen, indem sie sich an den Mähnen der Pferde hielten, so schnell wie die Pferde selbst.
hic locus ab hoste circiter passus sescentos, uti dictum est, aberat. eo circiter hominum numero sedecim milia expedita cum omni equitatu Ariovistus misit, quae copiae nostros terrerent et munitione prohiberent. Caes.Gall.1,49,3Dieser Punkt war, wie gesagt, etwa 600 Doppelschritte vom Feind enfernt. Ariovist schickte gegen sechzehntausend Leichtbewaffnete und die gesamte Reiterei dahin, um unsere Leute in Furcht zu setzen und beim Bau des Lagers zu stören.
Postridie eius diei Caesar praesidio utrisque castris, quod satis esse visum est, reliquit, alarios omnes in conspectu hostium pro castris minoribus constituit, quod minus multitudine militum legionariorum pro hostium numero valebat, ut ad speciem alariis uteretur; ipse triplici instructa acie usque ad castra hostium accessit. Caes.Gall.1,51,1Am folgenden Tag ließ Cäsar in beiden Lagern so viel Besatzung zurück, wie ihm auszureichen schien; sämtliche Hilfstruppen stellte er im Blickfeld des Feindes vor dem kleinen Lager auf, um sich ihrer zum Schein zu bedienen, weil er im Verhältnis zu der Masse der Feinde zu wenig Legionssoldaten hatte. Er selbst rückte in dreifacher Schlachtreihe bis vor das feindliche Lager.
Cum esset Caesar in citeriore Gallia in hibernis, ita uti supra demonstravimus, crebri ad eum rumores adferebantur, litterisque item Labieni certior fiebat omnes Belgas, quam tertiam esse Galliae partem dixeramus, contra populum Romanum coniurare obsidesque inter se dare. Caes.Gall.2,1,1Während Cäsar, wie oben bemerkt, den Winter im diesseitigen Gallien zubrachte, gelangte zu ihm wiederholt das Gerücht und meldeten ihm Briefe von Labienus, dass alle Belger, die, wie wir sagten (1,54), den dritten Teil von Gallien bilden, sich gegen das römische Volk eidlich vereinigten und gegenseitig Geiseln stellten.
deinde, quod ab nonnullis Gallis sollicitarentur, partim qui, ut Germanos diutius in Gallia versari noluerant, ita populi Romani exercitum hiemare atque inveterascere in Gallia moleste ferebant, partim qui mobilitate et levitate animi novis imperiis studebant; Caes.Gall.2,1,3Dann würden sie von einigen Kelten aufgewiegelt, die ebensowenig haben wollten, dass das römische Heer im Keltenland überwintere und sich einniste, wie ihnen der längere Aufenthalt der Germanen dort lieb gewesen war. Manche suchten die Belger auch aus bloßer Unbeständigkeit und leichtsinnigem Streben nach Staatsveränderungen aufzureizen.
Cum ab his quaereret, quae civitates quantaeque in armis essent et quid in bello possent, sic reperiebat: Caes.Gall.2,4,1Cäsar fragte sie, welche Völkerschaften die Waffen ergriffen hätten, wie groß sie wären und wie leistungsfähig im Krieg.
de numero eorum omnia se habere explorata Remi dicebant, propterea quod propinquitatibus affinitatibusque coniuncti, quantam quisque multitudinem in communi Belgarum concilio ad id bellum pollicitus sit, cognoverint. Caes.Gall.2,4,4Auch behaupteten die Remer, die Zahl des gesamten belgischen Heeres genau zu kennen, weil sie als Stammesverwandte und Blutsfreunde erfahren hätten, wie viele Leute ein jeder Volksstamm bei der gemeinschaftlichen Versammlung der Belger für diesen Krieg versprochen habe.
ipse Diviciacum Haeduum magnopere cohortatus docet, quanto opere rei publicae communisque salutis intersit manus hostium distineri, ne cum tanta multitudine uno tempore confligendum sit. Caes.Gall.2,5,2Er selbst ermahnte den Häduer Diviciacus nachdrücklich und machte klar, wie sehr es im öffentlichen Interesse liege und zu ihrem gemeinsamen Besten führe, wenn man die feindlichen Streitkräfte getrennt halte, um nicht auf einmal mit einer so großen Masse kämpfen zu müssen.
quae castra, ut fumo atque ignibus significabatur, amplius milibus passuum octo in latitudinem patebant. Caes.Gall.2,7,4Dieses Lager hatte aber eine Ausdehnung von mehr als acht Meilen in der Breite, wie man dem Rauch und den Feuern entnehmen konnte.
cotidie tamen equestribus proeliis, quid hostis virtute posset et quid nostri auderent, periclitabatur. Caes.Gall.2,8,2doch suchte er dadurch, dass er den Feind in täglichen Reitertreffen beunruhigte, sich zu überzeugen, was die Tapferkeit der Feinde vermöchte und wie weit der Mut seiner Leute ging.
hostes protinus ex eo loco ad flumen Axonam contenderunt, quod esse post nostra castra demonstratum est. Caes.Gall.2,9,3Sofort brachen die Feinde gegen den Fluss Axona auf, der, wie wir ausgeführt haben, im Rücken des römischen Lagers floss.
hostes, ubi et de expugnando oppido et de flumine transeundo spem se fefellisse intellexerunt neque nostros in locum iniquiorem progredi pugnandi causa viderunt atque ipsos res frumentaria deficere coepit, concilio convocato constituerunt optimum esse domum suam quemque reverti et, quorum in fines primum Romani exercitum introduxissent, ad eos defendendos undique convenirent, ut potius in suis quam in alienis finibus decertarent et domesticis copiis rei frumentariae uterentur. Caes.Gall.2,10,4Da sich die Feinde in der Hoffnung, die Festung zu erobern und über den Fluss zu setzen, betrogen sahen und bemerkten, wie sich die Römer nicht verleiten ließen, an einem ungünstigen Ort ein Treffen zu liefern, während ihnen selbst der Getreidevorrat ausging, beriefen ihrer Häuptlinge eine Versammlung, in der man den Beschluss fasste, jeder solle in seine Heimat zurückkehren, um demjenigen Staat, in dessen Gebiet die Römer zuerst einfallen würden, von allen Seiten zu Hilfe zu kommen, indem sie lieber im eigenen Land als auf fremdem Boden eine Schlacht wagen und sich des heimischen Vorrates an Lebensmitteln bedienen wollten.
ita sine ullo periculo tantam eorum multitudinem nostri interfecerunt, quantum fuit diei spatium, sub occasumque solis destiterunt seque in castra, ut erat imperatum, receperunt. Caes.Gall.2,11,6Auf diese Weise mordeten Cäsars Leute ohne alle Gefahr so viel Feinde, als ihnen die Dauer des Tages möglich machte; beim Untergang der Sonne gaben sie die Verfolgung auf und zogen sich, wie ihnen befohlen war, in ihr Lager zurück.
cum ex dediticiis Belgis reliquisque Gallis complures Caesarem secuti una iter facerent, quidam ex his, ut postea ex captivis cognitum est, eorum dierum consuetudine itineris nostri exercitus perspecta nocte ad Nervios pervenerunt atque his demonstrarunt inter singulas legiones impedimentorum magnum numerum intercedere neque esse quicquam negotii, cum prima legio in castra venisset reliquaeque legiones magnum spatium abessent, hanc sub sarcinis adoriri; Caes.Gall.2,17,2Diesen Feldzug der Römer machte aber eine Zahl unterworfener Belger zusammen mit anderen Galliern mit. Einige dieser Leute hatten, wie man später von Gefangenen erfuhr, in den letzten Tagen die übliche Ordnung im römischen Heereszug beobachtet und gingen bei Nacht zu den Nerviern über, denen sie meldeten, zwischen den einzelnen Legionen ziehe ein zahlreicher Tross; es werde keine Mühe kosten, die erste Legion bei ihrer Ankunft im Lager anzugreifen, während die Soldaten noch ihre Last trügen und die übrigen Legionen noch weit zurück wären.
cum se illi identidem in silvas ad suos reciperent ac rursus ex silva in nostros impetum facerent, neque nostri longius, quam quem ad finem porrecta loca aperta pertinebant, cedentes insequi auderent, interim legiones sex, quae primae venerant, opere dimenso castra munire coeperunt. Caes.Gall.2,19,5Während sich diese wiederholt in die Wälder zu den Ihrigen zurückzog, dann wieder aus dem Dickicht gegen die Römer hervorsprengte, die den fliehenden Feind nur so weit zu verfolgen wagten, wie sich die offene Gegend erstreckte, begannen unterdessen die sechs Legionen, die zuerst angelangt waren , den Platz zum Lager abzustecken und das Lager zu verschanzen.
Caesar necessariis rebus imperatis ad cohortandos milites, quam in partem fors obtulit, decucurrit et ad legionem decimam devenit. Caes.Gall.2,21,1Als Cäsar die nötigen Maßregeln getroffen hatte, eilte er, wie ihn der Zufall führte, zu seinen Leuten, um ihnen Mut einzuflößen, und traf so auf die zehnte Legion.
Instructo exercitu, magis ut loci natura deiectusque collis et necessitas temporis, quam ut rei militaris ratio atque ordo postulabat, cum diversis legionibus aliae alia in parte hostibus resisterent saepibusque densissimis, ut ante demonstravimus, interiectis prospectus impediretur, neque certa subsidia conlocari neque, quid in quaque parte opus esset, provideri neque ab uno omnia imperia administrari poterant. Caes.Gall.2,22,1Die Aufstellung des Heeres war mehr so, wie es die Beschaffenheit des Ortes, die Abdachung des Hügels und die Not des Augenblicks verlangte, als nach den Regeln und der Ordnung der Kriegskunst. Die Legionen leisteten getrennt, die eine hier, die anderen dort dem Feind Widerstand. Auch wurde der Blick in die Ferne durch das äußerst dichte Gehege dazwischen, wovon wir oben sprachen, fast unmöglich. Deshalb konnte man keine Hilfskräfte bereithalten, noch vorhersehen, was an jedem Ort nötig sein mochte; auch konnten unmöglich von einem alle Befehle ausgehen.
Eodem tempore equites nostri levisque armaturae pedites, qui cum iis una fuerant, quos primo hostium impetu pulsos dixeram, cum se in castra reciperent, adversis hostibus occurrebant ac rursus aliam in partem fugam petebant, Caes.Gall.2,24,1Zur selben Zeit stießen die römischen Reiter samt dem leichten Fußvolk, das, wie schon bemerkt, mit ihnen beim ersten Angriff der Feinde zurückgeschlagen worden war, bei ihrem Rückzug zu dem Lager schroff auf den Feind und nahmen aufs neue nach einer anderen Richtung die Flucht.
et calones, qui ab decumana porta ac summo iugo collis nostros victores flumen transisse conspexerant, praedandi causa egressi, cum respexissent et hostes in nostris castris versari vidissent, praecipites fugae sese mandabant. Caes.Gall.2,24,2Die Trossknechte, die vom Hintertor des Lagers und vom Gipfel des Hügels herab zugesehen hatten, wie die Römer siegreich über den Fluss setzten, verließen bald das Lager, um Beute zu erhaschen. Als sie aber zurückblickten und sahen, dass die Feinde bereits im römischen Lager waren, ergriffen sie eilig die Flucht.
quibus omnibus rebus permoti equites Treveri, quorum inter Gallos virtutis opinio est singularis, qui auxilii causa a civitate missi ad Caesarem venerant, cum multitudine hostium castra nostra compleri, legiones premi et paene circumventas teneri, calones, equites, funditores, Numidas diversos dissipatosque in omnes partes fugere vidissent, desperatis nostris rebus domum contenderunt; Caes.Gall.2,24,4Als daher die Reiterei der Treverer, die sie von ihrem Land Cäsar als Unterstützung zugeschickt hatten und von deren Tapferkeit die Kelten eine große Meinung hegen, sah, wie sich das Lager massenhaft mit Feinden anfüllte, wie die Legionen fast umzingelt waren und in großer Gefahr schwebten, wie endlich die Trossknechte, die Reiter, die Schleuderer und die Numider getrennt und zerstreut nach allen Seiten flohen, so hielten sie Cäsars Sache für verloren und eilten in ihre Heimat
qui cum ex equitum et calonum fuga, quo in loco res esset quantoque in periculo et castra et legiones et imperator versaretur, cognovissent, nihil ad celeritatem sibi reliqui fecerunt. Caes.Gall.2,26,5und deren Soldaten aus der Flucht der Trossknechte und Reiter bemerkten, wie die Sache stand und in welche Gefahr das Lager, die Legionen und der Feldherr schwebten, ließen sie es an Schnelligkeit nicht fehlen.
his deiectis et coacervatis cadaveribus, qui superessent, ut ex tumulo tela in nostros conicerent pilaque intercepta remitterent: ut non nequiquam tantae virtutis homines iudicari deberet ausos esse transire latissimum flumen, ascendere altissimas ripas, subire iniquissimum locum; quae facilia ex difficillimis animi magnitudo redegerat. Caes.Gall.2,27,4Als auch diese fielen und ganze Haufen von Leichen dalagen, schleuderten die übrigen, gleichsam wie von einem Hügel, ihre Geschosse gegen die Römer, deren Wurfgeschosse sie auffingen und gegen die Legionen zurückwarfen. Man muss gestehen, dass Leute von so außerordentlicher Tapferkeit ein gewisses Recht zu dem Wagnis hatten, über einen so breiten Fluss zu setzen, so hohe Ufer zu ersteigen und auf die ungünstigste Örtlichkeit vorzurücken; denn ihr großer Mut machte ihnen das Schwerste leicht.
Hoc proelio facto et prope ad internecionem gente ac nomine Nerviorum redacto maiores natu, quos una cum pueris mulieribusque in aestuaria ac paludes coniectos dixeramus, hac pugna nuntiata cum victoribus nihil impeditum, victis nihil tutum arbitrarentur, Caes.Gall.2,28,1Als in dieser Schlacht beinahe der ganze Stamm der Nervier vertilgt war, schickten die Greise, die man, wie schon bemerkt, zusammen mit Kindern und Weibern in unzugänglichen Lachen und Sümpfe gebracht hatte, bei der Nachricht des Geschehenen
Ubi vero moveri et adpropinquare moenibus viderunt, nova atque inusitata specie commoti legatos ad Caesarem de pace miserunt, qui ad hunc modum locuti: Caes.Gall.2,31,1Als sie aber sahen, wie sich der Turm bewegte und gegen die Mauern heranrückte, zeigten sie sich über der neue und ungewöhnliche Erscheinung bestürzt und schickten wegen Frieden Gesandte zu Cäsar.
se id, quod in Nerviis fecisset, facturum finitimisque imperaturum, ne quam dediticiis populi Romani iniuriam inferrent. Caes.Gall.2,32,2Wie bei den Nerviern werde er auch ihren Nachbarvölkern jede Beleidigung gegen sie als Untergebene des römischen Volkes untersagen.
armorum magna multitudine de muro in fossam, quae erat ante oppidum, iacta, sic ut prope summam muri aggerisque altitudinem acervi armorum adaequarent, et tamen circiter parte tertia, ut postea perspectum est, celata atque in oppido retenta, portis patefactis eo die pace sunt usi. Caes.Gall.2,32,4Hierauf wurde eine so große Menge Waffen von der Mauer in den Graben, der um die Stadt lief, geworfen, dass deren Haufen fast bis an den oberen Rand der Mauer und des Walles reichten. Dennoch hatten sie, wie man sich später überzeugte, etwa den dritten Teil verheimlicht und in der Stadt zurückgehalten. Den Römern wurden die Tore geöffnet und es herrschte an diesem Tag Frieden.
pugnatumque ab hostibus ita acriter est, ut a viris fortibus in extrema spe salutis iniquo loco contra eos, qui ex vallo turribusque tela iacerent, pugnari debuit, cum in una virtute omnis spes consisteret. Caes.Gall.2,33,4Die Feinde kämpften so erbittert, wie tapfere Leute in der verzweifeltsten Lage und an einer ungünstigen Örtlichkeit gegen die Römer anstürmen mussten, die ihre Geschosse von den Türmen und dem Wall auf sie schleuderten, da ihre einzige Hoffnung auf persönlicher Tapferkeit beruhte.
quo in consilio, cum tantum repentini periculi praeter opinionem accidisset ac iam omnia fere superiora loca multitudine armatorum completa conspicerentur neque subsidio veniri neque commeatus supportari interclusis itineribus possent, Caes.Gall.3,3,2Da unvermutet eine so gewaltige und drohende Gefahr eingetreten war und, wie man sah, bereits fast alle Anhöhen mit einer Masse Bewaffneter bedeckt waren, da man also bei völlig gesperrten Wegen wieder Hilfe noch Nahrungsmittel erhalten konnte,
Huius est civitatis longe amplissima auctoritas omnis orae maritimae regionum earum, quod et naves habent Veneti plurimas, quibus in Britanniam navigare consuerunt, et scientia atque usu rerum nauticarum ceteros antecedunt et in magno impetu maris atque aperto Oceano paucis portibus interiectis, quos tenent ipsi, omnes fere, qui eo mari uti consuerunt, habent vectigales. Caes.Gall.3,8,1An der ganzen dortigen Seeküste genießen die Veneter bei weitem das größte Ansehen, da sie die stärkste Flotte haben, mit der sie regelmäßig nach Britannien fahren, so, wie sie denn an Kenntnis und Übung im Seewesen alle anderen übertreffen. Da sie sich überdies bei der großen und ungehemmten Heftigkeit ihres Meeres ausschließlich im Besitz der wenigen dort befindlichen Seehäfen behaupten, so sind ihnen fast alle Seefahrer, die jene Gewässer zu befahren pflegen, zinsbar.
huic mandat, Remos reliquosque Belgas adeat atque in officio contineat Germanosque, qui auxilio a Gallis arcessiti dicebantur, si per vim navibus flumen transire conentur, prohibeat. Caes.Gall.3,11,2und gab ihm den Auftrag, sich mit den Remern und den übrigen Belgern in Verbindung zu setzen, um sie so bei Gehorsam zu halten. Wenn die Germanen, die, wie das Gerücht ging, von den Belgern zu Hilfe gerufen worden waren, mit Gewalt über den Strom setzen wollten, so solle er ihnen entgegentreten.
ac si quando magnitudine operis forte superati extruso mari aggere ac molibus atque his oppidi moenibus adaequatis suis fortunis desperare coeperant, magno numero navium adpulso, cuius rei summam facultatem habebant, sua deportabant omnia seque in proxima oppida recipiebant; Caes.Gall.3,12,3Wenn man aber dennoch das Meer durch Wälle und Dämme zurückdrängte und diese fast so hoch werden ließ, wie die Mauern einer Festung selbst waren, so wurden die Feinde zwar durch die Größe solcher Belagerungswerke ein oder das andere Mal überboten und mussten die Hoffnung, sich halten zu können, aufgeben; allein sie ließen dann immer große Zahl Schiffe landen, wie sie im Überfluss hatten, und retteten so sich und ihre ganze Habe in die nächstgelegenen Festungen.
neque satis Bruto, qui classi praeerat, vel tribunis militum centurionibusque, quibus singulae naves erant attributae, constabat quid agerent aut quam rationem pugnae insisterent. Caes.Gall.3,14,3während weder der Befehlshaber der Flotte, Brutus, noch die Obersten und Hauptleute, die die einzelnen Schiffe leiteten, mit sich im Reinen waren, was sie anfangen oder wie sie sich in eine Schlacht einlassen sollten.
una erat magno usui res praeparata ab nostris, falces praeacutae insertae adfixaeque longuriis, non absimili forma muralium falcium. Caes.Gall.3,14,5Den Römern kam nur eine schon im voraus in Bereitschaft gesetzt Sache zustatten: dies waren sehr scharfe Sicheln, die man in lange Stangen gesteckt und darin befestigt hatte, von ähnlicher Gestalt wie etwa die Mauersicheln.
nam cum omnis iuventus, omnes etiam gravioris aetatis, in quibus aliquid consilii aut dignitatis fuit, eo convenerant, tum navium quod ubique fuerat unum in locum coegerant. Caes.Gall.3,16,2Diese Gallier hatten nämlich die ganze waffenfähige Mannschaft und selbst alle betagten Männer von etwas Einsicht oder Ansehen, so wie alle ihre Schiffe an jenen einen Ort aufgeboten und versammelt.
quibus amissis reliqui neque quo se reciperent neque quemadmodum oppida defenderent habebant. itaque se suaque omnia Caesari dediderunt. Caes.Gall.3,16,3Nach dem Verlust all dieser Kräfte wussten die Übriggebliebenen, weder wohin sie sich retten, noch wie sie die festen Plätzen behaupten könnten. Sie ergaben sich also mit Hab und Gut Cäsar,
qua re concessa laeti, ut explorata victoria, sarmentis virgultisque collectis, quibus fossas Romanorum compleant, ad castra pergunt. Caes.Gall.3,18,8Kaum hatten sie das Zugeständnis, so eilten sie jubelnd, wie des Sieges gewiss, mit Faschinen von Reisig und Gesträuch auf das römische Lager los, um die Gräben aufzufüllen.
sic uno tempore et de navali pugna Sabinus et de Sabini victoria Caesar est certior factus, civitatesque omnes se statim Titurio dediderunt. (6) nam ut ad bella suscipienda Gallorum alacer ac promptus est animus, sic mollis ac minime resistens ad calamitates ferendas mens eorum est. Caes.Gall.3,19,5So erhielt zu ein und der selben Zeit Sabinus von dem Seetreffen Nachricht und Cäsar von dem Sieg des Sabinus; dem Titurius unterwarfen sich alsbald alle diese Völkerschaften. (6) Denn so, wie der Sinn des Galliers rasch und bald bereit ist, die Kriege zu beginnen, ebenso kraftlos und weich ist ihr Wesen, um schweres Unglück zu ertragen.
Eodem fere tempore P. Crassus, cum in Aquitaniam pervenisset, quae pars ut ante dictum est et regionum latitudine et multitudine hominum ex tertia parte Galliae est aestimanda. cum intellegeret in illis locis sibi bellum gerendum, ubi paucis ante annis L. Valerius Praeconinus legatus exercitu pulso interfectus esset atque unde L. Manlius proconsul impedimentis amissis profugisset, non mediocrem sibi diligentiam adhibendam intellegebat. Caes.Gall.3,20,1Fast zu der selben Zeit war Publius Crassus in Aquitanien angekommen, das, wie wir schon früher bemerkten, durch natürliche Ausdehnung und Bevölkerung etwa den dritten Teil von Gallien ausmachen dürfte. Dieser wusste aber wohl, dass erin Gegenden im Feld stand, wo erst vor wenigen Jahren der Legat Lucius Valerius Praeconius geschlagen wurde und fiel, von wo sich ferner der Prokonsul Lucius Mallius mit Verlust seines Gepäcks durch schleunige Flucht hatte retten müssen. Er wollte deshalb mit großer Vorsicht zu Werke gehen.
illi ut erat imperatum eductis iis cohortibus quae praesidio castris relictae intritae ab labore erant, et longiore itinere circumductis, ne ex hostium castris conspici possent, omnium oculis mentibusque ad pugnam intentis celeriter ad eas quas diximus munitiones pervenerunt atque his prorutis prius in hostium castris constiterunt, quam plane ab his videri aut quid rei gereretur cognosci posset. tum vero clamore ab ea parte audito nostri redintegratis viribus, quod plerumque in spe victoriae accidere consuevit, acrius impugnare coeperunt. Caes.Gall.3,26,2Diese führten also, seinen Befehlen gemäß, die Kohorten, bin ihm römischen Lager als Wache zurückgeblieben und noch bei frischen Kräften waren, heraus, machten einen ziemlichen Umweg, um nicht vom feindlichen Lager bemerkt zu werden, und gelangten, da aller Augen und Gedanken auf den Kampf an der Vorderseite des Lagers gerichtet waren, an die erwähnten Verschanzungen, die sie ohne Mühe durchbrachen. Sie standen also im Lager der Feinde, bevor diese sie sahen oder überhaupt etwas vom ganzen Vorgang nur wahrnehmen konnten. Als die Römer unter Crassus das Geschrei auf jener Seite des Lagers vernahmen, drangen sie mit erneuten Kräften mutiger auf den Feind ein, wie dies bei der Aussicht auf Sieg gewöhnlich der Fall ist.
quos equitatus apertissimis campis consectatus ex numero milium L, quae ex Aquitania Cantabrisque convenisse constabat, vix quarta parte relicta multa nocte se in castra recepit. Caes.Gall.3,26,4Die römische Reiterei verfolgte sie auf der ganz offenen Ebene und kehrten erst in später Nacht in das Lager zurück. Von den 50.000 Mann Aquitanier und Cantabrer, die, wie man wusste, beisammen gewesen waren, blieb kaum der vierte Teil am Leben.
Reliquis deinceps diebus Caesar silvas caedere instituit, et ne quis inermibus imprudentibusque militibus ab latere impetus fieri posset, omnem eam materiam quae erat caesa conversam ad hostem conlocabat et pro vallo ad utrumque latus exstruebat. Caes.Gall.3,29,1Die nächsten Tage ließ Cäsar die Wälder niederhauen und alles so gefällte Holz gegen den Feind aufschichten und wie einen Wall auf beiden Seiten auftürmen, damit man nicht die römischen Soldaten unbewaffnet und unvorbereitet überfallen konnte.
itaque vastatis omnibus eorum agris, vicis aedificiisque incensis Caesar exercitum reduxit et in Aulercis Lexoviis reliquisque item civitatibus quae proxime bellum fecerant, in hibernis conlocavit. Caes.Gall.3,29,3Cäsar verheerte deshalb alle Felder, steckte die Ortschaften und Gebäude in Brand, führte sein Heer zurück und legte es bei den Aulerkern und Lexoviern, wie auch bei den übrigen Völkerschaften, die jüngst noch abtrünnig gewesen waren, in die Winterquartiere.
hi centum pagos habere dicuntur, ex quibus quotannis singula milia armatorum bellandi causa suis ex finibus educunt. Caes.Gall.4,1,4Ihr Land hat, wie man sagt, hundert Gaue; aus jedem von diesen führen sie jährlich tausend Bewaffnete außer Landes in den Krieg,
In eadem causa fuerunt Usipetes et Tenctheri quos supra diximus. qui complures annos Sueborum vim sustinuerunt, ad extremum tamen agris expulsi et multis locis Germaniae triennium vagati ad Rhenum pervenerunt, quas regiones Menapii incolebant. Caes.Gall.4,4,1In der selben Lage wie die Ubier befanden sich die oben erwähnten Usipeten und Tenkterer. Sie hatten einige Jahre hindurch die Stürme des Suebenlandes ausgehalten; endlich aber mussten sie ihr Land verlassen und zogen in vielen Gegenden Germaniens drei Jahre lang herum, bis sie an die Strecke des Rheinufers gelangten.
eo cum venisset, ea quae fore suspicatus erat facta cognovit: Caes.Gall.4,6,2und erfuhr bei seiner Ankunft, dass die Gallier so gehandelt hatten, wie er vermutet hatte.
Re frumentaria comparata equitibusque delectis iter in ea loca facere coepit, quibus in locis esse Germanos audiebat. Caes.Gall.4,7,1Als Mundvorrat und Reiterei in Bereitschaft waren, brach Cäsar in jene Gegenden auf, wo, wie er hörte, die Germanen standen.
Caesar cum ab hoste non amplius passuum XII milibus abesset, ut erat constitutum, ad eum legati revertuntur. qui in itinere congressi magnopere ne longius procederet orabant. Caes.Gall.4,11,1Als Cäsar noch zwölf Meilen vom Feind entfernt war, kamen die Gesandten der Germanen, wie festgesetzt war, wieder zu ihm und baten, weil sie ihn gerade auf dem Zug antrafen, inständig, er möge nicht vorrücken.
rursus his resistentibus sua consuetudine ad pedes desiluerunt subfossisque equis compluribusque nostris deiectis reliquos in fugam coniecerunt atque ita perterritos egerunt, ut non prius fuga desisterent quam in conspectum agminis nostri venissent. Caes.Gall.4,12,2Da sich indessen die römische Reiterei wieder ordnete und von neuem standhielt, sprangen die feindlichen Reiter, wie sie es gewohnt sind, von ihren Pferden, stachen die Pferde der Römer von unten nieder, warfen eine Anzahl römischer Reiter zu Boden, schlugen die übrigen in die Flucht und brachten sie so in Verwirrung, dass es sich nicht eher ermannten, als bis sie zum römischen Hauptzug kamen.
simul, ut dicebatur, sui purgandi causa, quod contra atque esset dictum et ipsi petissent, proelium pridie commisissent, simul ut, si quid possent, de indutiis fallendo impetrarent. Caes.Gall.4,13,5teils, wie sie vorgaben, um sich zu entschuldigen, dass sie am vorigen Tag, gegen die Verabredung und ihr eigenes Ersuchen ein Treffen geliefert hätten; teils, um, wo möglich, durch List und Trug einen Waffenstillstand zu erhalten.
Germani post tergum clamore audito cum suos interfici viderent, armis abiectis signisque militaribus relictis se ex castris eiecerunt Caes.Gall.4,15,1Als die Germanen das Geschrei hinter sich vernahmen und sahen, wie ihre Angehörigen niedergehauen wurden, warfen sie die Waffen weg, ließen die Feldzeichen zurück und stürzten sich aus dem Lager.
accessit etiam quod illa pars equitatus Usipetum et Tenctherorum, quam supra commemoravi praedandi frumentandique causa Mosam transisse neque proelio interfuisse, post fugam suorum se trans Rhenum in fines Sugambrorum receperat seque cum his coniunxerat. Caes.Gall.4,16,2Überdies hatte sich jener Teil der Reiterei der Usipeten und Tenkterer, der, wie oben bemerkt, der Beute und Lebensmittel wegen über die Maas gegangen und bei der Schlacht nicht anwesend war, nach der unglücklichen Flucht ihrer Brüder über den Rhein zu den Sugambrern zurückgezogen und sich ihnen angeschlossen.
itaque evocatis ad se undique mercatoribus, neque quanta esset insulae magnitudo neque quae aut quantae nationes incolerent neque quem usum belli haberent aut quibus institutis uterentur neque qui essent ad maiorum navium multitudinem idonei portus, reperire poterat. Caes.Gall.4,20,4Obgleich deshalb Cäsars überallher aus Gallien Handelsleute zu sich gerufen hatte, konnte er doch nicht erfahren, wie groß die Insel sei, welche einzelne und wie bedeutende Volksstämme dort wohnten, welche Tüchtigkeit im Krieg und was für eine Verfassung sie hätten oder welche Häfen im Stande wären, eine bedeutende Zahl Schiffe zu fassen.
interim legatis tribunisque militum convocatis, et quae ex Voluseno cognovisset et quae fieri vellet ostendit monuitque, uti rei militaris ratio maximeque ut maritimae res postularent, ut, quam celerem atque instabilem motum haberent, ad nutum et ad tempus omnes res ab iis administrarentur. Caes.Gall.4,23,5Inzwischen berief er die Legaten und Tribunen zu sich, teilte ihnen den Bericht des Volusenus und seinen eigenen Plan mit und forderte sie auf, alle seine Befehle auf den Wink und pünktlich zu befolgen, wie dies die Ordnung des Kriegswesen überhaupt, insbesondere der Seekrieg verlange, die ihm eine besonders schnelle und unstete Beweglichkeit eigen sei.
hostes vero notis omnibus vadis, ubi ex litore aliquos singulares ex navi egredientes conspexerant, Caes.Gall.4,26,2Dagegen sprengten die Feinde, denen alle Untiefen bekannt waren, so wie sie vom Ufer aus einzelne Römer ihre Schiffe verlassen sahen,
una cum his legatis Commius Atrebas venit, quem supra demonstraveram a Caesare in Britanniam praemissum. Caes.Gall.4,27,2Mit ihnen kam auch der Atrebaten Commius zurück, den Cäsar, wie oben gemeldet, nach Britannien vorausgeschickt hatte.
His rebus pace confirmata post diem quartum, quam est in Britanniam ventum, naves XVIII de quibus supra demonstratum est, quae equites sustulerant, ex superiore portu leni vento solverunt. Caes.Gall.4,28,1Nachdem der Friede so bekräftigt war, segelten vier Tage nach Cäsars Ankunft in Britannien die 18 Frachtschiffe, die, wie oben erzählt, die Reiterei an Bord hatten, bei sanften Wind aus ihrem Hafen ab.
Dum ea geruntur, legione ex consuetudine una frumentatum missa, quae appellabatur septima, neque ulla ad id tempus belli suspicione interposita, cum pars hominum in agris remaneret, pars etiam in castra ventitaret, ii qui pro portis castrorum in statione erant, Caesari nuntiaverunt pulverem maiorem, quam consuetudo ferret, in ea parte videri quam in partem legio iter fecisset. Caes.Gall.4,32,1Während dieser Beschäftigung zog einmal, wie gewöhnlich, eine Legion auf Lebensmittel aus (es war die sogenannte siebte), indem man bisher keinen Grund gehabt hatte, Feindseligkeiten zu vermuten, weil ein Teil der Einwohner auf dem Land lebte, ein anderer Teil sogar häufig ins römische Lager kam. Plötzlich meldete der Wachtposten vor dem Lager, dass man in der Gegend, wohin die Legion ihre Richtung genommen hatte, eine ungewöhnlich starke Staubwolke sehe.
interim barbari nuntios in omnes partes dimiserunt paucitatemque nostrorum militum suis praedicaverunt, et quanta praedae faciendae atque in perpetuum sui liberandi facultas daretur, si Romanos castris expulissent, demonstraverunt. Caes.Gall.4,34,5Die Britannier schickten unterdessen Boten nach allen Gegenden des Landes, hoben die geringe Anzahl der Römer hervor und suchten ihren Landsleuten zu zeigen, wie günstig die Gelegenheit sei, Beute zu machen und die Freiheit für alle Zukunft zu retten, wenn sie die Römer jetzt aus ihrem Lager trieben.
Caesar etsi idem quod superioribus diebus acciderat, fore videbat, ut si essent hostes pulsi, celeritate periculum effugerent, tamen nactus equites circiter XXX, quos Commius Atrebas de quo ante dictum est secum transportaverat, legiones in acie pro castris constituit. Caes.Gall.4,35,1Cäsar wusste zwar, die Feinde würden, sobald er sie geschlagen hätte, wie in den letzten Tagen, durch die schnellste Flucht der Gefahr entgehen, weil er jedoch zufällig auch etwa 30 Reiter hatte, die mit dem schon erwähnten Atrebaten Commius auf die Insel gekommen waren, so stellte er seine Legionen vor dem Lager in Schlachtordnung auf.
quos tanto spatio secuti, quantum cursu et viribus efficere potuerunt, complures ex iis occiderunt, deinde omnibus longe lateque aedificiis incensis se in castra receperunt. Caes.Gall.4,35,3Man verfolgte sie so weit, wie es Schnelligkeit und Kräfte zuließen, und machte eine gute Zahl von ihnen nieder, zog sich aber wieder ins Lager zurück, nachdem alles bewohnte Gebiet weit und breit verheert und in Brand gesteckt war.
L. Domitio Ap. Claudio consulibus discedens ab hibernis Caesar in Italiam, ut quotannis facere consuerat, legatis imperat, quos legionibus praefecerat, uti quam plurimas possent hieme naves aedificandas veteresque reficiendas curarent. earum modum formamque demonstrat. Caes.Gall.5,1,1Mit dem Jahr, da Lucius Domitius und Appius Claudius Konsuln waren (54 v.Chr.), verließ Cäsar das Winterlager und begab sich, wie jedes Jahr, nach Oberitalien, befahl aber seinem Legaten, denen er den Oberbefehl über die Legionen anvertraut hatte, während des Winters möglichst viele Schiffe zu bauen und die alten auszubessern. Den Maßstab und die Form dieser Fahrzeuge bestimmte er selbst.
accepta oratione eorum Caesar obsides imperat eosque ad certam diem adduci iubet; nisi ita fecerint, sese bello civitatem persecuturum demonstrat. iis ad diem adductis, ut imperaverat, arbitros inter civitates dat, qui litem aestiment poenamque constituant. Caes.Gall.5,1,8Cäsar ging auf ihren Antrag ein und verlangte Geiseln von ihnen, die sie an einem bestimmten Tag stellen sollten; im Fall, dass sie dies verabsäumten, werde er die Feindseligkeiten gegen sie beginnen. Man führte ihm diese Geiseln auf den Tag, wie er befohlen hatte, zu; nun stellte er, um den Schaden zu schätzen und die Wiedergutmachung zu bestimmen,. Schiedsrichter unter den Städten Illyriens auf.
conlaudatis militibus atque iis, qui negotio praefuerant, quid fieri velit, ostendit atque omnes ad portum Itium convenire iubet, quo ex portu commodissimum in Britanniam traiectum esse cognoverat, circiter milium passuum XXX transmissum a continenti. huic rei, quod satis esse visum est, militum reliquit. Caes.Gall.5,2,3Er erklärte den Soldaten und den Aufsehern des Geschäftes seine Zufriedenheit, gab ihnen weitere Befehle und bestimmte zum gemeinschaftlichen Versammlungsort den Hafen Itius, wo, wie er erfahren hatte, die bequemste Überfahrt nach Britannien war, vom Festland nur etwa 30 Meilen weit. Zu diesem Ende ließ er so viele Soldaten zurück als nötig schien;
ipse cum legionibus expeditis quattuor et equitibus DCCC in fines Treverorum proficiscitur, quod hi neque ad concilia veniebant neque imperio parebant Germanosque Transrhenanos sollicitare dicebantur. Caes.Gall.5,2,4er selbst brach mit vier unbeschwerten Legionen und 800 Reitern gegen die Treverer auf; denn diese erschienen weder auf den Landversammlungen noch gehorchten sie seien Befehlen, sondern forderten, wie es hieß, die Germanen vom rechten Rheinufer zu Feindseligkeiten auf.
Haec civitas longe plurimum totius Galliae equitatu valet magnasque habet copias peditum Rhenumque, ut supra demonstravimus, tangit. Caes.Gall.5,3,1Diese Völkerschaft der Treverer ist an Reiterei viel stärker als jeder andere gallische Stamm, hat auch bedeutendes Fußvolk und wohnt, wie oben (3,11) bemerkt, bis an den Rhein.
sed ut postea Caesar ex captivis cognovit, cum magnae manus eo convenissent, multitudine navium perterritae, quae cum annotinis privatisque, quas sui quisque commodi causa fecerat, amplius octingentae uno erant visae tempore, ab litore discesserant ac se in superiora loca abdiderant. Caes.Gall.5,8,6Obgleich nämlich eine große feindliche Streitmacht zusammengekommen war, hatte sie sich doch, wie man später von den Gefangenen erfuhr, durch die zahlreiche Flotte der Römer in Schrecken setzen lassen, sich vom Ufer zurückgezogen und hinter den Anhöhen versteckt; denn auf einmal standen die Schiffe vom vorigen Jahr und diejenigen, die sich einzelne zu ihrem Gebrauch hatten machen lassen eingerechnet, zusammen über 800 Fahrzeuge vor ihren Augen.
repulsi ab equitatu se in silvas abdiderunt, locum nacti egregie et natura et opere munitum, quem domestici belli, ut videbatur, causa iam ante praeparaverant; Caes.Gall.5,9,4Sie wurden von Cäsars Reiterei zurückgeschlagen, versteckten sie sich in dichte Wälder, wo sie einen von Natur und Kunst stark befestigten Ort erreichten, den sie schon früher, wie es schien, für den Fall eines einheimischen Krieges vorbereitet hatten;
subductis navibus castrisque egregie munitis easdem copias, quas ante, praesidio navibus relinquit, ipse eodem, unde redierat, proficiscitur. Caes.Gall.5,11,7Als die Schiffe ans Land gezogen und das Lager trefflich verschanzt war, ließ er die selben Truppen wie vorher zur Bewachung der Flotte zurück; er selbst begab sich an den Ort, den er verlassen hatte.
nascitur ibi plumbum album in mediterraneis regionibus, in maritimis ferrum, sed eius exigua est copia; aere utuntur importato. materia cuiusque generis ut in Gallia est praeter fagum atque abietem. Caes.Gall.5,12,5Im Innern gibt es Zinn, an der Küste Eisen, letzteres jedoch in geringer Ausbeute; ihr Erz ist aus der Fremde. Es gibt hier alle Holzarten wie in Gallien, nur die Buche und die Tanne nicht.
alterum vergit ad Hispaniam atque occidentem solem. qua ex parte est Hibernia insula, dimidio minor, ut existimatur, quam Britannia, sed pari spatio transmissus atque ex Gallia est in Britanniam. Caes.Gall.5,13,2Die Richtung der anderen Seite ist gegen Westen und nach Spanien hin; dort liegt Hibernien, der gewöhnlichen Schätzung nach bald so groß wie Britannien; die Überfahrt von hier nach Britannien ist so groß wie aus Gallien nach Britannien.
tertium est contra septentriones; cui parti nulla est obiecta terra, sed eius angulus lateris maxime ad Germaniam spectat. hoc milia passuum octingenta in longitudinem esse existimatur. Caes.Gall.5,13,6Die dritte Seite der Insel geht gegen Norton und ihr liegt kein Land gegenüber; nur schaut ihr Winkel vorherrschend gegen Germanien: im Ganzen ist sie, wie man glaubt, 800 Meilen lang.
equestris autem proelii ratio et cedentibus et insequentibus par atque idem periculum inferebat. Caes.Gall.5,16,3während ein Gefecht der Reiterei mit Reiterei für die Weichenden wie für die Verfolgenden gleiche und einerlei Gefahr bringt.
Cassivellaunus, ut supra demonstravimus, omni deposita spe contentionis, dimissis amplioribus copiis, milibus circiter quattuor essedariorum relictis itinera nostra servabat paulumque ex via excedebat locisque impeditis ac silvestribus se occultabat atque iis regionibus, quibus nos iter facturos cognoverat, pecora atque homines ex agris in silvas compellebat Caes.Gall.5,19,1Man hatte, wie eben bemerkt wurde, von Seiten der Britannier alle Hoffnung auf ein entscheidendes Gefecht aufgegeben; ihr Heerführer Cassivelaunus hatte die große Masse der Truppen entlassen, indem nur etwa 4000 Streitwagenkämpfer zurückblieben. Mit diesen beobachtete er den Zug der Römer, hielt sich von der Hauptstraße etwas fern, verbarg sich an unzugänglichen und waldigen Punkten und trieb in den Gegenden, durch die, wie er wusste, die Römer ziehen würden, Herden und Menschen von den Landsitzen in die Wälder.
quibus quoniam pro pietate satisfecerit, habere nunc se rationem officii pro beneficiis Caesaris; monere, orare Titurium pro hospitio, ut suae ac militum saluti consulat. Caes.Gall.5,27,7Wie er nun auf dieser Seite der Schuldigkeit gegen das Vaterland Genüge geleistet habe, so nehme er auf der anderen auch Rücksicht auf die Dankespflicht für das Wohlwollen Cäsars und bitte den Titurius als seinen Gastfreund ernstlich, auf seine und seiner Leute Erhaltung bedacht zu sein.
Arpinius et Iunius, quae audierant, ad legatos deferunt. illi repentina re perturbati, etsi ab hoste ea dicebantur, tamen non neglegenda existimabant maximeque hac re permovebantur, quod civitatem ignobilem atque humilem Eburonum sua sponte populo Romano bellum facere ausam vix erat credendum. Caes.Gall.5,28,1Arpineius und Iunius teilten diese Erklärung den Legaten mit; diese glaubten trotz ihrer Bestürzung über die unvermutete Entwicklung, darauf achten zu müssen, obgleich die Mitteilung vom Feind kam. Am meisten beeindruckte sie, dass sie kaum glauben konnten, ein so unbedeutendes und schwaches Volk wie das der Eburonen habe von sich aus den Krieg gegen die Römer gewagt.
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