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Beleg gesucht für: libertate
Belege des Suchbegriffs aus ausgewählten Texten (vollständig: Caes.Gall., Cic.Arch., Cic.S.Rosc., Cic.Lael.)
reliquasque civitates sollicitant, ut in ea libertate, quam a maioribus acceperint, permanere quam Romanorum servitutem perferre malint. Caes.Gall.3,8,4Zugleich stachelten sich die übrigen Völkerschaften auf, lieber an der von den Vorfahren ererbten Freiheit festzuhalten, als sich dem Joch der Römer zu unterwerfen.
quae res et cibi genere et cotidiana exercitatione et libertate vitae, quod a pueris nullo officio aut disciplina adsuefacti nihil omnino contra voluntatem faciunt, et vires alit et immani corporum magnitudine homines efficit. Caes.Gall.4,1,9Weil sie überdies von Jugend auf an kein zwingendes Geschäft, an keine Zucht gewöhnt werden, kurz durchaus nichts gegen ihren freien Willen tun, so verleiht ihnen diese ungebundene Lebensweise, vereint mit ihrer kräftigen Nahrung und täglichen Waffenübungen große Kraft und entwickelt Menschen von ungeheurer Körpergröße.
non facile Gallos Gallis negare potuisse, praesertim cum de recuperanda communi libertate consilium initum videretur. Caes.Gall.5,27,6Sie hätten es als Gallier ihren gallischen Brüdern nicht wohl abschlagen können, um so weniger, als der gefasste Entschluss der Erkämpfung allgemeiner Unabhängigkeit zu gelten schien.
sua in illos merita proponit obtestaturque ut suae salutis rationem habeant neu se optime de communi libertate meritum hostibus in cruciatum dedant. quod si indiligentiores fuerint, milia hominum delecta octoginta una secum interitura demonstrat. Caes.Gall.7,71,3Er erwähnt seine Verdienste um sie und beschwor sie, auf seine Rettung bedacht zu sein und ihn nicht für seine Bemühungen um die Wiederherstellung der allgemeinen Freiheit dem Feind zur Marterung in die Hände zu liefern. Denn wenn sie sich nachlässig zeigten, müssten achtzigtausend Mann auserlesenes Kriegsvolk mit ihm zugleich umkommen.
sed civitas incredibile memoratu est, adepta libertate quantum brevi creverit: tanta cupido gloriae incesserat. Sall.Cat.7,3Kaum glaubhaft klingt es, wie großes Wachstum in kurzer Zeit das Volk nach erlangter Freiheit gewann. Vom so lebendigem Verlangen nach Ruhm war man erfüllt.
praeterea, milites, non eadem nobis et illis necessitudo inpendet: nos pro patria, pro libertate, pro vita certamus; illis supervacuaneum est pugnare pro potentia paucorum. Sall.Cat.58,11Außerdem, Soldaten, bedrängt uns ein ganz anderer Zwang als jene: Wir kämpfen um Vaterland, um Freiheit, um Leben; jene drängt nichts, für die Macht einiger weniger zu kämpfen.
quam possumus reperire ex omnibus rebus civilibus causam contentionemque maiorem quam de ordine, de civitate, de libertate, de capite hominis consularis, praesertim cum haec non in crimine aliquo, quod ille posset infitiari, sed in civili iure consisteret? Similique in genere, inferiore ordine, si quis apud nos servisset ex populo foederato seseque liberasset et postea domum revenisset, quaesitum est apud maiores nostros, num is ad suos postliminio redisset et amisisset hanc civitatem. Cic.de_orat.1,182.Können wir wohl unter allen bürgerlichen Angelegenheiten eine wichtigere Verhandlung und Rechtsstreit finden, als einen solchen, in welchem es sich um den Stand, um das Bürgerrecht, um die Freiheit, um das Leben eines Konsularen handelt? Zumal da diese Sache nicht auf einem Verbrechen, das er ableugnen konnte, sondern auf dem bürgerlichen Recht beruhte. Eine ähnliche, wenn auch einen niedrigeren Stand betreffende Frage ist die, welche bei unseren Vorfahren aufgeworfen worden ist, ob nämlich ein Mensch aus einem verbündeten Staat, der bei uns als Sklave gedient, sich aber die Freiheit erworben hat und später in seine Heimat zurückgekehrt ist, bei der Rückkunft zu den Seinigen in seinen früheren Stand wieder eintrete, dagegen aber bei uns des Bürgerrechtes verlustig gehe.
Quid? de libertate, quo iudicium gravius esse nullum potest, nonne ex iure civili potest esse contentio, cum quaeritur, is, qui domini voluntate census sit, continuone, an, ubi lustrum sit conditum, liber sit? Quid? quod usu memoria patrum venit, ut paterfamilias, qui ex Hispania Romam venisset, cum uxorem praegnantem in provincia reliquisset, Romae alteram duxisset neque nuntium priori remisisset, mortuusque esset intestato et ex utraque filius natus esset, mediocrisne res in contentionem adducta est, cum quaereretur de duobus civium capitibus et de puero, qui ex posteriore natus erat, et de eius matre, quae, si iudicaretur certis quibusdam verbis, non novis nuptiis fieri cum superiore divortium, in concubinae locum duceretur? Cic.de_orat.1,183.Wie? Wenn es die Freiheit eines Menschen gilt – und ein wichtigerer Gegenstand kann schwerlich vor die richterliche Entscheidung kommen –, muss nicht da der Streit nach dem bürgerlichen Recht geführt werden, wenn es sich fragt, ob der, welcher mit Erlaubnis seines Herrn seinen Namen bei dem Censor in die öffentliche Schätzungsliste einschreiben ließ, von Stund an seine Freiheit erlangt habe oder erst nach beendigtem Sühnopfer? Was soll ich ferner von dem Fall sagen, der sich zur Zeit unserer Väter ereignet hat? Ein Familienvater, der aus Spanien nach Rom gekommen war, hatte seine Frau in der Provinz schwanger zurückgelassen und in Rom eine andere geheiratet, ohne der ersteren einen Scheidebrief zuzuschicken; darauf war er ohne Testament verstorben, nachdem ihm jede der beiden Frauen einen Sohn geboren hatte. War es hier ein geringfügiger Gegenstand, der zum Streit Veranlassung gab, da es sich um die bürgerliche Wohlfahrt zweier Bürger handelte, des von der letzten Frau geborenen Sohnes und dessen Mutter, die, wenn das Urteil dahin ausfiel, dass die Ehescheidung von der früheren Frau durch eine gewisse Formel und nicht durch eine neue Heirat erfolge, als Beischläferin betrachtet werden musste?
illud ex libertate vitium, quod non simul nec ut iussi conveniunt, sed et alter et tertius dies cunctatione coeuntium absumitur. Tac.Germ.11,3Eine üble Folge ihrer Unabhängigkeit ist, dass sie nicht gleichzeitig zum geforderten Zeitpunkt zusammenkommen, sondern der zweite und wohl auch dritte Tag durch ihre verspätetes Eintreffen verloren geht.
aleam, quod mirere, sobrii inter seria exercent, tanta lucrandi perdendive temeritate, ut, cum omnia defecerunt, extremo ac novissimo iactu de libertate ac de corpore contendant. Tac.Germ.24,3Das Würfelspiel treiben sie merkwürdiger Weise nüchtern unter den ernsthaften Dingen, im Gewinnen und Verlieren so unbeherrscht, dass sie, wenn sie nichts mehr haben, im letzten Wurf ihre Freiheit und Person einsetzen.
sed utrum Aravisci in Pannoniam ab Osis, Germanorum natione, an Osi ab Araviscis in Germaniam commigraverint, cum eodem adhuc sermone institutis moribus utantur, incertum est, quia pari olim inopia ac libertate eadem utriusque ripae bona malaque erant. Tac.Germ.28,3Ob aber die Aravisker von den Osen aus, als einem ursprünglich germanischen Stamm, nach Pannonien oder die Osen von den Araviskern aus, nach Germanien eingewandert sind, da sie noch die selbe Sprache, die selben Einrichtungen und Sitten haben, ist ungewiss, weil bei der einstigen Gleichheit von Armut und Freiheit beide Ufer (der Donau) die selben Vorzüge und Nachteile besaßen.
Suionibus Sitonum gentes continuantur. cetera similes uno differunt, quod femina dominatur: in tantum non modo a libertate sed etiam a servitute degenerant. Tac.Germ.45,9An die Suinonen reihen sich unmittelbar die Stämme der Sitonen. Ihnen sonst ähnlich unterscheiden sie sich allein dadurch, dass eine Frau die Herrschaft hat. So sehr sind sie nicht nur von der Freiheit, sondern sogar von der Knechtschaft herabgesunken.
Famosus, multa cum libertate notabant. Hor.sat.1,4,5.Üblen Rufs, den straften sie ab mit jeglichem Freimut.
[Cic.off.1,70,1] His idem propositum fuit, quod regibus, ut ne qua re egerent, ne cui parerent, libertate uterentur, cuius proprium est sic vivere, ut velis. Cic.off.1,70,1Diese wollten wie Könige leben; sie wollten an nichts Mangel haben, keinem gehorchen, ihre Freiheit genießen; und dazu gehört wesentlich, zu leben, wie man es will.
(5) Intellegamus ergo bona nostra, dignosque nos illis usu probemus, atque identidem cogitemus, quam sit indignum, si maius principibus praestemus obsequium, qui servitute civium, quam qui libertate laetantur. (Plin.paneg.2,5) Plin.paneg.2,5Erkennen wir also unser Glück und zeigen wir durch den Gebrauch uns seiner würdig und bedenken wir auch aufs Neue, wie unwürdig es wäre, solchen Fürsten ergebener zu sein, die sich der Sklaverei, als solchen, die sich der Freiheit der Bürger erfreuen.
simul adfluentius solito convivium initum, servorum carissimi libertate et alii pecunia donati; atque ipse maestus et magnae cogitationis manifestus erat, quamvis laetitiam vagis sermonibus simularet. Tac.ann.15,54,2.Zugleich wurde ein üppigeres Mahl als gewöhnlich aufgetragen, und den liebsten seiner Sklaven schenkte er die Freiheit, anderen Geld. Er selbst war niedergeschlagen und grübelte offenbar über wichtige Dinge, so sehr er auch in unsteten Reden den Schein heiterer Stimmung erregen wollte.
Initium mihi operis Servius Galba iterum Titus Vinius consules erunt. nam post conditam urbem octingentos et viginti prioris aevi annos multi auctores rettulerunt, dum res populi Romani memorabantur, pari eloquentia ac libertate: postquam bellatum apud Actium atque omnem potentiam ad unum conferri pacis interfuit, magna illa ingenia cessere; simul veritas pluribus modis infracta, primum inscitia rei publicae ut alienae, mox libidine adsentandi aut rursus odio adversus dominantis: ita neutris cura posteritatis inter infensos vel obnoxios. Tac.hist.1,1,1.Den Anfang dieses Werkes soll das zweite Konsulat des Servius Galba und das Konsulat des Titus Vinius bilden. Denn die achthundertzwanzig Jahre der früheren Zeit seit der Gründung Roms haben viele Geschichtsschreiber beschrieben; und zwar, solange die Geschichte des römischen Volkes erzählt wurde, mit ebenso viel Beredsamkeit wie Freimut. Seitdem aber nach dem Kampf bei Actium die Vereinigung aller Gewalt in einer Hand im Interesse des Friedens gefordert war, sind jene großen Talente verschwunden. Zugleich wurde die Wahrheit auf mancherlei Weise getrübt: einmal durch mangelnde Vertrautheit mit den öffentlichen Angelegenheiten, als wären sie fremd; sodann durch die Sucht zu schmeicheln oder umgekehrt durch den Hass gegen die Gewalthaber. So wurde von keiner Seite, weder von den Erbitterten noch von den Abhängigen, für die Nachwelt gesorgt.
sed patres laeti, usurpata statim libertate licentius ut erga principem novum et absentem; primores equitum proximi gaudio patrum; pars populi integra et magnis domibus adnexa, clientes libertique damnatorum et exulum in spem erecti: plebs sordida et circo ac theatris sueta, simul deterrimi servorum, aut qui adesis bonis per dedecus Neronis alebantur, maesti et rumorum avidi. Tac.hist.1,4,3.Indes waren die Väter froh, und machten sogleich von der Freiheit rückhaltloseren Gebrauch, wie natürlich gegenüber einem neuen und abwesenden Fürsten; der Freude der Väter am nächsten kamen die Vornehmen des Ritterstandes; der unverdorbene und hohen Häusern anhängende Teil des Volkes, die Klienten und Freigelassenen der Verurteilten und Verbannten fassten neue Hoffnung; der schmutzige und an Zirkus und Theater gewöhnte Pöbel dagegen, so wie die Verworfensten Sklaven oder alle, die, nachdem sie ihr Gut aufgezehrt hatten, sich von der Schande Neros nährten, waren niedergeschlagen und gierig nach Gerüchten.
Quorum est talis oratio: primum multis verbis iracundiam laudant, cotem fortitudinis esse dicunt, multoque et in hostem et in improbum civem vehementioris iratorum impetus esse; levis autem ratiunculas eorum, qui ita cogitarent: 'proelium rectum est hoc fieri, convenit dimicare pro legibus, pro libertate, pro patria;' haec nullam habent vim, nisi ira excanduit fortitudo. Cic.Tusc.4,43,2Ihre Rede ist folgende: Fürs erste loben sie mit vielen Worten den Zorn; er sei der Schleifstein der Tapferkeit; und sowohl auf den Feind, als auf den Schandbürger stürzten sich Zornige viel heftiger; dagegen seien das federleichte Gründe: 'Das Recht fordert dieses Treffen; wir müssen kämpfen für Gesetze, für Freiheit, für Vaterland;' das hätte keine Kraft, wenn nicht die Tapferkeit von Zorn erglühte.
sed ut ad Dionysium redeamus: omni cultu et victu humano carebat; vivebat cum fugitivis, cum facinerosis, cum barbaris; neminem, qui aut libertate dignus esset aut vellet omnino liber esse, sibi amicum arbitrabatur. Cic.Tusc.5,63,5Doch um zu Dionysius zurückzukehren: alles was Kultur und Leben bieten, musste er entbehren: er lebte mit Flüchtlingen, mit Übeltätern, mit Barbaren; keiner der in seinen Augen der Freiheit würdig war oder überhaupt frei sein wollte, hielt er für seinen Freund.
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14.02.2015 Cum Hafniae conventus de libertate opinionis dicendae haberetur, insidiatores pyroballistarii conciliatores participantes telis petiverunt. Perpetratores in fuga sunt. lc201502
15.02.2015 Helle Thorning-Schmidt, Daniae primaria administra, circulum hominum heri Halfiae in cafeo culturali sermones de libertate dicendi inter se serentium politicis de causis telis petitum esse dixit ideoque eam actionem tromocraticae naturae fuisse. lc201502
01.11.2016  Vix unus dies praeterit, quin, si fortuna secunda utaris, in diurno de effracturis domiciliorum et de furatrinis rerum plerumque parvarum et pretiosarum legas, si adversa, ipse suppileris. Custodibus publicis, ut apertularios investigent et deprehendant, rarissime contingit. Qui artificiose et latrocinaliter agunt, ab exploratoribus instructi peregre plerumque adveniunt, brevissime morantur, libertate itinerandi Shengeniana abutentes peregre rursus abeunt. Sunt, qui de "criminalibus periegeticis" loquantur. Quare nunc Aquisgrani inter Germaniae, Belgiae, Nederlandiae administros, quorum partium id est, et inter administros domesticos Rhenaniae Septentrionalis-Vestfaliae et Rhenaniae Palatinatus et Saxoniae Inferioris pacto convenit, ut custodes trium civitatum quomodocumque artius cooperarentur. Administri sibi plaudunt, Unio Custodum (GdP) pactum comprobat laudatque, sed praeses Confoederationis Germanicorum Custodum Criminalium (BDK) persuasionem criminalitatem programmatibus informaticis prohiberi posse aliquantulum horridam esse dixit. Lectio diurnorum brevi nos docebit, num "pactum Aquisgranicum" ad plus valeat quam ad delusionem oculorum. lc201611Kein Tag vergeht, ohne dass du, wenn du Glück hast, in der Zeitung von Wohnungseinbrüchen und dem Diebstahl meist kleiner Kostbarkeiten liest, wenn Pech, selbst ausgeraubt wirst. Der Polizei gelingt es nur selten, die Einbrecher zu ermitteln und dingfest zu machen. Diese gehen professionell und bandenmäßig vor. Von Kundschaftern instruiert reisen sie meist aus dem Ausland an, verweilen nur ganz kurz und verschwinden dank der Schengener Reisefreiheit wieder ins Ausland. Manche sprechen von "Kriminalitätstouristen". Deswegen haben jetzt die zuständigen Minister Deutschlands, Belgiens und der Niederlande und die Innenminister von Nordrehein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen in Aachen die Abmachung getroffen, dass die Polizei der drei Staaten in jeder Beziehung enger zusammenarbeiten sollen. Die Minister klatschen sich Beifall, die Polizeigewerkschaft (GdP) heißt die Abmachung gut und lobt sie, nur der Bund der Deutschen Kriminalbeamten (BDK) äußerte, die Überzeugung, dass man Kriminalität mit Software verhindern könne, sei etwas hanebüchen. Die Lektüre der Tageszeitung wird uns bald belehren, ob die "Aachener Erklärung" zu mehr taugt als zur Augenwischerei.
02.11.2016  Iracensium et Curdicorum urbis Mosul recuperandae conata opinione celerius procedunt. Nam copiae urbem ex oppressione Islamici Status, qui dicitur, erepturae iam in externas urbis partes invasisse dicuntur et, quod medalia aversa est, magnus numerus perfugarum oras belli relicturus esse exspectatur. Sed ex his eventibus nova conflictio nasci videtur: Turcia, quae Iracensibus iam saepius frustra suam operam in urbis Mosul libertate repetenda obtulerat, currus loricatos et milites ad suos fines septentrionales prope Mosul coegit. Quem ad finem? Si propius posita respondes, ut prohibeant, ne Curdi et Peshmerga Curdica bene proeliati ibi inveterascantur. Si longius remota respondes: A rerum Osmanicarum memoria ius Turcicum et affectatio urbium et Mosul et Alepi deduci potest. Neque semel praeses Erdogan adhuc se fines Turciae non terminaliter definitos esse coniectari ostentavit. Utcumque res se habeat, Haidar al-Abadi, Iracensis administer primarius, se Turcas, si bello se interponant, hostes habiturum esse enucleate edocuit. lc201611Die Versuche der Iraker und Kurden, die Stadt Mossul zurückzugewinnen, gehen wider Erwarten schnell voran. Denn die Truppen, die dabei sind, die Stadt dem sogenannten Islamischen Staat zu entreißen, sind angeblich schon in die äußeren Stadtbezirke vorgedrungen, und man erwartet, was die Kehrseite der Medaille ist, dass viele Flüchtlingen das Kriegsgebiet verlassen. Daraus scheint aber ein neuer Konflikt zu erwachsen: Die Türkei, die dem Irak schon öfter vergeblich ihre Mithilfe bei der Befreiung von Mossul angeboten hatte, hat an ihrer Südgrenze nahe Mossul Panzer und Soldaten zusammengezogen. Wozu? Wenn man eine näher liegende Antwort gibt, um zu verhindern, dass die Kurden und ihre Peschmerga sich nach erfolgreichem Kampf dort festsetzen. Wenn eine entferntere: Aus der osmanischen Geschichte lässt sich ein Rechtsanspruch sowohl auf Mossul als Aleppo ableiten. Und nicht nur einmal hat Präsident Erdogan bisher angedeutet, dass er davon ausgehe, dass die Grenzen der Türkei nicht endgültig gezogen sind. Wie dem auch sei, der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi hat unmissenverständlich darauf hingewiesen, dass er die Türken, falss sie sich in den Krieg einmischen, als Feinde behandeln wird.
23.02.2017  Id temporis maligni homines Turcicum regimen democratica et fundamentalia iura deminuere vel tollere rursus atque iterum insimulant. Falso! Ego contra puto. Nonne heri ea lex, qua feminis in exercitu stipendia merentibus, ne capiti capillisque ricinium musulmanum obducerent, interdictum erat, resoluta est? Ita, resoluta. Atque hac legis commutatione duo democratici et essentiales valores aequitatis et libertatis non mediocriter augebantur et confirmabantur: aequitatis, quod nunc omnibus feminis, non modo studiosis et magistris et functionariis et astynomis feminis ricinium induere licet; libertatis, quod ricinum antea illicitum non comparentis libertatis erat et nunc "pia nativitas" elegantium militum libertate religionis aperte et libere uti potest. Sit in praesentia libertas loquendi pauxillum ex notis et necessariis causis castigata, attamen et Turcicus administer rerum externarum et praeses ipse hac libertate in Germania frui non cunctantes suum libertatis studium evidenter demonstrant. Haud dubium: Turcia atque eius praeses sunt vere populares! - Tu autem, si scires, quam difficile sit, saturam et scribere et non scribere, me non tantopere castigares. lc201702Dieser Tage beschuldigen böswillige Menschen immer wieder die türkische Regierung, demokratische Grundrechte einzuschränken oder sogar abzuschaffen. Zu Unrecht! Ich halte das Gegenteil für richtig. Wurde gestern nicht das Gesetz, nach dem es aktiven Soldatinnen verboten war, Kopf und Haare mit dem muslimischen Kopftuch zu verdecken, rückgängig gemacht? Ja, rückgängig! Und durch diese Gesetzesänderung wurden die beiden demokratischen Grundwerte der Gleichheit und Freiheit erheblich erweitert und gestärkt: der Gleichheit, weil jetzt alle Frauen, nicht nur Studentinnen, Professorinnen, Funktionärinnen, Polizistinnen das Kopftuch tragen dürfen; der Freiheit, weil das vormalige Verbot des Kopftuchs Ausdruck der Unfreiheit war, und jetzt die "pious generation" der Soldatinnen ihre Glaubensfreiheit offen und frei praktizieren kann. Mag auch die Redefreiheit aus den bekannten und notwendigen Gründen im Moment ein wenig eingeschränkt sein, so nutzen doch der türkische Außenminister und der Präsident selbst diese Freiheit in Deutschland ohne zu zögern und beweisen damit deutlich ihre Freiheitsliebe. Kein Zweifel: Die Türkei und ihr Präsident sind lupenrein demokratisch! - Du aber würdest nicht, wenn du wüsstest, wie schwer es ist, eine Satire zu schreiben und nicht zu schreiben, so sehr mit mir schelten.
16.03.2017  In Nederlandia heri novum parlamentum eligebatur atque omnes Europaei, velut si finale quaternarium in Europaeo certamine pedifollico exhiberetur, suspensis animis in cavea stadii aut ante televisoria sedebant. Primus, qui tres electiones, quae hoc anno in Europa intercedere heri coeperunt, ad pediludium aequiperavit, erat Marcus Rutte. Quaestio, quae Europaeos electrice stimulat, est, quem eventum eae manus assecuturae sint, quae recenter ordinatae ducibus Wilders, Le Pen, Petry praecipue in dextra parte campi ludunt atque animos populorum inflammare dant operam. In Nederlandia heri hora nona postmeridiana sibilo finali audito prima praedictio edita est: Tantum abest, ut, quod multi exspectaverant, incerto eventu pugnatum sit, ut Marcus Rutte aemulum acerrimum, Geert Wilders, duodecim punctis superet (31 : 19 sedes). Sequitur prima praecalculatio: Marcus Rutte eiusque Factio Popularis pro Libertate et Democratia (VVD) 32 sedes assecutus est. secundum locum obtinet Factio Christiana Democratica (21 sedes). Tertium locum occupant Wilders eiusque PVV. Octoginta una centesimae civium electiones participaverant. Vicerunt ergo Rutte et Democratia et Europa. Ceterum heri vesperi grex athleticus Matritensis et Bayer 04 Leverkusen octonarium finale Ligae Campionum concertantes pari eventu (0 : 0) discesserunt. lc201703In Holland wurde gestern ein neues Parlament gewählt und alle Europäer saßen, als fände das Viertelfinale in einem europäischen Fußballturnier statt, gespannt auf den Rängen des Stadions oder vor dem Fernseher. Der erste, der die drei Wahlen, die dieses Jahr in Europa gestern ihren Anfang nahmen, mit dem Fußball verglich, war Mark Rutte. Die Frage, die die Europäer elektrisiert, ist, welches Ergebnis die Mannschaften erzielen, die erst frisch formiert unter der Führung von Wilders, Le Pen und Petry überwiegend auf der rechten Seite des Platzes spielen und die Begeisterung der Menge zu entfachen suchen. Als in Holland gestern Abend um 21 Uhr der Schlusspfiff ertönte, gab es sofort eine Prognose: An einem Unentschieden, das viele erwartet hatten, fehlte so viel, dass Mark Rutte seinen schärfsten Gegener, Geert Wilders, um 12 Punkte (31 : 19 Sitze) schlägt. Es folgt die erste Hochrechnung: Mark Ruette und seine Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD) hat 32 Sitze errungen, den zweiten Platz hält die christdemokratische Partei (21 Sitze). Den dritten Platz belegt Wilders und seine PVV (20 Sitze). Die Wahlbeteiligung beträgt 81%. Gewonnen haben also Rutte, die Demokratie und Europa. Übrigens bestritten gestern Abend Atletico Madrid und Bayer 04 Leverkusen das Achtelfinale in der Champions League und trennten sich unentschieden (0 : 0).
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