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Beleg gesucht für: hostem
Belege des Suchbegriffs aus ausgewählten Texten (vollständig: Caes.Gall., Cic.Arch., Cic.S.Rosc., Cic.Lael.)
Caesar suos a proelio continebat ac satis habebat in praesentia hostem rapinis pabulationibusque prohibere. Caes.Gall.1,15,4 Cäsar suchte seine Leute von einem Treffen zurückzuhalten, und begnügte sich für den Augenblick, den Räubereien und verheerenden Streifzügen der Feinde Einhalt zu tun.
nam hoc toto proelio, cum ab hora septima ad vesperum pugnatum sit, aversum hostem videre nemo potuit. Caes.Gall.1,26,2denn niemand konnte den Feind eigentlich fliehen sehen, obwohl die ganze Schlacht von ein Uhr nachmittags bis zum Abend gedauert hatte.
qui se ex his minus timidos existimari volebant, non se hostem vereri, sed angustias itineris et magnitudinem silvarum, quae inter eos atque Ariovistum intercederent, aut rem frumentariam, ut satis commode supportari posset, timere dicebant. Caes.Gall.1,39,6Wer unter ihnen als weniger furchtsam gelten wollte, erklärte, er habe zwar keine Scheu vor dem Feind selbst, aber fürchte die Engpässe unterwegs und die ausgedehnten Wälder zwischen ihnen und Ariovist, oder auch dass man die Lebensmitteln nicht leicht werde nachführen können.
nihilo setius Caesar, ut ante constituerat, duas acies hostem propulsare, tertiam opus perficere iussit. Caes.Gall.1,49,4Dessen ungeachtet befahl Cäsar entsprechend seinem Plan den beiden ersten Linien, den Feind abzuwehren, der dritten, die Schanzarbeiten zu vollenden.
quod ubi Crassus animadvertit suas copias propter exiguitatem non facile diduci, hostem et vagari et vias obsidere et castris satis praesidii relinquere, ob eam causam minus commode frumentum commeatumque sibi supportari, in dies hostium numerum augeri, non cunctandum existimavit quin pugna decertaret. Caes.Gall.3,23,7Crassus aber sah wohl, dass sich seine Truppen wegen ihrer geringen Anzahl nicht wohl auseinanderlegen ließen, während die Feinde Streifzüge vornehmen, den Weg besetzen und dennoch zum Schutz ihres Lagers hinlänglich Mannschaft zurücklassen konnten. Da deshalb die Zufuhr des Getreides und sonstiger Lebensmittel für ihn ungemein schwierig, die Zahl der Feinde aber von Tag zu Tag größer wurde, glaubte er, ohne weiteres Zögern ein entscheidendes Treffen wagen zu müssen.
Reliquis deinceps diebus Caesar silvas caedere instituit, et ne quis inermibus imprudentibusque militibus ab latere impetus fieri posset, omnem eam materiam quae erat caesa conversam ad hostem conlocabat et pro vallo ad utrumque latus exstruebat. Caes.Gall.3,29,1Die nächsten Tage ließ Cäsar die Wälder niederhauen und alles so gefällte Holz gegen den Feind aufschichten und wie einen Wall auf beiden Seiten auftürmen, damit man nicht die römischen Soldaten unbewaffnet und unvorbereitet überfallen konnte.
qui omnibus rebus subito perterriti et celeritate adventus nostri et discessu suorum neque consilii habendi neque arma capiendi spatio dato perturbantur, copiasne adversus hostem ducere an castra defendere an fuga salutem petere praestaret. Caes.Gall.4,14,2Die Feinde wurden sowohl durch die schnelle Ankunft der Römer als wegen der Abwesenheit ihrer Leute plötzlich in großen Schrecken versetzt und wussten ohne die Möglichkeit, einen Plan zu beratschlagen oder auch nur zu den Waffen zu greifen, vor Bestürzung nicht, ob sie gegen die Römer ein Treffen wagen oder das Lager verteidigen oder ihr Heil in der Flucht suchen sollten.
hoc sibi Caesar satis opportune accidisse arbitratus, quod neque post tergum hostem relinquere volebat neque belli gerendi propter anni tempus facultatem habebat neque has tantularum rerum occupationes Britanniae anteponendas iudicabat, magnum iis numerum obsidum imperat. quibus adductis eos in fidem recipit. Caes.Gall.4,22,2Dies kam dem Feldherrn zu gelegener Zeit, weil er nicht gern einen Feind im Rücken ließ und wegen der vorgerückten Jahreszeit auch nicht leicht einen Krieg durchführen konnte, am wenigsten aber so geringfügigen Unternehmungen seine Absichten wegen Britannien unterordnen wollte. Er ließ sich also von ihnen eine bedeutende Zahl Geiseln stellen und nahm das Volk selbst unter den Schutz der römischen Hoheit.
quo facto ad lacessendum hostem et ad committendum proelium alienum esse tempus arbitratus suo se loco continuit et brevi tempore intermisso in castra legiones reduxit. Caes.Gall.4,34,2Doch schien ihm der Zeitpunkt nicht günstig, um sich in ein Treffen einzulassen und den Feind zu reizen; deshalb hielt er sich ruhig in seiner Stellung und führte bald darauf die Legionen in ihr Lager.
secutae sunt complures dies continuae tempestates, quae et nostros in castris continerent et hostem a pugna prohiberent. Caes.Gall.4,34,4Doch konnten weder die Römer ihr Lager verlassen, noch die Feinde eine Schlacht beginnen, weil er mehrere Tage ohne Unterlass Unwetter tobten.
Toto hoc in genere pugnae cum sub oculis omnium ac pro castris dimicaretur, intellectum est nostros propter gravitatem armorum, quod neque insequi cedentes possent neque ab signis discedere auderent, minus aptos esse ad huius generis hostem, Caes.Gall.5,16,1Da dieses Gefecht im Angesicht des ganzen Heeres und vor dem Lager vorfiel, sah man an dieser ganzen Art des Kampfes, dass das römische Fußvolk wegen seiner schweren Rüstung gegen Feinde dieser Art nicht gut zu gebrauchen war, weil es den Weichenden nicht nachsetzen konnte, und auch der Soldat auch nicht wagen durfte, die Feldzeichen zu verlassen.
sese non hostem auctorem, sed rem spectare; subesse Rhenum; magno esse Germanis dolori Ariovisti mortem et superiores nostras victorias; Caes.Gall.5,29,3Er sehe nicht auf die Anregung durch den Feind, sondern auf die Sache selbst; ganz in der Nähe sei der Rhein, die Germanen fühlten sich durch den Tod des Ariovist und die früheren Siege der Römer gekränkt;
ille cum Cotta saucio communicat, si videatur, pugna ut excedant et cum Ambiorige una conloquantur; sperare ab eo de sua ac militum salute impetrari posse. Cotta se ad armatum hostem iturum negat atque in eo perseverat. Caes.Gall.5,36,3Titurius machte dem verwundeten Cotta den Vorschlag, wenn er Lust habe, mit ihm das Treffen zu verlassen und zusammen mit Ambiorix zu verhandeln; man werde, wie er hoffe, von jenem ihre und ihrer Soldaten Rettung erwirken können. Cotta erklärte, zu einem bewaffneten Feind werde er sich nicht begeben, und beharrte dabei.
in eo concilio Cingetorigem, alterius principem factionis, generum suum, quem supra demonstravimus Caesaris secutum fidem ab eo non discessisse, hostem iudicat bonaque eius publicat Caes.Gall.5,56,3In jener Versammlung erklärte Indutiomarus den Cingetorix, seinen Schwiegersohn, das Haupt der anderen Partei, der es nach unserem obigen Bericht (5,3) mit Cäsar hielt und ihm nie untreu wurde, für einen Stammesfeind und zog seine Güter ein.
Labienus hostium cognito consilio sperans temeritate eorum fore aliquam dimicandi facultatem, praesidio V cohortium impedimentis relicto cum XXV cohortibus magnoque equitatu contra hostem proficiscitur et mille passuum intermisso spatio castra communit. Caes.Gall.6,7,4Labienus, der diesen Plan der Feinde durchschaute, ließ zur Deckung des Gepäcks fünf Kohorten zurück und brach mit den übrigen 25 Kohorten und starker Reiterei gegen den Feind auf, von dessen Unbesonnenheit er eine vorteilhafte Gelegenheit zu einer Schlacht erhoffte; nur eine Meile weit von ihm entfernt schlug er deshalb sein Lager auf.
erat inter Labienum atque hostem difficili transitu flumen ripisque praeruptis. hoc neque ipse transire habebat in animo neque hostes transituros existimabat. augebatur auxiliorum cotidie spes. Caes.Gall.6,7,5Zwischen Labienus und dem Feind war ein Fluss mit steilen Ufern, über den man nur schwer setzen konnte; er selbst wollte diesen nicht überquereren, und er glaubte auch die Feinde nicht, deren Hoffnung auf die Ankunft ihrer germanischen Bundesgenossen von Tag zu Tag wuchs.
tum praemissis paulum impedimentis atque in tumulo quodam conlocatis: 'habetis' inquit 'milites, quam petistis facultatem; hostem impedito atque iniquo loco tenetis: Caes.Gall.6,8,3Dann ließ er das Gepäck etwas voraus auf einen Hügel bringen und sprach: "Soldaten, nun habt ihr denn die längst gewünschte günstige Gelegenheit, und der Feind ist auf einem schlimmen und unvorteilhaften Platz in eurer Gewalt.
simul signa ad hostem converti aciemque dirigi iubet et paucis turmis praesidio ad impedimenta dimissis reliquos equites ad latera disponit. Caes.Gall.6,8,5Zugleich ließ er sich die Fahnen gegen den Feind wenden und das Heer in Schlachtordnung treten. Wenige Reiterscharen ließ er zur Deckung des Gepäcks zurück, die übrigen stellte er auf beide Flügel.
Altero die cum ad oppidum Senonum Vellaunodunum venisset, ne quem post se hostem relinqueret, quo expeditiore re frumentaria uteretur, oppugnare instituit eoque biduo circumvallavit. Caes.Gall.7,11,1Als er am zweiten Tag bei der senonischen Stadt Vellaunodunum angekommen war, begann er, diesen Ort zu belagern, und schloss ihn innerhalb zwei Tage ein, um, wenn er keinen Feind im Rücken ließ, leichte Zufuhr der Lebensmittel zu haben.
iam prope hieme confecta, cum ipso anni tempore ad gerendum bellum vocaretur et ad hostem proficisci constituisset, sive eum ex paludibus silvisque elicere sive obsidione premere posset, legati ad eum principes Haeduorum veniunt oratum, ut maxime necessario tempore civitati subveniat; Caes.Gall.7,32,2Der Winter war jetzt fast zu Ende, und man sah sich schon durch die Jahreszeit zum Feldzug aufgefordert. Als er jedoch im Begriff war, gegen den Feind aufzubrechen, um ihn entweder aus den Sümpfen und Wäldern zu locken oder zu belagern, erschien eine Botschaft der Häduer mit der Bitte, ihnen in dieser dringendsten Notlage zu Hilfe zu kommen.
tum vero ex omnibus urbis partibus orto clamore, qui longius aberant, repentino tumultu perterriti, cum hostem intra portas esse existimarent, sese ex oppido eiecerunt. Caes.Gall.7,47,4Nun entstand überall in der Festung ein großes Geschrei, und die Bewohner der entfernteren Stadtteile gerieten durch den plötzlichen Angriff so in Schrecken, dass sie die Feinde schon innerhalb der Tore wähnten und aus der Festung stürzten.
legiones ubi primum planitiem attigerunt, infestis contra hostem signis constiterunt. Caes.Gall.7,51,3Das Heer selbst stellte sich wieder gegen den Feind, sobald man die Ebene erreichte.
qua re nuntiata Caesar suum quoque equitatum tripertito divisum contra hostem ire iubet. pugnatur una omnibus in partibus. Caes.Gall.7,67,2Bei der ersten Nachricht hiervon machte auch Cäsar aus seiner Reiterei drei Abteilungen und ließ sie dem Feind entgegen gehen. Jetzt war überall nur Kampf:
His rebus perfectis regiones secutus quam potuit aequissimas pro loci natura XIIII milia passuum complexus pares eiusdem generis munitiones, diversas ab his, contra exteriorem hostem perfecit, ut ne magna quidem multitudine, si ita accidat equitatus discessu, munitionum praesidia circumfundi possent; Caes.Gall.7,74,1Nachdem man damit fertig war, wählte Cäsar das ebenste Terrain, so weit die ganze Örtlichkeit es erlaubte, vierzehn Meilen im Umfang, um dort Verschanzungen, die den bisher beschriebenen in jeder Beziehung gleichkamen, in entgegengesetzter Richtung gegen den äußeren Feind zu errichten. Der Zweck war zu verhindern, dass die Besatzung dieser Werke selbst von einer großen Truppenmenge beim etwaigen Anrücken eines Feindes umringt werden konnte.
Caesar cum animadverteret hostem complures dies castris palude et loci natura munitis se tenere neque oppugnari castra eorum sine dimicatione perniciosa nec locum munitionibus claudi nisi a maiore exercitu posse, litteras ad Trebonium mittit, ut quam celerrime posset legionem XIII., quae cum T. Sextio legato in Biturigibus hiemabat, arcesseret atque ita cum tribus legionibus magnis itineribus ad se veniret. Caes.Gall.8,11,1Der Feind stand schon mehrere Tage in seinem Lager, das durch den Sumpf und die Örtlichkeit überhaupt fest war. Cäsar sah, dass man einen Sturm darauf nur unter verderblichem Kampf wagen würde, und dass nur ein bedeutendes Heer im Stande wäre, den Ort mit Umschanzungen förmlich einzuschließen. Er schrieb deshalb dem Trebonius, schleunigst die 13. Legion, die unter dem Befehl des Legaten Titus Sextius bei den Biturigen stand, an sich zu ziehen und dann mit den drei Legionen in den größten Eilmärschen zu ihm zu stoßen.
nostrique detrimento admonentur diligentius exploratis locis stationes disponere ac moderatius cedentem insequi hostem. Caes.Gall.8,12,7während Cäsars Leute durch diesen Verlust die Lehre erhielten, erst nach sorgfältiger Untersuchung der Gegend Stellungen zu nehmen und den weichenden Feind nicht zu hitzig zu verfolgen.
at Dumnacus adventu Fabii cognito desperata salute, si eodem tempore coactus esset et externum sustinere hostem et respicere ac timere oppidanos, repente ex eo loco cum copiis recedit nec se satis tutum fore arbitratur, nisi flumen Ligerim, quod erat ponte propter magnitudinem transeundum, copias traduxisset. Caes.Gall.8,27,2Bei der Nachricht von seiner Ankunft verzweifelte Dumnacus an seiner Lage, wenn er zur selben Zeit gegen die Römer von außen standhalten und die Besatzung der Festung ins Auge fassen und fürchten müsste. Schnell machte er deshalb eine rückgängige Bewegung und hielt sich nur dann für geborgen, wenn er seine Leute über den Liger führte, der dort seiner Größe wegen eine Brücke hatte.
Caesar cum contra exspectationem omnium Uxellodunum venisset oppidumque operibus clausum animadverteret neque ab oppugnatione recedi videret ulla condicione posse, magna autem copia frumenti abundare oppidanos ex perfugis cognosset, aqua prohibere hostem temptare coepit. Caes.Gall.8,40,1Als er gegen alle Erwartung vor Uxellodunum ankam und die Festung mit einer Linie umgeben fand, dachte er, die Belagerung dürfe durchaus nicht mehr aufgehoben werden. Weil er übrigens durch Überläufer Nachricht von dem großen Getreidevorrat der Belagerten erhielt, fasste er den Plan, dem Feind das Wasser abzuschneiden.
praefecto vulnerato non dubitant nostri resistere et conversis equis hostem pellere. Caes.Gall.8,48,6Kaum war Volusenus verwundet, leisteten die Römer raschen Widerstand und trieben den alsbald fliehenden Feind zurück.
ut ab hostibus duplici fossa, duplici propugnatorum ordine defenderentur, quorum alter ex pontibus, quo tutior altitudine esset, hoc audacius longiusque permitteret tela, alter qui propior hostem in ipso vallo conlocatus esset, ponte ab incidentibus telis tegeretur. portis fores altioresque turres imposuit. Caes.Gall.8,9,4So wurde das Lager gegen den Feind durch den doppelten Graben und durch eine doppelte Reihe der Verteidiger geschützt. Je höher und gesicherter die einen dieser Verteidiger standen, desto kühner und entfernter sendeten sie ihre Geschosse auf den Feind von den Brücken aus; die anderen hingegen, die auf dem Wall selbst, also dem Feind näher waren, wurden gegen die kommende Geschosse durch die über ihnen schwebende Brücke gedeckt. An den Toren des Lagers (vgl. 2,24) brachte man förmliche Türen und höhere Türme an.
sed gloriae maxumum certamen inter ipsos erat: se quisque hostem ferire, murum ascendere, conspici, dum tale facinus faceret, properabat. eas divitias, eam bonam famam magnamque nobilitatem putabant. laudis avidi, pecuniae liberales erant; gloriam ingentem, divitias honestas volebant. Sall.Cat.7,6Unter ihnen selbst bestand dabei der lebhafteste Wetteifer um Ruhm. Jeder suchte zum Beispiel vor den anderen einen Feind niederzustrecken, eine Mauer zu ersteigen, die Augen, während er eine solche Tat vollbrachte, auf sich zu ziehen. Darin sahen sie den Reichtum, darin guten Ruf und hohen Adel. Geizig um Ruhm, waren sie freigebig mit Geld; Ruhm wünschten sie haufenweise, von Reichtum nur, was recht war.
quarum rerum ego maxuma documenta haec habeo, quod in bello saepius vindicatum est in eos, qui contra imperium in hostem pugnaverant quique tardius revocati proelio excesserant, quam qui signa relinquere aut pulsi loco cedere ausi erant; Sall.Cat.9,4Dafür habe ich folgende schlagende Beweise: im Krieg musste öfter über solche Strafe verhängt werden, die gegen Verbot gegen einen Feind gekämpft und die auf das Kommando zum Rückzug zu langsam den Kampf abgebrochen hatten, als gegen solche, die es gewagt hatten, die Reihen zu verlassen und, wenn sie geschlagen waren, von der Stelle zu weichen.
ad hoc male dicta alia quom adderet, obstrepere omnes, hostem atque parricidam vocare. Sall.Cat.31,8Als er dem noch andere Lästerungen hinzufügte, erhoben alle einen Lärm und nannten ihn Staatsfeind und Mörder.
apud maiores nostros A. Manlius Torquatus bello Gallico filium suom, quod is contra imperium in hostem pugnaverat, necari iussit, Sall.Cat.52,30Zur Zeit unserer Vorfahren ließ Titus Manlius Torquatus im Krieg gegen die Gallier seinen Sohn, weil er entgegen dem Befehl mit einem Feind gekämpft hatte, hinrichten.
interea Catilina cum expeditis in prima acie vorsari, laborantibus succurrere, integros pro sauciis arcessere, omnia providere, multum ipse pugnare, saepe hostem ferire: strenui militis et boni imperatoris officia simul exequebatur. Sall.Cat.60,4Dabei eilte Catilina in Begleitung einer leicht beweglichen Schar durch das vorderste Treffen, leistete den Bedrängten Beistand, ersetzte die verwundeten durch frische Soldaten, traf für alle Fälle Vorkehrungen, kämpfte oft mit eigener Hand, schlug oft einen Feind nieder, kurz, erfüllte zugleich die Pflichten eines braven Soldaten und eines tüchtigen Feldherrn.
Fuit, fuit ista quondam in hac re publica virtus, ut viri fortes acrioribus suppliciis civem perniciosum quam acerbissimum hostem coercerent. Cic.Catil.1,3Es war ja, ja es war einmal in diesem Staat so viel männliche Kraft, dass die wackeren Männer mit härteren Strafen den verderblichen Bürger als den gehasstesten Feind niederhielten.
Quid est, Catilina? num dubitas id me imperante facere, quod iam tua sponte faciebas? Exire ex urbe iubet consul hostem. Interrogas me, num in exsilium? Non iubeo, sed, si me consulis, suadeo. Cic.Catil.1,13Wie, Catilina, zögerst du, was du schon freiwillig tun wolltest, auf meinen Befehl hin zu tun? Der Konsul gebietet dem Feind, die Stadt zu verlassen. Du fragst mich, ob du in die Verbannung gehen solltest? Das befehle ich nicht; aber ich rate dazu, wenn du mich um Rat fragst.
Etenim si mecum patria, quae mihi vita mea multo est carior, si cuncta Italia, si omnis res publica loquatur: 'M. Tulli, quid agis? Tune eum, quem esse hostem comperisti, quem ducem belli futurum vides, quem exspectari imperatorem in castris hostium sentis, auctorem sceleris, principem coniurationis, evocatorem servorum et civium perditorum, exire patiere, ut abs te non emissus ex urbe, sed immissus in urbem esse videatur? Cic.Catil.1,27Denn wenn das Vaterland, das mir viel teurer als das Leben ist, wenn ganz Italien, wenn die ganze Republik so zu mir redete: "Was machst du, Marcus Tullius? Willst du einen Menschen, von dessen feindlicher Gesinnung du Beweise hast, in dem du einen künftigen Kriegsführer erblickst, von dem du weißt, dass er als Befehlshaber im Lager der Feinde erwartet wird, - willst du den Anstifter der Frevel, das Haupt der Verschwörung, den Aufwiegler der Sklaven und schlechter Bürger ziehen lassen, so dass man glauben kann, er sei von dir nicht aus der Stadt gewiesen, sondern gegen die Stadt losgelassen?
quorum facta quem ad modum, quaeso, interpretaris? sicine eos censes aut in armatum hostem impetum fecisse aut in liberos atque in sanguinem suum tam crudelis fuisse, nihil ut de utilitatibus, nihil ut de commodis suis cogitarent? Cic.fin.1,34,3Wie, ich bitte dich, erklärst du ihre Taten? Meinst du sie hätten auf den bewaffneten Feind den Angriff so gemacht oder seien gegen ihre Kinder oder ihr eigenes Blut so grausam gewesen, dass sie gar nicht an ihren Nutzen, gar nicht an ihre Vorteile gedacht hätten?
nec arare terram aut exspectare annum tam facile persuaseris quam vocare hostem et vulnera mereri; pigrum quin immo et iners videtur sudore adquirere, quod possis sanguine parare. Tac.Germ.14,4Das Land zu pflügen oder geduldig auf den Ertrag des Jahres zu warten, wird man sie nicht so leicht überreden, als die Feinde herauszufordern und sich Wunden zu holen. Als Faulheit, vielmehr Schlaffheit kommt es ihnen vor, mit Schweiß zu erwerben, was man mit Blut gewinnen kann.
Currebat fugiens hostem, persaepe velut qui Hor.sat.1,3,10.Der zu entfliehn vor dem Feind sich beeilte, gar oftmals, als führt' er
2014.12.24 Me.d. Parlamentum Ucrainicum (quae Rada nominatur) rationes suae securitatis defendendae mutans octo parlamentariis obnitentibus Ucrainam non iam a confoederatione maximarum civitatum seiunctam mansuram decrevit. Tali lege sodalitatem cum Natone praeparari in aperto est. Ucraini Crimaea a Russis annexa et separatistis in orientali Ucraina a Russis adiutis suam securitatem atque integritatem in periculum vocatas esse non iniuria putant. Russia stomachose renititur: Sergius Lavrov hanc legem contrariam esse dicit, Demetrius Medvedev Ucrainam ea lege potentialem Russiae hostem fieri dixit. Inter alias civitates, quae Natonis participes sunt, etiam Germania, quominus Ucraina particeps Natonis fiat, id temporis recusat. 2014.12.24Das ukrainische Parlament (die so genannte Rada) hat ihre Sicherheitspolitik geändert und bei acht Gegenstimmen beschlossen, dass die Ukraine nicht mehr blockfrei bleiben wird. Offenkundig wird durch ein solches Gesetz die Aufnahme in die Nato vorbereitet. Nachdem die Krim von Russland annektiert und die Separatisten in der Ostukraine von den Russen unterstützt wurden, glauben die Ukrainer nicht zu Unrecht, dass ihre Sicherheit und Integrität gefährdet sei. Russland reagiert verärgert; Sergej Lawrow sagte, dieses Gesetz sei kontraproduktiv, Dimitri Medwedew, durch dieses Gesetz werde die Ukraine zum potentiellem Feind Russlands. Unter anderen Mitgliedsstaaten der Nato lehnt auch Deutschland ab, dass die Ukraine derzeit Mitglied der Nato wird.
[Cic.off.1,37,5] Indicant duodecim tabulae: aut status dies cum hoste, itemque adversus hostem aeterna auctoritas. Cic.off.1,37,5Beweise dafür liefern die Zwölf Tafeln, in denen zum Beispiel die Stelle vorkommt: "der festgesetzte Gerichtstag in Sachen mit einem hostis" (d.h. mit einem Fremden); und wiederum die Stelle: "Gegenüber dem hostis (dem Fremden) behält der Bürger (trotz aller Verjährung) seinen Rechtsanspruch."
[Cic.off.1,40,4] Maximum autem exemplum est iustitiae in hostem a maioribus nostris constitutum, cum a Pyrrho perfuga senatui est pollicitus se venenum regi daturum et eum necaturum. Cic.off.1,40,4Jedoch das herrlichste Beispiel von Gerechtigkeit gegen einen Feind gaben damals unsere Vorfahren, als ein Überläufer vom Heer des Pyrrhus dem Senat versprach, er wolle den König mit Gift aus dem Wege räumen.
an praetorias cohortis, quae binos denarios acceperint, quae post sedecim annos penatibus suis reddantur, plus periculorum suscipere? non obtrectari a se urbanas excubias: sibi tamen apud horridas gentis e contuberniis hostem aspici. Tac.ann.1,17,6.Oder hätten etwa die Leibkohorten, denen zwei Denare pro Tag bewilligt worden seien, die nach 16 Jahren ihren Penaten wiedergegeben werden, mehr Gefahr zu bestehen? Er wolle, was Wachdienst in der Hauptstadt heiße, nicht herabsetzen: doch seien sie es, die inmitten wilder Völker aus ihren Zelten dem Feind ins Angesicht schauen.
Supplices ad haec et vera exprobrari fatentes orabant, puniret noxios, ignosceret lapsis et duceret in hostem; revocaretur coniunx, rediret legionum alumnus neve obses Gallis traderetur. reditum Agrippinae excusavit ob inminentem partum et hiemem; venturum filium: cetera ipsi exsequerentur. Tac.ann.1,44,1.Demütig und mit dem Bekenntnis, dass die Vorwürfe zuträfen, baten sie nun, er möge die Schuldigen bestrafen, den Verirrten verzeihen und sie gegen den Feind führen; die Gemahlin solle zurückberufen werden, wiederkehren der Zögling der Legionen und nicht den Galliern als Geisel übergeben werden! Die Rückkehr Agrippinas lehnte er wegen der bevorstehenden Entbindung und des nahen Winters, ab; der Sohn werde kommen. Das übrige sei ihre Sache.
Truces etiam tum animos cupido involat eundi in hostem, piaculum furoris; nec aliter posse placari commilitonum manis, quam si pectoribus impiis honesta vulnera accepissent. Tac.ann.1,49,3.Sie, die auch jetzt noch voller Mordlust waren, kam die Begierde an, zur Sühnung ihrer Raserei gegen den Feind zu ziehen. Nur so, meinten sie, könnten die Seelen ihrer Kameraden Ruhe finden, dass sie selbst ehrenvolle Wunden auf der verruchten Brust trügen.
exarsere animis unoque impetu perruptum hostem redigunt in aperta caeduntque: simul primi agminis copiae evasere silvas castraque communivere. quietum inde iter, fidensque recentibus ac priorum oblitus miles in hibernis locatur. Tac.ann.1,51,4.Da entbrannte ihr Mut; in einem Stoß durchbrachen sie den Feind, warfen ihn ins offene Feld zurück und hauen sie nieder. Gleichzeitig gelangte der Vorderzug vor den Wald hinaus und schlug ein festes Lager auf. Von nun an war der Marsch ungestört. Die Legionen wurden, zuversichtlichen Mutes wegen des eben Vollbrachten und des Früheren nimmer gedenkend, in die Winterquartiere gebracht.
Druso Caesare C. Norbano consulibus decernitur Germanico triumphus manente bello; quod quamquam in aestatem summa ope parabat, initio veris et repentino in Chattos excursu praecepit. nam spes incesserat dissidere hostem in Arminium ac Segestem, insignem utrumque perfidia in nos aut fide. Tac.ann.1,55,1.Unter dem Konsulat des Caesar Drusus und Gaius Norbanus (15 n. Chr.) wurde dem Germanicus ein Triumph zuerkannt, während der Krieg noch dauerte. Wiewohl dieser mit seinen angestrengten Rüstungen erst den Sommer im Auge hatte, eröffnete er den Krieg doch schon im Anfang des Frühlings durch einen plötzlichen Einfall in das Land der Chatten. Man gab nämlich der Hoffnung Raum, der Feind sei zwischen Arminius und Segestes - beide hervorragend, der eine durch Treulosigkeit, der andere durch Treue gegen uns - in zwei Lager geteilt.
Igitur Romanus, qui aderat, exercitus sextum post cladis annum trium legionum ossa, nullo noscente alienas reliquias an suorum humo tegeret, omnis ut coniunctos, ut consanguineos aucta in hostem ira maesti simul et infensi condebant. primum extruendo tumulo caespitem Caesar posuit, gratissimo munere in defunctos et praesentibus doloris socius. Tac.ann.1,62,1.Und so brachte das anwesende Römerheer sechs Jahre nach der Niederlage die Gebeine dreier Legionen - es wusste keiner, ob er fremde Überreste oder die der Seinigen mit Erde bedecke - allesamt als Nahverbundene, als Blutsverwandte mit wachsendem Rachedurst gegen den Feind, tief betrübt zugleich und erbittert, zur Ruhe. Den ersten Rasen zum Grabhügel legte der Caesar, ein hochwerter Dienst den Abgeschiedenen und den Anwesenden ein Zeugnis teilnehmender Trauer.
Caecinae dubitanti, quonam modo ruptos vetustate pontes reponeret simulque propulsaret hostem, castra metari in loco placuit, ut opus et alii proelium inciperent. Tac.ann.1,63,5.Caecina war in Verlegenheit, wie er die durch die Länge der Zeit verfallenen Brücken herstelle und zugleich den Feind zurücktreiben solle. Er hielt es fürs beste, wo er war, ein Lager aufzuschlagen und, während die einen schanzten, die andern den Kampf beginnen zu lassen.
quadragesimum id stipendium Caecina parendi aut imperitandi habebat, secundarum ambiguarumque rerum sciens eoque interritus. igitur futura volvens non aliud repperit, quam ut hostem silvis coerceret, donec saucii quantumque gravioris agminis anteirent; nam medio montium et paludum porrigebatur planities, quae tenuem aciem pateretur. Tac.ann.1,64,4.Es war das vierzigste Jahr seit Caecina im Feld diente oder befehligte, im Glück und in Nöten erfahren und darum unerschrocken. Er erwog also, was möglicherweise zu erwarten war, und fand keinen anderen Rat, als dass er den Feind in den Wäldern hielt, während die Verwundeten und alles Schwerbewegliche vorauszöge; denn zwischen den Bergen und den Sümpfen zog sich eine Ebene hin, die eine Schlachtlinie, wenn sie wenig Tiefe hatte, zuließ.
equos dehinc, orsus a suis, legatorum tribunorumque nulla ambitione fortissimo cuique bellatori tradit, ut hi, mox pedes in hostem invaderent. Tac.ann.1,67,3.Hierauf übergab er, mit den eigenen beginnend, die Pferde der Legaten und Tribunen ohne Ansehen der Person in die Hände der tapfersten Krieger; diese sollten zuerst und dann das Fußvolk den Feind angreifen.
Postero die Germanorum acies trans Visurgim stetit. Caesar nisi pontibus praesidiisque inpositis dare in discrimen legiones haud imperatorium ratus, equitem vado tramittit. praefuere Stertinius et e numero primipilarium Aemilius, distantibus locis invecti, ut hostem diducerent. qua celerrimus amnis, Chariovalda dux Batavorum erupit. Tac.ann.2,11,1.Am folgenden Tag standen die Germanen jenseits der Weser in Schlachtordnung. Der Cäsar hätte nicht als Imperator zu handeln geglaubt, wenn er die Legionen ohne eine Brücke und Schutzmannschaft in Gefahr gebracht hätte, und schickte deswegen die Reiterei, wo der Fluss seicht war, hinüber. Das Kommando hatten Stertinius und der Primipilar Aemilius, die, um den Feind zu teilen, an verschiedenen Orten übersetzten. Wo die Strömung am stärksten war, stürmte Chariovalda, der Anführer der Bataver, ungestüm vor.
quibus plana evenerant, facile inrupere: quis inpugnandus agger, ut si murum succederent, gravibus superne ictibus conflictabantur. sensit dux inparem comminus pugnam remotisque paulum legionibus funditores libritoresque excutere tela et proturbare hostem iubet. missae e tormentis hastae, quantoque conspicui magis propugnatores, tanto pluribus vulneribus deiecti. Tac.ann.2,20,2.Die, denen der ebene Weg zugefallen war, drangen leicht ein; aber die, die den Damm erstürmen sollten, hatten, wie wenn sie von unten gegen eine Mauer Sturm liefen, unter den schweren Schlägen von oben her einen harten Stand. Der Feldherr bemerkte die Ungleichheit solchen Nahkampfes, zog die Legionen ein wenig zurück und hieß die Schleuderer und Wurfschützen, den Feind zu verdrängen. Jetzt schleuderten die Geschütze ihre Lanzen, und je besser die Verteidiger zu sehen waren, mit desto mehr Wunden wurden sie hinabgeworfen.
primus Caesar cum praetoriis cohortibus capto vallo dedit impetum in silvas; conlato illic gradu certatum. hostem a tergo palus, Romanos flumen aut montes claudebant: utrisque necessitas in loco, spes in virtute, salus ex victoria. Tac.ann.2,20,3.Der Cäsar war mit seinen prätorischen Kohorten der erste, der sich des Walles bemächtigte und von da in den Wald eindrang. Hier focht Mann gegen Mann; den Feind umschlossen von hinten der Sumpf, die Römer, Fluss oder Berge; beide wurden von der Beschaffenheit des Orte vor ein unausweichliches Entweder Odergestellt: Hoffnung lag nur in der Tapferkeit, Rettung im Sieg.
missa extemplo manus, quae hostem a fronte eliceret, alii qui terga circumgressi recluderent humum; et utrisque adfuit fortuna. eo promptior Caesar pergit introrsus, populatur, excindit non ausum congredi hostem aut, sicubi restiterat, statim pulsum nec umquam magis, ut ex captivis cognitum est, paventem. Tac.ann.2,25,2.Sogleich wurde eine Schar abgesandt, um den Feind nach vorn herauszulocken, während andere ihn umgehen und in seinem Rücken den Adler ausgraben sollten. Beiden war das Glück günstig. Jetzt drang der Cäsar um so rascher ins Innere, verheerend und vernichtend, da der Feind es nicht wagte, sich in ein Treffen einzulassen, oder, wo er sich entgegenstellte, sofort verjagt wurde und, wie man von Gefangenen hörte, damals mehr als je eingeschüchtert war.
et Vibius Serenus pro consule ulterioris Hispaniae de vi publica damnatus ob atrocitatem morum in insulam Amorgum deportatur. Carsidius Sacerdos, reus tamquam frumento hostem Tacfarinatem iuvisset, absolvitur, eiusdemque criminis C. Gracchus. Tac.ann.4,13,2.Vibius Serenus, der Proconsul im jenseitigen Spanien wurde wegen Missbrauchs der Amtsgewalt verurteilt und wegen seines unmenschlichen Benehmens auf die Insel Amorgos verbannt. Carsidius Sacerdos wurde von der Anklage, Tacfarinas mit der Lieferung von Getreide unterstützt zu heben, freigesprochen; von der selben Beschuldigung auch Gaius Gracchus.
at in senatu cunctis, ut cuique plurimum maeroris, in adulationem demissis, Iunium Gallionem, Senecae fratris morte pavidum et pro sua incolumitate supplicem, increpuit Salienus Clemens, hostem et parricidam vocans, donec consensu patrum deterritus est, ne publicis malis abuti ad occasionem privati odii videretur, neu composita aut oblitterata mansuetudine principis novam ad saevitiam retraheret. Tac.ann.15,73,3.Im Senat aber, wo sich alle, am meisten diejenigen, die in tiefster Trauer waren, kriechend erniedrigten, fuhr Salienus Clemens den Junius Gallio an, der über den Tod seines Bruders Seneca bestürzt war und um seine eigene Rettung flehte. Er nannte ihn einen Feind und Vaterlandsverräter, wurde aber durch den einstimmigen Ruf der Senatoren zurechtgewiesen: er möge nicht den Schein erregen, öffentliches Unglück zur Befriedigung persönlichen Hasses zu benutzen, und nicht, was durch des Fürsten Milde beigelegt oder zugedeckt sei, aufs neue zu strengem Einschreiten hervorzerren.
in Britannico exercitu nihil irarum. non sane aliae legiones per omnis civilium bellorum motus innocentius egerunt, seu quia procul et Oceano divisae, seu crebris expeditionibus doctae hostem potius odisse. Tac.hist.1,9,2.Im britannischen Heer herrschte keine Erbitterung; in der Tat haben sich keine anderen Legionen während aller Stürme des Bürgerkriegs tadelloser benommen, sei es, weil sie entfernt und durch den Ozean getrennt waren, sei es, weil sie durch häufige Feldzüge gelernt hatten, viel mehr den Feind zu hassen.
Octavo decimo kalendas Februarias sacrificanti pro aede Apollinis Galbae haruspex Umbricius tristia exta et instantis insidias ac domesticum hostem praedicit, audiente Othone (nam proximus adstiterat) idque ut laetum e contrario et suis cogitationibus prosperum interpretante. nec multo post libertus Onomastus nuntiat expectari eum ab architecto et redemptoribus, quae significatio coeuntium iam militum et paratae coniurationis convenerat. Tac.hist.1,27,1.Am 15. Januar, als Galba vor dem Apollontempel opferte, kündigte der Priester Umbricius aus den Eingeweiden Unglück, nämlich einen drohenden Anschlag und einen Feind im Innern an. Als Otho, es hörte, denn er stand stand ganz in der Nähe, legte er es im Gegenteil als frohes, seinem Vorhaben günstiges Zeichen aus. Nicht lange darauf meldet der Freigelassene Onomastus, der Baumeister und die Bauunternehmer warteten auf ihn, – das verabredete Zeichen, dass die Soldaten sich jetzt sammelten und die Vorbereitung zur Verschwörung abgeschlossen sei.
Ut enim fit in proelio, ut ignavus miles ac timidus, simul ac viderit hostem, abiecto scuto fugiat, quantum possit, ob eamque causam pereat non numquam etiam integro corpore, cum ei, qui steterit, nihil tale evenerit, sic, qui doloris speciem ferre non possunt, abiiciunt se atque ita adflicti et exanimati iacent; qui autem restiterunt, discedunt saepissime superiores. Cic.Tusc.2,54,1Denn wie in der Schlacht der träge und feige Soldat beim ersten Anblick des Feindes den Schild wegwirft und aus allen Kräften flieht und deswegen bisweilen unverletzt umkommt, während dem, der Stand hält, nichts dergleichen passiet, so wirft sich, wer den Anblick des Schmerzes nicht ertragen kann, selbt weg und liegt so mut- und kraftlos; wer aber dagegen hält, bleibt sehr oft Sieger.
Graeci autem homines, non satis animosi, prudentes, ut est captus hominum, satis, hostem aspicere non possunt, eidem morbos toleranter atque humane ferunt. Cic.Tusc.2,65,5Die Griechen dagegen, nicht mutig genug, doch nach ihrem geistigen Vermögen hinreichend kluge Köpfe, können einem Feind nicht ins Auge sehen; aber Krankheiten ertragen sie mit Ausdauer und Maß.
Quorum est talis oratio: primum multis verbis iracundiam laudant, cotem fortitudinis esse dicunt, multoque et in hostem et in improbum civem vehementioris iratorum impetus esse; levis autem ratiunculas eorum, qui ita cogitarent: 'proelium rectum est hoc fieri, convenit dimicare pro legibus, pro libertate, pro patria;' haec nullam habent vim, nisi ira excanduit fortitudo. Cic.Tusc.4,43,2Ihre Rede ist folgende: Fürs erste loben sie mit vielen Worten den Zorn; er sei der Schleifstein der Tapferkeit; und sowohl auf den Feind, als auf den Schandbürger stürzten sich Zornige viel heftiger; dagegen seien das federleichte Gründe: 'Das Recht fordert dieses Treffen; wir müssen kämpfen für Gesetze, für Freiheit, für Vaterland;' das hätte keine Kraft, wenn nicht die Tapferkeit von Zorn erglühte.
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31.08.2016  "Si vis pacem, foveas hostem hostium!" Haec fere asserit Israeliticum quoddam meditatorium politicum, cuius directori nomen est Ephraim Inbar. Qui inopinatam thesin propagat civitatum occidentalium (et Israelae) magis interesse Islamicum Statum, qui dicitur, debilitari quidem neque tamen excaudicari, sed aliquatenus reliquum fieri. - Cur tandem meo hosti, qui mihi quam maxime nocere velit, parcam? Quod absurdum videtur, callidum praedexterumque apparet, siquidem iste hostis neque praepotens est et alios meos hostes sibi circumligat, qui alioquin se ad me converterent. Islamicus Status autem primum non praepollet: adhuc nusquam nisi in civitatibus naufragatis victorias reportavit. Deinde quid facerent omnes malefici (Hisbolla, Frons Al-Nusra, praeses Assad, Irania, Russia, ...), si non iam in Islamico Statu bello persequendo occupati essent? Nonne islamistae radicalismo dediti Parisiis, Berolini, ubique terrarum, insidias collocarent, si non iam in califatum proficiscerentur, ut ibi suum animos denudarent suaque corpora in acie perderent? - Ne mihi despexeris, qui in contrarium cogitant; nam optimum saepe e contrario nitet! lc201608"Wenn du Frieden willst, hege den Feind deiner Feinde!" Diese Devise vertritt in Israel ein politischer Thinktank, dessen Direktor Ephraim Inbar heißt. Der propagiert die überraschende These, dass es für die westlichen Staaten (und Israel) von größerem Interesse sei, den sogenannten Islamischen Staat zwar zu schwächen, aber nicht auszurotten, sondern bis zu einem gewissen Grad überlebn zu lassen. - Warum in aller Welt sollte ich meinen Feind, der mir möglichst schaden will, schonen? Was aberwitzig erscheint, erweist sich als überaus raffiniert, wenn dieser Feind einerseits nicht übremächtig ist und andererseits andere Feinde von mit an sich bindet, die sich andernfalls gegen mich wendeten. Der Islamische Staat ist aber erstens nicht übermächtig: bisher hat er nur in gescheiterten Staaten Siege errungen. Was würden zweitens alle Bösewichte (Hisbolla, Al-Nusra-Front, Präsident Assad, Iran, Russland, …) anrichten, wenn sie nicht mehr mit der Kriegführung gegen den Islamischen Staat beschäftigt wären? Würden nicht die dem Radikalismus huldigenden Islamisten in Paris, Berlin, in aller Welt Anschläge verüben, wenn sie nicht mehr in das Kalifat reisten, um dort ihre Gesinnung zu entlarven und selbst auf dem Schachtfeld zu bleiben? - Verachte mir nicht die Querdenker, denn das Beste erhellt oft aus queren Gedanken.
15.10.2016  Verorum heroum est non semper et ubique pugnare, quod nos, qui pelliculas actionarias interdum spectemus, cogitatione nobis fingimus. Nonnumquam solent interquiescere aut terga vertere. Hanc sententiam veram esse nunc etiam illi tres "heroes Lipsienses" demonstrant, qui Syrum compatriotam et suspectum tromocraten Jaber al-Bakr infregerunt, vinxerunt tradideruntque Saxonicis biocolytis, nisi forte pro "biocolytis" rectius dicam "hoplitis"; nam armis tam degravati erant, ut fugientem ipsi persequi et prehendere non possent. "Heroes" autem nunc ultionem Islamici, qui dicitur, Status metuentes et uxoribus et liberis in Syria degentibus timentes hostem multo capitaliorem non unguibus et rostris infestant, sed suas copias realistice aestimantes clam se subduxerunt, ut nemo sciret, ubinam versarentur. Heros igitur non modo audax, fortis, atrox esse debet, sed etiam astutus, callidus, recoctus. lc201610Echte Helden müssen nicht immer und überall kämpfen, wie wir uns das, weil wir uns mitunter Aktionfilme ansehen, vorstellen. Manchmal pausieren sie auch oder ergreifen sogar die Flucht. Die Wahrheit dieses Satzes beweisen jetzt auch die drei "Leipziger Helden", die ihren syrischen Landsmann und Terrorverdächtigen Jaber al-Bakr überwältigt, gefesselt und den Polizisten übergeben haben. Vielleicht sollte ich statt "Polizisten" lieber "Hopliten" sagen, denn sie waren so schwer bewaffnet, dass sie den Flüchtenden selbst nicht verfolgen und festnehmen konnten. Jetzt aber fürchten die "Helden" die Rache des sogenannten Islamischen Staates und fürchten um ihre Frauen und Kinder, die noch in Syrien weilen. Trotzdem bekämpfen sie den viel gefährlicheren Feind nicht mit Zähnen und Klauen, sondern tauchten in realistischer Einschätzung ihrer Möglichkeiten ab, so dass niemand weiß, wo sie überhaupt sind. Ein Held muss also nicht nur mutig, tapfer, unbeugsam sein, sondern auch schlau, raffiniert und abgekocht.
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finn
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