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Beleg gesucht für: exercitus
Belege des Suchbegriffs aus ausgewählten Texten (vollständig: Caes.Gall., Cic.Arch., Cic.S.Rosc., Cic.Lael.)
Anzahl der Treffer: 79
ita se omni tempore de populo Romano meritos esse, ut paene in conspectu exercitus nostri agri vastari, liberi eorum in servitutem abduci, oppida expugnari non debuerint. Caes.Gall.1,11,3Die Häduer hätten sich zu jeder Zeit um das römische Volk so verdient gemacht, dass sie es nicht verdient hätten, dass fast unter den Augen des römischen Heeres ihre Felder verwüstet, ihre Kinder in die Sklaverei geschleppt und ihre Städte genommen würden.
quare ne committeret, ut is locus, ubi constitissent, ex calamitate populi Romani et internecione exercitus nomen caperet aut memoriam proderet. Caes.Gall.1,13,7Er möge also nicht zulassen, dass ihr derzeitiger Standpunkt durch eine Niederlage des römischen Volkes und die Vernichtung des römischen Heeres berüchtigt oder unvergesslich werde.
Caesarem vel auctoritate sua atque exercitus vel recenti victoria vel nomine populi Romani deterrere posse, ne maior multitudo Germanorum Rhenum traducatur, Galliamque omnem ab Ariovisti iniuria posse defendere. Caes.Gall.1,31,16Cäsar könne entweder durch sein persönliches Ansehen und das seines Heeres oder durch den Eindruck seines jüngsten Sieges oder durch den Namen des römischen Volkes die Germanen davon abschrecken, mit einer noch größeren Zahl über den Rhein zu setzen, und er könne ganz Gallien vor der Gewalttätigkeit des Ariovist schützen.
factum eius hostis periculum patrum nostrorum memoria, cum Cimbris et Teutonis a C. Mario pulsis non minorem laudem exercitus quam ipse imperator meritus videbatur; factum etiam nuper in Italia servili tumultu, quos tamen aliquid usus ac disciplina, quam a nobis accepissent, sublevarent, Caes.Gall.1,40,5Man habe sich zu Zeiten der Väter mit diesem Feind gemessen, als sich bei der Niederlage der Cimbern und Teutonen durch Gaius Marius, das Heer offenbar keinen geringeren Ruhm verdiente als der Feldherr selbst. Gemessen habe man sich auch kürzlich in Italien bei der Niederwerfung des Sklavenaufstandes, wobei ihnen immerhin die Erfahrung und Zucht, die sie von den Römern übernommen hätten, geholfen habe.
cui rationi contra homines barbaros atque imperitos locus fuisset, hac ne ipsum quidem sperare nostros exercitus capi posse. Caes.Gall.1,40,9Er könne nicht einmal selbst hoffen, mit dem Kriegsplan, den er gegen rohe und unerfahrene Leute anwenden konnte, unser Heer zu täuschen.
quod non fore dicto audientes neque signa laturi dicantur, nihil se ea re commoveri; scire enim quibuscumque exercitus dicto audiens non fuerit, aut male re gesta fortunam defuisse aut aliquo facinore comperto avaritiam esse convictam. Caes.Gall.1,40,12Wenn man ihm aber sage, seine Soldaten würden den Gehorsam verweigern und nicht aufbrechen, so beunruhige ihn das nicht. Er wisse nämlich, dass in allen Fällen, in denen ein Heer einem Feldherrn den Gehorsam verweigert habe, dieser entweder die Sache schlecht ausgeführt und kein Glück gehabt habe oder aufgrund eines offenkundigen Vergehens der Habgier überführt worden sei.
coniurandi has esse causas: primum, quod vererentur, ne omni pacata Gallia ad eos exercitus noster adduceretur; Caes.Gall.2,1,2Die Gründe dazu wären folgende: zuerst befürchteten sie, die Römer würden, wenn das ganze Keltenland besiegt wäre, auch gegen sie zu Felde ziehen.
cum ex dediticiis Belgis reliquisque Gallis complures Caesarem secuti una iter facerent, quidam ex his, ut postea ex captivis cognitum est, eorum dierum consuetudine itineris nostri exercitus perspecta nocte ad Nervios pervenerunt atque his demonstrarunt inter singulas legiones impedimentorum magnum numerum intercedere neque esse quicquam negotii, cum prima legio in castra venisset reliquaeque legiones magnum spatium abessent, hanc sub sarcinis adoriri; Caes.Gall.2,17,2Diesen Feldzug der Römer machte aber eine Zahl unterworfener Belger zusammen mit anderen Galliern mit. Einige dieser Leute hatten, wie man später von Gefangenen erfuhr, in den letzten Tagen die übliche Ordnung im römischen Heereszug beobachtet und gingen bei Nacht zu den Nerviern über, denen sie meldeten, zwischen den einzelnen Legionen ziehe ein zahlreicher Tross; es werde keine Mühe kosten, die erste Legion bei ihrer Ankunft im Lager anzugreifen, während die Soldaten noch ihre Last trügen und die übrigen Legionen noch weit zurück wären.
post eas totius exercitus impedimenta conlocarat; inde duae legiones, quae proxime conscriptae erant, totum agmen claudebant praesidioque impedimentis erant. Caes.Gall.2,19,3dann folgte das Gepäck des ganzen Heeres, zu dessen Bedeckung die zwei jüngst ausgehobenen Legionen den Zug schlossen.
ubi prima impedimenta nostri exercitus ab iis, qui in silvis abditi latebant, visa sunt, quod tempus inter eos committendi proelii convenerat, ita, ut intra silvas aciem ordinesque constituerant atque ipsi sese confirmaverant, subito omnibus copiis provolaverunt impetumque in nostros equites fecerunt. Caes.Gall.2,19,6Kaum hatten die Feinde aus ihren Waldverstecken die vorderste Abteilung des römischen Trosses erblickt, stürzten sie (diesen Augenblick hatten sie für den Angriff festgesetzt) plötzlich und mit der größten Hast in Masse hervor und griffen Cäsars Reiterei an; denn schon im Hinterhalt hatten sie sich in Schlachtordnung aufgestellt, voll des Mutes, den sie sich wechselseitig eingeflößt hatten.
Ac primo adventu exercitus nostri crebras ex oppido excursiones faciebant parvulisque proeliis cum nostris contendebant; Caes.Gall.2,30,1Sogleich bei der Ankunft des römischen Heeres machten sie häufige Ausfälle aus der Stadt und ließen sich in kleine Gefechte ein.
neque nostros exercitus propter frumenti inopiam diutius apud se morari posse confidebant; Caes.Gall.3,9,5auch hofften sie fest, das römische Heer werde sich vor Getreidenot nicht gar lange in ihrem Land halten können.
reliquum erat certamen positum in virtute, qua nostri milites facile superabant, atque eo magis quod in conspectu Caesaris atque omnis exercitus res gerebatur, ut nullum paulo fortius factum latere posset. Caes.Gall.3,14,8Den übrigen Kampf hatte dann bloß die persönliche Tapferkeit zu entscheiden, wobei die Römer um so entschiedener die Oberhand behielten, als das Treffen vor den Augen Cäsars und des ganzen Landheeres stattfand, so dass keine nur etwas hervorragende Waffentat unbemerkt bleiben konnte;
tantum esse nomen apud eos atque opinionem exercitus Romani Ariovisto pulso et hoc novissimo proelio facto etiam ad ultimas Germanorum nationes, uti opinione et amicitia populi Romani tuti esse possint. Caes.Gall.4,16,7denn der Name und Ruhm des römischen Heeres sei durch den Sieg über Ariovist und besonders nach dem jüngsten Treffen sogar bei den entferntesten Stämmen der Germanen so groß, dass sie, die Ubier, schon durch diese hohe Meinung von der römischen Macht und durch ihre Freundschaft mit dem römischen Volk unangefochten leben könnten.
Diebus decem, quibus materia coepta erat comportari, omni opere effecto exercitus traducitur. Caes.Gall.4,18,1Zehn Tage nach dem Anfang der Beschaffung des Bauholzes war das ganze Werk fertig und Cäsar führte seine Legionen über den Strom.
compluribus navibus fractis reliquae cum essent funibus ancoris reliquisque armamentis amissis ad navigandum inutiles, magna, id quod necesse erat accidere, totius exercitus perturbatio facta est. Caes.Gall.4,29,3Einige Schiffe scheiterten; die übrigen verloren ihre Anker mit dem ganzen Tau- und Takelwerk, wurden also zu Schiffahrt unbrauchbar. Dadurch geriet das ganze römische Heer natürlich in die größte Verlegenheit,
sed posteaquam nonnulli principes ex ea civitate, et auctoritate Cingetorigis adducti et adventu nostri exercitus perterriti, ad Caesarem venerunt et de suis privatim rebus ab eo petere coeperunt, quoniam civitati consulere non possent, Indutiomarus veritus, ne ab omnibus desereretur, legatos ad Caesarem mittit: Caes.Gall.5,3,5Als jedoch einige Häuptlinge dieses Staates, teils aus Freundschaft mit Cingetorix, teils aus Furcht wegen der Ankunft des römischen Heeres zu Cäsar kamen und ihn um Schutz ihres Privateigentums baten, weil sie denn doch ihr Gemeinwesen nicht retten könnten, so wandelte den Indutiomarus die Furcht an, es könnten ihn alle verlassen. Er schickte deshalb Gesandte an Cäsar mit der Erklärung,
interfectos esse legatos duos magnamque partem exercitus interisse demonstrat; nihil esse negotii subito oppressam legionem, quae cum Cicerone hiemet, interfici. se ad eam rem profitetur adiutorem. facile hac oratione Nerviis persuadet. Caes.Gall.5,38,3Zwei Legaten seien tot und ein großer Teil des römischen Heeres zu Grunde gegangen; es sei ihnen etwas Leichtes, in einem schnellen Überfall die Legion im Winterlager Ciceros niederzumachen; dazu versprach er seine Mitwirkung. Mit diesen Worten gewann er die Nervier ohne Mühe.
scribit Labieno, si rei publicae commodo facere possit, cum legione ad fines Nerviorum veniat. reliquam partem exercitus, quod paulo aberat longius, non putat expectandam; equites circiter quadringentos ex proximis hibernis cogit. Caes.Gall.5,46,4Dem Labienus aber gab er brieflich den Befehl, mit seiner Legion an das Gebiet der Nervier zu rücken, wenn es im Interesse des Staates sei. Auf den übrigen Teil seines Heeres wollte er, da es zu weit entfernt war, nicht warten; an Reiterei zog er aus den nächstgelegenen Standlagern etwa 400 Mann zusammen.
Crassum Samarobrivae praeficit legionemque ei attribuit, quod ibi impedimenta exercitus, obsides civitatum, litteras publicas frumentumque omne, quod eo tolerandae hiemis causa devexerat, relinquebat. Caes.Gall.5,47,2Dem Crassus an der Spitze einer Legion übergab er Samarobriva, weil dort das Gepäck des Heeres, die Geiseln der verschiedenen gallischen Stämme, das Archiv und der Vorrat an Lebensmitteln, die er für den Winter dorthin gebracht hatte, bleiben mussten.
Treveri vero atque Indutiomarus totius hiemis nullum tempus intermiserunt, quin trans Rhenum legatos mitterent, civitates sollicitarent, pecunias pollicerentur, magna parte exercitus nostri interfecta multo minorem superesse dicerent partem. Caes.Gall.5,55,1Die Treverer, an ihrer Spitze Indutiomarus, schickten während des Winters ohne Unterlass Gesandte über den Rhein, suchten die dortigen Stämme aufzuwiegeln, versprachen Geld und versicherten, der größte Teil von Cäsars Heer sei umgekommen und nur ein sehr geringer Teil sei noch übrig.
hoc inito consilio totius exercitus impedimenta ad Labienum in Treveros mittit duasque ad eum legiones proficisci iubet, ipse cum legionibus expeditis quinque in Menapios proficiscitur. Caes.Gall.6,5,6Diesem Plan zufolge schickte Cäsar das Gepäck seiner ganzen Armee zu Labienus in das Land der Treverer und ließ auch zwei Legionen zu ihm stoßen; er selbst aber zog mit fünf Legionen ohne Gepäck gegen die Menapier.
haec loca vicinitatibus erant nota magnamque res diligentiam requirebat non in summa exercitus tuenda - nullum enim poterat universis a perterritis ac dispersis periculum accidere -, sed in singulis militibus conservandis; quae tamen ex parte res ad salutem exercitus pertinebat. Caes.Gall.6,34,3Solche Punkte kannten diejenigen, die in der Nähe wohnten, genau, und dieser Umstand machte auf Cäsars Seite große Behutsamkeit nötig, und zwar nicht sowohl um sein Gesamtheer zu schützen (denn dieses konnte keine Gefahr laufen, weil die erschreckten Feinde überallhin zerstreut waren), als vielmehr um nicht die einzelnen Soldaten zu verlieren, was immerhin teilweise auch auf die Wohlfahrt des ganzen Bezug hatte.
si continere ad signa manipulos vellent, ut instituta ratio et consuetudo exercitus Romani postulabat, locus erat ipse praesidio barbaris, neque ex occulto insidiandi et dispersos circumveniendi singulis deerat audacia. Caes.Gall.6,34,6wollte man dagegen die Manipel nach der Einrichtung und Gewohnheit des römischen Heeres fest zusammenhalten, so gewährte den Feinden die Örtlichkeit allein schon hinlänglichen Schutz; einzelne von ihnen waren kühn genug, den Römern aufzulauern und deren zerstreute Soldaten zu überfallen.
tribus horis Atuatucam venire potestis; huc omnes suas fortunas exercitus Romanorum contulit; praesidii tantum est, ut ne murus quidem cingi possit neque quisquam egredi extra munitiones audeat'. Caes.Gall.6,35,9In drei Stunden seid ihr in Atuatuca; dorthin hat das römische Heer alle seine Schätze gebracht; die Mannschaft des Ortes ist so gering, dass sie nicht einmal die Mauer besetzen kann und sich niemand untersteht, vor die Festung hinauszugehen."
duabus Agedinci legionibus atque impedimentis totius exercitus relictis ad Boios proficiscitur. Caes.Gall.7,10,4Dann ließ er zwei Legionen und das Gepäck des ganzen Heeres zu Agedincum und eilte zu den Boiern.
huc Caesar omnes obsides Galliae, frumentum, pecuniam publicam, suorum atque exercitus impedimentorum magnam partem contulerat; Caes.Gall.7,55,2Cäsar hatte alle gallischen Geiseln, das Getreide, die Kriegskasse samt einem großen Teil seines eigenen Gepäcks und dem seines Heeres dorthin bringen lassen.
exercitus equitatusque equitibus Romanis administrantibus, quos ei negotio praefecerat, celeriter transmittitur. Caes.Gall.7,61,2Unter der Leitung der römischen Reiter, der diese Aufgabe übertragen war, wurden dann in aller Eile Fußvolk und Reiterei (auf die rechte Seite) übergesetzt.
hoc negotio confecto Labienus revertitur Agedincum, ubi impedimenta totius exercitus relicta erant; inde die III. cum omnibus copiis ad Caesarem pervenit. Caes.Gall.7,62,10Hierauf kehrte Labienus nach Agedincum zurück, wo sich das Gepäck der ganzen Armee befand; von da aus stieß er am dritten Tag mit all seinen Truppen zu Cäsar.
perspecto urbis situ perterritisque hostibus, quod equitatu, qua maxime parte exercitus confidebant, erant pulsi, adhortatus ad laborem milites circumvallare instituit. Caes.Gall.7,68,3Die Feinde waren über die Niederlage ihrer Reiterei, in der ihre größte Macht bestand, sehr erschüttert. Cäsar ermunterte, nachdem die Lage der Festung genau besichtigt hatte, seine Soldaten zur Ausdauer und begann, Alesia mit Wällen einzuschließen.
res enim gerebatur et excelso loco et in conspectu exercitus nostri, magnusque utrimque clamor oriebatur. ita quam quisque poterat maxime insignis, quo notior testatiorque virtus esset eius, telis hostium flammaeque se offerebat. Caes.Gall.8,42,4Denn die Sache fiel auf einem hohen Punkt vor und in den Augen des ganzen Heeres, und von beiden Seiten erhob man ein gewaltiges Geschrei. Um seine Tapferkeit desto offenbarer zu bewähren, bot sich jeder möglichst auffallend den Geschossen der Feinde und der Flamme dar.
Cum fama exercitus ad hostes esset perlata, calamitate ceterorum docti Carnutes desertis vicis oppidisque, quae tolerandae hiemis causa constitutis repente exiguis ad necessitatem aedificiis incolebant - nuper enim devicti complura oppida dimiserant -, dispersi profugiunt. Caes.Gall.8,5,1Beim Gerücht vom Heranrückenden des Heeres verließen die Carnuten, durch das Schicksal der übrigen bedenklich gemacht, ihre Ortschaften und Städte und flohen nach allen Seiten. Denn bei ihrer vorigen Besiegung hatten sie mehrere, feste Plätze verlassen müssen und jetzt wohnten sie in schwachen, notdürftigen Häusern, die man eiligst gegen die Kälte des Winters gebaut hatte.
ipse tantum itinerum faciebat, quantum satis esse ad mutationem locorum propter salubritatem existimabat. ibi quamquam crebro audiebat Labienum ab inimicis suis sollicitari certiorque fiebat id agi paucorum consiliis, ut interposita senatus auctoritate aliqua parte exercitus spoliaretur, tamen neque de Labieno credidit quicquam neque contra senatus auctoritatem ut aliquid faceret adduci potuit. iudicabat enim liberis sententiis patrum conscriptorum causam suam facile obtineri. Caes.Gall.8,52,3er selbst zog mit seinen Legionen der Ortsveränderung halber so viel herum, als er für ihre Gesundheit hinreichend glaubte. Obgleich man damals häufig hörte, seine Feinde versuchten Labienus zu gewinnen, und obgleich er sicher wusste, dass gewisse Leute den Plan hatten, ihm durch einen eigens veranlassten Senatsbeschluss einen Teil des Heeres zu entziehen, glaubte er auf der einen Seite den Gerüchten über Labienus nicht, auf der anderen Seite aber konnte er sich nicht entschließen, gegen den Senat aufzutreten, weil er überzeugt war, seine Sache werde sich bei einer freien Abstimmung der Senatorin leicht durchsetzen lassen.
ipse cum crebris legationibus Remorum certior fieret Bellovacos, qui belli gloria Gallos omnes Belgasque praestabant, finitimasque his civitates duce Correo Bellovaco et Commio Atrebate exercitus comparare atque in unum locum cogere, ut omni multitudine in fines Suessionum, qui Remis erant attributi, facerent impressionem, pertinere autem non tantum ad dignitatem, sed etiam ad salutem suam iudicaret nullam calamitatem socios optime de republica meritos accipere, Caes.Gall.8,6,2Da indessen die Remer wiederholt Nachricht gaben, die Bellovaker, die an Kriegsruhm alle Kelten und Belger übertrafen, rüsteten in Verbindung mit ihren Nachbarn unter der Führung ihres Landsmannes Correus und des Atrebaten Commius ein Heer, das sich jetzt bereits zusammenziehe, um die Suessionen, Schutzgenossen der Remer, zu bedrängen, so meinte Cäsar, nicht allein seine Ehre, sondern auch seine Sicherheit erfordere es, dass er so höchst verdiente Bundesgenossen des römischen Volkes gegen solche Misshandlung schütze.
ibi primum insuevit exercitus populi Romani amare, potare, signa tabulas, pictas, vasa caelata mirari, ea privatim et publice rapere, delubra spoliare, sacra profanaque omnia polluere. Sall.Cat.11,6Dort zuerst lernte ein römisches Heer buhlen und saufen, begann Bildsäulen, Gemälde und getriebene Gefäße zu bewundern, sie aus Privat- und öffentlichem Besitz zu rauben, Tempel zu plündern, an allem Geweihten und Ungeweihten zu freveln.
in Italia nullus exercitus, Cn. Pompeius in extremis terris bellum gerebat; ipsi consulatum petenti magna spes, senatus nihil sane intentus: tutae tranquillaeque res omnes, sed ea prorsus opportuna Catilinae. Sall.Cat.16,5In Italien stand kein Heer; Gnaeus Pompeius führte in den fernsten Ländern Krieg; Catilina selbst hatte für eine Bewerbung um das Konsulat die besten Aussichten; der Senat war auf gar nichts gefasst, überall Sicherheit und Ruhe - aber gerade so war es Catilina ganz gelegen.
Ea cum Ciceroni nuntiarentur, ancipiti malo permotus, quod neque urbem ab insidiis privato consilio longius tueri poterat neque, exercitus Manli quantus aut quo consilio foret, satis conpertum habebat, rem ad senatum refert, iam antea volgi rumoribus exagitatam. Sall.Cat.29,1Als Cicero dies gemeldet wurde, bringt er die Sache in ernster Erwägung der doppelten Gefahr vor den Senat, der schon zuvor durch die umlaufenden Gerüchte in Sorge war: einmal konnte er die Stadt nicht länger durch eigenverantwortliche Maßnahmen vor den Zerstörungsplänen schützen, sodann gab es keine Gewissheit, wie stark das Heer des Manlius war und welche Absichten es hegte.
potest alio tempore, alio consule, quoi item exercitus in manu sit, falsum aliquid pro vero credi. ubi hoc exemplo per senatus decretum consul gladium eduxerit, quis illi finem statuet aut quis moderabitur? Sall.Cat.51,36Möglich, dass zu anderer Zeit, unter einem anderen Konsul, dem ebenfalls ein Heer zu Gebote steht, eine Lüge Glauben findet. Sobald nach dem Muster des gegenwärtigen Verfahrens der Konsul auf einen Senatsbeschluss gestützt dann das Schwert zieht, wer will ihm ein Ziel setzen oder wer ihn mäßigen?
exercitus hostium duo, unus ab urbe, alter a Gallia obstant; diutius in his locis esse, si maxume animus ferat, frumenti atque aliarum rerum egestas prohibet; Sall.Cat.58,6Zwei feindliche Heere versperren uns, das eine nach der Hauptstadt hin, das andere nach Gallien hin, den Weg. Länger in dieser Gegend zu bleiben verbietet uns, wenn wir es noch so sehr wünschten, der Mangel an Getreide und anderen Dingen.
Sed ubi omnibus rebus exploratis Petreius tuba signum dat, cohortis paulatim incedere iubet; idem facit hostium exercitus. Sall.Cat.60,1Nachdem Petreius alles hatte erkunden lassen, ließ er mit der Trompete das Zeichen geben und die Cohorten sich langsam in Bewegung setzen. Das Heer der Feinde macht das selbe.
neque tamen exercitus populi Romani laetam aut incruentam victoriam adeptus erat. nam strenuissumus quisque aut occiderat in proelio aut graviter volneratus discesserat. Sall.Cat.61,7Doch hatte auch das Heer des römischen Volkes keinen freudigen oder unblutigen Sieg errungen. Denn gerade die Tapfersten waren entweder im Kampf gefallen oder schwer verwundet ausgeschieden.
populi Romani exercitus eodem duce non maxima manu innumerabilis Armeniorum copias fudit; Cic.Arch.21.cDas Heer des römischen Volkes schlug unter eben diesem Anführer mit nicht ganz zahlreicher Mannschaft unzählige Scharen der Armenier.
Torquem detraxit hosti. -- Et quidem se texit, ne interiret. -- At magnum periculum adiit. -- In oculis quidem exercitus. -- Quid ex eo est consecutus? -- Cic.fin.1,35,2Du sagst: Die Halskette nahm er dem Feind ab. -- Allerdings, aber er deckte sich, um nicht umzukommen. -- Aber er unterzog sich großer Gefahr. -- Ja, aber unter den Augen des Heeres. -- Was erreichte er hierdurch? --
id praecipuum virtutis ac virium argumentum est, quod, ut superiores agant, non per iniurias adsequuntur; prompta tamen omnibus arma ac, si res poscat, exercitus, plurimum virorum equorumque; et quiescentibus eadem fama. Tac.Germ.35,4Der beste Beweis ihrer Tapferkeit und Stärke ist, dass sie ihre überlegene Stellung nicht der Beeinträchtigung anderer verdanken. Trotzdem haben alle ihre Waffen bereit und, wenn es die Lage erfordert, ein Heer; Männer und Pferde im Überfluss. Auch wenn sie sich nicht rühren, bleibt ihr Ruf der selbe.
at Germani Carbone et Cassio et Scauro Aurelio et Servilio Caepione Maximoque Mallio fusis vel captis quinque simul consulares exercitus populo Romano, Varum tresque cum eo legiones etiam Caesari abstulerunt; nec impune C. Marius in Italia, divus Iulius in Gallia, Drusus ac Nero et Germanicus in suis eos sedibus perculerunt: mox ingentes C. Caesaris minae in ludibrium versae. Tac.Germ.37,5Dagegen haben die Germanen den Carbo und Cassius und Scaurus Aurelius und Servilius Caepio auch den Mallius Maximus geschlagen oder gefangen genommen, haben damit zugleich dem römischen Volk fünf konsularische Heere, dann den Varus und mit ihm drei Legionen auch noch dem Caesar Augustus abgenommen. Und nicht ungestraft haben Gaius Marius in Italien, der verewigte Iulius Caesar in Gallien, Drusus und (Tiberius) Nero und Germanicus sie auf ihrem eigenen Boden geschlagen. Dann kamen die großartigen Drohanstalten des Gaius Caesar (Caligula), die zum Gespött wurden.
ceterum Harii super vires, quibus enumeratos paulo ante populos antecedunt, truces insitae feritati arte ac tempore lenocinantur: nigra scuta, tincta corpora; atras ad proelia noctes legunt ipsaque formidine atque umbra feralis exercitus terrorem inferunt, nullo hostium sustinente novum ac velut infernum aspectum; nam primi in omnibus proeliis oculi vincuntur. Tac.Germ.43,5Übrigens sind Harier noch über ihre Kräfte hinaus - durch die sie die kurz zuvor aufgezählten Völker übertreffen - von grimmigem Wesen und steigern ihre angeborene Wildheit mit bewusster Kunst und Zeitwahl: Schwarz sind ihre Schilde, die Leiber bemalt, finstere Nächte wählen sie zu ihren Angriffen und jagen schon durch das Grauen und die Dunkelheit ihres Höllenheeres Schrecken ein, da kein Feind den ungewohnten und gleichsam gespentischen Anblick aushält. Denn das Auge ist in allen Schlachten das erste, was besiegt wird.
2014.03.27 Abdul Fattah al-Sisi, dux exercitus Aegyptiaci summus, munus administri ab defensione deposuit. In emissione televisifica se ultimum vestitu militari indutum spectari dixit. Quod non sic, quasi a re publica recedere in animo habeat, interpretandum est. Immo vir novus et potens se ad recipiendum praesidentatum adparat. Facile fieri posse politiae periti augurantur, ut, cum ipse popularis sit neque serius competitor sit, victor evadat. lc20140327Der ägyptische Armeechef Abdul Fattah al-Sisihat sein Amt als Verteidigungsminister niedergelegt. In einer Fernsehsendung sagte er, man sehe ihn zum letzten Mal in Militäruniform, Dies darf man nicht so verstehen, als beabsichtige er, sich aus der Politik zurückzuziehen. Vielmehr bereitet sich der neue starke Mann auf die Übernahme der Präsidentschaft vor. Politikkenner mutmaßen, dass ihm dies, weil er populär sei und keinen ernsthaften Gegner habe, leicht gelingen könnte.
2014.05.23 In Thailandia post crisin rei publicae per menses suspensam exercitus die Martis (20.05.2014) leges bellicas ratas esse iusserat neque tamen, quoad militares ipsi dicebant, rem publicam funditus everterat. Quod politicis inimicitias inter se gerentibus colloquiis habitis res convenire non poterant, Iovis die (22.05.2014) conversio a Prayuth Chan-ocha, duce exercitus summo, perfecta est. Niwatthamrong, altera vix demum septimana regimini praefectus, tempore aufugerat. Dux rebellium oppositorum in vincula est datus. Consilium ad pacem ordinemque servandum institutum est. Per totam terram viae civibus per noctes praeclusae sunt. Instituta et leges maximam partem valere desierunt. Emissiones radiophonicae et televisoriae censentur. Ab exteris rerum progressus diiudicatur et sanctiones cogitantur. 2014.05.23Nach der monatelangen Staats krise hat in Thailand das Militär am Dienstag (20.05.2014) das Kriegsrecht in Kraft gesetzt, aber nach eigener Aussage nicht gegen den Staat geputscht. Weil sich die zerstrittenen Politikern in Gesprächen nicht einigen konnten, hat Armeechef Prayuth Chan-ocha am Donnerstag (22.05.2014) den Putsch vollzogen. Niwatthamrong, der erst seit zwei Wochen Regierungschef war, hatte sich rechtzeitig abgesetzt. Der Führer der aufständischen Opposition wurde verhaftet. Ein Rat zur Sicherung des Friedens und der Ordnung wurde etabliert. Im ganzen Land wurde für die Bürger eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Die Verfassung wurde weitgehend außer Kraft gesetzt. Rundfunk und Fernsehen werden zensiert. Im Ausland übt man Kritik an der Entwicklung und denkt an Sanktionen.
2014.06.09 Abdul Fattah al-Sisi, pristinus summus exercitus Aegyptiaci dux, ius iurandum praesidentatus iuravit atque munus, quod proximo praeterito mense Iulio decessori Mohammed Morsi ademerat, iniit. Fratres Muslimorum, ex quibus Morsi prodierat, electionem boicotizaverant et al-Sisi praesidentem sine exceptione repudiant. Etiam liberales et saeculares activistae, qui ad praesidentem Hosni Mubarak depellendum velificati erant, al-Sisi non sublevant. Reliqui Aegyptii al-Sisi laetis vocibus quidem acclamant, sed claudos stipatores se ostentent, nisi al-Sisi exspectationes explebit. 2014.06.09Der frühere ägyptische Armeechef Abdul Fattah al-Sisi hat seinen Amtseid geleistet, und die Präsidentschaft, die er im letzten Juli seinem Amtsvorgänger Mohammed Morsi abgenommen hatte, angetreten. Die Muslimbrüder, aus denen Mursi hervorgekommen war, hatten die Wahl boykottiert und lehnen al-Sisi rundweg ab. Auch die demokratischen und säkularen Aktivisten, die sich für die Vertreibung des Präsidenten Hosni Mubarak engagiert hatten, unterstützen al-Sisi nicht. Die übrigen Ägypter jubeln al-Sisi zwar zu, werden sich aber als unsichere Gefolgsleute entpuppen, wenn al-Sisi ihre Erwartungen nicht erfüllt.
2014.06.12 Militantes seditiosi eius catervae, quae ISIS (Islamicus Status in Iraqia et Syria) nominatur, in occidentali et septentrionali Iraqia rectis copiis vix renitentibus in dies plures regionum suo imperio subiciunt. Exercitus iustus Americanorum impulsu ex Shiitis, Sunnitis, Carduchis conflatus est, Nouri al Maliki autem administer primarius, ipse shiita, shiitis tantummodo inservivisse, Sunnitas autem Carduchosque perinique neglexisse dicitur. Quare magna pars militum minime studiosi neque bellant et salutem fuga petunt. Seditiosi autem, furibundi Sunniti, qui rem publicam islamici iuris a mari interno usqua ad Euphraten et Tigridem instituere nituntur, Falludscha, Mosul, Tikrit occupatis ipsum Bagdatum appetere videntur. 2014.06.12Auständische Kämpfer der ISIS - Gruppe (Islamischer Staat im Irak und Syrien), bringen von Tag zu Tag mehr Gebiete im westlichen und nördlichen Irak unter ihr Kommando. Das reguläre Heer ist auf Veranlassung der Amerikaner aus Schiiten, Sunniten und Kurden zusammengewürfelt, der Premierminister Nouri al Maliki aber , selbst ein Schiit, soll nur den Schiiten zugetan gewesen sein und die Sunniten und Kurden sträflich vernachlässigt haben. Daher ist ihm ein großer Teil der Soldaten keineswegs ergeben, kämpfen nicht und ergreifen die Flucht. Die Aufständischen aber, fanatische Sunniten, die einen islamischen Staat vom Mittelmeer bis zu Euphrat und Tigris anstreben, scheinen, nachdem sie Falludscha, Mosul und Tikrit erobert haben, auch Bagdad angreifen zu wollen.
2014.07.02 Dum in multis Iraquiae partibus de potestate pugnatur Carduchi se referendum de re publica sui iuris instituenda exhibituros esse annuntiant. Massud Barzani, qui Carduchis in septentrionali Iraquia praesidet, talem civitatem propriam ius esse genuinum Carduchorum dixit. Iam nunc Charduchos autonomia late patenti frui atque iam nunc Iraquiam esse tripertitam. Peschmerga, Carduchorum bene tritus et bene armatus exercitus, non modo aggredientes gihadistas Sunniticos a suis finibus averterant, sed etiam regionem urbis Kirkuk petrolei affluentem suae auctoritati subiecit. Iam antea Israelita Benjamin Netanyahu, ut Carduchis autonomia daretur, monuerat. 2014.07.02Während invielen Gebieten des Irak um die politische Macht gekämpft wirdmelden die Kurden, sie würden ein Referendum über die Errichtung eines autonomen Staates abhalten. Massud Barsani, der Kurdenpräsident im Norirak sagte, ein solcher autonomer Staat sei das natürliche Recht der Kurden. Schon jetzt hätten die Kurden weitgehende Autonomie und schon jetzt sei der Irak in drei Teile zerfallen. Die Peschmerga, das gut geübte und gut bewaffnete Heer der Kurden hatte nicht nur den Angriff der sunnitischen Dschihadisten von ihrem Gebiet abgewehrt, sondern auch das erdölreiche Gebiet um die Stadt Kirkuk unter seinen Einfluss gebracht. Schon vorher hatte sich der Israeli Benjamin Netanjahu dafür ausgesprochen, den Kurden die Autonomie zu geben.
2014.07.04 Rebelles islamistici organizationis ISIS magnum petrolei campum Al-Omar armis non adhibitis ab acie Al-Nusra cepisse dicuntur. Exercitus Iraquianus minus praevalet, quam ut militantes Sunnitas arcere valeat. Qua re praesidis Nuri al_Maliki interest, controversiis internationalem mensuram dari. Arabiae Saudianae rex Abdullah interim, quamquam multi et divites Arabes cum Sunnitis consentiunt et magnas pecunias largiuntur, ut iniurias et impetus militantium summoveret, triginta milia militum ad fines Iraquianos octingenta chiliometra in longitudinem procurrentes deduxit. 2014.07.04Die islamistischen Rebellen der ISIS haben, wie es heißt, das große Ölfeld Al-Omar kampflos von der Al-Nusra-Front übernommen. Das irakische Heer ist nicht stark genug, die militanten Sunniten abzuwehren. Daher ist Präsident Nuri al-Maliki daran gelegen, dem Konflikt eine internationale DImension zu geben. Der saudische König Abdullah hat inzwischen, obwohl viele reiche Araber mit den Sunniten sympathisieren und hohe Beträge spenden, 30’000 Soldaten an seine irakische Grenze, die sich 600 km in die Länge zieht, verlegt, um Übrgriffe und Angriffe der Kämpfer abzuwehren.
2014.12.17 Me.d. Sex Islamistici Talibani in Pakistanica urbe Peshavar scholam aggredientes caedem fecerunt. Centum triginta duo discipuli minimum perierunt, plus quam ducenti quinquaginta homines vulnerati sunt. Qua aggressione se ultionem impugnationum exercitus Pacistanici in regiones suarum civitatum factarum, quibus adhuc mille ducenti militantes occisi essent, petivisse Muhammad Khurasani, Talibanorum locutor, dixit: suis hostibus eundem dolorem sentiendum fuisse, quo ipsi affecti essent. Milites Pacistanici ictum terroristicum post quinque horas finiverant. Inter quae etiam Talibanorum fautores istum impetum in pueros factum, qui cum religione Mahometanae dissentiret, reprehenderunt. 2014.12.17Sechs islamistischen Taliban haben in der pakistanischen Stadt Peschawar eine Schule überfallen und ein Blutbad angerichtet. Mindestens 132 Schüler kamen ums Leben, mehr als 250 wurden verwundet. Muhammad Khurasani, der Sprecher der Taliban, sagte, mit diesem Überfall habe man Rache üben wollen für die Angriffe des pakistanischen Heeres auf ihre Stammesgebiete, durch die schon 1200 Kämpfer gefallen seien: Ihre Feinde sollten denselben Schmerz fühelen, den man ihnen zugefügt habe. Pakistanische Soldaten hatten den Terroranschlag nach fünf Stunden beendet. Inzwischen haben sogar Anhänger der Taliban diesen Angriff auf Kinder als unislamisch getadelt.
[4,31,5] Iam passim maria persultantes Tritonum catervae: hic concha sonaci leniter bucinat, ille serico tegmine flagrantiae solis obsistit inimici, alius sub oculis dominae speculum progerit, curru biiuges alii subnatant. talis ad Oceanum pergentem Venerem comitatur exercitus. (Apul.met.4,31,5) Apul.met.4,31,5[4,31,5] Jetzt Tritons meerdurchtanzende Schar: der bläst sanft die tönende Muschel, jener schützt sich mit seidenem Schirm vor der bedrohlich sengenden Sonne, ein anderer hält seiner Herrin den Spiegel vor die Augen, andere schwimmen zu zweien unter dem Wagen. Eine solche Truppe geleitet Venus auf ihrer Fahrt zum Okeanos.
[Cic.off.1,76,1] Licet eadem de Pausania Lysandroque dicere, quorum rebus gestis quamquam imperium Lacedaemoniis partum putatur, tamen ne minima quidem ex parte Lycurgi legibus et disciplinae conferendi sunt; quin etiam ob has ipsas causas et parentiores habuerunt exercitus et fortiores. Cic.off.1,76,1Dasselbe gilt von Pausanias und Lysander. Sie erweiterten zwar durch ihre Taten die Herrschaft Spartas, lassen sich aber mit Lykurg und dessen Gesetzen und Staatseinrichtung auch nicht von weitem vergleichen. Gerade diesen ist es zuzuschreiben, dass ihre Heere so geordnet und tapfer waren.
ut Agrippa vita concessit, Lucium Caesarem euntem ad Hispaniensis exercitus, Gaium remeantem Armenia et vulnere invalidum mors fato propera vel novercae Liviae dolus abstulit, Drusoque pridem extincto Nero solus e privignis erat, illuc cuncta vergere: filius, collega imperii, consors tribuniciae potestatis adsumitur omnisque per exercitus ostentatur, non obscuris, ut antea, matris artibus, sed palam hortatu. Tac.ann.1,3,3.Nach dem Ableben Agrippas raffte den Lucius Caesar auf dem Weg zu den spanischen Heeren, den Gaius nach einer Verwundung auf dem Heimweg aus Armenien - war es nun sein Schicksal oder die Tücke der Stiefgroßmutter - ein früher Tod hinweg. Drusus war schon bedeutend früher gestorben, und so war von den Stiefsöhnen allein noch Nero übrig. Ihm wendete sich jetzt alles zu. Er wird als Sohn, als Mitinhaber der tribunizischen Gewalt und der Imperatorenwürde angenommen und sämtlichen Heeren nacheinander zur Schau vorgestellt. Die Mutter intrigierte dabei nicht mehr, sie redete offen zu.
sed defuncto Augusto signum praetoriis cohortibus ut imperator dederat; excubiae, arma, cetera aulae; miles in forum, miles in curiam comitabatur. litteras ad exercitus tamquam adepto principatu misit, nusquam cunctabundus nisi cum in senatu loqueretur. Tac.ann.1,7,5.Doch hatte er nach dem Tod des Augustus den prätorischen Kohorten wie der Kaiser die Losung gegeben: Wachen umher, bewaffnete Mannschaft und alles andere nach Art des Hofes. Soldaten begleiteten ihn auf das Forum, Soldaten in die Kurie. An die Heere versandte er wie der wirkliche Kaiser Schreiben, nirgends tat er zögerlich, außer wenn er im Senat sprach.
duo apud ripam Rheni exercitus erant: cui nomen superiori, sub C. Silio legato, inferiorem A. Caecina curabat. regimen summae rei penes Germanicum agendo Galliarum censui tum intentum. Tac.ann.1,31,2.Zwei Heere standen am Rhein, das so genannte obere unter dem Legaten Gaius Silius, das untere befehligte Aulus Caecina. Den Oberbefehl über das Ganze hatte Germanicus, der damals mit dem Zensus in Gallien beschäftigt war.
sed quibus Silius moderabatur, mente ambigua fortunam seditionis alienae speculabantur: inferioris exercitus miles in rabiem prolapsus est, orto ab unetvicesimanis quintanisque initio et tractis prima quoque ac vicesima legionibus: nam isdem aestivis in finibus Ubiorum habebantur per otium aut levia munia. Tac.ann.1,31,3.Die Truppen unter Silius lauerten noch unentschlossen auf den Erfolg fremder Meuterei; bei den Soldaten des unteren Heeres ging es unaufhaltsam zur Raserei. Den Anfang machten die einundzwanzigste und die fünfte Legion. Diese zogen die erste und die zwanzigste nach sich. Sie standen nämlich alle in einem Sommerlager an den Grenzen der Ubier, teils ganz müßig, teils leicht beschäftigt.
non unus haec, ut Pannonicas inter legiones Percennius, nec apud trepidas militum auris, alios validiores exercitus respicientium, sed multa seditionis ora vocesque: sua in manu sitam rem Romanam, suis victoriis augeri rem publicam, in suum cognomentum adscisci imperatores. Tac.ann.1,31,5.Und nicht nur einer sprach so, wie Percennius bei den pannonischen Legionen, auch nicht zu Leuten, die nur ein verzagtes Ohr liehen und sich zuvor nach anderen und stärkeren Heeren umsehen; sondern der Aufruhr hatte viele Stimmen und Zungen: in ihrer Hand liege Roms Geschick; durch ihre Siege mehre sich das Reich; nach ihnen gebe man neuen Imperatoren den Beinamen.
'Non mihi uxor aut filius patre et re publica cariores sunt; sed illum quidem sua maiestas, imperium Romanum ceteri exercitus defendent. coniugem et liberos meos, quos pro gloria vestra libens ad exitium offerrem, nunc procul a furentibus summoveo, ut, quidquid istud sceleris imminet, meo tantum sanguine pietur, neve occisus Augusti pronepos, interfecta Tiberii nurus nocentiores vos faciant. Tac.ann.1,42,1."Nicht Gattin, nicht Sohn sind mir lieber als Vater und Vaterland. Jenen freilich wird seine Majestät, das Römische Reich werden die übrigen Heere schützen. Gattin aber und Kinder, die ich für euren Ruhm willig in den Tod geben würde, schaffe ich jetzt weit weg von eurer Raserei, damit die Verbrechen, die von eurer Seite noch drohen, allein durch mein Blut gesühnt werden und nicht auch der Mord des Urenkels von Augustus, nicht das Blut der Schwiegertochter des Tiberius eure Schuld vergrößere.
divus Iulius seditionem exercitus verbo uno compescuit, Quirites vocando, qui sacramentum eius detrectabant: divus Augustus vultu et aspectu Actiacas legiones exterruit: nos, ut nondum eosdem, ita ex illis ortos, si Hispaniae Syriaeve miles aspernaretur, tamen mirum et indignum erat. primane et vicesima legiones, illa signis a Tiberio acceptis, tu tot proeliorum socia, tot praemiis aucta, egregiam duci vestro gratiam refertis? Tac.ann.1,42,3.Der göttliche Julius hat mit einem Wort ein empörtes Heer bezähmt, indem er Quiriten nannte, die ihrem Fahneneid untreu werden wollten. Der göttliche Augustus hat mit Miene und Blick die Legionen von Actium erbeben lassen! Und mich - zwar bin ich noch nicht, was jene, nenne mich aber doch einen Spross ihres Stammes - mich sollen - es wäre schon auffallend und empörend, wenn ein spanisches oder syrisches Heer mich so schnöde behandelte - mich sollen diese Legionen - du erste dort mit den Feldzeichen aus der Hand des Tiberius, du zwanzigste hier, die du mit ihm in so viele Schlachten gegangen, so hoch von ihm geehrt und belohnt worden bist? - Das ist ein schöner Dank, den ihr eurem Führer darbringt!
Immotum adversus eos sermones fixumque Tiberio fuit non omittere caput rerum neque se remque publicam in casum dare. multa quippe et diversa angebant: validior per Germaniam exercitus, propior apud Pannoniam; ille Galliarum opibus subnixus, hic Italiae inminens: quos igitur anteferret? ac ne postpositi contumelia incenderentur. Tac.ann.1,47,1.Fest stand und unerschütterlich gegenüber all dem Gerede bei Tiberius der Entschluss, nicht vom Mittelpunkt zu weichen, sich und das Gemeinwesen keinem Zufall preiszugeben. Denn gar vieles ängstigte ihn und von verschiedenen Seiten her: stärker war das Heer in Germanien, näher das pannonische. Jenes hat Gallien mit seinen Reichtum zum Stützpunkt, dieses bedroht Italien. Welches solle er also vorziehen? Was tun, damit die Zurückgesetzten sich über den Schimpf nicht entrüsteten?
paucioribus Drusum et finem Illyrici motus laudavit, sed intentior et fida oratione. cunctaque, quae Germanicus indulserat, servavit etiam apud Pannonicos exercitus. Tac.ann.1,52,3.Kürzer lobte er den Drusus und die Beendigung der illlyrischen Unruhen, aber mit mehr Wärme und in aufrichtigerem Ton. Die Zugeständnisse des Germanicus hielt er alle aufrecht, auch für die pannonischen Legionen.
Igitur Romanus, qui aderat, exercitus sextum post cladis annum trium legionum ossa, nullo noscente alienas reliquias an suorum humo tegeret, omnis ut coniunctos, ut consanguineos aucta in hostem ira maesti simul et infensi condebant. primum extruendo tumulo caespitem Caesar posuit, gratissimo munere in defunctos et praesentibus doloris socius. Tac.ann.1,62,1.Und so brachte das anwesende Römerheer sechs Jahre nach der Niederlage die Gebeine dreier Legionen - es wusste keiner, ob er fremde Überreste oder die der Seinigen mit Erde bedecke - allesamt als Nahverbundene, als Blutsverwandte mit wachsendem Rachedurst gegen den Feind, tief betrübt zugleich und erbittert, zur Ruhe. Den ersten Rasen zum Grabhügel legte der Caesar, ein hochwerter Dienst den Abgeschiedenen und den Anwesenden ein Zeugnis teilnehmender Trauer.
Pervaserat interim circumventi exercitus fama et infesto Germanorum agmine Gallias peti, ac ni Agrippina inpositum Rheno pontem solvi prohibuisset, erant, qui id flagitium formidine auderent. sed femina ingens animi munia ducis per eos dies induit, militibusque, ut quis inops aut saucius, vestem et fomenta dilargita est. Tac.ann.1,69,1.Inzwischen war (am Rhein) das Gerücht angelangt, das Heer sei umzingelt und ein feindlicher Zug von Germanen bedrohe Gallien mit einem Einfall; und hätte nicht Agrippina das Abreißen der Rheinbrücke verhindert, hätte die Furcht einige zu dieser schmählichen Tat gebracht. Allein die hochherzige Frau übernahm in diesen Tagen das Amt des Feldherrn und verteilte unter die Bedürftigen und Verwundeten Kleider und Verbandsmaterial.
nihil relictum imperatoribus, ubi femina manipulos intervisat, signa adeat, largitionem temptet, tamquam parum ambitiose filium ducis gregali habitu circumferat Caesaremque Caligulam appellari velit. potiorem iam apud exercitus Agrippinam quam legatos, quam duces; conpressam a muliere seditionem, cui nomen principis obsistere non quiverit. Tac.ann.1,69,4.Da bleibe für den Imperator nichts mehr übrig, wenn eine Frau die Manipeln mustere, vor die Feldzeichen trete, Schenkungen versuche, wie wenn es noch zu wenig um Gunst gebuhlt hieße, wenn sie den Sohn des Feldherrn in Soldatentracht umhertrage und ihn, den Caesar, Caligula nennen lasse. Bereits gelte Agrippina mehr bei den Heeren als die Legaten, als die Anführer; von einem Weib sei die Empörung gedämpft worden, der der Name des Fürsten nicht habe Einhalt gebieten können.
ceterum ad supplenda exercitus damna certavere Galliae, Hispaniae, Italia, quod cuique promptum, arma, equos, aurum offerentes. quorum laudato studio Germanicus, armis modo et equis ad bellum sumptis, propria pecunia militem iuvit. Tac.ann.1,71,2.Übrigens wetteiferten Gallien, Spanien, Italien, darin, die Verluste, die das Heer erlitten hatte, zu ersetzen. Jeder bot an, was ihm verfügbar war, Waffen, Pferde, Gold. Germanicus lobte ihren Eifer, nahm aber nur Waffen und Pferde als Kriegsbedarf an; die Soldaten unterstützte er mit eigenem Geld.
Orationem ducis secutus militum ardor, signumque pugnae datum. nec Arminius aut ceteri Germanorum proceres omittebant suos quisque testari, hos esse Romanos Variani exercitus fugacissimos, qui ne bellum tolerarent, seditionem induerint; quorum pars onusta vulneribus terga, pars fluctibus et procellis fractos artus infensis rursum hostibus, adversis dis obiciant, nulla boni spe. Tac.ann.2,15,1.Der Rede des Feldherrn löste beim Heer Begeisterung aus, und es wurde das Zeichen zum Kampf aufgesteckt. Auch Arminius und die übrigen Führer der Germanen unterließen es nicht, jeweils ihre Scharen anzufeuern: diese Römer vor ihnen seien die besten Läufer aus dem Heer des Varus. Um vom Krieg verschont zu bleiben, hätten sie Aufruhr angezettelt. Ein Teil von ihnen schleppe seine Wundenlast auf dem Rücken, ein anderer die von Fluten und Stürmen zerschlagenen Gliedmaßen einem von neuem erbitterten Feind und zürnenden Göttern entgegen, ohne Hoffnung auf Erfolg.
noster exercitus sic incessit: auxiliares Galli Germanique in fronte, post quos pedites sagittarii; dein quattuor legiones et cum duabus praetoriis cohortibus ac delecto equite Caesar; exim totidem aliae legiones et levis armatura cum equite sagittario ceteraeque sociorum cohortes. intentus paratusque miles, ut ordo agminis in aciem adsisteret. Tac.ann.2,16,3.Unser Heer rückte in folgender Ordnung an: die gallischen und germanischen Hilfsvölker an der Spitze; hinter ihnen die Bogenschützen zu Fuß; dann vier Legionen und mit zwei prätorischen Kohorten und auserlesener Reiterei der Caesar; hierauf wieder gleichviele andere Legionen und Leichtbewaffnete mit berittenen Bogenschützen und die übrigen Kohorten der Bundesgenossen; alle angespannt und darauf gefasst, aus der Ordnung des Zuges zur Schlacht anzutreten.
nam Augustus inter alia dominationis arcana, vetitis nisi permissu ingredi senatoribus aut equitibus Romanis inlustribus, seposuit Aegyptum, ne fame urgeret Italiam, quisquis eam provinciam claustraque terrae ac maris quamvis levi praesidio adversum ingentis exercitus insedisset. Tac.ann.2,59,3.Augustus hatte nämlich Ägypten – eine der geheimen Maximen seiner Herrschaft – mit dem Verbot für Senatoren und römische Ritter höheren Ranges, es ohne Erlaubnis zu betreten, es ganz zu seiner Domäne gemacht; sonst hätte nämlich jeder Italien mit einer Hungersnot bedrohen können, der diese Provinz und besonders die Zugänge zu Land und Meer innegehabt hätte, wenn auch mit schwacher Besatzung gegen gewaltige Heere.
exim vetus et saepe simulatum proficiscendi in provincias consilium refertur. multitudinem veteranorum praetexebat imperator et dilectibus supplendos exercitus: nam voluntarium militem deesse, ac si suppeditet, non eadem virtute ac modestia agere, quia plerumque inopes ac vagi sponte militiam sumant. Tac.ann.4,4,2.Nun tauchte der alte, oft zum Schein vorgetragene Plan einer Reise in die Provinzen wieder auf. Der Kaiser gab die Menge der Veteranen als Grund an und die Notwendigkeit, die Heere durch Aushebung zu ergänzen: denn es fehle an Freiwilligen, und selbst wenn es genug davon gäbe, so herrsche doch nicht die selbe Tapferkeit und Manneszucht bei solchen Truppen, weil in der Regel nur Arme und Landstreicher freiwillig zur Fahne gingen.
Haec vulgo iactata super id, quod nullo auctore certo firmantur, prompte refutaveris. quis enim mediocri prudentia, nedum Tiberius tantis rebus exercitus, inaudito filio exitium offerret, idque sua manu et nullo ad paenitendum regressu? quin potius ministrum veneni excruciaret, auctorem exquireret, insita denique etiam in extraneos cunctatione et mora adversum unicum et nullius ante flagitii compertum uteretur? Tac.ann.4,11,1.Dieses allgemein verbreitete Gerücht lässt sich abgesehen davon, dass es keinen sicheren Gewährsmann für sich hat, leicht widerlegen. Denn welcher einigermaßen besonnene Mensch, ganz zu schweigen von dem durch eine so große Schule gegangenen Tiberius, würde dem Sohn, ohne ihn zu hören, den Tod darreichen, und dies mit eigener Hand, ohne jede Möglichkeit zur Reue? Warum hätte er nicht viel eher den, von dessen Hand der Giftbecher kam, foltern, nach dem Angeber forschen und die zaudernde Bedenklichkeit, die ihm sogar gegen Fremde eigen war, auch gegen den einzigen Sohn anwenden sollen, den er zuvor keines Verbrechens schuldig befundenen hatte?
inde cuncta conloquiis inter praesentis, nuntiis apud legatos et exercitus festinabantur. septimum decimum kal. Aprilis interclusa anima creditus est mortalitatem explevisse; et multo gratantum concursu ad capienda imperii primordia C. Caesar egrediebatur, cum repente adfertur redire Tiberio vocem ac visus vocarique, qui recreandae defectioni cibum adferrent. Tac.ann.6,50,4.Jetzt wurde bei den Anwesenden mündlich, mit Boten aber bei den Legaten und den Heeren alles Nötige in größter Eile eingeleitet. Es war am 16. März, als der Atem stockte und man glaubte, er habe das Gesetz der Sterblichkeit erfüllt. Da trat der Cäsar Gaius - unter großem Zudrang von Glückwünschenden - hervor, die Zügel der Herrschaft zu ergreifen, als auf einmal gemeldet wird, Tiberius spreche und sehe wieder und verlange, man solle zur Abhilfe gegen seine Schwäche etwas zu essen herbeischaffen.
enimvero per Asiam atque Achaiam non dona tantum sed simulacra numinum abripiebantur, missis in eas provincias Acrato ac Secundo Carrinate. ille libertus cuicumque flagitio promptus, hic Graeca doctrina ore tenus exercitus animum bonis artibus non induerat. Tac.ann.15,45,2.Ja sogar in Asien und Achaia wurden nicht bloß Weihegeschenke, sondern auch die Bildnisse der Gottheiten von den in diese Provinzen entsandten Kommissären, Acratus und Secundus Carrinas, weggeschleppt. Ersterer war ein Freigelassener, zu jeglicher Schandtat fähig; der Letztere war zwar, soweit es an der Zunge lag, griechisch gebildet, sein Geist aber ermangelte edlerer Bildung.
Germanici exercitus, quod periculosissimum in tantis viribus, solliciti et irati, superbia recentis victoriae et metu tamquam alias partis fovissent. tarde a Nerone desciverant, nec statim pro Galba Verginius. an imperare noluisset, dubium: delatum ei a milite imperium conveniebat. Fonteium Capitonem occisum, etiam qui queri non poterant, tamen indignabantur. dux deerat, abducto Verginio per simulationem amicitiae; quem non remitti atque etiam reum esse tamquam suum crimen accipiebant. Tac.hist.1,8,2.Die in Germanien stehenden Heere waren, was die gefährlichste Stimmung bei solcher Streitmacht ist, beunruhigt zugleich und erbittert, im Stolz auf den neuerlichen Sieg und in dem furchterregenden Bewusstsein, die Gegenpartei begünstigt zu haben. Zögernd waren sie von Nero abgefallen und Verginius hatte sich nicht sogleich für Galba erklärt. Dass er selbst Kaiser werden wollte, wurde bezweifelt; aber als ausgemacht galt, dass ihm diese Würde von den Soldaten angeboten wurde. Die Ermordung des Fonteius Capito empörte auch die, die sie nicht zu beklagen hatten. Ein Führer jedoch fehlte, da Verginius unter dem Schein der Freundschaft abberufen worden war. Dass er nicht zurückgesandt wurde und sogar iangeklagt sei, nahmen sie als gegen sie selbst gerichtete Anschuldigung auf.
Superior exercitus legatum Hordeonium Flaccum spernebat, senecta ac debilitate pedum invalidum, sine constantia, sine auctoritate: ne quieto quidem milite regimen; adeo furentes infirmitate retinentis ultro accendebantur. inferioris Germaniae legiones diutius sine consulari fuere, donec missu Galbae A. Vitellius aderat, censoris Vitellii ac ter consulis filius: id satis videbatur. Tac.hist.1,9,1.Das obergermanische Heer missachtete seinen Legaten Hordeonius Flaccus, einen durch Alter und Fußgicht untüchtigen Mann, ohne Charakterfestigkeit, ohne persönliches Ansehen. Auch Soldaten in ruhigem Zustand vermochte er nicht zu beherrschen; in ihrem Grimm vollends wurden sie durch sein Unvermögen, sie zurückzuhalten, nur noch mehr gereizt. Die Legionen Untergermaniens waren längere Zeit ohne Konsulare, bis in Galbas Auftrag Aulus Vitellius eintraf, der Sohn des Zensors und dreimaligen Konsuls Vitellius. Dies schien zu genügen.
quies et Illyrico, quamquam excitae a Nerone legiones, dum in Italia cunctantur, Verginium legationibus adissent; sed longis spatiis discreti exercitus, quod saluberrimum est ad continendam militarem fidem, nec vitiis nec viribus miscebantur. Tac.hist.1,9,3.Auch Illyricum hielt Ruhe, obgleich sich die von Nero aufgebotenen Legionen, solange sie in Italien standen, in Gesandtschaften an Verginius gewandt hatten. Allein diese Heere waren durch weite Strecken voneinander getrennt - das heilsamste Mittel, Soldaten im Gehorsam zu erhalten - und konnten weder ihre Verdorbenheit noch ihre Kräfte einander mitteilen.
Infecit ea tabes legionum quoque et auxiliorum motas iam mentis, postquam vulgatum erat labare Germanici exercitus fidem. adeoque parata apud malos seditio, etiam apud integros dissimulatio fuit, ut postero iduum die redeuntem a cena Othonem rapturi fuerint, ni incerta noctis et tota urbe sparsa militum castra nec facilem inter temulentos consensum timuissent, non rei publicae cura, quam foedare principis sui sanguine sobrii parabant, sed ne per tenebras, ut quisque Pannonici vel Germanici exercitus militibus oblatus esset, ignorantibus plerisque, pro Othone destinaretur. Tac.hist.1,26,1.Diese Seuche steckte auch die bereits unruhigen Soldaten der Legionen und Hilfsvölker an, seitdem bekannt geworden war, dass die Treue des germanischen Heeres wanke; und so bereit zur Empörung waren die Übelgesinnten, so bereit sie zu vertuschen selbst die Unbeteiligten, dass sie gleich am folgenden Tag (11. Januar) den Otho auf dem Heimweg von der Abendtafel mit sich genommen hätten, wenn sie nicht die Unsicherheit der Nacht, die in der ganzen Stadt verstreuten Militärposten, und das erschwerte Zusammenwirken unter Betrunkenen gefürchtet hätten; nicht aus Sorge um das Vaterland, das mit Blut ihres Fürsten zu beflecken sie nüchtern sich anschickten, sondern damit nicht im Dunkel irgendeiner, der den Soldaten des pannonischen und germanischen Heeres aufstieße, an Othos Statt, den viele nicht kannten, ausgerufen würde.
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12.03.2015 Martinus Dempsey, Americanus dux exercitus summus, in senatu Vasingtoniensi non dubitari posse dixit, quin copiae Iraquianae IS-militantes ex urbe Tagrito expellerent, postquam duas urbis partes iam expunassent. lc201503
01.04.2015 In Nigeria pristinus dux exercitus et praefectus factionis oppositae, Muhammadu Buhari, electiones praesidales vicit. Goodluck Jonathan, qui adhuc praesidentatu fungebatur, cladem electoriam admisisse atque aemulo victoriam gratulatus esse nuntiatur. lc201504
27.07.2015  Syriacus praeses Bashar al-Assad suas copias, quae olim trecentorum milium militum nunc dimidia ex parte minutae essent, non iam totam terram obtinere posse confessus est. Alteram causam esse dixit, Arabiam Saudianam, Quatariam, Turciam significans, quod potestates quaedam externae rebellibus cumulatius suppeditarent. Nunc regiones maioris momenti, quas sub dicione retinere vellent, esse definiendas. Sed se victum esse negavit: "vocabulum cladis", inquit, "in glossario Syriaci exercitus non existit. Resistere pergemus et vincemus." (cf. BBC) lc201507Der syrische Präsident Bashar al-Assad gestand ein, dass sein Heer, das einst 300'000 Mann stark war, jetzt um die Hälfte reduziert und nicht mehr in der Lage sei, das ganze Land zu behaupten. Ein zweiter Grund, sagte er, sei, indem er auf Saudiarabien, Quatar und die Türkei anspielte, dass ausländische Mächte die Rebellen verstärkt unterstützten. Jetzt müsse man die wichtigeren Gebiete festlegen, die man weiter behaupten wolle. Dass er aber besiegt sei, wies er von sich: "Das Wort Niederlage", sagte er, "kommt im Wörterbuch des syrischen Heeres nicht vor. Wir werden uns weiter widersetzen und siegen."
21.10.2015  Non modo in Germania, sed etiam in Suetia receptacula et deversoria profugorum incenduntur. Hoc anno ibi iam quindecim incendia numerabantur, quae plerumque consulto et cogitata excitata erant. Saepius incendia facinoribus a quibusdam profugis commissis respondere videntur: Medio mense Augusto prope domicilium profugorum crux Christiana deflagraverat. In alio domicilio deusto habitaverat profugus, qui antea feminam Sueticam eiusque filium sica confecerat. Periculum est, ne multi profugi, qui falsis de Europa opinionibus adducti huc veniant suaque spe deiciantur, ad maleficia committenda propensiores fiant. Etiam in Slovenia, ubi profugi algentes, esurientes, nimbo obruti in limo ingrediuntur, destitutio augetur. Tamen affluentia profugorum non modo non desinit, sed impetu progredientis Syriaci exercitus et aeriis Russorum ictibus depulsi aliquot recentes decem milia hominum suas mansiones prope Alepum sitas relinquunt. Quousque tandem? Unio Europaea a conatu problemata communiter solvendi, quod civitates singulares amore sui suas res curant, impedita est. Turcia statim ac solide mederi neque potest neque vult. Si Germanis quoque sibi fines intersaepiendos esse persuasum erit, confusio omnium rerum atque inopia Europaea non iam bene sonantibus sed inutilibus consiliis velari poterunt. lc201509Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Schweden werden Aufnahmestellen und Unterkünfte von Flüchingen angezündet. In diesem Jahr wurden dort bereits fünfzehn Brände gezählt, die meistens absichtlich gelegt. Bisweilen scheinen die Brände Reaktionen auf Taten einzelner Flüchtlinge zu sein: Mitte August war in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft ein christliches Kreuz abgebrannt. In einer anderen niedergebrannten Wohnung hatte ein Flüchtling gewohnt, der zuvor eine schwedische Frau und ihren Sohn niedergestochen hatte. Es ist zu befürchten, dass viele Flüchtlinge, die von falschen Vorstellungen über Europa verführt herkommen, und sich in ihren Hoffnungen getäuscht sehen, für Übeltaten leichter empfänglich werden. Auch in Slowenien, wo Flüchtlinge frierend, hungern und vom Regen durchnässt durch Schlamm waten, macht sich Enttäuschung breit. Dennoch hört der Zustrom an Flüchtlingen nicht nur nicht auf, sondern erneut verlassen zehntausende von den Angriffen des vorrückenden syrischen Heeres und den russischen Luftschlägen vertrieben ihre Heimat bei Aleppo. Wie lange eigentlich noch? Die Europäische Union ist mit ihrem Versuch, die Probleme gemeinsam zu lösen, weil die einzelnen Staaten dem Egoismus und Eigennutz folgen, gescheitert. Die Türkei kann weder noch will sie sofort und vollständig Abhilfe schaffen. Wenn auch Deutschland zur Überzeugung gelangt, es müsse seine Grenzen schließen, wird es nicht mehr möglich sein, das allgemeine Chaos und die europäische Hilflosigkeit mit wohlklingenden aber unwirksamen Ideen zu beschönigen.
11.11.2015  Helmut Schmidt, democrata socialis, qui inter annos MCMLXXIV et MCMLXXXII cancellarius rem publicam Germaniae administravit, hesterno die decimo mensis Novembris nonaginta sex annos natus Hamaburgi, in sua patria, decessit. Cancellarius se imprimis praestitit, cum crisi oeconomicae angustiis petrolei excitatae moderaretur et cum violentis exactionibus tromocraticae Cohortis Exercitus Rubri (RAF) pertinaciter resisteret et cum Mogadiscione aeroplanum epibaticum a tromocratis abductum impetu capi iussit. Multi maiores natu, qui eius cursum comitati erant, et minores, qui eius nimis magna vestigia secuti sunt, iam heri verba fecerunt, ut eum dignarent atque honestarent: Cancellaria Merkel eum "politicam institutionem" appellavit. Praeses foederalis Gauck eum "flagrantem et rationalem disputatorem" nominavit. Martinus Schulz, praeses Europaei parlamenti: "Erat perspicuus cancellarius, eius mors et Germaniae et Europae notam imponit." Juncker, praeses Europaeae Commissionis, eius "audaciam politicam" laudavit, "qua multa molitus sit". Francogallicus praeses eum "magnum Europaeum" praedicavit. Laudavit eius "oratorium ingenium et Suadam". Segimarus Gabriel: "Efferimur, quod unus e nobis erat". Schmidt ipse, si viveret, iterum diceret: "Quae vituperanda erant, tacuistis, quae laudanda, in maius extulistis." lc201511Der Sozialdemokrat Helmut Schmidt, der zwischen 1974 und 1982 als Kanzler Deutschland regierte, ist am gestrigen 10. November im Alter von 96 Jahren in seiner Heimatstadt Hamburg verstorben. Als Kanzler bewährte er sich besonders, als er der Wirtschaftskrise infolge der Verknappung des Erdöls entgegensteuerte, als er der Erpressung durch die Rote Armee Fraktion (RAF) unnachgibig widerstand und als er in Mogadischu das von Terroristen entführte Passagierflugzeug erstürmen ließ. Viele ältere Wegbegleiter, aber auch jüngere, die in seine viel zu großen Fußstapfen treten wollten, fanden schon gestern Worte, um ihn zu würdigen und zu ehren: Kanzlerin Merkel bezeichnete ihn als eine "politische Institution". Bundespräsident Gauck nannte ihn einen "leidenschaftlich vernünftigen Denker". Martin Schulz, der Präsident des Europäischen Parlaments: "Er war ein herausragender Kanzler, dessen Tod eine Wende für Deutschland und Europa markiert." Juncker, der Präsident der Europäischen Kommission, lobte seinen "politischen Mut, durch den er viel bewegt habe." Der französische Präsident pries ihn als "großen Europäer". Er lobte sein "rednerisches Talent und seine Überzeugungskraft." Sigmar Gabriel: "Wir sind stolz, dass er einer von uns war." Schmidt selbst, würde, wenn er noch lebte, erneut sagen: "Was zu tadeln war, habt ihr verschwiegen, was zu loben, übertrieben."
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